Digitaler Wandel in alten Schläuchen

postheroischesmanagement

Berater des digitalen Wandels sind merkwürdige Gestalten. Sie hämmern Begriffe, PowerPoint-Folien, Best Practice-Beispiele, Benchmarks, Empfehlungen für das Prozessmanagement und technokratisch-ganzheitliche Werkzeuge in den Raum und bleiben dabei Diener des alten Systems. In ihrer Wissensanmaßung vermitteln sie Gewissheiten und goldene Erfolgsregeln mit der Halbwertzeit von Hustinetten-Lutschpastillen. Egal, ob es um Industrie 4.0, Content Marketing, Unternehmensgründungen oder Transformationstools für Mittelständler oder Konzerne geht, sind die Consultants eher Agenten des Stillstands. Die Angst der Mächtigen in Organisationen korreliert mit der Angst und dem Opportunismus der Berater um ihre Pfründe, meint der Jurist Kurt August Hermann Steffenhagen.

„Wilde“ Ideen mit Prozess-Management

Beide Seiten – also Berater und Klient – agieren im Steuermann-Modus. Sie geben vor, mit der richtigen Navigationstechnik den Kurs auch in rauer See zu halten. Da reden Gartner, McKinsey und Co. von der Notwendigkeit des bimodalen oder trimodalen Managements. In unterschiedlichen Ausprägungen geht es dabei um das normale Tagesgeschäft, um wilde Ideen und um neue Geschäftsprozesse. Wer alle Disziplinen beherrscht, bleibt zukunftsfähig. Blöd nur, wenn das von Top-Managern orchestriert wird, die die Welt nur unimodal betrachten – nachzulesen in der aktuellen Gunter Dueck-Kolumne für die Zeitschrift Informatik Spektrum. Manager kultivieren ihre Liebe zu durchgehenden und einheitlichen Prozessen auch in einer unübersichtlichen Gemengelage.

Die unimodalen Manager suchen in den Herausforderungen der Netzökonomie nach einer neuen Normalform, „die dann wieder durch neue einheitliche Prozesse beschrieben werden kann“, erläutert Dueck und schreibt weiter:

„Change Management beschäftigt sich mit dem aktiven Wandel von einer Normalform in die andere. Dann – so stellt sich das ein MBA und vielleicht ein Fertigungsingenieur vor – geht alles seinen neuen, gemächlichen Trott weiter.“

Der digitale Wandel wird nicht funktionieren, wenn Führungskräfte mit ihren unimodalen Vorstellungen vom prozessorientierten Geldverdienen das Sagen haben. CEOs, CIOs und die anderen CxOs befassen sich vorwiegend mit dem Tagesgeschäft. Unterbrochen wird die industriekapitalistisch geprägte Routine mit Exkursionen ins Silicon Valley, die man sich von speziellen Beratern organisieren lässt. Da staunen dann die DAX-Chefs über die Visionen der amerikanischen Entrepreneure, bewundern selbstfahrende Autos, schwärmen von den Faktor Zehn-Projekten eines Mark Zuckerberg und erkennen, dass irgendetwas im Heimatland fehlt.

Ein halber Tag für Design Thinking

„Jetzt würde man denken, es müsste ein Ruck durch Deutschland gehen. Was aber geschieht nach dem großen Schreckbeben in Kalifornien? In den deutschen Konzernen bekommen jetzt alle Mitarbeiter einen halben Tag gute Ratschläge, wie Design Thinking geht“, bemerkt Dueck.

Am Nachmittag geht es dann wieder um das Brot-und-Butter-Geschäft. So sieht bimodal oder trimodal in der Praxis aus.

Daran wird sich nichts ändern, wenn die digital-transformatischen Berater in Teutonien auf ihren Keynote-Präsentationsfolien die immer gleichen Schreckbeben-Beispiele von Uber und Konsorten ins Auditorium senden und nach ihrer Bühnenshow Visitenkarten, gesponserte Büchlein und Workshop-Angebote für das digitalisierte und holistische Management feilbieten.

Aus Beratern sollten wieder Konsultanten werden, die nicht im Best Practice-Gewand irgendwelche Gewissheiten verkaufen. Sie sollten eher Ungewissheiten vermitteln, wie sie der Philosoph Peter Sloterdijk in seiner prä-nationalistischen Lebensphase vor einigen Jahren in der „Revue für postheroisches Management“ beschrieben hat.

Ausführlich nachzulesen in meiner Notiz-Amt-Kolumne für die Netzpiloten.

Erläuterungen zur Notiz-Amt-Philosophie.

