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So lief die heutige Sendung im #DigitalXStudio:

In the Long Run Not All of Us Are Dead: Neues zur #Schumpeter-Forschung auf der Next Economy Open am 3. Dezember #NEO20x #EconTwitter @AlexandVerne

Zu Lebzeiten war es Joseph Schumpeter nicht vergönnt, John Maynard Keynes an Berühmtheit zu übertreffen. „Ach wäre ihm doch nur ein längeres Leben beschieden gewesen, er hätte sich – ähnlich wie ehedem der bedauernswerte Herrmann Heinrich Gossen – am späten Erfolg seines Werkes berauschen können. Arthur M. Diamond Jr. hat unter dem verheißungsvollen, auf ein Zitat von Keynes zurückgreifenden Titel ‚Schumpeter v. Keynes: ‚In the Long Run Not All of Us Are Dead’“ Zeitreihen von Zitierungen der beiden in der Literatur für die Jahre 1956 bis 2006 zusammengestellt. Diese sind inzwischen von John Dalton und Lillian Gaeto bis ins Jahr 2017 fortgeführt worden. Ab den späten 1980er-Jahren weist Schumpeter hartnäckig Jahr für Jahr größere Gesamtzahlen an Zitierungen auf als Keynes“, so der Schumpeter-Forscher Heinz D. Kurz.

Ab den späten 1980er-Jahren weist Schumpeter hartnäckig Jahr für Jahr größere Gesamtzahlen an Zitierungen auf als Keynes. Dies zeigen die beiden Abbildungen.

„Derartige Zeitreihen sind natürlich nicht immer leicht zu interpretieren. Man stelle sich vor, Autor A wird durchgehend häufiger zitiert als Autor B, aber nur negativ, während B gelegentlich auch positiv erwähnt wird. Man sieht auf einen Blick: Bei der Übersetzung von Quantitativem in Qualitatives ist Vorsicht geboten. Im Fall von Schumpeter und Keynes darf indes angenommen werden, dass sich die Gunst des Publikums zuletzt tatsächlich stärker Schumpeter zugewandt hat. Keiner der beiden Autoren ist demnach tot, aber Schumpeter wird relativ zu Keynes immer lebendiger“, resümiert Kurz.

Mit der 10. Auflage des Hauptwerks von Schumpeter wird sich die Zahl der Zitationen deutlich erhöhen. Denn erstmals erscheint „Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie“ nicht mehr als Torso, sondern in kompletter deutscher Übersetzung.

Wir starten die diesjährige Next Economy Open mit Schumpeter-Sessions. Dazu zählt ab 10 Uhr eine Session mit Professor Heinz D. Kurz über die 10. Auflage des Hauptwerks von Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. Man kann mit gutem Recht von der ersten Auflage der vollständigen deutschen Ausgabe sprechen.

Ab 11:45 Uhr geht es um Schumpeter, Innovationen und Management-Revolutionen. Wer ist der wahre Innovator? „Das Schöpferische probiert Neues aus, ohne die Lösung zu kennen“, Gespräch mit dem Schumpeter-Forscher Dr. Lars Immerthal vom Beratungshaus Alex & Verne.

Zoom-Meeting-Raum für die Schumpeter-Sessions:  https://us02web.zoom.us/j/86352717869?pwd=MFZoV1lKckRFRlVyZm1jTWFpeE91UT09

Neue Spielregeln für Wirtschaft und Gesellschaft: Next Economy Open am 3. und 4. Dezember #NEO20x #EconTwitter

Klimakrise, Corona-Pandemie und Digitalisierung erhöhen aus unterschiedlichen Richtungen den transformativen Druck auf die Gesellschaft: Wir sollten uns über neue Spielregeln in Wirtschaft und Gesellschaft Gedanken machen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie wir die Next Economy gestalten können? Es geht um Zukünfte, die niemand kennt und die niemand eineindeutig vorhersagen kann. Kann man Innovation lernen? Kann man sie managen? Kann man Führung lernen? Kann man Innovation wirklich managen? Wie deuten sich Transformationen an? Wie kann man das Mögliche entdecken und beurteilen? Wie wirkt sich Nicht-Wissen auf Entscheidungen und Handeln aus?

Es geht um die Befähigung, die Verantwortung für die eigenen Entscheidungen mit Wirkung auf eigene Zukünfte übernehmen zu können. Das Einmaleins der modellgetriebenen Wirtschaftswissenschaften hilft dabei nur bedingt weiter. Denn gefragt sind Fähigkeiten, mit komplexen und unbekannten Situationen in Wirtschaft und Gesellschaft umzugehen: Perspektiv-Wechsel, analytische und methodische Kompetenzen, Umgang mit Wissen und Nichtwissen, mit Uneindeutigkeit und Zufall, mit der Legitimität widersprüchlicher Auffassungen, Kommunikationskompetenz und die Fähigkeit, in Netzwerken zu agieren.

