Hannah Arendt und Karl Jaspers – Geschichte einer Freundschaft #DasLiterarischeSommerinterview in Bonn-Duisdorf :-)

#DasLiterarischeSommerinterview in Bonn-Duisdorf mit der Autorin Ingeborg Gleichauf, deren Buch „Hannah Arendt und Karl Jaspers – Geschichte einer einzigartigen Freundschaft“ in diesem Monat bei Vandenhoeck & Ruprecht erschienen ist. Hannah Arendt und Karl Jaspers – zwei herausragende Persönlichkeiten der Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts, die eine vor allem politische Denkerin, der andere ursprünglich Mediziner und Psychologe, die beide mit den Erschütterungen der Welt und ihres persönlichen Lebens durch Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg zurechtkommen mussten und dabei doch der Welt immer zugewandt blieben. Sie haben viele bedeutende Schriften hinterlassen, Denkansätze, deren Relevanz bis heute nicht nachgelassen hat. Über beide ist viel geschrieben und geforscht worden – allein ihre sehr tiefe und besondere, fast lebenslange Freundschaft, ist bislang seltsam unerforscht.

Diesem Umstand will das vorliegende Buch abhelfen. Ingeborg Gleichauf, Philosophin und Schriftstellerin, nähert sich der Beziehung von Arendt und Jaspers über die Beschäftigung mit den großen Fragen und Themen, die die beiden zeit ihres Lebens umtrieben und legt den Focus auf das über lange Zeiträume und große Distanzen nie versiegende Gespräch zwischen ihnen, ob persönlich oder in Briefen – auf den fruchtbaren, auch manchmal streitbaren, immer vertrauensvollen, von Neugier, Offenheit und Redlichkeit geprägten Austausch.

War ein toller Abend 🙂

Ingeborg kann man noch einmal am Sonntagnachmittag auf dem Kölner Bücherfest erleben. Kommt vorbei.

Termin: 22.08.2021

11 – 19 Uhr

Ort: Kunsträume der Michael Horbach Stiftung, Wormser Str. 23, 50677 Köln

Eintritt frei!

Programm (wird fortlaufend aktualisiert):

  • Literarische Buchhandlungen aus Köln zeigen spannende Ausschnitte aus ihren Sortimenten und Programmen: Agnes Buchhandlung, Buchhandlung Baudach, Buchhandlung Bittner, Buchhandlung Blücherstraße, Der andere Buchladen (Ubierring), Buchhandlung Falderstraße, Buchhandlung Goltsteinstrasse, Buchhandlung Kaiser, Klinski. Buchhandlung in Braunsfeld, Cafe Lehmitz Photobooks
  • Der Kunstsalon Köln präsentiert das Festival „Literatur in den Häusern der Stadt“
  • „Machwerke. Beispiele der Buchgestalt“ präsentiert durch Michael Schikowski
  • Lesung Markus Gabriel und Gert Scobel :  „Zwischen Gut und Böse“, Edition Körber
  • Lesung Gerd Köster und Christoph Gottwald 
  • Lesung Christine Westermann: „Manchmal ist es federleicht“ und „Da geht noch was“, Kiepenheuer & Witsch
  • Lesung Ingeborg Gleichauf: „Hannah Arendt und Karl Jaspers, Böhlau Verlag
  • Lesung Christoph Wortberg: „TRAUMA – Kein Entkommen“, dtv
  • Lesung Hansjörg Nessensohn: „Mut.Machen.Liebe.“, Ueberreuter
  • Lesung Michael Markolwitz: „Köln auf den zweiten Blick, Klartext Verlag
  • Wolfgang Vollmer signiert „Henry Rox Revue. Fotografie von 1935- 1955“
  • Der Eichborn Verlag präsentiert sein Programm
  • Buch- Papierkünstlerin Ursula Traschütz

Und am Freitag folgt wieder #DasLiterarischeSommerinterivew

Update: Rückblick auf das Kölner Bücherfest

Eine literatur-historische Sensation nach 87 Jahren: Die überfällige Veröffentlichung als Buch des Romans „Die braune Pest“ von Frank Arnau – Vorgestellt im literarischen Sommerinterview in Bonn

Ausblick auf das literarische Sommerinterview am Freitag, 13. August, um 19 Uhr mit dem Verleger Adrian Jesinghaus. Eine literatur-historische Sensation nach 87 Jahren: Die überfällige Veröffentlichung als Buch des Romans „Die braune Pest“ von Frank Arnau! Das bis heute unauffindbare Werk Frank Arnaus, von dem der Autor selbst schrieb, dass es verschollen sei, wurde auf abenteuerliche Weise wiederentdeckt und zu neuem Leben erweckt. Nicht nur das Werk selbst erscheint, dessen Inhalt recherchiert, überprüft und bis in Details belegt wurde, sondern auch der hochinteressante Werdegang des Autors und seines Buches bereichern diese historische Erstausgabe nach 87 Jahren.