Endlich: „Macht dann 10 Millionen Euro“: Deutschland liefert 500 Gülle-Anhänger an Erdogan aus

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Sommerinterview: Hierarchie à la „Ich Chef, du nix.“ @Fonski_Berlin

Alltag im Angestelltenkäfig

Alltag im Angestelltenkäfig

ichsagmal.com-Sommerinterview mit Lydia Krüger, Jahrgang 1972, Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation (HdK Berlin), Master Communications Managment (USI Lugano), TV-Redakteurin, PR-Beraterin, zuletzt Pressesprecherin und Leiterin Unternehmenskommunikation bei einer großen Versicherung. Sie bloggt auf Büronymus.de über die menschliche Seite der Arbeit und entwickelt und verlegt satirische Spiele mit ihrem Fonski-Verlag.

Sie schreibt gerade ein Buch darüber, wie sie eine Hierarchie-Organisation überlebt hat

Titel: HORGs* sind tot – sie wissen es nur noch nicht (*Hierarchie-Organisationen)

Ihr Thesen für das Sommerinterview am Mittwoch, den 17. August um 10 Uhr:

  1. Viele Unternehmen in Deutschland sind in ihrer Unternehmenskultur/Führungskultur in den 50er Jahren steckengeblieben, insbesondere hierarchische Organisationen wie Konzerne, Institutionen, Behörden. („HORGs“)

– Da helfen auch Lippenbekenntnisse (Vision, Leitbild) nichts – genauso wenig wie das blinde und mechanistische Umsetzen neumodischer Konzepte (Führungskraft als Coach, laterale Führung, das Mäuse-Prinzip o. ä. Quatsch).
2. HORGs haben starke Ähnlichkeiten zum DDR-System (oder irgendeinem anderen repressiven System) – mit denselben Auswirkungen auf die Psyche.
3. HORGs machen Menschen krank. Oder um es anders auszudrücken: Als gesunder Mensch hat man es schwer in einem solchen Biotop. Also wird man krank. Erst leidet die Psyche unter den ständigen inneren Konflikten (gesunder Menschenverstand vs. Realität in der HORG, „Businesstheater“), später kommen ggf. körperliche Krankheiten dazu. Es wird viel zu viel von außen auf die Menschen geschaut und viel zu wenig darauf, was dieses Systeme mit ihnen machen. Deshlab blogge ich auf Büronymus.de über „die menschliche Seite der Arbeit“.
4. HORGs sind ineffektiv.
Eine Firma, die eine Person abstellt, um Deckblätter für die Prozessbeschreibungen zu basteln, hat sie nicht mehr alle. Ich wundere mich immer, wie lange solche dysfunktionalen Organisationen trotzdem noch bestehen bleiben. Oft ist es nur „too big to fail“. Langfristig sind sie aber zum Scheitern verurteilt.
5. HORGs sterben aus. Denn niemand, der einigermaßen bei Verstand ist, wird sich in Zukunft auf so eine Arbeitswelt einlassen. Oder wie Thomas Sattelberger es in dem Film „Alphabet“ formulierte, sich „in Ketten legen lassen“.

Gründe:
a) Bevormundung & Bürokratie
Junge Leute (oder andere Digital Natives), die im Netz aufgewachsen sind, sind es gewohnt, über alle Infos zu verfügen, sehr viel selbst zu entscheiden und Verantwortung zu übernehmen. Und dann kommen sie in eine Organisation, wo sie erst mal ein Treppenbegehungsseminar absolvieren müssen. Da sagt man ihnen dann, dass sie sich immer schön am Geländer festhalten sollen. Ich denke mir das nicht aus. Da fühlt man sich doch veräppelt. Aber die meinen das ernst. Reinhard K. Sprenger spricht von einer Infantilisierung der Mitarbeiter. Es gibt extrem absurde Situationen und Persönlichkeiten – das nehme ich in meinem Kollegen-Quartett „Kampf der Abteilungen“ auf die Schippe.

b) Arbeitszeiten
– Junge Leute (oder andere Digital Natives) haben gesehen, wie ihre Eltern ihr Leben lang geschuftet haben und dann pünktlich zum Renteneintritt tot umgefallen sind – die wollen das nicht mehr. Die wollen jetzt leben – und die meiste Zeit des Tages verbringen wir nun mal mit Arbeiten. Entweder die Arbeitszeit wird reduziert (Wer sagt eigentlich, dass jeder Job in exakt 40 Wochenstunden zu schaffen ist?)

c) Hierarchie à la „Ich Chef, du nix.“
– Dass da jemand kommen kann ohne Know-how und einem Vorschriften machen darf nur aufgrund seines Status – das erschließt sich nicht für jemanden, der anders aufgewachsen ist.

