„Wer Big Data anwendet, kann sich an Open Data nicht vorbeimogeln“ #Siri #Alexa #Cortana

Big Data

Wenn Big Data-Algorithmen und sprachgesteuerte Systeme ohne meine Zustimmung anfangen, mich zu klassifizieren und zu stigmatisieren, automatisch meine Bonität herabstufen, einen Wechsel der Krankenversicherung wegen meines vermeintlich exakt berechneten Gesundheitszustandes verhindern oder Personalberatern die Abweisung meiner Stellenbewerbung empfehlen, wird es zu heftigen Gegenreaktionen der Nutzer kommen.

„Das wird noch eine Weile beobachtet und irgendwann reagiert die Gesellschaft“, meint der Systemtheoretiker Gerhard Wohland.

Es folgen Störungen des Systems, die bis zu Boykott und Ausstieg reichen können.

Im Wettbewerb von personalisierten und vernetzten Angeboten werden deshalb nur jene überleben, die einen Vertrauenspakt mit ihren Kunden eingehen, ist sich der Düsseldorfer Unternehmensberater und Smart Service-Blogger Bernhard Steimel sicher.

„Wer Big Data anwendet, kann sich an Open Data nicht vorbeimogeln. Jedes Tracking zur Auswertung von Datenspuren, jede Lokalisierung und jeder Abgleich mit dem Profil eines Internetnutzers darf nur erfolgen, wenn der Kunde es will.“

Friss-oder-stirb-Geschäftsbedingungen könne sich niemand auf Dauer erlauben. Nicht alles, was technisch machbar sei, ist auch kulturell mehrheitsfähig.

„Das Maß aller Dinge ist meine Bereitschaft, Daten von mir preiszugeben. Hier liegt der Kern von Big Data-Anwendungen. Mein digitales Ich, meine digitale Repräsentanz und mein digitales Beziehungsnetzwerk dürfen nicht fremdgesteuert sein. Sozusagen ein Recht auf virtuelle Selbstbestimmung. Die Nutzung dieser Daten kann ich den Big Data-Systemen zu jeder Zeit wieder wegnehmen. Der Datenschlüssel, den ich zur Verfügung stelle, kann abhängig sein vom Zeitpunkt der Nutzung, er kann abhängig sein von Personen, er kann definiert sein für bestimmte Aktionen oder Nutzungsszenarien. Entscheidend ist nur, dass mir die personalisierten Dienste das Leben einfacher machen“, resümiert Steimel.

Die ersten Anbieter, die zu einem neuen Datenpakt mit den vernetzten Konsumenten bereit sind, werden zu den Gewinnern der Netzwerk-Ökonomie zählen. Ein direkter Vertrag könne auch fernab von Facebook und Google über Apps abgeschlossen werden, so Steimel. Dafür eignet sich aber nicht der anmaßende Begriff „Big Data“, sondern eher „Smart Data“.

Das gilt auch für Systeme wie Siri, Alexa oder Cortana, die Stefan Pfeiffer in seinem Blog thematisiert. Unternehmen sollten nach seiner Ansicht für Transparenz und Vertrauen in den Systemen der künstlichen Intelligenz sorgen. Als Beispiel nennt er die Prinzipien seines Arbeitgebers IBM. Klingt vernünftig. Sollten wir auf der Cebit zum Thema machen.

Da haben allerdings einige Tech-Konzerne noch Nachholbedarf. Sinnvoll sind die Dienste – auch für Journalisten. In der Datenpolitik muss allerdings einiges besser werden.

Gute Frage: Können Algorithmen Falschmeldungen entlarven?

Keine Partei beschäftigt sich mit der drängendsten Frage der Digitalisierung – dabei gibt es so viele Fragen.

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Transkription (nicht nur) für Podcast-Produktionen – Speech-To-Text von #Auphonic ausprobiert #NEO17x

Käsekuchen

Auf journalist.de hatte ich ja bereits berichtet über die diversen Dienste, die in diesem Jahr die Spracherkennung auf eine neues Niveau heben wollen. Besonders nützlich erscheinen mir dabei die Programme für die Verschriftung von Audio-Aufnahmen – etwa um Podcast-Folgen für Suchmaschinen besser aufarbeiten zu können. Auphonic hat da etwas Nettes gebastelt und bereits der Podcast-Community vorgestellt.

Nun habe ich einfach mal die Zusammenfassung unserer netzökonomischen Käsekuchen-Runde vom Wochenende über Speech-To-Text-Funktion von Auphonic laufen lassen.

Hier ist das nicht korrigierte Ergebnis – für ein Kostenlos-Tool ein gutes Ergebnis, mit dem man sehr schön weiter arbeiten kann. Es war ja ein Live-Hangout mit zehn Leuten in sehr unterschiedlicher Tonqualität.

