Die besten Beiträge auf ichsagmal.com in 2023: Eine Zusammenfassung

Die Top-Storys des Jahres auf ichsagmal.com: Von erfolgreichen Messen über innovative Recycling-Verfahren bis hin zu neuen Berufen in der digitalen Ära. Erfahrt, welche Beiträge die Leser am meisten begeistert haben und warum sie auch für Euch interessant sein könnten.

Mit den vielen Abonnenten und Fans von unserem Blogprojekt ist es immer wieder eine Freude, auf die Top-Storys des Jahres zu blicken. 2023 gab es insgesamt einen deutlichen Zuwachs bei den Abrufen auf ichsagmal.com. Das liegt wohl auch an den ganzen Eskapaden bei den Betreibern der privatisierten Plattformen, die zur allgemeinen Social-Media-Müdigkeit beitragen.

Kommen wir nun zu den beliebtesten Beitrag auf ichsagmal.com in den vergangenen zwölf Monaten – nicht berücksichtigt werden Dauerbrenner wie „Über mich“ oder Beiträge über das nicht mehr vorhandene Schornsteinfeger-Monopol oder Gesundheitstipps in den kallten Wintertagen wie „Radikalenfänger machen gesund: Trinke ab sofort jeden Tag einen Ingwer-Cocktail“.

Klar vorne:

Messe lebt: Neue Partnerschaften, neue Formate, neue Rekorde bei den Live-Sessions im Messe-TV-Studio, euphorische Aussteller, alle Stages sind förmlich überrannt worden, neue Reichweiten durch LinkedIn-Live auf der Zukunft-Personal-Seite, gutes Zusammenspiel bei den Netzwerkeffekten im Vorfeld der Messe #ZPEurope

Frisch auf ichsagmal.com und direkt ein Bestseller: Die Wahrheit über die Massentierhaltung in Deutschland #FriedrichBüse

War direkt am Anfang des Jahres eine Top-Story: Zukunftsplan für den Mittelstand in der Station Berlin am 1. März – Man hört, sieht und streamt sich im Livestudio von Schubkraft #ZukunftstagMittelstand

#ChatGPT im Wissensmanagement

Überlegungen zur Veränderungskompetenz und zu Lernkonzepten in Organisationen #SAPTF23 #ChangeTV

SAP-Experte Torben Mauch ist der wohl unbekannteste Internetstar Deutschlands, schreibt das Manager Magazin – #SAPTF23

Vom Altkleider-Container zur Premium-Jeans: Das innovative Recycling-Verfahren von AMUI #SchubkraftTV

Taucht auf einmal wieder in den Top-Beiträgen auf: Spurensuche: Der Selbstmord eines Bonner Gerichtspräsidenten – da wird wohl wieder kräftig recherchiert.

Praktisch für alle Interessierten eines Events: Europa-Konferenz vom 13. bis 15. Oktober: Die virtuelle Programmzeitschrift – Man hört, sieht und streamt sich in Berlin

Was #ChatGPT zum Konzept #LernendurchLehren und zu #LernOS sagt @DrLutzBecker1 @ThomasJenewein @SimonDueckert @KhPape

Neue Berufe in der digitalen Ära: Der Human Machine Integration Manager – Interview mit Miriam Meckel @mmeckel #ZukunftPersonal

Maßstab unserer Kommunikationsstrategien: Instagram führt das Ranking der Social Media-Nutzung mit 35 Prozent vor Facebook mit 33 Prozent an: Totgesagte leben länger

Exkursion nach München: Nachhaltigkeit total digital? #SZNachhaltigkeitsgipfel

Wird auch 2024 ein Top-Thema bei Sohn@Sohn: Notizzettel: Ist Deutschland ein Innovationsversager? Deep-Tech statt High-Tech

Dauerbrenner: Die TV-Autonomen kommen: Die Streaming-Revolution frisst ihre Eltern – Unsere Session in Berlin @MediaCB14 #rp14

Wiedereröffnung des Melbbades nicht vermasseln: Ohne kritische Öffentlichkeit bewegt sich nix in Bonn #Melbbad