HORGS haben nur drei Argumente auf ihrer Seite: Geld, Sicherheit, Glamour. Der Glamourfaktor, also der große Name, ist als erstes weg, wenn man merkt, wie spießig es dort zugeht. Ich weiß von einem großen Sportartikelhersteller, der über viele Jahre nicht mal ein Intranet hatte. Oder ein Weltkonzern, der chauvinistisch und frauenfeindlich agiert. Wer tut sich sowas noch an? Sicherheit ist auch nicht mehr das, was es mal war. Bleibt das Geld. Und das ist für viele nicht mehr das stärkste Argument.

Fazit:
Junge Menschen werden abgeschreckt, kreative Menschen werden abgeschreckt, sensible Menschen werden abgeschreckt, Querdenker, Freigeister, Innovatoren. Das sind aber genau die Menschen, die die Unternehmen dringend brauchen. Da klafft eine riesige Lücke zwischen dem, was sie brauchen und dem, was sie anziehen. Sie ziehen nämlich vor allem bequeme Leute an, die es gern sicher, warm und trocken haben und dafür in Kauf nehmen, ihre Persönlichkeit und ihre Kreativität an der Garderobe abgeben zu müssen.

Die Schere geht immer weiter auseinander zwischen Unternehmen, die ganz weit vorne sind (Augenhöhe, Musterbrecher, Holacracy) und denen, die in den 50ern steckengeblieben ist. Angestellte werden mit den Füßen abstimmen.

Mitdiskutieren über die Google Plus-Seite – Fragebutton des Webplayers einsetzen oder via Twitter mit dem Hashtag #AufstandderKreativen

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Betonköpfe zermürben: Machteliten-Hacking, digitale APO, Ideeninfiltration, ManagerWatch #NEO16x

Banner-Kreation von Isabel Morales Rey

Banner-Kreation von Isabel Morales Rey

Vieles ist denkbar beim Aufstand der Kreativen in der Netzökonomie, um Betonköpfe in Wirtschaft und Politik mürbe zu machen.

Der ehemalige Konzernvorstand Thomas Sattelberger hat für die Formierung einer digitalen APO wichtige Stichworte geliefert, um das Inzest-System des Top-Managements der DAX 30-Konzerne, von autoritär geführten mittelständischen Unternehmen und von korrumpierbaren Elite-Hochschulen zu durchbrechen. Er will mit politischen Mitteln den Gehorsamskäfig in Organisationen aufbrechen. Wenn wir in der digitalen Sphäre von Partizipation, Transparenz und einer Kultur der Beteiligung reden und auch danach handeln, dürfe das in Wirtschaft und Politik nicht ohne Konsequenzen bleiben.

Wir dürfen jetzt nicht den alten Taylorismus, der das Arbeitsleben nach Befehl und Gehorsam taktet, in digitalem Gewand reproduzieren. Die Netzökonomie sollte schon mit intelligenteren Methoden gesteuert werden.

Soziopod-Blogger Patrick Breitenbach hat dafür im vergangenen Jahr auf der Next Economy Open in Bonn mit seinem spontihaften Aufruf zum Machteliten-Hacking eine vortreffliche Denksportaufgabe hinterlassen. Man müsse Gegen-Narrative in die Organisationen bringen. Die alten Eliten sind von einer Blase der Ja-Sager umgeben. Wie wäre es mit einer subversiven Injektion für kritisches Denken? So pflegte der Philosoph Karl Popper eine sehr intensive Beziehung zum Altkanzler Helmut Schmidt. Das habe den früheren Regierungschef in seinem politischen Denken sehr stark geprägt.

„Popper war indirekt ein Hacker der politischen Elite“, bemerkt Breitenbach.

Man brauche zudem starke Metaphern, um bei den Entscheidern der Machtelite etwas anzurichten, ergänzt brightone-Analyst Stefan Holtel im NEO15-Streitgespräch.

Wie könnte eine Graswurzelbewegung die Werkzeuge des Social Webs einsetzen, um Verkrustungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft aufzubrechen? Eine Möglichkeit sehe ich in der Ideen-Infiltration, die der Jesuit Michel de Certeau in seinem Band „Kunst des Handelns“ für listenreiche Konsumenten aufgebracht hat.

Es geht um normale User, die beim Surfen durch die Warenwelt in den Nischen des Konformismus auf ungeahnte Autonomiemöglichkeiten stoßen, ohne sich der Aufgabe des aufopfernden Heldentums widmen zu müssen. Wer ist schon gerne Märtyrer. Es reichen kleine Regelverletzungen. Man könnte während der Arbeitszeit unauffällig anderen Tätigkeiten nachgehen, Meetings mit endlosen Monologen ad absurdum führen, Vorgesetzte mit falschen Excel-Tabellen in den Wahnsinn treiben und Macho-Manager bei der nächsten Weihnachtsfeier mit scharfsinnigen Witzen als eitle Trottel bloßstellen.

