Etwa die Frage der Kommentierbarkeit von Beiträgen auf Spiegel Online. Klingt unspektakulär. Wenn man sich aber die Muster der Kommentarmögichkeiten anschaut, sieht das ganz anders aus.
Und da sehe ich einen Bedarf für eine Diskussion mit der Spiegel Online-Redaktion.
Bei Themen zu Putin, Brexit und Iran kann aus vollen Rohren kommentiert werden.
Bei anderen Schwerpunkten ist das nicht möglich. Auch so macht man Politik…..
Ich halte das für einen Fehler. Wer in Kommentaren beleidigt, droht oder hetzt, sollte ausgesperrt werden. Aber ansonsten halte ich diese Gewichtung der Kommentarmöglichkeiten für eine nicht sinnvolle Maßnahme. Damit gießt man noch mehr Öl ins Feuer und beflügelt die Verschwörungstheoretiker.
Millionen, Billionen, Trillionen, Quintillionen – wenn es um Datenmengen geht, scheint keine Zahl mehr zu groß. Getreu dem Motto „Viel hilft viel“ hoffen viele Analysten, aus immer besseren Daten der Vergangenheit Aussagen für die Zukunft treffen zu können. Doch das wahre Leben könnte diese Hoffnungen zerstäuben. Ob Business Intelligence, Big Data oder Data Mining. Es geht um die Illusion der rationalen Entscheidungsfindung. Vielleicht erleben wir die letzte Schlacht des Controllings, um in den Zeiten des Kontrollverlustes die alte Logik des Industriezeitalters in die vernetzte Welt zu retten, um neue Übersichtlichkeit im chaotischen Universum des Cyberspace zu schaffen. Vielleicht rühren daher der Wunsch nach Rückgewinnung der Deutungshoheit und die Sehnsucht nach maschinengesteuerten Entscheidungen auf dem Fundament der Ratio.
Daten bleiben scheu und grausam, sagt etwa Nikolas Bissantz, Gründer und Mehrheitsgesellschafter von Bissantz & Company, im Interview mit GDI-Impuls.
„Es ist schwierig, aus ihnen zu lernen und noch schwieriger, das Gelernte umzusetzen.“
Gute Manager müssten in der Lage sein, das Modell zu hinterfragen, das der Analyse zugrunde liegt.
„Zaubertricks, die wir nicht durchschauen, sind sympathisch – im Varieté. Im Business nicht“, erklärt Bissantz.
Big Data sei ein Sammelbegriff für mehrere Phänomene und gleichzeitig ein verkäuferischer Geniestreich. Im Moment werde mehr Zeit in die Speicherung als in die Analyse von Daten gesteckt.
„Viele Kandidaten auf dem Personalmarkt, die aus dem Vertrieb oder der Beratung kommen, positionieren sich für Big Data-Stellenangebote, ohne genau zu wissen, was sie dabei erwartet. Ein Manager aus dem Verkauf, der in ein Unternehmen gewechselt ist, um Big Data abzudecken, stellte fest, dass er etwas zu euphorisch war und die internen Voraussetzungen beim neuen Arbeitgeber alles andere als positiv waren. Es gab noch keine Kunden und man arbeitete hoch defizitär“, so Berge.
„Viele Unternehmen in Deutschland haben zur Zeit einfach nur das Bedürfnis, irgendwie dabei sein zu müssen. Und da wird dann auf alten Technologien einfach das Etikett ‚Big Data draufgeklebt. Das ist sehr bedauerlich. Viele Kunden, die sich diese Systeme zulegen, wissen überhaupt nicht, was sie damit anfangen sollen. Ich habe noch bei keinem Anwender gesehen, dass auf Grundlage von Datenerkenntnissen wirklich logische Schlussfolgerungen gezogen werden. Da wäre mehr zu machen“, so Ripanti in Bloggercamp TV.
Zudem könnten Einzelentscheidungen nicht determiniert werden. Das sei eine Illusion:
„Egal, was in die Rechnung einbezogen wird, um beispielsweise das Wahlverhalten vorherzusagen, man darf den Faktor Zeit nicht unterschätzen. Es gibt eine Vielzahl von Verlautbarungen auf Facebook, mit denen ich definitiv nichts mehr am Hut habe. Das hat mit meinen heutigen Interessen überhaupt nichts mehr zu tun. Und diesen Cut schafft kein Big Data-System“, erklärt Ripanti.
