Im Interview mit Sohn@Sohn-Adhoc thematisiert Büse die dunklen Aspekte der Fleischindustrie: den extrem billigen Fleischkonsum, die verheerenden Umweltauswirkungen und die gesundheitlichen Risiken. Besonders alarmierend findet er die Bedingungen der Massentierhaltung, die nicht nur das Tierwohl, sondern auch das Wohl der in der Fleischproduktion Beschäftigten beeinträchtigen. Täglich werden in Deutschland etwa 1,2 Millionen Tiere geschlachtet, ein Umstand, der nach Büses Meinung mehr Bewusstsein in der Gesellschaft erfordert. In einem vierteiligen Interview erörtern wir die Chancen einer umfassenden Ernährungswende.
„Die Energiewende in der Schwerindustrie ist kein fernes Ziel mehr, sondern eine Realität, die wir aktiv gestalten“, sagt Marie Jaroni von thyssenkrupp steel im Interview mit SchubkraftTV auf dem SZ-Gipfel in München. Sie betont, dass die Industrie nicht mehr nur über Ziele spricht, sondern konkrete Maßnahmen ergreift.
„Wir müssen schneller sein“, sagt Jaroni. „Wir müssen nicht auf die nächsten Ziele und Ankündigungen warten, sondern anfangen zu bauen und umzusetzen.“ Und genau das tut thyssenkrupp. Sie sprechen nicht nur über Veränderungen, sie setzen sie um.
Die Stahlindustrie drückt aufs Gaspedal. Neue Technologien kommen auf den Markt. Ein neues Werk soll 2027 starten. „Wir fahren jetzt richtig an“, sagt Jaroni. „Wir graben, wir baggern, wir bauen. Es ist nicht mehr nur PowerPoint, es ist Realität.“
Die Reduktion von Eisenerz mit Wasserstoff statt Kohlenstoff ist eine dieser neuen Technologien. „Wir können Eisenerz mit Wasserstoff reduzieren“, erklärt Jaroni. „Oben aus dem Ofen kommt Wasserdampf und unten das Eisen. Dann können wir Premium-Stahl herstellen, genau wie vorher.“
Grüner Wasserstoff ist dabei der Schlüssel. „Wir sind der Wasserstoffmotor“, sagt Jaroni. „Durch uns ist die Nachfrage gesichert und die Wasserstoffwirtschaft kommt in Schwung.“
Aber die Industrie kann das nicht alleine schaffen. Der Staat muss mehr tun, um die Transformation zu unterstützen. „Wir brauchen eine Schubfinanzierung“, fordert Jaroni. „Damit wir dieses Tal der Transformation durchqueren und eine stabile Wirtschaft in Deutschland erhalten können.“
Die Expertise in der Kreislaufwirtschaft ist dabei ein großer Vorteil. „Heute wird Stahl schon zu 95 Prozent recycelt und das wird auch in Zukunft so bleiben“, sagt Jaroni.
Für die Klimapolitik der nächsten Jahre wünscht sich Jaroni Pragmatismus. „Einfach Dinge entscheiden, Rahmen setzen, damit die Unternehmen ihre Investitionsentscheidungen treffen und vorangehen können“, sagt sie.
Live vom Nachhaltigkeitsgipfel der Süddeutschen Zeitung in München: Margret Suckale, Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG, und Benjamin Springub, Leiter von „Schubkraft“, tauschen sich aus. Ihre ersten Eindrücke? Beeindruckend. Sie beobachten eine Flut an innovativen und greifbaren Ideen, die sich von der üblichen politischen Rhetorik abheben. Unternehmen, die bereits auf dem richtigen Weg sind, stehen im Rampenlicht.
In einer Diskussionsrunde wurde deutlich, wie viel bereits in Bereichen wie Smart Meter, Energie und Gebäudeverwaltung erreicht wurde. Es gibt viel Bewegung im Markt, und die Herausforderung besteht darin, diese Innovationen den Kunden näher zu bringen. Die Telekom macht das bereits sehr gut, indem sie ihre Kunden dazu ermutigt, ihre Dienstleistungen und Services zu nutzen.
