#Notizzettel: Globaler Handel in Gefahr – Livetalk mit @profholm #EconTwitter

Seit Wochen und Monaten steigen die Preise für Vorprodukte und Rohstoffe auf immer neue Höchststände. Ein Grund: Rohstoffkonzerne und Anbieter von Vorprodukten haben in der Pandemie ihre Produktion eingeschränkt. Die reduzierten Kapazitäten treffen nun auf eine hohe Nachfrage vor allem in den USA und Asien. Zudem gibt es massive Störungen der Lieferketten. Explosion der Container-Kosten für den Schifftransport, Halbleiter-Produktion kommt nicht nach, zu wenig LKW-Fahrer und, und, und. Der globale Handel ist in Gefahr.

„Die Kombination aus Lieferengpässen und steigenden Preisen hat auch den Mittelstand alar-
miert. Laut einer neuen KfW-Umfrage kämpft knapp jedes zweite der 3,8 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland mit Lieferengpässen. „Das nimmt der gerade wieder an-
gesprungenen Konjunktur ihren Schwung“, so KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Die Ent-
wicklung führt zu einer Preisspirale: 26 Prozent. der befragten Mittelständler sehen sich gezwungen, infolge höherer Kosten die Preise für eigene Produkte anzupassen. Nur fünf Prozent erwarten eine Entspannung bis zum Jahresende.

Alles nur temporär?

Laut VDMA werden sogar schon Liefertermine erst für 2023 genannt. In der Politik gibt es Pläne, mit Fördermitteln eine Rückverlagerung der Produktion von Asien nach Europa in Gang zu setzen – beispielsweise die Chipproduktion. Der Ökonom Jens Südekum setzt auf solche Förderprogramme: Wenn Deutschland das führende Autoland der Welt bleiben wolle, könne es nicht Herzstück des Antriebsstranges aus Asien importieren, argumentiert er nach einem Bericht der FAZ.

Wir debattieren das um 11 Uhr.

Direktinvestionen statt Renationalisierung – Wie man die Lieferketten-Problematik löst @profholm @ifo_Institut @jsuedekum @HermannSimon @VDMAonline #DigitalXStudio #EconTwitter

Zur Zeit kann nicht jede Bestellung erfüllt werden. 74 Prozent der Einzelhändler klagten im September über entsprechende Probleme. Das geht aus einer Umfrage des ifo Instituts hervor. „Die Beschaffungsprobleme aus der Industrie sind nun auch hier angekommen“, sagt der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Manches Weihnachtsgeschenk wird vielleicht nicht lieferbar sein oder teuer werden.“

Im Fahrradeinzelhandel berichteten 100 Prozent aller befragten Unternehmen von Problemen bei ihren Bestellungen. „Gegenwärtig ist Sand im Getriebe der weltweiten Logistik. Zudem sind Frachtraten in der Schifffahrt deutlich erhöht worden“, so Wohlrabe. Bei den Baumärkten (99 Prozent) und Möbelhäusern zeigen sich die Nachwirkungen der Holzpreis-Rallye im ersten Halbjahr. Durch die Knappheit bei Chips und Halbleitern führt bei Händlern mit elektronischen Produkten aller Art dazu, dass nicht jedes Produkt sofort verfügbar ist. Das melden 97 Prozent der Einzelhändler von Unterhaltungselektronik. Im Kfz-Handel (88 Prozent) zeigen sich die Lieferprobleme insbesondere bei Elektroautos. Aber nicht nur da. So sind beispielsweise Nutzfahrzeuge nur noch schwer zu bekommen.

Als Konsequenz nehmen jetzt auch die Einzelhändler Preiserhöhungen ins Visier. „Die Industrie hat Preiserhöhungen angekündigt und diese kommt jetzt zwangsläufig im Einzelhandel an“, sagt Wohlrabe.

Von Spielekonsolen bis zum Druck von Zeitschriften und Büchern. Überall gibt Lieferengpässe und eine neue Mangelwirtschaft, wie es die FAZ ausgedrückt hat: „Das dürfte sich auch in der Konjunkturprognose niederschlagen, die am kommenden Donnerstag die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute vorstellen werden.“

3,5 Prozent Wachstum sind in diesem Jahr wohl nicht mehr zu erzielen. Viele Ökonomen gehen davon aus, dass die Engpässe bald der Vergangenheit angehören – vergleichbar mit 2020. Sind das empirische belegbare Prognosen oder eher Hoffnungen? Befürchte Letzteres.