Bauchentscheidungen, das belegen die Forschungsarbeiten von Professor Gerd Gigerenzer vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, können nach wie vor die raffiniertesten Computerstrategien in den Schatten stellen. Business Intelligence und Big Data werden die Intuition nicht überflüssig machen.
Korrelation sollte man nicht mit Kausalität verwechseln, eine Landkarte hat nicht direkt etwas mit der Landschaft zu tun und eine Speisekarte kann nicht mit der Speise gleichgesetzt werden.
Bei Big Data handelt es ich immer noch um die gute alte Wahrscheinlichkeitsrechnung, die vielleicht schneller Daten verarbeiten kann und deswegen aber noch nicht eineindeutig die Welt erklären kann. Das diskutierten wir mit Joachim Graf von iBusiness für unser Un-Buch-Kapitel „Die Vermessenheit der Big Data-Weltvermesser“. Hier recherchieren wir in Hangout on Air-Runden ein Thema für das Opus „Die Streaming Revolution“.
Auswertung des Werkstattgespräches folgt dann in einem größeren Zusammenhang in einer Version für das Un-Buch.
Eine kleine Zusammenfassung meiner heutigen Kolumne für Services Insiders:
Amerika ist stark in den wachsenden Branchen der digitalen Wirtschaft vertreten, Europas größte Börsenwerte liegen dagegen in den schrumpfenden Branchen wie der Telekommunikation, berichtet Focus-Redakteur Holger Schmidt:
„Weil das Kerngeschäft mit der Telefonie erodiert, steigen immer mehr Anleger aus der Branche aus. Zum Beispiel aus der Deutschen Telekom, deren Aktienkurs seit 2007 um rund 40 Prozent gesunken ist.“
Niederschmetternd klingt nach dem Focus-Artikel das Urteil von Hendrik Speck, Professor für digitale Medien:
„Wir werden das Wegbrechen vieler Marken westlicher Prägung erleben. Beim Personalcomputer haben wir das schon gesehen; bei Smartphones wird das auch passieren. Europa wird hier bald keine Rolle mehr spielen“, sagt Speck voraus, der sich intensiv in chinesischen Fabriken umgeschaut habe.
Die Technik in den Geräten sei heute wichtiger als die Marke; der Produktionsprozess mache den Unterschied.
„Es ist ernüchternd, wie effektiv die Chinesen gerade dabei sind, diesen Markt aufzurollen. Die Situation ist verdammt ernst“, erläutert Speck.
Ähnlich düster sieht es im Netz aus.
„In Deutschland wäre eine Plattform wie Youtube niemals entstanden. Sie wäre wenige Wochen oder Monate nach dem Start tot gewesen“, kritisiert Speck. Das Vorgehen, erst einmal populäre Inhalte anzusammeln und dann zu überlegen, wie alle daran verdienen können, habe überall funktioniert – nur in Deutschland nicht. „Man stelle sich vor, wie der Pferdekutschenverein damals eine innovative Verkehrspolitik bei der Einführung des Autos geregelt hätte. Nicht anders diskutieren wir heute über das Urheberrecht“, moniert Speck.
Deutschland neu erfinden
„Wir müssen uns in Deutschland neu erfinden. Im Land von Martin Luther, Johannes Gutenberg, Philip Reis, Konrad Zuse und Generalpostmeister Heinrich von Stephan ist die DNA ja vorhanden. Martin Luther, der ein kleines Mönchlein in der Provinz war, stellte mit seinen Thesen die Welt auf den Kopf. Auch heute sind Botschaften vonnöten, die über Wertschöpfungsketten und Aktienkurse hinausgehen. In sozialen Netzwerken brauchen wir einen Turbo-Innovator wie Gutenberg. Philipp Reis, der das Telefon erfand. Konrad Zuse den Computer und Heinrich von Stephan stampfte in wenigen Jahren die weltweit modernste Kommunikations-Infrastruktur und globale Unternehmen aus dem Boden. Warum machen wir aus diesem Paket nicht die Version 2.0 oder 3.0“, fragt sich Bernd Stahl vom Netzwerkspezialisten Nash Technologies.
