Kein Digitalministerium: Eine verpasste Chance

Ein Digitalministerium wird es in der Ampelkoalition nicht geben. Bitkom-Präsident Achim Berg kritisiert das: Die Digitalisierung dürfe kein Anhängsel sein. „Sie gehört ins Zentrum“. Der Digitalverband setzt sich seit Langem für ein eigenständiges Ministerium ein, in dem die Ressourcen gebündelt werden. 

In den Reihen der Grünen hält man ein Digitalministerium für nicht zielführend:  „Wir hatten in der letzten Legislatur einen entsprechenden Ausschuss der mangels Kompetenzen völlig für die Katz war. Besser eine Bündelung von Kompetenzen in einem starken Ankerministerium“, hieß es aus dem Kreis der Unterhändler. 

Ob das ausreicht? Eher eine verpasste Chance, wie Achim Berg in fünf Punkten darlegt: Erstens müsse ein echtes Digitalministerium mit eigenem Budget dafür sorgen, dass die Digitalpolitik in Deutschland kein Stückwerk mehr ist. Dazu zählen Verwaltungsdigitalisierung, E-Government, Telekommunikation, Breitbandausbau und die Förderung von Schlüsseltechnologien.

Zweitens sollten die Zuständigkeiten für ressortübergreifende Digitalprojekte wie Digitalkabinett, IT-Rat, Digitalgipfel und weitere Initiativen in einem  einzigen Ministerium angesiedelt sein.

Drittens könnte ein Veränderungsbudget andere Häuser bei der Digitalisierung unterstützt: Ein Digitalministerium müsste dafür sorgen, dass die digitalen Bemühungen der Bundesregierung auf ein gemeinsames Leitbild einzahlen.

Viertens müsste ein Digitalministerium oder Ankerministerium auch das Recht haben, mit einem Veto Maßnahmen zu stoppen, die der Digitalpolitik im Wege stehen.

Fünftens müsse die deutsche Digitalpolitik internationale Lernpartnerschaften eingehen. Zu den besonders erfolgreichen Ländern mit eigenem Digitalministerium zählt beispielsweise Norwegen, aber auch das Vereinigte Königreich schneidet im internationalen Vergleich besser ab. Deutschland sollte gezielt Lernpartnerschaften mit diesen Ländern. 

So die Agenda von Bitkom-Präsident Achim Berg. Das Ganze ohne ein Digitalministerium anzugehen, wird schwierig. Was die Ampel im Koalitionsvertrag vorgelegt hat, halte ich für unzureichend – ohne Ambition auf einen Sprecherposten 😉

Die Belegschaft ist der Chef? #ZPSpätschicht @ZP_Universe @EWE_AG @DrLutzBecker1 @luebbermann

Keine Verträge, keine Hierarchie, Einheitslohn, kein Streben nach Gewinn. In der demokratisch geführten Firma von Uwe Lübbermann (Geschäftsführer Premium Cola) werden die Grundprinzipien von Unternehmensstrategien einfach auf den Kopf gestellt. Ob das eine Lösung ist, die auch in der Energiebranche und großen Unternehmen umsetzbar ist, diskutierten wir mit Marion Rövekamp (Vorständin Personal & Recht, EWE AG), Professor Lutz Becker (Studiendekan Sustainable Marketing & Leadership) und Uwe Lübbermann (Geschäftsführer, Premium Cola). Die #ZPSpätschicht erfreut sich großer Aufmerksamkeit 🙂

Snippets der Runde:

Einzelhandel zwischen #Corona und Digitalisierung #Doku @StefanBinkowski @IFHKoeln @RetailMedia_M

Auf LinkedIn geht die Post ab

Ist die Filiale bald überflüssig? Handel zwischen Corona und Digitalisierung #DigitalXAdhoc-Livetalk im Bonner Studio mit Stefan Binkowski (Director Business Development Retail & Consumer SAP) und Dr. Kai Hudetz (IFH Köln)

Facebook wird nachziehen:

Twitter/Periscope dürfte es ja gar nicht mehr geben.

YouTube – da sind wir noch frisch am Start:

Heute um 14 Uhr – Special Logistik: #ZPSpätschicht mit @Sand_reis @ubaer @Robert_Weber_ Martin Nether Prof. Dr. Dirk Engelhardt @bgl_logistik und @GuidoZander

Special: #ZPSpätschicht

14:00 Uhr

Logistik – Im Spagat zwischen Onlineboom und Fachkräftemangel

Moderation:

 Sandra Reis und Gunnar Sohn 

► Uwe Berndt | Geschäftsführer Mainblick, einer der Kreativ-Köpfe der Imagekampagne „Logistikhelden“, die sich für ein positives Image der Logistik einsetzt 

► Prof. Dr. Dirk Engelhardt | Vorstandssprecher der BGL

► Martin Nether | Vorstandsvorsitz der Hans Wormser AG

► Robert Weber | Fachjournalist für Industriethemen & Podcast KI in der Industrie

► Guido Zander | Geschäftsführender Partner SSZ Beratung und Experte für Arbeitszeit & Workforce Management

Hier geht es zur Registrierung. Teilnahme ist kostenlos.

Ingrid Bodsch, Beethoven und das Opus ultimum

Das Bonner Stadtmuseum zeigte eine quellenreiche Ausstellung über die letzten Jahre der kurfürstlichen Residenzstadt. „Im Fleiß dem Tita­nen eben­bür­tig ist Ingrid Bodsch, die Direk­to­rin des Bonner Stadt­mu­se­ums, die mit dieser Ausstel­lung ihr Opus ulti­mum ablie­fert. Wie die dichte Reihung von Doku­men­ten ein Instru­ment der histo­ri­schen Phan­ta­sie sein kann, das zeigt hier die Verge­gen­wär­ti­gung der Lebens­welt von Beet­ho­vens Gönner. Graf Wald­stein wurde 1788 in der Bonner Schloss­kir­che in den Deut­schen Orden aufge­nom­men, dessen Hoch­meis­ter der Kurfürst war. Als es noch Ritter gab und auch das wirk­li­che Leben den Regeln eines Balletts folgte, erleb­te Bonn seine golde­ne Zeit“, schreibt Patrick Bahners in der FAZ.

Der Kata­log kostet übrigens 29 Euro. Direktbestellungen über stadtmuseum@bonn.de

Hier die Ausführungen zum Katalog:

Und hier das große musikalische Finale zur Ausstellung: