Fast jeder zweite Mittelständler setzt auf Videokommunikation: Benutzerfreundlichkeit ohne dicke Handbücher gefragt

Mein neuer Kamera-Assistent
Mein neuer Kamera-Assistent

Beim Einsatz von Kommunikationstechnologien dominieren mit 83 Prozent beim Mittelstand gegenwärtig Audiokonferenzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Frost & Sullivan, die im Auftrag des ITK-Spezialisten Aastra erstellt wurde. Zwei Drittel der befragten Unternehmen widmen sich der Integration von Handys und Smartphones in die Unternehmenskommunikation – im Fachjargon auch Fixed Mobile Convergence (FMC) genannt. 63 Prozent setzen auf Systemen, die den Status der Erreichbarkeit anzeigen. Knapp jede zweite Firma hat das Thema Videokommunikation auf der Agenda. Gefragt sind Systeme, die auf das Konto Einfachheit und Kosteneffizienz einzahlen.

Kosten, Produktivität und Erreichbarkeit

Nach Angaben der befragten Vertriebspartner ist es für 74 Prozent der mittelständischen Kunden am wichtigsten, die Kosten zu senken – beispielsweise indem geringere Handy- oder Reisekosten anfallen. Ungefähr auf dem gleichen Niveau steht die Steigerung der Produktivität. Die Erreichbarkeit der Mitarbeiter ist für 71 Prozent relevant – etwa für mobile Mitarbeiter oder beim Einsatz von Remote-Systemen. Die bessere Anbindung von Homeoffice-Mitarbeitern ist für jedes zweite Unternehmen wichtig.

Insgesamt setzen klein- und mittelständische Unternehmen auf die sanfte Migration von Kommunikationslösungen, die über das Internet Protokoll laufen, bestätigen die Analysten von Frost & Sullivan. Die Integration von neuen Technologien müsse reibungslos verlaufen und die Lizenzkosten sollten nicht aus dem Ruder laufen.

Besonders offen für Unified Communication & Collaboration-Technologien sind IT-Firmen mit 83 Prozent, gefolgt von Dienstleistungsunternehmen mit 65 Prozent, Finanzdienstleistern (54 Prozent) und Industrie (43 Prozent). Die geringste Durchdringungsrate weisen Bildungssektor (29 Prozent) und die Hotelbranche (20 Prozent) auf.

Benutzerfreundlichkeit ohne dicke Handbücher

Die einfache Bedienbarkeit der Systeme sieht Aastra-Deutschlandchef Jürgen Signer als das wichtigste Kaufkriterium der Geschäftskunden seines Unternehmens.

„Was sich unter der Haube abspielt, ist die Sache unserer Entwickler und darf den Anwender nicht belasten“, sagt Signer.

Man braucht deshalb Menschen, die sich in unterschiedlichen Welten bewegen können. Entsprechend wichtig sei das Design der Benutzeroberfläche. Einfachheit sei ein unschlagbares Verkaufsargument, bestätigt Marketing-Experte Günter Greff. Ausführlich im Smarter Service-Blog nachzulesen.

Wie man Videokommunikation via Livestreaming in der Unternehmenskommunikation einsetzen kann, ist Thema unserer Bloggercamp.tv-Sendung am nächsten Mittwoch:

Wer mit uns neue Webinar-Formate mal ausprobieren möchte mit neuen Diensten, Produkten, Projekten oder Service-Konzepten, sollte sich bei Hannes Schleeh oder mir melden.

Siehe auch:

ÜBER DIE KUNST DES DISTANZ-MANAGEMENTS.

Warum Unternehmen eine erweiterte Medienkompetenz benötigen und zum #StreamCamp14 kommen sollten.

Vom Nutzen des Störenfrieds – Top-Management in Deutschland mit Schafen im Wolfspelz

Störenfried mit Superkräften oder doch eher Spargel-Tarzan?
Störenfried mit Superkräften oder doch eher Spargel-Tarzan?

Warum der Cebit Störenfriede guttun, habe ich in zwei Beiträgen näher erläutert. Etwa in meiner The European-Kolumne und hier im ichsagmal-Blog. In meinen Recherchen bin ich dabei auf ein interessantes Gespräch zwischen dem Soziologen Dirk Baecker und dem ehemaligen Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger gestoßen, veröffentlich in der sehr lesenswerten Zeitschrift „Revue – Magazine for the Next Society“. Beide haben die Notwendigkeit des Störens sogar auf die gesamte Wirtschaft bezogen – aus gutem Grund. Das ist ein probates Mittel für schwerfällige Unternehmen, um aus verkrusteten Bahnen auszubrechen und einen neuen Erfindergeist aus der Pionierzeit ihres eigenen Erfolges wieder zu entdecken. Was Konzerne wie Telekom, SAP und Co. umtreibt, sind letztlich Effizienzinnovationen:

„Also immer besser, schneller, höher, weiter – aber halt mehr vom Selben“, kommentiert der ehemalige Telekom-Vorstand Thomas Sattelberger.

