Vorsorge und Selbstschutz: Was können wir gegen Naturkatastrophen tun?

Livestream zum virtuellen Tag der offenen Tür des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

In den vergangenen Jahren hat die Häufigkeit und Intensität von Naturkatastrophen wie Starkregen, Flutkatastrophen, Waldbränden, Erdbeben und Stürmen zugenommen. Diese Entwicklung macht deutlich, wie wichtig es ist, sich auf solche Ereignisse vorzubereiten und im Ernstfall richtig zu handeln.

Maßnahmen zur Selbsthilfe

Zu den wichtigsten Maßnahmen für die Selbsthilfe zählen unter anderem:

  • Vorräte anlegen: Lebensmittel, Wasser und wichtige Medikamente sollten in ausreichender Menge vorhanden sein, um im Krisenfall einige Tage autark überstehen zu können.
  • Notfallausrüstung: Dazu gehören Gegenstände wie Taschenlampen, batterielose Radios (Kurbelradios), Erste-Hilfe-Sets und andere Notfallutensilien.
  • Informationsquellen nutzen: Warn-Apps und Notfallpläne des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bieten wichtige Informationen und Anleitungen für den Krisenfall.
  • Vorbereitung und Bildung: Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollten das Thema in ihren Lehrplan aufnehmen und Kinder sowie Erwachsene für den Ernstfall sensibilisieren und vorbereiten.

Die Rolle des Einzelhandels

Eine interessante Idee ist, dass der Lebensmitteleinzelhandel sogenannte Selbstschutzpakete anbieten könnte. Diese Pakete könnten alle notwendigen Artikel für den Notfall enthalten und würden es den Bürgerinnen und Bürgern erleichtern, sich adäquat vorzubereiten.

Wichtigkeit der Kommunikation

Kommunikation ist ein Schlüsselaspekt der Krisenvorsorge. Im Ernstfall müssen die Menschen schnell und effektiv informiert werden. Hier spielen moderne Technologien wie Warn-Apps eine wichtige Rolle, aber auch traditionelle Methoden wie Lautsprecherdurchsagen sollten nicht unterschätzt werden.

Fazit

Die zunehmende Gefahr von Naturkatastrophen erfordert eine neue Herangehensweise an die persönliche Vorsorge und den Selbstschutz. Jeder Einzelne, aber auch Institutionen wie Schulen und der Einzelhandel, müssen in diese Bemühungen einbezogen werden. Nur durch gemeinsame Anstrengungen und erhöhte Sensibilisierung können wir uns besser auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten.

Katastrophen-Demenz: Schutz der Bevölkerung wird leider kaputt gespart – Aber da regt sich auf der Straße kein Widerstand

„Immer, wenn die #Fluten steigen, fordert die Politik mehr Investitionen in den #Bevölkerungsschutz – und wendet sich dann doch rasch wieder anderen Themen zu. Und nicht bloß das: Gerade erst wurden die 2024er-Budgets für Technisches Hilfswerk (THW) und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe im Bundesetat wieder massiv gekürzt. Dabei erzwingen #Starkregen, #Hochwasser, #Dürren und Waldbrände dringend den Ausbau des Bevölkerungsschutzes“, schreibt Thomas Kuhn auf Facebook. Und er trifft ins Schwarze. Da helfen auch inszenierte Auftritte des Bundeskanzlers in Gummistiefeln nicht weiter.

Die Bundesregierung hat die Haushaltsmittel fürs THW und für das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) massiv beschnitten. Schon im Haushaltsentwurf für 2023 waren fürs THW knapp 30 Prozent weniger Mittel als im Vorjahr vorgesehen, fürs BBK sogar knapp 40 Prozent. „Und für 2024 sind unter dem Druck des aktuellen Spardiktates nochmals um zehn Prozent beziehungsweise um rund ein Viertel reduzierte Budgets für THW und BBK vorgesehen“, kommentiert Kuhn in der Wirtschaftswoche.

Im Jahr der Flutkatastrophe im Ahrtal sah das noch anders aus. Da überschlug man sich auf Seiten von Bund und Ländern mit Ankündigungen zur Verbesserung des Bevölkerungsschutzes.

Davon ist nichts übrig geblieben.

Wir waren schon mal weiter. Also immer erst dann, wenn etwas Schlimmes passiert.

Ich kann mich noch gut an die Vorstellung der Kampagne des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in unserem Studio erinnern. Motto „Für alle Fälle vorbereitet“.

