SchubkraftTV-Talk: Grüner Politiker Hofreiter spricht über Verkehrswende und Tesla

Auf dem SZ-Gipfel in München spricht der Grünen-Politik Anton Hofreiter im Schubkraft-TV-Interview über die Verkehrswende:Hofreiter ist klar: Die Wirtschaft, insbesondere die Autoindustrie, muss mehr tun.

Die Autoindustrie beklagt sich, dass sie keine Elektroautos verkaufen kann, weil es keine Ladesäulen gibt. Doch Hofreiter sieht das anders. Er nennt Tesla als Beispiel. Diese Firma schafft es, in ganz Europa ausreichend Ladesäulen aufzustellen. Tesla-Fahrer*innen haben keine Sorge, dass keine Ladesäule in der Nähe ist. Bei Fahrer*innen anderer Elektroautos sieht das anders aus. Die deutsche Autoindustrie fordert vom Staat, dass er das Problem löst. Doch Hofreiter stellt klar: Es gibt Firmen, die es können und andere, die zu langsam sind.

Die Lösung sieht Hofreiter in einem besseren Zusammenspiel zwischen Staat und Industrie. Der Staat muss die Infrastruktur bereitstellen, die Industrie muss sich einig sein, dass sie gemeinsam aufbauen und nicht nur mit dem Finger auf den anderen zeigen. Und die Industrie darf sich nicht immer wieder herausreden, dass es angeblich so schwierig sei, mit den Behörden zu arbeiten.

Hofreiter spricht auch das Thema Mobilität insgesamt an. Er sieht viel Potenzial im E-Bike, besonders für Strecken unter 5 km, für die oft das Auto genutzt wird. Doch auch hier ist die Infrastruktur das Problem. In vielen Regionen ist Radfahren gefährlich, es fehlt an Platz für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen. Und natürlich müssen auch Busse und Regionalzüge verfügbar und zuverlässig sein.

Hofreiter schlägt vor, die Pendlerpauschale in ein Mobilitätsgeld umzuwandeln, das für alle gleich ist, unabhängig vom Einkommen. Er kritisiert auch das Dienstwagenprivileg, das vor allem teure Sportwagen fördert. Hofreiter fordert Reformen und mehr Handeln, auch von der eigenen Regierung. Es gibt noch viel zu tun.

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