Campus Ideen
2017
Transcript
[0:00] Ich bins mal wieder da ich sag mal Blogger Gunnar Sohn in einer größeren Runde haben wir uns bei einem live Hangout darüber Gedanken gemacht welche Themen dir,
in diesem Jahr beim Netto, schon Käsekuchen Discos belegen wollen und vor allen Dingen auch in welchen Formaten wir weitermachen wollen,
hier kommen die wichtigsten Statements Jan illustre Runde die jetzt spontan zustande gekommen ist so lieb ich das,
so muss das sein also wir wollten eigentlich ganz offen so Brainstorming mäßig mal diskutieren welche Themen,
der netzökonomie Campus in diesem Käsekuchen runden aufgreifen soll vielleicht können wir dann auch noch reden wie man dann vielleicht auch Formate ergänzt also wir haben ja immer so ein bisschen das als stationäres Format gemacht das also der Gastgeber,
der Container bestimmen kann dann auch den Käsekuchen backen muss und wir uns dann bei dem einen finden aber wir können dann wir auch das zweigeteilt machen wir können reines virtuelles Format machen so wie jetzt,
dass man an vielleicht ein bisschen schneller Themen diskutieren kann und dann immer noch die stationären oder Präsenz Formate.
Wo ihm der Gastgeber traditionell daneben den Käsekuchen hin Zaubernuss ne er darf er darf nicht einkaufen er muss das selber backen,
das ist die einzige Beschränkung ich bin was überlegen weil das schöne ist einmal die Papa dann auszuprobieren natürlich nur sprechen sind weiß man ja nicht vorher wieder ankommen,
der kommt das was mir manchmal noch fehlt aber dafür muss man sie ja ausprobieren auch über den Zeitraum brauchst du gegen welches Format ist wirklich für den.
Suche am Ende am sinnvollsten also wozu der den meisten wert aussah das heißt klar wenn man viele Leute zusammenbringt ist das ist das schon einmal könnte das cool sein soll dann geht sieben thematische kuratiert man das gibt’s danach eine Möglichkeit.
[1:41] Zu weil ich mein Business habe ja auch ein Weg bin ich bei dir war ohne diese drei vier Mal wo ich dabei war da wohl noch viele Sachen anschauen wieder,
und inhalt wie baut man,
Wittmann Sofa Marke Lohmann Sachsen-Anhalt Expert mit drinnen und dann aber auch was darin gesagt wird wird dann keine Ahnung drunter wirklich mal gescheit verlegt das ist Geld für mich auch mit zu Format.
Er sammelt manchmal zu einem gewissen Thema ich habe das früher das war auf Tumblr war nicht geil dafür,
dass du sagst für ein gewisses Thema werden alle aus gewissen lernen Peter Kammler sammelt die automatisch und es wird dort angebracht das heißt wenn er reinkommt,
weiße guter mach dein noch viel über Digitalisierung dann geht das und dann bin ich geil Mann du welches Format gemacht hast du welchen man was kam,
Weissmann und Philipp das dort auf Tumblr und Digitalisierung beim Gunnar,
aber alles nacheinander gesammelt und so haben heute ist am Ort wissen welche Materialien sind durch diesen können sich ja auch wenn sie was gesagt okay dann wissen Sie wo Sie suchen können.
[2:44] Das sind so für mich noch ein bisschen die Sachen also für uns selber bezahlen ist es immer geil,
der Punkt ist ja dass das schon richtig aber es gibt ja es gibt dir den letzter Konomi Campus Blog da könnte ich natürlich schon bisschen am.
Am fleißiger werden in der Nachbereitung häufig genug benutze ich die Geschichte auch um das sein in meinem Kolumnen oder sonstigen schon alliste schon Beiträgen noch zu zu verarbeiten aber du hast Recht so ein zentraler Punkt und man dann auch,
Edi nach arbeit macht der wär wichtig vor allen Dingen weiß ja jetzt auch.
Gepaart mit künstliche Intelligenz jetzt auch super Tools für die Transkription von solchen Runden gibt man die werde ich jetzt noch mal in den nächsten Wochen verstärkte,
ausprobieren sowohl für für Video Runden als auch für Podcast also da gibt es ein paar spannende Sachen die weit über das hinausgehen was nur aus kann also als reine Diktiersoftware wo man quasi die eigene Stimme.
Dann einsetzt und das System trainiert aber das ist glaube ich ein wichtiger.
Dass das kuratieren und das zentrale bündeln und die Nachbearbeitung da weitere Anmerkungen zum Format Michael dazu würde ich gern das sagen also.
Ich habe mich in den letzten 12 Monaten bisschen mehr auf Instagram herumgetrieben mit verschiedenen Accounts und so.
[4:04] In Sachen Engagement verschiedene Sachen ausprobiert und dabei festgestellt.
Ja letztendlich womit man Engagement fördern kann Übersetzer.
Dieser mitmach Effekte wissen was ist viral und wie kriege ich was gerade ziehen.
Ich glaube wenn man da da dürfen uns zurück nach hat in seiner bezeichnen wenn man ehrlich ist er wird erst etwas wenn man,
sehr sehr viel Geld in die Hand nehmen oder unterschiedlich zu erzeugen mal soeben.
Aber ein gutes Engagement kann man wirklich schaffen ja da gibt es Zutaten wie beim Kochen ja und insofern.
Wenn man dann also weiß dass man zum Beispiel Bilder verwendet werden wenn man z.b. das ein oder andere Video auch mal verwendet.
Dann ist das eben schon einladen da wenn man die dann auch noch entsprechend mit Sex ausstattet und so weiter ich will jetzt gar nicht in die Details gehen will nur sagen es gibt also Zutaten die uns bekannt sind.
Und bei Instagram ist es so dass der mitmacht Effekt in dieser Bilder relativ groß ist die Verzeichnung dort also mit die höchsten Engagement von allen Social Medias.
[5:23] Und ich würde sagen darauf kommt es eigentlich an das hat eben der Gunnar auch gefragt was ist eigentlich so der format.
Für das Publikum was wäre eigentlich das geeignete Format von unserer Seite aus wie will Sommers machen.
[5:39] Da bin ich der Meinung alles das was sozusagen einlädt was zu machen und zum.
Irgend ihren von Inhalten von von guten couverture waren Inhalten führt wer ist eigentlich erst mal positiv.
[5:56] Und da könnte ich mir halt doch vorstellen dass wir einiges zum Beispiel auch von Instagram und anderen lernen konnten.
[6:03] Das heißt also da würde ich versuchen Formate zu bevorzugen die kürzer sind knapper,
und wo also ich sozusagen jeder Teilnehmer in gewisser Weise.
Ein Artefakt oder irgendwas künstlerisch zunächst mal oder oder oder produziert hierhin einstellt.
[6:24] In die Debatte und damit das Ganze konsumierbar macht ja.
Das ist jetzt mal sehen die Tüte gesprochen will nur sagen es kommt eben darauf an dass wir uns so zu sagen was die Format Weiterentwicklung angeht.
[6:39] Vor allen Dingen etwas konsumiert aufstellen.
[6:43] Kürzer knapper unterhalten da und vielleicht auch an der eine oder andere Stelle nachvollziehbarer wir sind wir sind deine debattierklub natürlich immer gewesen.
[6:55] Und das gefällt mir auch sehr sehr gut das soll auch jetzt von mir aus nicht geändert werden aber ich glaube es ist angekommen was ich was ich damit sagen wollte,
man könnte natürlich auch in einer Käsekuchen Runde dann auf einmal schwer. Themen abarbeiten also in Blöcken beispielsweise auch,
dass man danach das dann halt wieder aufteilen kann in kleinen Häppchen es wird es schwierig sein wenn man jetzt so eine Runde macht,
Baby hier in der Bibliothek dann an den dem berühmten Tisch wenn man dann anderthalb Stunden redet na das ist das mögen ja auch manche der hat damit wir uns ja auch zu den,
Sven Häppchen von Martens aber danach ist dann vielleicht wieder in Häppchen zu bringen wie du sagtest Michael das ist glaube ich schon wichtiger.
wo ich versuche es ja manchmal indem ich dann aus der Runde dann auch noch einen Audio-Podcast mache dann kann er die Tonspur dann abtrennen und daraus dann auch noch.
Mit dem mit mit auch auf Fonic mit einer gewissen Verbesserung der Tonqualität auch dann noch ein Podcast machen so dass man sich zumindest ist das auch bei der Autofahrt nebenbei noch anhören kann es ist nur ein.
Aber das Aufteilen das auftrennen in kleinere Einheiten das ist ein Punkt den.
Den mal wahrscheinlich so gut nie nie systematisch gemacht haben ne vielleicht in den halben Satz noch kleinere konsumierbar Formate.
[8:13] Wieder komplett endlich zum großen Format hinschreiben.
So wie das im Fernsehen läuft ja wie das also auch bei Serien läuft also das gibt dem Monoblock das ist die Serie sollen also wirklich alle die Serie konsumieren.
Und dann gibt es eben tausende von Trailern und Form von kleinen him Leitungen.
Und das ist es eigentlich das müssten Sie es müssten geschaffen haben ihr bisschen,
die unheimlich attraktiv sind das müssten wir dafür auch ein bisschen im Netzwerk auch machen ne weil ich auch immer Merkel Jena,
Zusammensetzung der Runde wenn dann auch Leute dabei sind die in ihren eigenen Netzwerk dann auch eigene Aktivitäten entfalten,
und als Aufhänger nutzen dann ist auch sofort mehr Aufmerksamkeit da na also sozusagen einer kann den Krieg nicht gewinnen,
sondern das Samsung bisschen auf verschiedene Schultern dann aufgeteilt werden dann Kaffee Zusage Form von dem von Käsekuchen ist es gefällt mir sehr gut und,
ja von daher an ich habe dich auch schon mal gefragt ob ich nicht auch dabei sein das Thema Bildung auch sprechen und genau,
ja und ich habe mir das letzte Mal schon Thomas Sattelberger angeschaut was du gefühlt hast ja allgemein gefragt was für Themen sollten mal aufgreifen hiermit haben wir ja schon gehört und immer Bildung Klaus hat was in die Runde geworfen,
zum Thema digitale Figurationen also Norm neue Formen der Organisiertheit dass das Wasser mal auch gestern zum Thema.
[9:48] Breitbarth und schmal Bad diskutiert haben das ist, neue Organisationsformen gibt die so malen dass man das Vakuum von etablierten Medien stoßen dass man da,
auch er sich völlig anders in Netzwerken organisieren müsste das kann er Klaus sondern vielleicht noch mal erklären,
das würde dann ein bisschen auch politischer werden in die Richtung von Michael ja aber was für Themen habt ihr wird machen noch mal ne Runde,
natürlich warum ich das Gefühl habe,
das Deutschland schlechte Karten warum ist das so.
Jetzt war base nicht viel über Industrie 4.0 und digitale gesprochen aber.
[10:40] Wir sind die Weltmeister in diskutieren.
Liebe ein Kupplung durch meine Tätigkeit als.
Spuren und da kommt immer noch ein zwei kommen nach dem Vortrag zu mir und und ihr Leid und sagen ja.
Ich habe deswegen Sorgen weil ich dich gerne hin.
Deutschland 50 Jahre lang und jetzt Österreich seit fünf Jahren Liebe und würde mir schlecht gehen wenn diese Länder.
Reinhold.
Zu vernichten bestimmte steht Vitalis eigentlich.
Ich verehre ja sehr den dem ehemaligen uhlinger,
Bullinger der nämlich Stuttgart,
erzählt immer Erfolgsmethode,
sms von könnten wir sehr viel mehr.
[12:12] Er liegt vielleicht auch daran dass wir uns immer zu sehr mit diesem Begrifflichkeiten auch rumschlagen wie digitale Transformation dass er zu viel Blabla Faktor drin ist natürlich.
Ich denke aber das ist man einfach jetzt Mal.
Du musst und nicht so lang schätzen jedoch versucht irgendwie dazu kommt zu wenig.
Komplette Entscheidung getroffen ich weiß nicht was ich bringe wie ein bisschen.
Und auch wenn ich lange in Deutschland lebt Kabel,
ja schreit einfach mal was deutsche meine Beobachtungen sind da zu vorsichtig ängstlich Manager in Deutschland haben.
Angst davor eine falsche Entscheidung zu treffen und treffen deswegen lieber gar keine Entscheidung sind.
Scheitern ist leider in Deutschland immer noch mit dem Stick paarmal oder Störung.
Hast du eigentlich.
Geht davon aus dass beim nächsten Versuch nicht noch mal.
[13:43] Und wir können ja da diese Runde übrigens auch beim Fraunhofer-Institut in Stuttgart machen also zu Masche beim Fraunhofer IAO ich kenne die Frau Dr Hoffmann ja auch sehr sehr gut die zum Thema new work einiges macht und es leckt sich mehr auf dem Bullinger dann dazu,
also das wäre eine Idee wie man mal aufgreifen könnte Käsekuchen Discos in Stuttgart zu machen aber ein wichtiges Thema,
im Roman dank ihm deine Themen deine Wünsche und versuchst kurz zu machen also zum ich mit der Freundin dem Zimmer bei mir sind die ihr aus dem Bereich des Unternehmers also,
aber diese einfach mal machen Unternehmertum schaffen von der automatischen dabei,
alles was ich um Engagement Angesicht selbstwert sagen wie viel Geld schon da geht’s nur mein Geld Fenster genauso,
was sind die mich so interessieren was sind die beste Medizin dann habe ich eigentlich auch ein Thema für dich weiches Weise wie wäre es dann noch mal ne Runde machen würden mit dem Gerald Hüther rettet das Spiel,
einen gute mich dann seine These interessieren,
quasi den homo lumo luden subversiv zu nutzen um die Alleinherrschaft des homoökonomikus unterlaufen,
von der Wirtschaftswissenschaftlichen Seite noch mal zur Klarstellung der der wira Tüte hat es hat ein Buch geschrieben rettet das Spiel weil eben mehr als funktionieren ist es ist Sommer vor ein paar Wochen entschieden,
und ja das müsste im Prinzip ja voll auf das Konto von Roman einzahlen ja Pirmin deine deinem Thema oder deine Themen Anregung ich hatte so ich glaube das,
ein Punkt ist so die Frage nach der institutionellen Bildung wie förderliche das ist auch in Kontexte digitale Transformation nachdem was.
[15:17] Ja das Roman eben gesagt hat und man gibt Wissen Preis und wissen preisgibt.
[15:24] Das macht das eigentliche neben den dass man wissen behalt gibt sondern repariert doch selber darüber und meine eigenen Ansichten darlegen und man bekommt auch inside the digital media,
immer wieder auch Rückmeldung und Fitness Feedback und das Entwicklungs schleifen die sehr förderlich sind das Thema ist dass du vielleicht auch,
läufiger oder was ich mir wünschen würde das häufiger auch thematisiert zu sehen,
wie können wir eigentlich Prozessor neu aufsetzen probieren neu neu indizieren,
auch Immobilien unterliegt kann auch neue Technologie dazu beitragen Potenziale entfalten du hast ja auch den geretteter eben angesprochen,
Rastatt Einsatz für die der potentialentfaltung und soll ich glaube aber man das kombiniere verschiedene Aspekte,
sich anhört und du hast ja ein Zugang zu ganz vielen Leuten und ganz vielen.
Verschiedenen Innovatoren dann kann daraus Sinne sehen Perspektive werden und kann dazu beitragen,
ja Veränderungen führen Innovationsprozesse auch zu befeuert so unter das schätze ich sehr an deinen an deinen Ausführungen und du bist der jemanden dass sie vorher auch schon Hintergrund der,
Extreme lesen ist und in der der super viel liest,
und so schaffst du es auch immer wieder andere Leuten Abkürzungen zu präsentieren in mich wieder zu viel Zeit sollte so viel Durchhaltewillen so viel zu lesen und trotzdem,
möchte man irgendwie auch Simon Stand gebrachte finde ich ganz toll aber du bist ja wieder zusammen fassen dass viele wissen so komprimiert dass man halt schnell auch so ein ja auch so.
[17:06] Abkürzung könntest du das hab ich mir auch bei dir wünschen wenn du kommen noch mehr,
Abkürzungen sozusagen eine Reihenfolge weiter der Oliver Themen deine Wunsch stehen muss ich mal ganz klar sagen Innovation,
und auch Innovationsmanagement sind hiermit den ich mich jetzt seit einem halben Jahr ungefähr vermehrt beschäftige ich mal wieder gemerkt haben im Umgang mit den Unternehmen,
g-lan quasi gerade laufen,
ja auf dem Gebiet der Veränderung und echter Innovation also ganzheitlicher Innovation weil sie das irgendwie seit Jahrzehnten nicht nur nicht nötig hatten und das ist erst ein bisschen dieses Thema Wasser der Tim auch erwähnt hat oder was wo man auch ab und zu mal sagt oder was überhaupt immer in dem in dem Kontext,
digitale Transformation fett Shell Test,
dass die Unternehmen Veränderung nicht gewohnt sind da würde ich mir auf jeden Fall wünschen dass wir vielleicht ja tatsächlich zu diesem Thema Brücken bauen können dass wir vielleicht auch wirklich,
Institutionen als Hebel dafür gewinnen mitzumachen wenn eine Sache fällt mir immer wieder auf das Veränderungen wirklich an nicht nur dann klappt,
