Livestreaming mit Hangout on Air: Geballtes Praxiswissen im Buch und beim #Streamcamp14 in München

Livestreaming-Buch

Livestreaming kennen die meisten nur aus dem TV, andere haben es auch im Internet wahrgenommen.

„Doch mittlerweile werden hier nicht nur große TV-Ereignisse oder Präsidenten-Reden übertragen. Konferenzen, Vorträge werden genauso in das Internet geschoben, wie Podiumsdiskussionen oder Lesungen. Mit Google Hangout on Air hat der Internet Gigant Google ein gutes Mittel, eine schöne Werkzeugsammlung für Übertragungen und mehr zur Verfügung gestellt. Ein Hangout ist im Grunde eine Videokonferenz, ein Hangout on Air kann noch ein bisschen mehr. Es speichert oder überträgt (quasi live – leichter Versatz) das aufgenommene zu Youtube und bietet damit zahllose Anwendungsmöglichkeiten“, schreibt Thorsten Ising in der Rezension unseres Buches „Live Streaming mit Hangout on Air“, erschienen im Hanser-Verlag.

In Deutschland hätten noch nicht viele diese Möglichkeiten erkannt.

„Aber einige schon. Gunnar Sohn und Hannes Schleeh widmen sich seit dem Start von Google Hangout dem Thema und so finde ich es nicht überraschend, dass genau diese beiden ein Buch dazu verfasst haben“, so Thorsten Ising.

Livestreaming-Opus
Livestreaming-Opus

Neben Begriffserklärungen, Technik- und Durchführungsworkshops in Bild und Text (viele Screenshots), Plattformen, Checklisten für die Durchführungen und Vorbereitung von Live-Sendungen, mobilen Journalismus und vielem mehr, gebe es auch die praktischen Anwendungsbeispiele und Erfahrungsberichte.

Das Fazit von Thorsten Ising nach der Lektüre unseres Opus: Das Buch sei geballtes Praxiswissen:

„Newcomer wie Fortgeschrittene bekommen Informationen, Anleitungen, Tipps und Hintergrundwissen für laufende und künftige Projekte. Durch die wirklich strukturierten Inhalte ist es sowohl Praxisleitfaden, wie Nachschlagewerk. Gut gemacht, verständlich geschrieben, mehrwertig bebildert. Klare Kaufempfehlung.“

Vor Freude über diesen Beitrag könnte ich in die Luft springen, schließlich haben wir einige harte Arbeitswochen in den Hanser-Band gesteckt.

Streamcamp München is coming
Streamcamp München is coming

Unser geballtes Praxiswissen wird übrigens an diesem Wochenende wieder beim Streamcamp in München zur Geltung kommen. Der Hanser-Verlag macht einen Büchertisch und wir stellen alles zur Verfügung, um erste Gehversuche mit Livestreaming zu machen, vorhandene Kenntnisse zu vertiefen oder experimentell an neuen Dialog-Formaten für private und berufliche Zwecke zu arbeiten. So werde ich eine Session in Zusammenarbeit mit Fraunhofer IAO und weiteren Experten vorschlagen, die sich mit der Kunst des Distanzmanagements in Unternehmen beschäftigt.

Gemeinsam mit Hannes wollen wir eine Session anbieten, die zeigt, wie man mit Hangout on Air Webinare organisieren kann. Vielleicht mache ich auch wieder ein Audio-Livestreaming mit dem Google-Dienst, der für Audioübertragungen eine Studiofunktion beinhaltet. Hannes Schleeh bringt sein Greenscreeing-Equipment mit, um Heute Journal-Studio zu spielen. Ihr könnt Hardware und Software testen. Es gibt eine Liveschalte zum Besser Online-Kongress des DJV in Berlin. Am Samstag spendiert uns die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) einen zünftigen Bier-Abend. Dann kommen noch Drohnen zum Einsatz. Eine Unkonferenz mit vielen Überraschungen zu fairen Barcamp-Preisen.

Buch und Livestreaming-Barcamp gibt es am 18. und 19. Oktober im Doppelpack. Also schnell noch Tickets besorgen. Wir hören und sehen uns am Wochenende in der Payback-Firmenzentrale in München 🙂

Versuchslabor für die TV-Autonomen: Streamcamper treffen sich in München

Dadaistische Performance von Gerhard Schröder und Hannes Schleeh beim Streamcamp
Dadaistische Performance von Gerhard Schröder und Hannes Schleeh beim Streamcamp

Mit dem Themen-Barcamp rund ums Livestreaming gehen wir am 18. und 19. Oktober in die zweite Runde. Im vergangenen Jahr fand die Weltpremiere im Kölner Startplatz statt. Die Teilnehmer kamen vor allem aus dem Rheinland und Westfalen. Nun ist die Netzszene in München an der Reihe, das Streamcamp als Versuchslabor für neue Projekte, Formate, Technologien, Wissensaustausch und Anregungen nutzen zu können. Es wäre toll, wenn unsere Veranstaltung auch in der bayerischen Landeshauptstadt und Umgebung auf Zuspruch stößt. So preiswert kommt man bei anderen Konferenzen nicht an eine geballte Ladung Livestreaming-Kompetenz. Streamcamp-Mitorganisator Hannes Schleeh hat das im Interview mit dem SOCIAL-FILM-MARKETING-BLOG kompakt zusammengefasst:

