Cheerio, Miss Sophie äh Mister Felser – Ausblick auf #NextAct und #NextChampions @WinfriedFelser

Das Nicht-Event #NextAct zur Digitalen Transformation wird am 28. März unter dem Titel #NextChampions mit dem Anspruch „Vision, Inspiration & Transpiration Transformation“ im Phantasialand in Brühl. Mister #NextAct Winfried Felser erläutert um 18 Uhr im Facebook Livestream, warum man am 28. März und beim betreuten Craft-Beer-Trinken am 27. März dabei sein sollte. Cheerio, Miss Sophie äh Mister Felser. Heute Abend bekommen wir dann noch die nötige Erleuchtung für den Jakobsweg der Transformation:

Plattform-Abhängigkeit: Weiterziehen, wenn es nötig ist @ffjournalismus @kuechenzuruf @ChristophKappes @mspro

Bettina Blaß hat mich für eine #FitfürJournalismus Story gefragt, wie abhängig ich denn von externen Diensten und Plattformen sei. Auslöser ist die Einstellung von Google+. Da hatte ich bis auf legendäre Diskussionen mit dem leider verstorbenen FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher nicht sehr viele Aktivitäten entfaltet, die durch die Löschung in Mitleidenschaft gezogen werden. (Siehe auch: Das Ende von #GooglePlus: Erinnerung an eine Disputation mit Frank Schirrmacher #KarlssonvomDach – Was für eine schöne Diskussion @ChristophKappes @mspro) Die Abtrennung von Hangout on Air aus dem Google+ Portfolio war ja schon vor längerer Zeit vorgenommen worden. Jetzt läuft das direkt über YouTube – also die Möglichkeit für Konferenzschaltungen.

Bettina hat meine Philosophie zur Plattform-Abhängigkeit auf einen Nenner gebracht: Abhängig publizieren bedeutet auch: Weiterziehen, wenn es nötig ist.

„Der freie Journalist und vor allem Live-Streamer nutzt Facebook und Twitter für seine Live-Sendungen und ist somit komplett von den Plattformen abhängig: ‚Facebook bietet aber über die Kommentarfunktion die beste Methode für Dialogformate‘, sagt er. Und ergänzt: ‚Ich geh dorthin, wo die Wirkung am besten ist. Sollte Facebook Live irgendwann nicht mehr funktionieren, werde ich eben auf die nächste Plattform wechseln.‘ Dabei hält er es ähnlich wie Monika und ich: Die wichtigsten Inhalte speichert er zusätzlich auf der Festplatte. Seine Videoclips hat er also ordentlich archiviert. ‚Ich könnte sie jederzeit anderswo hochladen.‘ Anders ist das mit Inhalten, die er einst mit Vine, dem früheren Videodienst zu Twitter, gemacht hatte: ‚Viele Filmchen, die gut angekommen waren, und auch die Vinewalks selbst sind verloren. Das war aus heutiger Sicht eine Menge verplemperte Zeit‘.“ Soweit der kleine Auszug aus dem Bericht von Bettina.

Mein Archiv auf der externen Festplatte reicht ungefähr zurück bis in die 1990er Jahre. Und ich bin immer wieder überrascht, wie ich aktuelle Geschichten mit älteren Recherchen kombinieren kann.

Bei Facebook Live geht mir zur Zeit die relativ schwache Ausprägung der Interaktionen auf den Keks. Das so genannte organische Wachstum kommt nicht in die Gänge.

Es könnte also gut sein, dass ich meine Live-Videos demnächst auf anderen Plattformen produziere. Wie sieht das bei Euch aus?

Schon mal Datenverlust durch die Schließung eines Dienstes erlitten?

Macht und die Kaste der Manager – Warum wir in Bonn neue Schumpeter-Unternehmer brauchen #GemeinsamGründen

Ein Innovator zeichnet sich vor allen Dingen durch die Kunst der Kombinatorik aus. Innovationen entstehen eben nicht nur durch Erfindungen. Nachzulesen in: Schöpferische Zerstörung und der Wandel des Unternehmertums – Zur Aktualität von Joseoph A. Schumpeter

Joseph Schumpeter war ein großer Sozialwissenschaftler und ist es immer noch in dem Sinn, dass seine Persönlichkeit und seine Arbeiten weiter wirken, sagt Heinz D. Kurz, Mitherausgeber des Bandes „Schöpferische Zerstörung und der Wandel des Unternehmertums – Zur Aktualität von Joseph A. Schumpeter“.

Vor allem über seine Bücher und Aufsätze, die als Referenzwerke und als Quellen von Ideen nicht an Anziehungskraft verloren haben. „Seinen Namen führen mehrere Gesellschaften in ihrer Bezeichnung, darunter die International Joseph A. Schumpeter Society, die Wiener Schumpeter Gesellschaft und die Grazer Schumpeter Gesellschaft.“ Eine Bonner Gesellschaft sucht man vergeblich, obwohl Bonn eine wichtige Station im Wissenschaftsleben von Schumpeter repräsentierte. Er war vor der Bonner Zeit privat insolvent, als Geschäftsmann und Politiker gescheitert. Durch Freunde, Gönner und Weggefährten wie Arthur Spiethoff, der Professor in Bonn war, kommt er wieder auf die Beine. Spiethoff gelingt es, Schumpeter im Oktober 1925 auf den Lehrstuhl für wirtschaftliche Staatswissenschaft zu holen.