Wir müssten die Digitalisierung des Lebens und der Wirtschaft viel stärker als Chance sehen und nicht als Bedrohung. Es sei ein Dreiklang aus Technik, sozialer Kompetenz und Inspiration gefragt.
„So sucht die Bundesregierung nach einem Konzept, um eine alternde Gesellschaft kostengünstig und würdevoll zu betreuen. Die grundlegende Erkenntnis: zu Hause in der Familie geht das einfach besser und billiger als in einem Altersheim. Ein Lösungskonzept fängt mit dem Smartphone in der Armbanduhr, Sensorik, Robotik und der Vernetzung mit Gesundheitsportalen an. Schließt aber Sozialverbände, Kirchen und Nachbarschaftshilfe mit ein. Gleiches gilt im Bildungswesen. Elektronische und vernetzte Medien können Wissen oft besser vermitteln als der Pauker. Was die Pads aber nicht können, ist Charakterbildung, soziale Kompetenz, Erlebnispädagogik. Hier gibt es das menschliche Alleinstellungsmerkmal. Wieder geht es um Computer, Internet in der Kombination mit soziale Kompetenz“, so Stahl im Gespräch mit Service Insiders.
Diese Liste lasse sich fortsetzen: Energie, Wohnen, Transport, Nahrungsmittel oder Landwirtschaft. Überall könne man nach Steve Jobs Effekten suchen und fündig werden. Oder sollte man es Gutenberg-Effekt nennen, oder Heinrich von Stephan Effekt, oder Luther-Effekt?
Social Shadow für eine Kommunikation ohne Barrieren
„Wer Probleme und Lösungen zu konkret beschreibt, kann nicht sehen, dass sie etwas miteinander zu tun haben.“
Erst wenn man die Flughöhe erhöht und von oben auf das ganze schaut, erkennt man neue Ideen für die Lösung von Problemen. Problem und Lösung müssten sich kennenlernen. Es entstünde eine völlig veränderte Kombinatorik von Technologien. Als Laserstrahlen erfunden wurden, sei nicht klar gewesen, welcher Nutzen für Netz-Technologien entstehen könnte. Heute seien Laser, Computernetze und Glasfaser gar nicht mehr voneinander zu trennen. Wir sollten in Deutschland endlich aufhören, nur die Korinthen zu zählen, fordert Netzwerkexperte Bernd Stahl. Zu beobachten in den Gestern-Branchen.
Statt zu klagen und zu zetern, sollte man das Beste von Google, Facebook, Apple und Microsoft nehmen und etwas bauen, worauf die amerikanischen Konzerne noch gar nicht gekommen sind:
„Als Kunde möchte ich eine Kommunikation zu einem Experten, einer Community, einer Maschine, einer intelligenten Waren ohne jegliche Barrieren. Man könnte einen semantisch annotierten ‚Social Shadow‘ in einer Cloud schaffen. Man kopiert sich seine Streams auf Facebook, Twitter oder auf seine Cloud, verlinkt das mit dem Rest und ergänzt das durch semantische Annotationen a. Damit hat man einen Mehrwert, der man so in den sozialen Netzen bislang nicht findet. Unternehmen verstehen ihre Kunden besser und bieten ihnen nahtlos das an, was sie wirklich brauchen. Warum sollen wir warten, bis Facebook oder Google das generisch aufgebaut haben“, resümiert Stahl.
Bernd Stahl wird seine Sicht der Dinge auch beim Obi Wan Kenobi-Panel der Informare in Berlin darlegen. Am 9. Mai, von 17 bis 18,30 Uhr. Gibt wohl auch einen Livestream. Teile ich Euch aber noch mit.
Ist pauschal betrachtet CRM nur ein Märchen, eine Erfindung gewiefter Softwareentwickler, fragt sich Rudolf Thomas:
„Es gibt einige Unternehmen die CRM ernst nehmen und sogar versuchen es mit viel Vernunft schrittweise zu implementieren. Mindestens genauso viele haben den Gedanken an CRM samt ihrer Software in die Tonne getreten. Unterm Strich betrachtet, hat die Mehrheit derer, die in Unternehmen Customer Relationship Management einführen wollen, so gut wie keine Ahnung.“
CRM sei zwar kein Märchen, eher ein teurer Irrgarten der Kundenkommunikation aus dem es nur schwer ein Entrinnen gibt.