Die Notwendigkeit der Informationsmaßnahmen wurde durch Ereignisse wie den 11. September und die Elbeflut deutlich, die zeigten, dass Deutschland eine zentrale Behörde für den Umgang mit nationalen Krisen benötigt. Ursprünglich für Kriegsszenarien konzipiert, hat das BBK sein Aufgabenspektrum auf allgemeine Krisen wie Pandemien, Naturkatastrophen und ähnliche Notfälle erweitert.

Das Ziel des BBK ist es, das Bewusstsein und die Vorbereitung der Bürgerinnen und Bürger auf verschiedene Notfallszenarien zu fördern. Armin Schuster, der damalige BBK-Präsident betonte in Bonn-Duisdorf, dass individuelle Vorbereitung und Vorsorge von enormer Bedeutung sind und den staatlichen Maßnahmen an Effektivität gleichkommen oder sie sogar übertreffen können.

Ein Kernstück der Öffentlichkeitsarbeit ist die Aufklärung über das Anlegen von Notvorräten und die Bereitstellung von Checklisten und Ratgebern zu verschiedenen Krisenszenarien. Die BBK-Website bietet umfassende Informationen zu Themen wie Extremwetter, Notgepäck, Dokumentensicherung und Stromausfall. Mit einem Mix aus informativen und humorvollen Ansätzen zielt die Kampagne darauf ab, ein breites Publikum zu erreichen und zum Nachdenken anzuregen, ohne dabei Ängste zu schüren.

Zusätzlich zur Bürgeraufklärung arbeitet das BBK an der Stärkung und Unterstützung lokaler Strukturen und Hilfsorganisationen. Ziel ist es, eine umfassende Vorbereitung auf und Bewältigung von Krisen auf allen Ebenen der Gesellschaft zu gewährleisten. Bei so einem Thema darf man nicht sparen.

Rezension: Durchbruch der Künstlichen Intelligenz – Auch beim Prompt Engineering gilt: Shit in, Shit out

Der Gastbeitrag von Peter Buxmann in der FAZ beschäftigt sich mit dem Thema des Durchbruchs der Künstlichen Intelligenz (KI) und den Auswirkungen, die dieser auf die Gesellschaft hat. Der Universitätsprofessor für Wirtschaftsinformatik analysiert die aktuellen Entwicklungen und stellt die Frage, wer von der KI-Revolution profitiert und was die Zukunft bringen wird.

Im Jahr 2023 wurden täglich neue Produkte und Dienstleistungen im Feld der KI angekündigt und auf den Markt gebracht. Unternehmen wie Open AI haben eine beeindruckende Geschwindigkeit vorgelegt und kontinuierlich neue Modelle und -Anwendungen entwickelt. Die KI hat auch den Elfenbeinturm verlassen und ist in der breiten Öffentlichkeit angekommen. KI-basierte Sprachassistenten, autonomes Fahren und medizinische Diagnoseunterstützung sind nur einige Beispiele für den Einfluss der KI auf unseren Alltag.

Neben den großen Technologieunternehmen setzen auch immer mehr Start-ups auf KI und integrieren sie in ihre Geschäftsmodelle. Sowohl große Softwareanbieter als auch kleinere Unternehmen nutzen KI, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu verbessern. Die Integration von KI in Software wird in Zukunft zur Normalität werden, so SAP-Produktvorstand Thomas Saueressig.

Die Gewinner der KI-Entwicklungen im Jahr 2023 waren unter anderem Open AI und Microsoft, die maßgeblich an der Entwicklung beteiligt waren. Aber auch andere Unternehmen wie Nvidia profitierten vom Boom. Es gab jedoch auch Enttäuschungen, wie zum Beispiel fehlerhafte Demos und bizarre interne Konflikte bei Open AI und Google.

Die wirtschaftliche Bedeutung der neuen KI-Sprachsysteme ist noch nicht abschließend zu bewerten. Studien zeigen jedoch, dass der Einsatz von KI-Modellen wie ChatGPT zu Zeitersparnis, besserer Textqualität und höherer Mitarbeiterzufriedenheit führen kann. Unternehmen nutzen KI auch, um ihre Prozesse zu verbessern, insbesondere im Wissens- und Servicemanagement.

Es gibt jedoch auch Herausforderungen im Umgang mit KI. Anwendungen wie ChatGPT können „halluzinieren“ und unsinnige Inhalte generieren, ohne dass die Entwickler den genauen Grund dafür kennen. Das liegt allerdings häufig an idiotischen Eingaben. Auch beim Prompt Engineering gilt: Shit in, Shit out.

