Morgen sind wir in Berlin auf der Media Convention, dem Partnerprogramm der Republica, mit einer Session von 15 bis 16 Uhr am Start. Die Kommunikation für Abwesende ist von uns organisiert. Wir senden live. Man hört und sieht sich also morgen – entweder real oder virtuell 🙂
Hashtag für Twitter-Zwischenrufe wie immer #bloggercamp
Selbst für bewegte Bilder steht mittlerweile das Handwerkszeug für den digitalen Autodidakten bereit, der heute ohne Ü-Wagen, ohne Ausbildung zum Kameramann oder zur Kamerafrau und ohne schweres technisches Gerät Fernsehen machen kann. Zu jeder Zeit, an jedem Ort. Videokommunikation ist spätestens seit den Erfolgen von Diensten wie Skype oder Google-Hangout ein beherrschendes Thema für Beruf und Freizeit. Streaming-Dienste wie Hangout on Air sind die technische Basis für Jedermann-TV. Selbst die massenmediale Bastion des klassischen Fernsehens ist vor der Eigendynamik der autonomen TV-Produzenten nicht mehr sicher. In einem Workshop wollen Gunnar Sohn und Hannes Schleeh in einem mobilen TV-Studio das nötige Praxiswissen für Livestreaming vermitteln.
Wie es sich gehört, übertragen wir die Session natürlich live via Hangout on Air – der externe Chat ist schon aktiviert, so dass Ihr Fragen stellen könnt.
Das gesamte Programm der Media Convention bietet einige Höhepunkte: Etwa die Session: „Die Digitale Agenda für Deutschland“, die in Kooperation mit der Medienanstalt Berlin-Brandenburg stattfindet. Mit Björn Böhning (Chef der Berliner Senatskanzlei), Dorothee Bär (Staatssekretärin, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur), Brigitte Zypries (Staatssekretärin, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Annette Mühlberg (Leiterin des Referats eGovernment, ver.di). Moderatorin: Katharina Borchert (Geschäftsführerin Spiegel Online).
Jens Best ist dabei mit „Writers Room Ultra: TV-Serien aus Deutschland reloaded – Ein Speed-Workshop“
Und dann gibt ja noch: MEET THE TEAM von Circus HalliGalli
Klaas Heufer-Umlauf, Moderator / Produzent
Katharina Karg, Head of Talents & Artist Relations, Florida TV GmbH
Thomas Schmitt, Creative Producer, Florida TV GmbH
Arno Schneppenheim, Head of Comedy and Light Entertainment Endemol Deutschland GmbH, Geschäftsführer Florida TV GmbH
Joko Winterscheidt, Moderator / Produzent
Vor und nach unserer eigenen Session könnten wir ja noch den einen oder anderen Redner der Media Convention zu einem Hangout-Interview überreden – mal schauen.
Am Mittwoch planen wir zwei Bloggercamp.tv-Sondersendungen von der republica mit Überraschungsgästen.
Die Überraschung ist so groß, dass wir selber gar nicht wissen, wer da in die Sendung kommt. Wir lassen uns einfach von dem Geschehen der Konferenz treiben. Wo wir unser mobiles Studio aufbauen, wissen wir auch noch nicht. Wird aber noch rechtzeitig mitgeteilt. Wer am Mittwoch Lust und Laune verspürt, kann mit uns zusammen ja eine Sendung auf die Beine stellen. Meine Handynummer 0177 620 44 74.
Man hört und sieht sich spätestens am Dienstag in Berlin 🙂
War früher alles besser, wenn es um die Versorgung mit Lebensmitteln geht? Können wir in einer Volkswirtschaft mit 80 Millionen Menschen zurück zur Natur? Was ist oder war überhaupt natürlich? Weizen ist kein natürliches Nahrungsmittel des Homo sapiens. Weizenkörner sind durch künstliche Selektion genetisch veränderter Grassamen entstanden. Kuhmilch gehört keineswegs auf unseren natürlichen Speiseplan. Auch Mais oder Blumenkohl kommen in der Natur so nicht vor, sondern wurden vom Menschen entwickelt. Ganz zu schweigen vom Käse, einer frühen Ausgeburt bakterieller Lebensmitteltechnik.
Weder waren die früheren Formen der Tierhaltung grundsätzlich humaner, noch waren die produzierten Nahrungsmittel gesünder als heutige. Die Gefahr von Erkrankungen und Vergiftungen durch Nahrungsmittel ist dank moderner Hygiene und Konservierungsstoffe drastisch zurückgegangen. Magenkrebs wird immer seltener, weil moderne Frischhalteverfahren die alten und gesundheitlich bedenklichen Verfahren wie Räuchern oder Pökeln zurückgedrängt haben. Plastikversiegelung, Tiefkühltruhe und Kühlschrank mögen unsere Nahrungsmittel “entfremden”, sie sind aber ein Segen für die Gesundheit.