„Lieber Herr Thomas,
ich kann Ihre schlechten Erfahrungen mit Telekommunikations- und Pay-TV-Anbietern bei einem Umzug durchaus nachvollziehen. Aber das auf CRM-Software zu schieben greift doch erheblich zu kurz. Das Problem ist die Technikgläubigkeit der Führungskräfte.“
Die Realität sei doch eine andere. Wer sich nicht im Vorfeld konzeptionell Gedanken über Vertriebs- und Serviceprozesse macht und an ein Einbindungs- und Schulungskonzept für die Mitarbeiter denkt, wird mit jeder CRM-Softwareinführung scheitern.
„CRM-Software ist nur so gut, wie die Menschen, die die Software einsetzen. Wenn jemand ein Auto kauft und losfährt und nicht vorher die Fahrschule besucht, würde auch keiner erwarten, dass dieser Fahrer ohne Verluste für die anderen Verkehrsteilnehmer über die Straße saust“, schreibt Gutzeck in einer Replik.
Aber das Problem ist wohl noch ein Stückchen komplexer: Viele Unternehmen stecken in einer Zwickmühle:
„Marketingabteilungen müssen mit weniger Einsatz mehr erreichen. Besonders die Effizienz von Marketingmassnahmen steht in Zeiten klammer Kassen und gesunkener Umsätze besonders unter Beobachtung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Qualität der Marketingkampagnen. In der Konsequenz muss das Marketing bessere und relevantere Botschaften an möglichst fein segmentierte Kunden kommunizieren“, so Florian Haarhaus, Deutschlandchef von Alterian.
Um dieser Quadratur des Kreises gerecht zu werden, setzten immer mehr Unternehmen auf stärkere Automatisierung, mehr und besseres Monitoring und gründlichere Analysen von Kundensegmenten, Kundeninteraktionen und Kampagnen-Ergebnissen.
Dabei zeige sich jedoch häufig, dass die mit Marketingmodulen „aufgemotzten“ CRM-Monolithen des letzten Jahrzehnts all dies gar nicht leisten können:
„Die meisten CRM-Systeme stossen – auch mit den angebotenen Marketing-Erweiterungen ihrer Hersteller – unter diesen Anforderungen an ihre Grenzen: Selbst wenn sie technisch gesehen dieselben Informationen liefern, ähnliche Freiheitsgrade in der Kampagnengestaltung bieten und sogar ein kontinuierliches Monitoring über alle Kommunikationskanäle leisten, so klagen doch viele Akteure im Marketing über deren komplexe Bedienung und langen Reaktionszeiten“, weiss Haarhaus.
Wenn eine neue Kundensegmentierung drei Stunden dauere oder spezielle Reportings erst in der IT-Abteilung angefordert werden müssen, mindert das die Kreativität und somit die Schlagkraft im Marketing – gute Ideen könnten oft gar nicht weiter verfolgt werden.
Das sieht auch der Berater Harald Henn, Geschäftsführer von Marketing Resultant, kritisch:
„Die verantwortlichen Manager haben wichtige Trends jahrelang verschlafen und nicht die Notwendigkeit gesehen, in Systeme, Prozesse und Knowhow zu investieren. Der Ausbildungs- und Wissensstand in vielen Marketingabteilungen stagniert. Jetzt steht man vor dem Dilemma, etwas umsetzen zu müssen, ohne die entsprechenden Kenntnisse, Ressourcen und Systeme zu haben.“
Nach Erkenntnissen von Henn herrschte in den vergangenen Jahren Stillstand.
„Es ist in die notwendigen Systeme wie analytisches CRM, Datamining oder Kampagnenmanagement bis auf wenige Ausnahmen relativ wenig investiert worden. Die CRM-Systeme sind zum grossen Teil bei den ersten zehn Prozent, was man hätte nutzen können, stehen geblieben. In vielen Fällen handelt es dabei nur um ein aufgepumptes Outlook. Systeme, die den neuen Anforderungen des Marktes gerecht werden, sind vorhanden. Sie werden entweder gar nicht oder mit einem geringen Wirkungsgrad eingesetzt.“
Das liegt vielleicht auch daran, dass in den wenigsten Unternehmen im Marketing mit interdisziplinären Teams gearbeitet wird. Das hält conject-Manager Chris Brandt allerdings für absolut notwendig.