Im Jahr 2023 gab es eine Vielzahl von Produkten und Start-ups, die das Label „Künstliche Intelligenz“ für sich beanspruchten, ohne einen klaren Zusammenhang zur KI zu haben. Dies führte zu einem Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Geld. Die Angst vor einer Superintelligenz und deren Auswirkungen auf die Menschheit erlebte eine Renaissance. Es gibt jedoch unterschiedliche Meinungen dazu, wie realistisch diese Bedenken sind.

KI kann grundsätzlich für gute und problematische Zwecke eingesetzt werden. Es gibt Diskussionen über den Einfluss von KI auf Diskriminierung und die Frage, ob KI böse ist. Dabei liegt die Verantwortung nicht nur bei den Algorithmen, sondern auch bei den von Menschen bereitgestellten Trainingsdaten.

Im Jahr 2024 werden wir weiterhin eine rasante Entwicklung der KI erleben. Multimodale Sprachmodelle, die Bilder, Videos und Audiodateien verstehen und generieren können, eröffnen neue Möglichkeiten und erhöhen gleichzeitig die Risiken des Missbrauchs. Die Entwicklungsgeschwindigkeit der KI war in den letzten Jahren beeindruckend und wird wahrscheinlich auch in Zukunft hoch bleiben.

Abschließend lässt sich sagen, dass die KI gekommen ist, um zu bleiben. Die Zusammenarbeit von Mensch und KI wird in vielen Bereichen zu besseren Entscheidungen führen. Es ist wichtig, die Chancen und Risiken der KI zu erkennen und verantwortungsvoll damit umzugehen.

Kommunikation über Ernährung und Nachhaltigkeit: Friedrich Büse im Interview

In der neuen Folge von Sohn@Sohn-Adhoc spricht Friedrich Büse über die Herausforderungen in der Kommunikation rund um Ernährung und Nachhaltigkeit. Der Fokus liegt dabei auf der ehrlichen Aufklärung über Fleischproduktion und der Bedeutung von Bildung für eine nachhaltigere Zukunft.

Die industrielle Lebensmittelproduktion und ihr immenser Einfluss auf die Umwelt stehen im Zentrum des Gesprächs. Büse erörtert die Notwendigkeit, die Wertschöpfungskette der Fleischindustrie kritisch zu hinterfragen und hebt die Bedeutung von alternativen, pflanzenbasierten Produkten hervor. Trotz der Herausforderungen, die die etablierte Fleisch- und Molkereiindustrie mit sich bringt, betont er die Wichtigkeit, realistische Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu finden.

Ein zentraler Punkt des Interviews ist die Rolle des Verbrauchers. Büse argumentiert, dass eine ökologisch ehrliche Preisgestaltung für Fleisch und eine Reduzierung der Produktion um die Hälfte zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft führen könnten. Er beleuchtet auch die Problematik der Unwissenheit über die ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen bei der Lebensmittelwahl und sieht den kommenden Eco-Score als ein wichtiges Werkzeug zur Aufklärung.

Des Weiteren wird die Bedeutung von Industrie und Innovation diskutiert, wobei Büse betont, dass Europa eine Kontrolle über diese Innovationen behalten muss, um sie mit ökologischen Zielen in Einklang zu bringen. Er zeigt sich optimistisch über die Zukunft pflanzenbasierter Produkte und erwartet, dass diese in wenigen Jahren eine echte Alternative zu tierischen Produkten darstellen werden.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs geht Büse auf die Verwertung pflanzenbasierter Rohstoffe ein. Er betont, dass es wichtig ist, neue Wertschöpfungsketten zu entwickeln, um diese Rohstoffe sinnvoll zu nutzen, und verweist auf die mögliche Nutzung von Fasern und Zellulose in der Industrie.

Das Interview schließt mit einem Ausblick auf die dritte Folge der Serie, in der Visionen für die Lebensmittelindustrie und den Lebensmittelkonsum sowie deren Auswirkungen auf Umwelt und Klimaschutz diskutiert werden. Die Folge wird am 16. Januar ausgestrahlt, um 12 Uhr. Man hört, sieht und streamt sich erst einmal am Dienstag, den 9. Januar mit der zweiten Folge der Interviewreihe mit Friedrich Büse.