Die Firma Payback, stellt uns ihre wunderschönen Räumlichkeiten direkt am Oktobertestgelände für das Wochenende zur Verfügung. Damit ist auch eine Anreise aus dem Süden Deutschlands und aus Österreich und der Schweiz leichter möglich. Genau wie in Köln haben wir in München sehr viele Film- und Medien-Schaffende. Bei einem Barcamp oder einer Unkonferenz kann man im Vorfeld noch kein Programm vorstellen, weil das ja erst mit den Teilnehmern erarbeitet wird. Wir werden aber wieder, wie in Köln, sehr viele und spannende Sessions rund um das Thema Livestreaming haben. Am Samstagmittag haben wir zudem eine Liveschaltung zum Besser-Online Kongress des DJV in Berlin geplant. Dort referiert der One-Shot-Video Journalist Kai Rüsberg zum gleichen Thema. Auch die Liste unserer Sponsoren und Medienpartner lässt sich sehen. Zum ersten Mal unterstützt uns das Fraunhofer Institut IAO als Wissenschaftspartner. Frau Dr. Hofmann forscht zum Thema Arbeitsgestaltung und Wissensarbeit und der Nutzung von Video-Konferenzsystemen. Auch der Hanser-Verlag wird am Samstag mit einem Büchertisch auf dem Streamcamp sein. Mein Tipp für den Ticketkauf! Das VIP-Ticket inklusive Buch ist das Günstigste, wenn man das Buch noch nicht hat und bis zum 18.10.2014 warten kann. Wir freuen uns auf ganz viele Streaming Interessierte aus Österreich, der Schweiz und Deutschland.“

Heimstudio von Hannes Schleeh
Heimstudio von Hannes Schleeh

Technikpartner für die Sessions, die alle live ins Netz via Hangout on Air übertragen werden, ist die Software-Firma BoinxTV. Hannes setzt dieses Programm bei Bloggercamp.tv ein und demonstriert damit jeden Mittwoch, wie man mit wenig Aufwand Heute Journal via Greenscreening spielen kann. Auch das wird in München vorgestellt. Und natürlich auch die ultimative Conference Webcam Logitech CC 3000e für professionelle Anwendungen.

Wer Ideen für eigene Web-TV-Projekte entwickeln und ausprobieren möchte, wer Echtzeitkommunikation mit Kunden und Mitarbeitern via Livestreaming testen will, wer die ersten Gehversuche als TV-Autonomer machen will, sollte am 18. und 19. Oktober zum Streamcamp kommen. Unser Livestreaming-Opus, das gerade im Hanser-Verlag erschienen ist, präsentieren wir natürlich auch.

Es wäre toll, wenn wir die Hütte voll bekommen. Also jetzt anmelden und das Barcamp für Livestreaming weiter empfehlen. Bis Ende September müssen wir ungefähr die Teilnehmerzahl kalkulieren, um das Catering zu bestellen.

Beim Livestreaming-Dienst Hangout on Air liegt der Vorteil bei der On-Demand-Nutzung über Youtube. Entsprechend gespannt bin ich auf den Erfolg des Streaming-Dienstes Netflix in Deutschland. Hat zwar nichts mit dem Streamcamp-Kernthema zu tun, ist aber am Rande unseres Barcamps auch von Interesse.

Live-Show mit Unterhaltungswert – Social-TV mit Hangout on Air #gls40

Social-TV-Studio beim #GLS40 Kongress in Bochum
Social-TV-Studio beim #GLS40 Kongress in Bochum

Jede öffentliche Veranstaltung würde sich für Live-Hangouts eignen, meint Norbert Bolewski in einem Blogbeitrag für die Fernseh- und Kinotechnische Gesellschaft. Das schaffe auch Transparenz in der Gesellschaft.

„Es bietet die Möglichkeit, alles öffentlich zu machen. Man kann über alles berichten was man möchte, um auch gesellschaftliche Prozesse auszulösen oder darzustellen. Bürgerinitiativen sind ein Beispiel. Die Bürgerveranstaltungen mit Infos über die havarierte Atommüllkippe Asse bei Wolfsburg ist eines davon. Man hat auch die Möglichkeit der Archivierung, und kann sich die Diskussionen erneut später in Ruhe anschauen. Es gibt keine rechtlichen Regelungen, wie beispielsweise bei öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, was die Dauer der Verfügbarkeit anbelangt“, schreibt Bolewski und meint damit den Zwang zur Depublizierung, den wir in mehreren Bloggercamp.tv-Sendungen über die Greenscreening-Technik ausgetrickst haben.

In den vergangenen Jahren gebe es aber auch bei der technischen Qualität enorme Fortschritte. Das erkenne man deutlich bei Livestreams im so genannten Content Marketing. Bolewski erwähnt das durchgängige TV-Angebot zur Kieler Woche, das von Audi gesponsert wurde – mit Beiträgen, Zusammenfassungen, Berichten und Ausblicken und täglich live. Ein weiteres Beispiel ist die Staatsoper in München. Als Sponsor konnte die Linde-Gruppe gewonnen werden. Die Livestreams werden bevorzugt gerne im amerikanischen und asiatischen Raum gesehen.