wenn sie sichtbar stattfindet und dann dieses sichtbar stattfinden dass es halt wirklich schwierig in Deutschland weil es gibt viele kleine Initiativen,
die alle gute Arbeit machen aber die halt nicht wirklich gesehen werden und da könnte ich mir vorstellen dass man also Fraunhofer ist ein Stichwort also dass man vielleicht wirklich einfach größere Player,
mit ins Boot holt die eine gewisse Sichtbarkeit und auch Gehör verschaffen weil wir alle ich jetzt auch über die so kennengelernt hat.
[18:40] Es gibt so viele kluge Köpfe so viele Duck sich agile Menschen die so viel dazu beitragen können dann aber irgendwie keine Bühne haben ja oder zumindest keine richtige,
sichtbar Bühne für die Breite mir hat sehr gefallen was.
Jeder Roman und er vorgeschlagen hat zum Thema Engagement das scheint in zu interessieren und insbesondere auch.
[19:06] Deine Formulierung Bludenz gegen den homoekonomikus.
Das sind so meine Themen auch die ich also 2017 sehr sehr gerne diskutieren möchte mit euch.
Ich habe mir da auch geschrieben ich gehe damit Caesar ja.
ÖTV der temporalen und herrschen ist besteht heute eigentlich nicht das Problem irgendwas zwischen.
[19:31] Weil wir wissen eigentlich prinzipiell alles.
[19:34] Was ja aber nicht haben und das ist eigentlich das Problem von vielen wir wissen nicht wie wir das mit den Teilen und wir wissen auch nicht wie wir Sichtbarkeit herstellen.
Um irgendwelchen Menschen dieses sich dieses Wissen mitzuteilen und auch Videos mit Zahlen müssen wir auch noch nicht genau.
Also so gesehen das Problem ist nicht die Verfügbarkeit von wissen das Problem ist auch nicht die Verfügbarkeit von der Möglichkeit der Kommunikation.
Sondern das Problem scheint zu sein überhaupt erstmal Sichtbarkeit zu bekommen und das ist ein Thema womit ich mich ja schon bisschen länger beschäftige.
[20:08] Bin ich auch nicht ganz alleine natürlich aber sichtbarkeits immer schon bei Google herzustellen Sichtbarkeit bei Amazon.
Jetzt bestellen Sichtbarkeit für Unternehmen herzustellen und nicht nur denen Sichtbarkeit zubereiten die sowieso shoppen naturgemäß die meiste Sichtbarkeit haben weil sie zum Beispiel.
Mit den Gebühren Geldern.
Die öffentlich-rechtlichen beispielsweise nicht die ARD und ZDF die haben natürlich schon viel Sichtbarkeit und das sollen sie auch haben die haben den Auftrag.
[20:37] Aber Sichtbarkeit im für andere herzustellen neue die noch nicht diese broadcast Funktion haben das ist eine Riesenaufgabe,
und dabei die richtigen Formate zu finden wo sie spielerisch muss das sein wie wie viele Geranium behalten und so weiter was welche Rolle spielt dabei der Content und die content-produktion.
Das sind so die Themen wo ich gerne mit euch diskutieren möchte und vor allem auch antworten spielen der Weise finden möchte ja also sozusagen im Spiel im ausprobieren.
Auch schon gleich mal was so wieder Gunnar das eigentlich immer machst nicht er führt uns ja auch gleichzeitig Ruhe wie es geht ja,
die Technik und so weiter das ist ja ist ja auch sein Ding nicht nur darüber zu reden sondern es auch anzuwenden,
dafür mehr Beispiele finden und auch mehr mehr Unternehmen oder auch mehr Organisation dazu motivieren können mit Ihnen gemeinsam mit uns gemeinsam den Weg zu gehen weil.
Ich sehe deine ganze Menge Nachholbedarf noch mal da könnte der ein oder andere extrem stark von profitieren.
[21:48] Wenn er seine Veranstaltung mit seinen Events und seine Ankündigungen doch stärker unterstützt durch die sozialen Medien.
Ja durchführen würde ja.
Was für Michael auch gesagt hat dass das ein Erlebnis sein sollte ein Entertainment sagen sollte das kleinste dass die Menschen in einer,
kurze Inhalte Entertainment ich halte sehen und dann den nächsten es dich interessiert weiter aber Christian deine Wunsch dem,
und natürlich dabei die Berater immer auf das heißt dass er vielleicht an Kunden,
als andere und ich bin natürlich auch noch,
nachwievor fern von ganz dolles und vielleicht hängt das damit bis jetzt zusammen das erste Thema von ihm aus dem letzten Jahr mal auf.
Mitte letzten Jahres darüber gesprochen und ich weiß auch nicht wie war das jetzt schon behandelt haben und zwar Bild platform snort Schatz Products.
Thema Startup und da denke ich kommt gerade so der Zug oder auf dem Zug die man auch springen kann ist jemand da das mit dem Business.
Haben welche Vorteile kann das Business,
und da Rapssamen umgedreht ist es gleich ein bisschen einfacher insbesondere mit mit Zugängen zu uns oder und was hat das mit dem ganzen Thema und wie kann man beide Seiten zusammen bringen oder.
[23:29] Navigieren danke Maus mir ein bisschen anhängt Digitalisierung an Schulen.
Da sollte man oder sollten wir vielleicht auch eine negative ergreifen wie kann man.
Den Lehrern helfen das Thema besser anzugehen.
[23:47] Und wenn man jetzt Berichte liest aktuell kein WLAN an Grundschulen oder dass der Informatikunterricht Office Schulung besteht und ich es Programmierkenntnisse.
Gartenanlage glaube dass die Lehrer.
Achim auch Informatik Lehrer wäre zu und was sie rum in den Schulen besser wird.
Noch mal bisschen Richtung Brian Solis kannst du mir ins darüber auch ein schönes Thema von ihm auf die Arbeit bin,
das heißt nicht nur den Customer das Individuum auf der anderen Seite ist jetzt Bildschirm zu sehen nicht nur die einfache Fahrt oder nicht,
Duden gib ihn einfach auch etwas bewegen grundsätzlich sonst noch als meinen Kunden ich glaube da kann man auch noch ein bisschen was aus,
und dann auch noch Customer Experience ich habe sogar zurechtgelegt die neuen Generation an,
Google und Amazon II hier die Dash Buttons dann Amazon Echo Google home welche Auswirkung hat das auf mein Leben zu Hause.
[24:57] Welche Auswirkung hat das auf den übrigen und.
Datenschutz RZA was kann man damit noch machen oder witzige Video Baby.
In den Amazon Eco rein auf englisch und dann schlägt Amazon,
unproduktiv woanders,
pass mal auf eine aber welche Auswirkungen haben die nationale und Amazon Deutschland.
Angeboten werden ich denke das hatte ich ja schon mal,
angeteasert mit dem Beitrag auf Facebook die Thesen von dem VWL Professor Axel Ockenfels Klammer auf glaube eine der wichtigsten Berater von der von der Bundesregierung Klammer zu,
der was geschrieben hat über die Daten von Emerson & Cody Ökonomik verändern der sprach von der neuen ökonomischen Ingenieurs Lust und von Verhalten,
Prognosen mit Big Data ist der aber dann eben auf dem auf dem Niveau der ökonomiker der Wirtschaftswissenschaft,
am das ist ja mal das kann man dann auch noch zweigeteilt noch diskutieren,
Projekten wie von Amazon und Google verändert übrigens auch den schonmal Ismus da machen wir auch schon Gedanken die man als die Geschichten gehen das Thema Sprachsteuerung kommt er auch wieder mit Sonne,
auf die Tagesordnung auch ein spannendes Thema was vielleicht dann sogar bei Bernhard Steimel dann angesiedelt ist also da sind viele Facetten drin in dem Ding was man was man aufgreifen.
[26:34] Könnte will was hast du denn für Vorschläge sage mal kurz was zu mir weil daraus ergibt sich das dann auch okay ich bin Politologe von der Ausbildung her.
Und haben Berlin Politik studiert 75670 mein Examen gemacht ehrlich.
Wenn Politik wo dann wann weißt du noch so bisschen was dafür derzeit war was davon Übergang war in der Wissenschaft also,
die ganzen ausländer Sitzung mit der marxistischen Wissenschaft und auch mit der marxistischen VWL und so weiter so die anderen wieder diskutiert waren sind damals,
danach habe ich 40 Jahre lang politische Bildung gemacht und bin jetzt inzwischen raus aus dem Geschäft,
okay das hat also absolute Vorteile weil ich endlich das machen kann was ich immer machen konnte wollte,
ich kann lesen und das ist das was mich im Moment das interessiert neuroökonomische Ansätze ich habe ja selber schwer mit sehr mit Ergonomie beschäftigt aber im allgemeinen Aspekte Politik.
[27:32] Und gleichzeitig beschleicht mich wenn ich das dann höre das Gefühl meine gute das kann nicht wahr sein ich habe 40 Jahre mich im Grunde nicht so nimm mit der Frage Wann Digitalisierung Granadas auf heute in der politischen Bildung beschäftigt,
und wenn ich heute sehe was in der Politik was los ist an der Schnittstelle von Politik und Ökonomie,
erfahre mich dazu die was ist Anhänger letzten Jahren so schief gelaufen dass es so wenig Menschen gibt die Wurst und Reifen habe ich ja Gesellschaft sie ja nicht leben was sind Demokratie die Fragen muss man heute wieder sperren man kriegt,
erschreckende Antworten.
Auch auf Facebook auch von Leuten bei denen das nicht vermuten würde es mehr gesichert werden oder irgendsowas sondern eigentlich kaum noch einer was Demokratie ist wenn man dann sieht das die größte Demokratie der Welt,
Tramper vorbringt ihre nächsten Präsidenten,
das ist dann für mich das Thema wie kann sowas passieren und jetzt mache ich meinen Sprung dazu weil ich glaube da liegt eine der Ursachen dafür,
seit Anfang der 80er.
Mitte der 80er hat sicherlich die Wirtschaftswissenschaft in der Orientierung verändert weg von Keynes hin zu neoliberalen Paradigma ist jetzt nicht auf Polizei Kampfbegriff gemeint einfach als.
[28:44] Und diese Orientierung hat dann letzten Endes in der Bundesrepublik zB dann kann man das gut festmachen.
In der Agenda 2010 dazu geführt.
Das eigentlich nur das ergonomisch im Vordergrund gesehen stand in der politischen Sichtweise und dass die Politik in den Hintergrund getreten ist die Bundesrepublik wurde wettbewerbsfähig gemacht.
[29:05] Durch die Senkung der Lohnkosten nicht in die Steigerung von Produktivität und auch nicht durch die Steigerung,
der Qualifikation der Beschäftigten ist Agenda 2010 ganze sich fordern und fördern davon ist das fordern übriggeblieben das Fördern des weggefallen Natsu die Fantasie nicht ausreicht.
Wie Phantasie ich wieder der Politiker noch der heute noch der Betroffenen,
santiano bemüht ich wer selber nimmt im Leben System drin was Bildung angehen und Tralala und so weiter auf was man eine WLAN-Verbindung angeht und man unter Computerausstattung da kann ich das ist nur so,
geändert an dieser ganzen Geschichte wo wir inzwischen das Jahr 2017 schreiben und du wo die Möglichkeiten so immens gestiegen sind solche Dinge anzuwenden,
und die Leute für die Menschen wenn das eigene an für,
Jürgen welche dummen Postings oder für irgendwie Dinge die mit ihrem eigentlichen leben in einem Probleme mit denen sie konfrontiert sie nichts zu tun am und dann wären sie hat Trump oder AFD,
das kommt dann dabei raus und einer der wesentlichen Punkte dabei ist diese schwarze Null gehört Paradigma durch die Politik Geist hat.
Das irgendwer der Politik erzählt hat also der Staat würde sich zu sehr Verschulden wäre dann nicht mehr handlungsfähig was auf denen von Zinszahlung.
Und Haushalt Bindung von Haushaltsmitteln ich auch stimmt aber und da liegt für mich ein ganz wichtiger. Ich glaube dass die Politik nicht unterscheidet.
Zwischen Investition und konsumtive Ausgaben und dass ich keine Möglichkeit hat den Erfolg von Investitionen zu berechnen zu bestimmen oder zu dokumentieren weil die ganze Kameralistik,
in der in der öffentlichen der bei der öffentlichen Hand dazu gar keine Handhabe gibt wir können niemals verstellt ob irgendein Projekt wirklich was gebracht hat.
[30:47] Und das macht das große Problem aus deshalb Eier Politik im Moment so fürchterlich durch die Gegend.
[30:52] Ist das mal ganz provokativ Land wie Griechenland oder auch Ungarn ich liebe uns in Ungarn ist ein paar Jahren habe ich vergessen zu sagen die mitten auf dem Land in der Puszta.
2014 Bass über Ungarn pleite Grad der EU bei es wäre für die EU,
genau für Griechenland Witzke und Klacks gewesen Ungarn durch zumindest wenn man,
das soll ich das Geld Investition gesteckt hätte und immer gewusst hätte was das Investitionen wird das man wahrscheinlich auch gemacht und das ist für mich das große Dilemma,
nicht die Leute reden sie ein Problem die Sichtweise auf Politik ist die ist passiert nichts es wird alles für mich nur schlechter,
auch die Politik weiß gar nicht was sie tut im Moment und das ist so mein Thema was ich wieder eine einbringen möchte mit dem endlich auch beschäftige,
du hast ganz wichtige Themen angesprochen welche Sorte gibt’s dazu ja auch noch etwas hat das kennst du Untote leben länger am von den Flippers key,
Erich mit dem im Neoliberalismus am auseinandersetzte bei Matthes & Seitz erschienen also quasi das Wasser nach dem Finanzkapital nach der Finanzkrise 2007 eigentlich in der Wirtschaftswissenschaft,
wieder ganz normal weitergegangen ist also die alte Lehre da Hayek Jana und Co ja das ist eben wirklich nicht darum gehen die Ökonomik mal von Grund auf,
erneut zu diskutieren und und auch theoretisch neu zu formieren da gibt’s hier bei dem Flur ein Ökonomen auch interessant der ansehen.
Also das wäre ein Thema ich bin ja nun auch mittlerweile Hochschuldozent dann auch noch weiter treiben würde interessiert dann vielleicht jetzt nicht jeden so bis ins Detail aber ich glaube politisch superwichtig und wenn das dann auch ein Stückchen politisieren.
[32:27] Und dann wird’s auch allgemein wieder interessante also dazu eine Runde zu machen oder sogar ein paar Runden zu machen wir nehmen das ist super interessant da.
Erfurter ich habe dazu auch schon einiges geschrieben mit meinem Kolumnen in den letzten Monaten beispielsweise für den Zustand der VWL der will gelesen.
Tanzen und dann so fern,
nehme ich das nehme ich das Thema gerne auf ein ganz kurzer Satz dazu eine These der Staat muss lernen zu bilanzieren,
dann sieht ja auch klar was Sache ist.
Wir müssen gucken lieber in Netzwerken denken und auch das Establishment und sage mal fertig machen weil du bist ja schon unterwegs.
[33:08] Solche Plattformen wo man seine mal auch die nicht Vordenker oder sagen wir mal wie die einfach dazu.
[33:16] Dann finde ich sind als multiplikative Backformen ganz wichtig und vielleicht sollte man sich eine 17 auf darüber unterhalten,
wie man diesen scale noch besser hinbekommen kannst du besser wie wichtig achten bei einer Breite zu verankern.
Das zweite Thema ist eben wurde diskutiert das Handy auch sehr wichtig die Lancierung.
Ich glaube wenn du wirklich nicht inklusive nachhaltige Verantwortlichen Gesellschaft unterhalten.
Und deswegen ist schon wichtig die mal und unter das gesagt das ist vielleicht bisschen Exotik.
Schalte das Flow fundamental wieso was sind eigentlich die Paradigma und Theorien,
ökonomischen ist implizit Matti ist und am Ende ist Digitalisierung kein Selbstzweck und ist auch kein Muss.
Sondern wir haben andere Freiheiten und deswegen lieber Professor syska immer sagte müssen uns auch sehr viele Gedanken.
Welche Ansätze und wohin soweit die sehr sehr komprimierte Zusammenfassung der,
Netz ökonomischen Matinee am Sonntag um 11 Uhr das ist wirklich sehr sehr kurzfristig zustande gekommen dennoch haben,
11 Leute teilgenommen zu seiner kann doch nicht so ganz reinen ab und dann nicht gehört das war der Klaus unser Hashtag Soziologe aber seine seinem Vorschlag hatte ich ja dann auch schon schriftlich bekommen ja das würde ich auch.
[34:57] Euch bitten.
Meine Ideen hab wenn ihr Formate haben wenn ja Orte habt ihr vorschlagen wollen wir netzökonom ich diskutieren wollen dann solltet ihr mir das schicken entweder pen,
E-Mail an Gunnar Erik Sohn and email.com oder Posten auf der Facebook-Seite des netzökonomie Campus oder,
auf unserem Blog oder hier bei Soundcloud in der Kommentarspalte wer da alles dabei war beziehungsweise von wem die O-Töne sind das markiere ich dann noch auf,
SoundCloud bzw das erkennt er dann natürlich auch durch die Postings auf der,
Facebook Seite von netzökonomie Campus ja das was man hört sieht und sich sicherlich demnächst wieder euer Gunnar Sohn bis dann.

