#Streamcamp14 meets Besser Online-Kongress – Live-Doku-Experiment von @ruhrnalist #SocialTV #djvbo

SocialTV mit Kai Rüsberg
SocialTV mit Kai Rüsberg

Gemeinsam mit dem Hörfunk- und Fernsehjournalisten Kai Rüsberg unternehmen die Besser Online-Kongressteilnehmer in Berlin am Samstag, den 18. Oktober in einem Workshop den Versuch, mithilfe eines Google Hangout on air und alternativer Kameratechnik live im Internet von der Konferenz zu berichten.

Produziert wird eine Live-Doku der Veranstaltung unter Einbindung der Teilnehmer. Sie kann vom DJV geteilt und eingebunden werden und steht nach Sendungsende als Aufzeichnung dauerhaft unter dem gleichen Link auf YouTube online. Die so produzierten Sendungen sind zugleich ein Beispiel für SocialTV, weil sie interaktiv sind und etwa dem Zuschauer die Möglichkeit bieten, über eine eingebaute Frage-Antwort-Funktion, aber auch per Social Media während der Sendung Fragen zu stellen. Zusätzlich können externe Orte, Fachleute, Konferenzen und sogar Zuschauer in die Sendung aufgeschaltet werden.

„Das Seminar und die Sendung werden vorab in Google+ als Veranstaltung veröffentlicht und lassen eine Anmeldung zu, die dann eine Terminerinnerung auslöst. In dem vorweglaufenden Seminarteil von 9:30 bsi 10:30 Uhr werden bis zu 8 Teilnehmer in die Technologie eingewiesen und an der Sendungsgestaltung beteiligt. Der Fokus liegt nicht auf optimaler Sendequalität, sondern auf dem interaktiven Erlernen der Technik und eigenständigem Entdecken der Möglichkeiten eines Live-Streams“, heißt es in der Ankündigung des DJV.

Das Streamcamp in München ist Teil dieser Doku, denn um 13:30 Uhr organisieren wir eine Liveschalte in das Foyer des Besser Online-Kongresses und werden uns mit den Workshop-Teilnehmern von Kai Rüsberg unterhalten. Am Nachmittag gibt es dann in Berlin noch ein Forum, wo die Ergebnisse des Medienexperiments erörtert werden. Das können wir dann beim Streamcamp nicht mehr verfolgen. Aber Kai könnte ja danach in unserer Mittwochssendung bei Bloggercamp.tv darüber berichten.

Wer das Ganze live erleben will, sollte zum Streamcamp nach München kommen 🙂 Wir werden zwei Tage mit Hangout on Air experimentieren!

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Versuchslabor für TV-Autonome: Auf zum Livestreaming-Barcamp in München am 18. und 19. Oktober #streamcamp14

Streamcamp München is coming
Streamcamp München is coming

Für bewegte Bilder und für Audio steht das Handwerkszeug für den digitalen Autodidakten bereit, der heute ohne Ü-Wagen, ohne Ausbildung zum Kameramann oder zur Kamerafrau, ohne Kenntnisse von Ton und Licht sowie ohne schweres technisches Gerät Fernsehen und Hörfunk machen kann. Zu jeder Zeit, an jedem Ort. Beim Streamcamp in München am 18. und 19. Oktober in der Firmenzentrale von Payback geht es um Live-Fernsehen mit Diensten wie Hangout on Air.

Beim Livestreaming-Barcamp wird über alles diskutiert, was die Jedermann-TV-Bewegung ausmacht. Mobile Streaming-Studios, neue Webcams und Mikros, Software fürs Greenscreening, Präsentation neuer Formate, Tipps für die Belichtung, Live-Podcasting, How to-Tutorials, One-Shot-Video-Journalismus, Liveschalte zum Besser Online-Kongress des djv in Berlin, Videokommunikation in Unternehmen, Präsentation von Studienergebnissen (Fraunhofer IAO ist Wissenschaftspartner), Echtzeitkommunikation mit Kunden, SocialTVShow-Experiment, Webinare organisieren mit Hangout on Air und, und, und. Man kann alle Geräte ausprobieren, Formatideen diskutieren, Formate live senden und mit den Teilnehmern Erfahrungen austauschen. Kurz und gut, es wäre toll, wenn am übernächsten Wochenende in München die Barcamp-Butze gut besucht wird.