Die reine Effizienz-Denke, die auch in Konzernen der Autoindustrie vorherrscht, konnte dann aber nicht verhindern, dass ein Wettbewerber wie Toyota auf diesem Feld noch ein Stückchen besser ist. Vielleicht liegt es an unserer traditionellen Ausbildung der Ingenieure und der Dominanz der vertrockneten Betriebswirtschaftslehre, die zur Monotonie im Denken beitragen. Manager zelebrieren sich in der Aufrechterhaltung von Routinen, meint Sattelberger.

Es sind in der Mehrheit eher Schafe im Wolfspelz. Umgekehrt wäre es besser, da nur Wölfe in neuen Territorien streunen. Die reale Welt funktioniere anders als das gesprochene Wort des Top-Managements suggeriert, betont Sattelberger.

„Was macht die deutsche Telekom angesichts des hochprofitablen Siechtums im Mobilfunk und Festnetz? Was macht die deutsche Automobilindustrie mit der Einsicht, dass ihr Profit weitgehend von den Launen der ‚neuen Reichen‘ in Südamerika oder Asien abhängt? Da versagen die Firmen auf ganzer Linie.“

Insofern braucht das satte und arrivierte System viele kleine Störenfriede, die den alten Säcken auf die Nerven gehen und sie herausfordern. Honoratioren, die sich in der Pracht ihrer eleganten Dienstwagen suhlen und von der Protzigkeit ihrer eingebauten Turbotechnik ganz besoffen sind, können sehr leicht von den anarchischen Geisternder Netzszene demontiert und entlarvt werden. Wer in Seilschaften von Davos bis Brüssel im eigenen Saft herum mauschelt, verliert die Kraft für Neues.

Hacker, Blogger und Gründer als Verbündete

Eine große Chance für den nach wie vor lebendigen Mittelstand in Deutschland, Allianzen mit Hackern, Bloggern und Gründern einzugehen, Raum für Projektemacher zu schaffen, Nährboden für Startups zu bilden und Hotspots für verrückte Ideen ins Leben zu rufen, in denen geniale Konzepte für das nächste große Ding gedeihen. Das zählte zum Credo meines kleinen Cebit-Auftritts.

Von den Schnöseln im Dreireiher mit Einstecktuch ist das nicht zu erwarten. Die liebwertesten Gichtlinge der Deutschland AG verhandeln gerade über die Größe ihres nächsten Dienstwagens oder streiten über die Höhe der Abfindung ihres Fünfjahres-Vertrages. Gleiches gilt übrigens für viele Marketing-Fuzzis, die sich cool und smart in der Social Media-Szene tummeln. Ihr Targeting-Geschwalle bringt nicht einen guten Gedanken zum Vorschein. Die hemdsärmeligen und direkten Hacker sind mir da lieber.

Wir hören und sehen uns spätestens im nächsten Jahr auf der Cebit bei einem Sonderprogramm von Bloggercamp.tv mit dem Schwerpunkt “Blogger, Hacker, Gründer und die Transformation der Wirtschaft”: Klassik trifft dort real auf Tech-Revoluzzer.

Vielleicht auch ab sofort ein schönes Format, um die vernetzte Ökonomie neu zu denken. Hättet Ihr Lust auf einen Sofortstart? Meldet Euch einfach, um illustre Gesprächsrunden virtuell auf die Beine zu stellen.

Siehe auch:

Die CeBIT ist nicht die SXSW – und das ist auch gut so! Oder: Wer Äpfel mit Birnen vergleicht.

Mal schauen, ob Gesche Joost als Internet-Botschafterin der Bundesregierung genügend Störenfried-Potenzial besitzt oder brav ihre Meetings absolviert.

Im Bundestag klappt es wohl nicht.

Neuer Gründergeist: Hacker, Blogger und Startup-Unternehmer auf der #Cebit

Stativ-Innovation für Tablets
Stativ-Innovation für Tablets

Auf Twitter hat angeblich die Computermesse Cebit im Laufe der vergangenen Woche einiges an Kritik ertragen müssen. Das berichtet zumindest die FAZ in ihrer heutigen Ausgabe. Im Jahre 2001 und danach seien die Züge von der Cebit zurück nach München laut und voll gewesen, schrieb ein Nutzer. Heute seien sie dagegen ruhig und leer.

„Du weißt, dass die Cebit ihren Zenit überschritten hat, wenn der ICE aus Frankfurt nicht mehr in Laatzen hält“, teilte ein anderer mit.

