Man sollte sich von den digital-transformatorischen Keynote-Dampfplauderern nicht ins Bockshorn jagen lassen. Wer auf Frauen uriniert wie der Gründer und Chef von Snapchat Evan Spiegel, einen diktatorischen Kommunikationsstil pflegt und ein vulgärkapitalistisches Ego-Management an den Tag legt wie Uber-Gründer Travis Kalanick, taugt nicht als Vorbild für die Wirtschaftswelt.
Ich selbst und viele andere können diese selbst ernannten Evangelisten nicht mehr hören, die auf den Bühnen stehen, wichtigtuerische vom Teleprompter ablesen und oberflächenkosmetische Gebilde als Geschäftsmodelle der Zukunft propagieren, während sie im eigenen Unternehmen führungsmäßig marode sind. Gleiches gilt für viele Phrasendrescher, die sich über Künstliche Intelligenz (KI) auslassen.
Kommt Gegenwind auf, werden halt Mitarbeiter rausgefeuert: So wurde bei Snapchat im August 2022 rund ein Fünftel der Arbeitsplätze gestrichen. „Am Montag kündigte Snap nun den Abbau von rund 10 Prozent der Belegschaft an. Ende Dezember hatte das Unternehmen noch knapp 5300 Beschäftigte“, so das Manager Magazin.
Wer solche Läden mit Werbegeld unterstützt, ist selber schuld.
Im Mittelpunkt steht wieder der Erfahrungsaustausch zu ESG, Nachhaltigkeitsmanagement und digitalen Tools.
Ein Highlight des 2. Green Monday wird die Präsentation der Ergebnisse der vierten Studie „Digitale Vorreiter im Mittelstand“ sein. Diesmal geht es um die doppelte Transformation aus Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Anschließend wird es einen Panel-Talk mit drei Teilnehmern der Studie geben.
Als Vertiefungsangebot folgen Breakout-Sessions, die wichtige Fokusthemen behandeln. Lars Baumgürtel, der CEO von ZINQ stellt zirkuläre Geschäftsmodelle in der Praxis vor. Hinweise und Ratschläge zur doppelten Wesentlichkeitsanalyse gibt Alexander Rausch, der Head of ESG-Consulting bei Drees+Sommer. Tom Oelsner, Chief Digital Officer bei GEA, diskutiert die Rolle digitaler Geschäftsmodelle in der Twin Innovation.
Im Anschluss findet eine Demo-Night mit Partnern der Deutschen Telekom statt. Dort wird der Nachhaltigkeitsmanager der Telekom im Detail vorgestellt – eine gute Gelegenheit, sich über die Leistungsfähigkeit dieser Anwendung zu informieren. Parallel wird Gunnar Sohn von Schubkraft-TV Einzelinterviews mit Veranstaltungsgästen führen.
Die Twin Transformer: Doppelte Transformation aus Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Mittelstand – Studienhighlights Bernhard Steimel, Studienleiter, mind digital
18:40 Uhr
Panel Talk mit Twin Transformern Bernhard Steimel im Gespräch mit Studienteilnehmern
19:00 Uhr
Breakout-Sessions „Machen statt Reden“Zirkuläre Geschäftsmodelle in der Praxis – Cradle-to-Cradle Zertifizierung Lars Baumgürtel, CEO, ZINQWesentlichkeitsanalyse in der Praxis Alexander Rausch, Head of ESG-Consulting, Drees+SommerDie Rolle des CDOs in der Twin Innovation Tom Oelsner, CDO, GEA
19:40 Uhr
Abschlussdiskussion im Plenum Stephan Grabmeier, Future Designer, Synergie Zukunft
Im #bpbforum digital der Bundeszentrale für politische Bildung hat Professor Andreas Falke einige superwichtige Fakten über die Lage der Volkswirtschaft in den USA dargelegt, die wir uns in Deutschland und Europa noch einmal genauer anschauen sollten. Vor allem die Schwachpunkte im Außenhandel: Kaum Gewinne durch Güterexporte; nur landwirtschaftliche Massengüter wie Soja, Weizen und Mais können im Export punkten; starkes Anwachsen der Off-Shore-Profite der amerikanischen Firmen vor allem in den Zentren der Steuervermeidung – was für eine Innovationsleistung…; Einkommen aus Verwertung geistigen Eigentums (Lizenzen und Patente, die sie aber nicht in der heimischen Produktion umsetzen können, die ist marode); diese Potenziale können das Handelsdefizit mit Gütern nicht aufwiegen.
