Sobooks oder: Das Buch als Website #fbm13 #StreamCamp13

Lobo

Es dürfte ja mittlerweile bekannt sein, wie Hannes Schleeh und ich mit dem Crowdfunding-Buchprojekt über die Streaming Revolution “Hangout on Air” gnadenlos gescheitert sind.

Es sollte ein fließendes Un-Buch sein, um bei einem so dynamischen Technologiethema zum Erscheinen des Werkes nicht sofort wieder hinter dem Mond zu landen. Die Erscheinungsform wollten wir bewusst in der Schwebe halten, um Neuigkeiten sofort aufnehmen zu können. Aber uns war nicht ganz klar, ob das als eBook möglich sein würde.

Entsprechend zweifelnd reagierte die Netz-Community auf unsere Projektbeschreibung. Beim Social Media Club in Bonn gab es bei der Vorstellung unserer Startnext-Idee eine Frage, die mich grübelnd zurückließ: Warum macht Ihr das Buchprojekt nicht in Form einer Website? Anfänglich hielt ich das für Blödsinn.

Streaming Revolution

Etwas später waren wir davon überzeugt, eine Melange aus App, Website und eBook auf den Markt zu bringen. Es gibt einen Startpunkt aber kein Ende des Werkes. Wir halten unser Opus bewusst in der Schwebe, um Neuheiten, die sich bei Streaming-Technologien ereignen, sofort aufzunehmen. Leider kam die Erkenntnis zu spät – der Finanzierungszeitraum war schon fast abgelaufen.

Inspiriert hat uns vor allem Dirk von Gehlen mit seinem Startnext-Buchprojekt „Eine neue Version ist verfügbar“.

“Es geht nicht mehr einzig um das Werkstück, das früher auf analoge Datenträger gebannt wurde. Ein Film, ein Song, ein Text (und alle digitalisierten Werkstücke) werden ihren besonderen Zauber künftig immer mehr aus dem Prozess ihres Entstehens ziehen, denn einzig aus dessen Resultat.“

Crowdfunding-Buchpionier Dirk von Gehlen

Gehlen sieht die Analogie zum Fußball: Die Fans im Stadion wollen mitfiebern, reinrufen, teilnehmen, jubeln und sich ärgern.

“Und das tun sie nicht nur wegen der Resultate. Das tun sie, weil Fans, Spieler und Öffentlichkeit gemeinsam ein Erlebnis schaffen können, das mindestens ebenso wichtig sein kann wie das Ergebnis. In einer Welt, in der die Ergebnisse kopierbar und kaum zu halten sind, könnte der Blick auf das Erlebnis neue Perspektiven öffnen.”

Um so überraschter bin ich jetzt von dem programmatischen Konzept des neuen Verlages „Sobooks“, das am Mittwoch auf der Frankfurter Buchmesse von Sascha Lobo und Christoph Kappes vorgestellt wird.

Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) hat Sascha Lobo die Idee der Firmengründung ausführlich erläutert. So doof waren wohl unsere Gedanken über das Buch zur Streaming Revolution gar nicht:

„eBook, wie wir sie heute kennen, sind nur das, was die Digitalisierung aus dem Buch gemacht hat – was aber machen Internet und soziale Medien aus dem Buch? Mit Sobooks versuchen wir, das zu beantworten, was allerdings dazu führt, dass jedes Buch, das man auf Sobooks kaufen kann, vollständig im Netz steht.“

Und jetzt kommt es: Bücher seien bei uns eigentlich Websites, schon um die Kraft des Internets zu nutzen. Ein Buch könne verschiedene Formen annehmen – jenseits von Kopierschutz-Systemen wie DRM.

Auch ein Buch könne – rein technisch betrachtet – die Form einer speziellen Website annehmen.