Software-Kompetenzen für die vernetzte Ökonomie: #VW im Upskilling-Modus – Herausforderungen auch für das Personalmanagement #ZukunftPersonal

Sohn@Sohn: Über die Livestreaming-Kunst ohne Ü-Wagen und ohne XXL-Technikteam: 29 Sessions in zwei Tagen auf der Zukunft Personal Süd #ZPSüd

Systemdenken muss sich vom Produkt abkoppeln: Guter Ansatz ist Device-as-a-Service #ZukunftstagMittelstand #SchubkraftTV

Bonner Kulturbeiträge gefragt: Dritter Tag #WDRRockpalast #Crossroads in der Bonner Harmonie: Mein Favorit Siena Root @WDR

DIE Stimme der Literatur in Bonn: Lesung von Wolfgang Schiffer in der Buchhandlung Böttger

#GreenDeal der EU bei Verpackungen: Der Müllberg soll sinken – #Notizzettel für den Roundtable in Bonn @VSinkevicius @TimmermansEU @vonderleyen @MULTIVACGroup

Der unternehmerische Staat, Fördermittel und das #Freiheitsgesetz @BMWK @SPRIND

Verwaltung innovieren, um Mittelständler besser zu unterstützen #ZukunftstagMittelstand

Erst Ende des Jahres veröffentlicht und schon sehr beliebt: Buchveröffentlichung von Sohn@Sohn: Gedankenblitze der Kommunikation – Wer noch Geschenke sucht fürs frohe Fest, wird bei uns fündig

Man hört, sieht und streamt sich in alter Frische im neuen Jahr. Eure Bonner Söhne.

Narrative und Symbole im Kampf gegen die NSA-Totalüberwachung: ichsagmal-Gespräch mit Felix Schwenzel

Ab 18 Uhr: Nach der Republica-Rede von Felix Schwenzel möchte ich mit ihm neue Narrative und Symbole im Kampf gegen die NSA-Totalüberwachung sprechen. Diskussionsbeiträge und Fragen an Felix während der Livesendung bitte über die Frage-Antwort-Funktion von Hangout on Air posten.

Hier die Republica-Rede von Felix in Kurzform 🙂

Und der wichtigste Punkt der Rede:

Man hört und sieht sich heute Abend.

DAS Netzwerk in Berlin: Irgendwie war überall #OWL #rp14 #Bloggercamp.tv

Livestreaming-Session über Livestreaming: Guckt Ihr morgen? @MediaCB14 #rp14 #bloggercamp.tv

Morgen sind wir in Berlin auf der Media Convention, dem Partnerprogramm der Republica, mit einer Session von 15 bis 16 Uhr am Start. Die Kommunikation für Abwesende ist von uns organisiert. Wir senden live. Man hört und sieht sich also morgen – entweder real oder virtuell 🙂

Hashtag für Twitter-Zwischenrufe wie immer

Siehe auch:

Die TV-Autonomen kommen.

Praktisch für mich: pre:publica – Ein Update zur Vorabendakkreditierung.

TV-Autonome und Debatten-Battle zur Netzwerkökonomie: Zwei Vorschläge für die #rp14

Livestreaming-Workshop
Livestreaming-Workshop

Kurz vor dem Ablauf der Frist für Session-Vorschläge, habe ich jetzt mal zwei Ideen in den Ring geworfen für die republica im Mai.

Hangout on Air-Workshop: Die TV-Autonomen kommen – Die Streaming-Revolution frisst ihre Eltern

Kurzthese:

Selbst für bewegte Bilder steht mittlerweile das Handwerkszeug für den digitalen Autodidakten bereit, der heute ohne Ü-Wagen, ohne Ausbildung zum Kameramann oder zur Kamerafrau und ohne schweres technisches Gerät Fernsehen machen kann. Zu jeder Zeit, an jedem Ort. Videokommunikation ist spätestens seit den Erfolgen von Diensten wie Skype oder Google-Hangout ein beherrschendes Thema für Beruf und Freizeit. Streaming-Dienste wie Hangout on Air sind die technische Basis für Jedermann-TV. Selbst die massenmediale Bastion des klassischen Fernsehens ist vor der Eigendynamik der autonomen TV-Produzenten nicht mehr sicher. In einem Workshop wollen Gunnar Sohn und Hannes Schleeh in einem mobilen TV-Studio das nötige Praxiswissen für Livestreaming vermitteln.

