Europa am Kipppunkt der KI-Ära – Sam Altman und Mathias Döpfner eröffnen die politische Debatte über Souveränität, Freiheit und die Zukunft des Menschen

Mit der Premiere seines neuen Gesprächsformats „MD MEETS“ legt Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner die Latte hoch: Kein Politiker, kein Showgast – sondern Sam Altman, der mächtigste KI-Architekt der Gegenwart, CEO von OpenAI. In 45 Minuten sprechen die beiden über nichts Geringeres als das Schicksal Europas, den Sinn des Fortschritts und die Frage, ob der Mensch in der Ära künstlicher Intelligenz überlebt – moralisch, ökonomisch und kulturell.

Dieser Podcast ist mehr als Medienunterhaltung. Es ist eine politische Zäsur. Döpfner, einer der wichtigsten publizistischen Köpfe Europas, trifft den Entwickler jener Technologie, die unsere Demokratien, Arbeitsmärkte und Wahrheitsbegriffe zugleich beflügelt und bedroht. Der Springer-Chef fragt, Altman antwortet – und im Subtext steht die neue Weltordnung der Intelligenzsysteme.

Europas letzte Chance

„Europa darf nicht Weltmeister der Regulierung werden“, warnt Altman. Der Satz klingt technokratisch, ist aber Sprengstoff. In Wahrheit sagt er: Wenn Europa weiter bremst, wird es von der Landkarte der Innovation verschwinden. Altman kündigt den Aufbau einer „OpenAI-Souverän-Cloud für Deutschland“ an – gemeinsam mit SAP und Microsoft. Eine strategische Kampfansage an die digitale Abhängigkeit vom Silicon Valley und zugleich ein Testfall für Europas Selbstbehauptung im Zeitalter der KI.

Döpfner legt den Finger auf die Wunde: Europas Regierungen verteidigen Datenschutz, aber verlieren den Anschluss. Altman kontert höflich, aber bestimmt – KI sei längst weiter, als die meisten wüssten. „Wir haben Systeme, die unsere klügsten Menschen in den schwersten intellektuellen Disziplinen schlagen“, sagt er. Der Satz ist so beiläufig wie beunruhigend. Er beschreibt das Ende des kognitiven Monopols des Menschen – und den Beginn eines Wettlaufs zwischen technologischer Geschwindigkeit und politischer Trägheit.

Arbeit, Würde, Kontrolle

Döpfner fragt nach den Jobs der Zukunft. Altman antwortet, als sähe er in Zeitlupe zu, wie sich eine Zivilisation neu ordnet: „Kurzfristig wird KI viele Jobs zerstören. Langfristig werden völlig neue entstehen.“ Es ist die klassische Fortschrittsformel – und doch schwingt Skepsis mit. Die Frage, was bleibt, wenn Maschinen denken, berühren, komponieren, ist keine ökonomische mehr, sondern eine anthropologische. Altman glaubt an das „unerschöpfliche Bedürfnis des Menschen, gebraucht zu werden“. Eine tröstliche These, die aber zur Nagelprobe wird, wenn ganze Branchen automatisiert werden – von der Anwaltschaft bis zur Redaktion.

Gerade letzteres führt zum Kern des Gesprächs: der Zukunft des Journalismus. Altman erkennt die Paradoxie seiner eigenen Schöpfung: ChatGPT ist zugleich Werkzeug und Risiko für die Öffentlichkeit. „Ich wäre traurig, wenn KI den Journalismus zerstört“, sagt er. Aber er weiß auch, dass sie ihn verwandeln wird. Döpfner bringt das Prinzip auf den Punkt: „Ohne Vergütung für Inhalte trocknet das System aus – dann gibt es nichts mehr, was sich ‚scrapen‘ lässt.“ Eine präzise Beschreibung des neuen Urheberkriegs zwischen Maschine und Medium.

Der neue Prometheus

Philosophisch wird es, als Döpfner Harari und Oscar Wilde zitiert: Wird der Mensch zum Gott? Will Sam Altman ewig leben? Seine Antwort ist überraschend nüchtern: Nein. Ewigkeit sei kein Ziel, sagt er, sondern ein Irrtum. Fortschritt brauche Erneuerung, Sterblichkeit, Übergang. Altman träumt vom Leben als Landwirt, wenn die KI seine Arbeit übernimmt – der Schöpfer, der sich selbst abschafft. Das ist mehr als Anekdote. Es ist ein modernes Gleichnis: Der neue Prometheus will nach der Erleuchtung zurück in den Ackerboden.

Doch zwischen Technikglaube und Natursehnsucht bleibt die offene Frage: Wer kontrolliert die Schöpfung? Altman denkt in geopolitischen Kategorien. KI, sagt er, werde Kriegsführung, Propaganda und Machtbalance grundlegend verändern. Wenn „ein böser Akteur“ Zugang zu Superintelligenz habe, könne er ganze Systeme destabilisieren. Die Konsequenz: globale Governance, ähnlich der nuklearen Rüstungskontrolle. Der Vergleich ist nicht zufällig. KI ist längst eine strategische Waffe – unsichtbar, allgegenwärtig, unkontrolliert.

Freiheit im Zeitalter der Antwortmaschinen

Döpfner und Altman verhandeln schließlich, was auf dem Spiel steht: die Freiheit des Wortes. Für Altman ist sie „einer der schwierigsten, aber zentralsten Werte der westlichen Zivilisation“. Für Döpfner ist sie Geschäftsgrundlage und Überzeugung zugleich. Beide wissen: Wenn Wahrheit von Algorithmen berechnet wird, wird Journalismus zur Gegenmacht – oder verschwindet.

Altman plädiert für neue ökonomische Modelle: Mikropayments für Inhalte, faire Vergütung für journalistische Recherche, eine Rückkopplung von digitalem Nutzen und menschlicher Arbeit. Eine Idee, die Döpfner offen aufnimmt. Der Verleger und der Entwickler eint die Einsicht, dass Information eine Ressource ist, die sich nur dann erneuert, wenn sie einen Wert behält.

Der wahre Inhalt

Die Premiere von „MD MEETS“ ist deshalb mehr als ein Medienereignis. Sie markiert den Moment, in dem KI, Medien und Politik ihre gemeinsamen Bruchstellen öffentlich verhandeln. Altman und Döpfner sprechen über Technologie – und meinen Zivilisation.