„Vielleicht muss es das sogar, um mit dem Netz seinen vollen wirtschaftlichen und kulturellen Mehrwert auszuschöpfen.“

Wenn das Buch im Browser stattfindet, könne man auch die vielen Instrumente nutzen, mit denen sich hervorragend Informationen verbreiten lassen. Und das gilt auch für die Interaktion. „Sobooks-Leser können im Buch selbst über das Buch diskutieren. Das ist wichtig, weil Bücher das Gesprächsthema Nummer eins sind, und wir glauben, dass es keinen organischeren Ort für diese Diskussion gibt als das Buch selbst.“

Lobo spricht von einem bereichernden Diskussionstrubel und knüpft damit nahtlos an das Dirk von Gehlen-Credo an.

Vielleicht sollten wir unser Streaming-Buchprojekt noch einmal bei Sobooks starten. Wir könnten das auf dem StreamCamp13 am 16. und 17. November in einer Session diskutieren.

Siehe auch:

Dirk von Gehlen: “…das unkopierbare Erlebnis der Teilhabe.”

Drei spannende Buch-Startups abseits des Selfpublishing.

Bloggercamp.tv oder: Besser scheitern mit Crowdfunding

Heiter scheitern

Heute Abend ab 18 Uhr ist es soweit. Es startet in Kölle ein Crowdfunding-Roundtable, der monatlich über die Bühne gehen soll. Ich bin auch dabei und soll etwas über unser Startnext-Projekt zur „Streamingrevolution – ein fließendes Unbuch mit und über Hangout on Air erzählen“. Und wie es im Leben eben mal vorkommt, das Ganze war zum Scheitern verurteilt. Warum, das werde ich in rund 20 Minuten skizzieren. Als Verlierer stehen wir trotzdem nicht da, denn als Ergebnis entstand unser Workshop-Konzept “Video-Blogging und Echtzeitkommunikation über Streaming-Dienste: Von Laien für Laien“. Und das wird gut gebucht 🙂 So bleibt eben vom Scheitern eher das Heiter übrig.

Ablauf:

Einleitung und Begrüßung durch Dennis Schenkel.

Gunnar Sohn erzählt uns von seiner eigenen Crowdfunding-Kampagne.

Adrian Porger von United-Equity beleuchtet Crowdfunding aus der Sicht eines Crowdfunding-Portals.

Vidar Andersen lässt uns einen Einblick in seine Crowdfunding-Erfahrungen haben.

Get-Together in entspannter Atmosphäre.

Ab 19:30 gibt werden wir in Bloggercamp.tv live über die Kölner Gesprächsrunde berichten und Eindrücke des Zusammentreffens auffangen. Ab 18:30 Uhr ist Hannes Schleeh on Air mit: Warum eine Königin ein iPad-Magazin macht.

Crowdfunding oder: Scheitern leichtgemacht

Startnext-Projekt des Bloggercamps

In der finalen Phase unseres Startnext-Projektes zur Streaming Revolution „Hangout on Air“ kommen wir wohl nicht mehr so richtig in die Gänge. Deshalb haben Hannes und ich uns entschlossen, unseren Unterstützer-Kreis über den Status quo der Finanzierung zu informieren. Nur noch 11 Tage und bisher knapp 20 Prozent der Finanzierung erreicht:

Mit dem Startnext-Projekt zur Streaming Revolution sind wir gut gestartet, bekamen eine Menge Zuspruch, haben für Aufmerksamkeit gesorgt und konnten erste Erfahrungen mit einer Crowdfunding-Plattform sammeln. Zum Ende des Projektes wird aber deutlich, dass wir uns das Finanzierungsziel wohl etwas zu sportlich gesetzt haben. Und als Crowdfunding-Neulinge haben wir auch einige Fehler gemacht.

Nicht weiter wild – nur so lernt man. Das Ganze auf die Umwälzung der Buchbranche auszurichten mit unserem fließenden Projekt war wohl falsch und hat einige Interessenten verwirrt. Das erste Projekt-Video war zu lang und unsere Ideen zu komplex angelegt.

Versuch-und-Irrtum-Schleifen gehören zum Wesen von Innovationen und Ideen. Nicht in den Rückspiegel schauen, sondern aus den Erfahrungen die richtigen Konsequenzen ziehen und weitermachen. Das ist das Schöne an Crowdfunding. Scheitern leichtgemacht – ohne Blessuren.