Teuflischer Pakt: Machteliten und Maschinen #NEO15 Session

Machteliten-Hacking

Im Internet der Dinge infiltriert Software heute jede fast jede Maschine:

„Das Universum kommunizierender Objekte expandiert weiter. Und damit werden unehrliche Menschen und korrupte Organisationen mehr denn je versucht sein, ihre Produkte nach eigenen Wünschen zu impfen. Nennen wir das einfach mal ‘Lügen zweiter Ordnung’. Und Benutzer können das nicht mehr erkennen. Denn leider wächst den Maschinen keine lange Nase. So wird Wahrheit oder Lüge plötzlich ein Schlüsselfaktor in der Mensch-Maschine-Interaktion. Und es taucht schlagartig die Frage auf, ob und wie man Maschinen ethisches Verhalten beibringen könnte. Ein sehr verzwicktes Problem. Und es führt zu Verwicklungen, für die wir heute noch nicht mal Denkfiguren haben. Es wird Zeit, die zu entdecken”, so Brightone-Analyst Stefan Holtel im Gespräch mit dem Soziopod-Blogger Patrick Breitenbach auf der Next Economy Open in Bonn.

Wenn Konzerne wie Psychopathen agieren

Beim VW-Skandal ist dieser Teufelspakt zwischen lügenden Maschinen und Maschinisten im Brennglas zu beobachten. Beim Wolfsburger Autogiganten ist es eine Kombination von autoritären Kommandostrukturen, Erfolgsdruck und Hörigkeit. Nur so können teuflische Effekte entstehen, die kaum noch unter Kontrolle zu bringen sind. Mit gesundem Menschenverstand könne man das Verhalten der VW-Topmanager nicht begründen, so Holtel. Bei VW handelt man total irrational, da es höchst naiv sei, bei Manipulationen in Millionen Fahrzeugen nicht mit der Aufdeckung zu rechnen. Jetzt ist der Schaden maximal.

Die Ursachen für den Diesel-Gate basieren auf den Organisationsstrukturen, die sich in fast allen Weltkonzernen finden lassen: Geschlossene und egozentrische Einheiten agieren wie ein Psychopath: Unberechenbar, unkontrolliert und beziehungsunfähig. Das Fundament sind autokratische Top-Manager, die mit emotionalen Ausbrüchen ihre Belegschaft zu Ja-Sagern degradieren. Ein Konzern sei nichts anderes als ein Psychopath, bemerkt Holtel in dem Fachgespräch im Rheinischen Landesmuseum. Diese Erkenntnis hilft vor allem dem gemobbten Mitarbeiter weiter, weil er Abstand finden kann zwischen sich und der Konzernstruktur.

„Mit Psychopathen zu interagieren ist schwierig. Man kann keine Vertrauensbasis aufbauen, man weiß nie, was im nächsten Augenblick passiert“, sagt der Brightone-Spezialist für Künstliche Intelligenz.

Mythos der Unfehlbarkeit: Maschinen als symbolisches Kapital

Für die Überlebensstrategie innerhalb des Konzerns mag diese Erkenntnis hilfreich sein, auch wenn eine Portion Fatalismus dabei herausspringt oder die innere Kündigung. In den Machtbeziehungen zur Außenwelt ist diese Konstellation äußerst problematisch. Patrick Breitenbach warnte vor einer Akkumulation von Macht, die von psychopathischen Organisationen ausgeht. Konzerne akkumulieren nicht nur ökonomisches Kapital, sondern soziales Kapital über Beziehungen, Netzwerke und Eliten, kulturelles Kapital über Informationsvorsprünge und symbolisches Kapitel über Expertentum und Maschinen. Gefährlich sei vor allem die Anhäufung von symbolischem Kapital über Maschinen, die wir für wahrhaftig und präzise halten.