Tickets zu fairen Barcamp-Preisen gibt es hier: http://streaming-akademie.de/tickets/

Flauschige, vernetzte und offene Webinare: Sessionvorschlag fürs #Streamcamp14 in München

SocialTVShow: Livestreaming-Session auf dem Kölner Startcamp
SocialTVShow: Livestreaming-Session auf dem Kölner Startcamp

Wir haben bei Bloggercamp.tv bekanntlich die Möglichkeiten abgetestet, mit dem Livestreaming-Dienst Hangout on Air auch Webinare zu organisieren. In der Regel machen das die einschlägig bekannten Anbieter mit recht geschlossenen Konzepten. Mit Hangout on Air kann man das offen und vernetzt machen.

Das Webinar kann schon bei der Planung mit dem Einbettungscode von Youtube (iframe) an unterschiedlichen Punkt des Internets präsentiert werden – Stichwort: Reproduzierbarkeit, Teilbarkeit und Aufmerksamkeit vor und nach der Liveübertragung – keine Abschottung, keine blecherne Stimmen wie bei anderen Systemen. Interaktion während des Webinars über die Frage-Antwort-Funktion von Google Plus, über Youtube-Kommentare und über Twitter-Hashtags.

Am virtuellen Ort der Übertragung bleibt das Webinar als Youtube-Konserve abrufbar und kann von Interessenten, die während der Liveübertragung keine Zeit hatten, auch nachträglich angeschaut und kommentiert werden. Über die Event-Seite von Google Plus, die man wie eine Landingpage einsetzen kann, können im Vorfeld potenzielle Interessenten eingeladen und zusätzliche Informationen übermittelt werden.

Bislang wird das nur spärlich von Unternehmen genutzt.

Im Bloggercamp.tv-Gespräch mit Andreas Klug von der Kölner Software-Firma Ityx, die auch in diesem Jahr das Streamcamp unterstützt, haben wir spontan den Vorschlag gemacht, auf dem Streamcamp in München am 18. und 19. Oktober eine Webinar-Session für Firmenvertreter anzubieten, um mit uns zusammen die technischen Möglichkeiten von Hangout on Air auszuschöpfen: USB-Mics, Greenscreening, Video- und Audio-Einspieler, Präsentation, Operating, Moderation, Organisation der Interaktion während der Liveübertragung, Vor- und Nachbearbeitung, Social Web-Netzwerk-Effekte. All das wollen wir durchspielen. Wer Barcamp-Atmosphäre schnuppern möchte und an flauschigen Gesprächen mit Bloggern der Livestreaming-Szene interessiert ist, sollte sich jetzt Tickets fürs Streamcamp sichern.

Auch dieser Session-Vorschlag, den wir gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO anbieten wollen, dürfte ein weiterer Grund (nicht nur) für die Unternehmenswelt zu, zum Livestreaming-Barcamp in die bayerische Landeshauptstadt zu kommen: Videokommunikation und die Kunst des Distanzmanagements.

Man hört und sieht sich in München 🙂

Thomas Mann und die audiovisuelle Flaschenpost an die Zukunft #Streamcamp14

Medientheoretiker Thomas Mann
Medientheoretiker Thomas Mann

Als audiovisuellen „Urknall unserer Literatur“ betitelt die FAZ einen einmaligen Fund unter der Signatur „Archivgut 20520“, das im Filmarchiv des Bundesarchivs ausgegraben wurde. Es ist der erste und einzige Tonfilm eines deutschen Dichters vor 1933. Und der Großdichter kann kein Anderer sein als Thomas Mann.

„Am 22. Januar 1929, einem Dienstag, kommt er zum ersten Mal in ein Tonfilmstudio, das seinerseits zu den allerersten in Deutschland zählt. Am Vorabend hatte er in der Preußischen Akademie der Künste bei der Feier zum zweihundertsten Geburtstag des Erzaufklärers Gotthold Ephraim Lessing die Festrede gehalten. Nun sitzt er im dunklen Anzug mit Weste, im weißen Hemd, mit einfarbiger Krawatte und einem blütenweißen Einstecktuch im Revers auf einem Stuhl, dessen hintere Holme über seiner Schulter wie zwei kleine Türme aufragen. Die Kamera läuft bereits. Mit einem unsichtbaren Gegenüber spricht der Studiogast noch einige nicht zu verstehende Worte, dann wird zum bewegten Bild der Ton geschaltet: Dreieinhalb Minuten lang zelebriert Thomas Mann von jetzt an ‚Worte zum Gedächtnis Lessings'“, schreibt die FAZ zu diesem in meinen Augen sensationellen Dokument der Filmgeschichte.

Es war noch die große Zeit des Stummfilms, die sich in den zwanziger und dreißiger Jahren so langsam dem Ende zuneigte. Etwa die Werke von Buster Keaton: Der General (1926) und Steamboat Bill junior (1928). Oder von Charles Chaplin: Lichter der Großstadt (1931), Moderne Zeiten (1936).