Sollten wir also bis Anfang Mai nicht die Schallmauer von 5.000 Euro erreichen, bekommen unsere Unterstützer das Geld zurück (so sind die Regeln beim Crowdfunding) und wir starten ein neues Projekt. Dabei stehen dann ausschließlich neue Formate für Video-Kommunikation und Video-Blogging im Vordergrund. Klar und deutlich formuliert, mit einem machbaren Finanzierungsziel. Wir setzen dann wieder auf Euch!

Im Laufe der Startnext-Kampagne sind einige gute Ideen entwickelt worden. So etwa ein Workshop, der demnächst über die Bühne geht und der vielleicht generell auf Interesse stößt bei Unternehmen, Initiativen und Netzwerken. Hier das Programm – kann natürlich verändert, erweitert und verkürzt werden.

Video-Blogging und Echtzeitkommunikation über Streaming-Dienste

Eintägiger Workshop von 10,00 bis 18,00 Uhr

Workshop-Team: Gunnar Sohn (Wirtschaftspublizist und ichsagmal.com-Blogger), Hannes Schleeh (Social Media-Berater und Hangout on Air-Operator).

10,00 bis 12 Uhr: Kommunikation mit Abwesenden oder: „Was macht Ihr Messestand eigentlich nachts?“ (Spruch stammt von Sascha Stoltenow). Wie verlängere ich das Verfallsdatum von Informationen mit den Mitteln der Aufmerksamkeitslogik des Netzes.

Lerninhalte: Grundlagen des Video-Bloggings; Longtail-Effekte über Youtube und Co.; die Kunst des Teilens (Einbettung und Nutzung von Streaming-Diensten und Video-Portalen); vom Suchen und Finden im Netz (Aufmerksamkeit im Social Web: Hash-Tags, Suchmaschinen-Optimierung, virale Effekte); Technische Ausstattung für den schnellen und mobilen Einsatz; Stellschrauben für Beleuchtung, Ton und Bild; Video-Studio für kleines Budget (Scheinwerfer, Kamera, Greenscreen, Mikrofon); Software und Open Source-Programme; medienrechtliche Fußnoten (nach der neuen Linie der Landesmedienanstalten, Hangouts nicht mehr als Rundfunk zu betrachten, sind es noch nicht mal Fußnoten).

12,00 bis 12,30 Uhr: Mittagspause

12,30 bis 13,15 Uhr: Aus dem Nichts etwas erzeugen.

Lerninhalte: Expertise entfalten und Community-Effekte erzeugen; Formate und Anlässe schaffen; Entwicklung von Format-Ideen.

13,15 bis 13,30 Uhr: Kaffeepause

13,30 bis 16,00 Uhr: Aus der Praxis für die Praxis

Lerninhalte: Technik-Einweisung, Übungen mit eigenen Bordmitteln (Kamera, Ton und Licht), Umsetzung der Format-Ideen, Interview- und Statement-Training.

16,00 bis 16,30 Uhr: Kaffeepause

16,30 bis 17,45 Uhr: Final Cut

Lerninhalte: Aufbereitung des Aufnahmematerials für die direkte Nutzung im Blog

17,45 bis 18,00 Uhr: Der Vorhang zu und noch Fragen offen?

Soweit unsere Workshop-Idee.

Wir hören und sehen uns spätestens auf der republica in Berlin 🙂

Merkel-Hangout und Sendelizenz: Was als harmloser Tweet begann und in einer 007-Debatte eskalierte

Das Hangout-Lizenzgefecht

Ich bekenne mich schuldig. Am Mittwochnachmittag stellte ich über Twitter eine harmlose Frage, die eigentlich eher als kleine Scherzeinlage gedacht war:

Daraufhin kam ziemlich schnell die Antwort eines Politberaters, die ich Euch leider nicht mehr als Tweet darstellen kann. Sie wurde wohl gelöscht oder ist in der Unendlichkeit des virtuellen Universums verschwunden:

@gsohn sage nur: 007.

