Bestimmt der Tenor der Massenmedien noch die öffentliche Meinung? Eure Meinung?

Ich habe vor ein paar Wochen die Frage erörtert, wie sich die Meinungsbildung durch das Internet und hier vor allem durch die interaktiven Elemente verändert. Auch die Kommunikationsforschung soll sich wohl intensiv damit auseinandersetzen. So haben Studenten der Uni Erfurt eine Arbeit angefertigt, inwieweit die Veränderungen im Mediensystem Auswirkungen auf die im Noelle-Buch „Schweigespirale“ beschriebenen Prozesse haben. Sie wurde bei Professor Patrick Roessler geschrieben. Grundthese: Die zunehmende Fragmentierung der Medienwelt und damit auch der Verlust der gemeinsamen Informationsbasis führen auch zu einem Verlust einer gemeinsamen öffentlichen Meinung. Also eine Bestätigung meiner Ausführungen.

Bei Vertretern der klassischen Meinungsforschung wird das noch skeptisch betrachtet. Stellungnahme von einem Allensbach-Wissenschaftler. Sicherlich sei durch die Ausdifferenzierung der Medienwelt der große monolithische Machtblock der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender geschwächt worden. Doch er glaubt nicht, dass die Grundprinzipien der Schweigespirale davon betroffen sind. „Frau Noelle ist in ihrem Buch ja nicht ohne Grund bis in die Antike zurückgegangen und hat versucht zu zeigen, dass öffentliche Meinung letztlich in allen Gesellschaften existiert und funktioniert. Die Medien ändern sich. Man kann sich heute kaum noch vorstellen, welche Bedeutung in der Antike Statuen haben konnten. Und die Medienwelt des frühen 20. Jahrhunderts vor Erfindung des Radios war mit Sicherheit mindestens so fragmentiert wie die heutige. Wenn die Ausdifferenzierung der Medien dazu führen soll, dass die Meinungsbildung der verschiedenen Teile der Gesellschaft getrennt stattfindet, dann müsste man in unseren Umfragen eigentlich ein Auseinanderdriften der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in weltanschaulichen Fragen sehen. Doch es ist eher das Gegenteil der Fall. Die Generationenkluft beispielsweise ist in Deutschland heute so gering wie wahrscheinlich seit den späten 50er Jahren nicht mehr. Weiteren Aufschluss könnten hier Inhaltsanalysen geben. Ich glaube nicht, dass sich das Prinzip der Kumulation und Konsonanz der Medienberichterstattung durch die Einführung neuer Kommunikationsformen im Internet grundlegend geändert hat. Man muss sich nur das lustige Spielchen ‚Hau den Guido‘ betrachten, das die Medien seit einem Dreivierteljahr betreiben. Früher hätte das nur im Fernsehen und in der Lokalzeitung stattgefunden. Heute kann man es zusätzlich auch in all den vielen schönen Internetseiten und Blogs verfolgen, und die Nutzer setzen es dann in den Kommentarfunktionen und Foren fort. Die Mechanismen der gesellschaftlichen Konsensbildung sind die gleichen, sie bedienen sich nur anderer Medien. Es könnte sogar sein, dass in einer Gesellschaft, in der die Medien weniger Integrationskraft entwickeln, andere Integrationsmechanismen wie die soziale Kontrolle an Bedeutung gewinnen. Ein Beispiel könnten hier die Vereinigten Staaten sein, die bereits seit Jahrzehnten dutzende Fernsehsender haben und nicht etwa weniger gesellschaftlichen Integrationsdruck haben als wir (obwohl sie kurioserweise glauben, es sei so), sondern mehr“, so die Stellungnahme.

Nun stelle ich das Phänomen der sozialen Kontrolle überhaupt nicht in Frage. Das gibt es auch oder gerade in sozialen Netzwerken. Aber ist das mit einem einheitlichen Tenor der öffentlichen Meinung gleichzusetzen. Noelle hat ja die Relevanz der Massenmedien für die Bildung der öffentlichen Meinung hervorgehoben. Nur selten würde das Phänomen des doppelten Meinungsklimas auftreten – also das Auseinanderdriften von Medientenor und öffentlicher Meinung. Das Abnehmen der Generationenkluft ist kein gutes Beispiel für die Widerlegung meiner These.