Powerpoint-Fußnoten für Kopisten-Bosse

Die Zweckentfremdung von digitalen Werkzeugen bietet eine Vielzahl von dadaistischen Möglichkeiten des Anarchentums: Powerpoint-Präsentationen für den Vorstand und selbst das Intranet sind ein ergiebiges Feld für Sticheleien. Klaut der eigene Boss regelmäßig seine Führungsweisheiten aus einschlägig bekannten Ratgeberbüchern der prahlerischen Beraterzunft, empfehle ich als Fußnote schlichtweg die Quellen-Angabe. In meiner Zeit beim Telefonie-Unternehmen o.tel.o ergänzte ich die Durchhalteparolen des Kommunikationsdirektors, die er aus einem Opus von Reinhard Sprenger abkupferte, mit einer Rezension des besagten Werkes.

Hintergrundinfos über prahlerische Vorgesetzte

Die angeberischen Exkurse des Top-Managers mit dem Charme eines Autoverkäufers über seine Karriere als Bundesliga-Torwart konterte der zuständige Mitarbeiter für das Sport-Sponsoring mit einem Zitat aus dem Bundesliga-Jahrbuch: Die fußballerische Karriere des VoKuHiLa-Schwätzers währte nur kurz, weil der Protagonist den Anforderungen des Profivereins nicht gewachsen war. Um so mehr redete er von seinen Kitzbühl-Begegnungen mit Franz Beckenbauer und Konsorten. Alle Mitarbeiter, die unter diesem Zwergen-Regime dienen mussten, konnten mit den vermittelten „Hintergrundinfos“ die Auftritte des Direktoren-Würstchens besser ertragen.

Teleprompter-Nahaufnahmen

Die Nahaufnahme der Entschuldigungs-Stammelei des mittlerweile gefeuerten VW-Chefs Marin Winterkorn, die auf Youtube immer noch abrufbar ist, kann als Paradebeispiel für Machteliten-Hacking herangezogen werden – wahrscheinlich unbeabsichtigt. Mit der Kameraeinstellung wurde sichtbar, dass der cholerische Auto-Macher nicht in der Lage war, sein Ehrenwort-Statement frei zu sprechen. Der bestbezahlte CEO in Europa, der nach Auskunft des IG-Metallers Bernd Osterloh angeblich jeden Euro wert ist, schrumpfte zum Teleprompter-Rhetoriker.

Zu den Establishment-Crashern zählt auch jener schlaue CDU-Berater, der mir auf meine Twitter-Anfrage zur Sendelizenz für das Livestreaming-Projekt von Kanzlerin Angela Merkel eine 007-Replik entgegenschleuderte. Ergebnis: Es gab nie wieder einen Live-Hangout der Regierungschefin mit der Gefahr einer weiteren Schwarzfunk-Debatte.

Systemkritik mit Geissen-Gegenteilaktionen

Einen systemkritische Geist verorte ich zudem bei den Werbefachleuten des „Verbraucherportals“ Verivox, die das Goldkettchen-Traumpaar Geissen klimapolitisch korrekt ins Rennen schicken. Aussage: „Je mehr Energie wir verbrauchen, desto mehr sparen wir.“ Besser kann man den so genannten Rebound-Effekt massentaublich nicht erklären. Was weniger kostet, wird mehr nachgefragt. „Ich habe ja eine Energiesparlampe – also kann ich sie länger brennen lassen.” Das wäre ein direkter Rebound-Effekt. Der indirekte Rebound. Der Energieverbrauch sinkt tatsächlich – ich spare Geld. Aber dieses Geld gebe ich wieder für etwas anderes aus, das ebenfalls Energie verbraucht. Wer dank besserer Isolation seines Hauses tausend Euro im Jahr für Heizöl spart, macht mit dem gesparten Geld mehr Fernreisen mit dem Flugzeug oder fährt sinnlos mit einer Motor-Yacht an der Côte d’Azur hin und her.

Wer sich ökologisch orientieren möchte, braucht nur das Gegenteil der Blinki-Blinki-Gichtlinge machen. Machteliten-Hacking ist jeden Tag möglich.

Am 8. August, um 16 Uhr werden wir in einem Live-Hangout weitere Ideen diskutieren über den Aufstand der Kreativen in der Netzökonomie. Wer mitmischen will im Hangout, sollte mir einige Tage vorher eine Info zukommen lassen. Hier einen Kommentar posten, auf der Facebook-Eventtseite oder auf Google Plus.