Wer sind die Profiteure der wirtschaftlichen Gemengelage in den USA? Besitzer von geistigen Eigentumsrechten (Tech Companies, Google, Amazon, Facebook, Apple) Und die, die vom Export von Schuldtiteln profitieren Politische Konsequenzen: Die USA haben zu wenig getan, um Güterexporte zu stärken. Folglich haben auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesen Bereichen nicht profitiert, sondern nur die, die in Steueroasen „investiert“ haben – also die Superreichen. Über diese Verwerfungen müsste eigentlich die innenpolitische Debatte gehen – weder Biden noch Trump haben das auf ihrer politischen Agenda.
Stattdessen setzte Trump, setzen die Republikaner und auch die Demokraten in den USA auf Protektionismus, um die Schwächen der heimischen Wirtschaft zu kaschieren. Deshalb führte Trump im Handelskonflikt mit China hohe Strafzölle ein. Seine Handelspolitik war geprägt von protektionistischen Maßnahmen und dem Ziel, die heimische Wirtschaft zu stärken. Doch wie erfolgreich war diese Politik wirklich? Welche Auswirkungen hatte sie auf die Volkswirtschaft der USA und den globalen Handel?
Ein zentraler Punkt von Trumps Handelspolitik war die Stärkung des Manufacturing-Sektors, also der herstellenden Industrie. Er kritisierte bestehende Handelsabkommen wie NAFTA und die Trans-Pacific Partnership und verhandelte neue Verträge, wie das US-Mexiko-Kanada-Abkommen. Zudem führte er hohe Zölle auf chinesische Importe ein und setzte sich für eine aggressivere Durchsetzung des US-Handelsrechts ein.
Die Handelsbilanz der USA zeigt jedoch, dass die Exporte von Gütern im Vergleich zu den Importen nicht mithalten konnten. Trotz der Marktöffnung und verschiedener Handelsabkommen blieb der Anteil der Güterexporte am Bruttoinlandsprodukt relativ stabil. Lediglich der Luftfahrtsektor, insbesondere Boeing, konnte hier noch Wachstum verzeichnen.
Ein weiterer Aspekt von Trumps Handelspolitik war der Fokus auf den Export von geistigem Eigentum, wie Patenten und Markenrechten. Hier konnten die USA Erfolge verzeichnen, vor allem im Dienstleistungssektor. Doch diese Gewinne konnten das Handelsdefizit im Güterhandel nicht ausgleichen.
Ein wichtiger Faktor für das hohe Handelsdefizit der USA ist der sogenannte „China-Schock“. Seit dem Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) im Jahr 2001 stiegen die chinesischen Importe drastisch an, während die Exporte der USA hinterherhinkten. Dies führte zu einem wachsenden Handelsdefizit, das durch den Export von Schuldtiteln an ausländische Investoren finanziert wurde.
Die Handelspolitik der USA unter Trump hatte auch Auswirkungen auf den globalen Handel. Durch den Ausstieg aus dem Trans-Pacific Partnership (TPP) und anderen Abkommen wurde China zum zentralen Akteur in Asien. Die USA verloren an Einfluss und die Handelsbeziehungen wurden neu geordnet.
Schon US-Präsident George W. Bush erließ 3484 Sanktionen gegen Firmen, Einzelpersonen, Nationen und Organisation in acht Jahren. Donald Trump brachte zwischen 2017 und 2020 rund 3900 Sanktionen gegen den gleichen Personenkreis auf den Weg. Das waren vier Sanktionen pro Werktag. Mit der Amtsübernahme durch Joe Biden hat sich das Tempo enorm erhöht. Heute betreiben die USA aus dem Finanzministerium heraus 70 unterschiedliche Sanktionsprogramme. Agathe Demarais spricht in ihrem Buch „Backfire“ vom „Sanction Overkill”.
„Der Konflikt zwischen Amerika und China ist ein Konflikt um die wirtschaftliche Vorherrschaft zwischen einer etablierten wirtschaftlichen Supermacht und ihrem aufstrebenden Herausforderer. Es überrascht nicht, dass die Vereinigten Staaten in diesem Wirtschaftskrieg alle Formen des wirtschaftlichen Zwangs einsetzen wollen“, schreibt Demarais. Die US-Sanktionen gegen China haben nach ihren Berechnungen direkte Auswirkungen auf den Lebensunterhalt von fast 2 Milliarden Amerikanern und Chinesen; wenn Zölle verhängt werden, zahlen fast immer die Verbraucher die Rechnung.
„Die Volkswirtschaften der USA und Chinas sind eng miteinander verflochten. China ist der größte Warenproduzent der Welt, mit einer Produktion, die der aller amerikanischen, deutschen und japanischen Fabriken zusammen entspricht. China ist auch der größte Handelspartner der Vereinigten Staaten mit einem Umsatz von mehr als einer halben Billion US-Dollar pro Jahr; Peking ist der drittgrößte Exportmarkt für amerikanische Unternehmen (nach Kanada und Mexiko) und die wichtigste Quelle für US-Importe. Die Verbindungen zwischen Unternehmen auf beiden Seiten des Pazifiks sind weitreichend. Frachtschiffe pendeln ununterbrochen zwischen den kalifornischen Häfen von Los Angeles oder Long Beach und denen von Shanghai, Shenzhen oder Guangzhou. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und China gehen weit über den Handel hinaus. Amerikanische und chinesische Lieferketten sind seit mehr als zwei Jahrzehnten integriert; die Produktionslinien der meisten amerikanischen Technologieunternehmen erstrecken sich über beide Seiten des Pazifiks, wobei Amerikas Innovationsvorsprung genutzt wird“, erläutert Demarais.
Die Entkopplung von China würde amerikanischen Unternehmen keine Gelegenheit bieten, zu wachsen und profitabler zu werden. Ein Abbruch der Beziehungen zu China wäre für US-Unternehmen mit einem hohen Preis verbunden. Eine vorsichtige Schätzung beziffert den Preis für die Abkehr von China auf eine Billion US-Dollar über einen Zeitraum von fünf Jahren. Steuererleichterungen und andere finanzielle Anreize könnten Mikrochip-Unternehmen helfen, die Pille der Abkopplung zu schlucken, aber viele Firmen müssten immer noch riesige Mengen an Schulden aufnehmen (und dann zurückzahlen), um eine solche Operation zu finanzieren, was ihre Gewinne über viele Jahre hinweg belasten würde – es sei denn, die amerikanischen Verbraucher zahlen die Rechnung.
In den vergangenen Jahren hat Peking zudem auch die Infrastruktur geschaffen, um US-Sanktionen zu überstehen. Das Land verfügt über einen wachsenden Technologiesektor, eine digitale Währung und US-sichere Finanzkanäle. „Im Konflikt zwischen den USA und China wird Amerika neben Sanktionen auch andere Waffen brauchen. Die Auswirkungen der wirtschaftlichen Vormachtstellung Chinas auf die Wirksamkeit von US-Sanktionen werden über die chinesischen Grenzen hinausreichen. Als Amerika die Welt beherrschte, waren US-Sanktionen ein mächtiges Instrument; niemand will sich mit dem Weltpolizisten anlegen. Doch die Zeiten haben sich geändert. Jetzt, da China zu einer wirtschaftlichen Supermacht aufgestiegen ist, haben die sanktionierten Länder einen alternativen Partner, an den sie sich wenden können. Pekings Bereitschaft, anderen – vor allem Russland – dabei zu helfen, die Folgen der US-Sanktionen zu umgehen, schafft einen Teufelskreis, der Amerikas Einfluss weiter schwächt und die Wirkung der US-Sanktionen untergräbt“, so Demarais.
Letztlich stärken die Sanktionen die Autarkie-Bestrebungen in den sanktionierten Staaten. Vergleichbar mit dem von US-Präsident Ronald Reagan vorangetriebenen Erdgas-Röhren-Embargo Anfang der 1080er Jahre. Pipelines konnte die Sowjetunion dann auch ohne Kooperationen mit Mannesmann und Co. technologisch stemmen. Das Getreidegeschäft der USA mit Moskau lief in dieser Zeit übrigens muter weiter.
Im Interview mit Reinhard Karger vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) beleuchten Sohn@Sohn facettenreiche Themen der Künstlichen Intelligenz (KI). Karger, der die Sprachmodelle als zentralen Forschungsbereich des DFKI identifiziert, diskutiert über die Potenziale und Herausforderungen von Entwicklungen wie ChatGPT, maschinelle Übersetzungen und ethische Grundsätze. Er betont die Wichtigkeit von verlässlichen und transparenten Systemen sowie die Notwendigkeit einer Alphabetisierung, um die effiziente und sichere Nutzung von KI-Werkzeugen zu gewährleisten.
Ein zentraler Punkt des Gesprächs ist die Bezugnahme auf den Philosophen Immanuel Kant und seinen kategorischen Imperativ. Karger schlägt vor, dass KI-Systeme nach ethischen Überlegungen gestaltet werden sollten, die sich an Kants Prinzipien orientieren. Dies impliziert, dass KI-Systeme in einer Weise agieren sollten, die ihre Maximen als allgemeine Gesetze taugen lassen könnten, wobei die Menschenwürde und Gleichheit als fundamentale Werte berücksichtigt werden. Können wir Kants kategorischen Imperativ für eine zukunftsfähige KI-Ethik nutzen? Eine faszinierende Frage. Kant, geboren 1724, feiert seinen 300. Geburtstag am 22. April 2024, zufällig der erste Tag der Hannover Messe.Ein interessantes Zusammenkommen von Technik, Industrie, Europa und Kant.
Darüber hinaus hebt Karger die Bedeutung des kreativen und kritischen Denkens in der Entwicklung und Anwendung von KI hervor. Er sieht Deutschland und Europa als Orte der Aufklärung, die durch ihre kulturellen und ethischen Werte einen einzigartigen Beitrag zur globalen KI-Landschaft leisten können. Dies betont die Notwendigkeit einer ausgewogenen Herangehensweise, die technologische Innovationen fördert, während sie gleichzeitig ethische Überlegungen und die menschliche Dimension der KI berücksichtigt. Karger ist optimistisch, dass solche Systeme dazu beitragen könnten, Verschwörungstheorien auszutrocknen und so einen wichtigen Beitrag zum sozialen und kulturellen Frieden und zur Demokratie leisten könnten. Er spricht über die Differenzierung als deutscher Anbieter und wie man sich strategisch positionieren könnte. Der DFKI-Sprecher ist davon überzeugt, dass die Tatsache, dass man ein Anbieter aus Deutschland oder der Europäischen Union ist, ein Differenzierungsmerkmal sein könnte.
Zu den Projekten des DFKI in diesem Jahr sagt Karger: „Wir haben ein neues Transferlab in der Eifel eröffnet. Dort arbeiten wir mit Unternehmen zusammen, die Transfer benötigen. Wir arbeiten auch an Projekten zur Reduzierung des Energiebedarfs von Rechenzentren und zur Verkleinerung von KI-Modellen, um den Energieaufwand für das Training zu reduzieren.In der Robotik geht es weiter. Wir haben einen Prototyp eines Erdbeerpflück-Roboters vorgestellt. Und wir arbeiten an der Mensch-Roboter-Kollaboration. Ein weiteres spannendes Projekt sind autonome Unterwasserroboter, die in der Ostsee Phosphorgranaten bergen sollen.“
Bei der Zukunft Personal Digital Experience drehte sich alles um das Thema Active Sourcing und Recruiting, mit einem besonderen Fokus auf die Integration von ChatGPT in diesen Prozess.
Die Kernfrage der Session mit Jan Hawliczek (Gründer der Grünen 3 GmbH) war, was ChatGPT ist und wie es sich in die Landschaft der Künstlichen Intelligenz einordnet.
Ein zentrales Thema ist die Kunst des Prompting, also wie man mit ChatGPT kommuniziert, um echten Mehrwert zu generieren. Hawliczek betonte die Bedeutung von klaren Anweisungen und dem Hinzufügen von Kontext, um relevante und präzise Antworten von der KI zu erhalten.
Die Session unterstrich die transformative Kraft von KI im Recruiting, wobei ChatGPT als ein Tool und nicht als ein Ersatz für menschliche Expertise dargestellt wurde. Hawliczek ermutigte die Teilnehmenden, sich mit der Technologie vertraut zu machen und sie als Ergänzung ihrer Toolbox zu sehen, um effizienter zu arbeiten und tiefergehende Einblicke in den Recruiting-Prozess zu gewinnen.
Abschließend wurde auf die Zukunft von KI im Arbeitsumfeld geblickt, mit dem Rat, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und sich aktiv mit den Möglichkeiten auseinanderzusetzen, die diese Technologien bieten.
Können wir Kants kategorischen Imperativ für eine zukunftsfähige KI-Ethik nutzen? Eine faszinierende Frage. Kant, geboren 1724, feiert seinen 300. Geburtstag am 22. April 2024, zufällig der erste Tag der Hannover Messe. Ein interessantes Zusammenkommen von Technik, Industrie, Europa und Kant.
Der kategorische Imperativ von Kant dreht sich um die Frage, ob die Maxime meines Handelns zu einem allgemeinen Gesetz taugt, das ich auch wollen kann. Wenn wir das auf die Entscheidungsfindung eines KI-Systems übertragen, wäre das nicht so schwer. Ein allgemeines Gesetz würde die Menschenwürde berücksichtigen. Was bedeutet das für den Einsatz von KI-Systmen.
Wir erörtern das am Dienstag, um 13 Uhr im Gespräch mit Reinhard Karger vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).
