Wie kann man KI und Machine Learning so konzipieren, dass die Systeme unvoreingenommen entscheiden #HRFestival #rp18 @SvenSemet

KI Zitat

Daten, die wir in Systeme der Künstlichen Intelligenz speisen, um sie zu trainieren, seien schon dermaßen vorkategorisiert und beinhalten Vorurteile, dass man nicht von neutralen Maschinen reden könne. Das sagte die Zukunftsforscherin Amy Webb auf dem Digitalfestival South by Southwest in Austin. Eine Lösung des Problems sei schwierig. Man müsse mehr auf Transparenz achten. Welche […]

über Abschied vom Schubladendenken im Personalmanagement durch den Einsatz von Systemen mit erweiterter Intelligenz #HRFestival #rp18 — Making of … IBM HR Festival

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KI, Macron, digitaler Masterplan und Fehlanreize durch Sonderwirtschaftszonen @th_sattelberger @digitalnaiv @axelopp #9vor9

Musste unsere heutige Vormittagssendung reparieren:

Man hört, sieht und streamt sich.

Kant, CSR und der Mut zur Transparenz in Unternehmen @HS_Fresenius

Im Aufeinandertreffen von Corporate Social Responsibility (CSR) und Marketing scheint Sprengstoff zu stecken. Wie verantwortungsvoll kann Marketing überhaupt sein? Diese Frage stellen Amit Ray, der im Studiengang Sustainable Marketing & Leadership das Modul Ethik vertritt, und Professor Lutz Becker in einem Beitrag für das von Chris Stehr zusammen mit Franziska Struve bei Springer herausgegebenen Band CSR und Ethik.

„Als Kantianer tue ich mich gerade mit utiliaristischen Ethiken schwer. Vieles von dem, was erfolgreich unter den Stichworten CSR oder Verantwortung verkauft wird, scheint mir jedenfalls eher dazu zu dienen, nicht-ethisches Verhalten zu legitimieren, statt in der Verantwortung auch eine Chance für Innovation und nachhaltiges Business Development zu sehen. Leider, so mein Eindruck, scheinen es auch Teile der Wissenschaft ihrerseits darauf anzulegen, fragwürdige Legitimierungsstrategien der Wirtschaft nochmals zu legitimieren“, so Lutz Becker.

Natürlich ist es nachvollziehbar, dass Marketing darauf abzielt, „alles in einem positiven Licht darstellen,“ wie Amit Ray sagt. Das ist natürlich das Selbstbild und die vordergründige Legitimation von Marketing. Anderseits sollte jedem klar sein, und da hat Amit Ray völlig Recht, dass „Unternehmen nicht zu 100 Prozent nachhaltig unterwegs sein können. Keine Firma kann das leisten.“ Wenn man sich aber positiver darstellt, als man zu leisten in der Lage ist, wird man schnell unglaubwürdig.

„Dass man nicht unbedingt einen Spagat zwischen Marketing und Verantwortung machen muss, zeigen wir anhand zweier Unternehmer, die wir als ‚atypisch‘ dem für uns wenig tragfähigen Narrativ des Ehrbaren Kaufmanns gegenüberstellen“, kommentieren Becker und Ray.

CSR – und zwar ganz im Sinne Kants – drückt sich vor allem in dem unternehmerischen Mut aus, rückhaltlose Transparenz zu wagen, so Becker und Ray. Dann kann man guten Gewissens den Kunden und den anderen Stakeholdern die Entscheidung, was verantwortlich ist und was nicht, selbst überlassen. Mit den beiden Autoren habe ich mich ausführlich unterhalten.

Verkauf von Daten: Fragen an @DeutschePostDHL und Antworten – “Bitte haben Sie Verständnis, dass wir darüber hinaus keine O-Töne dazu abgeben”

Laut Bams erfasst Post Direkt rund 20 Millionen Häuser mit rund 34 Millionen Haushalten.