Die hier vorgestellten Beispiele zeigen, was alles möglich ist und wie wichtig Software und KI sind. All das trägt zur „Schubkraft“ bei. Die Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit geht Hand in Hand. Digitalisierung ist nicht die einzige Lösung, um nachhaltig zu werden, aber sie ist ein großer Bestandteil davon. „Schubkraft“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Entwicklung weiter voranzutreiben.
Vor drei Jahren hat die Telekom beschlossen, staatliche Fördermittel stärker zu nutzen und nutzbar zu machen. Das funktioniert gut und sowohl das Thema Nachhaltigkeit als auch die Digitalisierung profitieren davon. Es ist wichtig, Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammenzudenken und die Bedeutung von Echtzeit-Datenmanagement zur Optimierung der Energieversorgung zu erkennen.
Es gibt rund 2.500 Förderprogramme in Deutschland in Bund, Ländern und Kommunen. Das ist eine überwältigende Auswahl. Es ist gut, dass der Staat mit politischem Willen Entwicklungen vorantreibt, die Unterstützung benötigen. Es ist wichtig, dass Unternehmer ihre Bedenken überwinden und Fördermittel nutzen. „Es handelt sich nicht um Almosen, sondern um Investitionen in die Zukunft“, erläutert Springub.
Auch in der Schwerindustrie gibt es viele Entwicklungen. Sie geht voran mit grünem Wasserstoff und verzichtet auf das klassische Reduktionsmittel.. Aber nur 18 Prozent der Unternehmen wissen von den Fördermitteln oder nutzen sie.
Von der staatlichen Seite und der Wirtschaftspolitik wünschen sich Suckale und Springub Impulse bei Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Sie glauben, dass Unternehmen ein intrinsisches Interesse daran haben, besser zu werden. Sie betonen auch die Notwendigkeit der Entbürokratisierung bei den Fördermitteln.
KI und Digitalisierung: Experten diskutieren das Potenzial für Nachhaltigkeit
In einer Podiumsdiskussion wurde das vertieft.. Die Teilnehmer waren Robert Jacobi von nunatak, Florian Lüft von envision und Benjamin Springub von der Telekom. Die Diskussion wurde von Alexandra Föderl-Schmid, stellvertretende Chefredakteurin der SZ, moderiert.
Das Hauptthema der Runde war die digitale Nachhaltigkeit. Laut einer Studie des Verbandes Bitkom können durch den verstärkten Einsatz digitaler Technologien bis 2030 40 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden, die Deutschland zur Erreichung der Klimaziele reduzieren muss.
Florian Lüft hat langjährige Erfahrung im Bereich Software und war auch im Sportbereich bei Bayern München tätig. Seit 2013 beschäftigt er sich auch mit dem Thema künstliche Intelligenz und ist einer der Gründungspartner von Invision digital, einem GreenTech-Unternehmen.
Robert Jacobi hat eine Vergangenheit bei der SZ und war dort für den Arbeitsmarkt zuständig. Er hat nun sein eigenes Unternehmen, nunatak, gegründet und ist Experte für digitale Transformation und Beratung.
Benjamin Springub ist Vice President Operations Development bei der Deutschen Telekom und hat Erfahrungen in den USA gesammelt. Er hat sich intensiv mit Business Studies beschäftigt und bringt seine Erfahrungen in die Diskussion ein.
Das Gespräch begann mit einer Umfrage, die zeigte, dass 73 Prozent der Unternehmen glauben, dass Nachhaltigkeit einen hohen strategischen Wert hat. 77 Prozent der Unternehmen sind der Meinung, dass Digitalisierung dabei hilfreich ist. Die Umfrage zeigt jedoch auch, dass 58 Prozent der Meinung sind, dass es noch mehr Wissen und Informationen zum Thema geben sollte.
Die Diskussionsteilnehmer waren nicht überrascht von den Ergebnissen der Umfrage. Sie betonten, dass Nachhaltigkeit mittlerweile für jeden offensichtlich sein sollte und nicht nur eine idealistische Vorstellung ist. Es wurde angemerkt, dass es wichtig ist, realistische Programme zu entwickeln, um Nachhaltigkeit und Wohlstand miteinander zu verbinden.