Für Europa ist das Gespräch eine Einladung, die eigene Zukunft nicht länger als Beobachter, sondern als Akteur zu gestalten. Wenn Döpfner Altman fragt, was er Europa rät, antwortet der nüchtern: „Reguliert die großen Risiken, aber lasst die kleinen zu.“ In diesem Satz steckt eine Doktrin für die neue Epoche – und vielleicht das letzte Zeitfenster, um nicht endgültig Zuschauer im Theater der Superintelligenz zu werden. Für Sohn@Sohn wäre es wichtig, auf eine granulare Regulierung zu verzichten. Die trifft in der Regel die Kleinen und nicht die Großen, gell Herr Voss…..

Digitale Transformation und Kollaboration – Abschied vom großen Tool-Durcheinander: Christoph Kappes und Thomas Jenewein im Gespräch

Beim Sohn@Sohn-Roundtable stand die Nutzung von Kollaborationstools im Zentrum einer tiefgründigen Diskussion. Unter den Teilnehmenden befanden sich Christoph Kappes, der Gründer von Together.biz, und Thomas Jenewein von SAP, die ihre Expertise und Visionen zur Zukunft der digitalen Arbeitsumgebung teilten.

Christoph Kappes, der bereits seit Jahrzehnten in der digitalen Szene aktiv ist, erläuterte die Wichtigkeit einer integrierten Nutzungskultur bei der Implementierung von Kollaborationstools. „In vielen Unternehmen gibt es eine Vielzahl von Tools, aber keine gelebte Kultur, wie diese sinnvoll genutzt werden sollten“, erklärte Kappes. Er kritisierte die oft isolierte Nutzung verschiedener Systeme innerhalb derselben Organisation:

„Es gibt ein großes Tool-Durcheinander und vor allem eine mangelhafte Kultur, wann, wer, auf welchem Wege spricht und Probleme löst.“

Auf die Bedeutung von Schriftlichkeit in digitalen Werkzeugen eingehend, führte Kappes aus: „Wir brauchen Schriftlichkeit, weil sie den höchsten Abstraktionsgrad bietet und am nachhaltigsten ist. Unsere Plattform fördert bewusst die schriftliche Auseinandersetzung, um tiefere und bleibende Diskussionen zu ermöglichen.“

Thomas Jenewein, zuständig für Business Development und Training bei SAP, sprach über die Herausforderungen und Lösungen im Bereich der Technologieakzeptanz:

„Es ist entscheidend, dass die Tools nicht nur eingeführt, sondern auch akzeptiert und sinnvoll genutzt werden. Hierbei spielt das Technologieakzeptanzmodell eine große Rolle, welches die wahrgenommene Nützlichkeit und einfache Nutzung betont.“

Jenewein wies auch auf das bevorstehende SAP Training and Adoption Forum hin, das am 19. Juni in Walldorf und virtuell unter dem Motto „Future Learning, Leading Change“ stattfindet. „Wir freuen uns darauf, in inspirierenden Impulsvorträgen und interaktiven Knowledge Cafés tiefergehend zu diskutieren, wie wir Lernen und Wandel in Unternehmen führen können.“

Die Veranstaltung ist ein Treffpunkt für Fachleute, die sich mit den neuesten Trends in der digitalen Bildung und Transformation auseinandersetzen möchten. Jenewein fügte hinzu: „Die Anmeldung ist bereits möglich, und angesichts der begrenzten Plätze vor Ort empfehle ich eine frühzeitige Registrierung, um sicherzustellen, dass man teilnehmen kann.“

Insgesamt unterstreicht der Sohn@Sohn-Roundtable die Notwendigkeit, bei der Einführung neuer Technologien sowohl die kulturellen als auch technischen Aspekte zu berücksichtigen, um eine erfolgreiche digitale Transformation in Organisationen zu gewährleisten.

Meine Sicht: Es geht mir wirklich auf den Geist, wenn in Kollaborationsumfeldern jeder etwas anderes macht. Medienbrüche stören den Workflow erheblich, und das führt oft zu Frustration. Ich thematisierte auch das Problem der Überflutung mit digitalen Informationen und das Fehlen einer klaren Struktur in der Dokumentenverwaltung. Es ist essentiell, dass Arbeitsräume so organisiert sind, dass man schnell auf die neueste und relevante Version eines Dokuments zugreifen kann – jenseits von digitalen oder analogen Ordner-Logiken.

Constantin Sohn fokussierte sich auf die Anforderungen an moderne Kollaborationstools aus der Sicht eines Mediengestalters. Er betonte die Bedeutung von Schnelligkeit und einfacher Bedienbarkeit beim Austausch von Mediendateien zwischen verschiedenen Plattformen. „In meinem Arbeitsalltag ist es entscheidend, dass ich Videos und Bilder schnell zwischen Diensten teilen kann. Tools wie Canva und Photoshop sind dabei unerlässlich, weil sie die Zusammenarbeit und das Teilen von Inhalten erleichtern.“

Den täglichen Bürostress mit Krankenkasse und Co. gib mir heute: Erlebnisse eines Solo-Selbständigen

Jeden Tag vollbringen Organisationen eine gute Tat. Es sind die Helden unseres Alltagslebens: Champions, Dienstleistungsakrobaten, weltweit führende Glücksbringer und Kundenversteher. Abgesichert und bewiesen durch Umfragen, Ranglisten, Awards, Studien und sonstige Selbstbeweihräucherungen. Je länger man an diese selbstreferentiellen Jubelarien glaubt, desto mehr hält man diese Zahlenspiele, Powerpoint-Floskeln auf Fachkonferenzen und Werbesprüchlein für die Realität: „Bei uns steht der Kunde im Mittelpunkt, er ist der König, der Umworbene, der wahre Boss und wir sind seine Untertanen.“ Klar. Solche Kalenderweisheiten passen in jedes Unternehmensleitbild. Es wäre ja auch eine gewaltige Überraschung, wenn Organisationen das Gegenteil anstreben würden.

Wenn ich der Techniker Krankenkasse telefonisch mitteile, dass ich nicht mehr mit Brief-Orgien konfrontiert werden will, bekomme ich als Antwort per Post eine Flut von fünf oder sechs Briefen mit doppelseitig eng beschriebenen Ergüssen zugeschickt. Schon die ersten Schreiben hatten mir doppelseitig auf acht Seiten irgendetwas nachberechnet und in der letzten Zeile dann einen Nachzahlungsbetrag genannt auf Grundlage von irgendwelchen Schätzungen des Finanzamtes, die für mich nicht nachvollziehbar sind. Ein Passwort mit TAN-Funktion hatte ich schon vor Monaten beantragt, damit ich das wenig nutzerfreundliche elektronische Postfach nutzen kann. Schreibe ich da etwas rein, bekomme ich Bestätigungen via E-Mail und via Post. Ständig wird man telefonisch belehrt, was alles nicht geht oder was der Gesetzgeber so vorschreibt.