„Es handelt sich hier bereits mehr um eine professionelle Übertragung mit sechs Kameras und zig Mikrofonen.“

Livestreaming biete die Möglichkeit, sich sozial zu vernetzen und durch das Social Web Kommunikationsprozesse neu zu steuern.

„So wurde vor drei Jahren schon ein ganzes Fußballspiel live in Facebook übertragen. Man musste dazu den Like-Button auf der Fanpage eines Bierherstellers anklicken. Die technische Qualität war eher als schlecht zu bezeichnen. Trotzdem hatte der Bierhersteller von einem Tag zum anderen 10.000 mehr Fans auf seiner Webpage. Die Werbewirkung war größer als es je ein deutscher Fernsehsender zu bieten vermag. Das hat übrigens viele Nachahmer gefunden. So überträgt der DFB Livestreams zum Frauenfußball“, weiß der Autor.

Weltweite Angebote gibt es für Cricket-Enthusiasten und selbst die Floorball-Weltmeisterschaft in Hamburg wurde live übertragen – so eine Art Hallen-Hockey mit Eishockeyschlägern.

Kompaktes Live-Programm mit wenig Technik
Kompaktes Live-Programm mit wenig Technik

Social-TV auf dem Niveau einer Magazinsendung zelebrierte Bloggercamp.tv in Live-Hangouts auf der Generalversammlung der GLS Bank im Ruhr Congress. Mit zwei Laptops, zwei Logitech-Kameras, einem Mikrofon mit Behringer-Mischpult und einem Smartphone machten wir in zwei Sendungen in jeweils knapp 30 Minuten Außenreportagen, vorproduzierte Einspieler und Interviews mit Vorständen, Filialleitern, Gründungsmitgliedern der ersten sozial-ökologischen Universalbank, wichtigen Kunden sowie Prominenten wie die Starköchin Sarah Wiener.

Wir stellten Bioprodukte vor und übertrugen eine musikalische Kostprobe vom Schauspielhaus Bochum mit ihrem Singspiel „Bochum“. Redaktioneller Plan, alles drei bis fünf Minuten ein neues Ereignis, unterschiedliche Kameraperspektiven, Regie und Moderation machten das Ganze zu einem abwechslungsreichen Livestreaming-Erlebnis.

Sendeplan: Szenenwechsel im Drei-Minuten-Takt
Sendeplan: Szenenwechsel im Drei-Minuten-Takt

Zwei überraschende Reaktionen kamen direkt nach unserem kleinen Experiment:

„Was Sie da gemacht haben mit geringem technischem Aufwand, da hätten wir vom Bayerischen Rundfunk eine Großübertragung daraus gemacht. So viele Gesprächsgäste und dazu noch Außenreportagen. Das ist beeindruckend, was heute mit der Hilfe des Internets möglich ist“, meint ein Wirtschaftsredakteur des BR.

Und ein Konzernsprecher sagte uns:

„Wir machen auch Live-Streams von unseren Bilanzpressekonferenzen. Die Übertragungen kosten ein paar Tausend Euro plus Kamerateam. Aber solche moderierten Live-Shows sind wirklich auch sehr interessant.“

Hangout on Air ist noch längst nicht ausgereizt für Livestreaming-Experimente 🙂

Das alles könnt Ihr natürlich in unserem Livestreaming-Buch nachlesen. Ab dem 4. September.

Weiterer Auszug aus dem Buch:

Über den Piratensender der Regierungschefin.

FINAAAAAALE fürs Livestreaming-Buch: Bloggercamp.tv-Sendung heute um 16 Uhr

Livestreaming Buchcover

Ob Deutschland bei der Fußball-WM in Brasilien ins Finale kommt, steht in den Sternen. Bislang hat noch nie eine europäische Mannschaft in Südamerika den Weltpokal gewonnen. Schlechtes Omen. Für unser Livestreaming-Buch gehen wir jetzt in die finale Phase. Hannes und haben sich jeweils zehn Kapitel vorgeknöpft, so dass wir auf rund 250 Seiten kommen mit allem, was mit über Jedermann-TV wissen muss. In unserer Nachmittagssendung gehen geben wir noch einmal einen Ausblick auf das Opus. Es erscheint im September und kann bei Amazon schon vorbestellt werden. Unten findet Ihr die Arbeitstitel der Kapitel, die wir geschrieben haben. Ich selbst werde über Pfingsten die letzten Ergänzungen machen und mein Skript Ende nächster Woche abliefern. Hannes hat wohl morgen seinen finalen Schreibtag. Wer noch etwas beitragen will, sollte sich schnell melden oder vielleicht sogar direkt in die heutige Sendung gehen – ist ein wenig kurzfristig, aber wir lieben Spontaneität.

Ich hätte dann noch am Donnerstag und Freitag die Möglichkeit, mit Euch Hangout on Air-Interviews zu führen. Einfach melden per Mail: gunnareriksohn@gmail.com.

