EU sollte für Rechtsklarheit bei Liveübertragungen im Netz sorgen #hoa

Netz-Bürokratie statt Innovationen

Auch der Social Media-Berater Andreas Prokop hat sich dankenswerter Weise für mehr Rechtssicherheit bei Liveübertragungen im Netz via Hangout On Air eingesetzt: In Österreich. Zuständig ist hier die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH. Die E-Mail-Antwort der RTR ist fast genauso schwammig wie die Position der Landesmedienanstalten in Deutschland.

Sehr geehrter Herr Prokop!

Ob ein bei der KommAustria anzeigepflichtiger audiovisueller Mediendienst vorliegt oder nicht, richtet sich allein danach, in welcher Form bzw. mit welcher Absicht dieser Mediendienst bereitgestellt wird.

Die gesetzliche Definition (§ 2 Audiovisuelles Mediendienste-Gesetz) lautet im Wesentlichen:
Ein audiovisueller Mediendienst ist eine Dienstleistung im Sinne der Art.
56 und 57 AEUV (also des Europarechts) unter der redaktionellen Verantwortung eines Mediendiensteanbieters, deren Hauptzweck die Bereitstellung von Sendungen zur Information, Unterhaltung oder Bildung der allgemeinen Öffentlichkeit über elektronische Kommunikationsnetze ist.

[…]

Im Prinzip kann ein anzeigepflichtiger audiovisueller Mediendienst dann angenommen werden, wenn es sich um ein öffentlich zugängliches Angebot zu Erwerbszwecken handelt und das Angebot als Hauptzweck die Bereitstellung von Sendungen zur Information, Unterhaltung oder Bildung umfasst. Ziel der Bereitstellung ist also die Verfolgung eines Erwerbszwecks mit diesem Angebot, wobei die Bereitstellung von Sendungen (fernsehähnlich) Hauptzweck sein muss.

Mit anderen Worten, wenn Sie – ob als Privatperson oder als Gewerbetreibender (Installateur) – ein Hangout organisieren und dies nicht mit dem Ziel veranstaltet wird, dadurch ein Einkommen zu erzielen und es vor allem auch nicht regelmäßiger Bestandteil eines von Ihnen permanent bereitgestellten Online-Angebotes ist, das Sie zu Erwerbszwecken betreiben, liegt vermutlich kein anzeigepflichtiger Mediendienst vor.

Wenn Sie jedoch – ob als Privatperson oder als Gewerbetreibender – ein audiovisuelles Online-Angebot betreiben und über dieses regelmäßig öffentliche Hangouts veranstalten und dabei das Ziel verfolgen, hierdurch ein Einkommen zu erzielen (dies kann auch indirekt über Werbung und nicht nur über Abonnementgebühren stattfinden), könnte allenfalls auch ein audiovisueller Mediendienst vorliegen.

Als Orientierung ist die gesetzliche Definition heranzuziehen, wobei keine allgemein gültige Patentantwort angeboten werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr RTR-Team

Hier gibt es sicherlich Anknüpfungspunkte, die diskutabel sind. Klar ist ja wohl, dass die Hangouts von Privatpersonen und Unternehmen nicht den Hauptzweck verfolgen für die Bereitstellung von Sendungen zur Information, Unterhaltung oder Bildung der allgemeinen Öffentlichkeit über elektronische Kommunikationsnetze.

Noch besser wäre eine Formulierung wie: Wer kein Vollprogramm überträgt, unterliegt nicht dem Medienrecht. Selbst wenn man das regelmäßig einmal pro Woche oder pro Monat macht, betreibt ja immer noch keinen Rundfunksender. Die Frage des Gewerbes ist auch in Österreich schwammig. Was ist denn mit den Youtube-Anzeigen? Da gibt es ja einen Erwerbszweck. Kommt zwar nicht viel in die Kasse – aber das kann sich bei hohen Klickzahlen schnell ändern. Also sollten wir vielleicht in Brüssel aktiv werden, um länderübergreifend etwas vernünftiges auf die Beine zu stellen. Andreas und Hannes Schleeh haben schon ihr Interesse bekundet.

Vielleicht machen wir ja zu diesem Thema eine Hangout On Air-Gesprächsrunde bei Viviane Reding. Das Thema schreit nach einer EU-Regelung.