Beschreibung:

Was wir im Workshop vermitteln wollen:

Kommunikation mit Abwesenden oder: „Was macht Ihr Messestand eigentlich nachts?“ (stammt von Sascha Stoltenow). Wie verlängere ich das Verfallsdatum von Informationen mit den Mitteln der Aufmerksamkeitslogik des Netzes.

Lerninhalte: Grundlagen des Video-Bloggings; Longtail-Effekte über Youtube und Co.; die Kunst des Teilens (Einbettung und Nutzung von Streaming-Diensten und Video-Portalen); vom Suchen und Finden im Netz (Aufmerksamkeit im Social Web: Hash-Tags, Suchmaschinen-Optimierung, virale Effekte); Technische Ausstattung für den schnellen und mobilen Einsatz; Stellschrauben für Beleuchtung, Ton und Bild; Video-Studio für kleines Budget (Scheinwerfer, Kamera, Greenscreen, Mikrofon); Software und Open Source-Programme; medienrechtliche Fußnoten.

re:publica 14 - INTO THE WILD

Zweiter wilder Vorschlag:

Netzwerke ohne Dirigismus und Hierarchien – Praxisfernes Geschwurbel oder nicht?

Kurzthese:
Die parasitäre Rolle des Managers als homo hierarchicus löst sich auf. Seine Strategie, sich als Schaltstelle zwischen den Hierarchien eines Unternehmens einzunisten, läuft ins Leere. Selbstorganisation, Autonomie, Individualität, Kommunikation auf Augenhöhe, Partizipation, die Ökonomie des Gebens und Nehmens machen den Kontrollsehnsüchten der Führungskräfte einen Strich durch die Rechnung. Mit einem „V O R G A N G S V E R F O L G U N G S S Y S T E M“ im Stil einer bürokratischen und kafkaesken Superbehörde wird es den Unternehmen in Deutschland wohl nicht gelingen, aus den hierarchischen Endlos-Schleifen auszubrechen. Die Graswurzel-Bewegungen des Netzes könnten das ändern. Wie, das wollen Pia Kleine Wieskamp, Thorsten Ising, Hannes Schleeh und Gunnar Sohn in einem Debatten-Battle mit Experten klären.

Beschreibung:
Ohne Netzwerke könnten Hierarchien gar nicht entstehen, bemerkt Sascha Stoltenow auf Google Plus und verlinkt dabei auf einen Wikipedia-Eintrag zur Systemtheorie, der dann doch ein wenig Entlastung verschafft, wahrscheinlich unbeabsichtigt: „Konkretisiert auf den (zumeist) wirtschaftlichen Bereich bedeutet der systemtheoretische Ansatz eine Abkehr von herkömmlichen, hierarchisch-dirigistisch gesetzten Organisationsstrukturen und eine Hinwendung zu Kooperation und Koordination in Netzwerken in Wirtschaft und Gesellschaft.“ Geändert hat sich in Unternehmen bislang wenig. Die Führungskräfte der Wirtschaft verfügen über zu wenig Erfahrung im Umgang mit sozialen Medien und setzen weiterhin auf hierarchisch gesteuerte Entscheidungen. Das zeigt die Capgemini-Studie „Digitale Revolution“.

„Fest steht, dass der Erfolg von Transformationsprojekten heute in den Händen von Führungskräften liegt, die häufig nicht gewillt oder nur schlecht auf diese Herausforderung vorbereitet sind“, so die Studien-Autorin Imke Keicher. Die Gründe für diese Abwehrhaltung sind vor allem die Angst um den Einfluss- und Statusverlust (47 Prozent) und die dichte Taktung der Veränderungsprojekte in den vergangenen Jahren, bestätigen 40 Prozent der Befragten.