So unterschiedlich können die Eindrücke sein. In den vergangenen Jahren hat mich die Cebit immer mehr genervt. Wirkliche Trendthemen konnte man dort nicht mehr erkennen. Also schränkte ich mein Besuchsprogramm auf einen einzigen Tag ein. Ende der 90er Jahre war das noch ganz anders. In diesem Jahr hab ich mich über den einen Tag geärgert. Denn es herrscht ein neuer Geist auf der Cebit. Das liegt in erster Linie an den Bloggern, Hackern und Gründern, die immer mehr die Hallen durchfluten und nicht nur irgendwo als Alibi in irgendeinem Hallen-Eckchen als Exoten präsentiert werden.

Techlounge von Mobile Geeks. Moderations-Marathon von Sascha Pallenberg
Techlounge von Mobile Geeks. Moderations-Marathon von Sascha Pallenberg

Da gab des die Blogger-Hütte von Intel in Halle 17 mit der legendären Tech-Lounge von Mobile Geeks und vielen Blog-Freunden, die dort fast die gesamte Messezeit täglich berichteten. Da gab es in Halle 6 das space:d mit zweitägigem Hacker-Barcamp und Hackathon am letzten Messetag und spannenden Technik-Experimenten mit Google Glass, Lego, iBeacon und vielen anderen Hardware- und Software-Komponenten.

Social Media-Utopien im Mittelstand
Social Media-Utopien im Mittelstand

Da gab es Mittelstandsrunden, die offen und kontrovers über Social Media-Utopien disputierten (Achtung, Eigenlob).

Da gab es ein Konferenzprogramm mit interessanten und kritischen Analysen zur NSA, spannende Ausführungen zur Neuorientierung der Industrie (Stichwort: Abschied von der klassischen Massenfertigung) und natürlich der fulminante Auftritt von Apple-Mitgründer Steve Wozniak mit herrlich zugespitzten Statements zu den Überwachungsorgien seines Landes, zur Zukunft von Apple und zu seinen technologischen Leidenschaften:

Und dann gab es ja noch die Halle 16 unter dem Titel Code_n – der Hotspot für Startup-Unternehmen, die sich von den üblichen Langweiler-Themen wie ERP oder CRM abheben, so die treffende Analyse von Torsten Jensen, Vorstandschef von Asandoo:

„ERP oder CRM hat doch schon jeder. Wir interessieren uns für die Frage ‚What’s next.“

Hotspot für Gründer
Hotspot für Gründer

Die klassischen Netzbetreiber und IT-Spezialisten summen an ihren Messeständen immer das gleiche Lied. In Halle 16 war das anders.

Cebit

„Die Messegesellschaft hat das erkannt und arbeitet eng mit dem Bundesverband Deutscher Startups zusammen, um sich das Wissen der Gründer in die Cebit zu holen. Man sieht es auch an Pilotprojekten wie space:d, die als Hacker-Plattformen großen Anklang fand“, so Jensen.

Das Konzept ist richtig und sollte in Zukunft noch konsequenter verfolgt werden – als Querschnitts-Thema der Cebit. Klassik trifft Tech-Revoluzzer. Die Konzentration auf Fachbesucher ist nach meiner Einschätzung aufgegangen, insofern ist der Rückgang auf 230.000 Besucher mit den Vorjahren nicht ganz vergleichbar. Bei der Akkreditierung von Bloggern sollte die Messe-Gesellschaft allerdings etwas lockerer werden.

Mein ICE-Zug war auf der Rückfahrt nach Bonn übrigens proppe-voll – nur im Speisewagen fand ich noch ein kuschliges Plätzchen.

Im nächsten Jahr werde ich wieder einige Tage mehr einplanen. Vielleicht macht das Bloggercamp.tv-Team (also Hannes Schleeh und icke) während der Cebit ein Sonderprogramm mit dem Schwerpunkt „Blogger, Hacker, Gründer und die Transformation der klassischen Wirtschaft“. Mit einem gut ausgestatteten Studio und Sponsoren, die so etwas finanzieren würden.

Siehe auch:

Datability, iBeacons und Landtechnik – CeBIT 2014.

Social Media auf der CeBIT 2014?

Noch mehr Fotos hier.

Panoramablick in Halle 16 von Hannes Schleeh.

Update:

CeBIT 2014 – Relaunch geglueckt? Ein Kommentar.

CeBIT 2014: Das war die t3n-Bloggertour.

Digitalisierungspolitik der #GroKo mangelhaft: Booz-Technologieexperte rechnet mit Wachstumsverlusten

In der Digitalisierungspolitik fehlt der GroKo wohl der Durchblick
In der Digitalisierungspolitik fehlt der GroKo wohl der Durchblick

ichsagmal-Interview mit Dr. Roman Friedrich von Booz & Co. zur Digitalen Agenda der GroKo.

Bericht zum Interview folgt.