Wie können wir Menschen befähigen, in gesellschaftlichen Organisationen
– Unternehmen, NGOs oder Ad-hoc-Gruppen – Verantwortung zu übernehmen, damit ihre kleine und die Welt damit im großen Ganzen ein wenig besser wird? Weder der wirtschaftswissenschaftliche Kanon noch die traditionellen Formen der Wissensvermittlung liefern nennenswerte
Antworten. Statt blind auf vorgefertigte Welterklärungen oder einfache Modellwelten zu vertrauen, geht es in einer sich ruckartig wandelnden Welt darum, Möglichkeitsräume zu öffnen und zu erschließen. Das Internet ist ein solcher Möglichkeitsraum.

Eine Didaktik der Möglichkeitsräume haben wir über fünf Jahre entwickelt und erprobt: 2015 fand in Bonn erstmals die Konferenz „Next Economy Open“ statt.

Es handelte sich bei der Premiere um ein stationäres Format – angesiedelt zwischen Barcamp und traditioneller Konferenz. 2016 wurde die Konferenz
erstmalig als verteiltes mehrdimensionales digitales Format weiterentwickelt. So können wir zu den Pionieren virtueller Events gezählt werden, die im Pandemie-Jahr 2020 ungeahnte Popularität erreichen.

Alle Sessions der Next Economy Open kann man im Netz in Livestreams ohne Registrierung und Newsletter-Abos erleben. Grundidee ist das x im Hashtag – in diesem Jahr #NEO20x. Das x steht für Konferenz-Satelliten, die eigenständig von unterschiedlichen Sessiongebern auf die Beine gestellt werden. Dazu zählen die Hochschule Fresenius mit meinem Freund Lutz Becker, Coworking-Spaces, Mittelstandsinitiativen, Bildungsnetzwerke, wissenschaftliche Institute, Unternehmen, Verbände, regionale Bündnisse, Blogger und viele mehr.

Wir wollen Brücken bauen für neue Ideen, neue Kombinationen mit überraschenden Verbindungen und Erkenntnissen, fortlaufenden Gesprächen und offenen Begegnungen. In jedem Jahr stellen zudem Studierende ihre Forschungen und Analysen, ihre Konzepte und Szenarien einer breiten Netzöffentlichkeit zur Diskussion.

Vier Themenblöcke werden in diesem Jahr via Zoom und Livestream angeboten am 3. und 4. Dezember:

Handelskrieg zwischen China und USA – Die Auswirkungen für den Mittelstand #DigitalXStudio @ZVEIorg @HermannSimon @JoeBiden

Die USA haben zu wenig getan, um Güterexporte zu stärken. Folglich haben auch die Arbeitnehmer in diesen Bereichen nicht profitiert, sondern nur die, die in Steueroasen „investiert“ haben – also die Superreichen. Über diese Verwerfungen müsste eigentlich die innenpolitische Debatte gehen – weder Biden noch Trump haben das auf ihrer politischen Agenda.

Stattdessen setzte Trump, setzen die Republikaner und auch die Demokraten in den USA auf Protektionismus, um die Schwächen der heimischen Wirtschaft zu kaschieren. Deshalb führte Trump im Handelskonflikt mit China hohe Strafzölle ein, die auch der neue Präsident nicht in Frage stellen wird. Biden wird eine Charme-Offensive in Europa starten, um gemeinsam gegen China vorzugehen.

Europa sollte eigene Wege gehen und sich nicht in den Handelskrieg der Supermächte hineinziehen lassen. Zu wichtig seien die Märkte in den USA und China, so der Mittelstandsexperte Hermann Simon im #DigitalXStudio.

Zu einer ähnlichen Einschätzung gelangt Gunther Kegel, Präsident des Zentralverbands Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI), im Interview mit der Zeit:

„Wir können auf keinen dieser Märkte verzichten.“ Eine Umfrage unter den ZVEI-Mitgliedsunternehmen ergibt, dass die Handelskonflikte schon jetzt die Auslandsgeschäfte belasten. Vor allem die US-Sanktionen gegen China, Russland und den Iran. „Mehr als die Hälfte der befragten Firmen leidet bereits darunter. Ich kann das für unser Unternehmen Pepperl+Fuchs nur bestätigen. Es gibt Märkte, die für uns zu sind. Und manche Technologien dürfen wir in viele Länder nicht verkaufen, weil sie amerikanische Hightech-Komponenten enthalten.“

Ausführlich nachlesbar unter: Handelskrieg zwischen China und USA bedroht Mittelstand #DigitalXStudio