Die “unberührte” Natur taugt wenig zur sanften Erbauung von Stadtbewohnern. Durch tödliche Getreidepilze in der Nahrung wurden in den vergangenen Jahrhunderten ganze Landstriche entvölkert. Die Pasteurisierung der Milch wurde nicht eingeführt, weil sich profitgeile Konzerne bereichern wollten. Sie war vielmehr gesundheitlich dringend geboten, um eine Übertragung der Tuberkulose zu verhindern. In der Nachkriegszeit wurden aus diesem Grund in einer bis dahin beispiellosen Aktion erkrankte Kühe geschlachtet und tuberkulosefreie Bestände aufgebaut. Wer heute zu “unverfremdeter” Rohmilch greifen möchte, soll das tun. Mediziner aber raten ab: Unbehandelte Rohmilch kann mit dem berüchtigten EHEC-Bakterium verunreinigt sein.
Wer also über die Industrialisierung der Lebensmittelproduktion lästert, sollte zumindest die Vergangenheit nicht glorifizieren oder verzerren. Ein Blick in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts könnte die Sinne schärfen. Wie sah die Pro-Kopf-Versorgung mit Lebensmitteln in Deutschland aus? Wie hoch war die Lebenserwartung? Wie viele Menschen sind an Mangelernährung gestorben? Und welche Bevölkerungskreise waren davon betroffen und welche nicht?
Und dann hätte ich da noch ein paar Fragen, die mir vielleicht die großen Naturkost-Firmen beantworten können – also Rapunzel und Co.. Wie hoch ist die Importquote an Vorprodukten, die bei der Lebensmittelproduktion zum Einsatz kommen? Aus welchen Ländern werden diese Vorprodukte importiert? Und wie werden die ökologischen Standards in diesen Ländern sichergestellt? Wie werden die Vorprodukte angeliefert (Schiff, Flugzeug und LKW) und was für Transportentfernungen haben diese Vorprodukte auf dem Buckel?
Und warum ist noch mal in den 90er Jahren das Mehrwegsystem der Naturkost-Hersteller für pestizidfreien Karottenmus, Tomatensaft und Honig von glücklichen Bienen zusammengebrochen? Und warum konnten nur mickrige ein bis zwei Umläufe der “Mehrweg-Gläser” erreicht werden, für die sich jeder Bierbrauer schämen würde. Öko-logisch?
Und dann würde mich noch interessieren, wie viel industrielle Massenfertigung in der ökologischen Landwirtschaft steckt, denn schließlich kann ich Bioprodukte schon in jedem Discounter in Deutschland kaufen? Diese Fakten sollten die Agrarblogger liefern, aufarbeiten und präsentieren – mein Wunsch an die heutige Bloggercamp.tv-Runde:
Man muss das Rad nicht neu erfinden, um nicht im Mittelmaß der inflationär angebotenen Webinare zu versinken. Ab 11 Uhr wollen wir in Bloggercamp.tv demonstrieren, wie man mit dem Livestreaming-Dienst Hangout on Air lebendige Präsentationen organisieren kann. Folien können über Google Drive oder Slideshare abgerufen werden, Reaktionen der Zuschauer fängt man über die Frage-Antwort-Funktion von Google Plus ein, über Youtube laufen Videos, über die interne Chat-Funktion kann man Regie führen, weitere Interaktionen sind über Twitter möglich, das Webinar liegt sofort als Youtube-Video zum Teilen im Social Web vor, über den Google Plus-Account kann man gezielt mögliche Interessenten einladen, über den iframe-Code kann das Webinar überall eingebettet werden. Umfragen könnte man parallel im Blog starten, um Reaktionen abzufragen. Das Ganze findet nicht abgeschottet statt und man hat die Möglichkeit, nach dem Webinar auf Longtail-Effekte zu setzen. Siehe auch: Das gute Webinar oder doch nur loslabern? Wie man mit Hangout on Air lebendige Online-Präsentationen organisiert.
Beim Einsatz von Kommunikationstechnologien dominieren mit 83 Prozent beim Mittelstand gegenwärtig Audiokonferenzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Frost & Sullivan, die im Auftrag des ITK-Spezialisten Aastra erstellt wurde. Zwei Drittel der befragten Unternehmen widmen sich der Integration von Handys und Smartphones in die Unternehmenskommunikation – im Fachjargon auch Fixed Mobile Convergence (FMC) genannt. 63 Prozent setzen auf Systemen, die den Status der Erreichbarkeit anzeigen. Knapp jede zweite Firma hat das Thema Videokommunikation auf der Agenda. Gefragt sind Systeme, die auf das Konto Einfachheit und Kosteneffizienz einzahlen.