Mein Hangout On Air-Fernsehstudio #hoa

Hangout On Air-Fernsehstudio

Ich bin in den vergangenen Tagen und Wochen wieder häufig angesprochen worden, mit welchen Geräten mein kleines Fernsehstudio für Live-Hangouts bestückt ist.

Man kann ja einige Stellschrauben bewegen, um die Übertragungsqualität für das Jedermann-TV über den Google Dienst zu verbessern. Entscheidend sind Ton und Beleuchtung. Moritz Tolxdorff hat das in einer Talkrunde von Gerhard Schröder sehr schon erklärt:

Hier werden wohl die meisten Fehler gemacht. Oder es sind gar keine Fehler, weil es vielen wohl einfach wurscht ist, wie sie während einer Diskussionsrunde rüberkommen.

Für die Zuschauer ist es allerdings wenig erfreulich und sie klicken weg. Im Eimer ist dann natürlich auch die Aufzeichnung auf Youtube, die man nach den Live-Übertragungen direkt abrufen, teilen und einbetten kann – also der asynchrone Nutzen, der den Dienst Hangout On Air noch attraktiver macht.

Liveübertragungen ohne Ü-Wagen

Um auf ein blödes Headset zu verzichten, setze ich auf das USB-Mikro von Samson. Es tut gute Dienste, erzeugt keine Rückkoppelung und bewährt sich auch für Audio-Interviews. Aber da gibt es sicherlich noch bessere Geräte: Etwa das von Richard Gutjahr empfohlene Apogee MiC.

Die kleine Webcam ist von Logitech (C920 USB HD Pro Webcam).

Für Außeneinsätze habe ich mir Ende vergangenen Jahres noch die BCC950 Webcam von Logitech geleistet – muss aber nicht sein.

Logitech-Cam für Liveübertragu

Beim Social Media Breakfast in München und im Haus der Architektur in Kölle hat sie sich allerdings bewährt, da sie über Schwenk-, Kipp- und Zoomfunktionen verfügt. Die Fernbedienung ist etwas schwerfällig.

Die Beleuchtung ist von Mettle.

Es gibt da bestimmt noch dutzend andere Varianten in allen möglichen Preisklassen. Wichtig sind Ton und Beleuchtung.

Hangout On Air: Wie geht es weiter mit der Streaming-Revolution? #HOA #BloggerCamp

Hangout On Air-Fernsehstudion für zu Hause

Hannes Schleeh machte mich gerade aufmerksam auf einen Beitrag von Ronnie Bincer, der erklärt, wie man das vorweihnachtliche Geschenk von Google, gemeint ist der Vollbildmodus für Einzelübertragungen mit dem Dienst Hangout On Air (HOA), zusammen mit der Cameraman-App für Präsentationen nutzen kann.

Es beweist, wie rasant sich diese Streaming-Revolution ausbreitet.

Siehe auch den kleinen Test, den ich vor ein paar Tagen gemacht habe.

Was sich mit HOA in den vergangenen Monaten getan hat und was wir noch erwarten können, ist das der ersten Session des nächsten Blogger Camps am 30. Januar 2013 von 18,30 bis 19,00. Die Diskussionsrunde wird auch einen Ausblick auf eine Sondersendung des Blogger Camps am 20. Februar geben, wo ein Regierungsmitglied mit uns über die Notwendigkeit rechtlicher Änderungen des Rundfunkstaatsvertrages zur Legalisierung der Jedermann-TV-Sendungen sprechen wird (Zusage liegt vor. Um welche Frau oder welchen Mann es sich handelt, wird am 30. Januar verraten). Wer sich berufen fühlt, Ende Januar seine HOA-Erfahrungen in der Sendung kundzutun, möge sich an Hannes Schleeh wenden.

Die zweite Session disputiert über die AGB-Diktatoren des Netzes und geht von 19,30 bis 20,00 Uhr. acquisa-Chefredakteur und dosentelefon-Blogger Christoph Pause hat schon zugesagt. Wer sich über die merkwürdige AGB-Politik der Netz-Giganten ärgert oder Vorschläge für eine bessere AGB-Vorgehensweise machen möchte, ist herzlich eingeladen. Teilnahmewünsche für die zweite Session nehme ich entgegen.