Hier die Kapitel, die sich in der Schlussphase noch etwas verändern werden:

  1. Die TV-Autonomen kommen; Live-Übertragungen – Die Königsdisziplin des Fernsehens ist heute für Jeden machbar; Was braucht man heute um live zu streamen Equipment Technik Kosten; Auf was ist zu achten (Checkliste) Einstellungen; Die Sendung; Vorbereitung; Inhalt Dauer Dramaturgie; Abschnitte Opener / Jingle / Begrüßung / Diskussion / Abschluss Fazit / Hinweis auf die nächste Sendung – Orte.
  2. Jedermann-Fernsehen jenseits vom Massenmarkt; Jeder kann zum Sender werden – Nischen-Fernsehen statt Massenbespassung; Das Fernsehen braucht das Internet – Das Internet braucht das Fernsehen nicht; Zielgruppe Publikum; Bekanntmachung Werbung für die Sendung; Weniger ist mehr Die richtigenund wichtigen Zuschauer sind entscheidend Social Media TV nicht Massenwerbung mit Streuverlusten; Der Marketing Effekt Zuschauer fassen Vertrauen zu den Personen in der Sendung offen für Empfehlungen; Etablierung als Experte über Bewegtbild Höhere Glaubwürdigkeit und Professionalität durch Live-Charakter; Neue Formate – Experimente.

  3. Die besseren Talkshows – Gesprächskultur im Netz, Frische Gäste – frische Formate – Graswurzel-Talk-Kultur; bei Jauch und Co sitzen immer die selben Nasen; Abtesten der Gäste, ob die auch gut rüber kommen. Maulfaule sind kontraproduktiv

  4. Wie wir Kanzlerin Merkel besiegten – Livestreaming und der Rundfunkstaatsvertrag; Überkommene Gesetze – Analoger Rundfunkstaatsvertrag und das Neuland Internet;
    Wie uns in Deutschland föderale Strukturen und Gesetze ausbremsen; Gesetzeslage Rundfunkstaatsvertrag und das föderale Recht der Länder; Rechtliche Rahmenbedingungen und Grauzone; Fall Merkel und die Konsequenzen daraus

  5. Eine bewegende Bilderwelt: Von Gutenberg zur neuen Mündlichkeit im Netz; Streaming und Videos ersetzen und ergänzen lange Texte; YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine.

  6. Mobiler Journalismus mit Google Glass; Das Fernsehstudio in der Hosentasche oder auf der Nase; Das Smartphone ersetzt heute ein komplettes Fernsehstudio die Miniaturisierung schreitet voran; Wearable Devices wie die Google Glass werden die bunten Täfelchen ablösen und völlig neue Eindrücke von Ereignissen mit erleben lassen.

  7. Live-Drohnen: Bewegtbilder im Überflug; Miniaturisierung der Technik ermöglicht Live-Aufnahmen aus der Luft. Wie man mit wenig Geld eine Live-Übertragung in HD aus der Luft machen kann.

  8. Vom Ende der Hochglanz-Kommunikation: Warum Unternehmen eine erweiterte Medienkompetenz benötigen; Live ist glaubwürdiger – Kommunikation mit der Zielgruppe auf Augenhöhe
    Reisekosten sparen Pressekonfernzen via Hangout on Air.

  9. Über Kundenservice in Echtzeit; Service live und in Echtzeit – Zeigen statt erklären; Was einem Kunden hilft, können andere danach auch sehen. Live zeigen und dann zur Verfügung stellen.

  10. Ein Blick unter die Motorhaube: Wie Livestreaming funktioniert; Streaming-Technologie im Internet – Plattformen für Livestreaming.

  11. Vom Nutzen der synchronen und asynchronen Kommunikation; Live senden und gleichzeitig aufzeichnen – der Zuschauer entscheidet wann er konsumiert. Schneller kann man ein YouTube Video nicht erstellen. Vor- und Nachteile einer Live-Sendung in YouTube.

  12. Virtuelle Bierproben, Kuhstall-TV und andere Medien-Experimente; Ungewöhnliche Ideen und neue Medienformate – Was man alles daraus machen kann und könnte. Anregungen zu kreativem Nachdenken und Ausprobieren.

  13. Radiomacher auf Youtube; Der Ton bestimmt die Qualität – Live-Sendungen ohne Bild; Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Wie wir auf die Idee kamen Live-Radio über YouTube zu machen.

  14. Yoga geht auch virtuell; Weiterbildung und How-To Sendungen zum Lernen und Nachmachen; Live-Helpouts oder wie man im Netz zum Spezialisten wird.

  15. Bolzplatzhelden als Fußball-Kommentatoren; Virtuelle Stammtische und Besprechungen – Wie man Mashups mit Livestreaming macht.

  16. Quick-and-dirty-Technik: Smartphone oder Ultrabook statt Ü-Wagen; Kleines und flexibles Equipment ermöglicht schnelle flexible Live-Formate
    Am Beispiel von AGRITECHNICA.TV erklärt wie man in 3 Tagen 20 Sendungen mit 40.000 Abrufen mit 2 Mann generiert.