Wir schreiben den Maschinen Fähigkeiten wie Rationalität und Unfehlbarkeit zu.

„Das speist sich unseren täglichen Erfahrungen. Niemand rechnet Excel-Tabellen. 2007 gab es im Intel-Prozessor einen Hardware-Fehler, der dazu führte, dass Excel falsch rechnete. Es gibt diese systemischen Fehler sehr häufig, aber Menschen sind kaum in der Lage, diese Risiken einzuschätzen“, erklärt Holtel.

Mit den Fähigkeiten von kognitiven Maschinen wie IBM Watson sei es für Menschen schwer, auf Augenhöhe zu interagieren. Das wertet der Brightons-Analyst als Bedrohung. IBM und Co. verkaufen uns das mit Narrativen der Weltverbesserung und stellen sich kaum den kritischen Fragen. Sie wollen neue Märkte erobern und damit Milliarden machen. Aus wirtschaftlichen Gründen sei das nachvollziehbar, aus politischer, gesellschaftlicher und psychologischer Sicht ist das hoch brisant.

Warum wir IBM-Watson und Co. dekonstruieren müssen

„Wir werden von Systemen ummantelt, die immer mehr Fähigkeiten haben, von denen wir nicht mehr wissen, was sie mit uns tun. Digitale Assistenten, wie die Spracherkennungs-Software Siri sind erst der stümperhafte Anfang von dem, was noch kommen wird“, warnt Holtel.

So werde IBM-Watson in einer verbesserten Version in sieben oder acht Jahren auf unseren Smartphones passen und uns durchs Leben dirigieren. Wir haben dem nichts entgegenzusetzen, weil uns schlichtweg die Fähigkeiten in Schulen und Hochschulen nicht vermittelt werden, um Big Data-Anwendungen und diskriminierende Algorithmen, die beispielsweise unsere Kreditwürdigkeit herunterstufen oder Prämien für Krankenversicherungen hoch stufen, forensisch unter die Lupe zu nehmen. Die Politik müsste ein Checks-and-Balance-Regelwerk schaffen, um zwischen Mensch und Maschine einen Machtausgleich herzustellen und den Machteliten einen Missbrauch der Maschinen-Intelligenz zu erschweren, fordert Breitenbach.

Wir sollten zudem die Übertreibungen von Extremisten der Künstlichen Intelligenz im öffentlichen Diskurs dekonstruieren. Mit der Verteufelung von Technik kommt man dabei nicht weit. Was denkbar ist, wird umgesetzt. Und Macht ist eine Konstante in unserem Leben. Wer das ignoriert, dem wird es schwerfallen, eine Rezeptur im politischen Diskurs hervorzuzaubern. Gefragt seien vor allem Gegen-Narrative zur Entlarvung der wahren Absichten der manipulativen Maschinisten.

Der entmündigte Bürger

Es sei völlig inakzeptabel, diese Technologien zum Entmündigen des Bürgers zu nutzen, proklamieren die Digital Manifest-Autoren in einem Beitrag für Spektrum Wissenschaft.

„Big Nudging und Citizen Scores missbrauchen zentral gesammelte persönliche Daten für eine Verhaltenskontrolle, die totalitäre Züge trägt. Dies ist nicht nur unvereinbar mit Menschenrechten und demokratischen Prinzipien, sondern auch ungeeignet, eine moderne, innovative Gesellschaft zu managen. Um die eigentlichen Probleme zu lösen, sind vielmehr bessere Informationen und Risikokompetenz gefragt.“

Für persönliche Daten, die über uns gesammelt werden, sollte es ein Recht auf Kopie geben, liebwerteste Gichtlinge von Schufa und Konsorten.

„Es sollte gesetzlich geregelt sein, dass diese Kopie in einem standardisierten Format automatisch an eine persönliche Datenmailbox gesandt wird, über die jeder Einzelne die Verwendung der Daten steuern kann. Für einen besseren Schutz der Privatsphäre und um Diskriminierung zu vermeiden, wäre eine unautorisierte Verwendung der Daten unter Strafe zu stellen. So könnte man selbst entscheiden, wer welche Informationen für welchen Zweck wie lange nutzen darf.“

Wenn der Bundesgerichtshof aber die Offenlegung dieser Daten und die undurchsichtigen Algorithmen als Geschäftsgeheimnis einstuft, wie beim Schufa-Urteil, wird es schwerfallen, auch nur annähernd für Klarheit zu sorgen, wenn Maschinen lügen, denunzieren und Existenzen ruinieren. Die juristischen Fakultäten sollten daher überlegen, Informatik und Big Data-Forensik als Pflichtfach einzuführen, damit solche Urteile bald der Vergangenheit angehören.

@telekom_hilft es gibt immer noch ein Problem mit Anschluss 0228-622243: Vom VDSL-Aufschaltungsdesaster

Erleben, was verschwindet
Erleben, was verschwindet

Gespräche mit Kundenhotlines verlaufen butterweich, wenn man ein Upgrade-Sonderaktion-Cross-Selling-alles-wird-jetzt-besser-schneller-und-preiswerter-Bundle-Angebot kaufen möchte. Da sind die Agenten zuvorkommend und schnell. Es reicht ein profanes „Ja“ und die Vertragsumstellung wird mit Knopfdruck vollzogen. So ist es auch bei uns verlaufen mit der Umstellung auf eine VDSL-Leitung der Deutschen Telekom mit sagenhaften Leistungskennziffern: Uploadrate (bis zu) 40 Mbit pro Sekunde und Downloadrate (bis zu) 100 Mbit pro Sekunde. Das Ganze nennt sich MagentaZuhause L und kostet ungefähr genauso viel wie der alte Vertrag – nur die Leistung verzehnfacht sich. Die Bestätigung kommt per E-Mail und auch die Ankündigung des Umstellungsdatums. Es sollte am Mittwoch, den 17. Dezember über die Bühne gehen. Der neue Router „Speedport W 724V“ kam pünktlich einige Tage vor der VDSL-Aufschaltung per Post. Vom technischen Service gab es den Hinweis, dass die Umschaltung bis 18 oder 19 Uhr über die Bühne geht.

Für den 17. Dezember hatte ich mir also keine Büroarbeiten oder Interviews vorgenommen. Am Donnerstag und Freitag standen allerdings schon wieder Recherchearbeiten und eine Hangout-Talkrunde an.

Die Bedienungsanleitung wurde von mir akribisch durchgelesen, damit ich die Konfiguration selber vornehmen kann. Der neue Router kommt nicht mehr an den DSL-Splitter, sondern direkt an die Amtsleitung – ein Kinderspiel. Der von der Hotline empfohlene und von mir käuflich erworbene Speedport ISDN Adapter (kostet so um die 60 Euro) stellte sich am Ende als überflüssig heraus – aber das sei nur am Rande bemerkt.

Was dann folgte, bestätigt mich in meiner Kritik an der Service-Organisation der Netzbetreiber. Da funktioniert so gut wie nichts reibungslos. Multichannel-Management, Vermeidung von Medienbrüchen und intelligente Routing-Systeme sind Schimären, die von Marketingabteilungen in so genannten Advertorials – also bezahlten Artikeln – in einschlägig bekannten Call Center-Blättchen geflötet werden – mit der Realität haben sie nichts zu tun.

Als ich am Mittwochvormittag den neuen Router anschließen wollte, war das Gerät nach einer sehr kurzen Lebensdauer tot. Das Power-Lämpchen erlosch – kein Strom. Also wieder die Hotline anrufen: 0800 33 03000. Es meldet sich eine Sprachapplikation zur Vorqualifizierung des Anrufers. Irgendwann muss man seine Telefonnummer angeben, die der Sprachautomat in der Regel bei der ersten oder zweiten Ansage versteht, damit der Agent im Call Center schon darüber informiert ist, welcher Kunde anruft. Dann sagt der Sprachautomat noch, dass es bis zu zehn Minuten dauern kann, bis der Agent am Telefon ist. In Schnitt dauerte es bei mir so rund fünf Minuten. Zur Bestätigung muss man dem Agenten dann noch seine Kundennummer durchgeben und kann sein Anliegen loswerden.

Bei allen Anrufen, die dann in den nächsten Tagen folgten, war kein einziger Agent über die Funktion der Vorqualifizierung auf der Höhe meines Problems. Es regiert das von mir schon häufig beschriebene Alzheimer-Hotline-Syndrom. Bei jedem neuen Kontakt mit einem Agenten, auch bei der Weiterleitung, muss man den Servicefall immer wieder in aller Ausführlichkeit schildern. Und die Ursache des Problems wird fast immer beim Kunden und nicht beim Anbieter gesucht.

Das Problem des defekten Routers konnte der Agent für den „normalen“ Kundenservice nicht bearbeiten, so wurde ich zum technischen Service weiter verbunden. Der Mitarbeiter bot mir an, ein Austauschgerät per Post zu schicken, was allerdings einige Tage dauern könne. Daraufhin bekam ich den ersten Adrenalin-Schub. Ich sagte dem Telekom-Mitarbeiter, dass ich am Donnerstag und Freitag wichtige Livestreaming-Projekte realisieren muss und sofort eine Lösung benötige. Antwort: Das sei gar kein Problem.

„Gehen Sie zum nächstgelegenen T-Shop und kaufen sich den erforderlichen Router. Wenn das Austauschgerät eintrifft, tauschen Sie das gekauft Gerät im T-Shop um. Als Verbraucher steht Ihnen ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu.“

Router Rechnung

Gesagt, getan. Also marschierte ich zur Telekom-Filiale 9949207 in der Rochusstraße 198 – Fußweg ungefähr fünf Minuten – und erwarb den Speedport für schlappe 149,99 Euro.

Der neue Router funktionierte. Das Power-Lämpchen ging an. Stromversorgung in Ordnung. Weitere Lämpchen, die die Funktionen für Internet, WLAN und Telefonie anzeigen, waren allerdings noch inaktiv. OK, ist ja erst 14 Uhr. Der technische Service sagte ja, dass die VDSL-Aufschaltung im Laufe des Tages bis 18 oder 19 Uhr erfolgt. Nach 19 Uhr tat sich aber weiterhin nichts.

