Bereit für die #Gamescom und für das Festival?

Gamescom

Das finale Programm des Gamescom Festivals 2013 steht: Mit 25 Music-Acts, dem Programm der Toggo-Tour, den drei Bühnenstandorten Hohenzollernring, Rudolfplatz und Neumarkt und einer weiter gestiegenen Zahl von Ausstellern lohnt sich der Besuch des Festivals. Es gibt Neuigkeiten für die Hauptbühne auf dem Hohenzollernring zu vermelden: Zu den Headlinern TOCOTRONIC (Samstag) und JOHNOSSI (Sonntag) konnten ROYAL REPUBLIC für den Freitag gewonnen werden. Und nicht nur das: 2,6 Millionen Aufrufe bei „YouTube“, 110.000 Fans auf facebook, Platz zwei in den deutschen Album-Charts – ohne Zweifel ist MC FITTI der Act der Stunde live am Freitag auf der Hauptbühne des gamescom festivals.

Nach der Absage von YASHA ist es gelungen, FLO MEGA & THE RUFFCATS für einen Auftritt zu gewinnen. Außerdem holt am Sonntag die Formation SOUND OF GAMES die alten Klassiker der Spielmusik auf die Bühne.

Auch der Rudolfplatz erweitert sein Programmangebot beim Gamescom Festival. Wenn die TOGGO-Tour an den drei Veranstaltungstagen ihr Nachmittagsprogramm beendet hat, wird die Bühne zu der Tanz- und Partyzone des gamescom festivals und vorbereitet für Yuriy Gurzhy (Russendisko / RotFront // Berlin) und Katja Kubikova (Kompott Party // Köln), die den Platz vor der Hahnentorburg dank der Unterstützung von KASPERSKY Lab vor der Hahnentorburg bespielen.

Interessant auch der Hinweis von Nerdhub:

Vom 19. bis 22 August findet in Köln, Ehrenfeld zum vierten Mal das Festival für elektronische Kunst und alternative Spielformen statt.

Die Ausstellungen und Installationen der über 20 Aussteller findet ihr hier: Artheater, Schreinerei Buchal & Krings, CBE Club Bahnhof Ehrenfeld, Showroom Concerto Köln, DQE Design Quartier Ehrenfeld, Zoo – Die Schänke.

Am 22. August wird im Zoo ab 22 Uhr der Abschlussabend begangen.

Die zweite PLATINE – Festival Compilation BACKUP 13 steht auch dieses Jahr wieder kostenlos zum Download bereit.

Ich selbst werde am Dienstag da sein.

http://www.platine-cologne.de

Hier eine Übersicht für das Festivalprogramm:

Bühne Neumarkt

Freitag, 23.08.2013:
INTERGALACTIC LOVERS 18:00 Uhr – 18:45 Uhr
KLEE 19:15 Uhr – 20:15 Uhr
KASALLA 20:45 Uhr – 21:45 Uhr

Samstag, 24.08.2013
5 VOR 12 18:00 Uhr – 18:45 Uhr
EXCLUSIVE 19:15 Uhr – 20:15 Uhr
MARTIN JONDO 20:45 Uhr – 21:45 Uhr

Sonntag, 25.08.2013
ELIAS BREIT 16:00 Uhr – 16:30 Uhr
EFFI 16:45 Uhr – 17:45 Uhr
DJ SEPALOT 18:15 Uhr – 19:15 Uhr
OK KID 19:45 Uhr – 21:00 Uhr

Bühne Rudolfplatz

Kinder und Familienprogramm mit der TOGGO-Tour von Super RTL.

Freitag: 12:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Samstag: 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Sonntag: 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr

RUSSENDISKO (powered by KASPERKY Lab)
Freitag: 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Samstag: 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Sonntag: 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Bühne Hohenzollernring:
Freitag, 23.08.2013:
CLAIRE 18:00 Uhr- 18:30 Uhr
LESLIE CLIO 18:55 Uhr – 19:30 Uhr
MC FITTI 19:55 Uhr – 20:35 Uhr
ROYAL REPUBLIC 21:05 Uhr – 22:00 Uhr