Antwort der Post: Unsere Tochtergesellschaft vermarktet rund 46 Mio. Consumer-Adressdaten unter den Voraussetzungen des Ausnahmetatbestandes der transparenten Nutzung gem. § 29 BDSG. D. h. die Adressdaten werden nicht an das werbungtreibende Unternehmen übermittelt, sondern ausschließlich an Lettershops. Das werbungtreibende Unternehmen erfährt nicht, welche Adressaten angeschrieben werden.

Laut Broschüren-Text von Post Direkt können Parteien ihre Wählerpotenziale zielgenau lokalisieren und ansprechen. Wie zielgenau sind die Daten?

Deutsche Post Direkt verfügt über microdialog, eine mikrogeografische Datenbank, in der u.a. zur Vermeidung der Erfassung von Einzelpersonen auf der Basis von durchschnittlich 6,6 Haushalten geografisch festgelegte Mikrozellen gebildet werden. Die microdialog-Datenbank ist streng getrennt von anderen Datenbanken, die bspw. Adressdaten enthalten. In Kooperation mit der dimap GmbH wurden in Bezug auf die einzelnen Mikrozellen mögliche Parteienaffinitäten als Wahlwahrscheinlichkeitswerte aus den amtlichen statistischen Wahlergebnissen auf Stimmbezirksebene berechnet. Diese Berechnungen basieren ausschließlich auf der jeweils gesamten Mikrozelle und nicht auf einzelnen konkret bestimmbaren Wohnadressen.

Unter den 20 Millionen Häusern sind sicherlich auch Einfamilienhäuser. Wie werden diese Daten präsentiert?

Die Mikrozelle ist die kleinste aggregierte Raumbezugseinheit, welche die Anforderungen des Datenschutzes erfüllt. Demzufolge müssen Merkmale aus Mittelwerten von Echtinformationen gebildet werden, so dass sich ein Merkmal nie eindeutig einer einzelnen Person oder einem einzelnen Haushalt zuordnen lässt. Die Ableitung von Merkmalen erfolgt bei Deutsche Post Direkt für mindestens sechs und durchschnittlich 6,6 Haushalte. Die Größe einer Mikrozelle hängt bei microdialog von der Größe der einzelnen Gebäude ab. Besitzt ein Gebäude mindestens sechs Haushalte, so bildet das Gebäude eine eigene Mikrozelle. Besitzt ein Gebäude weniger Haushalte, erfolgt ein Zusammenschluss mit benachbarten Gebäuden.

Laut Broschüre besitzt Post Direkt Daten zu 85 Prozent aller Haushalte in Deutschland. Dazu zählen Angaben zu Kaufkraft und Bankverhalten. Wie ermitteln Sie diese Daten?

Die mikrogeografische Datenbank microdialog beinhaltet statistische Daten: soziodemografische, Konsum- und Strukturdaten sowie Informationen zu Gebiet und Region, zu bestimmten Branchen und Typologien zu Lebenseinstellungen. Die Daten werden auf Mikrozellebene mit durchschnittlich 6,6 Haushalten aggregiert. Mit Hilfe von Wahrscheinlichkeitsaussagen wird ermittelt, welche Zielgruppenmerkmale in der Mikrozelle vertreten sind. Ob diese statistischen Näherungswerte, z. B. in Bezug auf ein bestimmtes Kaufverhalten, tatsächlich auf Personen in der Mikrozelle zutreffen, ist unbekannt. Die microdialog-Datenbank enthält keinen Personenbezug und unterliegt nicht dem BDSG. Die mikrogeografischen Informationen sind streng von den Vermietsubstanzen getrennt. Insoweit erfolgt keine Speicherung von statistischen Wahrscheinlichkeitsaussagen zusammen mit personenbezogenen Adressdaten. Jeweils einmalig für den speziellen Kundenauftrag wird ausschließlich auf der Mikrozellebene eine Selektion durchgeführt und dieses Ergebnis dann mit den vorhandenen Adressdaten befüllt. Hieraus wird am Ende dieses Prozesses eine reine Adressdatei ohne weitere Merkmale erstellt. Die Selektion auf Mikrozellebene wird wieder gelöscht. Dabei sind die personenbezogenen und statistischen Daten sowohl von Deutsche Post Direkt als auch von dem werbungtreibenden Unternehmen stets getrennt voneinander zu speichern. D. h. ein Datensatz mit personenbezogenen Daten darf nicht gleichzeitig auch die statistischen Merkmale beinhalten. Die statistischen Informationen zur Kaufkraft stammen vom Statistischen Bundesamt. Die statistischen Daten zum Bankverhalten stammen von Marktforschungsunternehmen.

