Livestreaming mit Bambuser #StreamCamp13 #djv_bo @ruhrnalist

Bambuser

Zur Vorbereitung des StreamCamps am 16. und 17. November sowie unseres morgigen Videoblogging-Workshops in Frankfurt probiere ich mal den Dienst Bambuser aus.

Die sehr spannende Session „Mobile Reporting“ beim Besser Online-Kongress des DJV wurde auf dieser Plattform via Kai Rüsberg live übertragen.

Und wir sind ja immer auf der Suche nach Möglichkeiten, ohne großen Aufwand Video live einzusetzen und auch die Aufzeichnung direkt nutzen zu können.

Bambuser kann man auch mobil nutzen und wohl auch das Livestreaming mobil starten – was noch wichtiger ist!

Hier der Test mit der Bambuser-App fürs iPhone. Total easy! Bin begeistert!

Und hier noch der Bambuser-Livestreaming-Test Teil 3 mit dem iPad und einem externen Mikro.

Moderatoren für virtuelle Gesprächsräume: Unternehmen brauchen Medien- und Inszenierungskompetenz

Bloggercamp.tv-Session mit dem Fraunhofer-Institut
Bloggercamp.tv-Session mit dem Fraunhofer-Institut

Zwei Drittel unserer Büroarbeitszeit bestehen aus Kommunikation – Gespräche mit Kollegen, Telefonate, Sitzungen, E-Mails, Berichte, Memos, Flurfunk und immer stärker auch Videokonferenzen.

„Das ist ein recht stabiler Wert, den wir in unseren Umfragen ermittelt haben. Und häufig entsteht der Vorwurf, dass man ja nicht nur kommunizieren, sondern auch ‚schaffen’ müsse. Dabei ist Kommunikation doch Arbeit und sollte technisch, organisatorisch und didaktisch professionalisiert werden“, fordert Dr. Josephine Hofmann vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation im Bloggercamp.tv-Interview.

Kommunikationskompetenz sei aber in fast allen Unternehmen und in der Management-Ausbildung ein eher unterbelichtetes Thema.

„Eine erweiterte Medien- und Inszenierungskompetenz wird nicht vermittelt. Das sollte aber die gleiche Relevanz bekommen wie die Technologie“, so die Erkenntnis von Hofmann.

Fraunhofer moniert die mangelhafte Schulung. Dieses Thema gehöre dringend auf die Agenda der Personalabteilungen. Man benötige jetzt vor allem ein Verständnis für visuelle Medien, um die Vorteile der Videokommunikation voll auszuspielen. In virtuellen Gesprächsräumen müsse anders moderiert werden. Hofmann spricht von virtuellen Führungsfähigkeiten in neuen Team-Konstellationen, die sich aus der Zusammenarbeit in einer virtualisierten Welt herauskristallisieren.

Bei der Videokommunikation könne über die Moderatoren-Rolle die Interaktion in Unternehmen beflügelt werden. Über E-Mail und Telefon dominiere die klassische Arbeitsteilung:

„Es ist sehr mühsam, über einen reinen Audiokanal zu diskutieren. Teilnehmer gehen auf Tauchstation, beschäftigen sich mit anderen Dingen oder sind genervt. Als Moderator hat man keine Chance, dagegen etwas zu machen oder auf die Stimmungslage einzugehen“, berichtet Hofmann von den Ergebnissen einer Vergleichsstudie ihres Instituts.

Am Ende benötige man eher wieder einen Kommando-Stil, um überhaupt Ergebnisse zu erzielen. Bei audiovisuellen Gesprächen sei das anders. Man komme zwar nicht schneller zu Arbeitsergebnissen, aber die Qualität ist wesentlich besser.

Als Hemmschuh für die Popularisierung der Videokommunikation sieht Hofmann die Fehler der Vergangenheit und die Reduktion der Vorteile auf die Einsparung von Reisekosten.

„Die Technik war schwerfällig, unzuverlässig und stand häufig nur in der obersten Chefetage, wo sich keiner hinwagte. Zudem war man froh, wenn ein IT-Mitarbeiter um die Ecke schaute, der das Ganze aktivieren und regeln konnte. Einen spontanen Einsatz gab es nicht. Systeme, die man nicht regelmäßig im Arbeitsalltag nutzt, setzen sich nicht durch“, sagt Hofmann.