Das Opus „complicate your life“ von Winfried W. Weber zählte vor Ewigkeiten wohl zu den wenigen Versuchen, der Flut von Vereinfachungsratgebern etwas entgegenzusetzen. Ein hoffnungsloses Unterfangen. Warum soll man denn kostbare Lebenszeit für sinnlose Tätigkeiten aufwenden, wenn sie nicht ins Zentrum der eigenen Interessen passen. Beim Kaffeetrinken ist mir das Innenleben des Vollautomaten völlig egal. Kommt es zu einer Leistungsverweigerung des Apparates, reicht meine handwerkliche Grobmotorik sowieso nicht aus, um der Maschine wieder Leben einzuhauchen. Hier ist Reparaturservice gefragt und nicht die Notwendigkeit, im zweiten Bildungsweg noch Kompetenzen als Mechatroniker zu erwerben. Gleiches gilt von einer Anwendung wie #VWConnect im PKW. Hauptnutzer, Gast, PIN-Eingabe oder einfach nur die Frage an die überforderten Programmierer von VW: Warum baut Ihr nicht zu 100 Prozent auf Anwendungen wie Apple Carplay? Kümmert Euch um Achsen, Frontend, rückenschonende Sitze und funktionierende Außenspiegel. Lasst die Finger weg von der Software. Ihr könnt es nicht.
Der Benutzer ist bei alldem schlechten Anwendungsservice einem Generalverdacht der Hersteller ausgesetzt. Er ist ein potentieller Störenfried. Diese Botschaft vermittelt schon die Bedienungsanleitung und spätere Hotline-Disputationen.
Der Benutzer verendet in einer „Zirkulation von Schuldzuweisungen und Unterstellungen“, wie es Jasmin Meerhof in ihrem Buch „Read me! Eine Kultur- und Mediengeschichte der Bedienungsanleitung“ ausdrückt.
Schuldig ist nicht das Gerät, sondern der dümmliche und idiotische Kunde. Die Über- und Unterordnung zwischen Gerät und Benutzer werden über zahlreiche Ge- und Verbote, Vorsichtsmaßnahmen und Hinweise zur Garantie zementiert. Das Ganze ist eine Demonstration der Macht und das Scheitern am Gerät soll uns in die Rolle der Demut pressen. Glücksmomente, oder Flow, wie es der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi bezeichnet, entstehen in dieser Konstellation nicht. Alle Bewegungsabläufe werden im Flowzustand in harmonischer Einheit durch Körper und Geist mühelos erledigt.
Ob Kommunikationsdienste, Endgeräte, Software oder Serviceprovider: Die Auswahl ist unüberschaubar, die Bedienung unübersichtlich, kompliziert und verlangt nach dem seitenlangen Studium einer kryptischen Anleitung in technokratischer Prosa. Ruft man dann die Hotline an, startet eine Spartakiade des Wartens: „Der nächste Mitarbeiter ist für Sie reserviert“. Klingt nach Ansicht des Spiegel-Kolumnisten Tom König nach einem Sternerestaurant. In Wahrheit ist es nur eine verfeinerte Stufe des Hinhaltens. Oder wie wäre es mit „Zurzeit dauert es etwas länger, weil sehr viele Kunden anrufen.“ Auch dieser Spruch aus dem Lexikon der Ausreden sollte nachdenklich machen: „Normalerweise belügen wir dich von vorne bis hinten und behaupten, du hättest eine reelle Chance, hier irgendwann mit irgendwem zu sprechen. Wenn wir – wir! – schon zugeben, dass es heute schwierig wird, dann solltest du lieber auflegen“, so die Interpretation von König in seinem lesenswerten Buch „Ich bin ein Kunde, holt mich hier raus“.
An jedem Kontaktpunkt mit Kunden sollten die Anbieter etwas mehr das Hirn einschalten, um sich auf die Kenntnisse und das Verhalten der Verbraucher einzustellen.
Wenn ich als Kunde gezwungen bin, bei einer Hotline anzurufen, ist das tägliche Anrufvolumen mit Sicherheit kein Indikator für smarten Service, sondern der Beweis für mangelhafte Tuchfühlung mit den sehr unterschiedlichen Nutzungsszenarien des Anwenders.
„Der Philosoph Ludwig Wittgenstein sagte: ‚Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.‘ Darin kommt all das zum Ausdruck, worum es eigentlich geht. Ingenieure leben in einer anderen Welt als Verkäufer und Konsumenten. Und jeder spricht seine eigene Sprache. Hier könnte ein neues Berufsbild entstehen für Fachleute, die diese verschiedenen Welten vereinen“, so die Ingenieurin Anett Dylla.
Ingenieure müssten lernen, dass Design heute etwas anderes ist als bloße Verpackung und dass UserInterface-Design weit über Verpackungskünste oder Ornamentik oder Aufhübschung hinausgeht. Das muss eine gemeinsame Operation sein, nämlich den Punkt oder die Fläche zu gestalten, wo Menschen auf Technik treffen, die prinzipiell nicht mehr durchschaubar ist. Bei Design hat man früher an die Gestaltung von Flaschen oder Kaffeekannen oder Aral Tankstellenzapfsäulen gedacht, aber heute ist Design – wenn man so will – die zentrale Frage der Technik selber.
Wer das begriffen hat, produziert nicht nur selbsterklärende und einfach zu bedienende Produkte, sondern ist auch klar im Kopf.