Was heißt denn Wohnsituation? Was heißt Wohnumfeld?

Dazu gehören statistische Strukturinformationen wie Straßentyp, Anteil Neubauten oder Kaltmiete.
Zudem werden Daten von Behörden hinzugezogen. U.a. vom Kraftfahrt Bundesamt und vom Katasteramt. Welche Daten ruft Post Direkt von diesen Institutionen ab?
Vom Kraftfahrtbundesamt stammen statistische Informationen wie PKW-Leistungsklasse und -Altersklasse, Motorraddichte, gewerbliche PKW und LKW. Auf Basis einer Kooperation mit der Bezirksregierung Köln vermarktet Deutsche Post Direkt Geokoordinaten, die ebenfalls keinen Personenbezug besitzen.

Wie werden diese Daten mit den 20 Millionen Häusern verbunden?

Die statistischen Daten der microdialog Datenbank liegen auf unterschiedlichen Aggregationsebenen vor (z. B. Straßenabschnitt) und werden in Bezug auf die einzelnen Mikrozellen (s. o.) berechnet. Mit Hilfe von Wahrscheinlichkeitsaussagen wird ermittelt, welche Zielgruppenmerkmale in der Mikrozelle vertreten sind. Ob diese statistischen Näherungswerte, z. B. in Bezug auf ein bestimmtes Kaufverhalten, tatsächlich auf Personen in der Mikrozelle zutreffen, ist unbekannt. Die microdialog-Datenbank enthält keinen Personenbezug und unterliegt nicht dem BDSG. Die mikrogeografischen Informationen sind streng von den Vermietsubstanzen getrennt. Insoweit erfolgt keine Speicherung von statistischen Wahrscheinlichkeitsaussagen zusammen mit personenbezogenen Adressdaten. Jeweils einmalig für den speziellen Kundenauftrag wird ausschließlich auf der Mikrozellebene eine Selektion durchgeführt und dieses Ergebnis dann mit den vorhandenen Adressdaten befüllt. Hieraus wird am Ende dieses Prozesses eine reine Adressdatei ohne weitere Merkmale erstellt. Die Selektion auf Mikrozellebene wird wieder gelöscht. Dabei sind die personenbezogenen und statistischen Daten sowohl von Deutsche Post Direkt als auch von dem werbungtreibenden Unternehmen stets getrennt voneinander zu speichern. D. h. ein Datensatz mit personenbezogenen Daten darf nicht gleichzeitig auch die statistischen Merkmale beinhalten.

Wie setzt sich eine so genannte Mikrozelle zusammen?
s.o.

Greift Post Direkt auf Datenbanken der Post zurück?