Dialog mit Kunden steckt noch in den Kinderschuhen


„Der Dialog zwischen Kunden und Unternehmen in Deutschland steckt immer noch in den Kinderschuhen“, stellt Qualitycube-Geschäftsführer Rolf Lohrmann fest. Da helfen alle Kalendersprüche nicht weiter wie „Bei uns steht der Kunde im Mittelpunkt“, „Bei uns ist der Kunde König“ – die Blubber-Aussagen könnte man hier endlos fortsetzen. Lohrmann hat deshalb ein Portal eröffnet mit dem Titel „Zukunft Kundendialog“. Löblich. Man wird sehen, ob die Service-Branche etwas selbstkritischer wird und ein Beitrag zum „Erwachsenwerden“ dieser Branche geleistet werden kann. In Artikeln und Videos werden von Moderatoren und wechselnden Gastautoren aktuelle Themen aufgegriffen und kommentiert. Es kommen Menschen mit ungewöhnlichen Ideen und Ansätzen zu Wort. „Ergänzt werden soll dies durch Umfragen und aktuelle Studien“, so Lohrmann. Zum Start des Portals findet man drei Videointerviews zum Thema „Kundendialog“ und „Servicequalität“. Über die
Chancen und Risiken des Kundenservices im Web 2.0-Zeitalter habe ich mich ausgelassen.
Mal schauen, wie das ganze Projekt weitergeht.

Der Innenminister antwortet

Die Debatte um den Internetdienst Google Street View in Deutschland dauert an – so sieht es jedenfalls das Bundesinnenministerium. Im Kern gehe es um die schwierige Grenzziehung zwischen Privatem und Öffentlichem im Internet. Der Schutz der Privatsphäre und das Interesse des Datenschutzes müssten mit dem Informationsinteresse des Einzelnen in Einklang gebracht werden.

Viele Fragen: Wann hat die Abbildung einer Häuserfassade Persönlichkeitsrelevanz? Wer hat die Verfügungsgewalt über die Veröffentlichung? Ist es der Eigentümer oder der Mieter? Wie lösen wir den Konflikt, wenn der Ladenbesitzer im Erdgeschoss eine Veröffentlichung wünscht, gegen die sich der Mieter aus dem dritten Stock wehrt? Wie gehen wir mit Diensten um, bei denen die Verknüpfung mit anderen Daten im Vordergrund steht?

Dem Innenminister Dr. Thomas de Maizière kann man jetzt einige Fragen stellen -aber nur bis zum 14. September. zum neuen Internetdienst von Google stellen. Die gestellten Fragen sind auf der Homepage einsehbar und können nach der Fragerunde bewertet werden.
Der Minister antwortet per Videobotschaft – ich nehme an, völlig unverpixelt: Die am meisten bewerteten Fragen beantwortet der Bundesinnenminister im Anschluss an das Spitzengespräch zu Google Street View am 20. September mit einer Videobotschaft. Fragen kann man hier loswerden.

Eine Frage würde mir schon einfallen. Welche Geodaten-Dienste nutzt der Staat (Bund, Länder, Kommunen) ohne Zustimmung der Bürger zur Überwachung oder Kontrolle ein, um dann rechtlich gegen die betreffenden Bürger vorzugehen? Zusatzfrage: Welche Widerspruchsmöglichkeiten hat in diesen Fällen der Bürger? Siehe auch: Der Staat als Geodaten-Krake.

IFA-Umfrage: 3-D-Technologie oder digitale Heimvernetzung in den nächsten Jahren wichtiger?

Die Software-Initiative Deutschland e.V. (SID) rät den Verbrauchern, sich auf absehbare Zeit keine 3-D-Fernsehgeräte zuzulegen. Der Hype um das dreidimensionale Fernsehen auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) sei völlig überzogen und nur von kurzer Dauer, urteilt der Verband. „Es gibt weder Standards noch 3-D-Fernsehsender noch Qualitätserfahrungen mit 3-D-Geräten“, begründet der SID-Vorstandsvorsitzende Helmut Blank die Anti-Empfehlung des deutschen Softwareverbandes. „Wer sich heute vom 3-D-Hype blenden lässt, läuft Gefahr, morgen eine Flimmerkiste zu Hause stehen zu haben, die längst nicht mehr den aktuellen Normen entspricht, wenn es in einigen Jahren mit 3-D richtig losgeht“, warnt Verbandschef Helmut Blank.