Also wieder die Hotline anrufen, Sprachcomputer anhören, Telefonnummer eingeben, vom nicht zuständigen Hotline-Agenten zum technischen Service weiter leiten lassen und sich über die richtige Konfiguration des Gerätes belehren lassen. „Haben Sie den Router richtig installiert?“ „Probieren Sie es mit einem Reset“. „Schalten Sie bitte den Strom aus, dann wieder ein und warten einige Minuten.“ „Tut sich was?“ Meine Antwort: „Nein“. „Hm. Merkwürdig. Wir prüfen noch einmal Ihre Leitung. Kann etwas dauern.“ Also bei der Telekom sei alles in Ordnung. „Das Signal ist da. Alles hervorragend. Vielleicht funktioniert die Leitung am Donnerstag.“ Mit dem „vielleicht“ könne ich mich nicht anfreunden, lautete meine Erwiderung. Für Donnerstag und Freitag stünden noch einige journalistische Arbeiten an, die ich selbst im Internet-Café nicht erledigen könne. Ohne Internet sei ich in meinem Redaktionsbüro schlichtweg nicht arbeitsfähig und es droht Verdienstausfall. Das Gespräch verlief im Sande. Auch die folgenden Telefonate am Donnerstag. Irgendwann platzte mir der Kragen und ich verzichtete auf die 1-zu-1-Kommunikation, die angeblich der Kunde im Service so liebt (ein schöner Gruß an den Experten-Roundtable, der im Dezember-Heft von TeleTalk unter der Überschrift ‚Alle Macht den Kunden!?‘ zu Wort kommt). Welcher Verbraucher redet gerne mit Hotline-Agenten, die selten in der Lage sind, kompetent zu antworten?

Jedenfalls kam erst über den öffentlichen Twitter-Dialog mit @telekom_hilft etwas Schwung in die Sache.

Am Freitagvormittag folgt der erlösende Rückruf vom @telekom_hilft-Team. Ein Techniker sei in der Nähe meines Hauses und käme in Kürze bei uns vorbei. Das war diesmal kein hohles Service-Versprechen. Um 12 Uhr stand der Techniker vor meiner Tür. Seine Diagnose: Die Leitung ist komplett tot. Kein Signal, nichts. Seine Vermutung: Am öffentlichen Verteiler-Kasten ist zur Vorbereitung der VDSL-Aufschaltung wohl die Leitung vertauscht worden. Der Techniker setzte sich ins Auto, fuhr zum Verteiler-Kasten und entdeckte den Fehler. Nicht unsere Adresse – also die Ettighoffer Straße 26 A – wurde mit schnellem Internet, sondern meine Nachbarin. Fehlschaltung korrigiert und alle Lämpchen am Router gingen an. Problem beseitigt, meine Hangout-Talkrunde um 17 Uhr war gerettet.

Der Techniker erwies sich übrigens als absoluter Champion, wenn es um die digitale Heimvernetzung geht. Wir unterhielten uns nicht nur über mögliche Fehler bei der Ausbreitung von VDSL in Deutschland, sondern auch über die Vorzüge von Sonos und Co. Am Nachmittag erkundigte sich ein Mitarbeiter von telekom_hilft, ob alles glatt gegangen sei. Dabei sprach ich meine Empfehlung aus, dass sich der Kundendienst enger mit den Technikern im Field-Service zusammenschließen sollte, da sie den direkten Kontakt mit den Verbrauchern haben und wissen, was so alles bei der Telekom nicht funktioniert.

Wer die Filiale 9949207 in der Rochusstraße 198 in Bonn-Duisdorf besucht, sollte nicht mit einer freundlichen Beratung rechnen. Hier regieren Verkaufs-Machos!
Wer die Filiale 9949207 in der Rochusstraße 198 in Bonn-Duisdorf besucht, sollte nicht mit einer freundlichen Beratung rechnen. Hier regieren Verkaufs-Machos!

Am Freitag kam übrigens per Post auch das Austauschgerät für den defekten Router. Meine Frau brachte am Samstag den zwischenzeitlich gekauften Router zum T-Shop zurück, um die 149,99 Euro in Empfang zu nehmen. Aber da hatten wir die Rechnung ohne den T-Shop-Mitarbeiter in der Rochusstraße 198 gemacht. Herr A. kanzelte meine Frau im rüden Ton ab. Ihm sei es egal, welche Absprachen mit dem technischen Service gemacht wurden. Er werde den Router nicht zurücknehmen. Nach einem längeren Disput verweigerte Herr A. eine konstruktive Lösung des Falls und wandte sich demonstrativ dem Kunden zu, der hinter meiner Frau stand.

Im Ergebnis haben wir jetzt drei Router und einen überflüssigen ISDN-Adapter. Jetzt wende ich mich also wieder an @telekom_hilft:

Ich verlange nicht nur Kulanz bei der Rückgabe des Routers aus dem T-Shop und eine Gutschrift für den ISDN-Adapter, die ich zusammen mit dem defekten Router an die Telekom zurückschicken werde, sondern eine finanzielle Entschädigung für das dreitägige Service-Desaster. Zudem sollte sich Herr A. (den genauen Namen schicke ich dem @telekom_hilft-Team gerne per Direktnachricht) bei uns persönlich für sein machohaftes Benehmen entschuldigen.

Überflüssige Telekom-Router türmen sich in der Küche.
Überflüssige Telekom-Router türmen sich in der Küche.

Noch eine Replik an die Experten des TeleTalk-Roundtable. Es geht nicht um persönliche Kommunikation, die der Kunde favorisiert, sondern um personalisierte Kommunikation, die verdammt noch einmal reibungslos verlaufen muss. Verlagert die Kommunikation wenigstens in Service-Apps, um die Authentifizierung überflüssig zu machen und um das Alzheimer-Sydrom der Hotlines zu beseitigen.

Ohne den öffentlichen Dialog auf Twitter wäre übrigens der Telekom-Techniker erst weit nach Weihnachten gekommen…..An der Hotline wurde mir eine Terminabsprache angeboten, die erst nach dem 26. Dezember erfolgen könne.

Faktencheck zur Digitalen Agenda: Watson übernehmen Sie! Vom Nutzen einer Vetomaschine

Vielleicht gibt es ja dann bald Watson-Brillen.
Vielleicht gibt es ja dann bald Watson-Brillen.

Der IBM-Rechner „Watson“ ist ein ziemlich schlaues Kerlchen. Nicht erst seit seinem legendären Sieg über die Champions des Ratespiels Jeopardy. Er kann noch viel mehr. Watson ist ein Fakten-Checker:

„Heute, drei Jahre nach dem Sieg der KI-Software bei der Quizshow Jeopardy, ist Watson bereits bei Behörden, Institutionen und Unternehmen in den USA im Einsatz. Die Software unterstützt dort Onkologen bei der Behandlung von Krebspatienten, führt natürlichsprachliche Verkaufsberatungen bei einer Bekleidungsmarke oder leitet aus der permanenten Analyse digitaler Medien (Blogs, Facebook, Zeitungen, Foren) ab, welche Themen sich als gesellschaftliches Mem abzeichnen und welche davon auf die Agenda der Wirtschaft gehoben werden sollten“, erläutert Konrad Buck in einem Gastbeitrag für Brightons.

Watson könnte nach Ansicht von brightone-Analyst Stefan Holtel auch den Politikbetrieb dramatisch verändern, da er Aussagen von Politikern einem Echtzeit-Faktencheck unterziehen kann.

Etwa parallel zu Bundespressekonferenzen, wie bei der Präsentation der „Digitalen Agenda“ der Bundesregierung.

Oder bei Wahlkampfreden, wenn mal wieder irgendein Sündenbock-Thema aufgetischt wird, beispielsweise bei der CSU-Kampagne „Wer betrügt, der fliegt“.

Inhaltsleere Polit-Rhetorik und polemischer Alarmismus könnten mit einer Veto-Maschine fundierter sowie schneller entlarvt werden. Damit wird Watson nicht zum Gestalter von Politik. Er könnte mit seinen Echtzeit-Analysen allerdings die Barrieren für dümmliche Agitation erhöhen. Als Recherchehilfe wäre Watson überaus nützlich. Was denkt Ihr?

Heute Abend nach der Tagesschau, also um 20:15 Uhr, machen wir bei Bloggercamp.tv schon mal einen digitalen Fitnesstest für Deutschland – noch ohne Watson. Für Zwischenrufe während der Liveübertragung Hashtag #bloggercamp verwenden.

Siehe auch:

Ihr habt ja bestimmt vom IT-Sicherheitsgesetz gehört.

Agenda ohne Plan.

Breitbandausbau: Die Internet-Lüge.

Wer zu Open Data nicht bereit ist, sollte von Big Data schweigen #Datability #Cebit #Systemtheorie #Schirrmacher

Automatisierte Kontrollgesellschaft?
Automatisierte Kontrollgesellschaft?

„We don’t know how the human brain works.“ Mit diesem Satz macht Patrick Breitenbach auf einen Artikel aufmerksam, der sich mit den Thesen von Kurzweil beschäftigt: „Why Ray Kurzweil is Wrong: Computers Won’t Be Smarter Than Us Anytime Soon“.

Es sind letztlich völlig überdrehte, anmaßende und werbegetriebene Thesen, die man mit Big Data, Künstliche Intelligenz und Neurowissenschaften verbindet. Das wirkt sich vielleicht positiv auf den Verkauf von Büchern über das Ende des Zufalls aus oder über Neuro-Leadership, Neuro-Marketing und Maschinen-Intelligenz. Es ist auch eine beliebte Methode, um milliardenschwere Forschungsbudgets und Beratungsaufträge zu kapern, wie beim Human Brain Project. Beim öffentlichen Diskurs sollte man die wirtschaftlichen Interessen dieser Akteure nicht aus den Augen verlieren. Siehe dazu auch: „Die große Neuro-Show – Was wurde aus den Verheißungen der Hirnforschung? Wissenschaftler ziehen Bilanz. Sie fällt dürftig aus“.

Die Systeme können nur das, was Menschen programmiert haben und daraus ableiten. Es sind hoch manipulative, konstruierte und erfundene Welten, die immer zu richtigen Ergebnissen kommen. Richtig im Sinne des Erfinders, Konstrukteurs, System-Ingenieurs, Mathematikers, Software-Entwicklers, Hirnforschers oder KI-Wissenschaftlers: Die Logik sei nur ein Beschreibungsapparat, so wie die Grammatik für Sprache, sagt Systemtheoretiker Heinz von Foerster im Fernsehinterview mit Lutz Dammbeck.

„Die Logik ist ja nur eine Maschine, um mit gewissen Aussagen gewisse andere Aussagen machen und entwickeln zu können. Der Übergang von A nach B, das ist, was die Logik kontrolliert….also die Logik bringt ja gar nichts Neues….die Logik macht es nur möglich, dass Sie von einem Satz, der etwas verschwommen ist, etwas ableiten können, oder Sätze, die ähnlich verschwommen sind, ordentlich beweisen können.“ In diesen weltweit funktionierenden Maschinensystemen seien alle Aussagen richtig – im Sinne der Ableitungen.