Das ständige Auf und Ab meiner Einnahmen, seit 1998 kenne ich das gar nicht anders, müsse über Gewinneinbrüche dokumentiert werden. Meine Replik geht dabei ins Leere: Ich habe gar keine Gewinneinbrüche, sondern nur Monate, die ich als Saure-Gurken-Zeit bezeichne…. Das interessiert die TK am Telefon nicht. Denn in den nachfolgenden Brief-Orgien steht irgendetwas von Gewinneinbrüchen, die ich nachweisen müsse. Am Telefon bin ich entnervt gescheitert und wurde mehr oder weniger vom TK-Personal belächelt – ist keine Tatsachenbehauptung, habe ich so empfunden. Mit Banken, Postfilialen, Rentenversicherung und vielen anderen Instanzen erlebe ich nix anderes.

Kundenbelehrungen: „Schnauze“

Meine verstorbene Frau ergänzte das mit einem eigenen Erlebnis. Wer nicht wie Sprintstar Usain Bolt im Bruchteil einer Sekunde nach einem Klingelzeichen des Paketzustellers an der Haustür ist, findet in schöner Regelmäßigkeit eine Paketkarte vor. Meine Frau war so nett, in den Mittagsstunden einen der vielen ausgelagerten DHL-Paketshops aufzusuchen und überreichte der Dame am Schalter pflichtbewusst mit ihrem Personalausweis die Benachrichtigungskarte. Es folgte eine Belehrung. Die Zustellung ist zwar explizit an den Ehemann unter derselben Adresse gerichtet und es ist kein Zufall, dass meine Frau mit mir unter einem Dach wohnen würde, aber ohne eine Vollmacht des Ehegatten könne das Amazon-Paket nicht ausgehändigt werden. Warum eine Zustellung beim Nachbarn ohne Vorlage von Ausweis, beglaubigter Geburtsurkunde und polizeilichem Führungszeugnis machbar ist, eine Übergabe ohne Vollmacht am DHL-Schalter an meine Ehefrau unmöglich sei, konnte die Outsourcing-Angestellte nicht beantworten. Meine liebe Frau musste mit leeren Händen den Rückweg antreten. Also schnappte ich mir die Karte und noch eine weitere vom Konkurrenten GLS, die sich mittlerweile angesammelt hat, und ging abermals zu den Geschäften, um meine Amazon-Bestellungen in Empfang zu nehmen. Die GLS-Herberge mit dem programmatischen Namen „Schnauze“ (inzwischen ist der Laden Pleite gegangen) und einer Tatze als Logo (wenn das mal keinen Ärger mit Jack Wolfskin gibt) versprühte den Charme einer ländlichen Bahnhofskneipe. Entsprechend freundlich wird man bedient: „Unser Fahrer ist natürlich noch unterwegs. Vor 18 Uhr können Sie Ihre Zustellung nicht erhalten. Wir haben aber bis 19 Uhr geöffnet.“ Danke, Herr Franke. Ein paar Hausnummern weiter konnte ich bei DHL dann mein Büchlein „Als wir Gangster waren“ (Autor Olvier Storz) entgegennehmen. Am Schalter gab es dann noch eine Belehrung in Form eines Pappschildes: „Wir sind kein GLS Paket-Shop“. Auch schriftlich spart man sich Höflichkeitsfloskeln. Das kostet unnötig Zeit und weiterführende Erklärungen.

Entschuldigungsfolter

Nach meiner Rückkehr aus dem Niemandsland der Dienstleistungsökonomie musste ich dann feststellen, dass nach dem Vertragsende zum 1. Juni der frühere Gasanbieter nicht in die Pötte kam, eine längst fällige Gutschrift auf unser Konto zu überweisen. So etwas nennt man im Controlling „Revolvierende Finanzoptimierung“. Jeder Monat mit Zahlungsverzögerung bringt Zinserträge – vor allem bei hoher Inflation. Im Einzelfall sind das nur Kleckerbeträge. Aber wer das systematisch betreibt, kommt auf stattliche Summen. Der freundliche Dauerton in den Entschuldigungsschreiben wirkt dabei wie eine zusätzliche Foltermethode. Gefoltert wird man durch das prinzipielle Ignorieren von konkreten Anliegen. Liebe Bank XY, es ist ja schön, dass Sie so schnell mit einer automatisierten E-Mail auf unsere Wünsche reagieren. Sie haben mit Ihrer Antwort vom 24. September aber am Ziel vorbeigeschossen. Meine Frau heißt nicht „Herr Gutschmidt“. Sie wollte auch keinen Kontoauszug, sondern einen Online-Banking-Zugang. Bei solchen Rückmeldungen ist man als Kunde geneigt, das Geldinstitut nebst Filialen großräumig zu meiden. Zudem plädiere ich dafür, den Naturalien-Tausch als Zahlungsmittel einzuführen.

Der Versicherte, Steuerpflichtige und Kunde ist immer mindestens doppelt gefordert

So langsam erschließt sich mir der „Dopplungseffekt in Deutschland, den der Scones20-Blogger entdeckt hat. Ungewollt stand ich für diese Forschungsarbeit Pate. Gunnar Sohn berichtete von seinem Versuch, mit einem Netzbetreiber eine Klärung herbeizuführen. Ein Schreiben genügte nicht, nein, es mussten mindestens zwei sein. Oh ja. Schlappe drei Monate brauchte der Provider, um eine profane Vertragsumstellung zu realisieren. Zwischendurch waren wir vom Kundenservice per E-Mail beschuldigt worden, die eingereichten Unterlagen in einer zu schlechten Qualität kopiert zu haben. Als Reaktion auf meine öffentlichen Empörungsbekundungen gab dann das Social-Media-Team des Betreibers zu, dass die Digitalisierung im eigenen Hause zur Unlesbarkeit führte. An unseren Kopien lag es nicht. Wie erfreut war ich, als zwei Schreiben in unserem Briefkasten lagen. Wurde der Vollzug einer Vertragsübernahme bestätigt? Weit gefehlt. Beide Briefe richteten sich an eines meiner Kinder. In einem Schreiben bedauerte man die Unstimmigkeiten, weist uns aber noch daraufhin, dass wir die bis zur Umschreibung entstandenen Kosten und eventuelle Zahlungsrückstände termingerecht ausgleichen müssen. Ah ja. Termingerecht. Was passiert eigentlich mit Kunden, die das nicht termingerecht machen? Die bekommen dann wohl termingerecht eine Mahnung. Da geht dann alles ganz fix. Erstattungsbeiträge für Bürokratie-Irrsinn lassen sich wahrscheinlich juristisch nur schwer durchsetzen. Im zweiten Schreiben gibt es dann noch einen Willkommensgruß: „Ab sofort können Sie entspannt telefonieren.“ Witzischkeit kennt keine Grenzen … Ihr liebwertesten Gichtlinge von TK und Co., lest die Zeilen von Bill Price, Autor des Buches „The Best Service Is No Service“:

Man sollte vor allen Dingen „dumme Kontakte“ vermeiden. Sie sind für die Organisation schädlich und für die Anwender sehr ärgerlich. Als Kunde sehe ich mich in diesen Konstellationen nicht, sondern als Untertan im Bürokratie-System.

Ich fange jetzt wieder an, diesen Horror zu thematisieren.

Wenigstens die Abozahlen von ichsagmal.com entwickeln sich positiv. Würde mich freuen, Weitere Abonnenten begrüßen zu dürfen.

Siehe auch:

Digitale Prozesse? Medienbrüche!

Die öffentliche Hand liebt Medienbrüche und sie liebt vor allem analoge Briefe und Umlaufmappen: Hier dominieren nach wie vor der Postweg oder das Faxgerät. Was war das für ein Schwachsinn bei der Neuberechnung der Grundsteuer. Alle Daten liegen dem Staat vor – nur werden sie von unterschiedlichen Stellen verwaltet. Folge: Die Hauseigentümerin bekommt die A-Karte zugeschoben, die nötigen Unterlagen zu suchen, mit Androhung von Bußgeldern. Steuerbescheid scannen und der Rentenversicherung per E-Mail schicken? Nee, nee. „Da kommt erst ein Formular per Post und da heften Sie dann den Steuerbescheid dran und schicken uns das wieder zu.“

Grandios dokumentiert: Digitales Entwicklungsland Deutschland – Nicht die BRD, sonder DED muss es heißen:

Maschinelle Intelligenz: Grenzen und Potenziale im Vergleich zum menschlichen Monopol #Notizzettel: Vorbereitung eines Interview mit Reinhard Karger vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

In einem herausfordernden Artikel für die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellt Reinhard Karger, Mitglied des Aufsichtsrats des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), die Wechselwirkungen zwischen Mensch und maschineller Intelligenz in den Vordergrund. Karger argumentiert, dass maschinelle Intelligenz zwar ein mächtiges Werkzeug ist, jedoch nicht mit menschlicher Weisheit gleichgesetzt werden sollte.

Karger greift auf Aristoteles‘ antike Vorstellungen von Werkzeugautonomie zurück, um zu zeigen, dass die Idee selbsttätiger Werkzeuge tief in unserer Geschichte verwurzelt ist. Er betont, dass Maschinen menschliche Handlungsspielräume erweitern und Arbeit erleichtern, aber nicht das menschliche Denken ersetzen können. Maschinen sind in ihrer Fähigkeit, komplexe menschliche Wissensfähigkeiten wie Sprache, Emotionen und soziale Intelligenz nachzuahmen, begrenzt.

Ein zentrales Element des Artikels ist die Diskussion über Qualia – subjektive Empfindungen, die nur Menschen erleben und die für soziale Intelligenz essentiell sind. Karger argumentiert, dass Maschinen zwar Daten verarbeiten und Muster erkennen können, aber nicht in der Lage sind, menschliche Emotionen und Absichten zu erfassen oder zu verstehen. Diese Grenze stellt eine fundamentale Differenz zwischen menschlicher und maschineller Intelligenz dar.

Karger betont weiterhin die Wichtigkeit von „Trusted AI“ – vertrauenswürdiger Künstlicher Intelligenz – und die Notwendigkeit, robuste Systeme zu entwickeln, die transparent und nachvollziehbar sind. Er sieht die Zukunft in der Kombination symbolischer und subsymbolischer Verarbeitung, um die Stärken beider Ansätze zu nutzen und die Schwächen zu überwinden.

Abschließend wirft Karger einen optimistischen Blick auf die Zukunft und sieht in KI ein entscheidendes Werkzeug zur Bewältigung globaler Herausforderungen in Bereichen wie Bildung, Gesundheit, Mobilität und nachhaltiger Entwicklung. Er betont jedoch, dass maschinelle Intelligenz nur dann erfolgreich sein wird, wenn sie die menschlichen Werte und die soziale Intelligenz respektiert und ergänzt, anstatt zu versuchen, sie zu ersetzen.

Soweit zum Beitrag von Reinhard Karger, mit dem Sohn@Sohn Ende nächster Woche ein Interview führen. Wir wollen dabei auf folgende Aspekte eingehen: Wie gut ist Deutschland in der KI-Forschung und in der Anwendung und wie sieht es in Europa aus? Zudem wollen wir auch den Gastbeitrag von Professorin Monika Schnitzer in der FAZ aufgreifen:

Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, legt in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung dar, wie China im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) einen signifikanten Vorteil erlangt hat, der weitreichende Konsequenzen für den Westen birgt.

Schnitzer hebt hervor, dass chinesische Plattformen wie Alibaba und TikTok durch die Nutzung großer Datenmengen in ihrem Heimatmarkt ihre KI-Technologien verbessern und sich so erfolgreich auf dem globalen Markt positionieren konnten. Diese Entwicklung wird durch die Tatsache verstärkt, dass diese Unternehmen in China ohne die Konkurrenz westlicher Plattformen wachsen konnten.

Ein besonderes Augenmerk legt Schnitzer auf die Rolle von Überwachungstechnologie und deren Export durch chinesische Unternehmen. Sie weist darauf hin, dass insbesondere in Autokratien eine hohe Nachfrage nach solcher Technologie besteht, was chinesischen Anbietern ermöglicht, ihre Produkte zu verbessern und ihren Einfluss international auszubauen. Dabei festigt sich Chinas komparativer Vorteil in Überwachungstechnologien.