Weitere Infos zu den Blogger Camp-Sendungen findet Ihr hier.

Siehe auch:

Vom Nutzen der asynchronen Kommunikation.

Die Aufmerksamkeitslogik des Netzes. Zu dieser Thematik erscheint heute noch ein Interview mit Patrick Breitenbach!

Das Haus der Architektur und die kleinen Revolutionen der Kommunikation #hdak

Mit dem Haus der Architektur in Köln startet eine weitere Institution in das Dialog-Abenteuer Hangout On Air. Vor zwei Wochen ist mit dem Social Media Breakfast von Harvey Nash eine neue Gesprächsreihe live ins Netz übertragen worden, die über das Blogprojekt „Das virtuelle CIO-Gespräch“ vor allem IT-Führungskräfte erreichen soll. In beiden Fällen sind Hannes Schleeh und meine Wenigkeit die Geburtshelfer. Den Livestreaming-Dienst wertet der Social Media-Experte Schleeh gar als Killerapplikation für Google. Und er hat recht.

Beim Social Media Breakfast in München haben wir das unter Beweis gestellt. Es ging um den Einfluss von sozialen Medien auf die Unternehmensorganisation im allgemeinen und der IT im speziellen. Die zweistündige Veranstaltung war nicht nur kurzweilig, sie war meinungsfreudig, kontrovers und interaktiv. Hannes war mit seinem mobilen Hangout On Air-Studie verantwortlich für Regie und Technik, ich war als Moderator im Einsatz.

Man kann mit dem Google Plus-Dienst Diskussionsrunden von Firmen, Verbänden, Medien oder Vereinen nicht nur live ins Netz heben und den Stream an vielen Stellen des Internets einbetten, sondern über die Youtube-Aufzeichnung, die wenige Minuten nach Ende der Liveübertragung vorliegt, unendlich reproduzieren und kommentieren.

Google-Sprecher Stefan Keuchel wertet die Live-Hangouts nach einem t3n-Beitrag von Daniel Fiene als klassischen User-Generated-Content:

„Die Nutzer entscheiden selbst, was sie streamen und was sie zeigen wollen.“ Thomas Knüwer vom „Digitalen Quartett“ sieht in den Hangouts On Air sogar eine kleine Revolution für die Unternehmenskommunikation: „Nun können ohne größeren Aufwand Vorstandsstatements übertragen werden, gesponsertes Stars können vor Publikum mit Fans reden, Online-Schulungen werden möglich, Produktvorführungen, Krisenkommunikation, Talkshows…“

Für Fiene liegt die Revolution vor allem darin, dass jetzt jeder in Deutschland live auf Youtube senden kann. Bernd Stahl von Nash Technologies erkennt Potentiale für die Kommunikation von Firmen mit Kunden.

Man braucht keinen Ü-Wagen, keine Misch- und Sendeanlage, keinen Zugang zum Satelliten und auch kein teures Kamera-Equipment. Ein vernünftiges USB-Mikro oder Headset, eine Webcam, Laptop und eine gute Beleuchtung reichen aus und man startet ins visuelle Echtzeitgeschehen. Ich bin mir sicher, dass wir in den nächsten Monaten eine Explosion von neuen Sendeformen im Web erleben werden und eine entsprechende Angebotsvielfalt von smarter Technik, um sich in den eigenen vier Wänden kleine Fernsehstudios zu zimmern. Auf der Software-Seite ist ähnliches zu beobachten. Entsprechend optimistisch äußerte sich Frank Schulz bei der Blogger Camp-Session zum Thema “Von der Lust am Dialog: Welche Formate entwickeln sich über Google Hangout On Air?”

Virtuelle Videokommunikation werde keine drei Jahre mehr brauchen, um den Status von Massenmedien zu bekommen. Besonders Google habe die Power, um diese neuen Dialogformate in die Breite zu tragen.

“Wenn jeder sein eigener Fernsehsender sein kann, dann ist in den nächsten Jahren mit einer exponentiellen Entwicklung der Live-Hangouts zu rechnen – ein Phänomen, das man häufig im Netz beobachten kann”, erklärt Schulz, der Mittwoch nächster Woche bei der zweiten Session des Blogger Camps von 19,30 bis 20,00 Uhr mit von der Partie ist. Thema: Neue Konzepte der vernetzten Kommunikation – von virtuellen Messen bis zur Kundenberatung via Google Hangout.

