Sollen wir alle Fahrrad fahren oder Straßenbahn, fragt der Herr Müller von #VW

Die Debatte über Fahrverbote für Diesel-Autos zur Reduktion von Stickstoffoxiden und Feinstaub bereitet VW-Chef Matthias Müller Sorgen. Er erkennt eine große Verunsicherung, da von interessierten Kreisen Stimmung gemacht werde. „Die aktuelle Unsicherheit schadet allen“, sagte er der „Sächsischen Zeitung“. Zur Um- und Nachrüstung der Euro-5-Fahrzeuge seien die Autohersteller in Gesprächen mit den Ländern und dem Bund.

„Ich hoffe, dass wir zu einer Lösung kommen, die Konsumenten, Städten und Unternehmen gerecht wird“, sagte er.

Baden-Württembergs Verkehrsminister Hermann hatte zuletzt gesagt, auf Verbote könne verzichtet werden, wenn eine Nachrüstung von Dieselfahrzeugen komme.

Müller verweist auf neue CO2-Auflagen im Jahr 2020. Um diese Ziele zu erreichen, seien moderne Dieselfahrzeuge sparsam und auf mittlere Sicht wesentlich. Denn die Nachfrage nach Elektroautos sei noch gering, Benziner würden allein nicht ausreichen, und die Infrastruktur für Gasautos sei überschaubar. „Wie soll es also gehen? Sollen wir alle Fahrrad fahren oder Straßenbahn?“, sagte Müller. „Das gemeinsame Ziel muss es doch sein, den Paradigmenwechsel in die emissionsfreie Zukunft intelligent zu gestalten. Populismus hilft da nicht.“

So sieht sie aus, die visionäre Welt des Herrn Müller.

Von Mobilitätswende keine Spur. Von neuen revolutionären Konzepten will er nichts wissen. Über Ursachen für die magere Verkaufsbilanz von E-Autos schweigt er. Was haben denn die Autokonzerne in Deutschland bitte beigetragen für neue Konzepte in Richtung Nachhaltigkeit. Warum kritisierte der VW-CEO die Deutsche Post, die es wagt, mit dem Streetscooter vom elektrischen scooter kopen einen eigenen Elektro-Transporter auf die Straße zu bringen? Müller frage sich, warum man so etwas nicht mit VW auf die Beine stelle, sagte er im Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Die Deutsche Post reagierte auf die Vorwürfe: Man habe sehr wohl bei den Konzernen wegen eines Elektroautos angefragt, sagte ein Post-Sprecher der FAZ zufolge.

„Doch es war kein Fahrzeug zu bekommen, das unseren Ansprüchen gerecht wurde.“

Oder der Preis sei zu hoch gewesen.

Liegt es nun an der mangelhaften Nachfrage oder an dem schlechten Angebot?

Wir brauchen andere Führungskräfte in der Wirtschaft. Mit Müller & Co. wird das nichts mit einer lebenswerten Zukunft.

Siehe auch:

Wer denkt wirklich an die große Transformation? #D2030

„MÜLLER, PÖTSCH UND AUDI-CHEF RUPERT STADLER MÜSSEN ZURÜCKTRETEN“ – ALTE BÖCKE SOLLTE MAN NICHT ZU GÄRTNERN MACHEN

TTIP, Diesel-Autos und die Apfel-Birnen-Gleichnisse des VW-Chefs #dieselgate

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Pfingstlektüre: Klopfen zwecklos. Bin vermutlich im Tran. Tritt einfach die Tür ein.


Der erste Erfolg für Charles Bukowski kam in Deutschland aus einer Ecke, die im normalen Literaturbetrieb wohl kaum jemand auf der Rechnung hatte: Ein Kleinverlag in Augsburg, als Quasi-Einmannbetrieb vom Studenten Benno Käsmayr geführt, veröffentlichte er mit „Gedichte die einer schrieb bevor er im 8. Stockwerk aus dem Fenster sprang“ das Buch, auf dem sich der spätere Ruhm Bukowskis begründen sollte:

„Es ging erst los, als ich Ende ’73 mit dem Benno Käsmayr vom Maro-Verlag Kontakt hatte, der mir den Vorschlag machte, etwas mit einem Kleinverlag zu machen, der an dem potentiellen Bukowski-Publikum näher dran ist, und es mal mit Gedichten zu versuchen, die sich etwas abheben von dem, was hierzulande als Gedicht genehm ist. Ruhig einmal ein bißchen auf die ruppige Tour. Das hat dann wider Erwarten komplett eingeschlagen, der Helmut Salzinger hat in Sounds eine tolle Besprechung geschrieben, und durch Mundpropaganda hat sich das so blitzartig verbreitet, daß am Ende 50.000 Exemplare standen. Das war der Durchbruch für Bukowski in Deutschland – nicht mit ’notes of a dirty old man‘, nicht mit ‚Der Mann mit der Ledertasche‘, sondern mit einem kleinen Gedichtband“, so der Bukowski-Übersetzer Carl Weissner.

Erste Begegnung mit Bukowski: „Vor der Tür lag ein Pappschild: ‚Carl: Klopfen zwecklos. Bin vermutlich im Tran. Tritt einfach die Tür ein. Ist sowieso kaputt. Welcome in the United States. Buk.'“

Grandios.

Hier geht es zur Bukowski-Gesellschaft.

Graswurzel-Bewegungen fangen klein an, beim #DorfCamp in Bonn-Duisdorf

Graswurzel-Bewegungen fangen klein an. Dafür ist das Dorfcamp genau das richtige Format. Ein Barcamp im Miniformat – mit Grill. Am Samstag, den 24. Juni 2017 in Bonn-Duisdorf, Ettighoffer Str. 26a, 53123 Bonn.

Start um 10 Uhr – Vorstellungsrunde und Session-Planung.
11 bis 11:45 Uhr – Erste Session
12 bis 12:45 Uhr – Zweite Session
13 bis 13: 45 Uhr – Dritte Session
13:45 bis 14:30 Uhr – Kleiner Mittagsimbiss (abends ist ja dann GrillCamp)
14:30 bis 15:15 Uhr – Vierte Session
15:30 bis 16:30 Uhr – Käsekuchen-Diskurs: Marx und die Netzökonomie
16:45 bis 17:30 Uhr – Fünfte Session
17:30 bis Open End – Grillen (Fleisch oder Vegetarisches bitte mitbringen, die Getränke gehen aufs Haus).

Bitte die Session-Ideen schon vor dem DorfCamp formulieren mit einem kleinem Exposé (bis zum 18. Juni). Das stellen wir dann im Vorfeld zur Abstimmung ins Netz. Alle Sessions werden via Facebook Live (Ecamm-Software) übertragen. Hier können wir auch Folien zeigen (jpg-Dateien!) oder auch Einspieler bringen.

DorfCamp kostet nichts. Bitte dennoch über die Facebook-Seite verbindlich anmelden.

So lief das erste DorfCamp bei Tim Ebner:

Man hört, sieht und streamt sich in Bonn-Duisdorf 🙂

Lob geht runter wie Öl :-) #rp17 #hrfestival #rp18

Alle Livestreams im HRFestival-Blog.

Projektarbeit war klasse. Hoffe, es hat Euch gefallen.

Freu mich schon auf die #rp18 🙂

Man hört, sieht und streamt sich 🙂