Und diese Zeit sei noch gar nicht so lange her. Die Stabilität, Nutzerfreundlichkeit und Integrationsfähigkeit seien wichtig, um Videokommunikation am Arbeitsplatz zu etablieren. Auch die Belastung der Unternehmensnetze müsse geklärt werden, sonst scheitert man am Widerstand der CIOs.

Zu den Fraunhofer-Studienergebnissen siehe auch: Unternehmenskommunikation – Video schlägt Telefon und E-Mail.

Auf der Suche nach Einfachheit: Videokommunikation für den Mittelstand

Mit der Frage der Moderatorenrolle in virtuellen Gesprächsräumen sollte sich auch das StreamCamp beschäftigen – es geht eben nicht nur um Technologie!

Jetzt live: Video schlägt Telefon und E-Mail – Bloggercamp.tv-Diskussion mit dem Fraunhofer Institut

Heute senden wir die erste Session von Bloggercamp.tv ausnahmsweise mal nicht um 18:30 Uhr, sondern schon um 11 Uhr.

Gespräch mit Dr. Josephine Hofmann vom Fraunhofer-Institut über eine neue Studie zum Einsatz von Videokommunikation in Unternehmen.

Zwischenrufe via Twitter erwünscht! Hashtag #bloggercamp

Ein Bild sagt mehr als skriptgesteuerte Telefon-Agenten #StreamCamp13

Service könnte so schön sein
Service könnte so schön sein

Ich habe ja die Alzheimer-Effekte beim Anruf einer Hotline hoch und runter beschrieben. Jeder hat sich wahrscheinlich schon über Anrufe bei irgendwelchen telefonischen Kundendienst-Angeboten geärgert. Kürzlich musste ich mal wieder bei einer Flughafen-Gesellschaft anklingeln. Es ging um die Inanspruchnahme eines Rollstuhls, da sich meine Liebste vor dem Abflug den Mittelfuß gebrochen und die Bänder verletzt hat. „So einen Service müssen Sie 48 Stunden vor dem Abflug anmelden“, sagte mir der Agent. Jetzt komme er nicht mehr ins System, da sei nichts zu machen. Jau. Gut gebrüllt Löwe. So eine Verletzung muss man halt einplanen und vorher anmelden, damit die optimierten Prozessabläufe eines Call Centers nicht durcheinander gebracht werden.

In etwas strengerem Ton machte ich dem „Service-Mitarbeiter“ klar, dass es sich um einen Notfall handeln würde und er nicht zur Tagesordnung übergehen kann. Bleibt man freundlich, läuft in der Regel gar nichts. Der Agent erwiderte, dass er das intern klären müsse. Ich solle mich etwas gedulden und landete in der Warteschleife mit ekelhafter Hotelfahrstuhl-Musik. Nach fünf Minuten bin ich dann aus der Leitung gefallen. Noch mal anrufen. Prompt lande ich wieder bei einem anderen Mitarbeiter – in diesem Fall eine recht unfreundliche Mitarbeiterin. Nach langem hin und her konnte ich die Dame überreden, am Flughafen anzurufen und die Angelegenheit zu klären – mittlerweile waren bestimmt so rund 20 Minuten vergangen. Und siehe da, es funktionierte. Aber eben nur mit der Brechstange und Wiederholungsschleifen, da die Fließband-Produktion eines Call Centers sehr vergesslich ist und mechanisch abläuft. Generell gilt: Im analogen Service dominiert das Dokument, die skriptgesteuerte Beantwortung von Kundenanfragen – abgeschottet von der Öffentlichkeit und unteilbar.

Im Digitalen dominiert der Dialog, nichts ist wirklich abgeschlossen oder unveränderlich. Service-Wissen wird geteilt, weiterverbreitet, überarbeitet und fortgeschrieben. Auch Call Center müssen also liquide werden – besonders bei erklärungsbedürftigen Produkten und Diensten. Vernetzungsintelligenz ist gefragt, etwa durch Dialogangebote, die live über Dienste wie Hangout on Air übertragen werden. Die Videos sind schneller verfügbar und können direkt als Aufzeichnung via Youtube abgerufen werden.