Die für die Deutsche Post geltenden Spezialvorschriften (Postdienste-Datenschutzverordnung) erlauben die werbliche Nutzung von Daten der am Postverkehr Beteiligten nur bei Vorliegen einer Einwilligung. Der Adressspezialist Deutsche Post Direkt vermarktet eigene, auf der Grundlage des BDSG zulässig erhobene Adressbestände; die Daten stammen nicht aus dem Postdienstleistungsbereich der Deutsche Post. Deutsche Post Direkt vermarktet personenbezogene Daten nach den Regelungen der §§ 28, 29 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) bzw. zukünftig auf Basis der Interessensabwägungsklausel gem. Art. 6 (1) f. DSGVO. Das BDSG und die DSGVO regeln u. a., unter welchen Voraussetzungen personenbezogene Adressdaten, z. B. Namen und Anschriften, erhoben, verarbeitet und zu werblichen Zwecken genutzt werden dürfen. Darüber hinaus vermarktet Deutsche Post Direkt statistische Daten, Geodaten, postalische Daten etc. ohne Personenbezug, die nicht in den Geltungsbereich des BDSG fallen. Die Tätigkeit der Deutsche Post Direkt ist bei der zuständigen Aufsichtsbehörde, dem Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW, angemeldet. Die Aufsichtsbehörde hat sich das Geschäftsmodell auch vor Ort bei der Deutsche Post Direkt vorstellen und erläutern lassen. Es erfolgten keine Beanstandungen.

Warum gilt hier die Opt-out-Regel und nicht Opt-in?

Das Bundesdatenschutzgesetz bezieht sich auf die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten. Mit dem Inkrafttreten der BDSG-Novelle am 1. September 2009 wurde die zuvor geltende Widerspruchslösung aufgehoben. Stattdessen ist grundsätzlich eine Einwilligung des Betroffenen erforderlich, wenn dessen Daten zu Werbezwecken verwendet werden. Es gibt einige Ausnahmen vom Einwilligungsvorbehalt, eine davon ist die sogenannte „Transparente Nutzung“, d. h. die Nutzung von Adressdaten zur Bewerbung fremder Angebote ist erlaubt, wenn aus dem Werbemittel die für die Nutzung verantwortliche Stelle hervorgeht: Der Empfänger des Mailings muss über die Möglichkeit des Werbewiderspruchs informiert werden. Aus dem Werbemittel muss zusätzlich hervorgehen, dass der Listeigner die für die Nutzung der Daten verantwortliche Stelle ist.

Soweit die Antworten der Post-Sprechers Dirk Klasen. Ein Live-Interview ist zur Zeit nicht möglich: “Bitte haben Sie Verständnis, dass wir darüber hinaus keine O-Töne dazu abgeben”, schreibt Klasen. Da gibt es wohl noch Diskussionsbedarf zur Verortung der Mikrozelle und vielen anderen Dingen. Habt Ihr Anregungen für Nachfragen?

Ich arbeite das jetzt durch und werde morgen oder übermorgen nachfassen.

#Microsoft Metamorphose: Was bleibt vom Hardware- und Konsumentengeschäft übrig? #9vor9 mit @axelopp und @digitalnaiv

Alte Zeiten

Microsoft hat am Gründonnerstag einen weitreichenden Konzernumbau mit einer Zweiteilung angekündigt. Ein Unternehmensteil soll sich auf Geräte und Nutzererlebnis fokussieren, während sich der andere Unternehmensteil wohl auf Cloud-Dienste und Künstliche Intelligenz (KI) spezialisiert.

Wir haben ja nun schon ein paar Metamorphosen erlebt. Kann sich noch einer an den Nokia-Deal erinnern? Sollte ja auf das Hardware-Konto einzahlen – ging aber daneben.

Jetzt habe Konzernchef Satya Nadella relativ schnell eingesehen, dass das Hardware- und Konsumentengeschäft zweitrangig ist.

Vor fünf Jahren hatten wir die Hardware-Euphorie relativ kritisch beleuchtet:

Was denkt Ihr? Wohin geht die Reise bei Microsoft?

Heute früh haben wir in unserer Dienstagssendung #9vor9 ein wenig spekuliert:

Siehe auch:

[NEWS VOM 29. & 30.3 ZUSAMMENGEFASST] MICROSOFT ORGANISIERT SICH NEU – WINDOWS IN DER CLOUD VERANKERN UND DIE KUNDEN MASSIV MIT MICROSOFT 365 AUS DER CLOUD BINDEN ?! [UND KOMMENTIERT]