Startups, über die man 2017 reden wird – vielleicht

Gründerszene-Chefredakteur Frank Schmiechen
Gründerszene-Chefredakteur Frank Schmiechen

Startups, die man 2017 beachten sollte. Die Vorhersagen von Frank Schmiechen, Chefredakteur von Gruenderszene.de:

„Man kann das nur schwer auf einzelne Startups zuspitzen. Bei Fintechs wird einiges passieren, weil selbst in Deutschland gelernt wird, dass es etwas anderes gibt als Bargeld und Banken. Dann gibt es unsere Helden im E-Commerce, die immer weiter wachsen. Etwa Lesara Online Shop (Lesara.de), so eine Art Primark im Netz.“

In Sachen Hardware werde einiges kommen, beispielsweise vom Berliner Unternehmen Lofelt. Es hat das Produkt Basslet entwickelt, eine Kombination aus Subwoofer und Armband, das die Schwingungen des Bassbereichs direkt auf die Haut des Hörers überträgt.

„Das fühlt sich wie im Techno-Club Berghain an. Man spürt den Bass“, sagt Schmiechen im journalist.de-Gespräch.

Das Basslet-Projekt wurde in diesem Jahr mit knapp 600.000 Euro über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanziert und erreichte damit das Achtfache der gewünschten Finanzierungssumme.

Was Schmiechen sehr gut gefällt, ist die Nahverkehrs-App Ally (www.allyapp.com). „Die bringt mich schnell von einem Ort zum anderen mit allen notwendigen Informationen und Preisangaben. Von der U-Bahnverbindung bis zum Miet-Fahrrad. Dieser Dienst wird global durch die Decke gehen.“

Ausführlich bei journalist.de nachzulesen.

Nicht alles geht auf. Siehe Pepple.

Wird Soundcloud Go durch die Decke gehen?
Eure Tipps für 2017?

Die Schrauben-Dreher der Ökonomie

DSC_0091 1

Schmeißt die Volkswirte raus und ersetzt sie durch interdisziplinäre Teams, die über den Tellerrand hinausdenken, fordert Spiegel-Kolumnist Wolfgang Münchau:

„Die Ökonomie kann die ökonomischen Fragen unserer Zeit nicht beantworten.“

Leider sei die Chaostheorie in der Wirtschaftswissenschaft fast ohne Einfluss.

„Das ist schade. Denn die Erkenntnisse, die Mathematiker und Physiker über Dynamische Systeme gewonnen haben, könnten uns helfen zu verstehen, was in unserer Wirtschaft gerade abgeht“, schreibt Münchau und verweist auf die lange Kette von Fehlprognosen der Konjunkturforscher bei der Schätzung des jährlichen Wirtschaftswachstums.

Das Vertrauen in mathematische Modelle kann wohl nur als Scherz gedacht sein. Eher wäre ein Abrücken vom mechanistischen Denken der Wirtschaft in Aggregaten vonnöten.

An den Wirkungen der EZB-Niedrigzinspolitik, die zur kalten Enteignung von Kleinanlegern, zur Beförderung einer neuen Welle von Spekulantentum führt und kaum Auswirkungen auf die Investitionsneigung hat, kann man das gut ablesen.

Im Gespräch mit Dirk Elsner aka @blicklog habe ich dieses Thema erörtert.

Facebook-Lamento, Klickbomben und barfüssige Propheten

Im Besserwisser-Biotop der Untergangspropheten
Im Besserwisser-Biotop der Untergangspropheten

Ob es um den Euro, um Facebook oder das Abendland geht: Untergangspropheten wandeln in einer Komfortzone des Schlauermeiertums: Als Alarmglocken-Lautsprecher hat man in jedem Diskurs-Szenario recht. Falls das Unheil eintritt, hat man es immer schon gewusst. Je größer das Elend, desto triumphaler die Geste des Allwissenden. Bleibt zu Lebzeiten die Niedergangs-Vorhersage aus, ist es sogar noch besser: Dann waren es die eigenen Warnungen, die die Menschheit gerettet haben. Den Rest erledigt die Vergesslichkeit des Publikums oder die Kunst der Umdeutung eigener Aussagen. Die Wahrheitsmenschen mit dem „Ich-weiß-was-Image“ entfalteten in den 1920er Jahren als barfüssige Propheten (siehe auch das gleichnamige Buch von Ulrich Linse) begnadete Show- und Reklame-Talente, um sich als Heiler geschundener Seelen zu verdingen.