Frank Arnau, Sohn des Hoteliers Charles Schmitt (Beau Rivage – Genf, Baur au Lac – Zürich), war nicht nur Autor, sondern auch Journalist und Großindustrieberater auf der Vorstandsebene von Unternehmen wie Daimler-Benz, BMW, Deutsche Kabelwerke und der Dresdner Bank, sowie nach dem Krieg Präsident der Liga für Menschenrechte. Als sozialengagierter Mensch, musste er direkt nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten1933 aus Deutschland fliehen. Auf dieser Flucht entstand sein möglicherweise wichtigstes Werk „Die braune Pest“, welches bis in die Führung des Dritten Reiches hinauf hohe Wogen schlug. Erschienen war der Roman nur als Vorabdruck in einer sozialdemokratischen Zeitung im noch nicht zu Hitler-Deutschland gehörigen Saarland mit der Unterstützung des damaligen dortigen SPD-Vorsitzenden Max Braun.

Doch das war genug, um die Verfolgung des Autors durch das Regime erheblich zu verschärfen. Mit der Saar-Abstimmung fiel dasSaarland allerdings 1935 ans Reich zurück, die SPD wurde aufgelöst und die Zeitung vernichtet – ein weiterer trauriger Erfolg der Nationalsozialisten.Nun steht das einzigartige Werk durch die unermüdliche Recherche eines pensionierten Kriminalkommissars, Hans-Christian Napp, und der akribischen Aufarbeitung eines Unternehmensberaters, Autors und Verlegers, Adrian Jesinghaus, nach 87 Jahren endlich vor seiner überfälligen Veröffentlichung als Buch im Klingen-Verlag, in Erinnerung an dessen erstes Lebenszeichen im Saarland, mit einem Vorwort der heutigen SPD-Vorsitzenden Anke Rehlinger. Darüber hinaus wird das Projekt von der Else-Lasker Schüler Gesellschaft unterstützt und das Zentrum für verfolgte Künste wird dem Projekt im kommenden Jahr eine Ausstellung widmen. „Die braune Pest“ weist alle Spuren der Flucht Arnaus auf und belegt, dass bereits zu der Zeit seiner Entstehung ein tiefer Einblick in die politische Situation, die skrupellosenMachenschaften in der zusammenbrechenden Weimarer Zeit und die unrühmliche Rolle derGroßindustrie offenkundig möglich war. So hat Arnaus Werk auch noch heute die Aktualität eines Mahnmals gegen zügellose Radikalisierung und naives Stillhalten, aber für die Menschlichkeit.

Erlebt einen literarischen Sommerabend in Bonn :-)

Am Freitag, den 23. Juli, um 19 Uhr in Bonn-Duisdorf.

Anmeldung auf Facebook.

Man hört, sieht und streamt sich beim literarischen Sommerinterview.

Über Narzissten im Management, Machiavelli und Wirtschaftsethik ohne Naivität @ute_cohen @SeptimeVerlag #EconTwitter

Autorengespräch mit Ute Cohen über ihren Roman „Poor Dogs“, erschienen im Septime-Verlag.

Twitter-Periscope:

LinkedIn

YouTube:

Facebook Profil:

Facebook-Seite:

Siehe auch:

Notizen zur Wirtschaftsethik

Aufsteigen oder rausfliegen – Ute Cohen über „Poor Dogs“

Feigheit und Faulheit sind die Träger der Unfreiheit @wolflotter

Aus dem Autorengespräch mit Wolf Lotter zu seinem neuen Opus Zusammenhänge:

Kontext-Kompetenz in der Netzökonomie: Autorengespräch mit @WolfLotter um 17 Uhr #EconTwitter

Wolf Lotter auf der Zukunft Personal in Köln

Wer die ökonomische Welt nur in Aggregatzuständen betrachtet, verliert die wesentlichen Quellen wirtschaftlicher Kreativität und technologischer Entwicklungssprünge aus dem Auge. Das ist das Manko von Planungsfetischisten und Makroökonomen. Da wird immer das große Rad gedreht, ohne mit einem Brennglas auf die Mikroökonomie zu schauen: Was passiert wirklich? Wie beispielsweise Finanzindikatoren auf die Realwirtschaft durchschlagen, ist ungewiss. Darauf machte bereits in den 1920er und 1930er Jahren der Ökonom Joseph A. Schumpeter aufmerksam.