Einstellung und Wirklichkeit driften besonders auseinander, wenn es um den Einsatz sozialer Medien geht – den sogenannten Enterprise-2.0-Anwendungen. 65 Prozent der Befragten geben zu Protokoll, dass sie sich eine Arbeitserleichterung durch den Einsatz solcher Anwendungen versprechen. Aber nur für 15 Prozent spielen die vorhandenen 2.0-Anwendungen eine unverzichtbare oder große Rolle. Zwar werden bereits verschiedene „digitale“ Werkzeuge genutzt, jedoch sind Führungskräfte zögerlich, wenn es um den Einsatz „echter“ Enterprise-2.0-Anwendungen geht. „Die digitale Transformation liegt noch in weiter Ferne, besonders wenn es darum geht, Mitarbeiter in den Veränderungsprozess einzubinden und einen Austausch über alle Hierarchiestufen hinweg zu ermöglichen“, betont die Capgemini-Beraterin Keicher. Die Zurückhaltung gegenüber den neuen digitalen Anwendungen begründen 64,6 Prozent der Studienteilnehmer mit mangelnder Erfahrung. Vielleicht steckt aber auch etwas ganz anderes hinter den Blockaden.

Sind es wirklich „Change-Aversionen“, die dem „Wandel“ entgegenstehen? Vielleicht ist es das Substrat einer pseudo-modernen Organisation, entworfen auf dem Reißbrett von Planungs- und Prozessfanatikern, das man krampfhaft bewahren will. Zum Lieblingsvokabular der Manager zählen doch Ziel, Optimierung, Strategie, Change, Projekt, Performance, Evaluation und der berühmte Prozess. Eine semantische Powerpoint-Brühe, die das bürokratisch-industrielle Büroleben prägt – angetrieben von einem Gemisch aus BWL und IT, wie es Christoph Bartmann in seinem Buch „Leben im Büro“ ausgebreitet hat. Ein Regime der Standards, Formulare, Meetings, Organigramme und To-Do-Listen. Das Ganze wird von einem Mehltau an Sprachregelungen, Leerformeln, Zielen, Strategien und operativen Handlungsanweisungen überzogen. Wichtigtuerei, gesteuert von einem rhetorischen Autopiloten – programmiert von neunmalschlauen Consulting-Päpsten, die sich mit Binsenweisheiten über Wasser halten. Die hohle Management-Religionslehre erweist sich als Leerformel. Das inflationäre Gemurmel über Change, Turnaround, Prozessoptimierung, Reorganisation, Sanierung oder Kulturveränderung.

Die parasitäre Rolle des Managers als homo hierarchicus löst sich auf. Seine Strategie, sich als Schaltstelle zwischen den Hierarchien eines Unternehmens einzunisten, läuft ins Leere. Selbstorganisation, Autonomie, Individualität, Kommunikation auf Augenhöhe, Partizipation, die Ökonomie des Gebens und Nehmens machen den Kontrollsehnsüchten der Führungskräfte einen Strich durch die Rechnung.

Mit Evaluations-, Controlling- und Buchführungs-Diktaturen kommt man nicht mehr weit. „Im System der Delegationen oder Abtretungen von Souveränität, oder anders, im System der stillen Entmächtigungen, spielt die Evaluation eine entscheidende Rolle. An ihr drückt sich die spezifische Ohnmacht des gouvernemental gesteuerten Angestellten aus. Der Apparat ist mächtiger denn je, und kaum irgendwo äußert sich gegen ihn die Bürger- und Angestelltenwut“, schreibt Bartmann. Die Graswurzel-Bewegungen des Netzes könnten das ändern. Wie das gelingen könnte, wollen wir in einem Debatten-Battle klären.

Pia Kleine Wieskamp, Thorsten Ising, Hannes Schleeh und Gunnar Sohn präsentieren jeweils einen Experten, der seine Thesen im Vorfeld der republica zur Diskussion stellen muss und mit Zustimmung oder Ablehnung bewertet werden kann. Die umstrittensten Thesen werden auf dem Podium mit dem Publikum diskutiert.

Mal schauen, wie weit wir mit unseren Vorschlägen kommen.