Nun hängt von Facebook sicherlich nicht das Wohl und Wehe des Weltgeschehens ab. Als Objekt für kulturpessimistische Rundumschläge und warnende Trendbotschaften entfaltet der Zuckerberg-Konzern jedoch magnetische Kräfte. Oder es sollen ganz profan Klickbomben produziert werden, wie es Falk Hedemann trefflich ausgedrückt hat. So prognostiziert eine zusammengerührte Studie den Facebook-Exitus, der in drei Jahren eintreten soll:

„Aber der wirkliche Kracher ist die Datenbasis, auf die die Prognose beruht: Die ‚Experten‘ haben sich das Suchvolumen der letzten Jahre angesehen. Wie oft wurde also nach Facebook bei Google gesucht? Mal ehrlich, unter uns Facebook-Nutzer: Wann habt ihr denn zum letzten Mal nach Facebook gesucht? Hat man nicht normalerweise einen Browsertab offen oder klickt oft ein Lesezeichen? Braucht man die Googlesuche um Facebook zu finden? Und was ist denn mit all den vielen mobilen Nutzern, die Facebook ausschließlich über die mobilen Apps verwenden?“

Mit dem nachlassenden Suchvolumen könne man sogar das Gegenteil belegen. Es ist eher ein Indiz für die Etablierung sowie Popularisierung von Facebook und kein Indikator für die bevorstehende Apokalypse. Als Implosions-Fachmann versucht sich der Berater Wolfgang Lünenbürger in der Februar-Ausgabe des Internet-Magazins zu profilieren. In diesem Jahr werde Facebook an den Rändern erodieren und schließlich kollabieren, da eine Verständigung in diesem siloartigen Moloch nicht mehr möglich sei. Ich spare mir die Wiedergabe des Lünenbürger-Gemurmels, weil es die Beweiskraft von heißer Luft besitzt. Irgendwann bekommt er recht – Gesetz der Rabulistik. Gleiches gelang dem Analytiker in den vergangenen Jahren am laufenden Band.

Beispiel: „2012: Das Jahr, in dem wir nicht mehr über Social Media reden.“ So klug können nur Theologen sein – göttliche Weissagungen oder: Jahresrückblick auf die 2012-Fehlprognose: Online-Marketing-One-to-One-Personalisierungs-Matchmaking-Zielgruppen-Gedöns-Propaganda.

Demnächst sterben übrigens alle Unternehmensblogs wegen Isolationsfurchtoder vielleicht doch nicht.

Was könnte denn noch so alles untergehen?

Update:
Auf Facebook wird gerade weiter lamentiert.

Hier noch ein paar aktuelle Facebook-Zahlen – so etwas sollte man bei Untergangshypothesen ein wenig im Auge behalten.

Auf der Suche nach der Welterklärungsmaschine: Von den zweifelhaften Verheißungen eines Supercomputers

Scheitern gehört zur Disruption

In Zürich will ein Professor auf einem Computer das gesamte Weltgeschehen simulieren. Menschliches Verhalten und die Zukunft sollen so berechenbar werden. „Wollen wir das überhaupt“, fragt sich die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Besser wäre wohl die Frage, ob wir und der Professor das überhaupt können.

Die Finanzkrise hätte es mit der Welterklärungsmaschine in der Schweizer Metropole angeblich nicht gegeben, der Tsunami hätte nicht 230.000 Menschen getötet, und auch Hitler wäre nicht an die Macht gekommen:

„Wenn alles nur besser gesteuert wäre. Dirk Helbing läuft mit großen Schritten auf das sozialwissenschaftliche Institut der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich zu. Der Professor hat es eilig. Er will die Zivilisation retten. Mit Computern, die den Menschen helfen, sich selbst zu steuern. Und um diese Computer zu bauen, braucht Helbing eine Milliarde Euro – die Hälfte davon soll die EU bezahlen“, so die FAS.

Sein Projekt habe es in die letzte Runde des „Future and Emerging Technologies“-Wettbewerbs der EU geschafft – noch nie zuvor wurden so hohe Fördermittel an Forscher vergeben.

„Wenn Helbing und sein Team gewinnen, wollen sie das gesamte Geschehen auf der Welt mit einem Supercomputer simulieren: Sämtliche verfügbaren Informationen über alle und alles, von überall, sollen permanent einfließen. So soll die Zukunft vorhersehbar werden“, führt die FAS weiter aus.

„Ein Jahr vor dem Banken-Crash unterhielt sich Helbing auf einer Konferenz in Dresden mit Vertretern der Europäischen Kommission. Keiner der Experten habe die Finanzkrise kommen sehen, sagt Helbing – außer ihm selbst. Er habe gewusst, dass es Kaskadeneffekte, wie er das nennt, geben würde, und erkannt, dass die Politik das nicht versteht. Da sei ihm klar geworden: Die Zeit ist reif für sein Projekt zur Berechnung der Welt. ‚FuturICT‘, was, entknotet und ins Deutsche übersetzt, ungefähr bedeutet: die Vorhersage der Zukunft mit Informations- und Kommunikationstechnik. Was die Gehirne der Politiker nicht leisten können, müsse die Technik erledigen. ‚Wir brauchen neue Erkenntnisinstrumente. Früher gab es ein Fernrohr, in Zukunft muss es Instrumente geben, die Feedback- und Kaskadeneffekte im Vorfeld erkennen lassen'“, erläutert die FAS.