Man hört, sieht und streamt sich:-)

Siehe auch: Top-Manager und die dunklen Hinterzimmer der Macht

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Top-Manager: Habitus wichtiger als Qualifikation #Sommerinterview mit @th_sattelberger

Thomas Sattelberger hat sich seinen rebellischen 68er Geist bewahrt

Thomas Sattelberger hat sich seinen rebellischen 68er Geist bewahrt

Der Start in die ichsagmal.com-Sommerinterview-Saison hat es in sich. Der frühere Konzernvorstand Thomas Sattelberger hat ordentlich aus dem Nähkästchen geplaudert.

Bei Facebook Live waren es 90 Minuten (bislang die Livestreaming-Obergrenze) und über Hangout on Air haben wir noch 30 Minuten oben drauf gelegt.

Langeweile kommen in den 120 Minuten nicht auf. Etwa die Aussagen zu Aufsichtsräten in Deutschland: Wer sich die Aufsichtsräte wie bei VW näher anschaut, weiß, warum es keine richtige Aufsicht gibt.

„Da sitzen die Familienmitglieder Piech und Porsche, da sitzen zwei ruhige Vertreter aus Katar, da sitzt eine Bankerin aus der befreundeten Wallenberg-Familie, das Land Niedersachsen und die wohlgestimmte Arbeitnehmerseite. Wir alle wissen, was da passiert. Das ist eine Konstruktion, um als Arbeitsbeschäftigungsmaschine für Niedersachsen zu dienen“, führt Sattelberger aus.

Von wirklicher Kontrolle könne da nicht gesprochen werden.

Oder das Thema der Auswahlkriterien für Vorstände: Habitus statt Qualifikation

Nominierungen für Vorstandsposten würden leider im Verborgenen laufen. Die Entscheidung der Telekom, ihn als Personalvorstand an Bord zu holen, sei kladendestin auf einem Schloss in der Nähe von Berlin abgelaufen. Oben zähle nur noch der Eindruck im Gespräch. Habitus sei dabei wichtiger als die Qualifikation.

„Das ist nur ein kleines Referenzsystem. Unterhalb der Top-Etage sieht das anders aus. Da kommt eine ausgefeilte und sehr valide psychologische Eignungsdiagnostik zum Einsatz“, weiß Sattelberger.

Würde man dieses Verfahren auch bei Top-Managern als Hürde setzen, könnte man schnell erkennen, das viele von denen einen Schatten in der Birne haben – neurotisch, aggressiv, machiavellistisch und teilweise auch psychopathisch.

„In einer guten Eignungsdiagnostik kommt man an solche Themen ran. Aber oben wird die nicht mehr angewandt. Das wissenschaftliche Auswahlverfahren gibt es für das gemeine Volk. An der Unternehmensspitze zählt nur noch der Habitus“, so Sattelberger.

Um das zu ändern, fordert er eine Corporate Governance, die ein strengeres Regelwerk erstellt und Fehlverhalten sanktioniert. Man brauche Störenfriede im Vorstand und eine Graswurzelbewegung im Unternehmen. Es müsse eine Personalfunktion geben, die souveräner agiert. Sattelberger fordert eine konsistente kritische Medienbranche als Kompass für gutes Unternehmertum und gutes Management. Fehlentwicklungen und Korruption müssten kontinuierlich angeprangert werden. Zudem brauche man analog zu Politikern eine ManagerWatch-Plattform und eine digitale APO, um den zivilgesellschaftlichen Druck zu erhöhen. Ausführlich nachzulesen in meiner Notiz-Amt-Kolumne für die Netzpiloten.

Dazu passt dann auch die Hangout-Runde am 8. August, um 16 Uhr:

Und die nächste netzökonomische Käsekuchen-Runde am Tag des Mauerbaus, also am 13. August, um 16 Uhr. Die läuft dann über Facebook Live.

Lust auf ein Sommerinterview? Dann einfach bei mir melden für die Terminabsprache. Am besten in Bonn-Duisdorf, dann muss ich die Technik nicht rumschleppen.

Man hört, sieht und streamt sich:-)

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Wenn man die Bäume vor lauter Wald nicht sieht – Big Data in der Marktforschung

Nach Ansicht des PWC-Analysten Andreas Hufenstuhl könne man beliebig große Datenmengen anschauen und damit mehr das Gesamtbild sehen als nur einen Teilaspekt. „Das Ergebnis ist eine weit bessere Basis für Entscheidungen, denn auch extern verfügbare Daten können hinzugezogen werden, wie Wettbewerbspreise, Veröffentlichungen, Markttendenzen oder Klimadaten“, glaubt Hufenstuhl nach einem Bericht der PWC-Vorausdenker-Zeitschrift Next. Große Datenmengen auf einer kostengünstigen Infrastruktur zu speichern und zu verarbeiten, sei um den Faktor 50 billiger und den Faktor 1.000 umfassender als reine Marktforschung. Und dann? Häufig sehen die Analysten die Bäume vor lauter Wald nicht mehr. Die Daten-Systeme können den kreativen Schöpfungsprozess von Menschen nicht ersetzen.

www.ne-na.me

Im Irrgarten der Daten Im Irrgarten der Daten

Klassische Marktforschung und Big Data sollen Gewissheiten für die Zukunft produzieren – ihre Prognosekraft ist bescheiden.