Als „substanzielles Trendthema“ der IFA stuft die Software-Initiative Deutschland hingegen das sogenannte „Connected Home“ ein. Man könnte natürlich auch die digitale Heimvernetzung sagen. Blank verweist auf die jüngsten Neuvorstellungen von Apple (Apple TV) und Telefunken (Mediola). „Mit Apple TV können die Verbraucher mediale Inhalte von Smartphones, Tablets und PCs drahtlos auf den Fernsehschirm beamen. Das ist wie ein iPad oder iPhone mit Riesenbildschirm für Filme, Musikclips, Videos und Fotos“, betont er den Kern der Apple-Ankündigung für das Connected Home kurz vor der IFA. Noch weitreichender sei das Mediola-Konzept, das Telefunken auf der Funkausstellung vorgestellt hat: Mediola erlaubt per Smartphone oder Tablet (iPhone, iPod Touch, iPad, Android, Windows Phone 7) die gesamte Steuerung sowohl der Audio- und Videoanlagen (Hifi, TV, Receiver etc.) als auch der Haustechnik (Beleuchtung, Heizung, Sicherheitsanlagen etc.) in den eigenen vier Wänden: „Die eigentliche Technik verstecken Apple und Telefunken gleichermaßen in einem kleinen unscheinbaren Kästchen mit Funkanbindung; der Verbraucher steuert sein Heim komfortabel am gewohnten mobilen Endgerät per Touchscreen“, so Blank.

Auch die Wirtschaftswoche hatte sich am Anfang der Woche der Verschmelzung von Internet und Fernsehen gewidmet – im Gegensatz zu anderen Blättern, die auf 3-D-Fernsehen setzten. Siehe auch: Die Zukunft des Fernsehens.

Ich halte das auch für wichtiger, wenn wir über Online-Portale und Web-Fernseher als Zuschauer mehr Freiheitsgrade bekommen. Wichtig ist das Ganze wohl auch für den E-Commerce. Die Marktforscher des Düsseldorfer Unternehmens Mind Business Consultants prognostizieren für 2015 Umsätze von 5,4 Milliarden Euro auf Hybrid-TV-Plattformen mit E-Commerce, Video-on-demand und Werbung in Deutschland. Laut den Mind-Analysen wird der größte Teil der Erlöse auf E-Commerce entfallen, womit schon heute in Deutschland über 17 Milliarden Euro generiert werden. „Wir gehen davon aus, dass in den nächsten fünf Jahren jeder sechste Euro im E-Commerce über TV-Plattformen abgewickelt wird“, prognostiziert der Mind-Analyst Jürgen Sewczyk. Spannend werde die Frage sein, welche Portale und welche Konzepte bei der Auslieferung von Filmen, Serien, Dokumentationen oder Musikvideos das Rennen machen werden, so Peter Weilmuenster, Vorstandschef des After Sales-Spezialisten Bitronic.

Was ist nach Eurer Auffassung wichtiger, 3-D-Technologie oder die digitale Heimvernetzung? Hier eine kleine Umfrage:

Sarrazin sieht die Bäume vor lauter Wald nicht

Der SPD-Finanzpolitiker und Bundesbanker Thilo Sarrazin ist Umgeben von Zahlenkolonnen. Alles schön aufbereitet in aggregierten Statistiken. Geldmengenentwicklung, Inflation, Arbeitslosigkeit, Demografie, Währungs- und Börsenkurse, Zuwanderung, Auswanderung, Steuereinnahmen und Steuerausgaben. Menschen, Ideen, Erfindungen, Schicksale, Zufall, Glück, Unglück, Kreativität, Hilfsbereitschaft, Weisheit, Lebensklugheit, Intuition, Fleiß, Zuverlässigkeit, Selbstdisziplin, Geschicklichkeit oder Talent kommen in der Makrowelt des Statistikers nicht vor.

Die Eugenik-Analysen von Sarrazin sind ein Ausfluss dieser kalten Sichtweise auf Populationen, Einwanderungsbewegungen, Intelligenzquotienten, genetische Dispositionen, Herkunft oder Konfessionen. Siehe dazu auch: Die Freude, andere Menschen verachten zu dürfen.