Ein weiteres Thema der Diskussion war die Frage, wie Unternehmen Zugang zu Förderprogrammen erhalten können. Die Experten unterstrichen die Bedeutung von Beratern, um Unternehmen bei der Suche nach den richtigen Förderprogrammen zu unterstützen.
Die Diskussion endete mit dem Appell an Unternehmen, sich stärker mit Technologie und Digitalisierung auseinanderzusetzen, um die Herausforderungen der Nachhaltigkeit zu bewältigen.
Auf dem SZ-Gipfel in München spricht der Grünen-Politik Anton Hofreiter im Schubkraft-TV-Interview über die Verkehrswende:Hofreiter ist klar: Die Wirtschaft, insbesondere die Autoindustrie, muss mehr tun.
Die Autoindustrie beklagt sich, dass sie keine Elektroautos verkaufen kann, weil es keine Ladesäulen gibt. Doch Hofreiter sieht das anders. Er nennt Tesla als Beispiel. Diese Firma schafft es, in ganz Europa ausreichend Ladesäulen aufzustellen. Tesla-Fahrer*innen haben keine Sorge, dass keine Ladesäule in der Nähe ist. Bei Fahrer*innen anderer Elektroautos sieht das anders aus. Die deutsche Autoindustrie fordert vom Staat, dass er das Problem löst. Doch Hofreiter stellt klar: Es gibt Firmen, die es können und andere, die zu langsam sind.
Die Lösung sieht Hofreiter in einem besseren Zusammenspiel zwischen Staat und Industrie. Der Staat muss die Infrastruktur bereitstellen, die Industrie muss sich einig sein, dass sie gemeinsam aufbauen und nicht nur mit dem Finger auf den anderen zeigen. Und die Industrie darf sich nicht immer wieder herausreden, dass es angeblich so schwierig sei, mit den Behörden zu arbeiten.
Hofreiter spricht auch das Thema Mobilität insgesamt an. Er sieht viel Potenzial im E-Bike, besonders für Strecken unter 5 km, für die oft das Auto genutzt wird. Doch auch hier ist die Infrastruktur das Problem. In vielen Regionen ist Radfahren gefährlich, es fehlt an Platz für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen. Und natürlich müssen auch Busse und Regionalzüge verfügbar und zuverlässig sein.
Hofreiter schlägt vor, die Pendlerpauschale in ein Mobilitätsgeld umzuwandeln, das für alle gleich ist, unabhängig vom Einkommen. Er kritisiert auch das Dienstwagenprivileg, das vor allem teure Sportwagen fördert. Hofreiter fordert Reformen und mehr Handeln, auch von der eigenen Regierung. Es gibt noch viel zu tun.
Nirgendwo ist die Stellschraube für Klimaschutz gigantischer als bei unserem täglichen Konsum von Lebensmitteln: 70 Prozent der weltweiten Agrarfläche werden direkt oder indirekt für die Tierhaltung verwendet. Dabei liefern Tiere nur magere 20 Prozent der Nahrungsenergie.
Für 1 Kilogramm Rindfleisch entstehen 100 Kilogramm CO2, werden 130 Kilogramm an pflanzlicher Nahrung eingesetzt und 260 Liter Wasser verbraucht. In Deutschland verzehren wir rund 4,3 Milliarden Kilogramm Rindfleisch pro Jahr. Für Geflügel und Schweinefleisch sieht die Ökobilanz nicht viel besser aus. Klimaschutz ohne eine Ernährungswende wird nicht gelingen. Darüber sprechen wir 12.12.2023, um 12 Uhr mit Friedrich Büse.
Das Ganze wird im Multistream übertragen: LinkedIn, YouTube und Co.
Um die grüne Wende zu schaffen und neue Wachstumsimpulse zu entfalten, braucht man überprüfbare Daten, so Annette Dési, Leiterin Nachhaltigkeit bei der DEKRA Germany, im Schubkraft-TV-Interview auf dem Wirtschaftsgipfel der SZ.
Es geht um harte Fakten, die überprüft und verifiziert werden müssen. Unternehmen müssen sich zertifizieren lassen und klare Daten liefern. Es geht um Datenmanagement und die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsprüfern.
