Ein notwendiger Zwischenruf von @saschalobo bei den Bonner Gesprächen zu KI, Big Data, Trump und soziale Medien #bgbd18

Nach dem höchst fragwürdigen Vortrag von Yvonne Hofstetter eine notwendige Korrektur von Sascha Lobo bei den Bonner Gesprächen im GSI.

Dieser Vortrag ist von mir nicht komplett übertragen worden – irgendwann ging es nicht mehr.

Aber die Bundeszentrale für politische Bildung hat wohl den kompletten Vortrag aufgezeichnet.

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Was in der Digitalpolitik abgeht, ist einfach nur #kauderhaft #GroKo

Deutschland sei momentan kein Wirtschaftsstandort, an dem der digitale Fortschritt optimal gedeihen kann, proklamiert Volker Kauder, Unions-Fraktionschef im Bundestag. Dazu habe ich ja bereits einiges geschrieben und gesagt. Auch Sascha Lobo nutzt die Steilvorlage zum Schreikrampf. Dieser stimme ja, „aber die suboptimalen Bedingungen sind maßgeblich durch Kauders Mitwirkung entstanden. Seine Fraktion hat wenig getan und viel verhindert.“

Etwa die Abräumung des Internet-Universaldienstes.

„Das Gesetz hätte eine Mindestgeschwindigkeit auch auf dem Land festgelegt. Hätte, hätte, Kupferkabel. Kauder und Konsorten entschieden sich für die Telekom-Bilanz und gegen eine solche Verpflichtung“, schreibt Lobo.

Am Schluss seiner Kolumne schlägt er vor, das Wort „kauderhaft“ einzuführen, als sinnhafte Ergänzung zwischen den Begriffen frech, realitätsavers und schamlos.

Ähnlich verärgert reagiert Nico Lumma im #CIOKuratorLive Gespräch:

Siehe auch: ZWERGENSCHRITTE NACH DIGITALISTAN: @NICO LUMMA ZU DEN VERHANDLUNGEN DER #GROKO #D64

Nun offiziell: Bundesrechnungshof zerpflückt Ex-Minister Alexander Dobrindt

Lobo statt Zetsche: Warum der Daimler-Chef ein schlechter Ratgeber für die vernetzte Ökonomie ist

Neuerfindung des Systems "Auto"
Neuerfindung des Systems „Auto“

Mehr als drei Viertel der deutschen mittelständischen Unternehmen sehen zwar eine rasante digitale Transformation der Wirtschaft und erkennen, dass ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit ohne zunehmende Digitalisierung bedroht ist. Aber nur bei jedem zweiten Unternehmen ist die Digitalisierung Bestandteil der eigenen Strategie. Für fast die Hälfte der Unternehmen spielt laut einer DZ Bank-Studie die Digitalisierung der Geschäftsprozesse derzeit noch gar keine oder nur eine geringe Rolle. Ich halte das sogar für eine konservative Einschätzung. Selbst deutsche Autokonzerne gehen recht lässig mit den Herausforderungen der digitalen Transformation um: So hat sich Daimler-Chef Dieter Zetsche in einem Interview zum Gerücht geäußert, Apple werde in das Automobilgeschäft einsteigen:

„… wir haben das Auto erfunden. Und Erfahrung ist in einem so komplexen Geschäft wie dem Automobilbau mitentscheidend.“

Das klingt nach einer Selbstsicherheit, die man auch als betriebsblinde Arroganz interpretieren könnte. Oder anders ausgedrückt: Die Geschäftserfolge der Vergangenheit wirken wie Denkfallen. Wer ausschließlich wie eine Hardware-Company denkt, verpasst neue Chancen, weil man ähnlich wie Best Buy versucht, die Neuentwicklung zu bremsen, indem man Störsender in den Verkaufsflächen installiert, anstatt wie in den Apple Stores neue Zahlverfahren per Handy einzuführen, um den vernetzten Kunden besser zu bedienen. Nachzulesen in meiner The European-Abhandlung.

Vernetzung, Plattformen und digitale Ökosysteme werden auch für Industriebetriebe immer wichtiger.

„Das kommende System Auto basiert auf einem vernetzten Betriebssystem über das Einzelfahrzeug hinaus, aus dem sich neue Produkte und Märkte ergeben. Uber wird mit rund 40 Milliarden Dollar bewertet (sechs Mal mehr als Lufthansa), weil es das Betriebssystem für den Transportmarkt plant. Viele Anwendungsfälle des Produkts Auto können mit der richtigen Plattform anders abgebildet werden als durch den schnöden Produktkauf. Egal, ob Uber oder ein Wettbewerber den Transportmarkt software-seitig aufessen“, so Sascha Lobo in seiner aktuellen Spiegel-Kolumne.

Branchenfremde Größen aus der digitalen Sphäre können sehr schnell in traditionelle Geschäfte eindringen und durcheinander wirbeln – das gilt für den Produktionssektor und Dienstleistungssektor gleichermaßen. So erleidet die Hotelwirtschaft zur Zeit schmerzhafte Umsatzeinbrüche durch Airbnb, der Zimmerbörse auf Speed, wie es Lobo formuliert:

„Airbnb bedeutet, dass man inzwischen im Internet übernachten kann. Zetsches Kommentare klingen, als hätte die Vorstandsvorsitzende einer Hotelkette vor Airbnb erklärt, dass sie Digitalkonzerne nicht ernsthaft bedrohen könnten. Weil die Hotelwirtschaft logistisch zu komplex für Anfänger sei.“

Arroganz, Selbstsicherheit und Ignoranz können sich die Firmenlenker der Deutschland AG nicht leisten. Wie das im Mittelstand geändert werden kann, diskutieren wir heute ab 16:30 Uhr in einem Live-Hangout als Vorbericht der diesjährigen Cebit-Mittelstandslounge in Halle 5, wo ich vom 16. bis 20. März als Moderator im Einsatz bin.

Gäste: Hannes Häfele von Oracle Deutschland, Hartwig von Saß vom Cebit-Presseteam, Rechtsanwalt Markus Nessler und Andreas Fischer vom G+F-Verlag.

Mitdiskutieren während der Liveübertragung über die Frage-Funktion der Google Plus-Eventseite oder via Twitter mit dem Hashtag #Mittelstandslounge

Narrative und Symbole im Kampf gegen die NSA-Totalüberwachung: ichsagmal-Gespräch mit Felix Schwenzel

Ab 18 Uhr: Nach der Republica-Rede von Felix Schwenzel möchte ich mit ihm neue Narrative und Symbole im Kampf gegen die NSA-Totalüberwachung sprechen. Diskussionsbeiträge und Fragen an Felix während der Livesendung bitte über die Frage-Antwort-Funktion von Hangout on Air posten.

Hier die Republica-Rede von Felix in Kurzform 🙂

Und der wichtigste Punkt der Rede:

Man hört und sieht sich heute Abend.