Samstag, 24.08.2013
TRÜMMER 18:00 Uhr – 18:35 Uhr
SUSANNE BLECH 19:00 Uhr – 19:40 Uhr
FLO MEGA & THE RUFFCATS 20:05 Uhr – 20:55 Uhr
TOCOTRONIC 21:25 Uhr – 22:45 Uhr

Sonntag, 25.08.2013
SOUND OF GAMES 16:00 Uhr – 16:30 Uhr
ADOLAR 16:50 Uhr – 17:35 Uhr
ABBY 18:00 Uhr – 18:50 Uhr
LAING 19.15 Uhr – 20:10 Uhr
JOHNOSSI 20:40 Uhr – 22:00 Uhr

Zudem sind wir – also Sohn und Sohn – wieder gespannt auf den……….Landwirtschaftssimulatoooooooor

Wer macht mit beim StreamCamp in Kölle?

StreamCamp-Vorarbeiten

In zwei Bloggercamp.tv-Sessions haben wir erste Ideen für ein Barcamp zum Thema Streaming diskutiert.

Morgen fahre ich zum Startplatz in Köln und werde den Termin festzurren, wenn die Konditionen vernünftig sind. Wunsch-Wochenende wäre der 16. und 17. November (also Samstag und Sonntag).

Thematisch wollen wir alles aufgreifen, was zum Thema Streaming aktuell ist. Natürlich auch über den Status von Hangout on Air, über neue Formate, Experimente, internationale Trends, alternative Dienste, Gaming-Szene, Einsatz für Kundendialoge, Netzwerk-Effekte, synchrone und asychrone Kommunikation und, und, und.

Als Barcamp-Organisatoren sind Hannes Schleeh und ich noch Anfänger. Deshalb wäre es schön, noch Mitstreiter zu finden.

Also bitte bei uns melden!

Ideen-Gewimmel fürs StreamCamp in Kölle: Heute, 19:30 Uhr #Bloggercamp.tv #sck13

Ideen-Gewimmel gefragt
Ideen-Gewimmel gefragt

Eine Milchstraße von Einfällen, so werden die Texte und Aufzeichnungen aus dem Nachlass des Schriftstellers Jean Paul bezeichnet. Keine ordentlich gekämmten Maximen oder Aphorismen zur Lebensweisheit, sondern ein blühendes Durcheinander von Ideen, Beobachtungen, Skizzen und Parabeln. In einer Auswahl nachzulesen in dem Eichborn-Band „Ideen-Gewimmel“.

Gleiches wird heute unsere Aufgabe in der zweiten Session von Bloggercamp.tv sein. Um 19:30 Uhr. Wir sammeln Ideen für das geplante StreamCamp in Kölle – Mitte November.

Die Idee wurde spontan in unserer Update-Sendung mit dem Video-Blogger Ali Mokhtari geboren.

Jetzt werden wir das etwas konkretisieren. Mit dabei ist natürlich Ali und der Sohn vom Sohn – Constantin Sohn.

Alles, was mit Live-Streaming zu tun hat, soll dabei diskutiert werden. Gaming, Kundendialoge, synchrone und asynchrone Kommunikation, Streaming-Dienste….Was könnten wir alles bei unserem Barcamp aufgreifen, wo soll das Ganze über die Bühne gehen, wer hätte Spaß, sich an der Orga zu beteiligen, wen können wir fürs Sponsoring begeistern und, und, und.

Wer spontan heute Abend in der Runde mitwirken möchte, ist herzlich eingeladen. Einfach eine kurze Mail an gunnareriksohn@gmail.com – dann hole ich Euch um 19:15 Uhr in den Hangout rein.

Hashtag für Twitter-Zwischenrufe während der Live-Übertragung

Bloggercamp.tv oder: Besser scheitern mit Crowdfunding

Heiter scheitern

Heute Abend ab 18 Uhr ist es soweit. Es startet in Kölle ein Crowdfunding-Roundtable, der monatlich über die Bühne gehen soll. Ich bin auch dabei und soll etwas über unser Startnext-Projekt zur „Streamingrevolution – ein fließendes Unbuch mit und über Hangout on Air erzählen“. Und wie es im Leben eben mal vorkommt, das Ganze war zum Scheitern verurteilt. Warum, das werde ich in rund 20 Minuten skizzieren. Als Verlierer stehen wir trotzdem nicht da, denn als Ergebnis entstand unser Workshop-Konzept “Video-Blogging und Echtzeitkommunikation über Streaming-Dienste: Von Laien für Laien“. Und das wird gut gebucht 🙂 So bleibt eben vom Scheitern eher das Heiter übrig.