Inmitten einer Zeit, in der die wirtschaftlichen Daten einige Rätsel aufwerfen, die nicht den klassischen volkswirtschaftlichen Modellen entsprechen, fand das 34. Expertengespräch im Club des Deutschen Journalistenpreises statt. Mit dabei: Prof. Reint Gropp, Ph.D., Präsident, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) – Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin, KfW, Frankfurt – Michael Rasch, Finanzkorrespondent, Neue Zürcher Zeitung, Frankfurt – Markus Zydra, Wirtschaftskorrespondent, Süddeutsche Zeitung, Frankfurt.
— Deutscher Journalistenpreis – Der Club (@earlyeditors) February 3, 2024
Hier eine kurze Zusammenfassung:
Die aktuelle wirtschaftliche Situation wirft Fragen auf, die nicht mit den Erwartungen der Volkswirtschaftslehre übereinstimmen. Die schnelle Abnahme der Inflation, der robuste Arbeitsmarkt und die rekordhohen Börsenkurse in Zeiten wirtschaftlicher Schwäche werfen Rätsel auf.
Die Diskussion drehte sich zunächst um die Inflation und die Zinsen in Deutschland und der Eurozone. Obwohl die Inflation in den letzten Monaten deutlich gesunken ist, liegt sie immer noch unter dem angestrebten Ziel von 2 Prozent. Die Zinsen werden voraussichtlich nicht weiter erhöht, aber es bleibt unklar, wie lange sie auf diesem Niveau bleiben werden und wann über eine Senkung gesprochen werden kann. Besonders die Lohnentwicklung in Europa bereitet der EZB Sorgen, da sie hinter den Erwartungen zurückbleibt. Im Vergleich dazu gibt es in den USA ähnliche Diskussionen über Zinssenkungen aufgrund der hohen Inflation dort. Während die US-Wirtschaft boomt, befindet sich Europa in einer milden Rezession. Es wird erwartet, dass die weltweite Konjunktur in diesem Jahr leicht abflacht.
Die Club-Gesprächsrunde über die EZB-Politik und die Zinsen führte zu der Frage, wie stark diese tatsächlich die reale Wirtschaft beeinflussen. Es wird spekuliert, ob es andere Faktoren gibt, die einen stärkeren Einfluss haben und ob neue Zusammenhänge entstehen. Die Experten diskutierten auch die Unsicherheiten bei den Entscheidungen der Notenbank und die Rolle von Modellen in der Volkswirtschaft. Es wird deutlich, dass die geopolitischen Veränderungen und die Unsicherheit die klassischen Modelle infrage stellen.
Die Experten betonten auch die Bedeutung der Unternehmen bei der Berücksichtigung der Inflationserwartungen bei der Preissetzung. Die Geldpolitik beeinflusst die Unternehmen durch die Finanzierungskosten. Es wurde auch auf die Stagflation in Deutschland hingewiesen und die Tatsache, dass die volkswirtschaftlichen Modelle seit der Finanzkrise in Frage gestellt wurden – aus guten Gründen.
Es wurde festgestellt, dass die Inflation in der Eurozone ähnlich verlaufen ist wie in den USA, trotz der verspäteten Reaktion der EZB. Dies wirft die Frage auf, ob die Inflationsreduzierung tatsächlich etwas mit der Geldpolitik zu tun hat oder ob andere Faktoren eine größere Rolle spielen. Hier sollte man sich die Angebotsseite etwas genauer anschauen.
Bei einer Konferenz zum 25-jährigen Jubiläum des Euro wurde diskutiert, wie die EZB auf die aktuellen Herausforderungen reagiert hat. Es wird kritisiert, dass die EZB zu spät auf den Inflationsanstieg reagiert hat, während die US-amerikanische Federal Reserve bereits früher die Zinsen erhöht hat. Allerdings hat die verspätete Reaktion der EZB keinen großen Unterschied in der Inflationsentwicklung gemacht.
Sehe ich etwas anders. Man hätte 2021 die Inflationsdruck durch Lieferengpässe, Produktionsstillstand, blockierte Container-Häfen, Probleme bei der Herstellung von Chips und dergleichen nicht herunterspielen dürfen, wie es Legarde und Co. gemacht haben. Zinsen hätten moderat erhöht werden können und nicht mit der Brechstange wie seit 2022. Wir erlebten eine angebotsinduzierte Inflation. Die wirklichen Ursachen hatten die Zentralbanker nicht im Blick. Die zu hohen Leitzinsen würgen die Investitionen ab und führten zum Stillstand des Bausektors.