Schnitzer bezieht sich auf Studien, die zeigen, dass Autokratien von KI-Innovationen, insbesondere im Bereich der Überwachung, profitieren können. Chinesische Unternehmen sind daher in der Lage, ihre Überwachungssoftware in mehr als 80 Länder zu exportieren, was ihnen zusätzliche Daten und somit weitere Innovationsmöglichkeiten verschafft.

Für westliche KI-Unternehmen stellt diese Entwicklung eine Herausforderung dar, da sie nicht mit vergleichbarer staatlich geförderter Nachfrage rechnen können. Zudem betont Schnitzer die politische Brisanz des chinesischen Exports von Überwachungssoftware, da er dazu beiträgt, autokratische Strukturen in anderen Ländern zu festigen und den Einfluss Chinas international zu stärken.

Abschließend unterstreicht Schnitzer, dass diese Entwicklungen die Annahme infrage stellen, dass freier Welthandel automatisch zur Verbreitung liberaler Institutionen führt. Dies stellt keine guten Aussichten für die westliche Welt dar, insbesondere in Anbetracht der technologischen und politischen Machtverschiebungen, die durch Chinas Vorsprung in der KI-Entwicklung entstehen.

Da interessiert mich immer noch die Frage, wie gut China in Wirklichkeit ist, wenn man mal die Parteipropaganda der KP-China abzieht. Bei Haufe New Management bin ich darauf eingegangen:

Angeblich werden wir vom Reich der Mitte bei Digitalisierung, E-Mobilität und KI-Forschung überrollt. Da überschätzen Harhoff und der ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete Thomas Sattelberger die Innovationskraft der kommunistischen Staatsbürokraten in Peking. Das hat der Sinologie-Professor Daniel Leese bei einer Tagung der Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung gut zum Ausdruck gebracht. Es ging um Alexis de Tocqueville und den Meisterdenker der KP-China Wang Huning.

Der Modernisierungspfad sei eher die Schwäche des chinesischen Staates, sagt Leese: „Die Innovationskraft der Unternehmerinnen und Unternehmer entfaltete sich in einem eher schwachen regulatorischen Umfeld, die die Politik der 1980er und 1990er Jahre maßgeblich geprägt hat.“

Wir sollten uns vor dem Wettbewerb der politischen Systeme nicht fürchten. Zentralistisch miserabel gesteuerte Staatsbürokratien sind völlig ungeeignet für den Innovationswettbewerb.

Wer Internet-Unternehmer in den Knast steckt, kann wohl kaum innovativ sein. Staatsbürokraten wie der Diktator Xi Jinping sind wenig geeignet, Sprunginnovationen anzustoßen, zu planen oder am Markt durchzusetzen. Sie spionieren und schikanieren ihr Land eher mit Überwachungsterror und hausmeisterlich brüllenden Drohnen. Wir sollten uns vor dem Wettbewerb der politischen Systeme nicht fürchten. Zentralistisch miserabel gesteuerte Staatsbürokratien sind völlig ungeeignet für den Innovationswettbewerb.

Wir brauchen eine Politik, die Individualität, Partizipation und Ideen-Vielfalt fördert. Auf dem Zukunftstag Mittelstand in Berlin war das beim Thema Künstliche Intelligenz gut zu beobachten. Etwa beim Einsatz von semantischen Webanwendungen für die individualisierte Kundenkommunikation von Unternehmen. Oliver Gürtler, Leiter des Mittelstandsgeschäfts bei Microsoft Deutschland, hat das gut erläutert. ChatGPT als digitaler Concierge: Solche Innovationen gedeihen nur in einer liberalen demokratischen Ordnung.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit: Impulse von staatlicher Seite nötig #SZGipfel #SchubkraftTV

Live vom Nachhaltigkeitsgipfel der Süddeutschen Zeitung in München: Margret Suckale, Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG, und Benjamin Springub, Leiter von „Schubkraft“, tauschen sich aus. Ihre ersten Eindrücke? Beeindruckend. Sie beobachten eine Flut an innovativen und greifbaren Ideen, die sich von der üblichen politischen Rhetorik abheben. Unternehmen, die bereits auf dem richtigen Weg sind, stehen im Rampenlicht.

In einer Diskussionsrunde wurde deutlich, wie viel bereits in Bereichen wie Smart Meter, Energie und Gebäudeverwaltung erreicht wurde. Es gibt viel Bewegung im Markt, und die Herausforderung besteht darin, diese Innovationen den Kunden näher zu bringen. Die Telekom macht das bereits sehr gut, indem sie ihre Kunden dazu ermutigt, ihre Dienstleistungen und Services zu nutzen.

Die hier vorgestellten Beispiele zeigen, was alles möglich ist und wie wichtig Software und KI sind. All das trägt zur „Schubkraft“ bei. Die Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit geht Hand in Hand. Digitalisierung ist nicht die einzige Lösung, um nachhaltig zu werden, aber sie ist ein großer Bestandteil davon. „Schubkraft“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Entwicklung weiter voranzutreiben.

Vor drei Jahren hat die Telekom beschlossen, staatliche Fördermittel stärker zu nutzen und nutzbar zu machen. Das funktioniert gut und sowohl das Thema Nachhaltigkeit als auch die Digitalisierung profitieren davon. Es ist wichtig, Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammenzudenken und die Bedeutung von Echtzeit-Datenmanagement zur Optimierung der Energieversorgung zu erkennen.

Es gibt rund 2.500 Förderprogramme in Deutschland in Bund, Ländern und Kommunen. Das ist eine überwältigende Auswahl. Es ist gut, dass der Staat mit politischem Willen Entwicklungen vorantreibt, die Unterstützung benötigen. Es ist wichtig, dass Unternehmer ihre Bedenken überwinden und Fördermittel nutzen. „Es handelt sich nicht um Almosen, sondern um Investitionen in die Zukunft“, erläutert Springub. 

Auch in der Schwerindustrie gibt es viele Entwicklungen. Sie geht voran mit grünem Wasserstoff und verzichtet auf das klassische Reduktionsmittel.. Aber nur 18 Prozent der Unternehmen wissen von den Fördermitteln oder nutzen sie.

Von der staatlichen Seite und der Wirtschaftspolitik wünschen sich Suckale und Springub Impulse bei Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Sie glauben, dass Unternehmen ein intrinsisches Interesse daran haben, besser zu werden. Sie betonen auch die Notwendigkeit der Entbürokratisierung bei den Fördermitteln.