Teil 1:

Neue Horizonte für Europa in Zeiten des Wandels: Man hört, sieht und streamt sich auf der Europa-Konferenz vom 13. bis 15. Oktober in Berlin(Öffnet in einem neuen Browser Tab)

Präsident des Bundesverfassungsgerichtes mahnt zu einem demokratischen Diskurs, der Respekt und Kompromissbereitschaft in den Vordergrund stellt – 75 Jahre Grundgesetz

75 Jahre Grundgesetz: Bundesverfassungsgerichtspräsident Stephan Harbarth würdigt Konrad Adenauers Vermächtnis. In einer bewegenden Rede am Petersberg bei Bonn betont er die Bedeutung der freiheitlichen Werte und ruft zur aktiven Teilhabe an der Demokratie auf. Ein eindrucksvoller Rückblick auf die Errungenschaften der deutschen Nachkriegsdemokratie und ein Plädoyer für ihren Erhalt.

Zum 148. Geburtstag von Konrad Adenauer fand im Grandhotel Pertersberg auf Einladung der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus und der Konrad-Adenauer-Stiftung eine Feierstunde statt, bei der der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Stephan Harbarth, als Festredner geladen war. Unter dem Titel „Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen“ sprach Harbarth über 75 Jahre Grundgesetz – von einem Provisorium zur gesamtdeutschen Verfassung.

In seiner Rede zog Harbarth Verbindungen zwischen dem historischen Kontext der Entstehung des Grundgesetzes und aktuellen Herausforderungen. Er erinnerte an die politischen und moralischen Trümmer Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg und würdigte die visionäre Leistung der Verfassungsschöpfer, die ein freies und demokratisches Fundament legten. Besonders hob er Konrad Adenauers Rolle als Präsident des Parlamentarischen Rats und dessen entscheidenden Einfluss auf die Ausformung des Grundgesetzes hervor. Adenauers Vermittlungsgeschick und Weitsicht wurden als beispielhaft für den Geist des Grundgesetzes dargestellt.

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes betonte die anhaltende Relevanz der im Grundgesetz verankerten Prinzipien wie Menschenwürde und Demokratie und bekräftigte den dienenden Charakter des Staates gegenüber dem Individuum. Angesichts der gegenwärtigen politischen Herausforderungen mahnte Harbarth zu einem demokratischen Diskurs, der Respekt und Kompromissbereitschaft in den Vordergrund stellt. Das Grundgesetz, so Harbarth, biete alle Chancen auf eine gute Zukunft, fordere jedoch von seinen Bürgerinnen und Bürgern aktive Teilhabe und Verteidigung der freiheitlichen Werte.

Die Rede war nicht nur eine geschichtliche Reflexion, sondern auch ein Appell an die Verantwortung jedes Einzelnen, die Demokratie mit Leben zu füllen. Harbarth schloss mit der Erinnerung an die Notwendigkeit, dass Staat und Gesellschaft zeigen müssen, dass sie die vielschichtigen und drängenden Probleme der Zeit lösen können. Nur so könne die Begeisterung für das demokratische System aufrechterhalten und gestärkt werden.

Die Veranstaltung am Petersberg bei Bonn war somit ein eindrucksvoller Rückblick auf die Errungenschaften der deutschen Nachkriegsdemokratie und ein nachdrückliches Plädoyer für ihren Erhalt und ihre aktive Gestaltung.

Das Grundgesetz und die neo-esoterische Bewegung der Corona-Leugner(Öffnet in einem neuen Browser Tab)

Social Web ohne öffentlichen Raum: Versinken wir in Egozentrik?(Öffnet in einem neuen Browser Tab)

KI zwischen Assistenz und Autonomie

Cebit-Rundgang der Kanzlerin

Zum Abgleich. Hochkarätige Diskussionsrunde zur #KünstlichenIntelligenz auf der CeBIT 2018, moderiert von Klaus Burmeister und Gunnar Sohn. Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer, Prof. Dr. em. Reinhard Merkel, Journalist Matthias Spielkamp und Dirk Wittkop, Geschäftsführer von IBM Deutschland Research & Development, debattierten die Rolle des Menschen im Angesicht fortschreitender Technologien. Im Fokus standen die ethischen, gesellschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Implikationen der KI, die Frage nach der menschlichen Autonomie und die Gestaltung der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Mit der zunehmenden Verschmelzung von menschlichen Fähigkeiten und künstlicher Intelligenz, der sogenannten Cyborgisierung, wachsen auch die Herausforderungen an die Gesellschaft, ethische Normen zu definieren und die Ausbildung der nächsten Generationen anzupassen. Die Runde betonte die Notwendigkeit eines interdisziplinären Ansatzes und einer breiten gesellschaftlichen Diskussion über die Anwendung von KI.