Heinz von Foerster
Heinz von Foerster

Wenn sich auf diesem wackligen Fundament die Big Data-Neuroklecks-KI-Hohepriester aufschwingen, das Leben anderer Menschen zu beeinflussen, zu kontrollieren, zu steuern und zu bestimmen, müssen sie ihre Ableitungen offenlegen. An diesem Punkt stimme ich FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher zu, der fordert, dass die offene Gesellschaft neue Freunde braucht.

Er beschreibt in seinem FAZ-Leitartikel den Fall einer Amazon-Lageristin in Allentown, die nach mehreren 11-Stunden-Arbeitstagen eine automatisierte SMS des „employee-tagging“- Systems bekam. Botschaft: Sie sei „mehrere Minuten“ unproduktiv gewesen und wurde kurz darauf gefeuert. Droht hier ein neuer Optimierungswahn, der in den Pionierzeiten des Industriekapitalismus von Henry Ford etabliert wurde?

„Die Erkenntnis, dass die IT-Industrie Teil der wohl bedeutendsten gesellschaftlichen Debatte sein muss, nimmt auch die jetzt beginnende Cebit ernst, die weltgrößte Computermesse. Unter dem Titel ‚Datability‘ – dem ’nachhaltigen‘ Umgang mit Daten – will sie sich, aufgeschreckt vor allem durch die Snowden-Enthüllungen, an einem Diskurs beteiligen, der sich den Chancen und den Risiken der digitalen Moderne widmet. Schon das ist ein Fortschritt. Es signalisiert, dass die Branche verstanden hat, dass die Zeiten vorbei sind, in denen technische Geräte die entsprechenden Sozialtechniken gleichsam mitproduzieren und einfordern – unter Ausschaltung jeder politischen Willensbildung“, schreibt Schirrmacher.

Das sei eine politische Aufgabe, keine technologische. „Anders gesagt: man kann die Festlegung gesellschaftlicher und politischer Normen nicht einer Mathematik überlassen, die systematisch Kausalitäten und Korrelationen erzeugt, deren Effekte wir spüren, aber deren Zustandekommen wir nicht nachvollziehen können.“

Diesen Satz sollten sich die Richter des Bundesgerichtshofs hinter die Ohren kleben. Stichwort: Schufa-Urteil.

Wer eine falsche Stromrechnung bekomme, der rechnet nach. Wer eine falsche Rechnung über seine Lebens- und Karrierechancen, seine Talente, seine Effizienz und Kondition, seine Gesundheitsprognose oder seine Kreditwürdigkeit bekommt, der könne nur noch glauben.

„Heute gelten die Algorithmen, die beispielsweise die Reputation oder Kreditwürdigkeit von Menschen berechnen, als Geschäftsgeheimnis“, so Schirrmacher.

Wer nicht nur Stauwarnungen ausspricht, sondern auch das Wohl und Wehe von einzelnen Menschen beeinträchtigt und zu Open Data nicht bereit ist, sollte Big Data nicht anwenden dürfen. Die Entwickler von diesen Systemen werden ohne politische Regeln dazu nicht freiwillig bereit sein, wie mir ein Informatiker klar zu verstehen gab. Er habe eine Software für Kliniken entwickelt, um „gute“ von „schlechten“ Patienten zu trennen. Das Auswertungstool soll aufzeigen, wo Ärzte Geld verballern. Und was ist mit den Patienten, fragte ich nach. Müsste so etwas nicht öffentlich verhandelt werden? Antwort: Offenlegungspflichten sieht er nur gegenüber seinen Auftraggebern. Wenn dieser Mann dazu nicht bereit ist, muss er mit rechtsstaatlichen Mitteln dazu gezwungen werden, wenn die betroffenen Patienten es verlangen.

Siehe auch die Rede von Google-Manager Eric Schmidt auf der Tech-Konferenz SXSW und sein merkwürdiges Verständnis von Selbstzensur.

Entlarvung der Neo-Kybernetiker.

Liebwerteste Gichtlinge der Internet-Konzerne, wo bleibt der ehrliche Datenpakt mit der Netzgesellschaft?

„Vous êtes mon ami“: Die Kempelen-Wundermaschine und Sprachdialog-Systeme für Kundenservice #gforce13

Kempelen und die Sprechmaschine

Wird über Sprachautomatisierung debattiert, fallen sicherlich jedem Konsumenten sofort eine Reihe nerviger Hotline-Ansagetexte ein, die den Blutdruck in Wallung bringen. Legendär hat das der Werbefilm von Yello Strom auf die Schippe genommen mit dem roboterhaften Obstverkäufer: „Interessieren Sie sich für unsere Bananen, sagen Sie ‚Bananen’……“

Den Forschungsarbeiten für die künstliche Nachahmung menschlicher Stimmen wird das nicht gerecht. So war schon im 18. Jahrhundert der Hofkammerrat Wolfgang von Kempelen unter Maria Theresia und ihres Sohnes Joseph II. davon beseelt, eine Sprechmaschine zu erfinden, die dem Menschen nützt: Der aufklärerisch gesinnte Beamte konstruierte einen Apparat, der gehörlose Menschen zur Lautsprache führen konnte. Die Maschinen-Sprache sollte nicht nur hörbar, sondern vor allem für das Auge verständlich werden.

Kempelen äußerte sich optimistisch, „dass die Maschine ohne sonderliche Kunst mit Tasten, wie ein Klavier oder eine Orgel einzurichten wäre, dass Spielen auf derselben, gegen die dermalige Art Jedermann viel leichter fallen würde“, berichtet 1792 das „Magazin für das Neueste aus der Physik und Naturgeschichte“ (Band 8, Seite 101). Das mechanische Stimm-Wunder funktionierte sogar polyglott und beglückte das staundende Publikum mit Sätzen wie „vous êtes mon ami – je vous aime de tout mon Cœur“. Es glänzte auch in lateinischer Sprache: „Leopoldus Secundus – Romanum Imperator – Semper Augustus“.

Forschung im 18. Jahrhundert

Die Idee, dass ein lebendiger Organismus nach physikalischen Gesetzen funktioniert und prinzipiell mit Mitteln der Mechanik simuliert werden kann, war spätestens seit dem 17. Jahrhundert nicht länger unklar und verdächtig, sondern wissenschaftliche Hypothese. Die Pionierarbeit von Kempelen wirkte bis ins 20. Jahrhundert auf Persönlichkeiten wie Charles Babbage, dem „Father of computing“, Homer Dudley, der den Voice Operation Demonstrator (VODER) baute oder auf Mathematiker wie John von Neumann und Norbert Wiener, die sich mit Sprache und Logik beschäftigten.

Durch die Sprachsteuerung per Computer ist die mechanische Kempelen-Konstruktion heute nicht mehr relevant.

„Wissenschaftsgeschichtlich jedoch ist es nach wie vor von Bedeutung, ebenso seine Ansichten und seine philosophische Betrachtungsweise“, erläutert die Kempelen-Expertin Alice Reininger von der Universität für angewandte Kunst in Wien.

G-Force in Wien

Die natürliche Sprache zur Steuerung von Geräten, beim Diktieren von Texten und zur Abfrage von Standardinformationen zu nutzen, ist längst Realität und funktioniert erstaunlich gut, auch wenn viele Hotline-Betreiber immer noch auf die veralteten Tastenwahl-Systeme „Drücken Sie die 1, 2 oder 3“ setzen.

„Viele Firmen haben die Kosten gescheut und sich auf das Drücken von Knöpfchen konzentriert. Aber immer mehr entscheiden sich für Sprachdialog-Systeme. Der Kunde erwartet personalisierte Services. Und wenn er dann schon mit der einer Maschine reden soll, dann sollte es auch zu Ergebnissen führen. Beim Knöpchen drücken ist das eben nicht der Fall, weil die dahinter liegende Struktur ein Spiegel der inneren Organisation des Kundendienstes ist“, erläutert Heinrich Welter von HFN Medien auf der Technologiekonferenz G-Force in Wien.

In welches Schubfach der Anbieter welchen Service gelegt hat, könne der Kunden bei den alten Systemen nur mit einem Ratespiel beantworten.

„Bei einer Sprachdialog-Anwendung kann ich das konkreter äußern. Ich habe ein Problem mit dem Rechnungsbetrag oder der Rechnungsadresse oder mit der Rechnung generell. Bei den Tastenkombinationen kann man das nicht genau eintüten“, so Welter.

Sprachsteuerung werde immer populärer durch die Erfolge von Apple und Google.

„Die Spracherkennung ist wesentlich besser geworden. Die Hardware ist mittlerweile nicht mehr so teuer und auch die smantischen Analyseverfahren, um den Sinnzusammenhang von Sprache zu deuten, wurden verfeinert. Auf dieser Basis gibt es jetzt Standard-Angebote, die für die Unternehmenswelt erschwinglich sind – ohne großen Schulungs- und Anpassungsbedarf wie früher“, betont der Service-Experte.

Mit dem Voice Content Management sei das ohne Expertenwissen beherrschbar – ohne das Gängelband der Tastenwahl. Interessante Einsatzmöglichkeiten sieht Welter bei der mobilen Kommunikation über Applikationen – etwa die Identitätsüberprüfung via Stimme. Auf Passworte könne man dann verzichten:

„Ist die Überprüfung abgeschlossen kann ich meiner App über die Sprachsteuerung sagen, was sie machen soll. Das ist bei kleinen Geräten mit den Beschränkungen der Tastatur ein großer Vorteil und erleichtert die Navigation.“

Generell gebe es noch sehr viel Nachholbedarf, die Personalsiierung in der Werbung und im Service zu einem echten Erlebnis zu machen.

Das zog sich wie ein Roter Faden durch die Sessions der diesjährigen G-Force in Wien.

G-Force Session in Wien

Besonders in der Service-Kommunikation hapert es immer noch am Wissensmanagement, um an jedem Kontaktpunkt das gleiche Kundenerlebnis hervorzubringen und die Silos der internen Organisation abzubauen, so das Credo von Genesys-Vorstandschef Paul Segre.

Das mechanische Kempelen-Meisterwerk kann man übrigens im Deutschen Museum in München bewundern.

Sprachdialogsysteme und das Bananen-Problem #gforce13

Sprachdialogsysteme leiden immer noch unter dem schlechten Image der alten Tonwahl-Systeme „Drücken Sie die 1, 2 oder 3 und warten dreitausend Jahre auf einen Hotline-Agenten“.

Dabei geht schon vieles mit natürlicher Sprache – ohne die Restriktionen durch die Vorgaben des Anbieters. Auf der G-Force in Wien sprach ich mit Heinrich Welter vom Spezialisten für Sprachdialogsysteme HFN über die Anwendungsmöglichkeiten von automatischen Systemen und über die Personalisierung im Kundenservice.