Es ist ein Irrtum zu glauben, dass nur Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern Berichtspflichten auf dem Feld der Nachhaltigkeit haben. Auch kleinere Unternehmen müssen sich an die Spielregeln halten, weil sie Teil der Lieferkette sind. Wir werden das auf dem #GreenMonday am 20. November in Düsseldorf vertiefen.
Annette Dési wünscht sich von der Wirtschaftspolitik, dass sie die heute gemachten Aussagen evaluiert und umsetzt. Sie hofft, dass die Politik die Möglichkeiten und Potenziale erkennt und die richtigen Anreize für Investitionen setzt.
Die Maßnahmen zu überprüfen und anzupassen, ist besonders in der Umweltpolitik vonnöten. Das sollte man bei der nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie der Bundesregierung, die Anfang des nächsten Jahres vorgestellt werden soll, unbedingt in den Beratungen beherzigen. Die Kreislaufwirtschaftsquote in Deutschland liegt bei mageren 13 Prozent. „Wenige Länder verbrauchen so viele primäre, also neue Rohstoffe wie die Bundesrepublik. Seit 2010 ist der Verbrauch sogar noch weiter gestiegen“, berichtet die SZ. Weltweit, sagt Lemke auf dem Wirtschaftsgipfel, sei mindestens die Hälfte aller Emissionen auf Rohstoffgewinnung zurückzuführen. „Dabei geht es nicht um den einzelnen Joghurtbecher, sondern um Masseströme wie im Baustoffsektor.“
Seit Inkrafttreten der Verpackungsverordnung (jetzt Verpackungsgesetz) im Jahre 1991 und dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz im Jahre 1996 wird am Prinzip der Produktverantwortung und den ökologisch ehrlichen Marktpreisen gearbeitet. Einen richtigen Durchbruch erzielte die Umweltpolitik in den vergangenen 30 Jahren nicht wirklich. Der Ansatz, möglichst viele Prozesse von vornherein so zu gestalten, dass die Wiederverwertung aller Rohstoffe und Bestandteile mitbedacht wird und Abfälle erst gar nicht entstehen, ist immer noch nicht sonderlich verbreitet. Da sei, so Lemke, „wahnsinnig viel Luft nach oben“. Es fehle ein strategischer Rahmen, „und diese Lücke versuchen wir zu schließen“.
Man könnte klare Vorgaben machen, einen bestimmten Prozentanteil an Sekundärrohstoffen bei der Produktion einzusetzen, auf die Langlebigkeit zu achten und die Wiederverwendung von bestimmen Produktteilen zu ermöglichen. Einen ähnlichen Gedanken äußerte Thomas Fischer von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegenüber der SZ:
„Wenn man sich an Maximalforderungen nicht herantraut, dann kann man mit Mindeststandards, beispielsweise Mindestquoten für Rezyklatanteile, starten und dann sukzessive erweitern, das wäre denkbar.“ Zudem sieht er den Staat als Auftraggeber in der Pflicht, der zirkuläres Wirtschaften zur Bedingung macht. „Das fängt bei Ausschreibungen im Bauwesen an. Aber da passiert bis heute viel zu wenig“, sagt Fischer. „Aber wenn der Staat vorpredigt, aber nicht vorlebt – wer fängt dann damit an?“ Gerade wenn wir an die Wirtschaftssicherheit denken, muss mehr gemacht werden: Betrachten wir zum Beispiel Batterien für Elektrofahrzeuge. Sie enthalten wertvolle Materialien wie Lithium, Kobalt und Nickel. Können wir diese Materialien wiederverwenden?
Die Französin Sabrina Soussan hat fast 20 Jahre lang für Siemens gearbeitet, jetzt leitet sie den Umweltkonzern Suez – und wundert sich, wie unterschiedlich Deutschland und Frankreich ticken @CasparBusse#SZPlushttps://t.co/cFv0kaURjk
Wenn ja, könnten wir in Europa einen großen Schritt in Richtung Autarkie machen. Dies ist besonders wichtig angesichts der aktuellen Konflikte mit Russland und China. Das diskutierten wir mit Sabrina Soussan, Chairman und CEO von SUEZ.