Kosten, Produktivität und Erreichbarkeit
Nach Angaben der befragten Vertriebspartner ist es für 74 Prozent der mittelständischen Kunden am wichtigsten, die Kosten zu senken – beispielsweise indem geringere Handy- oder Reisekosten anfallen. Ungefähr auf dem gleichen Niveau steht die Steigerung der Produktivität. Die Erreichbarkeit der Mitarbeiter ist für 71 Prozent relevant – etwa für mobile Mitarbeiter oder beim Einsatz von Remote-Systemen. Die bessere Anbindung von Homeoffice-Mitarbeitern ist für jedes zweite Unternehmen wichtig.
Insgesamt setzen klein- und mittelständische Unternehmen auf die sanfte Migration von Kommunikationslösungen, die über das Internet Protokoll laufen, bestätigen die Analysten von Frost & Sullivan. Die Integration von neuen Technologien müsse reibungslos verlaufen und die Lizenzkosten sollten nicht aus dem Ruder laufen.
Besonders offen für Unified Communication & Collaboration-Technologien sind IT-Firmen mit 83 Prozent, gefolgt von Dienstleistungsunternehmen mit 65 Prozent, Finanzdienstleistern (54 Prozent) und Industrie (43 Prozent). Die geringste Durchdringungsrate weisen Bildungssektor (29 Prozent) und die Hotelbranche (20 Prozent) auf.
Benutzerfreundlichkeit ohne dicke Handbücher
Die einfache Bedienbarkeit der Systeme sieht Aastra-Deutschlandchef Jürgen Signer als das wichtigste Kaufkriterium der Geschäftskunden seines Unternehmens.
„Was sich unter der Haube abspielt, ist die Sache unserer Entwickler und darf den Anwender nicht belasten“, sagt Signer.
Man braucht deshalb Menschen, die sich in unterschiedlichen Welten bewegen können. Entsprechend wichtig sei das Design der Benutzeroberfläche. Einfachheit sei ein unschlagbares Verkaufsargument, bestätigt Marketing-Experte Günter Greff. Ausführlich im Smarter Service-Blog nachzulesen.
Wer mit uns neue Webinar-Formate mal ausprobieren möchte mit neuen Diensten, Produkten, Projekten oder Service-Konzepten, sollte sich bei Hannes Schleeh oder mir melden.
Blecherne Stimmen, verkrampfte Moderation, kaum Interaktion und Referenten, die mit einer Flut von Powerpoint-Folien im sonoren Ton loblabern und wehrlose Zuschauer in den Netzschlaf wiegen: Man nennt das Ganze auch Heizdecken verkaufen über so genannte Webinare.
Und da kann einiges in die falsche Richtung laufen:
„Erstens können sie falsch eingesetzt werden, zweitens kann die Technik Probleme machen, und drittens können sie schnell zum Wegklicken langweilig werden“, schreiben die Autoren Anita Hermann-Ruess und Max Ott in ihrem Buch „Das gute Webinar“, erschienen im Addision-Wesley-Verlag.
Entsprechende Flurschäden entstehen bei potentiellen Kunden oder Mitarbeitern, die enttäuscht und demotiviert auf der Strecke bleiben. Was Organisationen an Reisekosten und organisatorischem Aufwand einsparen, muss mit viel Zeit und Energie für die Wiedergutmachung kompensiert werden.
Dabei liegen die Vorteile von Online-Präsentationen auf der Hand: Man erreicht wichtige Entscheider, die über wenig Zeit verfügen. Zielgruppen können mit einem kostengünstigen Format und größerer Reichweite erschlossen werden. Webinare bieten Chancen, selbst verwöhnte Teilnehmer zu überraschen, wenn das Programm die ausgetretenen Pfade der Frontalberieselung klassischer Tagungen verlässt. Auch die Einbindung hochkarätiger Experten gelingt leichter, da sie sich räumlich nicht wegbewegen müssen und schon mal eine Stunde für einen Vortrag vom eigenen Laptop investieren. Es entsteht sogar ein asynchroner Nutzen durch die Aufzeichnung der Veranstaltung und bietet Möglichkeiten der Zweitverwertung via Slideshare, Youtube, Blogs, Xing, Twitter und Co.
Webinare unterstützen nachhaltiges Lernen, da man sich die Inhalte immer wieder ansehen kann.