  17. Das eigene Nachrichten-Studio Greenscreening mit einfachen Mitteln;Teure Technik mit Software ersetzen ermöglicht Fernsehstudio Atmosphäre; BoinxTV und Wirecast Bildmischer am iPad.

  18. Vorbereitung ist alles – Technikcheck für Teilnehmer; Rückkopplungen, Krachmacher, Dark Vaders und andere Live-Probleme; Was alles schief gehen kann, wenn man live sendet. Ausfall von Geräten und Internetverbindungen. Warum das Graswurzel-TV teuer wird, wenn der Anspruch an Ausfallsicherheit und Aussehen steigt.

  19. Den Zuschauer einbinden – Wie klassisches Fernsehen die neuen Möglichkeiten einsetzen kann; Rundshow, Huffington Post, Sarah Hill, Aktuelles Sportstudio.

  20. Live senden ist ein Handwerk – Deshalb gilt üben üben üben!

Man hört und sieht sich um 16 Uhr.

Jedermann-TV jenseits vom Massenmarkt #mfMW #StreamCamp13

StreamCamp-Vorarbeiten
StreamCamp-Vorarbeiten

Morgen gibt es in einer Session beim Medienforum Mittweida eine schöne Steilvorlage für das Kölner StreamCamp im Startplatz – sind ja nur noch fünf Tage bis zum Barcamp für Streaming-Technologie.

Thema von Claudia Heydolph und Tim Kader in Mittweida: „Livestreams in HD jenseits vom Massenmarkt: Überall live dabei – mehr als Fernsehen“.

Sie beschäftigen sich mit der Frage, wann es sich auch für Inhalte mit geringen Zuschauerandrang lohnt, einen Livestream in HD anzubieten. In 60 Minuten sollen Standards, Chancen, Risiken, sowie Produktionstechniken und Workflows für HD Livestreams anhand von Marktanalysen und Best-Practice-Beispielen skizziert werden. Wie lassen sich HD Livestreams ohne großen Sponsor finanzieren? Bin gespannt, was da von 13 bis 14 Uhr vorgestellt wird. Da die beiden Referenten in der Herbert E. Graus Arena auftreten, müsste es wohl auch einen Livestream geben.

Was mit relativ kleinem Budget an Liveübertragungen möglich ist, demonstriert gerade der StreamCamp-Mitorganisator Hannes Schleeh auf der Agritechnica in Hannover.

Ton und Bild können sich hören und sehen lassen. Im Einsatz sind Nikon D 800, MacBook Air und Blackmagic Design UltraStudio Mini Recorder. Fertig ist der Ü-Wagen von Hannes. Beim StreamCamp wird er darüber berichten.

Wer sich für diese Medienrevolution interessiert, sollte nicht lange zögern und schnell noch ein Ticket fürs StreamCamp in Kölle besorgen 🙂

Ein Jahr Hangout on Air: Fragen an Google? #Bloggercamp.tv – Heute, um 18:30 Uhr!

Merkel-Hangout-Mashup
Merkel-Hangout-Mashup

Nicht nur auf dem StreamCamp in Köln lassen wir es krachen, wenn es um die Weiterentwicklung von Streaming-Diensten geht. Heute Abend gehen wir auch bei Bloggercamp.tv in die Vollen, um mit kompetenten Gesprächspartnern das einjährige Jubiläum des Streaming-Dienstes Hangout on Air gebührend zu würdigen.

Hannes Schleeh hat es schon angekündigt:

Ab 18:30 Uhr werden wir mit dem Pressesprecher von Google Deutschland, Stefan Keuchel, Rückschau halten. Mit dabei sein wird auch Daniel Fiene vom Digitalen Quartett, der wie Stefan Keuchel im allerersten Hangout on Air 2012 mit dabei war. Das Digitale Quartett sendet genau wie Bloggercamp.tv einmal pro Woche immer Montag ab 21:00 Uhr zu verschiedenen Netzthemen. Für die Beleuchtung der juristischen Situation konnten wir den bekannten Internet Rechtsanwalt Thomas Schwenke gewinnen.

Seit dem Sommer des vergangenen Jahres ist es nun möglich, ohne Ü-Wagen und aufwändiger Technik kostenlos Live-Übertragungen im Netz auf die Beine zu stellen.

Das reicht von Uni-Vorlesungen, Gymnastik-Kursen bis zu hochpolitischen Gesprächsrunden. Welche internationalen Trends gibt es? Wie hat sich der Google-Dienst in Deutschland etabliert? Läuft das Ganze schon in HD-Qualität mit 720p? Wie wird der Dienst weiterentwickelt? Kann man bald unterschiedliche Kameras einsetzen mit einem Regie-Tool? Werden auch Unternehmen Live-Formate nutzen etwa in der Kundenkommunikation? Wie verhalten sich die Landesmedienanstalten in der Frage von Sendelizenzen? Welche Netzwerk-Effekte kann man auslösen – synchron und asynchron?

Fragen über Fragen, die wir heute Abend bestimmt nicht alle klären werden. Es gibt aber bestimmt noch eine Menge Themen, die Euch auf der Seele brennen. Also heute ab 18:30 mitmischen und Twitter-Zwischenrufe loslassen während der Live-Übertragung. Wie immer mit dem Hashtag versehen.