Ablauf:

Einleitung und Begrüßung durch Dennis Schenkel.

Gunnar Sohn erzählt uns von seiner eigenen Crowdfunding-Kampagne.

Adrian Porger von United-Equity beleuchtet Crowdfunding aus der Sicht eines Crowdfunding-Portals.

Vidar Andersen lässt uns einen Einblick in seine Crowdfunding-Erfahrungen haben.

Get-Together in entspannter Atmosphäre.

Ab 19:30 gibt werden wir in Bloggercamp.tv live über die Kölner Gesprächsrunde berichten und Eindrücke des Zusammentreffens auffangen. Ab 18:30 Uhr ist Hannes Schleeh on Air mit: Warum eine Königin ein iPad-Magazin macht.

Köln als Tourismus-Magnet….für Müll: Verbrennung Alaaf

Müllpolitik der Kommunen ist Müll

Über die kommunalen Fehlplanungen beim Bau von Müllverbrennungsanlagen, die auf die Müllgebührenzahler abgewälzt werden, habe ich mich ja schon einige Male ausgelassen. Jetzt lese ich gerade im stets gut informierten Fachdienst Euwid folgende Nachricht:

„Die Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft (AVG) Köln mbH darf erstmals Abfälle aus den Niederlanden in der Restmüllverbrennungsanlage (RMVA) direkt annehmen und verbrennen. Das teilte das Unternehmen mit. Demnach liege bereits seit April eine entsprechende Notifizierung vor, in der festgelegt sei, dass innerhalb eines Jahres bis zu 4.000 Tonnen Gewerbeabfälle aus der Region Roermond nahe der deutschen Grenze verarbeitet werden können. Damit nutze die AVG Köln erstmals die durch eine Ratsentscheidung im Frühjahr 2012 eingeräumte Möglichkeit, Abfälle auch aus dem Ausland annehmen und verbrennen zu dürfen. Demnach dürfen in der RMVA Köln nunmehr auch Abfälle aus dem Ausland verbrannt werden, sofern die Entsorgungssicherheit in der Stadt Köln gewährleistet bleibt und die Auslastung der Anlage sichergestellt werden kann. Mit den Lieferungen aus den Niederlanden soll die Anlage, an der der Entsorgungskonzern Remondis fast 50 Prozent der Anteile hält, ökonomisch betrieben werden, hieß es weiter. Ziel sei es, die Verbrennungsentgelte möglichst stabil zu halten. Die AVG hatte bei der Beantragung zur Verbrennung ausländischer Abfälle im letzten Jahr argumentiert, dass der Stadt bis zu 17 Prozent höhere Verbrennungsentgelte drohen, wenn man die RMVA nicht auch für ausländische Mengen öffne.“

Das bestätigt meine Ausführungen, die ich in der Kolumne „Recyclingland bald abgebrannt“ gemacht habe:

Mit den Wolkenkuckucksheim-Planungen der Kommunen in der Abfallwirtschaft sind in Deutschland massive Überkapazitäten bei Müllverbrennungsanlagen entstanden, die nicht gerade als Wundermaschinen bei der Gewinnung von Wärme und Strom glänzen. Im Städte-Dreieck Bonn-Köln-Leverkusen kann man diesen milliardenschweren Irrsinn stellvertretend für viele andere Gebietskörperschaften bewundern.

Der Wirkungsgrad der meisten Verbrennungsöfen erreicht eher beschauliche Werte – kein Wunder, denn die MVAs wurden auf die Abfallbeseitigung ausgerichtet und nicht auf die Energiegewinnung. Umso mehr lasten die Betriebskosten, die über Müllgebühren verrechnet werden, auf den kommunalen Finanzhaushalten. Je weniger Müll in den Verbrennungsöfen landet, desto höher sind die Kosten pro Tonnage. Umso aggressiver steigen die kommunalen Entscheider gegen die mittelständische Recyclingwirtschaft in den Ring, um von Textilien bis Altmetall alles unter ihre Fittiche zu bekommen. Immer mit dem Argument, man brauche neue Einnahmequellen, um die Müllgebühren nicht aus dem Ruder laufen zu lassen.