Es sind Scheinwelten, Scheingewissheiten, Scheinwahrheiten und Scheinkorrelationen. Die statistischen Annahmen, Prognosen und Implikationen des Zahlenfetischisten Sarrazin sind ein Ausfluss von Wissensanmaßung. Der staatlich alimentierte Bundesbanker repräsentiert die töpelhafte Variante der Makroökonomen, die glauben, mit statistischen Methoden belastbare Prognosen für die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft zu treffen. Die Treffgenauigkeit dieser Modellrechnungen konnten wir in den vergangenen zwei Jahren hautnah miterleben. Dazu habe ich ja einige Beiträge geschrieben u.a. VWL-Mechaniker im Machbarkeitswahn.

Die Ideenwelt der Erbsenzähler pendelt auffällig zwischen physikalischen und sozialen Wissenschaften hin und her. Das Ganze fing mit der Analyse von Meßfehlern an, zum Beispiel in der Astronomie, und wandte dann die dort entwickelten Methoden auf gesellschaftliche Erscheinungen an. „Einer der Pioniere der Disziplin war Sir Francis Galton, dem nicht nur die Theorie der Regression zu verdanken ist; er erfand auch den Begriff der Eugenik und schlug vor, mit ihrer Hilfe eine ‚geistig und moralisch überlegene Rasse‘ zu züchten“, bemerkt der Publizist Hans-Magnus Enzensberger in seinem Buch „Fortuna und Kalkül – Zwei mathematische Belustigungen“ (erschienen in der edition unseld).

Aus einer kruden Mischung von Biologismus, Annahmen zur Intelligenz und Modellrechnungen bastelt Sarrazin an einer höchst fragwürdigen politischen Programmatik. Überhaupt stört mich der Begriff Intelligenz. Ist jemand mit einem hohen IQ klug? Sind die Projekt-Kinder der Macchiato-Eltern vom Prenzlauer Berg schlau? Mitnichten. „Heraus kommen Hochdruckkinder, die Mandarin lernen und Schlagzeug, und deren Mütter nur noch andere Mütter kennen und die alles dafür tun, dass das Leben ihres Kindes gelingen möge“, schreibt die taz in einem gelungenen Kommentar. Das Ergebnis sind verzärtelte und hochnäsige Hedonisten, die beim kleinsten Gegenwind aus ihren Dolce Gabbana-Pantoffeln kippen. Ob sie damit gut durchs Leben kommen, ist höchst fraglich, auch wenn sie die Principea Mathematica von Russel und Whitehead runterbeten können.

Jeder Mensch hat Talente – geistige und körperliche. Auch ohne formale Schulbildung. Unser Problem liegt an der Abschottung gegenüber dem vermeintlich Fremden. Vielleicht ist Sarrazin ja nur ein ängstlicher Hosenscheißer, der seine Komplexe an Ausländern austobt.

Faktum ist, dass es in Deutschland zu wenig Chancen für die „Outsider als Insider“ gibt, wie es der amerikanische Historiker Peter Gay in seinem Buch „Weimar Culture“ ausdrückt. Die von draußen nach drinnen drängen, die härter und länger arbeiten müssen, um die Handicaps ihrer Herkunft zu überwinden, die das Noch-nicht-Dagewesene oder Noch-nicht-Gedachte anbieten müssen, um trotz Abwehr und Abneigung der Alteingesessenen die vielen kleinen Festungen und Mauern sprengen und die trägen Platzhirsche herausfordern: Dazu zählt Zeit-Mitherausgeber Josef Joffe den koreanischen Händler, der in New York seinen Obstladen die ganze Nacht offen hält, den peruanischen Chauffeur aus den Vororten, dessen Sohn in Stanford landete. „Oder der kleine Handschuhverkäufer Samuel Goldwyn (geb. Gelbfizs) und der Schrotthändler Louis B. (vormals Eliezer) Mayer, die Gründer von MGM, die in Hollywood aus Zelluloid Gold machen konnten, weil Amerikas Etablierte nicht erkannt hatten, welche Zukunftsindustrie sich vor ihnen auftat“, so Joffe.