KI und Digitalisierung: Experten diskutieren das Potenzial für Nachhaltigkeit

In einer Podiumsdiskussion wurde das vertieft.. Die Teilnehmer waren Robert Jacobi von nunatak, Florian Lüft von envision und Benjamin Springub von der Telekom. Die Diskussion wurde von Alexandra Föderl-Schmid, stellvertretende Chefredakteurin der SZ, moderiert.

Das Hauptthema der Runde war die digitale Nachhaltigkeit. Laut einer Studie des Verbandes Bitkom können durch den verstärkten Einsatz digitaler Technologien bis 2030 40 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden, die Deutschland zur Erreichung der Klimaziele reduzieren muss.

Florian Lüft hat langjährige Erfahrung im Bereich Software und war auch im Sportbereich bei Bayern München tätig. Seit 2013 beschäftigt er sich auch mit dem Thema künstliche Intelligenz und ist einer der Gründungspartner von Invision digital, einem GreenTech-Unternehmen.

Robert Jacobi hat eine Vergangenheit bei der SZ und war dort für den Arbeitsmarkt zuständig. Er hat nun sein eigenes Unternehmen, nunatak, gegründet und ist Experte für digitale Transformation und Beratung.

Benjamin Springub ist Vice President Operations Development bei der Deutschen Telekom und hat Erfahrungen in den USA gesammelt. Er hat sich intensiv mit Business Studies beschäftigt und bringt seine Erfahrungen in die Diskussion ein.

Das Gespräch begann mit einer Umfrage, die zeigte, dass 73 Prozent der Unternehmen glauben, dass Nachhaltigkeit einen hohen strategischen Wert hat. 77 Prozent der Unternehmen sind der Meinung, dass Digitalisierung dabei hilfreich ist. Die Umfrage zeigt jedoch auch, dass 58 Prozent der Meinung sind, dass es noch mehr Wissen und Informationen zum Thema geben sollte.

Die Diskussionsteilnehmer waren nicht überrascht von den Ergebnissen der Umfrage. Sie betonten, dass Nachhaltigkeit mittlerweile für jeden offensichtlich sein sollte und nicht nur eine idealistische Vorstellung ist. Es wurde angemerkt, dass es wichtig ist, realistische Programme zu entwickeln, um Nachhaltigkeit und Wohlstand miteinander zu verbinden.

Ein weiteres Thema der Diskussion war die Frage, wie Unternehmen Zugang zu Förderprogrammen erhalten können. Die Experten unterstrichen die Bedeutung von Beratern, um Unternehmen bei der Suche nach den richtigen Förderprogrammen zu unterstützen.

Die Diskussion endete mit dem Appell an Unternehmen, sich stärker mit Technologie und Digitalisierung auseinanderzusetzen, um die Herausforderungen der Nachhaltigkeit zu bewältigen.

Klimaschutz braucht Ernährungswende: Sohn@Sohn-Adhoc-Sendung am 12.12., um 12 Uhr

Nirgendwo ist die Stellschraube für Klimaschutz gigantischer als bei unserem täglichen Konsum von Lebensmitteln: 70 Prozent der weltweiten Agrarfläche werden direkt oder indirekt für die Tierhaltung verwendet. Dabei liefern Tiere nur magere 20 Prozent der Nahrungsenergie.

Für 1 Kilogramm Rindfleisch entstehen 100 Kilogramm CO2, werden 130 Kilogramm an pflanzlicher Nahrung eingesetzt und 260 Liter Wasser verbraucht. In Deutschland verzehren wir rund 4,3 Milliarden Kilogramm Rindfleisch pro Jahr. Für Geflügel und Schweinefleisch sieht die Ökobilanz nicht viel besser aus. Klimaschutz ohne eine Ernährungswende wird nicht gelingen. Darüber sprechen wir 12.12.2023, um 12 Uhr mit Friedrich Büse.

Das Ganze wird im Multistream übertragen: LinkedIn, YouTube und Co.

Hier schon mal die Eventseite auf LinkedIn.

Neue Berufe in der digitalen Ära: Der Human Machine Integration Manager – Interview mit Miriam Meckel @mmeckel #ZukunftPersonal

Miriam Meckel, Mitbegründerin und CEO von ada Learning GmbH, einem Start-up für Weiterbildung in Technologie- und Zukunftskompetenzen, spricht über die Auswirkungen der generativen KI auf die Arbeitswelt. Live aus Köln Deutz, auf der Zukunft Personal, teilte sie ihre Einsichten.

Die Zukunft der Arbeit ist ungewiss. Studien prognostizieren, dass weltweit 300 Millionen Arbeitsplätze durch Automatisierung ersetzt werden könnten. Doch Meckel glaubt, dass nicht alles automatisiert, sondern angereichert wird. Sie sieht die Notwendigkeit, die Verbindung von menschlicher und künstlicher Intelligenz zu lernen und zu nutzen. Sie betont, dass jede Branche, mit Ausnahme einiger Handwerksberufe, von dieser Entwicklung betroffen sein wird.

Die Angst vor Arbeitsplatzverlusten ist real, aber Meckel weist darauf hin, dass neue Technologien auch neue Arbeitsplätze schaffen. Sie sieht die Chance, dass wir mehr Jobs haben werden, trotz der Arbeitsplätze, die wegfallen. Sie spricht von neuen Berufen wie „Human Machine Integration Manager“, die sich um die optimale Zusammenarbeit von menschlicher und künstlicher Intelligenz kümmern. Meckel diskutiert auch die Rolle der KI bei der Textbearbeitung und betont die Bedeutung der Individualität im Schreibstil. Sie sieht die KI als hilfreiches Werkzeug, das uns von unerwünschten Aufgaben befreien kann.

Die Entwicklung hin zu einer „Antwortmaschine“ sieht Meckel als positiv, aber sie hat Bedenken hinsichtlich der Kuration von Informationen. Sie betont die Bedeutung der menschlichen Fähigkeit, Informationen zu kuratieren und zu vergleichen. Meckel spricht auch über die Rolle der Originalität in der Datenproduktion und die Bedeutung von unerwarteten Inhalten und Wendungen für die Funktionalität des Systems. In Bezug auf die Technologietrends und das Verhältnis zwischen den USA und Europa sieht Meckel Europa im Rückstand. Sie kritisiert die mangelnde Initiative und Zusammenarbeit in Europa und Deutschland und fordert eine ehrlichere Herangehensweise. Meckel betont die Notwendigkeit einer konzentrierten Förderung und kritisiert die kleinteilige Herangehensweise in Deutschland. Sie fordert eine Bundesinitiative, die auf wenige, aber vielversprechende Projekte setzt.