Führungskräfte stehen in ihrer eigenen Organisation unter Rechtfertigungsdruck, besonders wenn es um Entscheidungen geht, die Forschung, Entwicklung, Produkte und Dienste betreffen.

„In der Hierarchie eines Unternehmens wird es geradezu als verwerflich angesehen, wenn man seiner eigenen Intuition oder seinem Bauchgefühl folgt, etwa beim Start einer Werbekampagne. Hier kommt häufig Marktforschung ins Spiel, um Entscheidungen abzusichern“, weiß Jan Steinbach, Geschäftsführer der Düsseldorfer Marketingagentur Xengoo.

Das Symptom des Misstrauens in die Entscheidungsfähigkeit der Mitarbeiter durchziehe sich durch alle Disziplinen eines Unternehmens bis zur Auswahl von Lieferanten. Es zählen nicht Erfahrungswerte, persönliche Abwägungen oder die interne Expertise der Abteilung, sondern extern erhobene Kennzahlen. Wunder versprechen sich Unternehmen und Berater von Big Data. Der Blick in den Rückspiegel gelingt mit solchen Systemen immer schneller, so dass die Daten aus der Vergangenheit mehr oder weniger…

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Auf dem Weg in die netzökonomische Abstiegsgesellschaft? #NEO16

Über die Eseleien der Old Boys der Wirtschaft - Herr W. und Konsorten

Über die Eseleien der Old Boys der Wirtschaft – Herr W. und Konsorten

In der sozialen Moderne gründeten sich nach Analysen des FAS-Autors Oliver Nachtwey gesellschaftliche Integration und Stabilität auf die Arbeit, war die unbefristete Stelle mit Kündigungsschutz und sozialer Sicherheit Ausdruck des sogenannten Normalarbeitsverhältnisses.

„In den sechziger Jahren machten diese Beschäftigungsverhältnisse geschätzt fast 90 Prozent aller Stellen aus. Das hat sich inzwischen nachdrücklich geändert. Im Jahr 1991 waren 79 Prozent aller Arbeitnehmer in einem Normalarbeitsverhältnis beschäftigt, 2014 waren es nur noch 68,3 Prozent. 20,9 Prozent der Erwerbstätigen waren 2014 atypisch angestellt, arbeiteten entweder in befristeten oder geringfügigen Arbeitsverhältnissen, in Teilzeit oder als Leiharbeiter. Von den 11 Prozent Selbständigen waren mehr als die Hälfte sogenannte Solo-Selbständige“, schreibt Nachtwey in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Prekäre Arbeitsverhältnisse seien nicht gleichmäßig über alle Gruppen verteilt, sondern konzentrieren sich vor allem bei Niedrigqualifizierten. Aber auch Hochqualifizierte brauchen immer länger, bis sie eine sozial gesicherte berufliche Umlaufbahn erreichen. Das Erwerbsleben habe seine frühere Struktur verloren, Karrieren und Berufswege sind diskontinuierlicher geworden. Es steige die Anzahl derjenigen, die in ihrer Erwerbsbiographie vermehrt Brüche erfahren, buchstäblich sozial verwundet werden. Auf der Seite der Konzerne wächst wiederum das Interesse, Projekte in kleine Aufgaben zu zerlegen und über Plattformen an eine große Menge Menschen auf der ganzen Welt auszulagern – an Crowdworker oder Clickworker. Die recherchieren dann Adressen, fotografieren Produkte für den Online-Vertrieb, schreiben Kurzinfos für Angebote, entwerfen Logos oder programmieren Software. Soweit so gut.

In der Netzökonomie kann man das nach Matching-Prinzipien perfekt organisieren. Treffen die Möglichkeiten für dezentrales Arbeiten allerdings auf die alte industrielle Effizienz-Logik der etablierten Konzerne und auf eine Investitions-Unlust des Mittelstandes, kann sich das Szenario einer Abstiegsgesellschaft beschleunigen. Ein Heer von Managementberatern, Umstrukturierungsexperten und neuen Unternehmern plädiert zwar für flache Hierarchien, Eigenverantwortlichkeit, Innovation und Flexibilität – allerdings ohne positive Effekte für Clickworker.