Im Bloggercamp wollten wir eigentlich mit Professor Justus Haucap von der Monopolkommission ausführlich über diese Entwicklung reden. Sein Uni-Rechner hatte aber etwas dagegen.

Ein wenig konnten wir dennoch plaudern. Wir werden wir wiederholen, wenn sich der Rechner von Professor Haucap abgekühlt hat 😉

Kölle Alaaf, Müll Alaaf, Verbrennung – großer Mist.

Barcamps statt Hochglanz-Gequatsche #tck13

Barcamp-Diskussionskultur

So ganz möchte ich meine morgige The European-Kolumne hier nicht ausbreiten. Aber ein paar Ausschnitte animieren vielleicht zur Lektüre meiner Ergüsse über das Social Web-Gelabere von Führungskräften der Wirtschaft, die nach außen eine Menge Blendwerk aufbauen und nach innen immer noch wie Generaldirektoren agieren.

Also hier der Appetitmacher:

Die Krawattenfraktion im Management, die sich auf Internet-Tagungen salopp mit Polohemd und Slipper-Schuhen in Szene setzt, kann mit der Wirklichkeit des Mitmach-Webs wenig anfangen. Da labern Führungskräfte und so genannte Keynote-Speaker auf öligen Kongressen ihre Kalenderweisheiten ins Publikum und ergötzen sich an irgendwelchen Statistiken über die Relevanz von Facebook und Co. Veredelt wird das Gesagte mit bunten Powerpoint-Präsentationen.

Kleiner Sprung zum Ende meines Beitrages:

Egal, ob es nun um soziale Netzwerke oder andere Themen geht: Es ist Fließband-Ware von einschlägigen Veranstaltern, die für schlappe 1.000 oder 2.000 Euro pro Teilnehmer über Hochglanz-Broschüren und Newslettern verkauft wird. In der Taktung präsentiert man die Propaganda wie Schweinebauch-Reklame in Anzeigenblättern. Eine Kultur des offenen Austauschs und Dialogs sieht anders aus. Die liebwertesten Gichtlinge der Wirtschaft sollten sich mal an der Organisation von Barcamps versuchen, wo die Teilnehmer das Programm selbst bestimmen können. Hier gibt es keine Sprachregelungen, dümmlichen Verkäufersprüche von der Kanzel und versnobte Wichtigtuer-Gespräche beim Verzehr von Blätterteigtaschen mit Thunfisch-Füllung, Lachsmousse, Fleischpastetchen und Scampi-Mango–Spießen. Wer vom Social Web redet, sollte auch sein Handeln danach ausrichten. Wie etwa die drei Online-Redakteurinnen des Kölner Stadt-Anzeigers, die beim Tweetcamp in Köln offen über ihre Flops und Tops bei Twitter-Kampagnen sprachen und kritische Einwürfe nicht wie eine Majestätsbeleidigung behandelten.

Beim Tweetcamp gab es kalte Pizza, wie es sich gehört.
Beim Tweetcamp gab es kalte Pizza, wie es sich gehört.

Nachzulesen in meinem Blogpost: Krümelmonster, besiegte Kanzlerin und viele Tweets #tck13

Beim tck13 kam das Thema mit den Barcamps, die von (tradierten) Unternehmen veranstaltet werden könnten, wohl auch auf. Diese Session ging allerdings an mir vorbei. Wie ist Eure Meinung zu diesem Thema? Sollten wir dazu mal eine Bloggercamp-Sendung machen?

Lesenswert zu diesem Thema auch: Wenn aus Facebook nichts werden kann: 10 Gründe, warum Unternehmen auf Facebook scheitern! Es gibt so viele Fanseiten, die diese Bezeichnung einfach nicht verdienen. Zwar haben sie Fans, aber für die wird schlicht nichts gemacht. Antworten auf Fragen der Kunden? Fehlanzeige! Support bei Problemen mit einem Produkt? Nope! Interaktionen mit den Fans? Nicht wirklich! Liebe Unternehmen, Marken und Organisationen, wenn euch eure Fans so egal sind, dann lasst es lieber mit der Facebook-Seite.

