Mainframe – also Großrechner-Technologie – ist eng mit unserem Alltag verwoben, wird aber kaum wahrgenommen

Nach einer Bitkom-Umfrage mangelt es vielen Erwerbstätigen an Möglichkeiten in der beruflichen Weiterbildung, ihre digitalen Kompetenzen zu verbessern. Bei den Programmiersprachen weist Andreas Thomasch, Platform Leader & Manager von IBM, im #CIOKuratorLive Gespräch auf ein besonderes Problem hin. Selbst in einer Social Web-Welt könne man auf die totgesagte Großrechner-Technologie nicht verzichten.

„Der Mainframe ist eng mit unserem Alltag verwoben, wird aber kaum wahrgenommen. Geld abheben, Kreditkarten-Zahlungen, Flugbuchungen. Fast täglich kommen wir mit einem Mainframe in Berührung – privat und beruflich. Wir sehen es aber nicht, weil wir immer nur das Frontgerät wahrnehmen – etwa das Smartphone. Was dahinter in der Transaktion verarbeitet wird, bleibt verborgen.“

Die Kernsysteme laufen auf Großrechnern und die Anbindung von Anwendungen an diese Systeme wird in den nächsten Jahrzehnten relevant bleiben. Dieses Thema werde in der Ausbildung unterschätzt. Der so genannte Mainframe sei also nicht tot, ganz im Gegenteil, sagt Thomasch. Allerdings fehlt häufig das Fachwissen, um alte Systeme mit neuen Systemen zu verbinden. Mehr als 60 Prozent der Fachkräfte im Mainframe-Bereich sind heute älter als 50 Jahre und stehen daher den Unternehmen bereits in absehbarer Zeit nicht mehr zur Verfügung. In Anbetracht des großen Bedarfs sehen sich die Unternehmen vor einer extremen und dringlichen Herausforderung. Dem erhöhten Bedarf an Mainframe-Spezialisten steht derzeit ein mangelhaftes Ausbildungs- und Qualifizierungsangebot gegenüber – trotz bester Berufsaussichten.

„Deshalb entwickeln wir beispielsweise in Kooperation mit den Universitäten in Leipzig und Frankfurt eigene Initiativen“, betont Thomasch gegenüber ciokurator.com.

Hier ausführlich nachzulesen.

Diskussion zum Thema auf Facebook.

Hier fehlen wohl auch Kompetenzen: Der Rathaus-Hack

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SEO-Streitgespräch und Livestreaming-Battle – @gsohn gewinnt deutlich gegen Hakan Cengiz #NEO17x

Schöner Abschluss der Next Economy Open #NEO17x – das Livestreaming-Battle gegen Hakan Cengiz habe ich aber so etwas von gewonnen: 716 versus 341 Aufrufe. Der Neuköllner hat den Charlottenburger in die Schranken verwiesen.

Endlich Digital…und wer macht es jetzt? #NEO17x Session von @lietzkow

Professor Jörg Müller Lietzkow wird am ersten Tag der Next Economy Open live aus Paderborn in die Kölner #NEO17x Sendezentrale geschaltet.

Seine Thesen schon mal vorab, so könnt Ihr besser mitdiskutieren:

Statements: 1. Die Digitalisierung erfordert hohe spezialisierte Personalressourcen. Nur fehlt es leider im Rahmen der Ausbildung sowohl beruflich als auch in den Hochschulen an hinreichend gut ausgebildeten Expertinnen und Experten. Folge davon: Die Tools und Technologien sind vorhanden, die Human Ressourcen aber (noch) nicht. Wenn wir es aber nicht schaffen die Grundlagen schnell im Rahmen einer massiven Bildungsoffensive zu legen, wird der Personalengpass bald zum Bremsklotz der Bemühungen.

Statement 2: Nicht nur der Staat und die staatlichen Institutionen sind hier gefordert. Die Wirtschaft steckt im klassischen Gefangenendilemma… aber es geht weder um Strafen noch um Milchwerbung, sondern mal eben um die Zukunft der nationalen Wirtschaft. Nur wer heute breit investiert, kann morgen sicher sein, dass hinreichend viele qualifizierte junge Menschen ihre Zukunft im digitalen Deutschland suchen.

Statement 3: Die Bildungsinstitutionen sind zwar nicht überrollt worden, aber die Bürokratie und auch die Lethargie erweisen sich als Feinde der Innovationen in Lehre und Ausbildung. Es braucht eines bildungspolitischen Weckrufs, der auch nicht davor zurückschreckt, unbequeme Wahrheiten anzusprechen und die Komfortzone des eigenen Elfenbeinturms in Frage zu stellen.

Alle #NEO17x Sessions werden über Facebook Live auf meinem Profil übertragen. http://www.facebook.com/gsohn

Künstliche Intelligenz und die Trivialisierung des Menschen – Ausblick auf die #NEO17x Session von @condet020274

KI-Forschung und das mechanistische Weltbild der Anwender. Der Mathematiker Conny Dethloff gibt einen Ausblick auf seine Thesen zur Digitalisierung der Arbeitswelt, die er am 10. November auf der Next Economy Open vorstellen wird:

Man hört, sieht und streamt sich auf der Next Economy Open vom 8. (Preview) bis 10. November.

Eventseiten auf Facebook:

Preview.

Und Hauptprogramm.

Suche Computerveteranen für Live-Interviews #CIOKurator

Fundgrube für Computerveteranen in Berlin-Neukölln

Wir haben nach wie vor die Situation, dass es nicht unerheblich viele Rechenzentren mit alten Technologien gibt und das wesentliche Teile von geschäftswichtigen Anwendungen nach wie vor auf diesen so genannten alten Technologien ablaufen. Das war vor über zehn Jahren so, als ich einige Storys über die Renaissance der Computerveteranen mit Kenntnissen über Cobol und Co. geschrieben habe. Und das gilt auch heute noch, wie ein FAZ-Beitrag darlegt, den ich auf CIO-Kurator aufgegriffen habe.

Das muss gewartet werden, da muss ein Service erfolgen. Und in zugegebener Maßen geringen Umfang Weiterentwicklung stattfinden.
Das ist das eine Thema. Das zweite Thema ist die Migration auf andere Technologien, quf verteilte Technologien, auf andere Plattformen, die sich gemeinhin doch sehr langwierig und schwierig gestalten. Da redet man dann schon häufig über Projektlaufzeiten von drei bis sieben Jahren. Und auch in diesem Umfeld kann man eine Migration nur starten, wenn Kenntnisse über die alte IT-Welt vorhanden ist.

Mit solchen Computerveteranen würde ich gerne ein paar Live-Interviews machen.