1000 Live-Hangouts am Tag seien heute noch unrealistisch. Das könnte sich aber sehr schnell ändern, so Schulz.

Heute Nachmittag geht es beim Haus der Architektur in Köln von 15,30 bis 17,30 Uhr um „Neue Medien in der Planung: Fluch und Segen“.

Ankündigungstext:

„Städtebau und Stadtentwicklung werden auf vielen Ebenen von den Entwicklungen im Bereich der (nicht mehr ganz) neuen Medien beeinflusst. Dies gilt insbesondere für Themen der Information, Beteiligung und Mitgestaltung. Zwei wichtige Protagonisten aus diesem Feld werden aus ihren Projekten berichten und Einblicke in die Möglichkeiten geben, die „das Netz“ Planerinnen und Planern bieten kann. Sally Below: Städtische Debatten vor Ort und im Netz – nicht der Konsens ist das Ziel, sondern das Öffnen von Handlungsspielräumen. Julian Petrin: Mach es richtig oder lass es – warum es (fast) keinen Sinn macht, wenn Verwaltungen zu Online-Dialogen einladen.
Anschließend: Offene Diskussion; Moderation Frauke Burgdorff.“

Den Livestream werde ich auch in meinem Blog übertragen. Als Hashtag für Twitter-Zwischenrufe schlage ich #hdak vor. Hoffe, wir sehen uns heute und auch auch am Mittwoch beim Blogger Camp.

Wird auch das Fernsehen Opfer der zerstörerischen Kraft des Digitalen?

In der zweiten Session des Blogger Camps Ende Oktober äußerten sich die Teilnehmer des Live-Hangouts zu der Frage, welche Branchen, Berufe sowie Unternehmen von der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung weggespült werden.

Ziemlich einig war sich die Runde in den düsteren Prognosen bei der klassischen Tageszeitung, die sich in ihrer herkömmlichen Form nicht mehr halten kann und vielleicht nur als Begleitmedium überleben kann, wie Heinrich Bruns meinte. Auch Lars Mensel vom Debattenmagazin „The Euorpean“ betonte, dass man Meldungen an jeder Ecke des Internets abrufen könne. Für tägliche erscheinende Printmedien gebe es da wenig zu holen. Hintergrundmagazine mit einer etwas längeren Halbwertzeit hätten bessere Karten.

Firmen wie Apple, Amazon und Google, die eigentlich aus der IT-Ecke kommen, drängen verstärkt in branchenfremde Segmente. Blicklog-Blogger Dirk Elsner erwähnte die Angebote von Amazon und Google im Firmenkreditgeschäft. Banken würden hier keine Zuwächse mehr verzeichnen. Ich selbst führte das vernetzte Auto an. Siehe dazu auch die erste Session des Blogger Camps im Oktober.

Die PKW-Hersteller würden hier eher Partnerschaften mit Apple und Google eingehen zu Lasten der Netzbetreiber, die auch im Mobilfunkgeschäft bald das Nachsehen haben werden, wie Lars Mensel ausführte. Navigationsgeräte verschwinden aus den Verkaufsregalen und sogar ganze Berufszweige wie Radiologen fallen weg. Die Analyse von Bildern laufe automatisch und werde durch Software umgesetzt, glaubt Katja Andes von Ideacamp.

Generell werden wiederkehrende Prozesse im Alltagsleben vollständig automatisiert, so Andreas Klug von Ityx. Im Kundenservice brauche man sich in fünf Jahren nicht mehr mit Warteschleifen herumschlagen, da intelligente Systeme die Kundenwünsche perfekt antizipieren.