Das Morgen der #GroKo sieht nach gestern aus – Baulärm statt digitale Agenda

Sumokatze statt #GroKo
Sumokatze statt

Der Sound des Koalitionsvertrages von Union und SPD heißt „Baulärm“. So sieht es zumindest die Zeit:

„Renovierung der Straßen und Städte, Bau von Windrädern und modernen Gaskraftwerken, Wärmedämmung, Glasfaserkabel.“

Die GroKo mache Sachen zum Anfassen und Draufhauen. Dieses Morgen der neuen Regierungspolitik sieht nach gestern aus. Klassische Industriepolitik, auch wenn in jedem Kapitel des prosaischen Werkes ein wenig Digitales aus den Seiten rieselt. Ein roter Faden für eine digitale Agenda ist nicht zu erkennen. Eher spiegelt das Koalitionsmärchenbuch die Machtansprüche von CDU, CSU und SPD beim Gerangel um Ministerposten und Ressortverantwortlichkeiten wider.

Wo das hinführt, konnte man in der Vergangenheit bei den Bund Online-Aktivitäten erkennen. Es waren Totgeburten. IT-Kuddelmuddel. Die notwendige Kooperation der Ministerien scheiterte an dem Gezerre um Zuständigkeiten, Kompetenzgerangel oder schlichtweg an lethargischen Oberamtsräten. Da können noch so viele Internet-Kompetenzzentren oder Internet-Institute ins Leben gerufen werden. Es steigert einzig und allein die Gier nach Planstellen, um sich für die Organigramme aufzuhübschen, die dann irgendwann nach der Regierungsbildung im Behördenspiegel erscheinen – doppelseitig abgedruckt. Besonders eifrig ist die CSU mit ihrem Innenminister Friedrich bei der Aufrüstung der Sicherheitsbehörden im so genannten „Cyberkrieg“. Da lässt man es so richtig krachen – mit neuem Personal, lukrativen Berateraufträgen und einer opulenten Einkaufsliste für das Beschaffungsamt.

Die Horror-Märchen von der drohenden Netz-Apokalypse bringen zwar kein schnelles Internet und stellen keine Weichen für die digitale Transformation, sie nähren aber ein Kartell von Sicherheitsberatern und Softwarefirmen, um sich gegenseitig Gruselgeschichten über Killerviren zu erzählen oder sich in martialischer Pose im Cyber-Abwehrzentrum ablichten zu lassen. Man züchtet ein Biotop mit einer paranoid anmutenden, extrem hermetischen Gedankenwelt, so Thomas Knüwer.

Industriepolitisch wäre Baulärm beim Glasfaser-Ausbau eine gute Sache. Aber den wird es nicht geben. Da lag der Zeit-Redaktion wohl die Montagsversion des Koalitionsvertrages vor, die ich am Dienstagabend durchgeackert habe:

„Bis zum Jahr 2018 soll es in Deutschland eine flächendeckende Grundversorgung mit mindestens 50 Mbit/s geben. [Zur Umsetzung dieser Ziele wollen wir die dafür notwendigen privaten Investitionen für den Breitbandausbau um einen Förderbetrag des Bundes in Höhe von einer Milliarde Euro pro Jahr ergänzen.]“

Die eckigen Klammern hätten mich wachsamer machen müssen. Dieser Satz ist in der Endfassung rausgeflogen. Falk Steiner hat gestern darauf hingewiesen, dass im Vertrag keine finanzielle Zusagen gemacht werden. Stattdessen will die Koalition nur “rechtliche Rahmenbedingungen” schaffen, um den Ausbau zu ermöglichen.

Bezahlen sollen andere.

Hier wird die digitale Radio Eriwan-Politik der GroKo am deutlichsten. Um das milliardenschwere Investitionsvolumen für den Ausbau des neuen Mobilfunkstandards LTE und Glasfasernetze aus den Überschüssen finanzieren zu können, müsste es den Netzbetreibern schnellstmöglich gelingen, den zunehmenden Datenverkehr in Umsätze zu verwandeln. Und genau das gelingt nicht. Das Geschäft machen Google, Apple und Co. Wird die Netzneutralität gesetzlich im Telekommunikationsgesetz verankert, wie es im Koalitionsvertrag steht, verharren die Netzbetreiber in ihrer selbst erschaffenen Flatrate-Falle. Deshalb muss der Staat investieren und sogar die verfassungsrechtlichen Grundlagen für die Notwendigkeit eines schnellen Internets schaffen – es geht um ein Gebot der Grundversorgung.

Es gibt eine Korrelation zwischen Digitalisierung, Netzausbau und Arbeitsplätzen – übrigens auch in der von der Großen Koalition so geliebten Industrie:

„Das Internet der Dinge oder der intelligenten Objekte ist schon lange keine Fiktion mehr. Derzeitig gibt es rund zehn Milliarden Verknüpfungen zischen Maschinen und Produkten. Bis 2020 liegen wir nach Prognosen von Cisco bei 50 Milliarden Gegenständen. Diesen anschwellenden Datenstrom können wir nur bewältigen, wenn wir bereits jetzt konsequent in den Breitbandausbau investieren. Ansonsten können wir in Deutschland die Früchte unserer Grundlagenforschung und Innovationen der vierten industriellen Revolution nicht ernten“, weiß Harvey Nash-Chef Udo Nadolski.