Man hört und sieht sich heute Abend hoffentlich 🙂

Und um 19:30 Uhr ist dann der Power-Blogger Jeff Jarvis in unserer zweiten Session. Thema: Google Glass im Journalismus.

Siehe auch:

Regelmäßig oder nicht: Hangouts sind kein Rundfunk – So lief das Gespräch mit ZAK-Chef Brautmeier.

Merkel-Hangout und Sendelizenz: Was als harmloser Tweet begann und in einer 007-Debatte eskalierte

Hangout On Air als “Killerapplikation”: Mein Social Media Breakfast-Resümee

Banken, Boni und Protzereien: Crowdfunding als Finanzierungsalternative #lunchtalk #wiwo

Wiwo Lunchtalk in der Vorbereitunsphase

Das Image von Banken und Börsen ist im Eimer. Und das wird sich wohl in den nächsten Jahren nicht ändern. Da können die Finanzinstitute noch so viele „Kunden“ in Jogginganzügen über den TV-Bildschirm laufen lassen und Verkaufssprüche loslassen wie „Vertrauen Sie dem Testsieger“ oder „fairste Bank“. Wenn um die Finanzierung von Produkten, Diensten, Ideen und Firmen geht, setzt sich Crowdfunding immer mehr durch.

Warum? Weil man nicht mehr abhängig ist von irgendwelchen Finanzmanagern im feinen Zwirn und Kolbenfüllhaltern von Montblanc, um in der Tagesmappe über Wohl und Wehe von Businessplänen zu entscheiden. Die Crowd im Netz für eigene Projekte begeistern, auf Augenhöhe mit den Unterstützern kommunizieren und im Dialog das angestrebte Finanzziel erreichen – so könnte eine Ökonomie der Selbermacher aussehen. Das war Thema des heutigen Lunchtalks der Wirtschaftswoche, in dem ich als Gesprächsgast Rede und Antwort stand.

Das ist aber auch Thema meiner heutigen Kolumne für das Debattenmagazin „The European“: Es geht um die Makers-Bewegung, die eng verbunden ist mit der Crowdfunding-Philosophie.

„Durch die Maker-Bewegung verändert sich langsam das Gesicht der Industrie; der Unternehmerinstinkt erwacht und Hobbys werden zu kleinen Unternehmen. Tausende Maker-Projekte Crowdfunding-Websites wie Kickstarter finanziert, wo allein im Jahr 2011 fast 12.000 erfolgreiche Projekte, von Design und Technik bis Kunst, knapp 100 Millionen Dollar erzielten“, erläutert der ehemalige Wired-Chefredakteur Anderson, der mittlerweile Vorstandschef von 3DRobotics ist sowie Gründer von DIY Drones.

Oder schauen wir uns doch den Erfolg der Spielekonsole Ouya an, die über die Plattform „Kickstarter“ finanziert wurde. Das Finanzierungsziel lag bei 950.000 Dollar und in die Kasse kamen schließlich rund 9 Millionen Dollar von 63.000 Unterstützern – die jetzt als Promotoren den Konsolenmarkt aufmischen werden. 46.000 davon haben das Dankeschön-Paket mit 99 Dollar gezeichnet – also den Verkaufspreis für das Indie-Gerät. Welcher Risikokapitalgeber hätte das denn unterstützt bei Konkurrenten wie Sony, Microsoft und Nintendo. Und wer erschließt aus dem Stand heraus 46.000 Abnehmer – und das sogar vor dem offiziellen Marktstart im Juni?

Auch wenn die Makers- und Crowdfunding-Bewegung noch vergleichsweise bescheidene Anteile an der volkswirtschaftlichen Gesamtleistung aufweist, bin ich davon überzeugt, dass sich hier Verschiebungen der Ökonomie im Ganzen vollziehen.

In unserer Bloggercamp-Sendung um 18,30 Uhr werden wir über dieses Thema weiter diskutieren. Wer Lust hat, in der Gesprächsrunde mitzuwirken, kann sich bei mir oder Hannes Schleeh gerne melden.

Startnext-Projekt des Bloggercamps

Wir werden über das neue Hangout on Air-Format der Wiwo sprechen, über den Fortgang unseres Startnext-Projektes zur Streaming Revolution für Jedermann TV, über die erfolgreiche Startnext-Kampagne des Kabarettisten Dieter Hildebrandt für Störsender.tv und über Second Screen statt TV-Einschaltquote.

Man hört und sieht sich 🙂

Siehe auch:

Aus einem digitalen Projekt kann sogar eine Ladengründung entstehen, wie MyMuesli unter Beweis stellt.

Leider ist die isländische Crowdsourcing-Verfassung am Parlament vorerst gescheitert. Die haben die Lehren aus der Finanzkrise auch nicht gezogen, die Parlamentarier meine ich.