Die soziologischen Themen von Schumpeter in seiner Bonner Zeit

„Schumpeter wird deutscher Staatsbürger. Spiethoff, Schüler von Schmoller, aber aufgeklärter Historizist, ersucht Schumpeter, alles zu lehren, was dieser wolle, nur nicht Theorie. Schumpeter hält sich anfangs an die Vorgabe. Er hat großen Erfolg bei den Studierenden, die von nah und fern nach Bonn strömen. Wie kaum ein anderer zieht er die Hörer in seinen Bann. Einem seiner Schüler, Erich Schneider, zufolge sei es alleine Schumpeter zu verdanken, dass sich Bonn in wenigen Jahren zu einem ‚Mekka‘ der Volkswirtschaftslehre entwickelt habe“, so Kurz.

Schumpeter schöpft in dieser Lebensphase neuen Mut und veröffentlicht binnen kurzer Zeit mehrere einflußreiche Aufsätze. Dazu zählt die 1928 im Economic Journal veröffentlichte Abhandlung „The Instability of Capitalism“. In ihm beschreibt er die dem Kapitalismus seiner Ansicht nach innewohnenden selbstzerstörerischen und diesen letztlich transzendierenden Kräfte, und nimmt damit eine Hauptidee seines knapp anderthalb Jahrzehnte später veröffentlichten Buches Capitalism, Socialism and Democracy (1942) vorweg.

„Schumpeter trägt in seinem Aufsatz dem Umstand Rechnung, dass es die von ihm verherrlichte Gestalt des ‚Unternehmers‘ immer seltener gibt. An die Stelle des Wettbewerbs-Kapitalismus sei der in Trusts vermachtete Kapitalismus getreten. Dieser ist gekennzeichnet durch eine Trennung von Eigentum und Kontrolle sowie die wachsende Bedeutung der neu entstehenden Kaste der Manager“, erläutert Kurz.

Die Aufsteiger-und Absteigertypen in einer vertrusteten Gesellschaft seien völlig andere als in einer Konkurrenzgesellschaft und der Unterschied überträgt sich schnell auf Motive, Stimuli und Lebensstile, führt Schumpeter aus. Es wirkt sich negativ für die ökonomische Wohlfahrt aus. Oder in den Worten von Wilhelm Röpke, der zu den Architekten der Sozialen Markwirtschaft gehörte: Es leidet die Mannigfaltigkeit – nachzulesen im Buch „Wilhelm Röpke – Wissenschaftler und Homo politicus zwischen Marburg, Exil und Nachkriegszeit“, erschienen im Metropolis-Verlag. In Märkten, die von ungesunden Machtstrukturen dominiert werden, leiden mittelständische Unternehmen und die Kundschaft.

Das vom BDI-Präsidenten bis hin zu andere Akteuren ständig bemühte Bild des ehrbaren Kaufmanns ist wohl nur eine Chimäre, genauso wie die Segnungen der unsichtbaren Hand, führen Professor Lutz Becker und Amit Ray in einem Beitrag für das Fachbuch „CSR und Marketing“ aus. Wenn sich ökonomische, ökologische und soziale Dysfunktionalitäten ergeben, stellt sich die Frage nach den Regulativen.

Solche Moralzehrer findet man vor allem bei den Routineunternehmen, bei den Platzhirschen, bei den verkrusteten Konzernen sowie bei jenen Protagonisten, die sich über Kartelle organisieren und absichern. Atypisch-verantwortungsvolle Unternehmer findet man vor allem bei neuen Akteuren, die sich von alten Routinen, Absprachen und Ritualen abgrenzen. Es sind Unternehmer, die Anstand und Gemeinwohl als mindestens genauso wichtig erachten, wie Gewinn und Verlust.

„Unternehmer, die mit den Regeln des Marktes, die sie unanständig finden, brechen – wie etwa Viva con Agua, eine sich als Social Business verstehende Mineralwassermarke, die sich der Sicherung der Trinkwasserversorgung in den so genannten Entwicklungsländern verschrieben hat“, schreiben Becker und Ray.

Routineunternehmer lieben die Wahrung des Status quo und nutzen Situationen, um Vorteile zu erschleichen. Diese Logik zwingt den Gesetzgeber dauerhaft zum Nachziehen. Ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Handlungsethik auf der Strecke bleibt. Neue Schumpeter-Unternehmer braucht das Land. Oder wie es die IHK ausdrückt:

#GemeinsamGründen und vorher Anregungen in der Schumpeter-Lesung am 26. März in Bonn einholen.

#9vor9 über #JetztWirdGeredet, #Artikel13, #BikiniBerlin, CxO-Kurator und natürlich #Schumpeter

#9vor9 mit den Digitalthemen der Woche – zur Livesendung von #WorldWideWohnzimmer über #Artikel13. Beeindruckende Beteiligung der #YouTubeSzene. Dann noch Infos zu unseren Planungen im Bikini Berlin, über die Umbenennung von CIO-Kurator in CxO-Kurator und zur Schumpeter-Lesung am 26. März. Hoffe, der Buchladen 46 wird von Euch geflutet 🙂

Auf welcher Plattform soll #9vor9 künftig laufen? Periscope, Facebook oder YouTube?

#Artikel13 Debatte – Live auf YouTube @solmecke ‏#Jetztwirdgeredet

Start um 20 Uhr: