Sehnsucht statt Coolness: Ein leidenschaftlicher Bonner Konzertabend mit der Pianistin Ottavia Maria Maceratini

„Vielen vielen Dank, lieber Gunnar Sohn! Über die Sehnsucht, einem zentralen Begriff, ja Kernpunkt der heute leider meist missverstandenen, mindestens aber banalisierten Romantik haben Ottavia Maria Maceratini und ich schon oft gesprochen, so auch am Vorabend der Veranstaltung, als wir zusammen mit meinem Mann in Rolandseck beim Essen zusammensaßen. Wenn sie uns jeweils erfüllte und auch unser Handeln leitete, wäre vieles anders“, so reagierte Dr. Ingrid Bodsch, Projektleiterin des Schumann-Netzwerks, auf meinen kleinen Mitschnitt des Gesprächskonzerts. Ulrich Bumann, langjähriger Feuilleton-Chef des Bonner General Anzeigers, befragte die Künstlerin vor den musikalischen Darbietungen aus dem Werken von Beethoven, Chopin, Schumann und Liszt. Die Pianistin sagte einige sehr nachdenklich stimmende Sätze zur Coolness-Manie der Leistungsgesellschaft. Alles muss ja irgendwie cool wirken, distanziert und aufgesetzt. Ein Blick in Instagram genügt, um das zu erkennen.

Maceratini hofft, dass ein anderer Begriff in Mode kommt. Statt Coolness wünscht sie sich Sehnsucht. Das Wiederfinden des eigenen Herzens.

Es geht dabei nicht um eine frömmelnde, mittelalterfixierte und deutschtümelnde Romantik. Eine andere Romantik ist essentiell. Sie grenzt sich von seelenloser Technokratie und Blendwerk ab. Sie ist phantastisch, imaginär, überschwenglich, abgründig und leidenschaftlich. Es war ein leidenschaftlicher Abend.

Auf Facebook:

Auf Stempelkarten-Niveau sind Arbeitsplätze nicht zukunftsfähig – Was der Gesetzgeber jetzt ändern muss #HRWeek @hubertus_heil

Der Gesetzgeber hat zur Bewältigung der Corona-Krise schnell gehandelt und neben den Konjunkturhilfen auch rechtliche Anpassungen vorgenommen, um möglichst viele Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten. Dazu zählt das „Arbeit-von-Morgen-Gesetz“, das im Mai beschlossen wurde. Es schafft weitere Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld, enthält Sonderregelungen für die betriebliche Mitbestimmung und sorgt für Verbesserungen bei der Aus- und Weiterbildung von Beschäftigten. Zum BetrVG und den neuen Sonderregelungen bei der betrieblichen Mitbestimmung: Nach dem Gesetz können Betriebsräte ihre Beschlüsse bis zum 31. Dezember 2020 per Telefon- oder Videokonferenz fassen und auf eine Präsenzsitzung verzichten; ebenso die Jugend- und Auszubildendenvertretungen. Ebenfalls bis Ende Januar 2021 dürfen Betriebsversammlungen über Videokonferenzen durchgeführt werden.

Das ist aber nur eine klitzekleine Reaktion auf notwendige und dauerhafte Änderungen des Arbeitsrechts und des Arbeitsmarktes.

Was sich noch ändern muss, diskutierten wir im NextTalk mit Christiane Nägler (Group Director Zukunft Personal) und Professor Rupert Felder (Beirat Zukunft Personal) im Vorfeld der #HRWeek.

Ein paar Themen und Forderungen in Kurzform.

Hier das komplette Gespräch:

@destatis V-Anstieg im produzierenden Gewerbe: Inlandsnachfrage als Stabilisator für die Konjunktur #EconTwitter

Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2020 saison- und kalenderbereinigt 8,9 Prozent höher als im Mai 2020. Im Vorjahresvergleich war die Produktion im Juni 2020 kalenderbereinigt allerdings 11,7 Prozent niedriger als im Juni 2019.

Seit dem Beginn der Corona-Krise ist der Produktionsindex mehrere Monate in Folge gefallen, seit Mai steigt er wieder. Im zweiten Quartal verringerte sich vor allem aufgrund der Einschränkungen im Shutdown-Monat April die Produktion im Produzierenden Gewerbe gegenüber dem Vorquartal um 16,1 Prozent. In der Industrie lag das Minus bei 19,3 Prozent, während der Ausstoß im Baugewerbe um 4,2 Prozent zurückgefahren wurde.

Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen, liegt die Produktion im Juni 2020 saison- und kalenderbereinigt noch um 12,1 Prozent niedriger.

Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) ist im Juni 2020 um 11,1 Prozent gegenüber Mai 2020 gestiegen. Innerhalb der Industrie nahm die Produktion von Vorleistungsgütern um 5,0 Prozent zu. Bei den Konsumgütern stieg die Produktion um 7,3 Prozent und bei den Investitionsgütern um 18,3 Prozent. Außerhalb der Industrie lag die Energieerzeugung 5,5 Prozent höher als im Vormonat. Die Bauproduktion stieg um 1,4 Prozent. 

In der Automobilindustrie ist die Produktion im Juni mit 54,7 Prozent zum Vormonat weiter stark angestiegen. Sie liegt aber noch gut 20 Prozent niedriger als im Februar 2020. 

Zumindest im produzierenden Gewerbe deutet sich ein V in der Konjunkturentwicklung auf niedrigem Niveau an.

Da der industrielle Sektor nur knapp ein Viertel des Sozialprodukts ausmacht, ist es wohl noch zu früh, um zu frohlocken. In anderen Branchen sieht es noch düster aus.

Weiterer positiver Befund: „Insgesamt liegt das Niveau der Aufträge schon wieder bei gut 90 Prozent des Vor-Corona-Niveaus. Und wenn man schaut, wer für das Comeback sorgt: Wir selbst! Die Aufträge aus dem Inland sind deutlich stärker gestiegen als die aus dem Ausland…“, schreibt das Manager Magazin im Newsletter „Der Tag“. Vergleichbar mit der Finanzkrise 2007/2008. Da war es auch vor allem die Binnennachfrage, die zur Stabilisierung der Konjunktur führte.

Weiterer Indikator:

Mehr Ehrlichkeit und Nachhaltigkeit auf dem Teller – Eric Kletti und der Dreisterne-Koch Dieter Müller wollen alte Rezepte modernisieren

In Mosbach am Odenwald gab es eine denkwürdige Pressekonferenz von Dreisterne-Koch Dieter Müller und Eric Kletti.

Es geht um Gin, um die gute Küche der Oma, um Weltoffenheit, um die Wiederentdeckung der Saucen, um die Modernisierung von alten Rezepten, um mehr Ehrlichkeit, Nachhaltigkeit und Klarheit auf dem Teller. So drückte es Dieter Müller aus.

Interessant auch die Aussage, dass in der Breite in Deutschland besser gekocht wird und Spitzenrestaurant dadurch unter Druck kommen.

Am Ende gab es gar ein Bekenntnis zur Demokratisierung des gehobenen Geschmacks.

Bin gespannt, wie sich diese Kooperation entwickelt.

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Wachstumsdebatte in #Corona-Zeiten – Zettelkastennotiz @Alex_Neubacher #EconTwitter

Den Realitätsscheck von Alexander Neubacher würde ich gerne vertiefen – live via Skype.

Wer Lust, Zeit und Laune dazu verspürt, möge sich doch bei mir melden.

Auf Facebook gibt es schon einige Meinungsbeiträge:

Am Arbeitsmarkt keine negativen Tendenzen????