„Forscher haben herausgefunden, dass wir dann am besten lernen, wenn der Lerninhalt uns in kleinen Häppchen und kontextrelevant angeboten wird. All das kann ein Webinar optimal leisten und das Publikum dauerhaft begeistern“, so Hermann-Ruess und Ott.
Soweit die Vorteile. Aber wie sieht das Szenario eines guten Webinars aus? Charts, Rhetorik, Persönlichkeit, Stimme, Onlinemethoden, didaktisches Konzept und Technik müssen durch Exzellenz glänzen.
Webinar-Redner als Schlafablette
Selbstgefällige Redner, die sich als stotternde Vorleser von übel gestalteten Textfolien mit phrasenhaften Bullet-Points darstellen, nerven schon bei normalen Präsenzveranstaltungen. Virtuell wirken sie besser, als jedes handelsübliche Schlafmittel. Wenn man das Gehirn dieser Zuhörer nun mit dem Computertomografen analysieren könnte, leuchtet nicht das Belohnungssystem auf, sondern die Neigung zur Bestrafung. Im Auditorium eines Kongresses unterhält man sich dann mit seinem Nachbarn, studiert die neuesten Nachrichten auf dem iPad oder übersät seine Tagungsunterlagen mit „Das-ist-das-Haus-vom-Nikolaus“-Zeichnungen.
Da bei einem Webinar die negativen Reaktionen nicht sichtbar sind, „könnten sich die gelangweilten Teilnehmer durch das Ausbleiben von sozialen Kontrollmechanismen getrost einer Parallel-Beschäftigung widmen, E-Mails checken oder an ihrem Dokument weiterarbeiten. Das ist leider die Realität schlecht gemachter Online-Präsentationen“, führen die beiden Webinar-Kenner aus.
Die Stimme als Folterinstrument
Was bei einem normalen Kongress schon tödlich sein kann, beschleunigt sich bei Webinaren wie in einem Katalysator. Als Redner bekomme ich virtuell kaum eine Chance, das Ruder herumzureißen und mit einem Witz oder einer Anekdote das Publikum wieder für mich zu gewinnen. Wenn Referenten dann noch mit monotoner und einschläfernder Stimme aufwarten, ihre Denkpausen mit „Ähs“ und „Ahms“ überspielen, Silben verschlucken und ständig ins Mikrofon bellen, wirkt das Gesagte wie eine Foltermethode für die Ohren. Aber selbst wenn die Charts grafisch begeistern, die Sprache wirkungsvoll eingesetzt wird und die Stimme nicht die Ohren verunreinigt, schwächeln viele Webinar-Anbieter an der Didaktik und Online-Methodik, wenn es um Interaktionen geht. Man sollte daher auch technologisch auf der Höhe sein, um Dialoge zu ermöglichen.
Auf die Software achten
Die beiden Buchautoren schlagen einige Tools vor. Etwa Icebreaker. Hier kann der Referent eine Deutschlandkarte zeigen und die Teilnehmer bitten, einen Pfeil an die Stelle einzuzeichnen, an der sie heute zuhören. Chats sollten zum Standard zählen. Statistiken könnte man mit einer Umfrage verbinden. Ideen können über ein Whiteboard vertieft werden. Über Gruppenarbeiten könnte man in getrennten virtuellen Räumen die vorher am Whiteboard gesammelten Ideen auswerten. Voraussetzung ist natürlich eine vielseitig einsetzbare Collaboration-Software. Man muss das Rad nicht neu erfinden, um nicht im Mittelmaß der inflationär angebotenen Webinare zu versinken. Hannes Schleeh und ich haben heute wieder einmal in den Maschinenraum des Livetreaming-Dienstes Hangout on Air geblickt und dabei festgestellt, dass alle wichtigen Funktionen zur Verfügung stehen, um über die Google-Anwendung auch lebendige Webinare zu organisieren.
Folien können über Google Drive oder Slideshare abgerufen werden, Reaktionen der Zuschauer fängt man über die Frage-Antwort-Funktion von Google Plus ein, über Youtube laufen Videos, über die interne Chat-Funktion kann man Regie führen, weitere Interaktionen sind über Twitter möglich, das Webinar liegt sofort als Youtube-Video zum Teilen im Social Web vor, über den Google Plus-Account kann man gezielt mögliche Interessanten einladen, über den iframe-Code kann das Webinar überall eingebettet werden und, und.
Am nächsten Mittwoch stellen wir das ins Zentrum der Bloggercamp.tv-Sendung um 11 Uhr.
Wer mit uns mal Webinare auf die Beine stellen will, sollte sich bei Hannes oder mir melden. Wir brauchen noch Referenzprojekte für unser Livestreaming-Buch.