Glamour ist das Land, in dem man nie landet – Textcollagen in der Bernstein-Verlagsbuchhandlung #WortspieleBlogweitermachen

Über Geld spricht man nicht: Wolfgang Schiffer und Niklas Schütte brechen das Schweigen. Kleiner Ausschnitt der Lesung in der Bernstein-Verlagsbuchhandlung in Siegburg.

Wolfgang möchte übrigens seinen exzellenten Wortspiele-Blog beenden. Wir sollten ihn zum Weitermachen überreden 🙂

Kant, CSR und der Mut zur Transparenz in Unternehmen @HS_Fresenius

Im Aufeinandertreffen von Corporate Social Responsibility (CSR) und Marketing scheint Sprengstoff zu stecken. Wie verantwortungsvoll kann Marketing überhaupt sein? Diese Frage stellen Amit Ray, der im Studiengang Sustainable Marketing & Leadership das Modul Ethik vertritt, und Professor Lutz Becker in einem Beitrag für das von Chris Stehr zusammen mit Franziska Struve bei Springer herausgegebenen Band CSR und Ethik.

„Als Kantianer tue ich mich gerade mit utiliaristischen Ethiken schwer. Vieles von dem, was erfolgreich unter den Stichworten CSR oder Verantwortung verkauft wird, scheint mir jedenfalls eher dazu zu dienen, nicht-ethisches Verhalten zu legitimieren, statt in der Verantwortung auch eine Chance für Innovation und nachhaltiges Business Development zu sehen. Leider, so mein Eindruck, scheinen es auch Teile der Wissenschaft ihrerseits darauf anzulegen, fragwürdige Legitimierungsstrategien der Wirtschaft nochmals zu legitimieren“, so Lutz Becker.

Natürlich ist es nachvollziehbar, dass Marketing darauf abzielt, „alles in einem positiven Licht darstellen,“ wie Amit Ray sagt. Das ist natürlich das Selbstbild und die vordergründige Legitimation von Marketing. Anderseits sollte jedem klar sein, und da hat Amit Ray völlig Recht, dass „Unternehmen nicht zu 100 Prozent nachhaltig unterwegs sein können. Keine Firma kann das leisten.“ Wenn man sich aber positiver darstellt, als man zu leisten in der Lage ist, wird man schnell unglaubwürdig.

„Dass man nicht unbedingt einen Spagat zwischen Marketing und Verantwortung machen muss, zeigen wir anhand zweier Unternehmer, die wir als ‚atypisch‘ dem für uns wenig tragfähigen Narrativ des Ehrbaren Kaufmanns gegenüberstellen“, kommentieren Becker und Ray.

CSR – und zwar ganz im Sinne Kants – drückt sich vor allem in dem unternehmerischen Mut aus, rückhaltlose Transparenz zu wagen, so Becker und Ray. Dann kann man guten Gewissens den Kunden und den anderen Stakeholdern die Entscheidung, was verantwortlich ist und was nicht, selbst überlassen. Mit den beiden Autoren habe ich mich ausführlich unterhalten.

KI und die Rückbesinnung auf humanistische Werte – Autorengespräch mit @thomasramge am Donnerstag, um 9 Uhr

Autorengespräch mit Thomas Ramge zu seinem neuen Opus „Mensch und Maschine: Wie künstliche Intelligenz und Roboter unser Leben verändern“. Buch erscheint am 16. März im Reclam Verlag.

Einschalten am Donnerstag, um 9 Uhr auf Facebook und mitdiskutieren.

Was so alles schiefgehen kann: „OK Kuchen“ – Googles Sprachassistent reagiert nicht nur aufs Signalwort.