Die Zögerlichkeit der Zentralbanken bei der Zinswende ist typisch für solche Situationen. Der Übergang von Zinserhöhungen zu Zinssenkungen ist immer schwierig für die Zentralbanken, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. Die ökonomischen Modelle, die zur Entscheidungsfindung herangezogen werden, funktionieren in solchen Situationen oft nicht gut. Die Unternehmen sind sich dieser Unsicherheit bewusst und müssen ihre Entscheidungen zur Produktion, Standortwahl und Preisgestaltung treffen.
Die Geldpolitik der Zentralbanken hat direkte Auswirkungen auf die Unternehmen, insbesondere auf die Finanzierungskosten. Die Unternehmen spüren bereits die gestiegenen Kreditkosten, die sich auf ihre Investitionsentscheidungen auswirken.
Ein interessanter Aspekt ist, dass Deutschland und Europa derzeit eine Stagnation erleben, obwohl der Arbeitsmarkt robust ist. Dies ist ein Unterschied zu früheren Rezessionen.
Es wird auch die Frage aufgeworfen, warum die EZB weiterhin an ihrem Inflationsziel von 2 Prozent festhält, obwohl die Modelle in Zeiten der Unsicherheit begrenzte Aussagekraft haben. Zudem spielt die Psychologie eine wichtige Rolle bei den Entscheidungsprozessen der EZB. Die Angst vor Fehlern und der Wunsch, eine hohe Inflation zu vermeiden, könnten dazu führen, dass die EZB auch die Rezession oder Arbeitslosigkeit in Kauf nimmt.
Fazit: Die Diskussion über die EZB-Politik und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft hat gezeigt, dass die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen nicht immer mit den Erwartungen der Volkswirtschaftslehre übereinstimmen. Die Inflation ist schneller gesunken als erwartet, der Arbeitsmarkt ist robust und die Börsenkurse sind rekordhoch, obwohl die Wirtschaft schwächelt. Die Experten waren sich einig, dass die volkswirtschaftlichen Modelle in Zeiten des Wandels überdacht werden müssen. Es wurde betont, dass die EZB-Politik und die Zinsen Auswirkungen auf die reale Wirtschaft haben, aber es gibt auch andere Faktoren, die einen Einfluss haben könnten. Es bleibt eine Herausforderung, die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen. Das hat die EZB-Präsidentin versäumt.
„Die Software in meinem A6 ist auf dem gleichen Usability-Niveau wie meine Philips Universal Fernbedienung für TV und Video in den 1990er Jahren. Und die war damals schon schlecht“, sagte Lutz Becker gegenüber einem Fachmagazin für Vorstände und Aufsichtsräte. Das war im Jahr 2016.
Hier stehe sich die Ingenieurs-Organisation von VW selbst auf den Füßen. Die Ursache sieht der Hochschulprofessor im Business Reengineering des Wolfsburger Autokonzerns.
„Das ist für mich die größte Erbsünde der Managementlehre der 1980er Jahre. Man kann soziale Organisationen nicht Reengineeren, weil es keine simplen Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge gibt. Kultur kann man nur durch Narrative und vorgelebte Praktiken ändern. Die Prozesse zur Diffusion dauern in großen Organisationen natürlich lange. Trägheitsmomente und Verharrungsvermögen haben da eine andere Qualität. Deshalb macht es Sinn, kleine und selbständig agierende Kerne zu bilden.“
In Zeiten nach dem Verbrennungsmotor steigt die Relevanz von Internet-Technologien und Software-Anwendungen. IP-Netzwerke, Algorithmen sowie digitale Plattformen bestimmen das Geschäft und nicht mehr die Produktion von Komponenten. Wer das Betriebssystem besitzt, verfügt über zentralen Zugang zu den wichtigsten Datenquellen. Ähnliches erlebten die Netzbetreiber in den vergangenen Jahren. Nicht mehr der Leitungsbau generiert Umsätze, sondern das Geschäft mit Daten.
Hat sich daran etwas im Jahr 2024 geändert? Im Gespräch mit Logistikprofessor Peter Holm werden Schwachstellen benannt.
Die Automobilindustrie steht vor einer digitalen Revolution, in der Software und User Interface (UI) zunehmend zum Herzstück moderner Fahrzeuge werden. Besonders VW Connect, das digitale Ökosystem des Wolfsburger Riesen, gerät ins Kreuzfeuer. Ich selbst habe es ausprobiert: Es dominiert eine träge und unpraktische Benutzerführung, die das Fahrerlebnis deutlich schmälert. Diese Kritik wirft Schatten auf die Ansprüche eine Industriekonzerns, in der digitalen Transformation der Branche eine führende Rolle einzunehmen.