„Größere Unternehmen wurden restrukturiert, so dass sich ganze Abteilungen als eigenständige ‚profit centers‘ wiederfanden. Dies geschah unter der Maßgabe, mehr Spielraum zu ermöglichen und den Unternehmergeist auf allen Ebenen zur Entfaltung zu bringen mit dem Ziel, die Wertschöpfung zu erhöhen und dem Management bessere Durchgriffsmöglichkeiten an die Hand zu geben“, schreibt Felix Stadler in seinem neuen Buch „Kultur der Digitalität“.

Die Facebook-Debatte über meine Erlebnisse mit dem Inhaber der Zeitschrift Boardreport sind dafür ein kleiner Indikator.

Sozialstaatliche Absicherung Einzelner hält man für überholt. Kollektive Institutionen, die für eine gewisse Stabilität in der Lebensführung sorgen können, gelten als bürokratische Hindernisse. Um politische Freiheit, soziale Verantwortung und Autonomie geht es den Flexibilisierungsideologen ganz und gar nicht. Sie wollen mehr Spielraum für ihre Nasenring-Systeme bekommen.

Wie viele Solopreneure und Clickworker arbeiten für Hungerlöhne, unterwerfen sich einem ruinösen Wettbewerb beim Unterbieten der Konkurrenz und geben Angebote mit Stunden-, Tages- und Monatssätzen ab, die noch nicht einmal in Ansätzen die Lebenshaltungskosten decken? Und wie viele Old Economy-Gichtlinge nutzen das schamlos aus?

Der Trend zur Dezentralisierung in der Netzökonomie muss begleitet werden mit Firmen-Neugründungen, die zu neuen und gut bezahlten Arbeitsplätzen führen. Das Gegenteil ist der Fall:

„Nur rund acht Prozent unserer Unternehmensgründungen beschäftigen sich mit Technologien. Wir sind eher ein Gründerland für Tätowierstuben“, moniert Thomas Sattelberger, Ex-Personalvorstand der Telekom, im ichsagmal.com-Gespräch.

Verschärft wird dieses Problem durch eine alternde Unternehmerschaft, die sich nur noch über die Erfolge der Vergangenheit definiert. Alte Unternehmer leben von der Substanz, investieren kaum und verdrängen die Notwendigkeit von Erweiterungsinvestitionen sowie Innovationen. Die Inhaber von 1,3 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind 55 Jahre oder älter – das entspricht rund einem Drittel aller Mittelständler in Deutschland. Wie eine repräsentative Analyse von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanels zeigt, ist der Anteil dieser Altersgruppe unter den mittelständischen Unternehmern seit 2002 vier Mal so stark gestiegen wie in der Gesamtbevölkerung. Gleichzeitig fehlt es an Unternehmernachwuchs.

Freelancer, Solopreneure und Clickworker sollte so langsam anfangen sich zu organisieren, um nicht eine zu leichte Beute für die Ausbeutungsmentalität der Old Boys der alten Ökonomien zu werden. Nicht wahr, Herr W.

Am 8. August werden wir dazu eine Live-Hangout-Debatte machen.

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Digital ist das Neue Normal

Speicher- und Übertragungskapazitäten sind Voraussetzung für den Austausch von Daten, ein langsames Netz ist mühsam. Dass Digitalisierung aber nicht nur technische Neuerungen bedeutet, hat sich nun überall herumgesprochen. Wandel bewirken die Netzwerke, die sich mit der – zumindest weitgehend globalen – Zirkulation von Informationen und Medien (nicht nur deshalb) bilden. Das Internet, die Plattformen, Social Media, machen es einfacher, personalisierte Netzwerke zu organisieren. Das ist gemeint, wenn man von einem neuen sozialen Betriebssystem spricht.

www.ne-na.me

New-Norma Das Neue Normal

18/07/16 kmjan
Digital ist das neue Normal bzw. Digital is the New Normal – der Spruch ist zwar schon einige Jahre alt (2010) – bringt aber Digitalen Wandel bzw. Digitale Transformation auf den Punkt: Waren digitale Versionen zunächst etwas Besonderes, wie Textverarbeitung und Digitalkameras, ersetzten sie bald ihre Vorgänger und wurden zum normalen Werkzeug. Nicht nur das Speichermedium, auch die Möglichkeiten der Verbreitung und der Bearbeitung von Text und Bild hatten sich völlig geändert.
Der Ausdruck geht zurück auf den belgischen Autor Peter Hinssen (The New Normal, 2010; The network always wins, 2014). Hinssen sah 2010 die Halbzeit der digitalen Entwicklung erreicht. Denkt man zurück, war vor sechs Jahren die mobile Revolution in vollem Gange und Social Media waren im Alltag angekommen: Öffentliche digitale Kommunikation wurde allgegenwärtig und normal.
Heute sind wir ein paar Stellen weiter  – wenn man denn Digitalisierung als Prozess mit einem…