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Was braucht Innovation? Umfrage zur Haufe-New-Management-Kolumne @Haufe_NMP

„Der unternehmerische Staat gedeiht nur mit Liberalität und Freiheit“, schreibe ich in meiner New-Management-Kolumne.  

Haufe startete daraufhin eine Umfrage und fragte nach den wichtigsten Voraussetzungen für Innovation. Ergebnis:

Freiheit und Demokratie (35%), Fachwissen und Expertise (34%) waren die häufigsten Antworten, gefolgt von psychologischer Sicherheit (26%) sowie einer guten Fehler- und Mutkultur.

Liege mit meiner These also goldrichtig 🙂

Das verdient doch Beifall. Anmelden und Applaus drücken auf der rechten Seite.

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Vom Höhlengleichnis bis zum MPU-Management: Wie bekommen wir eine bessere Arbeitswelt? #GallupStudie #Interviewvorbereitung #Notizzettel

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Am Nachmittag führe ich ein Gespräch mit Marco Nink zum aktuellen Gallup-Engagement-Index über die Arbeitszufriedenheit in Deutschland. Siehe auch: Innere Kündigung am Arbeitsplatz so hoch wie zuletzt 2012 – Nur jeder Vierte ist zufrieden mit dem direkten Vorgesetzten.

Ich verschiedene Plattformen bat ich um Anregungen für die Moderation. Sehr rege ging es auf LinkedIn zu.

Christian Thunig Profil von Christian Thunig anzeigen (Vorstand BVM) • 1.Managing Partner bei INNOFACT AG Marktforschung

Mir kommt es so vor wie das Höhlengleichnis von Platon: wann werden die Führungskräfte endlich in der Realität ankommen? Im Moment hat man das Gefühl, dass man permanent in Panels diese Themen mit großer Empathie diskutiert, aber in der Praxis kommt nichts an, obwohl die Erkenntnis hinlänglich vorhanden ist. Also wie können Führungskräfte die Wand zur Praxis durchbrechen und endlich die Themen im Sinne der Mitarbeitenden umsetzen?

Janina Kugel Profil von Janina Kugel anzeigen • Follower:inAufsichtsrätin, Advisor, Speaker, ehemalige CHRO

Mich würde mal interessieren, wieviele Unternehmen Ergebnisse wie Mitarbeiterzufriedenheit/ Kündigungszahlen usw. in ihrem Bonussystem für Führungskräfte berücksichtigen.

Dr. Lars Immerthal Profil von Dr. Lars Immerthal anzeigen • 1.Co-founder and Managing Partner

Klar ist das auch ein Thema von Führung, aber sicherlich nicht nur: Auch die Veränderung der Erwartungen, Vorstellungen und Ansprüche hinsichtlich des eigenen Arbeitsplatzes haben sich verändert.

Vielleicht auch jenseits von „Führungskräften“ und Mitarbeiterzufriedenheit nach dem gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Kontext fragen. Hier haben sich durchaus eine Menge an Verwerfungen und Vertrauensverlusten ereignet, die soziale Bindungen allgemein belasten.

Tobias Christmann-Knorn Profil von Tobias Christmann-Knorn anzeigen (He/him/bunt) • 2.Stadt- und Regionalentwickler

Dr. Lars Immerthal genau. Viele Erwartungen lassen sich gar nicht erfüllen, aber viele Unternehmen haben auch noch nicht begriffen, dass sie die Rahmenbedingungen verbessern sollten, um Personal zu gewinnen und zu binden.

Lutz Becker Profil von Lutz Becker anzeigen (he/him) • 1.Hochschule Fresenius Wirtschaft & Medien

Keine Frage, aber Gedanken. Hast Du nicht neulich geschrieben, dass Stress die neue Staublunge ist? Woher kommt der Stress? Du schreibst, dass mit steigender Bindung (psychological ownership?) die Burn-out Gefahr zunimmt. Wir sehen, dass Schrauben in der Prozesssteuerung gerade bei vermeintlich flachen Strukturen stark angezogen werden. Prozesse, die gut laufen, entziehen sich zunehmend dem Menschen (psychologische Kontrollbedürfnisse werden nicht erfüllt). Selbst, wenn sie schlecht laufen, kann der Mensch immer weniger oder gar nicht eingreifen. Handeln ist allenfalls dann gefragt, wenn der Prozess, von dem sich der Mensch längst entfremdet hat, völlig klemmt. Da es klemmende Prozesse per Definition möglicherweise gar nicht gibt, sind dafür keine Ressourcen vorgesehen. Hinzu kommen oft ungeeignete Führungskräfte. Habe gerade wieder einen Fall gehabt, wo sehenden Auges eine ungeeignete Führungskraft in ihrer Position bleibt, um diese zu schützen. Dafür wird massive Fluktuation stillschweigend hingenommen. In Zeiten des demographischen Wandels eine ziemlich irrsinnige Vorgehensweise. Auch selbst Ausbildung wird m. M. kaum reichen. In einer idealen Welt würde es vielleicht eine Art MPU für Manager:innen geben.

Bernhard Steimel Profil von Bernhard Steimel anzeigen • 1.Auf der Suche nach den digitalen Vorreitern im Mittelstand

Es wäre interessant zu erfahren bei welchen Unternehmen die Zuversicht und Zufriedenheit besonders hoch ist. Haben hier Familienunternehmen einen Vorteil?

Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an das #hrfestival auf der re:publica im Jahr 2017. Da war das schon auf der Agenda. Also Mitarbeiterzufriedenheit und die Rolle der Führungskräfte.

Blick hinter die Kulissen: Einmal geklickt, schon ist es da. Kaum jemand in Deutschland hat noch nie bei Amazon bestellt. Doch im Hintergrund ist alles weniger schön als es scheint: Ausbeutung und Big Brother-Gehabe sind beim Online-Giganten schon lange bekannt. Wie schlimm ist es wirklich?

Hörzeichen:

#TheBigNew: Man hört, sieht und streamt sich auf der Zukunft Personal #ZPSüd #ZPNord #ZPEurope

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren für die Zukunft Personal: Es geht um Nachhaltigkeit in all ihren Facetten, Digitalisierungsboom und die Weiterentwicklung der HR-Funktion – unter dem Motto „The Big New“.