Falk Hedemann hat gibt die richtige Empfehlung.

Weiterer Lesehinweis: Tame, Twitter, Changemanagement und mehr – mein Tweetcamp Köln 2013 #tck13

Und natürlich: Hach, Flausch und Pizza für alle!

Krümelmonster, besiegte Kanzlerin und viele Tweets #tck13

Tweetcamp in Kölle

Drei Tage Technologiekonferenz in Wien – schon spannend. Dann zwei Tage Tweetcamp in Kölle – noch spannender. Tolle Sessions, interessante Gespräche und viele Ideen für neue Projekte mitgenommen.

Eindrucksvoll fand ich die Vorstellung des Startup-Unternehmens tame.it, gegründet von jungen Journalisten, die erkannt haben, welche Kraft Twitter für die redaktionelle Arbeit entfaltet und wie wichtig Recherchetools sind, um noch mehr aus dem Twitter-Strom herauszuziehen. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass so ein Unterfangen nicht von großen Verlagen kommt, die immer noch an der Wirkung der 140-Zeichen-Maschinierie zweifeln. Torsten hat das mit der Tweet-Quote der Tagung von Netzwerk-Recherche verglichen.

Die haben weitaus weniger getwittert als die Tweetcamper, obwohl bei der journalistischen Fachtagung wesentlich mehr Teilnehmer waren. „Journalisten sollten auf diesem Feld viel aktiver sein“, so Tame-CCO Torsten Müller.

Aufschlussreich waren auch die Ausführungen @schnodderpepe über Filme im Netz. Nicht nur die Produktionen seiner eigenen Agentur, sondern die Möglichkeiten für Unternehmen und sonstige Organisationen, mit gut gemachten Videoproduktionen wesentlich mehr Resonanz zu erzielen als mit den weichgespülten Werbefilmchen fürs Fernsehen.

Die Resonanz kann via Youtube und Co. wesentlich präziser gemessen werden als mit den Schummel-Reichweitenquoten der so genannten werberelevanten Zielgruppe von Menschen zwischen 14 und 49 Jahren.

Erfrischend offen gingen die drei Online-Redakteurinnen des Kölner Stadt-Anzeigers mit den Tops und Flops ihres Hauses auf Twitter um.

Es entwickelte sich eine sehr kritisch-konstruktive Debatte mit dem Plenum über den Umgang der klassischen Medien mit Twitter.

https://twitter.com/timoschca/status/345868920349138944

Ich selbst hatte mich am ersten Tag spontan zu einem kleinen Vortrag entschlossen – ohne große Vorbereitungen: Ein (inzwischen gelöschter) Tweet eines CDU-Beraters und seine Folgen – Wie wir Merkel besiegten.

Wer den Fall noch einmal Revue passieren lassen möchte, hier die Chronologie der Ereignisse Anfang April:

Merkel-Hangout und Sendelizenz: Was als harmloser Tweet begann und in einer 007-Debatte eskalierte.

Merkel-Hangout: Rundfunk oder nicht? Keine endgültige Entscheidung der Medienaufsicht – ZAK-Chef wollte Duftnote setzen und die Debatte entspannen.

Live-Hangouts sind eher Abrufdienste und kein Rundfunk #MerkelHangout.

Weitere Berichte zum Tweetcamp (ohne Garantie auf Vollständigkeit):

#nr13 und #tck13: Journalismus und Twitter

tweetCamp 2013: In den Herzen der Nerds

Tweetcamp Köln – Tag 1

#TCK13: RECAP VOM TWEETCAMP 2013 IN KÖLN

tweetCamp: Das Barcamp zum Thema Twitter war ein voller Erfolg.

Besonders aktiv war Thomas Riedel aka Droid Boy @boydroid, der einen Großteil der Sessions live ins Netz gestreamt hat via Hangout on Air.

Liebwerteste Gichtlinge und die antidigitale Besserwisser-Duftwolke

Auf der Suche nach politischer Kompetenz im Digitalen

Hier ein kleiner Ausblick auf meine morgige The European-Kolumne, die man so ab 9 Uhr abrufen kann. Über Kommentare und weitere Hangout-Interviews würde ich mich sehr freuen.