Viele Produktionsstätten laufen nur mit geringer Kapazität. Laut VDMA werden sogar schon Liefertermine erst für 2023 genannt. In der Politik gibt es Pläne, mit Fördermitteln eine Rückverlagerung der Produktion von Asien nach Europa in Gang zu setzen – beispielsweise die Chipproduktion. Der Ökonom Jens Südekum setzt auf solche Förderprogramme: Wenn Deutschland das führende Autoland der Welt bleiben wolle, könne es nicht Herzstück des Antriebsstranges aus Asien importieren, argumentiert er nach einem Bericht der FAZ.

Geht diese Rechnung auf? Setzt die Wirtschaftspolitik auf ein falsches Pferd?

Was ist von einer Re-Industrialisierung in Europa zu halten? Blütenträume. Am Ende sind sogar massive Wohlstandsverluste hinzunehmen. Die Unternehmen werden Vorprodukte weiterhin in Asien einkaufen. Man braucht sich nur die Fertigungstiefe in Deutschland anschauen.

Besser wäre es, in wichtigen Exportmärkten Direktinvestitionen vorzunehmen, so der Ratschlag von Hermann Simon. Für Deutschland wären das vor allem China und die USA.

Nachzulesen im neuen Opus von Professor Hermann Simon:

Mehr dazu am Mittwoch im #DigitalXStudio, um 11 Uhr:

Siehe auch das komplette Interview mit Hermann Simon:

Wie kommt der Mittelstand durch die Corona-Krise? Interview mit KfW-Chefvolkswirtin Dr. Fritzi Köhler-Geib @KfW_Research #Doku

Hier das komplette Interview auf verschiedenen Plattformen.

Bestform wieder auf LinkedIn mit einigen tausend Abrufen:

Weit über 5000 10.000 Aufrufe – Tabellenspitze LinkedIn.

Nobelpreise für Deutschland und die Bedeutung der Forschung für die Volkswirtschaft @maxplanckpress

Die Vergabe von Nobelpreisen an Forscher in Deutschland in diesem und im vergangenen Jahr machen deutlich, wie exzellent unsere Wissenschaftslandschaft besonders in den naturwissenschaftlichen Disziplinen organisiert ist.

2020 ging bekanntlich der Physik-Nobelpreis für die Forschung zu Schwarzen Löchern an Reinhard Genzel vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching, den er sich mit mit Roger Penrose von der Universität Oxford und Andrea Ghez von der Universität in Kalifornien teilte.

Die Gewinner des Chemie-Nobelpreis 2021 stehen auch schon fest. Ausgezeichnet wurden der Deutsche Benjamin List und der US-Amerikaner David MacMillan für die Entwicklung der asymmetrischen Organokatalyse, ein ebenso „einfaches wie geniales“ Werkzeug zur Bildung von Molekülen. List ist Direktor des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr. 

Der Physik-Nobelpreis 2021 geht an den deutschen Klimaforscher Klaus Hasselmann und an seinen US-japanischen Kollegen Syukuro Manabe sowie den Italiener Giorgio Parisi. Hasselmann arbeitete am Max-Planck-Institut für Meteorologie.

Dennoch werden in politischen Debatten Max-Planck-Institute und andere Forschungseinrichtungen immer wieder in Frage gestellt. Etwa vom FDP-Bundestagsabgeordneten Thomas Sattelberger.

„Deutschland investiert in Forschung wie ein Weltmeister. Aber andere Länder holen die Medaillen.“ Die Frage ist nur, ob diese Kritik wirklich ins Schwarze trifft. Professor Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, hält die Analysen von Sattelberger für nicht stichhaltig. Damit meint er vor allem die Vergleiche zur Helmholtz-Gesellschaft oder zur Fraunhofer-Gesellschaft. „Wir haben deutlich kleinere Institute, die zudem in Gebieten forschen, in denen ein Spin-Off per se eher unwahrscheinlich ist. Dazu gehören auch eine Reihe von Instituten, die im geistes-, sozial- und humanwissenschaftlichen Bereich forschen. Es sind vor allem die Life Sciences und die Informatik, die als potentiell anwendungsnah gesehen werden können.“

Ohnehin sei eine präzise und umfassende „Return-on-investment-Quote“ öffentlicher Aufwendungen für die Grundlagenforschung – entgegen den Vorstellungen von Herrn Sattelberger – auch schwierig zu errechnen, insbesondere aufgrund der oft langen Zeiträume, die zwischen Entdeckung und Anwendung liegen.