CD- und DVD-Player gehen die Wupper runter. Selbst Autohersteller setzen eher auf Streamingdienste wie Spotity, sagte Social Media-Berater Hannes Schleeh. Ähnliches wirke sich bei Videotheken aus, die ihre Existenzberechtigung durch On Demand- und Streamingangebote verlieren

Niemand sagte beim Blogger Camp den Niedergang des normalen Fernsehens voraus – auch ich nicht. Und selbst hier könnte es zu Umwälzungen kommen. Bislang wird ja das so genannte Social TV in der Kategorie des „Second Screen“ gesehen – also als Begleitmedium für TV-Sendungen, wo etwa über Twitter „Wetten, dass“ mit Markus Lanz hoch und runter kommentiert wird. In dieser Wundertüte steckt vielleicht mehr drin.

Ein Beispiel für Realitätsverdrängung lieferte beispielsweise ZDF-Sprecher Alexander Stock mit Blick auf die Original Channels von YouTube. Hierbei handelt es sich um werbefinanzierte und somit kostenfreie Spartenkanäle, die vor ein paar Wochen gestartet wurden:

„Eine Wirkung auf den TV-Markt werden diese webbasierten Plattformangebote nicht haben. Dafür ist die Internetnutzung am TV-Gerät zu gering.“

Die Reaktion von ARD-Programmdirektor Volker Herres geht in die gleiche Richtung:

„Für uns sind neue Themenkanäle keine Konkurrenz. Das Erste werde seine Schwerpunkte anlässlich des Starts des Youtube-Programms nicht verändern“.

Diese Einschätzung könnte sich rächen:

„Es ist besser, eine solche Herausforderung, die zu Beginn nur Teile des eigenen Geschäftsmodells gefährdet, früh anzunehmen und darauf zu reagieren. Denn gerade Werbekunden könnten an den zielgruppenspezifischeren Angeboten der YouTube-Channel einen großen Gefallen finden. Und jüngere Zielgruppen, die bereits heute regelmäßig Youtube nutzen, nehmen das Angebot gerne in Anspruch nehmen. Durch den individuellen Abruf verschiedener Clips kann man nicht nur ein individuelles Spartenprogramm erstellen. Es lässt sich sogar problemlos auf mobilen Geräten wie Handys und Tablet-PCs abrufen – und nicht nur bei Internet-tauglichen Smart-TVs. So besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass sich für immer mehr Nutzer das klassische Lean-Back-TV zu einem Lean-Forward-TV entwickelt. Und man hat den Eindruck, dass beitragsfinanzierten TV-Anstalten darauf nicht vorbereitet sind“, so Professor Ralf T. Kreutzer, der im Frühjahr 2013 gemeinsam mit Microstrategy-Manager Karl-Heinz Land das Buch „Digitaler Darwinismus – der (stille) Angriff auf Ihr Geschäftsmodell und Ihre Marke – Welche Macht Social Media wirklich innewohnt“ (Gabler Verlag) herausbringt.

Die beiden Autoren wollen die verschlafenen Führungskräfte wachrütteln und dokumentieren, welche Auswirkungen die sozialen Medien und weitere online-basierten Entwicklungen auf etablierte Geschäftsmodelle und erfolgreich eingeführte Marken haben.

Weitere Dynamik dürfte aus Diensten wie „Hangout On Air“ von Google erwachsen. Hier ist Jedermann-TV ohne gigantische Budgets möglich. Mit Livestreaming und der automatischen Aufzeichnung über Youtube sei das eine Killerapplikation, meint Hannes Schleeh. Bislang ist das eher die stümperhafte Fortsetzung von Videokonferenzen mit nervigen Headsets (wie bei unserem Blogger Camp), schlechter Beleuchtung und blechernen Tönen.

Mit etwas besserer Technik und Übung wird sich da in Zukunft noch einiges bewegen. Erste Projekte wie Tech-Talk, Blogger Camp, Digitales Quartett oder Hangout-TV gibt es ja schon.

Was sonst noch zu erwarten ist, thematisieren wir in der zweiten Session des Blogger Camps am Mittwoch, den 28. November um 19,30 Uhr. Thema: Neue Konzepte der vernetzten Kommunikation – von virtuellen Messen bis zur Kundenberatung via Google Hangout.

Wer interessante Projekte vorstellen möchte oder schon Erfahrungen mit neuen Konzepten der virtuellen Kommunikation gemacht hat, kann gerne beim Hangout mitmachen. Bitte bei mir oder Hannes Schleeh frühzeitig melden, damit wir noch Test-Hangouts machen können.