Man müsse jetzt sehr schnell einen Zugang zu Hochtechnologien vermitteln, fordert Gaming-Experte Christoph Deeg im ichsagmal-Interview.

Computerspiele seien dafür ein hervorragender Transmissionsriemen:

„Deutschland ist kein digitales Land und keine digitale Gesellschaft. Wir müssen endlich unsere Hausaufgaben machen. Politische Figuren wie Rösler würden in diese Thematik ständig mit einer Pseudo-Wirtschaftsförderung reingehen. Da ist nichts Neues und Modernes dabei.”

Es riecht nach volkspädagogischer Belehrung

Es fehle ein digitaler Masterplan. So sollte jede Schule Gaming in den Unterricht integrieren. Jede Schule, die Gaming nicht aktiv nutzt, ist nach Ansicht von Deeg keine gute Schule.

„Wir können Schule, Lernen, berufliche Weiterbildung und auch die Arbeitswelt durch Gamification besser machen. Das gilt auch für das Innovationsmanagement in Unternehmen. Und hier liegt der Knackpunkt in Deutschland. Wir müssen mehr über die positiven Erfahrungen aus der digitalen Welt sprechen und weniger kulturpessimistische Debatten über Technikfolgenabschätzung führen.“

Selbst aus vielen Lernspielen kriechen volkspädagogische Zeigefinger-Botschaften heraus. So wird schon Schulkindern vermittelt, was Ältere von der Digitalisierung halten: Das ist alles gefährliches Zeug und ohne Kindermädchen-Betreuung nicht zu bewältigen. Wer in Deutschland Leseförderung über das Spiel Pokémon vorschlägt, wird von verknöcherten Oberstudienräten als grenzdebiler Pausenclown geächtet.

Unsere bildungsbürgerliche Elite kann vielleicht Schillers Glocke auswendig runterbeten, versagt aber schon bei der Unterscheidung von Bits und Bytes. Wir müssen endlich ein digitalfreundliches Umfeld in allen Teilen der Gesellschaft schaffen. In einer erzkonservativen und brutal hierarchischen Welt fällt es schwer, die Potenziale der Digitalisierung aufzuzeigen. Gamification könnte ein Ansatz sein, diese verkrusteten Strukturen aufzubrechen.

Onkel Christoph begleitet Euch zur Gamescom

„Wir haben eine Alternativlos-Gesellschaft. Und das gilt für Politiker aller Parteien. Es gibt Vorgaben, die von Verwaltungsbeamten alternativlos umgesetzt werden. Was fehlt, ist eine Vision. Wie wollen wir in Zukunft arbeiten, leben und lernen? Und genau an dieser Stelle wird Gaming relevant. Hier zeigen die Menschen sehr genau, wie sie gerne arbeiten und kommunizieren wollen. Kommt zur Gamescom nach Köln, Onkel Christoph nimmt Euch an die Hand und zeigt Euch die lustigen Sachen. Ihr lernt Gamer in freier Wildbahn kennen und versteht, wie morgen die vernetzte Gesellschaft und die digitale Infrastruktur ausschauen müsste“, so Deeg.

Das gilt übrigens auch für die Telekom. Mit der Drosselpolitik des Magenta-Konzerns erreichen wir Verhältnisse wie in Detroit und zwar flächendeckend, so die Warnung von Deeg.

Eine reiche Industrienation wie Deutschland, die die digitale Revolution verschläft, bekommt spätestens in zwanzig Jahren gravierende Probleme und wird von Ländern wie Südkorea überrollt.

Abschied von den Manfred Spitzer-Gichtlingen der Gesternwelt

Unsere Kinder werden uns dann die Pistole auf die Brust setzen und fragen, warum sie uns noch Rente bezahlen sollen, wo wir doch ihre Zukunft in einer bildungsbürgerlichen Besserwisser-Duftwolke vergeigt haben. Trendforscher Peter Wippermann ist immer wieder überrascht, wie jungfräulich die digitale Agenda unter den deutschen Dichtern und Denkern immer noch betrachtet wird im zwanzigjährigen Jubiläumsjahr des Internets. Eigentlich sollten wir in der aktiven Auseinandersetzung mit der Vernetzungsfrage schon sehr viel weiter sein.

