#FutureHubs Exzellente Diskurse über die Zukunft #D2030

Ein großes Dankeschön an alle, die bei den FutureHubs mitgemacht haben.

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Peter Thiel, der Politik- und Demokratie-Aussteiger #D2030 #KönigvonDeutschland

Die vornehmste Aufgabe der Libertären besteht nach Ansicht des Vulgärkapitalisten und Trump-Freundes Peter Thiel darin, einen „Ausstieg aus der Politik in allen Formen zu finden“.

„Was nach hehrem Ideal klingt, ist bei Lichte betrachtet nichts anderes als ein Freibrief für Steuerflucht und Verantwortungslosigkeit. Auch der konstruierte Antagonismus zwischen Politik und Technologie, der suggeriert, im Internet herrsche die große Freiheit, trägt zur Verkennung der Lage bei. Die Kommunikationsströme im Netz sind vermachtet, und die großen Player Google, Amazon, Facebook und Apple bestellen das Feld, sie schränken genau jene Wahlfreiheit ein, die Thiel beschwört. Er redet letztlich der Demontage der Demokratie das Wort, die Trump auf seine Weise bearbeitet: Für Gewaltenteilung hat er nichts übrig, die Presse betrachtet er als Feind, er spricht per Twitter zu seiner Gefolgschaft. In Peter Thiel hat er offenbar einen Geistesverwandten gefunden“, resümiert die FAZ.

Die Politik sollte da nicht zur Tagesordnung übergehen.

„Sie muss die Banker und Manager mit der politischen Macht konfrontieren, muss sie als scheinbar Allmächtige entzaubern. Sie muss sie entlarven als jämmerliche Söldner“, fordert der Schweizer Publizist Frank A. Meyer.

Aber wird das reichen? Professor Reinhard Pfriem hat das im Utopie-Podcast #KönigvonDeutschland verneint. Die Ökonomie sei ein Ausdruck kultureller Verhältnisse, auch was in ihr für wichtig gehalten und wert geschätzt wird.

„Die gleichen kulturellen Strömungen wirken auch auf die Konstellationen der politischen Kräfte ein. Gerade in einem repräsentativen Parteiensystem. Es war die Vorstellung schon immer naiv, daran zu glauben, dass auf dem Weg des Politischen die Akteure zu Maßnahmen gezwungen werden, die sie selbst nicht machen wollen. Das funktioniert nicht. Wenn man sich das Parteiensystem anschaut sowie das Wahlverhalten der Bürgerinnen und Bürger.“

Man sei vielleicht gattungsgeschichtlich überfordert, die Gratwanderung zwischen Einheit und gemeinsamen Vorgehen sowie Konflikt- und Streitkultur zu bewältigen. Pfriem ist sehr angetan von den theoretischen Arbeiten der belgischen Wissenschaftlerin Chantal Mouffe. „Sie hat den Begriff der Agonistik geprägt. Damit meint Mouffe, dass es möglich sein muss, in der Gesellschaft Streitkultur zu pflegen und sich vom Einheitsbrei zu verabschieden. Konflikte sollten Konflikte zischen Kontrahenten bleiben und nicht Gegenstand von feindlichen Auseinandersetzungen sein. Das scheint extrem schwierig zu sein.“

Ausführlich nachzulesen in meiner Netzpiloten-Kolumne.

Brauchen wir eine neue Ökonomie? #D2030 #FutureHubs @Martin_Leutz

Dazu gibt es unterschiedliche Sichtweisen und das gehört zur Disputation.

Um 17 Uhr werden wir das debattieren in der #FutureHubs Tournee der #D2030 Initiative.

Liveübertragung via www.facebook.com/gsohn

Mitdiskutieren 🙂

#Schumpeter, Nachhaltigkeit und der Wandel des Unternehmertums #KönigvonDeutschland Utopie-Podcast

Eine neue Folge des Utopie-Podcast #KönigvonDeutschland, den ich zusammen mit Lutz Becker produziere. Wir sprachen mit dem Wirtschaftswissenschaftler Reinhard Pfriem u.a. über Bundesverkehrsminister, über die Notwendigkeit einer neuen Ökonomie mit mehr demokratischer Beteiligung, über Skeptiker als solidere Optimisten, über Wirklichkeitssinn und Möglichkeitssinn. Professor Pfriem bietet übrigens im Wintersemester an der Schumpeter School of Business and Economics in Wuppertal ein Schumpeter-Seminar an. Thema: Schumpeter, Nachhaltigkeit und der Wandel des Unternehmertums.

Hört, kommentiert und teilt bitte unsere neues #KönigvonDeutschland Interview.