Wie sollten Unternehmen auf Kritik in sozialen Medien reagieren?

August Netzgedanken

Das Schadenspotenzial von Kundenbeschwerden im Social Web wird mit Schönwetter-Kommunikation nicht verringert. Im Gegenteil. Man fühlt sich verscheißert und intensiviert die negativen Kommentare. Benno Viererbl sieht eine hohe Motivation der Beschwerdeführer, andere Kunden vor Frust zu schützen und sich für negative Erlebnisse zu rächen. Siehe auch den Sammelband „Vernetzung – Stabilität und Wandel gesellschaftlicher Kommunikation“…

über Wie sollten Unternehmen auf Kritik in sozialen Medien reagieren? Die Zukunft liegt in personalisierter Kommunikation über Messenger —  CIO Kurator 

Cebit als Katalysator für neue Messe-Ideen

Groß waren die Erwartungen an die diesjährige CeBIT in Hannover, schreibt das prmagazin in seiner aktuellen Ausgabe:

„Neues Konzept, neues Design, neues Datum. Ein Befreiungsschlag das Ziel. Und nun? Statt 200.000 Besuchern wie 2017 kamen 120.000. Klingt nach Niederlage. Und dennoch finden sich auf der CeBIT, die zwischen klassischer Messe und Erlebnisfestival wandelt, einige richtige Entwicklungen, welche den Veranstaltungsmarkt insgesamt verändern. Auch bei B2B-Events findet seit Jahren ein Umdenken statt. Viele Aufgaben, die früher physische Präsenz erforderten, haben sich mit der Digitalisierung erledigt. Vertrieb geht auch digital, einen Überblick über die Produkte und Dienstleistungen findet man auch online, Broschüren weichen digitalen Katalogen oder Magazinen.“

Franziska von Lewinski formuliert vier Empfehlungen, um Messeauftritte erfolgreich zu gestalten:

Vom Messestand zum Erlebnis: Besucher seien anspruchsvoller.

„Was kann ich hier machen? Kann ich das Unternehmen auch jenseits von einem Termin erleben? Gefragt sind Standkonzepte, welche eine Mischung aus zum Beispiel einem Café, Interaktion mit Exponaten und Rückzugsräumen bieten. Einladend für alle, wertschätzend für die besonders wichtigen Kontakte.“

Der nach meinem Dafürhalten wichtigste Punkt in dem Vorschlagskatalog. Vom One-Shot zur Content-Plattform:

„Zwei Monate vor dem Event die Kommunikation anwerfen? Das war einmal. Heute sind starke Veranstaltungsmarken auch Medienmarken. Die OMR, ISPO oder bald auch die dmexco machen es vor und bedienen ihr Publikum ganzjährig mit News und Geschichten. Das gilt auch für Aussteller“, so Lewinski.

Bunte Welten statt farblosem Einheitsbrei:

„Drei Roll-ups, ein Laptop und der Tresen im Standardmessepauschalangebot? Gott bewahre. Visuelle Impulse sind gefragt, ungewöhnliche Motive und ein Hingucker, der auch als Fotomotiv funktioniert. Auch B2B-Besucher machen gerne Selfies.“

Gut vorbereitet statt „Wir gucken mal“:

Aussteller beschweren sich gern, dass die Qualität der Kontakte nicht stimmen würde. Aber könne man heute noch erwarten, dass aus Laufpublikum ein Millionenauftrag wird? Erfolgreich sei, wer sich gut vorbereitet. Klingt wie eine Binsenweisheit, werde aber noch zu oft vernachlässigt. Einladungsmanagement für Termine und Lead-Generierung über Performance Marketing seien Pflicht für jedes Event:

„Auf der CeBIT finden sich einige richtige Entwicklungen, die den Veranstaltungsmarkt insgesamt verändern“, resümiert Franziska von Lewinski.

Weitere Stimmen:

Oliver Frese von der Hannover Messe und Matthias Hartmann, Vorsitzender der Geschäftsführung IBM Deutschland GmbH, im Gespräch zum Abschluss der CEBIT:

Ansgar Heise vom Heise-Verlag zum neuen Konzept der Cebit – ab der 13. Sendeminute:

Der ultimative #Cebit18 #Livestudio #ibm Rückblick mit Lars Basche und Gunnar Sohn:

Rückblick auf Cebit und vdav-Branchentreff:

Man hört, sieht und streamt sich übrigens auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf vom 25. August bis 2. September. Mehr dazu in der nächsten Woche 🙂