„Selbst das Web 2.0 hat schon 2004 die Bühne betreten. Das mobile Internet steht auch schon seit einigen Jahren auf der Tagesordnung“, erläutert Wippermann im Smart Service-Talk.

Die Kerntreiber werden in teutonischen Diskursen immer noch links liegen gelassen. Die digitalen Technologien haben sich rasant weiter entwickelt. Gleiches gilt für die ökonomischen Modelle und für eine Generation, die mit interaktiven Medien aufgewachsen ist und mittlerweile zur Gruppe der Hauptkonsumenten zählt. Wir sind zu träge, um uns mit den Möglichkeiten der Vernetzung aktiv auseinanderzusetzen. Der Wirtschaft läuft Gefahr, diese Talente auf dem Arbeitsmarkt und in der Startup-Szene links liegen zu lassen. Hier schlummern gigantische Möglichkeiten, die sich allerdings nur in einer Kultur der Vernetzung entfalten können. Insofern wird es Zeit für einen digitalen Gesellschaftsvertrag, den wir politisch vereinbaren müssen, um uns von den rückwärtsgewandten Gefechten der liebwertesten Manfred Spitzer-Gichtlinge endgültig zu verabschieden.

Siehe auch:

20 Jahre Internet und wir sprechen jetzt von digitaler Revolution?

Bildung für das 21. Jahrhundert: D64 fordert eine Programmiersprache als zweite Fremdsprache!

DIGITALES QUARTETT: SIND WIR WIRKLICH DIE MY-GENERATION?

Das politische Widerstandspotenzial im Netz sollten die etablierten Politiker und Manager nicht unterschätzen, wie Sascha Lobo feststellt: Soziale Netzwehr: Erdogan wird wissen, weshalb er Twitter fürchtet.

Sohn fragt Sohn: Warum sich die Netzgemeinde mit der Gaming-Szene verbünden sollte

Sohn fragt Sohn

Sohn fragt Sohn zur Kritik von Fefe und Frank Rieger am Trend zur Gamification.

Es geht um die Abhängigkeit von Software und Regeln, zur Frage der Autarkie der Gaming-Szene, zur Drosselkom, die auch die Computerspieler netzpolitisch bewegen müsste und zu den Plänen von Sohn & Sohn auf der Gamescom, wo wir Live-Hangouts planen mit Computerspielern, Vertretern der Gaming-Industrie, mit Bloggern, Youtubern und allen Interessierten, die mit uns ins Gespräch kommen möchten.

Der Webvideopreis dürfte ähnlich interessant sein für die Netzgemeinde wie die Gaming-Szene.

Warum wir in Deutschland mit der Digitalisierung hadern und wie schädlich das ist, schildert eindrucksvoll MICHAEL KONITZER in seinem Blogpost: Im tiefen Tal der Exponentialität.

Beckedahl: Telekom ist der größte Feind der Netzneutralität #Drosselkom

Drosselkom-Demo in Köln

Der Protest gegen die Drosselpolitik der Telekom nimmt an Schärfe zu. Kein Vorwahlgeplänkel, keine Eintagsfliege – die netzpolitische Bewegung nimmt den Angriff auf die Netzneutralität nicht hin, wie Markus Beckedahl auf der Anti-Drosselkom-Demo zur Hauptversammlung der Telekom in Köln deutlich machte.

Da wird es wohl nicht ausreichen, wenn Bundesnetzagentur und Kartellamt die Pläne des Magentakonzerns prüfen. Auch der Verweis der CDU-Netzpolitiker in der gestrigen Bloggercamp-Sendung auf bestehende Regelungen im Telekommunikationsgesetz können die Netzgemeinde nicht beruhigen.

Verlangt wird eine gesetzliche Festschreibung der Netzneutralität.

So, erst einmal trockene Klamotten anziehen. Es hat heute zur Demo ungedrosselt aus Kübeln geschifft.

Siehe auch:

Drosselkom: Offline and Online-Protests against ISP Plans to slow down Internet Connections – and for Net Neutrality.

Telekom: König Drosselkoms Abgang.