Netzwerke für Live-Streaming: Für Youtube interessant? #breitband #bloggercamp

Startnext Foto

Bram Cohen von BitTorrent will das klassische Fernsehen töten. Eine wohl eher scherzhafte und provokante Bemerkung. Mit Peer-to-Peer-Live-Streaming will er zumindest die technischen Voraussetzungen schaffen, um Videoübertragungen im Netz ohne zentrale Infrastruktur über Millionen von Computern in hoher Qualität zu ermöglichen. Er denkt dabei an die Ausstrahlung von Computerspiel-Turnieren, Sportereignissen, Konferenzen und sonstige Veranstaltungen, die sich für Live-Übertragungen eignen.

„Millionen zeitgleiche Abrufe auf Videodateien oder Millionen Zuschauer eines Livestreams, das bedeutet hohe Kosten und Belastung der Infrastruktur. Genau das will BitTorrent Live ändern. Mit der Technik wird jeder Zuschauer Teil des Streaming-Netzwerks. Die Last wird auf alle Zuschauer verteilt“, so die Breitband-Redaktion des Deutschlandradios.

Hört man sich Radiosendungen über einen Livestream an, dann empfängt der Nutzer pro Sekunde einen Datenstrom von bis zu 128 Kilobit pro Sekunde. Ein Live-Video in HD-Qualität produziert locker das Zwanzigfache an Daten. Und der Videostreaming-Markt ist noch gar nicht so richtig zur Entfaltung gekommen. Was wir jede Woche bei unseren Bloggercamp-Sendungen merken, die über den Google-Streamingdienst Hangout on Air übertragen werden. Kaum einer der Interviewgäste, die wir in die Diskussionsrunden holen, hat vorher Erfahrungen mit Hangout on Air gemacht. Insofern könnten Netzwerke für Live-Streaming zu einer Entlastung des Netzes beitragen und die Jedermann-TV massentauglich machen.

Alexander McWilliam, der das Videostreaming-Angebot der Berliner Philharmonie mitentwickelt hat, sieht das skeptisch:

„Ob der Ansatz von BitTorrent funktioniert, ist noch nicht klar. Ich würde erwarten, dass etwa Youtube oder Netflix auf so eine Technologie anspringen würden. Aber sie tun es noch nicht“, so McWilliam im Breitband-Interview.

Wenn das Netz vor dem Kollaps stünde, würde Peer-to-Peer das Problem nur verschieben.

Ist das so? Wandelt Bram Cohen auf dem Holzweg? Und interessiert sich Google/Youtube für den Ansatz von BitTorrent, um beispielsweise über Hangout on Air Übertragungen in einer besseren Qualität zu ermöglichen? Bislang sind ja die Übertragungsmöglichkeiten über den Streaming-Dienst von Google technisch limitiert. Diese Fragen würde ich gerne in einer unserer nächsten Bloggercamp-Sendungen aufgreifen und natürlich auch in unserem Un-Buch-Projekt über die Streaming Revolution einfließen lassen.

Siehe auch:

How to Vastly Improve Your Video Delivery by Getting Rid of Your CDN.

Ein fucking neues Un-Buch: Ideen für unser Crowdfunding-Projekt „Die Streaming Revolution“

Alles fließt

Wie kann man ein Buch verflüssigen, wenn es in konventionellen Maßstäben erscheint? In einer gedruckten Form braucht man gar nicht darüber nachdenken. Und als eBook?

Bei unserem Crowdfunding-Projekt über die „Streaming Revolution – Ein flüssiges (da dachte ich wieder zu sehr an Gerstensaft) fließendes Buch über und mit Hangout on Air“ war uns von vornherein klar, dass wir die ausgetretenen Pfade von Buchpublikationen verlassen müssen. Finanzierung selber über Netzwerkeffekte auf die Beine stellen. Ohne Restriktionen eines Verlages operieren. Keine knebelnde Autorenverträge akzeptieren. Nicht mit irgendwelchen schwerfälligen Vertriebsstrukturen arbeiten. Keine 08/15-Empfehlungen von Lektoren einholen. Zur Republica Anfang Mai in Berlin die erste Version veröffentlichen und dann weiter an dem Projekt arbeiten. Es gibt zwar einen Anfang, aber kein richtiges Ende bei unserem Schaffensprozess.

In der Steuerung des „Buches“ neue Wege gehen. Videos einbauen, andere Navigationsmöglichkeiten einräumen, Suchfunktionen ermöglichen, das Teilen nicht nur auf kleine Markierungen reduzieren und, und, und. Nicht abhängig sein von eBook-Readern, die technisch begrenzte Fähigkeiten aufweisen. Das alles diskutierten Hannes Schleeh und ich mit Michael Dreusicke, Gründer und Geschäftsführer von PAUX Technologies, um unsere nächste Bloggercamp-Schreibwerkstatt am Mittwoch, um 18,30 Uhr vorzubereiten. Ich freu mich schon auf das Gespräch mit Michael.

In unserem Projekt brauchen wir uns nicht an Konventionen halten. Wir können alles neu denken. Fucking neu! Eine Art Un-Buch oder Nicht-Buch, wo es doch auch schon Unkonferenzen und ähnliches gibt. Wenn wir Live-Videos als Rechercheinstrument einsetzen, sollten auch bewegte Bilder in unserem Streaming-Opus im Vordergrund stehen. Wir könnten sogar erklärende Texte über unsere Schreibwerkstätten ins Un-Buch hineinlesen – egal, wo wir gehen und stehen. Auf der Zugspitze oder in der Kneipe.