Merkwürdig, dass solche Erkenntnisse immer erst so spät das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Professor Helbing hat also alles vorher gewusst. Ihm war also schon 2008 klar, dass Lehman Brothers den Bach runtergeht, die Immobilienblase in den USA platzt und das gesamte Finanzwesen an den Rand des Absturzes gebracht wird. Warum haben wir von diesem Genie diese Weissagungen nicht schon vor fünf Jahren gehört? Das riecht kräftig nach Ex-Post-Schlaumeierei und Wissensanmaßung. In der Wirtschaftswissenschaft verabschiedet man sich gerade von der Planungs- und Vorhersage-Hybris, beerdigt den Rationalitätsmythos homo oeconomicus und muss kleinlaut eingestehen, noch nicht einmal den Konjunkturverlauf eines Jahres richtig prognostizieren zu können. Nun kommt ein zur Sozialwissenschaft konvertierter Naturwissenschaftler daher und predigt die Notwendigkeit einer eierlegenden Welterklärungs-Wollmilchsau. Ich halte das für Scharlatanerie.

„Management der Zukunft findet unter den Bedingungen der Komplexität und Zufall statt. Zufallsfluktuationen und Komplexität erzeugen nichtlineare Dynamik“, schreibt der Wissenschaftstheoretiker Klaus Mainzer in seinem Buch „Der kreative Zufall – Wie das Neue in die Welt kommt“.

In unsicheren und unübersichtlichen Informationsräumen könnten Menschen nur auf Grundlage beschränkter Rationalität entscheiden und nicht als homo oeconomicus. Der Laplacesche Geist eines linearen Managements von Menschen, Unternehmen und Märkten sei deshalb zum Scheitern verurteilt. Auch wissenschaftliche Modelle und Theorien seien Produkte unserer Gehirne.

„Wir glauben in Zufallsreihen Muster zu erkennen, die keine sind, da die Ereignisse wie beim Roulette unabhängig eintreffen. Wir ignorieren Spekulationsblasen an der Börse, da wir an ein ansteigende Kursentwicklung glauben wollen“, erläutert Professor Mainzer.

Zufall führe zu einer Ethik der Bescheidenheit. Es gebe keinen Laplaceschen Geist omnipotenter Berechenbarkeit. In einer zufallsabhängigen Evolution sei kein Platz für Perfektion und optimale Lösungen. Zufällig, spontan und unberechenbar seien auch Einfälle und Innovationen menschlicher Kreativität, die in der Kultur- und Wissenschaftsgeschichte als plötzliche und unvorherbestimmte Ereignisse beschrieben werden. Ohne Zufall entstehe nichts Neues.

„Nicht immer fallen die Ereignisse und Ergebnisse zu unseren Gunsten aus – das Spektrum reicht von Viren und Krankheiten bis zu verrückten Märkten und Menschen mit krimineller Energie“, resümiert Mainzer.

Der Ökonom Friedrich August von Hayek wandte sich 1974 in seiner Rede zur Verleihung des Wirtschaftsnobelpreises gegen die Benutzung der Instrumente der harten Wissenschaften in den sozialen Wissenschaften. Den Boom dieser Methoden in den Wirtschaftswissenschaften konnte Hayek nicht aufhalten, obwohl es immer noch Stimmen gibt, die den Ökonomen eher die Rolle bescheidener Philosophen zuweisen wollen. Hohepriester sind sie jedenfalls nicht.

Professor Helbing sollte wieder zum Bunsenbrenner zurückkehren und sich auf physikalische Vorhersagen kaprizieren. In den Sozialwissenschaften haben mechanistische und formelgesteuerte Instrumente nichts zu suchen. Hat der Helbing meine spontane Meinungsäußerung voraussehen können?

Ich werde das Thema in meiner Mittwochskolumne für das Debattenmagazin „The European“ aufgreifen.

Statements wie immer hoch willkommen. Benötige ich am Dienstag so bis 12 Uhr.

Jahresrückblick auf die 2012-Fehlprognose: Online-Marketing-One-to-One-Personalisierungs-Matchmaking-Zielgruppen-Gedöns-Propaganda

Für einen Rückblick auf das Jahr 2012 ist es vielleicht noch etwas früh. Doch eine Zukunftsprognose, die bei W&V Online erschienen ist, dürfte sich schon jetzt als Flop des neuen Jahres erweisen. Sie stammt aus der Feder des Beraters Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach. Er hat Thesen über Zielgruppen, Social Media, Daten, Social Commerce losgelassen und geht davon aus, dass der App-Boom endet –letzteres hat noch gar nicht richtig angefangen.