007 als Maßstab für die Bundeskanzlerin? Wie isses nur möglich? Reden doch die digital überforderten Politikerinnen und Politiker immer von der Notwendigkeit, dass das Internet kein rechtsfreier Raum sein dürfe.

Auf die 007-Replik folgte dann die Ankündigung meiner Presseanfrage bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. Was dann so alles folgte, dürfte ja bekannt sein.

Was das bedeutet, bekommt nun auch die Kanzlerin mit ihrem Hangout-Projekt zu spüren – sozusagen als Hüterin des medien- und netzpolitischen Dilettantismus in Deutschland. Wenn man mal die klassischen Fernsehanstalten ausnimmt, macht niemand Rundfunk beim Einsatz des Streaming-Dienstes von Google.

Startnext-Projekt des Bloggercamps

Nicht das Bloggercamp, nicht das digitale Quartett oder sonstige Formate, die live ins Netz gestreamt werden. Auch die Notwendigkeit einer Lizenzpflicht ist idiotisch. Das hatte in analogen Zeiten vielleicht noch eine Berechtigung, als die Sendeplätze technisch begrenzt waren und die Medienanstalten gehalten waren, ein Verfahren zur Zuteilung von Sendeplätzen zu organisieren. Im Internet macht das keinen Sinn. Deshalb sollte auch der Rundfunkstaatsvertrag noch nicht mal ansatzweise auf Aktivitäten im Netz angewendet werden.

Darum geht es bei dem Streit, den wir am Mittwoch im Vorfeld unserer Bloggercamp-Sendung angezettelt haben. Schlafende Hunde konnten wir dabei gar nicht wecken. Die waren auch vorher schon recht wachsam und kläfften munter über die Einordnung von Netz-Kommunikation in ein Regelwerk aus den Glanzzeiten von Wim Thoelke. Vielleicht bequemen sich jetzt Merkel und ihre Kollegen in den Bundesländern zu einer Reform des Medienrechts.

Ich werde das am Mittwoch in meiner Kolumne für das Debattenmagazin „The European“ aufgreifen. Eure Meinungen würde ich wieder gerne über Interviews einfangen. Ist bis Dienstag so gegen 14 Uhr möglich.

Lesenswert der Beitrag meines Bloggercamp-Kollegen Hannes Schleeh: Sendelizenz für die Kanzlerin? – Auf einmal hat es ZAK gemacht!

Merkel-TV via Hangout on Air: Google-Propaganda und Verstoß gegen den Rundfunkstaatsvertrag?

Merkel-Hangout-Mashup

Gestern verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel den Start eines neuen Sendeformats, der live über den Google-Dienst Hangout on Air ins Netz gestreamt wird.

Für Spiegel Online ist das ein perfektes Unterfangen für den Suchmaschinen-Konzern, da Google+ als Antwort auf Facebook nicht so richtig in die Gänge kommt. Und die bislang erreichte Nutzerzahl laufe nicht ganz freiwillig:

„Google bewirbt seine Facebook-Konkurrenz massiv und verknüpft sie mit anderen Diensten wie zum Beispiel YouTube.“

„Es überrascht also, dass sich Angela Merkel ausgerechnet dieses Medium ausgesucht hat, um die Menschen zu erreichen“, so Spiegel Online.

Nach dieser Logik wirbt also Merkel für Google+. Ähnlich wie US-Präsident Barack Obama und Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon. Nun möchte ich mich hier nicht zum Fürsprecher der neuen Live-Sendung von Frau Merkel aufschwingen. Was da am 19. April mit sechs handverlesenen Bürgerinnen und Bürgern über die Bühne gehen wird, ist wohl eher ein keimfreier Ringelpietz mit Anfassen.