Makroökonomen würden sich nur mit Aggregaten beschäftigen, also mit der Gesamtsumme der Mittel, die Volkswirtschaften für den Konsum und für Investitionen aufwenden. Einzelne Unternehmer, Firmen, Branchen, Konsumenten, die Rolle von staatlichen Institutionen und die Wirkung von Gesetzen verschwinden aus dem Blickfeld. Vor allem die Rolle von Innovationen werde heruntergespielt, bemängelt Schumpeter. In diesem Zusammenhang kommt dann häufig mein Spruch: Man sieht die Bäume vor lauter Wald nicht. Und da kommt direkt die Lektüre des neuen Opus von Wolf Lotter ins Spiel: Es erscheint im September unter dem Titel: „Zusammenhänge: Wie wir lernen, die Welt wieder zu verstehen“.

Lotter eröffnet den Essay-Band mit einem Zitat des Management-Denkers Peter Drucker: „Um Wissen produktiv zu machen, müssen wir lernen, sowohl den Wald als auch den einzelnen Baum zu sehen. Wir müssen lernen, Zusammenhänge herzustellen.

Das kommt häufig zu kurz. Gefragt sei Kontext-Komeptenz, so Lotter. Da wird Winfried Felser direkt zu Jubelgesängen ansetzen. Ist ja genau sein Thema:

„Kontext-Kompetenz, die Fähigkeit, Zusammenhänge herzustellen, ist in der Wissens- und Netzwerkökonomie eine Grundlage allen Handels und Verstehens. Wer Zusammenhänge erschließt und für andere zugänglich macht, erschließt Lösungen, Antworten, Aussichten. Komplexität ist die wichtigste Ressource der neuen Welt. Es wird Zeit, sie zu respektieren“, schreibt Lotter.

Wissensgesellschaft bedeutet, sich von einem Zusammenhang – der Einheit – abzuwenden und Zusammenhänge – die Vielfalt – zu erkennen.

„Die neue These zur Transformation, ganz gleich, ob es dabei um Energie, Klima, Gesellschaft und Wirtschaft geht, lautet: Bisher wurde Komplexität nur verschieden reduziert, es geht aber darum, sie zu erschließen.“ Und ganz entscheidend: Die Wissensgesellschaft und ihre Netzwerkkultur löse ein besonders starres (und starrsinniges) Gebilde ab, den Industrialismus, der besonders auf Masse, Einheit Reduktion versessen war. Das haben viele Akteure in Wirtschaft und Politik noch nicht kapiert. Etwa die Sozialdemokratie. Sie ist ein Kind der Industrialisierung. Das ist aber Schnee von gestern. Sie müsste sich zum Interessenvertreter derjenigen machen, die den Wandel zur Wissensökonomie nicht so richtig bewältigen. Immerhin rund ein Drittel der Gesellschaft.

Arbeit und Organisation im Zeitalter der Netzwerke stellen uns vor völlig neue Zusammenhänge. Kontext-Kompetenz bedeutet hier, Organisationen und Netzwerke als Spielfeld für Komplexität und Unterschiedlichkeit zu gestalten, was sie, wie wir sehen werden, ja eigentlich auch sind. Hier spielt die Überwindung des Schrebergartendenkens und der Fachidiotie eine entscheidende Rolle“, führt Lotter aus.

Als Schrebergarten-Kind ersetze ich das mal mit dem Wort #JägerzaunDenke…..

Wichtig das Credo von Lotter: „Sozial ist, was Vielfalt schafft. Das ist die Kernkompetenz des 21. Jahrhunderts.“

Um 17 Uhr können wir das im Autorengespräch live mit Wolf Lotter erörtern – im Multistream auf YouTube, LinkedIn, Twitter-Periscope, Facebook-Profil oder Facebook-Seite. Einfach auf meine Accounts gehen und die Chat- oder Kommentarfunktionen nutzen.

Man hört, sieht und streamt sich am Nachmittag:

Sohn@Sohn über Steve Jobs, virtuelle Initiativen und Bücher von #Leipzigstreamt @constantinsohn

Ist auch Thema meiner Kolumne im nächsten Monat

Lief auch auf Periscope mit wesentlich weniger Interaktion im Vergleich zu Facebook:

Wie #Leipzigstreamt produziert wurde

Medienzentrum der Bundeszentrale für politische Bildung

Ragnar Helgi Ólafsson und Wolfgang Schiffer über isländische Literatur – beide Teile der Lesung #Leipzigstreamt

Diskurs zur Netzökonomie mit @LarsHochmann #Leipzigstreamt #EconTwitter