Zukunft der KI: Welche Fähigkeiten werden benötigt? Thema für die #ZukunftPersonal

Studenten drängen sich nach einem Bericht von Business Insider in der Hoffnung auf lukrative und aufregende Jobs in der KI-Industrie um ein MINT-Studium, aber ein Wirtschaftsnobelpreisträger hat vor dem Hype gewarnt. „Christopher Pissarides – Wirtschaftsprofessor an der London School of Economics und Träger des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften im Jahr 2010 – sagte kürzlich in einem Interview mit „Bloomberg“, dass Arbeitnehmer in IT-Berufen, die KI vorantreiben, riskieren, dass ihre eigene Rolle in der Zukunft obsolet wird“, schreibt BI und zitiert Pissarides.

„Die Fähigkeiten, die jetzt benötigt werden – um die Daten zu sammeln, sie zusammenzustellen, sie zu entwickeln und sie zu nutzen, um die nächste Phase der KI zu entwickeln oder, genauer gesagt, um die KI für Arbeitsplätze anwendbarer zu machen – werden die Fähigkeiten, die jetzt benötigt werden, obsolet machen, weil die KI die Arbeit erledigen wird.“ Er fügte hinzu: „Die Nachfrage nach diesen neuen IT-Fähigkeiten birgt die Saat der Selbstzerstörung in sich.“

Welche Fähigkeiten wohl wichtig werden? Häufig schlagen wir nur Phrasen entgegen.

Man will mit KI besser werden, neue Horizonte erstreben, Vergangenheit zurücklassen und verharrt dennoch in Zwischenorten, Zwischenzeiten und in Wartesälen des Denkens.

young man using new meta threads app on smartphone

Live-Interview mit der Meta-Brille von Facebook

skyscrapers with reflecting walls in modern megapolis

Next Economy: Plädoyer für ein investitionsfreudiges Handeln des Staates

In einem lebhaften Dialog auf der Next Economy Open erinnert Professor Frank H. Witt an vergangene Wirtschaftskrisen und die Reaktionen darauf, insbesondere die der Weimarer Republik unter Heinrich Brüning, die er als historische Parallele zu den heutigen Austeritätsmaßnahmen zog. Er argumentierte, dass der Liberalismus des 21. Jahrhunderts eine Neudefinition benötige, die eine aktive, gemeinschaftliche Zukunftsgestaltung und nicht den Rückzug des Staates in den Fokus rückt.

Witt sprach sich klar gegen die Schuldenbremse aus und plädierte für ein kühnes, investitionsfreudiges Handeln des Staates. Er kritisierte das festgefahrene Narrativ um die angebliche Gefahr der Staatsschulden und stellte diesem eine Vision entgegen, in der politisches Handeln sich durch Investitionen in die Zukunft, in Technologie und Bildung auszeichnet.

Die Veranstaltung bot Raum für historische Reflexionen über die politische Ökonomie und deren Auswirkungen auf die gegenwärtige globale Finanzlandschaft.

Insgesamt forderte Witt eine Rückkehr zu einer Wirtschaftspolitik, die die Werte von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit respektiert und fördert. Er mahnte, dass die Zukunftsgestaltung nicht einer vermeintlich effizienten Marktlogik überlassen werden dürfe, sondern dass eine gemeinschaftliche Anstrengung für das Wohl aller erforderlich sei.

Seine Ausführungen endeten mit einem Appell zur Besinnung auf die Rolle des Staates als Gestalter der Zukunft und zur Notwendigkeit einer rationalen und evidenzbasierten Politikgestaltung.

two people walking on pier

Wo die Liebe hinfällt #KaiWegner

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„Der Druck auf den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wächst. Auch gestern wollte sich Wegner nicht zu einer möglichen Liebesbeziehung mit CDU-Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch äußern. Frei nach dem Motto: Marmor, Stein und Eisen bricht, aber Wegners Schweigen nicht“, schreibt der Tagesspiegel.

In einem Unternehmen ginge das nicht, sagt Berlins Chef der Jungen Union, Harald Burkart, und wurde noch deutlicher: Leider seien Abhängigkeitsverhältnisse in der Berliner CDU keine Seltenheit.  

Was für ein Quatsch. In Unternehmen, in Behörden, Parteien, Vereinen und Verbänden ist das an der Tagesordnung. Da sind doch keine Maschinen unterwegs. Das kann in der Geschäftsstelle einer Jugendorganisation passieren, am Schalter der Post oder in der Kantine eines Ministeriums. Entscheidend ist Transparenz.