Im Zeitalter der Digitalisierung reicht es nicht mehr aus, ausschließlich in Hardware zu glänzen; die Software-Kompetenz entscheidet zunehmend über Erfolg und Misserfolg. Hier offenbaren sich bei vielen Herstellern unfassbare Defizite, obwohl wir nun schon seit 10 bis 20 Jahren über dieses Thema debattieren. Im Gegensatz dazu zeigen Partnerschaften zwischen Automobilherstellern und Tech-Giganten wie Apple und Google das immense Potenzial auf, das in einer gelungenen Symbiose von Hardware und Software liegt. Diese Kooperationen verdeutlichen, dass Hersteller, die in bestimmten Bereichen Schwächen aufweisen, durch strategische Allianzen ihre Angebote signifikant verbessern können.
Skepsis gegenüber einer Öffnung für externe Software-Plattformen wie Apple CarPlay mag aus einer Sorge um Datenkontrolle und Markenintegrität herrühren. Doch diese Haltung könnte Autohersteller langfristig isolieren und von den dynamischen Entwicklungen in der der Fahrzeug-Software ausschließen. Die Automobilindustrie befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, in dem Flexibilität und Offenheit für Innovationen entscheidend sind. Industrieunternehmen stehen vor der Wahl: Festhalten an einer überholten Vorstellung von Kontrolle oder den Schritt hin zu einer offeneren, partnerschaftlichen Zukunft wagen.
Die Herausforderung wird sein, die richtige Balance zwischen der Bewahrung der Markenidentität und der Öffnung für innovative, digitale Lösungen zu finden.
In Anlehnung eine meine frühere The-European-Kolumne frage ich daher: Liebwertestes VW-Gichtlinge, wo ist Eure Vernetzungskompetenz?
Zeit vergeht, Tage werden zu Jahren. Doch bedeutet mehr Zeit auch mehr Ereignisse? Für den Vielschreiber und Vielreisenden Peter Sloterdijk sicherlich. Sein dritter Band der Aufzeichnungen, „Zeilen und Tage III, Notizen 2013 bis 2016“, ist kürzlich erschienen. Doch es ist mehr als nur eine Chronik, so Kersten Knipp im Interview mit Sloterdijk.
Der philosophische Schriftsteller zieht aus dem Alltäglichen Kapital. Er würdigt das Kleine, das leicht zu Übersehen ist. Die Puzzleteile, aus denen sich die Gegenwart zusammensetzt. Sloterdijk bleibt auch in diesem dritten Band seiner Grundhaltung treu, die dem Zufall sympathisiert. Warum? Weil der Zufall unser bester Freund ist. Er liefert Ereignisse, für deren Bestellung wir nicht verantwortlich sind. Es gibt immer einen Vorrang des Zufälligen vor dem Notwendigen. Das gibt uns das Gefühl von Freiheit.
Doch dazu gehört auch die Fähigkeit, schnell mit dem Zufall umzugehen, sich schnell auf Neuigkeiten einzustellen. Sloterdijk beschreibt eine menschliche Fähigkeit, die Kognition anderer Menschen zu ergreifen und die eigene zu befragen. Dadurch entbinden wir uns vom Umgriff der Umwelt. Welt ist das, was die Umwelt überschreitet.
Sloterdijk spricht auch über die Sprache. Sie ist ein wesentliches Element des Lebens. Solange dir die Sprache nicht abhanden kommt, bleibst du am Leben. Für die klassische Philosophie dreht sich alles um die Fähigkeit zu reden. Deshalb war die Rednerausbildung in der Antike so wichtig. Sie hat Menschen eingeübt, in keiner Situation ganz hilflos zu werden.
Sloterdijk sieht sich selbst als philosophierenden Schriftsteller. Seine Haupttätigkeit ist das Schreiben, das philosophische Element ist eher ein Adjektiv. Er glaubt nicht, dass man im Hauptberuf Philosoph sein kann oder soll.
In „Zeilen und Tage 3“ sieht Sloterdijk die Literatur als Versuch, der Zeit und der Fülle habhaft zu werden. Du kannst den Zug der Zeit nicht aufhalten. Er rollt über die Momente hinweg, an denen die Zeit stillzustehen scheint. Doch durch das Schreiben eines Tagebuchs, besser eines Stunden- oder Minutenbuchs, kann man die Zeit verdichten.
Sloterdijk spricht auch über die Freiheit der Sprache. Zum akademischen Raum haben die Polizei und Gemeinheit keinen Zutritt. Freie Fahrt der Rede in der Akademie. Einer der größten Erfindungen der alten europäischen Kultur ist die Ausgrenzung eines Bezirks, in dem das freie Wort beheimatet ist. Ein Ort für freie Meinungen und Meinungsstreit.
Peter Sloterdijk zu seinem Opus „Zeilen und Tage III, Notizen 2013 bis 2016“. Das Buch ist bei Suhrkamp erschienen, hat 604 Seiten und kostet 34 Euro. E-Book: 29,99 Euro.