Kein aufwändiges Schneiden, keine Ladezeiten – die perfekte Verschmelzung von synchroner und asynchroner Kommunikation zu geringen Kosten. Der Streaming-Dienst ist kostenlos und das technische Equipment liegt bei ein paar hundert Euro. Bei E-Bikes wird das schon praktiziert. Die Videos funktionieren besser als schriftliche Informationen, so die Erfahrungen des Videoexperten Andreas Graap von Webschorle, der Hangouts zu den Hidden Champions der Kommunikation zählt.

Auch wenn es um Installationen, Wartungen oder Hinweise zur Behebung eines Problems geht, sind Videos bei vielen Menschen die erste Wahl. Der Sohn vom Sohn greift nie zur Bedienungsanleitung. Er sucht erst einmal nach Videos, die ihm das bildhaft erläutern – also die How to-Schiene. Und weil er damit positive Erfahrungen macht, produziert Constantin hin und wieder selbst Tutorials.

Die Filme werden in der Regel von Kunden gemacht, die sich Expertisen zu einem Produkt angeeignet haben. Von den Unternehmen kommt da bislang wenig, bestätigt Graap. Sollte es hier eine Professionalisierung geben, dürften die Netzwerk-Effekte in der Kundenberatung noch stärker ausfallen – für die liebwertesten Hotline-Gichtlinge wird die Luft in den nächsten Jahren noch dünner. Ein Thema, das beim StreamCamp in Köln zur Sprache kommt.

Mehr dazu in meiner morgigen The European-Kolumne.

Unternehmenskommunikation: Video schlägt Telefon und E-Mail #Bloggercamp.tv

Vom Nutzen der Videokommunikation
Vom Nutzen der Videokommunikation

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Wie viel „mehr“ könnten wir dann erst durch Bewegtbilder wie Videokommunikation transportieren?

„Obwohl heute große Datenmengen übertragen werden können, hat sich die Videokommunikation im Berufsalltag noch nicht durchsetzen können. Meiner Erfahrung nach steht bei der Einführung von Videokonferenzen meist immer noch das Einsparpotenzial bei Reisekosten klar im Vordergrund – weshalb die Technologie vor Jahren auch zunächst an der Unternehmensspitze Einzug hielt. Ein recht schnöder Grund, der potenzielle Mehrwerte wie Effektivität und Qualität der Kollaboration völlig vernachlässigt. Um herauszubekommen, ob Video- und Webkonferenzen tatsächlich auf breiter Basis eine Alternative zu anderen Formen der Fernkollaboration darstellt, also für eine echte Kosten- und Nutzenanalyse, haben wir genauer hingesehen. Und sind dieser Frage mit freundlicher Unterstützung von OmniJoin in einem Experiment nachgegangen“, erläutert Dr. Josephine Hofmann vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO).

Dazu wurden Gruppenaufgaben sowie typische Probleme aus dem Arbeitsalltag entwickelt, die konvergierende Interessen und Konfliktpotenzial mit sich brachten: eine Budgetverteilung und eine Büroplanung.

„Unsere Vergleichsgruppen bearbeiteten dann jeweils eine Aufgabe mit Telefon und E-Mail und eine über die integrierte Plattform mit Video innerhalb einer festgesetzten Zeit und füllten im Anschluss einen Fragebogen aus“, so Hofmann.

In puncto Schnelligkeit konnte die Videokommunikation keine Vorteile vorweisen. Der Mehrwert liege in der Qualität und im Prozess – und in der Zufriedenheit mit dem Ergebnis. „Unsere Beobachtungen legen nahe, dass die Effekte von Videokollaboration eher ‚weiche‘ Effekte und daher eher über mehrere Meetings hinweg zum Tragen kommen“, sagt Hofmann.