Herkunft gleich Zukunft?

In keinem Land des Westens sei der Zusammenhang „Herkunft gleich Zukunft“ so ausgeprägt wie in Deutschland, wo über vier Fünftel der Studenten den Mittel- und höheren Schichten entstammen. Der junge Deutsche aus Neukölln, der begabte Türke, Albaner oder Senegalese komme nur selten aus seinem Ghetto raus und werde in Richtung „Stanford“ bugsiert. „Denn erstens gibt es in Deutschland kein ‚Stanford’, also eine talentaufsaugende Bildungsinstitution, die den Ehrgeiz beflügelt und den Aufstieg beschleunigt. Zweitens gibt es auf dem Weg nach ‚Stanford’ keine Zwischenstationen, wie sie in Amerika die John Hopkins University bietet, wo Jugendliche aus ‚bildungsfernen Schichten’ zwei Monate lang in einem ‚bildungsnahen’ Milieu akkulturiert werden, um dort die Techniken zu lernen, die das Kind des Ministerialdirektors schon zu Hause aufnimmt“, erläutert Joffe und bemängelt die Ideologie des Gleichschritts in der Bildungspolitik. Es dürfe niemand aus der Reihe ausscheren und nach vorne gezogen werden, „auch wenn es sich um die Allerletzten handelt, die zwar die Begabung, aber nicht die Fertigkeiten haben, um die Ghettomauern zu überwinden“.

Gut vierzig Jahre nach der von dem Philosophen und Pädagogen Georg Picht diagnostizierten Bildungskatastrophe hat sich in Deutschland wenig geändert. Der „Bildungsnotstand“ an den Schulen wurde damals vor allem auf ungenügende Schulausstattung, fehlendes Lehrpersonal und schlechte Lehrerausbildung zurückgeführt. Die von der Großen Koalition Mitte der 1960er Jahre eingeleiteten Reformen wurden von der sozial-liberalen Regierung weiter vorangetrieben. Zwischen 1970 und 1975 verdoppelten sich die Bildungsausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden. Und trotzdem diskutieren wir heute das gleiche Problem unter dem Stichwort ‚Pisa’.

In Universitäten wie Harvard oder Stanford werden 60 Prozent der Studenten mit Darlehen, subventionierten Nebenjobs und Stipendien unterstützt. Bei Doktoranden kommt die Universität sogar für die gesamten Studiengebühren und Lebenshaltungskosten auf. An der TU München kommen statistisch 44 Studierende auf einen Professor, an der ETH Zürich sind es 35, aber an der Stanford University nur acht. Die TU München gibt für jeden Studierenden jährlich 20.540 Euro aus, die ETH Zürich 57.310 Euro und die Stanford University 188.405 Dollar.

Was sagen Sie zu diesem statistischen Befund, Herr Sarrazin?

Nach dem Buch folgt nun der Rausschmiss aus der Deutschen Bundesbank – wahrscheinlich mit einer hochdotierten Abfindung. Das war wohl der Masterplan von Thilo S.

Siehe auch:
Junge Hühner, alte Gockel und der Untergang des Abendlands.

Sex, Alkohol, Feuer, Musik, Ehekrisen, Korruption, Kriege, Hinrichtungen – Pepys Tagebücher liegen nun vollständig vor

Bei Eichborn gab es eine sehr liebevoll gestaltete Auswahl der geheimen Tagebücher von Samuel Pepys. Die möchte ich nicht missen. Nun gibt es aber eine wunderschöne vollständige Ausgabe im Haffmanns Verlag bei Zweitausendeins.

Die Post hat das liebevoll illustrierte Werk gerade ins Haus gebracht. Ein wenig werde ich schon heute meine Nase zwischen die Buchdeckel stecken. Hier schon mal ein optischer Anreiz zum Kauf der Ausgabe in neun Bänden nebst einem Companion.

Ich hatte es leider verpennt, den Subskriptionspreis wahrzunehmen. Dann hätte ich nur 129,90 und nicht 169,90 Euro berappen müssen. Dumm gelaufen. Aber egal. Die 4.416 Seiten in Leinen gebunden, im Format 12 x19 cm; mit einem Companion, 128 Seiten, werden mir sicherlich Freude bereiten.