„Der Nutzen, den die Grundlagenforschung bereitstellt, bemisst sich darüber hinaus nicht nur in Patenten, Lizenzen und Ausgründungen. Erkenntnisse haben einen Wert an sich. So stellt die Klimaforschung bereits seit Jahrzehnten wichtige Daten zum Fortschreiten des Klimawandels und seinen Folgen bereit. Nur: Die Gesellschaft macht zu wenig aus diesen Erkenntnissen. Grundlagenforschung stellt einen Pool an Ideen bereit, aus dem die Gesellschaft schöpfen kann, wenn es um neue Lösungen für die Zukunft geht. Demnach und ihrer Mission folgend, rekrutiert die Max-Planck-Gesellschaft nicht unter dem Gesichtspunkt der möglichen Realisierung von Ausgründungen, sondern orientiert sich am potentiellen Erkenntnisgewinn“, sagt Stratmann.

Forschung macht Technik alltagstauglich

Eine Reihe von Forschungsbeispielen belege zudem, dass der Indikator Ausgründungen nicht ausreicht. „So hat Jens Frahm vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie die MRT revolutioniert und sie zu einem der bedeutendsten bildgebenden Verfahren in der klinischen Diagnostik gemacht. Die von ihm und seinem Team in den 1980er Jahren entwickelte FLASH-Technologie reduzierte die Bildaufnahme-Raten von Minuten auf Sekunden – erst damit wurde das MRT alltagstauglich. 2010 beschleunigten Frahm und sein Team die MRT-Aufnahmen ein weiteres Mal erheblich auf bis zu 100 Bilder pro Sekunde, indem sie ein neues mathematisches Verfahren für die Bildrekonstruktion nutzten“, erläutert Christina Beck, Leiterin Abteilung Kommunikation der Max-Planck-Gesellschaft, im Gespräch mit dem ichsagmal.com-Autor.

Die Technik erlaube es, beliebige Vorgänge im Inneren des Körpers wie ein schlagendes Herz oder komplexe Abläufe wie das Sprechen oder Schlucken direkt zu beobachten. Für seine Arbeiten wurde Jens Frahm 2018 mit dem Europäischen Erfinderpreis ausgezeichnet. Die Technologie wird von Unternehmen wie Siemens und Bruker genutzt, die MRT-Apparate herstellen. Keine Ausgründung, aber unverzichtbar für die Herstellung und Anwendung des bildgebenden Verfahrens.

Mit Theorie zum Quantencomputer

Ein weiteres Beispiel für den langen Weg von der Grundlagenforschung in die Anwendung sind die Arbeiten von Ignacio Cirac vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik. Er ist theoretischer Physiker und als solcher ein Wegbereiter der zweiten Quantenrevolution. Seine theoretischen Arbeiten haben den Grundstein gelegt für wegweisende Experimente zu Quantencomputern und Quantenkryptographie. In einer Publikation von 1995 erklärten Cirac und sein Kollege Peter Zoller, wie man mit Ionenfallen einen Quantencomputer bauen könnte. „Ohne diese theoretischen Grundlagen wären die Arbeiten von IBM und Google gar nicht vorstellbar und damit auch nicht der jüngst gefeierte Meilenstein bei der Entwicklung eines Quantencomputers“, so Beck. Nicht alle Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung vollziehen sich in der Produktwelt.

Entscheidend für den funktionierenden Transfer von Forschungserkenntnissen in die unternehmerische Anwendung ist nach Ansicht von Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, ein funktionierender Austausch von Fachleuten zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – zum Beispiel über Ausgründungen. „Fraunhofer bringt mit Weltklasse-Hightech und unternehmerisch denkenden Forschern erfolgreiche Spin-Offs an die Märkte – 30 allein in 2018, über 260 seit 2005: Echter Gründergeist für Spitzentechnologie. Ausgründungen sind ein integraler Bestandteil der Verwertungsaktivitäten der Fraunhofer-Gesellschaft. Sie sind eine wichtige und vor allem effektive Brücke zwischen Forschung und Wirtschaft und ein direkter Katalysator für den Innovationstransfer.“

Für Deutschland sei es von zentraler Bedeutung, die Förderung von Ausgründungen aus der Wissenschaft auszubauen und nachhaltig zu verstetigen. „Mit dem Fraunhofer Technologie Transfer Fonds unterstützen wir junge Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Forschungswelt und leisten einen wichtigen Beitrag zur Übertragung neuer Technologien aus dem Labor in die wirtschaftliche Wertschöpfung. Um Hürden zur Zusammenarbeit zu senken, interessierten Unternehmen regionale Anlaufstellen und Start-ups effektive Innovationsökosysteme anzubieten, betreiben wir bei der Fraunhofer-Gesellschaft zudem 17 Leistungszentren als Infrastruktur für Forschungstransfer in Deutschland“, resümiert Neugebauer gegenüber dem ichsagmal.com-Blogger.