So glaubt der Theologe, dass wir aufhören, noch von Social Media zu reden und das in einem Land, das zu den weltweit führenden Social Media-Verweigerern zählt: Sein Antipode Mirko Lange von der Agentur Talkabout ist da ganz anderer Ansicht:

„Wolfgang hat offensichtlich nicht(s) etwas nicht verstanden. Vielleicht hat er auch richtig verstanden und stellt sich nur clever im Markt auf. Er schaut nämlich komplett aus der Sicht der Unternehmen – und ‚zielt‘. Und er macht die ‚Beute‘ aus und reduziert sie damit zum Objekt. Ich glaube wirklich, dass Wolfgang die Welt so sieht, deswegen kann man es ihm auch nicht übel nehmen. Aber er sieht eben nur einen kleinen Ausschnitt. Für alle diejenigen, die einen etwas breiteren Horizont haben, empfiehlt es sich, auch auf die Menschen und Themen vorbereitet zu sein, die man selber nicht auf der Liste der eigenen Interessen hat (= Ziele). Ich persönlich gehöre selbstbewusst zu den von Wolfgang nicht näher definierten ‚selbst ernannten Digitalexperten‘, die gerne sagen: Hört auf, die Menschen nur auf Basis Eurer eigenen Interessen zu sehen. Fangt an, die Menschen als Menschen zu behandeln, und das wesentliche dabei ist: Deren Interessen zu respektieren. Ansonsten werdet ihr Euch immer mehr mit denen auseinandersetzen müssen – und das wird Euch gar nicht gefallen. Die Deutsche Bank und Foodwatch. Adidas und Hundeschützer. Banken und Occupy. Die Bahn und Parkschützer. Die Liste ist jetzt schon lang. Und das fängt (in 2012) erst richtig an“, schreibt Lange in seiner Replik.

Vielleicht ist Lünenbürger-Reidenbach auch nur Opfer seiner eigenen Rationalitätsmythen oder der um sich greifenden Online-Marketing-One-to-One-Personalisierungs-Matchmaking-Gedöns-Propaganda. Mit Basta-Sprüchen, die Altkanzler Gerhard Schröder so gerne in die Gegend sabbelte, ist der Apologie sozialer Medien nicht beizukommen. Auch nicht mit Analysetools, Zielgruppen-Segmentierungen, Multi-Channel-Management, Kanal-Kommunikationsstrategien, Guidelines oder sonstigen Neusprech-Phantasien der Werbeszene.

Diese zur Schau gestellten Gewissheiten über die Entwicklung des Netzes sind langweilig und überflüssig. Wer tiefgründige Prosa lesen möchte, sollte sich das Matthes & Seitz-Bändchen „800 Millionen“ von Alexander Pschera besorgen und über die Feiertage studieren. In schönster Prosa erschließt er das Wesen sozialer Netzwerke fernab von der lauten Ich-weiß-was-Geräuschkulisse der vermeintlichen Social Web-Insider.

„Das soziale Netz der Interaktion ist nicht etwas, dem wir gegenüberstehen, sondern es ist ein sich allein durch unsere Aktivität ausdehnender Raum“, so Pschera. Soziale Medien werden von einer Logik der Versprachlichung beherrscht. Alles, was ausgesprochen werden könne, kommt zur Aussprache. Die Netz-Anarchie der Privatsprachen zersetze den Code allgemeingültigen Sprechens. Das soziale Netz sei ein System der sozialen Unordnung – auch wenn das Tool-Freaks wieder in eine Form der Ordnung bringen und mit ihren Zahlen-Friedhöfen irgendetwas erklären wollen.

„Die Bewegung der Netzkommunikation ist ein stetes Sagen, Weiter-Sagen, Kommentieren, Anfügen. Alles ist hier verflüssigt, nichts verhärtet sich zum Dokument“, so der Matthes&Seitz-Autor.

Das Social Web sei diskontinuierlich, unverbindlich und momentbezogen. Nichts schließt an anderes an, alles beginnt wieder von Neuem. In Anlehnung an die Zwitscher-Maschine von Paul Klee gibt es keine Mechanik des Zweckhaften. Bildhaft erinnert das an die Logik von Twitter. Es geht um das spontane Festhalten von Lebensmomenten und verhilft uns zu einem neuen Sprechen des Augenblicks.

Das Netz ist eine unlesbare Textur von 800 Millionen Autoren – auch wenn Zielgruppen-Fliegenbeinzähler das Gegenteil insinuieren.

Der komplette Beitrag erscheint im Fachdienst Service Insiders – ich hoffe heute noch, vielleicht auch morgen: Prognosen in Zeiten der Ungewissheit 🙂