KI-Wettkampf mit China und den USA – Wie gut schneiden wir ab? @dfki

Künstliche Intelligenz – wie gut sind wir in Deutschland? Antworten von Professor Wolfgang Wahlster, DFKI-Chefberater, im #DigitalXStudio​. Themen: Wie sieht sie aus, die bessere und sinnvollere Mensch-Maschine-Kooperation ohne Angst vor Kontrollverlust? Gibt es neue Arbeitsplätze durch Nearshoring? Die Konnek­ti­vi­tät zwischen Maschi­nen, Werk­zeu­gen, Werk­stü­cken und Fach­ar­bei­tern hat auch in Bestands­fa­bri­ken große Fort­schrit­te gemacht – Beispiele wären nicht schlecht. In 5G-Campus­net­zen können Edge-Devices mit der hohen Band­brei­te und garan­tiert gerin­ger Latenz­zeit von 5G zu einer loka­len Edge-Cloud zusam­men­ge­schal­tet werden, die dann den Echt­zeit­an­for­de­run­gen in der Fabrik genügt. Hybri­de Teams von Werkern und kolla­bo­ra­ti­ven Robo­tern mit verschie­de­nen Fähig­kei­ten führen zu einer neuen Form der Team-Robo­tik, in der Mensch-Maschi­ne-Inter­ak­ti­on unter Führung des mensch­li­chen Fach­per­so­nals im Mittel­punkt steht, welches Hand in Hand mit Robo­tern zusam­men­ar­bei­tet, um im Team komple­xe Ferti­gungs­auf­ga­ben zu lösen. Bei den Daten­in­fra­struk­tu­ren müssen die Anfor­de­run­gen der jewei­li­gen Bran­che bezüg­lich Daten­ho­heit, Dezen­tra­li­tät in hete­ro­ge­nen Multicloud-Syste­men und Edge-Support berück­sich­tigt werden. Wie gut sind wir da in Deutschland? Sind die USA und China enteilt?

Lange Nacht des Mittelstandes gut vorbereitet und es wird großartig: Man hört, sieht und streamt sich am Dienstag ab 18 Uhr #lndm #DigitalX

Der Vorbereitungsmarathon hat sich gelohnt, es wird wirklich großartig am Dienstagabend. Ab 18 Uhr mal nichts anderes einplanen und mitmachen bei der langen Nacht des Mittelstandes:

18:00 Opening des Abends | Gunnar Sohn & Martina Dieckmann

18:05 Trainieren hinter verschlossenen Türen | Niko Romm (Valeo Studio) & Sissy Metzschke

18:20 „Ich kannibalisiere mein Geschäft bevor es andere tun“ | Philipp Depiereux (Changerider) im Gespräch mit Gisbert Rühl (Klöckner AG)

18:35 KI: Warum der Mittelstand jetzt auf KI setzen muss & Forderung eines europäischen Weges | Dorothee Bär (Staatsministerin für die Digitalisierung) Prof. Dr. Ada Pellert (Digitalrat der Bundesregierung)

18:50 Neustart der Wirtschaft: Es fehlt der Lichtblick | Florian Karle (Geschäftsführer Südvers) & Gunnar Sohn (Redaktion DX)

19:00 Das erste 5* HomeOffice – Eine Branche bereitet sich auf den #Neustart vor | Ingrid Hartges (Hauptgeschäftsführerin DEHOGA Bundesverband) & Grit Pauling (GM 25 Hours Hotel Köln) im Gespräch

19:15 Logistik im digitalen Wandel: LIVE „Auf Achse“ | Martin Nether (VV Hans Wormser AG) & Prof. Dr. Dirk Engelhardt (Vorstandssprecher BGL)

19:30 Wir müssen chinesischer werden… | Prof. Hermann Simon

19:40 Das Knie aus dem 3D-Drucker: So wird Orthopädie digital | Talk vor Ort mit Martin Jaeger (CEO Jaeger Orthopädietechnik) & Christoph Krause (DX Reporter)

19:55 CultureTotal: Kreativ durch die Krise | Talk mitMajid Montazer (GF CultureTotal) & Gunnar Sohn & Einspieler von Giora Feidman