Der Koalitionsvertrag verpasst aus Sicht des Bundesverbandes IT-Mittelstand (BITMi) die Chance, den notwendigen digitalen Aufbruch einzuleiten.

„Es ist äußerst bedauerlich, dass die eine Milliarde Euro für den Breitbandausbau sowie die für den IT-Mittelstand sehr wichtige steuerliche Forschungsförderung in letzter Minute gestrichen worden sind. Die Prioritäten der großen Koalition sind leider falsch“, beklagt BITMi-Präsident Oliver Grün.

Lust auf Interviews zur digitalen Agenda der GroKo? Dann direkt bei mir melden.

Siehe auch:

Thema Netzpolitik – da wäre mehr möglich gewesen.

Koalitionsvertrag: Keine Netzneutralität aber Neutralität bei Suchergebnissen?

Pfeifen im Walde oder: So viel Digitales war noch nie!

Fahndung nach Kanzlerinnen-Handy: Hochsicherheits-Rätsel #merkelphone

Merkel-Hangout-Mashup 2

So schnell kann sich die Tonlage ändern. Anfang Oktober verzückte uns noch die Düsseldorfer Firma Secusmart mit der Pressemeldung “Kanzlerhandy auf der Erfolgsspur”. Man überschlug sich mit Superlativen, wie es bei 99 Prozent solcher Verlautbarungen üblich ist. Den liebwertesten Gichtlingen von Secusmart gab ich noch die Empfehlung mit auf den Weg, die Schönwetter-Schreibweise etwas zu korrigieren und zumindest die Überschrift zu überdenken. Es müsste doch Kanzlerinnen-Handy heißen oder einfach “Handy der Kanzlerin”.

In dem von mir etwas ironisch kommentierten Text steht etwas von den “führenden Experten” auf dem Gebiet der mobilen hochsicheren Sprach- und Datenkommunikation. Und es bekommt ja fast schon eine bescheidene Note, wenn sich so ein Laden mal nicht zu den “weltweit führenden Anbietern” rechnet.

Das Wundergerät ist übrigens das weltweit führende Blackberry 10. Nun habe ich die Pressestelle von Secusmart einfach mal angerufen und nachgefragt, ob denn die Kanzlerin das Hochsicherheitshandy einsetzt. Die Tonlage der Unternehmenssprecherin entsprach heute früh nicht mehr der Euphorie vom 1. Oktober. Man wisse nicht, ob die Kanzlerin das gepriesene Handy verwendet und welches Handy von der noch unbestätigten NSA-Abhöraktion betroffen ist. Auch Meldungen, wonach es der NSA gelungen sei, die SMS-Kommunikation auf Blackberry-Geräten abzusaugen, kommentierte die Sprecherin relativ knapp – wahrscheinlich Sprachregelung xyz: SMS-Kommmunikation sei Teil der Hochsicherheits-Technologie. Ich möge doch auf die Stellungnahme des Unternehmens warten und meine E-Mail-Adresse angeben. Das tat ich und warte gespannt auf eine Pressemitteilung, die diesmal wohl etwas nüchterner ausfallen wird.

Siehe auch:

Transatlantische Freundschaft und das Merkelphone.

Kanzler-Handy im US-Visier? Merkel beschwert sich bei Obama.

Moderatoren für virtuelle Gesprächsräume: Unternehmen brauchen Medien- und Inszenierungskompetenz

Bloggercamp.tv-Session mit dem Fraunhofer-Institut
Bloggercamp.tv-Session mit dem Fraunhofer-Institut

Zwei Drittel unserer Büroarbeitszeit bestehen aus Kommunikation – Gespräche mit Kollegen, Telefonate, Sitzungen, E-Mails, Berichte, Memos, Flurfunk und immer stärker auch Videokonferenzen.

„Das ist ein recht stabiler Wert, den wir in unseren Umfragen ermittelt haben. Und häufig entsteht der Vorwurf, dass man ja nicht nur kommunizieren, sondern auch ‚schaffen’ müsse. Dabei ist Kommunikation doch Arbeit und sollte technisch, organisatorisch und didaktisch professionalisiert werden“, fordert Dr. Josephine Hofmann vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation im Bloggercamp.tv-Interview.

Kommunikationskompetenz sei aber in fast allen Unternehmen und in der Management-Ausbildung ein eher unterbelichtetes Thema.

„Eine erweiterte Medien- und Inszenierungskompetenz wird nicht vermittelt. Das sollte aber die gleiche Relevanz bekommen wie die Technologie“, so die Erkenntnis von Hofmann.