Live und digital gute Stimmung, spannende Begegnungen und viel Neues über die Welt der Arbeit: #ZukunftPersonalReconnect in Köln

Die Bilanz zur #ZukunftPersonalReconnect nach drei Tagen Live Event plus teils parallel laufender Sessions im Netz: 4.242 Besucher und 78 Aussteller live in Köln, 15.063 Sessions Views virtual und 214 Sessions, 23.070 Zugriffe auf die 218 virtuellen Ausstellerprofile sowie 521 vereinbarte Online Meetings, erläutert der Veranstalter in einer Pressemitteilung.

„Wir sind stolz auf die Erfolgskennziffern für das erste hybride HR Event. Mein Team und ich sind sehr glücklich, dass wir die Herausforderung angenommen haben, ein Live Event durchzuführen“, sagt Christiane Nägler, Group Director der Zukunft Personal und Mitglied des Management-Teams von spring Messe Management. Sehr erfreut zeigt sie sich über das Vertrauen in das neue hybride Konzept der #ZPReconnect: „Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Sponsoren, Ausstellern, Partnern, Moderator:innen und aktiven Teilnehmern, die uns hier begleitet haben.“ Ihr Fazit: „Der wichtige und richtige Schritt in die neue Normalität hat sich gelohnt.“

Mit Maske und 3G-Regeln

Als Messemacherin träume man natürlich von vollen Gängen, vielen Ausstellungsständen, Parties und stark frequentierten Stages, doch die Pandemie habe dies 2021 noch nicht in vollem Umfang zugelassen, sagt Nägler mit Blick auf den coronabedingt verkleinerten Rahmen des Live Events in Köln. Mit der ZP Reconnect sei es allerdings gelungen, den Austausch über wichtige Themen in der HR-Szene wieder neu zu beleben. Aussteller erlebten: Besucher:innen der ZP Reconnect hatten durchweg ein konkretes Anliegen, sodass sich Chancen auf spannende Business-Projekte eröffneten.

Auch die Erweiterung in den virtuellen Raum mit digitalen Content-Highlights vor, während und nach dem Live Event wurde intensiv genutzt und fand viel positive Resonanz.   

Positives Feedback

Mit dem Video-Format #StudioZ begleitete der Multimedia-Wirtschaftspublizist Gunnar Sohn (also ich) (ichsagmal.com) die Veranstaltung in Köln. Sein Eindruck: 

„Es ging um einen Restart unter den schwierigen Bedingungen des Corona-Regimes. Fläche pro Besucher, Abstand bei den Messe-Ständen und dergleichen mehr. Andere Veranstalter haben es sich einfach gemacht und in den Sack gehauen.“

Mit #StudioZ sammelte er und sein Team Reaktionen von Teilnehmenden und die klangen fast durchweg sehr positiv und optimistisch – Einige Eindrücke aus den Interviews:

Constantin Michel, Expansion Lead DACH, WorkMotion: „ZP Reconnect: Das ist eine schöne Veranstaltung, man hat schöne Gespräche.“

Talk’n’Job: „Die Stimmung ist gut. Wir sind sehr zufrieden mit der Messe. Erst hatten wir gedacht, dass es eventuell weniger ist wegen Corona. Doch die Leute interessieren sich sehr für unser Produkt. Das Angebot wird gut angenommen. Wir haben gut zu tun.“

PAPAGEI – digital learning solutions GmbH: „Das Besondere jetzt in dieser Reconnect-Phase: Die Leute, die kommen, interessieren sich auch wirklich. Jeder weiss genau: Was will ich, was brauche ich, wo schmerzt es …Der fachliche Austausch live macht Sinn.“