20:10Kollege Roboter – wird der Mittelstand komplett automatisiert? | Robert Weber im Live-Gespräch mit Olaf Gehrels (Coboworx)

20:25 Gründerkultur mit Handbremse | Wolf Lotter (Autor & Journalist brandeins) & Gunnar Sohn (Redaktion DX)

20:35 KMUs müssen innovativer werden! | Matthias Nawrocki (Technologiemanager von Gira), Katharina Hölzle (Expertenkommission für Forschung & Innovation) und Klaus Burmeister

20:50Genuss digital? Neue Absatzwege für Winzer | Sarah Hulten (Inhaberin Sarah Hulten Weine) im Gespräch mit Christoph Krause (DX Reporter)

Die Liveübertragung läuft im Multistream über Facebook, LinkedIn, Twitter und YouTube.

Auf YouTube haben wir das Event schon angelegt:

Ihr könnt über die Chat- und Kommentarfunktionen mitdiskutieren. Wir werden Eure Fragen und Diskussionsbeiträge aufgreifen.

#Rorsted ist kein Jürgen Klopp: Der adidas-Chef gleicht eher dem autoritären Mour­in­ho

Meister der Wechselkunst

In der Deutschland AG funktioniert das klassische Unterstützer-Netzwerk noch außerordentlich gut. Man trifft sich in lauschigen Eckchen in Kitzbühel, Davos, St. Moritz, auf Sylt oder kraxelt vier Tage mit Ex-McKinsey-Chef Herbert Henzler in den Alpen herum. Da laufen die Deals und Absprachen. Da werden Wechsel besprochen und eingeleitet, da sichern sich die Top-Manager ihre Karriere ab.

Darüber recherchierte ich in meiner Zeit als Chefredakteur eines Wirtschaftsmagazins für Vorstände und Aufsichtsräte. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an meine Aktionen in dieser Publikation, die beispielsweise Sina Trinkwalder zur CEO des Quartals kürte. Im Vordergrund meines Beitrags stand der Top-Manager Kaspar Rorsted, der sich bei meinen Analysen und Hintergrundgesprächen mit Kennern der Konzernszene als Avantgarde der Wechselkünstler herausstellte mit fragwürdigen Eigenschaften.

In der Deutschland AG reloaded hat sich Rorsted frühzeitig etabliert. Das ist ihm als Vorstandschef eines erfolgreichen DAX-Konzerns relativ leicht gefallen. Er nutzt die informellen Runden, die von der Öffentlichkeit abgeschottet werden. Es soll intim zugehen. Ein Rückzug in die Privatheit, der ausschließlich über persönliche Kontakte läuft.  Etwa in der alpinen Seilschaft von Herbert Henzler. Im elitären Männerzirkel der so genannten „Similauner“ kraxeln unter Führung von Reinhold Messner Manager wie Hubert Burda und – welch ein Zufall – der frühere adidas-Chef Herbert Hainer. Wen fand man im Aufsichtsrat des Sportartikel-Herstellers? Ex-Henkel-Personalvorstand Kathrin Menges. Weitere Verbindungslinien zur Arbeitnehmerseite oder zu Finanzberatern kann man über Google recherchieren. 

Netzwerke und Vitamin B für das berufliche Fortkommen zu nutzen, ist völlig in Ordnung. Nur sollten die Protagonisten der informellen Deutschland AG die Schwächen von geschlossenen Zirkeln nicht unterschätzen.

Netzwerktheorie 

Problematisch wird es, wenn es keine Auffrischungen mehr gibt und keiner neuer Geist nachrückt. In der Organisationstheorie ist das gut erforscht. Geschlossene Netzwerke punkten bei Kooperationen und Verlässlichkeit. Sie sind stabiler, aber auch inflexibler. „Einer durch ein festes Normungefüge abgesicherten, verlässlichen Kooperation steht somit der Nachteil mangelnder Anpassungsfähigkeit gegenüber“, erklären die Wissenschaftler Mark Ebers und Indre Maurer. Die Beharrungskräfte der Netzwerk-Akteure können negative Auswirkungen haben. Empirische Studien belegen, dass es Führungskräften in solchen Formationen nicht gelingt, neue Tätigkeitsfelder zu erschließen. Hier sind Netzwerke mit offenen und losen Verbindungen überlegen.