Fraunhofer moniert die mangelhafte Schulung. Dieses Thema gehöre dringend auf die Agenda der Personalabteilungen. Man benötige jetzt vor allem ein Verständnis für visuelle Medien, um die Vorteile der Videokommunikation voll auszuspielen. In virtuellen Gesprächsräumen müsse anders moderiert werden. Hofmann spricht von virtuellen Führungsfähigkeiten in neuen Team-Konstellationen, die sich aus der Zusammenarbeit in einer virtualisierten Welt herauskristallisieren.

Bei der Videokommunikation könne über die Moderatoren-Rolle die Interaktion in Unternehmen beflügelt werden. Über E-Mail und Telefon dominiere die klassische Arbeitsteilung:

„Es ist sehr mühsam, über einen reinen Audiokanal zu diskutieren. Teilnehmer gehen auf Tauchstation, beschäftigen sich mit anderen Dingen oder sind genervt. Als Moderator hat man keine Chance, dagegen etwas zu machen oder auf die Stimmungslage einzugehen“, berichtet Hofmann von den Ergebnissen einer Vergleichsstudie ihres Instituts.

Am Ende benötige man eher wieder einen Kommando-Stil, um überhaupt Ergebnisse zu erzielen. Bei audiovisuellen Gesprächen sei das anders. Man komme zwar nicht schneller zu Arbeitsergebnissen, aber die Qualität ist wesentlich besser.

Als Hemmschuh für die Popularisierung der Videokommunikation sieht Hofmann die Fehler der Vergangenheit und die Reduktion der Vorteile auf die Einsparung von Reisekosten.

„Die Technik war schwerfällig, unzuverlässig und stand häufig nur in der obersten Chefetage, wo sich keiner hinwagte. Zudem war man froh, wenn ein IT-Mitarbeiter um die Ecke schaute, der das Ganze aktivieren und regeln konnte. Einen spontanen Einsatz gab es nicht. Systeme, die man nicht regelmäßig im Arbeitsalltag nutzt, setzen sich nicht durch“, sagt Hofmann.

Und diese Zeit sei noch gar nicht so lange her. Die Stabilität, Nutzerfreundlichkeit und Integrationsfähigkeit seien wichtig, um Videokommunikation am Arbeitsplatz zu etablieren. Auch die Belastung der Unternehmensnetze müsse geklärt werden, sonst scheitert man am Widerstand der CIOs.

Zu den Fraunhofer-Studienergebnissen siehe auch: Unternehmenskommunikation – Video schlägt Telefon und E-Mail.

Auf der Suche nach Einfachheit: Videokommunikation für den Mittelstand

Mit der Frage der Moderatorenrolle in virtuellen Gesprächsräumen sollte sich auch das StreamCamp beschäftigen – es geht eben nicht nur um Technologie!

Zum Nokia-Deal: Kann Microsoft überhaupt Hardware?

Heiter scheitern

Kürzlich haben wir uns noch mit dem StreamCamp-Mitorganisator Mark Kreuzer über die Neuausrichtung von Microsoft unterhalten und nun elektrisiert die Nachricht vom Kauf der Nokia-Smartphone-Sparte die Nachrichtenwelt.

Hannes Schleeh ging in seinen Spekulationen über die Zukunft von Microsoft so bei Minute 32 in diese Richtung – Mark schüttelte den Kopf und sagt entschieden „Nee“. Ich selbst bin fest davon überzeugt, dass der Redmond-Konzern auch mit dem Kauf von Nokia nicht in die Spur kommt. Microsoft zeigt nicht nur beim Hardware-Geschäft eklatante Schwächen. Steve Jobs hat das mal am Beispiel des gescheiterten Music-Players Zune scharfzüngig kommentiert:

„Der Zune war beschissen, weil die Leute bei Microsoft nicht besonders viel für Musik oder Kunst übrig haben, anders als wir. Wir haben uns durchgesetzt, weil wir Musik lieben. Wir haben den iPod für uns gemacht, und wenn man etwas für sich macht oder für den besten Freund oder die Familie, dann produziert man keinen Schrott.“

Die Hardware-Strategie von Microsoft stockt bislang. Die Abschreibungen auf dem Tablet Surface (gut 900 Millionen Dollar) seien bislang höher als die Umsätze (rund 853 Millionen Dollar), die Microsoft seit dem Verkaufsstart im vergangenen Oktober damit erzielt hat. Apple machte mit seinem iPad allein im vergangenen Quartal einen Umsatz von 6,4 Milliarden Dollar.

Mit Nokia wird sich das bessern. Aber wie entwickelt sich das Verhältnis zu den Partnerherstellern? Die sind gleichzeitig Konkurrenten und sie müssen Microsoft auch noch das Windows-Betriebssystem bezahlen, wodurch die Geräte teurer und dadurch schwerer verkäuflich sind. Googles Android ist gratis.