70,2 Prozent der Teilnehmer gaben zu Protokoll, dass bei Einsatz von Videokonferenztechnik eine höhere Motivation und mehr Engagement in der Team-Diskussion zu verzeichnen war, da jeder Teilnehmer das gleiche Dokument vor Augen hatte und man sich im Gegensatz zu Telefonkonferenz und E-Mail gegenseitig sehen konnte.

59,6 Prozent der Teilnehmer sagten, dass die Visualisierung des Diskussionsobjekts und die Sichtbarkeit aller Teilnehmer eine offenere Diskussion gestattet – auch weil man sieht, wer sich zu Wort melden möchte.

Video macht locker
Video macht locker
73,9 Prozent der Teilnehmer vermerkten, dass die direkte und persönlichere Kommunikation via Video zu einer positiveren und damit entspannteren Arbeitsatmosphäre führte. Für Neun von zehn Probanden ist eine positive und entspannte Arbeitsatmosphäre essentiell, um komplexe Teamaufgaben bewältigen zu können.

Telefon und E-Mail schneiden bei diesem Kriterium schlecht ab. 81 Prozent der Studienteilnehmer vertreten die Meinung, dass mit diesen Instrumenten Aufgaben nur aufgeteilt, aber nicht gemeinsam gelöst werden. Mit der integrierten Plattform sei man gemeinsam zu einer Lösung gekommen.

„So lautete unsere Schlussfolgerung, dass die Zusammenführung von Video, Ton und gemeinsam bearbeiteten Dokumenten in der integrierten Kollaborationsplattform Teamarbeit als echten Gruppenprozess ermöglicht. Unterm Strich bedeutet das: die ‚um den Tisch‘ versammelte Intelligenz wird voll ausgeschöpft, Teilnehmer fühlen sich integriert und schalten darum auch nicht so schnell ab“, betont Hofmann.

Die Gespräche über Videokonferenzen seien natürlicher, auch non-verbale Signale können von Gesprächspartnern besser verarbeitet werden, die Moderation kann besser auf Gesprächswünsche, Wortmeldungen und Stimmungen eingehen.

„Wer schon einmal versucht hat, eine Telefonkonferenz mit mehr als drei Teilnehmern zu einem kontroversen Thema zu moderieren, weiß, wie anstrengend und eigentlich unmöglich es ist, eine befriedigende Interaktion zu erzielen. Hier erlaubt gerade der visuelle Kanal eine wesentlich bessere Gesprächssteuerung, die Meetingteilnehmer fühlen sich präsenter, können sich leichter einbringen und auch nicht so leicht zurückziehen. Durch die Möglichkeit, gemeinsam das gleiche Arbeitsdokument zu betrachten und zu bearbeiten, können Misserständnissen und Doppelarbeit vermieden werden“, resümiert Hofmann, die in der nächsten Woche, am 4. September in Bloggercamp.tv, die Studienergebnisse mit uns diskutieren wird. Allerdings nicht in den Abendstunden, wie gewohnt, sondern schon um 11 Uhr.

Auf dem StreamCamp im Kölner Startplatz am 16. und 17. November werden wir das aufgreifen. Das Thema beschäftigt uns schon eine Weile: Warum sich Videokommunikation erst jetzt in Unternehmen durchsetzt – Impulse setzen private Nutzer.

Vorteile ergeben sich ja nicht nur für die unternehmensinterne Zusammenarbeit. Auch die Kommunikation mit Kunden lässt sich verbessern. Statt skriptgesteuerte Fließband-Gespräche mit Hotline-Mitarbeitern zu führen, kann man im Video-Chat viel besser auf Probleme mit Technik und Fragen zu Diensten eingehen. Am Telefon ist es für Verbraucher schwieriger, Service-Anliegen präzise zu erläutern. Viel besser ist es, wenn er es in Wort und Bild zeigen kann. Aber da bewegt sich in der Service-Branche bislang wenig.

Also, liebe Innovatoren der Wirtschaft, kommt zum StreamCamp nach Köln und stellt Eure Systeme für die Videokommunikation mit Mitarbeitern und Kunden vor!

Siehe auch:

Warum sich Call Center in der Weisheit der Vielen verflüssigen #StreamCamp