Opus ulti­mum: Beethoven, das goldene Zeitalter in Bonn und die Kuratorin Ingrid Bodsch

Die Kuratorin Ingrid Bodsch

Unfassbar, was die liebe Ingrid Bodsch so alles auf die Beine gestellt hat. Das geht weit über die Ausstellung „Bonns goldenes Zeitalter – die kurkölnische Residenzstadt zur Zeit Beethovens“ hinaus.

Detlef Arens hat das sehr gut zum Ausdruck gebracht:

Und Sohn@Sohn waren in den vergangenen Monaten ja auch ein wenig beteiligt bei den Projekten von Ingrid:

Für die Manga-Fans:

Zum Katalog:

„Im Fleiß dem Tita­nen eben­bür­tig ist Ingrid Bodsch, die Direk­to­rin des Bonner Stadt­mu­se­ums, die mit dieser Ausstel­lung ihr Opus ulti­mum ablie­fert. Wie die dichte Reihung von Doku­men­ten ein Instru­ment der histo­ri­schen Phan­ta­sie sein kann, das zeigt hier die Verge­gen­wär­ti­gung der Lebens­welt von Beet­ho­vens Gönner. Graf Wald­stein wurde 1788 in der Bonner Schloss­kir­che in den Deut­schen Orden aufge­nom­men, dessen Hoch­meis­ter der Kurfürst war. Als es noch Ritter gab und auch das wirk­li­che Leben den Regeln eines Balletts folgte, erleb­te Bonn seine golde­ne Zeit. Plötz­lich ging sie zu Ende“, schreibt Patrick Bahners in der FAZ.

Die Publikation entstand als Begleitbuch und Katalog zur Ausstellung des StadtMuseum Bonn „Bonns goldenes Zeitalter. Die kurfürstliche Residenzstadt zur Zeit Beethovens“, ausgerichtet im Ernst-Moritz-Arndt-Haus, der Dependance des StadtMuseum Bonn in Kooperation mit dem Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Allen Leihgebern, sowohl den privaten, die namentlich nicht genannt werden möchten, wie den Institutionen und Einrichtungen, die vielfach schon oft von uns erbetene Objekte aus ihrer jeweiligen Sammlung dem StadtMuseum Bonn für Sonderausstellungen anvertraut haben: Berlin: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv Bonn: Beethoven-Haus Bonn Bonn: Stadtarchiv und Stadthistorische Bibliothek Duisburg: Land Nordrhein-Westfalen – Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland Friedberg (Hessen): Magistrat der Kreisstadt Friedberg, Wetterau-Museum Friedberg Ludwigsburg: Land Baden-Württemberg, Landesarchiv Baden-Württemberg Abteilung Staatsarchiv Ludwigsburg Wien: Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Wien: Deutschordenszentralarchiv (DOZA) Wien: Österreichisches Staatsarchiv/Haus-, Hof- und Staatsarchiv (AT-OeStA/HHStA). Im Film gibt es zudem ausführliche Erläuterungen von Alexander Wolfshohl und Detlev Arens. Der Kata­log kostet 29 Euro. Direktbestellungen über stadtmuseum@bonn.de.

Wie Beethoven in Bonn musikalisch geprägt wurde durch Kurfürst Maximilian Franz von Österreich:

AC/DC statt Metallica: Ein Bonner Literaturabend mit Frank Berzbach

Lese- und Hörplatz

„Zu schnelle Lektüre verwässert die basalen Einsichten“, schreibt Frank Berzbach in seinem neuen Buch „Ein Literaturverführer“. Es entwickelte sich ein bemerkenswerter Bonner Abend mit Frank mit vielen Schnittmengen zu meiner Literatur-Rezeption und auch zu meinen musikalischen Vorlieben:

Komplette Version des literarischen Sommerinterviews auf Twitter, LinkedIn, YouTube und Facebook.