Institut für zukunftsorientierte Qualifizierung: „Wunderbar. Ich bin froh, dass wir hier sein dürfen und in Präsenz auf die Messe gehen können. Wir sind hochzufrieden. Es sind viel mehr Kunden da, als wir dachten. Es kommen sehr viele interessiere Leute. Von daher sind wir sehr glücklich.“

Ausgiebiges Netzwerken im Vordergrund

Zwei Hallen statt vier wie 2019 und viel Platz: Wer zur ZP Reconnect nach Köln kam, erlebte Live-Atmosphäre, aber anders als auf bisherigen Zunkunft Personal Events. Viele Anbieter suchten den Kontakt mit den Besucher:innen an Meeting Points oder führten Gespräche exklusiv in Meeting Spaces. „Unser Ziel war es, an der ZP Reconnect auch im Corona-Modus persönliche Begegnungen zu ermöglichen“, so Nägler.

Insgesamt 367 Sessions und 187 Keynotes mit Top-Speakern bot das Programm zur Auswahl. Darüber hinaus standen 218 Partner und Aussteller in Köln und auf der digitalen Plattform bereit, um mit Besucher:innen die ideale Lösung für ihre Anforderung im Personalmanagement zu diskutieren.

Gut informiert mit Keynotes, Panels & Sessions

Besuchermagnet waren die Keynotes bekannter Speaker und spannende Vorträge der Anbieter auf den Solution Stages; Plätze für Zuhörer:innen an den Stages waren wegen der Hygieneregeln deutlich reduziert.

Auf den Stages präsentierten die Redner:innen live spannende Insights, zum Beispiel Anders Indset, Wirtschaftsphilosoph und Autor des Buches „Das infizierte Denken“. Er appellierte in seiner Keynote eindringlich: „Wir brauchen positive Visionen, wie wir mit künftigen Herausforderungen umgehen wollen“, Das bedeute auch, mehr Fragen zu stellen und sich Zeit zu nehmen. Er forderte die Zuhörer:innen auf, nicht mehr nur auf Bildungsabschlüsse zu setzen, sondern sich dafür stark zu machen, dass Lernen ein ständiger Prozess ist. “Hier müssen wir unsere Sichtweise ändern”, sagte er.

Nils Glagau, Inhaber und Geschäftsführer des Familienunternehmens Orthomol und Startup-Investor mit seiner Rock B(r)and GmbH und im VOX-Format „Die Höhle der Löwen“ hat einen besonderen Blick auf das Thema Unternehmenskultur: „Das Beste ist, wenn Mitarbeiter die Frage nach der Unternehmenskultur beantworten. Das zeigt den realen Grad der Identifikation und Mitarbeiterzufriedenheit“, betonte er.

Céline Flores Willers, Linkedin Top-Voice, Gründerin und Co-Herausgeberin des Spiegel-Bestsellers Zukunftsrepublik sprach über „Mitarbeiter als Influencer. Welcome to 2021!“ Nach ihrer Einschätzung sind Botschaften via Mitarbeiter:innen „authentischer und erzeugen mehr Interaktion und mehr Reichweite als Corporate Profile“ Bei 50 Mitarbeitern im Unternehmen arbeiteten durchschnittlich drei Mitarbeiter:innen im Marketing – „doch jeder Mitarbeiter kann Markenbotschafter werden, das ist Corporate Influencing!“, betonte sie. Ihr Credo: „Menschen folgen Menschen. Nicht einem Brand.“

Zu den Highlights am ersten Messetag zählte das Eröffnungspanel zum Thema „Bye bye Statussymbole. Willkommen Agilität, flexible Arbeitsmodelle und Relevanz“ mit Dr. Thomas Ogilvie, der als CHRO Deutsche Post Group zu den 40 führenden HR-Köpfen zählt, Felix Vos, Geschäftsführer Mera Tiernahrung sowie Julia Merkel, Personalvorständin R+V Versicherungen und Prof. Dr. Karlheinz Schwuchow, Professor of Global Management und Herausgeber der viel beachteten Fachpublikation „HR-Trends“. Dr. Thomas Ogilvie betonte unter anderem: „Der strategische Wettbewerbsvorteil eines Unternehmens ist nicht das Produkt, Material, der Standort etc., sondern sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Daher sollten diese auch im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns stehen.

