Übernehmen KI und Roboter die Macht? Lebendige Debatte im #Cebit18 #Livestudio #ibm

Im Gespräch mit Thomas Ramge (Buchautor und Redakteur von brandeins) und Andrea Martin (CTO, IBM):

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KI, Macron, digitaler Masterplan und Fehlanreize durch Sonderwirtschaftszonen @th_sattelberger @digitalnaiv @axelopp #9vor9

Musste unsere heutige Vormittagssendung reparieren:

Man hört, sieht und streamt sich.

Über das Märchen vom ehrbaren Kaufmann: Autorengespräch mit Amit Ray und Lutz Becker @HS_Fresenius

Das Bild des ehrbaren Kaufmanns ist wohl nur eine Chimäre, genauso wie die Segnungen der unsichtbaren Hand, führen Professor Lutz Becker und Amit Ray in einem Beitrag für das Fachbuch „CSR und Marketing“ aus. Wenn sich ökonomisch, ökologische und soziale Dysfunktionalitäten ergeben, stellt sich die Frage nach den Regulativen.

Solche Moralzehrer findet man vor allem bei den Routineunternehmen, bei den Platzhirschen, bei den verkrusteten Konzernen sowie bei jenen Protagonisten, die sich über Kartelle organisieren und absichern. Atypisch-verantwortungsvolle Unternehmer findet man vor allem bei neuen Akteuren, die sich von alten Routinen, Absprachen und Ritualen abgrenzen. Es sind Unternehmer, die Anstand und Gemeinwohl als mindestens genauso wichtig erachten, wie Gewinn und Verlust.

„Unternehmer, die mit den Regeln des Marktes, die sie unanständig finden, brechen – wie etwa Viva con Agua, eine sich als Social Business verstehende Mineralwassermarke, die sich der Sicherung der Trinkwasserversorgung in den so genannten Entwicklungsländern verschrieben hat“, schreiben Becker und Ray.

Routineunternehmer lieben die Wahrung des Status quo und nutzen Situationen, um Vorteile zu erschleichen. Diese Logik zwingt den Gesetzgeber dauerhaft zum Nachziehen. Ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Handlungsethik auf der Strecke bleibt.

Im einstündigen Autorengespräch habe ich das heute mit Amit Ray und Lutz Becker erörtert.

Was soll denn nun eine Gesellschaft 4.0 bedeuten? #NEO17x Session des Soziologen @KlausMJan

Die Thesen des Soziologen Klaus Janowitz zu seiner #NEO17x Session am Donnerstag, den 9. November 2017, um 13 Uhr.

Im Diskurs zur Digitalen Transformation schleicht sich im Gefolge von Industrie 4.0 ein weiterer Begriff ein: Gesellschaft 4.0. Industrie 4.0 ist ursprünglich die Idee der webbasiert vernetzten Fabrik.

Die Versionsnummer folgt den vorhergehenden Stufen der Industrialisierung: Dampfmaschine (1.0), Elektrizität (2.0), Computer (3.0). Alle diese Stufen lösten Strukturveränderungen und Produktionsschübe in der Wirtschaft aus.

„Wenn Deutschland die Produktionstechnologie-Abteilung der Welt bleibt, dann haben wir viel erreicht. Auf dieses Ziel arbeiten wir hin.“ (Siemens CTO Russwurm) – so lässt sich das Ziel der Initiative zusammenfassen.

Was soll dann eine Gesellschaft 4.0 bedeuten? Die Stufen der Industrialisierung haben in der Vergangenheit gesellschaftliche Veränderungen ausgelöst. Die Versionsnummer macht aber wenig Sinn – bedeutet bestenfalls, dass eine transformierte Industrie die passende Gesellschaft braucht. Gesellschaften wandeln aber sich nicht so, wie es beabsichtigt war.

„Netzwerke bilden die neue soziale Morphologie unserer Gesellschaften, und die Verbreitung der Vernetzungslogik verändert die Funktionsweise und die Ergebnisse von Prozessen der Produktion, Erfahrung, Macht und Kultur wesentlich“ , diesen Satz von Manuel Castells (2001) kann man voranstellen.

Das bedeutet, dass Formen der Vergemeinschaftung und der Organisation sich aus den örtlichen Verankerungen gelöst haben.

Unsere Gegenwart ist bereits von einer ´Kultur der Digitalität bestimmt. Digitalität verweist auf die neuen Möglichkeiten der Konstitution und der Verknüpfung von Akteuren, Inhalten und Ideen, ein relationales Muster, das bestimmend wird. Die Wurzeln reichen in die Neuen Sozialen Bewegungen der 70er und 80er Jahre (mit dem Verdikt der Selbstverwirklichung), wie in die neoliberale Ideen und Politik. Wenn auch mit unterschiedlichem Hintergrund operierten beide mit Begriffen der persönlichen Freiheit und gesellschaftlicher Flexibilisierung – und bewirkten eine Aufweichung einer vorausgehenden „nivellierten Mittelstandsgesellschaft“.

Es entsteht ein Antagonismus zwischen „kreativer“ und „profaner“ Arbeit. In der Realität stehen dann lovely jobs und lousy jobs gegenüber.

Alles Sessions der Next Economy Open 2017 werden live gestreamt.

Deutsche Organisationskultur hemmt Innovation – #CIOKuratorLive mit @chbieck

Live-Gespräch mit dem IBM-Zukunftsforscher Christian Bieck:

Link zur Studie.

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Siehe auch:

WIE DEUTSCHLAND ALS POWERHOUSE IN DER WELT BESTEHEN KANN