Nun ja. Abgerechnet wird zum Schluss. Im August des nächsten Jahres wollen wir ja unser Streitgespräch wiederholen und unser Prognosen überprüfen.

Siehe auch:

IT-Übernahme: Microsoft kauft Nokias Smartphone-Geschäft.

Erinnert sei noch an die Jubelchöre zur Vorstellung von Windows 8 – die ich damals schon recht diskussionswürdig fand.

Lahmes Internet, merkwürdige Nachfragetheorie und schuldige Verbraucher

Wir drehen Däumchen beim Breitbandausbau
Wir drehen Däumchen beim Breitbandausbau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für das lahme Internet in Deutschland sind nicht die Bundesregierung oder die Netzbetreiber verantwortlich, sondern die miesepetrigen Verbraucher, die einfach nicht genug schnelles Internet nachfragen.

So interpretiere ich jedenfalls das gebetsmühlenartig vorgetragene Argument von Telcos und Politik als Rechtfertigung für den schwachen Breitbandausbau in Deutschland.

Jetzt hat das Ifo-Institut im Auftrag des Bundeswirtschaftsministerium in die gleiche Kerbe gehauen.

70 Prozent aller Internetanschlüsse in Deutschland weisen eine Zugangsgeschwindigkeit von nur 6 Mbit/s oder weniger auf, und lediglich 10 Prozent der Haushalte mit Internetanschluss haben eine Leitung mit 16 Mbit/s.

„Auch wenn in ländlichen Gebieten die Verfügbarkeit von schnellen Breitbandanschlüssen sicher noch zu wünschen übrig lässt, zeigt dies, dass ein Großteil der Bevölkerung hohe Anschlussgeschwindigkeiten verhältnismäßig wenig nachfragt“, erklärt Prof. Dr. Oliver Falck, Stellvertretender Leiter des ifo Zentrums für Bildungs- und Innovationsökonomik.

Des Weiteren sei auch das Datenvolumen pro Nutzer nicht in dem Maße gestiegen wie erwartet – warum drosselt dann die Telekom die Internetanschlüsse? Bei leitungsgebundenen Internetanschlüssen lag es in den vergangenen Jahren bei 12 Prozent, die prophezeite Explosion im Datenverkehr pro Nutzer lässt also weiterhin auf sich warten.

Ein ähnliches Bild zeige sich angeblich im Mobilfunk.

„Auch dort ist die Nachfrage nach den schnellen LTE-Tarifen eher verhalten. So verfügt zwar die Hälfte der Haushalte an ihrem Wohnort über LTE-Netzabdeckung, aber die Zahl der LTE-Kunden beträgt gerade mal 1,12 Millionen, bei aktuell 40 Millionen Nutzern mobiler Datendienste“, so das Ifo-Institut.

Eine Erklärung für die geringe Nachfrage sei, dass noch zu wenige überzeugende Anwendungen für Nutzer existieren. Der Blick auf die Inhalte des Datenverkehrs offenbart, dass in Europa sowohl im Fest- als auch im Mobilfunknetz ca. 40 Prozent des Datenverkehrs auf Streaming-Dienste entfallen, in den USA sind es sogar 70 Prozent.

„Geht man davon aus, dass die Nachfrage nach schnellen Anschlüssen vor allem auf Unterhaltungsdienste zurückzuführen ist, könnte dies die Zurückhaltung der Verbraucher erklären. So sehen Internetznutzer mit Satelliten- oder Kabelfernsehen eventuell nur wenig Nutzen darin, über internetbasierte Dienste fernzusehen“, kommentiert Falck.

Ja was denn nun. Es existieren zu wenige überzeugende Anwendungen für Nutzer – also Angebot?

Und wie sollen sich denn sinnvolle Anwendungen entfalten, etwa bei Streaming-Diensten, wenn das Netz durchschnittlich bei einer Zugangsgeschwindigkeit von 6 Mbit pro Sekunde herum dümpelt. In Südkorea liegt man schon bei 50 bis 100 Mbit. Siehe dazu auch das Interview mit Christoph Deeg über seine Asienreise – da geht es nicht nur um Gamification, sondern auch um digitale Masterpläne von Ländern wie Südkorea.

Das werden wir wohl am Mittwoch, den 28. August in Bloggercamp.tv mit einem Vertreter des Ifo-Instituts diskutieren. Wer mit den Nachfragetheoretikern die Klinge kreuzen möchte, sollte sich bei Hannes Schleeh oder mir melden. Bei wem sollen sich eigentlich Kunden melden, um schnelleres Internet nachzufragen?