Rorsted bekommt in der aktuellen Ausgabe des Manager Magazins keine guten Noten: Bei adidas sei intern sogar von ei­nem Kultur­kampf die Rede, den Ror­sted los­ge­tre­ten habe. „Zahl­rei­che lang ge­dien­te Top­leu­te su­chen des­halb das Wei­te oder wer­den hin­aus­ge­mobbt. Sports­mann Ror­sted pflegt eine raue Spiel­wei­se – bei Adi­das, das im­mer als Wohl­fühl­un­ter­neh­men galt, greift das Foul­spiel um sich.“

Bei In­no­va­tio­nen, der viel­leicht wich­tigs­ten Quel­le für die At­trak­ti­vi­tät ei­ner Mar­ke, zeige Ror­steds Bi­lanz kei­ner­lei Auf­hel­lung. „An ei­nem Nach­fol­ger für die er­folg­rei­che, aber schon äl­te­re (und mit der BASF ent­wi­ckel­te) Soh­len­tech­nik Boost for­schen sie in Her­zo­ge­nau­rach noch im­mer ver­geb­lich“, schreibt das Manager Magazin.

„Wäh­rend In­ves­to­ren in Ror­sted eine Art Jür­gen Klopp (53) se­hen, der von Er­folg zu Er­folg fe­dert (den Coach des FC Li­ver­pool hat Ror­sted im Som­mer als Mar­ken­bot­schaf­ter ver­pflich­tet), er­le­ben ihn Füh­rungs­kräf­te mehr wie ei­nen José Mour­in­ho (57). Der Trai­ner von Tot­ten­ham Hot­spur hetzt Freund und Feind oft mit Ein­schüch­te­run­gen und Tob­suchts­an­fäl­len übers Feld. Seit dem Ab­gang des selbst­be­wuss­ten Liedt­ke do­mi­niert Ror­sted sei­ne Vor­stands­kol­le­gen nach Be­lie­ben – mal mit stahl­har­ten Vor­ga­ben, mal in­dem er sie vor Zeu­gen run­ter­putzt.“

Was für ein treffender Vergleich.

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/reebok-adidas-startet-verkauf-von-us-tochter-a-3e08ce04-b432-4567-80b9-19d9257e97e5

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/adidas-kasper-rorsteds-kulturkampf-gefaehrdet-die-weltmarke-a-00000000-0002-0001-0000-000174925828

Finanzlage der Familienunternehmen in Corona-Zeiten: #DigitalXAdhoc-Gespräch mit dem Finanzexperten Martin von Hirschhausen – Einschalten um 15 Uhr

#DigitalXAdhoc​-Gespräch mit dem Finanzexperten Martin von Hirschhausen. Status quo der Familienunternehmen. Wie sind sie durch die Corona-Krise gekommen? Was zeichnet sie aus? Durchschnittliche Rendite? Innovationskraft. Digitalisierungsstrategien. Herausforderungen in der Zukunft. Nachfolge-Problematik.

Warum sollten Unternehmen jetzt im #Clubhouse dabei sein? #DigitalXStudio mit dem Unternehmer Ralf Rottmann @ralf

Handwerk meets Clubhouse, Familienunternehmen über digitalen Wandel, Kommunikationstrends in Industrieunternehmen, Zukunft der Mobilität, Vertrauen Unternehmen ihren Mitarbeitern, Innovationskraft des Mittelstandes, warum kommen die Corona-Hilfen bei den betroffenen Unternehmen nicht an. Die Liste kann noch endlos fortgesetzt werden. Innerhalb von einer Woche hat sich ein spontanes Ideen-Feuerwerk auf Clubhouse entwickelt jenseits der üblichen Beraterblase. Und dazu zählen eine Vielzahl von Themen aus der Welt der Unternehmen. Die Lust am direkten Gespräch, am Talk-Radio und an Live-Audio scheint wie ein Netzwerk-Booster zu wirken.

Über diese Themen spreche ich mit dem Unternehmer Ralf Rottmann in der Sendung #DigitalXStudo im Video-Livestream um 11 Uhr.

Im Clubhouse machen wir zu diesem Gespräch eine Feeedback-Runde, um 15 Uhr.