Technologiewandel, neue Werte, globale Instabilität. Unternehmen schauen in eine Zukunft voller Herausforderungen. Und offener Fragen. Wie radikal müssen wir uns ändern? Die Art und Weise, wie wir denken. Wie wir arbeiten. Wie wir wirtschaften. Um relevant zu bleiben im rasanten Run um Innovation, um Kund:innen und Communitys, um Skills und Talente. Es geht darum, Neues zu gestalten und die Menschen noch näher zusammenzubringen – kollaborativ, kulturell, digital vernetzt. Es geht um „The Big New“.

„Mit unserem Leitmotiv wollen wir 2023 Lösungen und Trends erlebbar machen und den aktiven Dialog über neue Ansätze von HR und ihre Business-Potenziale fördern“, sagt Astrid Jaeger, Geschäftsführerin des Veranstalters spring Messe Management.

Frühjahrs-Kickoff: in Hamburg

Die Vorbereitungen sind schon im vollen Gang, die Messen sind bereits sehr gut gebucht. Am 18. und 19. April 2023 präsentieren führende Unternehmen in Hamburg auf der ZP Nord innovative Lösungen für HR der Zukunft. In allen relevanten Themenbereichen: Recruiting & Attraction, Operations & Services, Learning & Development, Corporate Health und Future of Work. Auch das Programm bietet jede Menge HR-Input – mit hochkarätigen Keynotes, Best Practices und interaktiven Formaten wie Workshops oder Learning Cafés. Neu in Hamburg: die Kamin-Lounge. HR-Expert:innen sprechen in intimer Atmosphäre über ihre Erfahrungen und tauschen sich persönlich mit der Community aus.

Die ersten Speakerinnen und Speaker auf der ZP Nord stehen fest und folgen dem diesjährigen Motto „The Big New“, wie Heike Riebe, Program Director der Zukunft Personal, erläutert: „Wir haben bei der Programmauswahl großen Wert darauf gelegt, Diversität, Inklusion und Business-Transformation auf unsere Bühnen zu bringen.“ Dafür stehen: Gazelle Vollhase (Recruiting und Diversity & Inclusion Partnerin bei idealo, die Tipps für eine diverse und inklusive Recruiting-Strategie gibt, sowie Frank Kohl-Boas (Personalchef des Medienverlags Zeit) und Silvia Wiesner (ehem. Managing Director Unilever Belgien und Luxemburg, Young Global Leader des WEF). Sie diskutieren darüber, wie Führungskräfte ihre Teams durch Krisen und Zeiten der Transformation führen können.

Unter dem Namen „Arbeitsschutz Smart Event“ treffen außerdem in einem eigenen Expo-Bereich aktuelle Themen zu modernem Arbeits- und Gesundheitsschutz auf die HR-Community. Innovative Lösungen und Produkte, Keynotes, Talks, zahlreiche Best Practices – für das Event im Event kooperieren ZP-Veranstalter spring Messe Management und der in Karlsruhe ansässige Veranstalter Hinte Expo & Conferences.

Die ZP Nord findet am 18. und 19. April 2023 in der Halle A1 der Hamburg Messe statt.

Infos zum Event und Ticketregistrierung finden Interessierte hier.  

Anfang Mai: ZP Süd in Stuttgart

Am 9. und 10. Mai 2023 trifft sich die HR-Community auf der ZP Süd in Stuttgart. Das heißt: zwei Tage Produktneuheiten und Trends der Arbeitswelt live erleben. Plus Austausch und Networking, interaktive Sessions und inspirierende Insights von erfahrenen HR-Expert:innen. Zu den Programm-Highlights zählen die Keynotes von Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg (Managing Director SRH Institut für Nachhaltiges Management, Gründerin, Zukunftsforscherin, LinkedIn Top Voice Nachhaltigkeit), welche in ihrem Vortrag anschaulich erklärt, was Future Mindset bedeutet und dass nur Unternehmen, die diese Eigenschaften bei ihren Führungskräften und Mitarbeitenden unterstützen und fördern, sich erfolgreich für die Zukunft aufstellen können.

„Die Employee Experience bilden wir mittlerweile perfekt ab, sowohl im Ausstellungs- als auch im Programmbereich. Dieses Jahr konzentrieren wir uns daher noch mehr auf die gesellschaftliche Transformation, die sich enorm auf die moderne Arbeitswelt auswirkt“, betont Jaeger.

Nahtlos integriert in das Themenportfolio der ZP Süd ist die frühere Stuttgarter Corporate Health Convention – mit vielen interessanten Ausstellern und umfangreichem Programm zu den Themen Corporate Health und Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Die ZP Süd findet am 9. und 10. Mai 2023 in der Halle 1 der Messe Stuttgart statt.

Die Ticketreservierung startet bald, Infos zum Event finden Interessierte hier.

Highlight im September: ZP Europe in Köln

Vom 12. bis 14. September versammelt sich die HR-Community unter dem Motto „The Big New“ auf der ZP Europe in Köln. Über 500 nationale und internationale Top-Speaker:innen, auf den Ausstellungsflächen die Branchenführer und Innovationstreiber – drei Tage lang im intensiven Austausch mit rund 20.000 Entscheider:innen. Kein anderes ExpoEvent in Europa verbindet die Themen und Menschen der HR-Welt enger miteinander, live und an einem Ort.

Die Themen der HR-Agenda von heute und morgen werden in spannenden Formaten und Specials diskutiert – mit hochkarätigen Expert:innen und branchenübergreifenden Vordenker:innen. Schon der erste von über 500 Speaker:innen in Köln verspricht außergewöhnliche Perspektiven: Veit Lindau, Buchautor, Coach und Businesspunk. Auch zwei bedeutende HR-Preise werden traditionell auf der ZP Europe vergeben: der HR Innovation Award und der Personalwirtschaftspreis.

Die ZP Europe findet vom 12. bis 14. September 2023 in den Hallen 4.1, 4.2 und 5.1 der Koelnmesse statt.

Infos zum Event finden Interessierte hier.

Das Team von Zukunft Personal arbeitet weiter mit Hochdruck am Programm der drei ExpoEvents ZP Süd, ZP Nord und ZP Europe. Und wird immer wieder neue Highlights präsentieren – per Newsletter, in den Social-Media-Kanälen von Zukunft Personal und auf der Community-Plattform ZP 365.

Ick freu mir.

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