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Wie kann man die alten Seilschaften durchbrechen? @th_Sattelberger #FragenanSattelberger

#FragenanSattelberger

#FragenanSattelberger

Den Netzwerkern des Establishments in Politik und Wirtschaft geht es vor allem um gegenseitige Abhängigkeiten. Es sind Seilschaften, Kartelle, Klüngel und Cliquen, die ihre Macht nur hinter verschlossenen Türen entfalten können. Die Struktur und Logik des Social Webs erschwert die Arbeit der Pseudo-Elite in Politik, Wirtschaft und Medien. Offene, freie und anarchische Systeme sind Gift für die Kontroll-Freaks der alten Management-Schule.

„Wenn das Wesen der Digitalisierung darin besteht, Wissen allen verfügbar zu machen, Hierarchien aufzubrechen und kollaborativ den Wandel zu gestalten, und eben dieser Wandel doch an der Elfenbeinturm-Executive-Denke krankt, wie kann man dann im Jahre 2016 allen ernstes noch so Elfenbeinturm-Executive-Formate bringen? Das ist doch Meta-Banane“, kritisiert der Kölner Mittelstandsexperte Marco Petracca.

Wir brauchen Zugänge zu Wissen, Technologie, Diensten und Ideen in offenen und vernetzten Strukturen – ohne verkrustete Hierarchien und Hinterzimmer-Seilschaften. Das haben die alten Eliten immer noch nicht begriffen. Sie verbinden sich zur Absicherung ihrer Herrschaft bei gleichzeitiger Desorganisation der Gesellschaft. Je stärker das Internet die Vernetzung vorantreibt und jeder nicht nur Empfänger von Botschaften ist, sondern auch Sender, desto stärker versuchen sich die Old Boys im Generaldirektorenmodus abzusetzen, damit es nicht zu einem übermäßigen Vordringen von “gewöhnlichen” Leuten in die innere Welt der Cliquen und Klüngel kommt. Der Zugang zu den Netzwerken der Herrschenden bleibt versperrt. Wie kann man diese Barrieren durchbrechen?

Das interessiert nicht nur mich, sondern auf Facebook noch andere Protagonisten. Morgen um 17 Uhr gibt es Antworten im Sommerinterview mit Thomas Sattelberger und in einem längeren Beitrag, den ich für Lean Knowledge Base geschrieben habe (erscheint am Samstag um 6 Uhr – frühe Vögel können sich dann direkt der Lektüre widmen).

Weitere Fragen an Sattelberger? Dann mitmischen beim Livestream über Hangout on Air oder Facebook Live.

Dass die Eliten wohl nie vorhatten, mehr Autonomie, Partizipation und Transparenz zu gewähren, beleuchte ich in meiner Notiz-Amt-Kolumne für die Netzpiloten. Netzwerk-Camouflage😦

Man hört, sieht und streamt sich morgen ab 17 Uhr live aus München.

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#37Grad Live auf Facebook: Kaum Arbeitschancen für Krebskranke @breitenbach

Krebserkrankung, Therapie, Genesung und dann am Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar. Die ZDF-Sendung 37 Grad dokumentierte drei Fälle von hochqualifizierten Menschen, die nicht mehr 40 Stunden und mehr pro Woche arbeiten können und kaum Möglichkeiten bekommen, in flexible Arbeitsverhältnisse zu kommen.

Nach der Sendung diskutiert Patrick Breitenbach via Facebook Live mit Marie Rösler von der Bremer Krebsgesellschaft über das Schwerpunktthema und demonstriert, wie man den Livestreaming-Dienst für die Interaktion einsetzen kann. Klasse gemacht.

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Ideen fürs MediaLAB.NRW gefragt ‪#‎djvcamp16‬ @ruhrnalist

Der Ruhrnalist in der der Seitenansicht

Der Ruhrnalist in der Seitenansicht

Habt Ihr Projektideen fürs MediaLAB.NRW? Kai Rüsberg aka @ruhrnalist hat die Initiative auf dem djvcamp in Kölle vorgestellt. Seine Session hatte über Facebook Live gesendet. Hier könnt Ihr Euch das noch einmal anschauen als Inspiration für neue Medienformate.

Wer mitmachen will, kann sich auf der MediaLAB-Seite anmelden.

Meine Session ist vielleicht auch noch interessant.

Man hört, sieht und streamt sich am Samstag beim kollaborativen Sommerinterview mit Thomas Sattelberger. Start um 17 Uhr.

Und das ist nun Quatsch mit Sauce: Facebook ist das neue Fernsehen – und macht uns zu Analphabeten.

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