„Video ermöglicht eine persönlichere Kommunikation, als es das geschriebene Wort jemals bieten kann. Und anders als beim geschriebenen Wort, benötigt Video keine Vorbildung, keinen Duden und keine Schönschrift. Video ist keine Abbild, sondern ein echter Einblick in unser Leben. Video ist gelebte Kulturtechnik“, so Markus Hündgen (@videopunk) in einem Beitrag für die aktuelle Wired-Ausgabe.

Und Hangout on Air ist die technische Revolution für Jedermann-TV – wo doch das klassische Fernsehen die letzte Bastion der massenmedialen Gatekeeper ist – häufig eine Ansammlung von eitlen Selbstdarstellern.

Was bewirkt die Graswurzel-Talkultur? Wird auch das Fernsehen Opfer der zerstörerischen Kraft des Digitalen? Bislang wird ja das so genannte Social TV in der Kategorie des “Second Screen” gesehen – also als Begleitmedium für TV-Sendungen, wo etwa über Twitter “Wetten, dass” mit Markus Lanz hoch und runter kommentiert wird. In dieser Wundertüte steckt vielleicht mehr drin. Das sollten wir in der Schreibwerkstatt mit dem Berliner Professor Ralf T. Kreutzer, Co-Autor des Buches „Digitaler Darwinismus“ vertiefen.

Man hört und sieht sich vielleicht am Mittwoch bei der Bloggercamp-Schreibwerkstatt.

Der Hangout On Air-Präsident: Bloggercamp besucht Obama – Wann folgt Merkel?

Faltreflektor

Dank des Faltreflektors und einer speziellen Software von Hannes Schleeh konnten wir uns gestern in die Hangout On Air-Session des amerikanischen Präsidenten ins Weiße Haus einschalten. Das Live-Gespräch von Barack Obama mit Bürgerinnen und Bürger zeigt eindrucksvoll, was mit der Graswurzel-Kommunikation des Google-Dienstes so alles praktiziert werden kann. Wir werden dieses Beispiel natürlich in unser fließendes Buch „Die Streaming-Revolution“ aufnehmen – nächste Woche ist ja in der Social Media Week der offizielle Start des Buchprojektes.

Nach unseren Erkenntnisse hat sich Google für die Übertragung aus dem Weißen Haus technologisch so richtig ins Zeug gelegt. Alle Teilnehmer waren mit dem gleichen Funkmikrofon ausgestattet, jeder beteiligte Haushalt wurde wohl von einem Google-Techniker betreut und alle Gäste des Präsidenten-Talks wurden perfekt ins Licht gerückt. Im Präsidentenzimmer ist darüber hinaus mit mindestens zwei Kameras gearbeitet worden. Im normalen Hangout On Air-Modus kann man nur eine einzige Kamera aktivieren. Da muss dann schon eine Anwendung wie BoinxTV zum Zuge kommen, die von Hannes bevorzugt wird.

Wir werden mal bei Google nachfragen, was denn beim Obama-Hangout an TV-Technologie aufgefahren wurde.

Unabhängig von der Sonderbehandlung, die der Präsident erfuhr, ist es für jede Organisation, für jedes Unternehmen, für jeden Verlag und für jeden politischen Entscheider möglich, mit der Netzöffentlichkeit live, auf Augenhöhe, unverfälscht sowie ohne Sprachregelungen, ohne Netz und doppelten Boden ins Gespräch zu kommen.

adidas hat das mit Poldi, Schweini und Co. vor dem Arsenal-Bayern-Spiel leider ohne Fußballfans und in sehr schlechter Übertragungsqualität gemacht. Es war trotzdem recht witzig.

Hangouts Office Hours von Google ist ein Format, in dem regelmäßig Verbesserungsmöglichkeiten für Google+ mit den Nutzern erörtert werden.

Man benötigt allerdings den Mut zum Kontrollverlust. Durch die Liveübertragung, die wenig später als Aufzeichnung dauerhaft auf Youtube vorliegt, kann keine Schönfärberei betrieben werden. Angst vor Trollerei braucht man aber nicht haben. Die Dialoge laufen fast immer höflich und niveauvoll ab – auch wenn man sich in der Sache streitet. Entsprechend niveauvoll lief der Dialog auch mit der ZDF-Sportredaktion ab. Anders sieht es mit den Leserkommentaren aus. Ein richtiger Dialog findet nicht statt – das Ganze ist reaktiv.

Zeit Online hat das mal ausgewertet und Typologien von Leserkommentaren aufgestellt:

Etwa der “Pöbler”, der “Besserwisser” und der “Möchtegern”. Oder der “Ideologe”, der sich vielleicht noch an einem zweiten Gegen-Ideologen abarbeitet, und dem „Egomanen“, der sich über die Zahl der Kommentare definiert. So etwas findet bei Hangout On Air-Gesprächen nicht statt.

Siehe auch den Beitrag von Hannes Schleeh: Hangout on Air mit Präsident Obama.