Am 20. November nehmen wir diesen Faden wieder auf beim ersten #GreenMonday in Düsseldorf.
Auf der Teilnehmerliste Top-Entscheider und ESG-Verantwortliche aus dem Mittelstand:
Achenbach |AOK | auxmoney | Bundesanzeiger | DB Schenker | DDP GRUPPE | Deichmann | dhpg | Dillenberg | Douglas | Dr. Ganteführer, Marquardt & Partner | Drees + Sommer | Düsseldorf Congress | EDE |ElectronicPartner | Fahrzeugwerke Lueg | Falke | Flughafen Düsseldorf | Fraisa | FUNKE Mediengruppe | Gea | GPTW Deutschland | Hauck Aufhäuser Lampe | HKM | ISEKI |ista | Kaiser Real Estate | Konecranes | Kreissparkasse Düsseldorf | Materna | Messe Düsseldorf | Phoenix Contact | pixum | Scheidt & Bachmann | Siegenia Gruppe | Siemens AG |SMS Group | VOSS Automotive | Wilh. Werhahn | Wirtschaftsförderung Düsseldorf | WKW | WR Legal | ZINQ
„Herzlich willkommen aus dem pulsierenden Herzen Kölns, wo das digitale Festival in vollem Gange ist. Wir befinden uns im Schubkraft TV Studio, eingebettet im belgischen Viertel an der Venloer Straße 24. An meiner Seite steht Benjamin Köhler von Betterspace, einem Unternehmen, das sich auf intelligentes Energiemanagement spezialisiert hat. Ihr Ziel? Heizkosten sparen, so einfach wie möglich“, so meldete ich mich auf der Digital X in Kölle.
Die Energiekrise des vergangenen Jahres hat uns alle aufgerüttelt. Selbst Bundesbehörden mussten sich mit der Frage auseinandersetzen, wie sie Heizkosten einsparen und den Energieverbrauch senken können. Betterspace bietet hier Lösungen an. Sie ersetzen bestehende Thermostate durch intelligente Heizkörperthermostate, die in ihre Software eingebunden sind.
Besonders im Gebäudemanagement ist das Potenzial enorm. Doch bei vielen Liegenschaften kann man leicht den Überblick verlieren. Hier kommt das Monitoring ins Spiel. Betterspace hat Kunden mit über 1000 Thermostaten, alle im Blick. Sie sehen Temperaturverläufe, erkennen, welches Gerät online ist und wo es möglicherweise Fehler gibt. So bieten sie eine professionelle Energiemanagementlösung für Heizkörper, insbesondere für Nicht-Wohngebäude im B2B-Bereich.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Datenmanagement. Betterspace gibt Empfehlungen, wie man es besser machen kann. Sie kümmern sich um das gesamte Datenmanagement im Gebäude und bieten ihren Kunden eine Plug-and-Play-Lösung.
Die Nachfrage nach solchen Lösungen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, nicht zuletzt durch die Debatte um das GEG. Aber auch die steigenden Energiepreise, Themen wie Nachhaltigkeit und CO2-Einsparung spielen eine Rolle.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Förderung. Es gibt verschiedene Förderprogramme von Bund, Ländern und Kommunen und sogar der Europäischen Union. Betterspace unterstützt seine Kunden bei der Beantragung dieser Fördermittel und arbeitet dabei eng mit Partnern wie der Telekom und Schubkraft zusammen.
Jeans Recycling: Wie ein intelligenter Container die Modeindustrie revolutioniert. Erfahrt, wie das Unternehmen AMUI alte Jeans sammelt, recycelt und zu Premiumprodukten verarbeitet. Ein innovativer Ansatz, der nicht nur die Umwelt schont, sondern auch neue Maßstäbe in der Textilbranche setzt. Lest mehr über die nachhaltige Lösung, die bereits jetzt für Aufsehen sorgt.
Willkommen in Köln, genauer gesagt im pulsierenden Belgischen Viertel. Hier, in der Venloer Straße 24, befand sich das Schubkraft TV-Studio, von wo wir live auf der #DigitalX berichteten. Mit Dennis Hüter An meiner Seite ist Dennis Hüter von der Bonner Firma Amui Space, die sich auf Jeans-Recycling spezialisiert hat.