Merkel-Hangout-Mashup 2

Fragen dürfen nur im Vorfeld gestellt werden, die dann wahrscheinlich wohldosiert von einem Moderator in die Diskussion eingeworfen werden – da hat man dann genügend Zeit, der Kanzlerin einen entsprechenden Waschzettel für die Antworten vorzubreiten. Mit Echtzeit-Interaktion und einem direkten Dialog mit der Bevölkerung hat das nichts zu tun. Es wirkt eher gekünstelt und lächerlich, wie auch das gestrige Ankündigungsvideo von Frau Merkel.

Aber ist das nun kostenlose Propaganda für Google? Wenn das so ist, dann zählt Spiegel Online zu den PR-Sturmgeschützen des Internet-Giganten. Kaum eine Online-Präsenz profitiert mehr von den Google-Diensten wie der Spiegel.

„Laut einer Aussage von Google-Sprecher Kay Oberbeck werden pro Minute rund 100.000 Klicks von Google auf Internet-Seiten von Verlagen weitergeleitet. Verlage strengen sich mit aberwitzigen redaktionellen Verrenkungen an, möglichst häufig und großflächig bei Google News gelistet zu sein, weil auch dies enorme Traffic-Zuwächse bringt“, schreibt Meedia.

Und Spiegel Online zählt zur ersten Garde, was die Zugriffsraten anbelangt. Und das wird ja auch kräftig befeuert über Suchmaschinen-Optimierung, Social Web-Präsenzen, Einbindung der Google+-Facebook-Twitter-Buttons zum Teilen im Netz und der Nutzung von allen Diensten, die die Internet-Konzere zur Verfügung stellen wie etwa Youtube.

Da sind wir dann wieder mitten in der netzpolitischen Debatte, die ich in der vergangenen Woche begonnen habe. Wer also in der Netzöffentlichkeit mitspielen will und auf Facebook oder Google+ aktiv ist, zählt wohl automatisch zu den willfährigen PR-Agenten der amerikanischen Internet-Konzerne. Das ist etwas zu simpel gedacht. Im Lunchtalk der Wirtschaftswoche habe ich mich zum Geschäftsgebaren von Google geäußert.

Auch meine kritischen Beiträge zu den AGB-Diktatoren des Netzes dürften bekannt sein. Soll man als Konsequenz in ein digitales Exil abwandern und sein Dasein in der Bedeutungslosigkeit einer netzpolitischen Filterblase fristen? Das sehe ich anders.
Wenn der Berg nicht zum Netzpropheten kommt, muss der Netzprophet zum Berg gehen.

Allerdings heißt das nicht, sich widerstandslos die Hände der AGB-Diktatoren zu begeben und die Notwendigkeit eines freien Netzes in den Wind zu schießen. Man müsse gegenüber Facebook und Co. für Plattformneutralität kämpfen, fordert beispielsweise Michael Seemann. Man kann sollte das eine tun, ohne das anderes zu lassen. Deshalb ist die Nutzung des Google-Dienstes für Live-Videostreaming immer noch eine fantastische Sache, die leider von anderen Anbietern so nicht bewerkstelltigt wird. Wir nutzen diesen Dienst, ohne uns den Mund verbieten zu lassen – schon gar nicht von Google.

Weit wichtiger finde ich die Frage, ob es beim neuen Live-Format der Bundeskanzlerin irgendwelche Sonderrechte gibt nach dem George Orwell-Motto:

Klar ist nur, nach dem Rundfunkstaaatsvertrag ist die Merkel-TV-Sendung „Rundfunk“. Ohne Sendelizenz wäre das ein Verstoß gegen das Amtsschimmel-Gesetz.

Und das wäre dann doch eine recht nette politische Komplikation, die von allen mit Interesse verfolgt wird, die zur Hangout on Air-Community zählen und sich teilweise nicht trauen, eigene Formate auf die Beine zu stellen.

Mal schauen, was die Pressestellen des Kanzleramtes und der Landesmedienanstalt Berlin zur Notwendigkeit einer Sendelizenz sagen werden. Unser Un-Buch-Projekt über die Streaming Revolution bekommt neue Nahrung 😉