Google Glass: Stasi-Brille oder nützlicher Assistent? Ausblick auf meine morgige Kolumne

Feldtest auf der #rp13

Noch ist die Datenbrille „Google Glass“ nicht auf dem Markt, da erklingen in Deutschland schon die Alarmglocken. Die staatlichen Datenschützer bringen sich in Position und warnen vor dem so genannten „Lifelogging“, also dem unbemerkten Aufzeichnen von vertraulichen Gesprächen. Das Rechtssystem sei auf das Ausspähen der Umgebung nicht vorbereitet.

Selbst auf der Berliner Digitalkonferenz re:publica, die sich für neue technologische Entwicklungen zu begeistern pflegt, stößt das smarte Brillengestell des Suchmaschinen-Giganten auf Skepsis, wie mein Bloggercamp-Kollege Hannes Schleeh in einem Feldtest feststellte.

Drei Tage beglückte er das Nerd-Treffen mit einem Replikat und provozierte nicht nur wohlwollende Kommentare. So fragte der Chef der Gastronomie erbost:

„Nimmst Du mich jetzt auf, oder was?“

Auf Twitter gab es eine Flut von Reaktionen. Hier nur drei Beispiele:

„Ob den Leuten, die ihre ‪#googleglass‬ aufm Kopf tragen, bewusst ist, wie bescheuert das aussieht?“

„Habe jemandem auf der ‪#rp13‬ die Brille aus dem Gesicht gerissen und zertreten. War leider gar kein Google Glass.“

„Irgendwie fühle ich immer ein Unbehagen, wenn mir jemand mit ‪#googleglass‬ entgegenkommt, wie auf der ‪#rp13‬, etwa als wäre es Röntgenbrille.“

Führte das Street View-Projekt von Google zu höchst bizarren Abwehrkämpfen von Hausfassaden, Gartenzwergen im Vorgarten und Verpixelungs-Initiativen zur Unkenntlichmachung von Jägerzäunen, wird die Brillenvariante zu einem noch größeren Sturm der Empörung beitragen: Schlagzeilen wie „Stasi-Brille belästigt Otto-Normal-Verbraucher“ oder „Spionage-Spielzeug für Stalker und Spanner“ sind vorprogrammiert.

Liebwerteste Gichtlinge der Bild-Zeitung, für diese Schlagzeilen beantrage ich übrigens Leistungsschutzrecht!

Aber selbst Google-Chairman Eric Schmidt und Google Ideas-Direktor Jared Cohen greifen in ihrem neuen Opus „Die Vernetzung der Welt“ zum Vokabular von billigen Agenten-Filmen, um den Nutzen der Wunder-Brille zu beschreiben. So könnte man in Kombination mit einer Armbanduhr frühzeitig Religionswächter oder Agenten der Geheimpolizei verorten. Kein Scherz, das haben die beiden Autoren so formuliert. Die Uhr kommuniziert über GPS-Daten den Standort ihres Trägers und die Datenbrille stellt fest, aus welcher Richtung ein Agent kommt. Mehr ist den Google-Topmanagern auf 441 Seiten nicht eingefallen. Kein Wunder, dass die Phantasie wuchert.

Damit der Nutzen von elektronischen Assistenten (ich wollte schon Agenten schreiben) nicht vollends vor die Hunde geht, sollten potenzielle Anwender von intelligenten Gadgets schon jetzt über neue Formen der Höflichkeit nachdenken, fordert der Blogger Gerhard Schröder im ichsagmal.com-Interview.

Wir können darauf warten, was der Gesetzgeber zu Google Glass sagt. Besser wäre es, als Zivilgesellschaft über freiwillige Regeln nachzudenken. Wer bei der Blogparade bis Ende Mai mitmachen möchte, findet hier die nötigen Infos: Glassiquette statt Glasshole.

Ausführlich ist das in meiner morgigen The European-Kolumne nachzulesen.

Weitere Hangout-Interviews mit Fachleuten sind in der Planung. Wer sich dazu äußern möchte, ist herzlich eingeladen.

Übrigens sind auch Skype-Chats anfällig für „Spionage“: Vorsicht beim Skypen – Microsoft liest mit.

Google Glass und die German Angst: Mit dem dritten Auge sieht man besser #rp13

republica-Feldexperiment

Bei technischen Innovationen gründen wir in Deutschland erst einmal Kommissionen, Arbeitskreise und wissenschaftliche Initiativen zur Technikfolgen-Abschätzung. So auch bei Google Glass. Was da so alles auf uns zukommt: Ständige Überwachung durch Brillenträger. Selbst beim Nerd-Klassentreffen namens re:publica gab es solche Reflexe, wie das Feldexperiment von Hannes Schleeh unter Beweis stellte.

„Er war das gefragteste Fotomotiv der re:publica und Gesprächsthema, wo er auftauchte: ‚Da ist einer mit der Google Glass!‘ Doch wer Hannes Schleeh ansprach, erfuhr die Wahrheit von ihm: Das Erlebnis ist unbezahlbar, die Brille aus dem 3D-Drucker hat 25 Euro gekostet“, schreibt die Rhein-Zeitung und führte mit Hannes ein Interview über seine Erfahrungen, drei Tage mit diesem Gerät in Berlin durch die Gegend zu laufen.

Müssen wir uns auf ein neues Spionage-Gadget einstellen und rechtzeitig über die alarmististischen Staats-Datenschützer neue Bollwerke zum Schutz der Privatsphäre errichten?

Hobby-Spione können sich im Online-Handel schon jetzt wesentlich wirksamer mit allen möglichen Geräten aufrüsten, um unbemerkt andere Menschen zu beobachten. Vom Schlüsselanhänger mit Camcorder, über SpyCam-Kugelschreiber bis zum Feuerzeug mit Webcam ist alles dabei und niemand scheint sich so richtig darüber zu echauffieren.

Taucht in einem Produktnamen das Wort „Google“ auf, brennen in der öffentlichen Debatte schnell die Sicherungen durch. Insofern hat Sascha Lobo in seiner Spiegel Online-Kolumne sicherlich recht, wenn er Google vorwirft, nicht genügend über die Wirkung von Google Glass zu diskutieren.

„Die technosoziale Faszination ist so groß, dass der Verkauf selbst kaum mehr als eine Preisfrage sein wird. Google Glass braucht kein Marketing, sondern Aufklärung.“

Im April 2012 stellte Google den Prototyp „Project Glass“ vor. Eine Brille mit eingebautem Display über einem Auge, das Informationen übermittelt, über gesprochene Kommandos Nachrichten verwaltet und über eine eingebaute Kamera Bilder und Videos aufnehmen kann.

„In Zukunft wird die Zusammenstellung von tragbarer Technologie, Augmented Reality und P2P eine Kombination aus Sinneseindrücken, Information und sicherer Kommunikation bieten und einige nützliche Geräte hervorbringen“, schreiben Google Chairman Eric Schmidt und Google Ideas-Direktor Jared Cohen in ihrem Buch „Die Vernetzung der Welt“.

Das Schlagwort Augmented Reality bezeichnet die Verschmelzung der Welten, der digitalen mit der nichtdigitalen, so Lobo:

„Es handelt sich dabei um eine derzeit dramatisch unterschätzte Spielart der Technologie – insbesondere, was die Diskussion um die Wirkung angeht. Augmented Reality steht nämlich von außen betrachtet für das Gefühl, dem Internet nicht mehr ausweichen zu können, wenn man den Rechner zuklappt.“

Und Frank Schirrmacher wird wahrscheinlich der Erste sein, der für die kulturpessimistische Debatte das entsprechende Buch liefert. Das wäre schade. Selbst in den Ausführungen von Lobo taucht nicht ein einziges Beispiel auf, um die Sinnhaftigkeit bei der Kombination von realen und digitalen Wahrnehmungen zu untermauern.

Etwa bei Ferndiagnosen. Über das dritte Auge kann ein Tierarzt kontaktiert werden und einem Bauern, der mit der Netz-Brille das Tier untersucht, erste Hinweise über das Krankheitsbild geben.

Bei der Analyse eines Tatorts folgt das dritte Auge dem Sichtfeld des Inspekteurs und fängt Informationen ein, die dem Betrachter vielleicht gar nicht so richtig aufgefallen sind. Phänomen: Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Zudem können die Filmaufnahmen live übertragen und von weiteren Inspekteuren am Bildschirm verfolgt werden. Auch die nachträgliche Bearbeitung der Aufzeichnungen ergänzt die eigenen Sinneseindrücke, die von Störquellen beeinträchtigt sein können.

Gleiches gilt für die Wartung von Flugzeugen. Mit dem dritten Auge – gepaart mit Sprachsteuerung – hat man die Hände frei, muss nicht ständig seine Arbeit wegen Schreibarbeiten unterbrechen, protokolliert über Sprache die Arbeitsschritte und reduziert die Fehlerquellen.

In Kombination mit Minicomputer, die man als ständige Begleiter mit sich führt, werde die Sprachsteuerung erst voll zur Wirkung kommen, so die Überzeugung von Mind Business-Unternehmensberater und Smart Service-Blogger Bernhard Steimel:

„Erst dann kann man von einem elektronischen Assistenten sprechen, der meinen Alltag erleichtert, mich vor der Informationsüberflutung bewahrt und sich auf meine Bedürfnisse einstellt.“

Schon vor einigen Jahren entwickelte der Grazer Informatikprofessor und Science Fiction-Autor Hermann Maurer interessante Szenarien für Brillen, die mit Mikrofon, Kamera, Stereoton und GPS-System ausgestattet sind. Weitere Sensoren ermitteln die Kopfposition des Brillenträgers, inklusive Blickrichtung und Kopfneigung, so dass der Minicomputer stets weiß, wohin der Benutzer gerade sieht. Der „Brillen PC“ kombiniert Mobiltelefon, Fotoapparat sowie Videokamera und ist ständig mit dem Internet verbunden. Die Eingabe von Informationen über Tastatur und Mausklicks wird ersetzt durch Sprach- und Gestenerkennung.

Beim wearable computing geht es weniger darum, medienwirksame Cyborg-Phantasien oder Jacken mit eingebautem MP3-Player zu realisieren, sondern langfristig dem Menschen in persönlicher Weise zu dienen: Seinen Gesundheitszustand zu überwachen, seine Sinne zu schärfen und ihn mit Informationen zu versorgen.

Wer über die Risiken spricht, sollte also über den Nutzen nicht schweigen. Ich werde das Thema in den nächsten Wochen vertiefen: In meinen Kolumnen, in Video-Interviews und gemeinsam mit Hannes Schleeh in Bloggercamp-Hangout-Fachgesprächen. Dabei werden wir natürlich auch kritisch reflektieren, ob hier ein neuer Kulturkampf schlummert. Wer Interesse daran hat, sollte sich bei mir melden.

Auf der re:publica dominierten übrigens in der Begegnung mit Hannes Schleeh die positiven Reaktionen 🙂

Siehe auch:

Das Google Glass Experiment auf der re:publica #rpstory13