Im Panel „New Normal im Recruiting – welche Chancen sich jetzt eröffnen“ plädierten Chesran Glidden, Head of B2B kununu GmbH, Xenia Meuser und Julie Dressler von Xing E-Recruiting sowie Thomas Kinder, New Work SE, die Chancen der Digitalisierung einfach zu nutzen. In der Bewerber-Ansprache sei es wichtig, immer konkrete Beispiele nennen, wie mit der Krise umgegangen werde, wie sich der Erfolg zeige. Es gehe nicht darum, was schön wäre zu haben, sondern welche Werte aktiv gelebt werden. Der HR-Prozess müsse für Kandidat:innen und Mitarbeitende zum Erlebnis werden.  

Eine weitere Paneldiskussion fand zum Thema „Staffelstab Lebenswerk: Wenn der Chefsessel im Familienunternehmen übergeben wird“ statt. Über Veränderungsprozesse und Nachfolge im Betrieb sprachen Beatrice Rodenstock von Rodenstock – Gesellschaft für Familienunternehmen mbH und Wolfgang Grupp, Alleiniger Geschäftsführer und Inhaber Trigema sowie Wolfgang Grupp Junior, B2B-Verkauf, IT-Projektleiter Trigema. „Wenn die Firma für die eigenen Kinder nicht attraktiv ist, hat man als Führungskraft versagt“, betonte Wolfgang Grupp. „Meine Aufgabe als Führungskraft ist es, den stetigen Wandel der Zeit zu beobachten und mutig mitzugehen.“

Deutschlands beste HR Innovationen

Am Abend des ersten Messetages wurde zum sechsten Mal der HR Innovation Award verliehen. In drei Kategorien „Recruiting & Attraction“, „HR Tech“ und „Learning & Training“ wurden besonders innovationsstarke Produkte und Dienstleistungen im HR-Umfeld ausgezeichnet.

Nägler freut sich vor allem über das neue Jury-Tandem als Vorsitzende der hochkarätigen Jury, da die Beiden wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des HR Innovation Awards geben: „Cindy Rubbens als Personalerin beim Startup Relayr und Prof. Simon Werther als Professor an der Hochschule München und Mitgründer des Startups HRinstruments sind eine wertvolle Unterstützung, denn sie sind beide intensiv vernetzt, sowohl in der Startup- als auch in der HR-Szene.“

Weitere Stimmen zur ZP Reconnect

Auch in den sozialen Medien gab es rund um die virtuellen Angebote und das Live Event der ZP Reconnect einen regen Austausch. Einige Eindrücke aus dem B2B LinkedIn Universum:

Wolfgang Brickwedde, TOP 5 HR-Influencer, Director Institute for Competitive Recruiting (ICR): „Danke, Danke, Danke für #endlichwiederlive Menschen (u.a. Recruiter) treffen können auf der #zpreconnect. Nach 2 Tagen haben schon über 600 #Recruiter die Chance der oft vollbesetzten (Corona Style) Live Vorträge, Live Podiumsdiskussionen und Live Preisverleihungen auf dem Future of Recruiting Summit genutzt.“

ApplyZ GmbH: „Die erste große Präsenzveranstaltung dieses Jahr ist vorbei. Wir hatten drei sehr erfolgreiche Tage auf der Zukunft Personal Messe in Köln!“

https://www.linkedin.com/in/martina-hofmann-b7b523a7/detail/recent-activity/

Manuel Hoenig, Director HR ViscoTec: „Es war viel und für jeden etwas geboten – insbesondere äußerst interessante und motivierende Keynote-Speeches zu zukunftsweisenden HR-Themen.“

https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6845326606601347072/

Und im Web gab es weitere Stimmen zur ZP Reconnect:

Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement: „Nach drei tollen Messetagen ging der Präsenzteil der Zukunft Personal Reconnect in Köln gestern zu Ende. Wir haben uns sehr über den persönlichen Austausch und die vielen konstruktiven Gespräche rund um BGM und BBGM an unserem Messestand gefreut.“

https://bbgm.de/zp-reconnect-2021/

Roger Vogel, hr4you.de: „Unser Einstand auf der ZP Reconnect – lief besser als gedacht … Besonders die Qualität und Intensität der Gespräche hat uns positiv überrascht.“

Events 2022

• 05. – 06. April 2022, Zukunft Personal Süd, Messe Stuttgart

• 05. – 06. April 2022, Corporate Health Convention, Messe Stuttgart

• 03. – 04. Mai 2022, Zukunft Personal Nord, Hamburg Messe und Kongress

• 13. – 15. September 2022, Zukunft Personal Europe, Koelnmesse