 

 

 

Altes Wissen für neue Technologien

Die neue Welt kann nicht sein ohne die alten Fertigkeiten
Die neue Welt kann nicht sein ohne die alten Fertigkeiten

Je höher die Innovationsgeschwindigkeit ist, desto weniger veraltungsanfällig sind alte Lebensformen, so die überraschende Feststellung des Philosophen Odo Marquard. Die moderne Wandlungsbeschleunigung würde selber in den Dienst der Langsamkeit treten. So sollte man sich beim modernen Dauerlauf Geschichte – je schneller sein Tempo wird – unaufgeregt überholen lassen und warten, bis der Weltlauf – von hinten überrundend – wieder bei einem vorbeikommt. Gerade die neuesten Technologien benötigen die alten Fertigkeiten und Gewohnheiten. Unsere Arche Noah im Umgang mit der Überinformation sei eine alte Kunst: der Rückgriff aufs Mündliche. Das war schon zur Zeit des Buchdrucks so.

„Wir werden künftig mitnichten dauernd vorm Bildschirm sitzen, sondern – je mehr datenspendende Schirme flimmern – wir werden fern vom Bildschirm im kleinen oder großen Gesprächskreise mündlich jenes Wenige besprechend ermitteln, was von dieser flimmernden Datenflut wichtig und richtig ist“, schreibt Marquard in seinem überaus klugen Essay „Zukunft braucht Herkunft“.

So bleiben die schnellen Informationsmedien zähmbar und in der Reichweite der langsamen Menschen. Auch die neue Welt kommt ohne die alten Fähigkeiten nicht aus. Jedes Medium rücke verdrängte Effekte oder Eigenschaften wieder in den Vordergrund. Marshall McLuhan hat das in seiner Tetrade am Beispiel des Radios dokumentiert: Es stellt das gesprochene Wort wieder in den Vordergrund. Ähnliches vollzieht sich in der Videokommunikation. Auf Facebook, Twitter oder Blogs dominiert wieder das geschriebene Wort. Das spielt einem wortmächtigen Autor wie dem ehemaligen WDR-Hörspielchef Wolfgang Schiffer in die Karten, der mit seinem Literaturblog „Wortspiele“ in kürzester Zeit für Aufmerksamkeit sorgte.

Die Renaissance der Verschriftung im Kundenservice bestätigt das. Wo dumme Call Center-Anbieter vom Markt gefegt und in die Insolvenz getrieben werden, entdeckt man alte Fähigkeiten mit überraschenden Vorteilen. Die Kundenanfrage über eine Hotline ist anonym und garantiert nicht, auf den richtigen Experten zu treffen. Läuft die gleiche Anfrage in schriftlicher Form über Twitter, Facebook oder über eine Online-Community, dann kann sie gesichtet und gezielt an den Spezialisten weitergegeben werden. Im technischen Service eines größeren Heizungsherstellers sind das Meister, Techniker und Ingenieure, die speziell für das Social Web geschult werden. Die beantworten auch Fragen auf Facebook und eben nicht das Marketingteam. Effekt: Viele Fragen werden gar nicht mehr gestellt, da die Antworten auf den Social Web-Präsenzen des Unternehmens schon abrufbar sind – andere Kunden hatten das gleiche Problem und eine Lösung liegt für die Crowd vor.

Altes Ingenieurswissen up to date

Selbst beim Umgang mit Datenbanken ist altes Können gefragt. Egal, wo Daten abgelegt und organisiert werden. In Fragen der Systemsoftware braucht man immer noch Kenntnisse der alten Programmiersprachen, um die Migration der Daten in andere Umgebungen erfolgreich abzuschließen. Auch die radikale Umstellung und Konvergenz von Fernsehen, Telefon, Videokonferenzen oder Musikdienste auf das Internet-Protokoll ist kein profaner Vorgang, der ein- und ausgeschaltet werden kann wie ein Lichtschalter, so die Erfahrung des Netzwerkspezialisten Bernd Stahl von Nash Technologies.

So genannte All-IP-Netze benötigen einen sanften Übergang von der alten analogen in die digitale Welt.

„Um das zu realisieren, muss man beide Welten gut verstehen. Entsprechend ist auch das alte Systemwissen der Telekommunikation mehr denn je gefragt, wenn es um Ausfallsicherheit und dergleichen mehr geht“, bestätigt Stahl im ichsagmal-Interview.

Ausführlich nachzulesen in meiner heutigen The European-Kolumne: Zurück in die Zukunft.

Siehe auch:

Telekommunikationsnetze im Übergang – Vom Telefon zum intelligenten Allzwecknetz.

Auch bei der Abwehr von Smartphone-Dieben sind „alte“ Fähigkeiten gefragt 😉

Rückbesinnung auf wirklich lokale Berichterstattung wäre auch nicht schlecht.

Man könnte auch noch die Makers-Bewegung nennen, die alte Manufakturen wieder belebt – allerdings mit anderen Technologien.

Habt Ihr weitere Beispiele für „neu braucht alt“ parat?