„In Marketingprojekten braucht man vor allen Dingen umfassende technische Expertisen. So muss ein Webdesigner in der Lage sein, anspruchsvolle Skripts in JavaScript zu schreiben, damit das Tracking funktioniert. Der Umgang mit Reporting-Maschinen oder eine Integration in das CRM-System muss beherrscht werden. Das sind eigentlich IT-Projekte, die vom Inhalt eine Marketingzielsetzung haben.“
Ist das ein Thema für Euch? Soll ich das aufgreifen? Dann bitte weitere Statements als Kommentare posten oder mir per E-Mail schicken: gunnareriksohn@googlemail.com
In einer SOA-Umgebung werden Anwendungen, die Geschäftsprozesse in einem Netzwerk durchführen, als unabhängige Dienstleistungen zur Verfügung gestellt – ohne Restriktionen hinsichtlich der Technologiebesonderheiten von Windows, Unix, Java oder C-Sharp. „Eine IT-Abteilung muss nicht für jede neue oder geänderte Geschäftsanforderung einen Anwendungscode entwickeln oder kaufen. Sie erhält den Zugang über Freeware oder durch einen Vertrag mit den Anbietern eines bewährten Codes. Ein Großteil dieses Austauschs erfolgt im Internet über Web Service-Standards“, sagt Mader.
Den Nutzen von SOA bestätigt auch Tudor Andronic, verantwortlich für Retail Systems Development beim Balinger Technologiespezialisten Bizerba. „Was eine bestimmte Einheit für das Gesamtnetz leistet, wird als Dienst, als Service, fest definiert. Jede andere Einheit des Systems kann über eine Schnittstelle diesen Service aufrufen und auf die entsprechenden Informationen zugreifen“, erläutert Andronic.
Die Grundidee sei dabei nicht neu. „Es war immer so, dass Applikationen versucht haben, vernünftig miteinander zu reden. Es waren aber die technischen Mittel nicht vorhanden, um so etwas zu realisieren – also Geschwindigkeit, Größe, Unabhängigkeit von Betriebssystemen und Plattformen“, so der Experte von Bizerba. Das sei das Revolutionäre an SOA. Ein Gesamtsystem könne aus völlig unterschiedlichen Bausteinen bestehen und trotzdem könnten sie plattformübergreifend miteinander kommunizieren.
ARTS ist davon überzeugt, dass SOA langfristig ein entscheidender und notwendiger Bestandteil erfolgreicher IT-Abteilungen im Einzelhandel ist. „Das wird durch die SOA-Implementierung bei Harrods, Home Depot, Federated, Kohl’s Raley’s und Yum gestützt, um nur ein paar Namen zu nennen. Es gibt viele Vorteile bei der Planung und Implementierung einer SOA-Strategie, wobei zu den typischen Faktoren für den Anfang die folgenden zählen: Die Bündelung verschiedener Kanäle in einen, so dass die Kunden beim Kauf im Internet, Kiosk oder Laden dieselben Dienstleistungen erhalten. Alle Informationen werden verbunden, um die langersehnte Gesamtansicht des Kunden zu bieten“, erläutert Mader.
Zu den Vorteilen für den Handel zählt Mader die Flexibilität bei Unternehmensverfahren, eine schnellere Reaktion auf Marktveränderungen, das Angebot eines personalisierten Einkaufserlebnisses für Kunden im Internet, die Einführung eines spezialisierten Internetportals für Lieferanten, Mitarbeiter und andere Geschäftspartner, der Wechsel von manuellen zu automatisierten Transaktionen zwischen Lieferanten und Einzelhändlern sowie zwischen Einzelhändlern und deren Kunden.
„Die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern bei neuen Produkten, Promotion und Werbung wird verbessert. Es können intelligentere Tools bereit gestellt werden für Data-Mining, Mustererkennung und statistische Methoden, um Diebstahl und Betrug zu bekämpfen. Man kann doppelte Systeme ausschließen und erhöht die Effizienz durch die Übernahme von Standards, die die Interoperabilität ermöglichen. Man eröffnet die Möglichkeit, die vorgefertigten Dienstleistungen Dritter in die Anwendungen der Einzelhändler zu integrieren, beispielsweise Google Maps“, resümiert Mader.