Zeugnisse einer öffentlichen Wirkung von Thomas Manns feierlichen „Beitrittsakt zur multimedialen Moderne“ gibt es übrigens nicht. Wahrscheinlich war das Ganze nur ein Experiment. Möglichkeiten der Verbreitung gab es noch nicht. Umso erstaunlicher ist die Weitsicht des Schriftstellers über die Wirkung audiovisueller Aufzeichnungen:

„Da ich hier sprechen soll, ist es begreiflich, dass ich mir Gedanken mache über die Eigentümlichkeit und den Reiz einer Situation, in die ich ganz überraschend gekommen bin – und zwar durch die gütige Vermittlung der Berliner Lessing-Hochschule, die ich denn doch dankend erwähnen möchte“, sagt Thomas Mann in der ersten Szene.

Und dann folgt eine Passage, die sich mit der Wirkung des Radios beschäftigt. Es war vielleicht einige Monate nach dem Kriege, als er für den Rundfunk einen Vortrag hielt:

„Das Gefühl, das ich damals hatte, wiederholt sich heute in verstärktem Maße. Ich erlebte es damals zum ersten Mal, dass das Publikum, zu dem ich sprach, nicht in sinnlicher und gesellschaftlicher Gegenwart sich vor mir befand, nicht durch die vier Wände eines Saales zusammengefasst, sondern dass es unsichtbar, unhörbar, weit über die ganze Welt hin zerstreut, meinen Worten zuhörte, die mir beim Sprechen von Zeit zu Zeit einfielen. Heute nun aber ist dieses Publikum, zu dem ich spreche, nicht nur räumlich von mir getrennt, sondern es ist in der Zeit von mir entrückt. Und ich spreche zu einem zukünftigen Publikum in die Zeit hinein. Das ist das Phantastische und Exzentrische, fast möchte ich sagen, das ich in dieser Situation empfinde.“

Es geht um die Anwesenheit der Abwesenden oder um die Kommunikation für Abwesende, wie es Hannes Schleeh und ich in unserem Livestreaming-Buch beschrieben haben: Bis in die dreißiger Jahre wurde im Radio ausschließlich live gesendet. Aufzeichnungsmöglichkeiten bot damals allein die Schallplatte.

Im Filmstudio gesellte sich zur räumlichen Radio-Erfahrung des Schriftstellers sofort die Erkenntnis von der Verewigung.

„Das ist die Schlüsselsentenz dieses ersten Tonfilm-Moments eines deutschen Dichters. Dass Thomas Mann diese Reflexion simultan mit einem Geschehen entwickelt, das er als Akteur gerade in Gang setzt, dessen Kamera- und Aufzeichnungsobjekt er aber gleichzeitig ist, spricht für seine stupende und spontane intellektuelle Präsenz“, so die FAZ.

Thomas Mann war sich der epochalen Bedeutung des neuen Mediums bewusst. In der zweiten Version seiner kurzen Rede, die in der DVD-Edition von Heinrich Breloer’s Doku-Drama „Die Manns. Ein Jahrhundertroman“ veröffentlicht wurde, formuliert er die Schlüsselsentenz präziser und hellseherisch:

„Die heutige Lage nun überbietet in gewisser Hinsicht die damalige, da es sich heute nicht nur um ein im Raume fernes Publikum handelt, zu dem ich spreche, sondern sogar um eines in der Zeit von mir entferntes. Ein Publikum, das eines Tages, der noch nicht da ist, mich so sehen wird, wie ich jetzt sitze und spreche, und mich so hören wird, wie ich mich heute in die Zukunft hinein zu ihm äußere.

Im Buchkapitel „Social TV und die Kultur der Beteiligung“ unseres Livestreaming-Buches nennen wir das Flaschenpost an die Zukunft: Die perfekte Verschmelzung von synchroner und asynchroner Kommunikation. Oder wie es Hannes Schleeh in einigen Bloggercamp.tv-Sendungen formulierte:

„Ich begrüße alle Zuschauer im Hier und Jetzt und ganz besonders jene, die uns in der Zukunft sehen werden!“

Für uns ist diese Erkenntnis eine Selbstverständlichkeit. Aber wie großartig war die blitzschnelle Analytik von Thomas Mann vor 85 Jahren. Ich verneige mich vor diesem Giganten des Literaturbetriebs. Beim Münchner Streamcamp am 18. und 19. Oktober werde ich wohl eine Session zu „Thomas Mann, Bertolt Brecht und eine Livestreaming-Medientheorie“ anbieten. Da werde ich mal alles auskramen, was so in meinem literarischen Fundus steckt und mit dem heutigen Medienwandel in Verbindung gebracht werden kann.