Der ehemalige Bonner Generalintendant Weise und das Horror-Vakuum – Einer der Höhepunkte unserer Veranstaltungsreihe #DasLiterarischeSommerinterview

„In ein ‚Horror-Vakuum, von dem ich jetzt noch träume‘, sei er damals gefallen, schildert Klaus Weise während seiner Lesung bei Buchhändler Alfred Böttger. Gemeint ist die Zeit nach Weises Generalintendanz für Oper und Schauspiel in Bonn zwischen 2003 und 2013, in der er auch als Regisseur das Profil mitgestaltete. Jenes ‚Horror-Vakuum‘, das weniger privilegierte Menschen sicher allzu gern mit ihm tauschen würden, fand ein Ende mit der Arbeit an seinem ersten Roman: ‚Sommerleithe – Wortbegehung einer Kindheit'“, schreibt der General Anzeiger.

„Sinnlicher als eine Metzgerei geht’s kaum“, sagt Weise im Laufe seiner Bonner Lesung, betont der GA. Was er in Bonn-Duisdorf sagte, seht Ihr hier:

Oder hier auf LinkedIn:

Oder auf Facebook:

Oder auf Twitter:

Man hört, sieht und streamt sich beim Abschluss der Sommer-Serie am Freitagabend:

“ich reiße hinter Türen ohne Schlösser die alte Tapete ab, das Notizbuch der Zeit“ #DasLiterarischeSommerinterview

Autorenfoto: Yavuz Arslan

#DasLiterarischeSommerinterview in Bonn-Duisdorf am Freitag 19 Uhr mit #DincerGücyeter: “ich reiße hinter Türen ohne Schlösser die alte Tapete ab, das Notizbuch der Zeit“.

Was der Lyriker in seinem Gedichtband „Aus Glut geschnitzt“ bildstark und sprachgewaltig begann, findet in der neuen Sammlung seine radikale Fortschreibung. Radikal, weil die neuen Gedichte noch tiefer nach den Wurzeln seiner Herkunft graben, noch gründlicher das Geflecht familiärer Bindungen ausleuchten, die Herausforderungen des Aufbruchs ins Neue, ins Ungewisse, den manchmal tödlichen Clash gesellschaftlich tradierter Vorstellungen mit anderen Lebensweisen. Ob die Texte ihren geografischen Ort in einem anatolischen Dorf oder in der Prostituierten-Szene Istanbuls haben, in einem kindlichen Fantasiereich oder in der niederrheinischen Provinz, der Gedichtband „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“ verwebt sie zu einer die Vielfalt der menschlichen Existenz umspannenden Welt.

Sein Opus ist auf der SWR-Bestenliste. Dort steht: „Dinçer Güçyeter, geboren 1979, ist eine vielseitige Begabung. Er machte eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker, hat als Schauspieler am Theater gearbeitet, gründete 2012 den Elif Verlags für Lyrik und ist darüber hinaus und vor allem selbst ein Lyriker von Format. Sein neuer Gedichtband ist Selbstbefragung und Dialog zugleich. Das Ich, das hier spricht, begibt sich auf die Spuren seiner Herkunft, seiner Prägung, seiner Sprache, die nicht nur eine ist und sich aus unterschiedlichen Quellen speist: ‚im Jahr 1983, Deutschland‘, so heißt das erste Gedicht und es zeigt die Mutter:

müde sitzt sie am Küchentisch
ihre Schultern hängen wie eine Seilbrücke
zwischen zwei entschwundenen Heimaten
entfernt die Fäden der grünen Bohnen
als sie meinen Atem im Nacken spürt, murmelt sie
diese blöden Fäden sind wie Lederriemen

Schon in diesem Auftakt klingen zentrale Motive an, die Güçyeter dann weiter ausführt. Es ist die Brücke zwischen Anatolien, woher die Eltern kommen, und dem Rheinland, wo der Sohn geboren wird.“

Wir freuen uns auf den Besuch von Dincer in Bonn-Duisdorf. Vorher solltet Ihr noch schnell den Gedichtband zur Vorbereitung des Sommerinterviews besorgen 🙂

Man hört, sieht und streamt sich am Freitag. Wer vorkommen möchte, sollte sich auf der Eventseite auf Facebook anmelden.