Amui sammelt alte Jeans, recycelt sie und bringt neue Jeans auf den Markt. Vor dem Studio in Köln stand ein Container, ähnlich wie die, die wir von Altkleidersammlungen kennen. Doch dieser Container ist intelligenter. Er ist mit Sensoren ausgestattet, die anzeigen, wann er voll oder leer ist. So können Leerfahrten vermieden und eine Überfüllung verhindert werden. Bei Überfüllung sendet der Container ein Alarmsignal in Form einer SMS oder E-Mail.
Wir alle kennen die Bilder von überquellenden Altkleidercontainern. Es gibt Hotspots, an denen die Menge an Altkleidern besonders hoch ist. Ein trauriges Problem, das durch die Fast-Fashion-Industrie verschärft wird. Kleidung wird gekauft, kaum getragen und dann weggeworfen.
Amui hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesem Problem entgegenzuwirken. Sie sammeln Jeans und Arbeitsbekleidung und verwandeln diese in ein Premiumprodukt. Der Prozess beginnt mit dem Sammeln der Kleidung, gefolgt vom Zerreißen der Ware. Die wertvollen Fasern werden herausgezogen und mit frischer, regenerativer Baumwolle verknüpft.
Das Ergebnis sind hochwertige Jeans und Arbeitskleidung. Ein Erfolg, der auch auf die Zusammenarbeit mit Logistikpartnern wie Remondis zurückzuführen ist.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Rücknahmepflicht für Arbeitskleidung, die bald in Kraft treten wird. Unternehmen müssen eine Lösung für die Entsorgung ihrer Arbeitskleidung anbieten. Amui hat diese Lösung bereits parat.
Die Vision von Amui geht jedoch noch weiter. Sie planen, ihre intelligenten Container auch in Einzelhandelsgeschäften aufzustellen. So könnte die Sammlung von Altkleidern dezentraler und effizienter gestaltet werden.
Das Bonner Startup-Unternhmen ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung Hand in Hand gehen können. Trotz der Herausforderungen, die das Recycling von Altkleidern mit sich bringt, zeigt Amui, dass es möglich ist, hochwertige Produkte aus recycelten Materialien herzustellen und dabei gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.
Söders Statement zur Unterstützung der Wirtschaft bei Nachhaltigkeit
Wie kann der Staat die Wirtschaft bei der Nachhaltigkeit stärker unterstützen? Ministerpräsident Markus Söder: „Wir arbeiten eng mit der Wirtschaft zusammen. Bayern fördert eine Vielzahl von Maßnahmen, darunter moderne Technologien wie E-Mobilität und Wasserstoff im Verkehr. Wir unterstützen auch moderne und nachhaltige Effizienzkonzepte. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Bürgern und der Wirtschaft voranzukommen, anstatt gegen sie zu arbeiten. Bei uns steht die Kooperation im Vordergrund, nicht die Konfrontation. Ich glaube nicht, dass wir es allein schaffen werden, die ganze Welt innerhalb von ein bis zwei Jahren zu retten. Deshalb müssen wir mit Vernunft und Konsequenz gemeinsam vorgehen.“
Endlich papierlos, so das Motto von Hamid Salehi von der Firma Smartscribe im Interview auf der Digital X im Schubkraft-TV-Studio. In Köln zeigte er „Evolution des Papiers“, angefangen beim Papyrus über die chinesische Erfindung des Maulbeerbaum-Papiers vor 2000 Jahren bis hin zum Pergamentpapier in Europa, das aus Tierhäuten hergestellt wurde. Dann auch das Gutenberg-Zeitalter, das die Voraussetzung für den industriellen Druck von Papier bracht.
Im Post-Gutenberg-Zeitalter fokussiert sich Smartscribe auf die erheblichen Umweltauswirkungen der Papierproduktion. Ein beeindruckendes Detail: Eine einzige Person verbraucht im Büro durchschnittlich zwischen 35 bis 50 Blätter Papier täglich. Dies entspricht in etwa einem halben Kilo Holz und einem Energieaufwand, der ausreicht, um 100 bis 120 Scheiben Weißbrot zu rösten.