Gegen die Nachricht vom herunterfallenden iPhone 6 können wir mit unserer Thomas Mann-Story wohl nicht mithalten.

Versuchslabor für die TV-Autonomen: Streamcamper treffen sich in München

Dadaistische Performance von Gerhard Schröder und Hannes Schleeh beim Streamcamp
Dadaistische Performance von Gerhard Schröder und Hannes Schleeh beim Streamcamp

Mit dem Themen-Barcamp rund ums Livestreaming gehen wir am 18. und 19. Oktober in die zweite Runde. Im vergangenen Jahr fand die Weltpremiere im Kölner Startplatz statt. Die Teilnehmer kamen vor allem aus dem Rheinland und Westfalen. Nun ist die Netzszene in München an der Reihe, das Streamcamp als Versuchslabor für neue Projekte, Formate, Technologien, Wissensaustausch und Anregungen nutzen zu können. Es wäre toll, wenn unsere Veranstaltung auch in der bayerischen Landeshauptstadt und Umgebung auf Zuspruch stößt. So preiswert kommt man bei anderen Konferenzen nicht an eine geballte Ladung Livestreaming-Kompetenz. Streamcamp-Mitorganisator Hannes Schleeh hat das im Interview mit dem SOCIAL-FILM-MARKETING-BLOG kompakt zusammengefasst:

Die Firma Payback, stellt uns ihre wunderschönen Räumlichkeiten direkt am Oktobertestgelände für das Wochenende zur Verfügung. Damit ist auch eine Anreise aus dem Süden Deutschlands und aus Österreich und der Schweiz leichter möglich. Genau wie in Köln haben wir in München sehr viele Film- und Medien-Schaffende. Bei einem Barcamp oder einer Unkonferenz kann man im Vorfeld noch kein Programm vorstellen, weil das ja erst mit den Teilnehmern erarbeitet wird. Wir werden aber wieder, wie in Köln, sehr viele und spannende Sessions rund um das Thema Livestreaming haben. Am Samstagmittag haben wir zudem eine Liveschaltung zum Besser-Online Kongress des DJV in Berlin geplant. Dort referiert der One-Shot-Video Journalist Kai Rüsberg zum gleichen Thema. Auch die Liste unserer Sponsoren und Medienpartner lässt sich sehen. Zum ersten Mal unterstützt uns das Fraunhofer Institut IAO als Wissenschaftspartner. Frau Dr. Hofmann forscht zum Thema Arbeitsgestaltung und Wissensarbeit und der Nutzung von Video-Konferenzsystemen. Auch der Hanser-Verlag wird am Samstag mit einem Büchertisch auf dem Streamcamp sein. Mein Tipp für den Ticketkauf! Das VIP-Ticket inklusive Buch ist das Günstigste, wenn man das Buch noch nicht hat und bis zum 18.10.2014 warten kann. Wir freuen uns auf ganz viele Streaming Interessierte aus Österreich, der Schweiz und Deutschland.“

Heimstudio von Hannes Schleeh
Heimstudio von Hannes Schleeh

Technikpartner für die Sessions, die alle live ins Netz via Hangout on Air übertragen werden, ist die Software-Firma BoinxTV. Hannes setzt dieses Programm bei Bloggercamp.tv ein und demonstriert damit jeden Mittwoch, wie man mit wenig Aufwand Heute Journal via Greenscreening spielen kann. Auch das wird in München vorgestellt. Und natürlich auch die ultimative Conference Webcam Logitech CC 3000e für professionelle Anwendungen.

Wer Ideen für eigene Web-TV-Projekte entwickeln und ausprobieren möchte, wer Echtzeitkommunikation mit Kunden und Mitarbeitern via Livestreaming testen will, wer die ersten Gehversuche als TV-Autonomer machen will, sollte am 18. und 19. Oktober zum Streamcamp kommen. Unser Livestreaming-Opus, das gerade im Hanser-Verlag erschienen ist, präsentieren wir natürlich auch.

Es wäre toll, wenn wir die Hütte voll bekommen. Also jetzt anmelden und das Barcamp für Livestreaming weiter empfehlen. Bis Ende September müssen wir ungefähr die Teilnehmerzahl kalkulieren, um das Catering zu bestellen.

Beim Livestreaming-Dienst Hangout on Air liegt der Vorteil bei der On-Demand-Nutzung über Youtube. Entsprechend gespannt bin ich auf den Erfolg des Streaming-Dienstes Netflix in Deutschland. Hat zwar nichts mit dem Streamcamp-Kernthema zu tun, ist aber am Rande unseres Barcamps auch von Interesse.