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Schlagwort: Kundenservice im Social Web

Überall nur UKOs: Unbekannte Kundenobjekte in der Unternehmenskommunikation – Webinar über „Web Engagement“

am 1. Dezember 20141. Dezember 2014 von gsohnin "Dienstleistungsökonomie", "Künstliche Intelligenz", "Technik", "Unterhaltung", Dienstleistungen, Informationstechnik, Internet, Management, Social Web, Wirtschaft1 Kommentar
Rolle von sozialen Netzwerken in der Kundenkommunikation
Rolle von sozialen Netzwerken in der Kundenkommunikation

Als Kunde bin ich natürlich kein Objekt, aber UKOs passen so schön zu UfOs, die ja seit Jahrzehnten die Science Fiction-Literatur beherrschen. Ähnlich fiktiv ist die Rolle der Kunden in der Kommunikationspolitik von Unternehmen. Von Big Data-Anbietern und Big Data-Kritikern wird zwar behauptet, wie gläsern und steuerbar mittlerweile Kunden über die Analyse von gigantischen Datenmassen sind, in der Realität sieht das aber ganz anders aus. Da dominieren UKOs die Szenerie. Aussagen oder gar Prognosen über einzelne Konsumenten leisten die Big Data-Systeme entweder fehlerhaft oder überhaupt nicht. Hinter den Steuerungsillusionen stecken wohl eher Träume, Horrorszenarien und schlichtweg Idiotie, wie bei den Pionieren der Künstlichen Intelligenz, die noch nicht einmal in der Lage sind, künstliche Gehirne von Kleinkrebsen nachzubauen oder gar zu verstehen. Biologen versuchen das nun seit über 30 Jahren – ohne Erfolg. Das Kleinstgehirn des Krabbeltierchens besteht gerade mal aus 30 Millionen Neuronen und kontrolliert den Verdauungstrakt. Man hat bis heute nicht verstanden, wie das funktioniert.

Ähnliches werden wir wohl beim milliardenschweren Human Brain Project erleben. Humanoide Maschinen sind Hirngespinste von Science-Fiction-Autoren, Wissenschaftlern und Journalisten, die einem mechanistischen Weltbild hinterherlaufen.

Wer die tote Maschinenwelt verstehen will, darf die Maschinen nicht in den Vordergrund stellen und sie beseelen.

„Sonst kommt im Wechselspiel von Mensch und Maschine zu viel Toleranz ins Spiel. Ich höre auf zu denken. Das gilt auch für die Moralisierer, die der Technik böse Absichten unterstellen. Wer einen Schuldigen in der Maschinenwelt verortet, unternimmt keine weiteren Denkanstrengungen mehr. Die Maschine ist aber keine Person. Wenn ich den Stecker ziehe, tut sie gar nichts mehr. Maschinen sind immer Werkzeuge von Menschen. Auch der Algorithmus wird von Menschen gemacht und benutzt“, sagt der Organisationswissenschaftler Gerhard Wohland.

Da der Mensch aber nicht berechenbar ist, spucken die Maschinen vielleicht sinnvolle Daten zur Stauwarnung aus, versagen aber bei der Antizipation menschlichen Verhaltens, wenn es denn um komplexe Fragen geht und nicht um meine morgendlichen Rituale, die vom Toilettengang bis zur Verspeisung von Himbeermarmeladen-Brötchen reichen. Für diese Vorhersage braucht man keine aufwendigen Algorithmen.

Was ich allerdings nicht verstehe, fernab von den Big Data-Hirngespinsten, sind die Blindflüge von Unternehmen im Verhältnis zu bestehenden oder interessierten Kunden. Warum werden beispielsweise Online-Einkäufe nicht zu Ende geführt? Ist die Navigation der Website unverständlich, funktioniert das Bezahlsystem zu komplex oder kommt man über die Suchfunktion des Anbieters nicht weiter?

Noch desaströser ist das Management von unzufriedenen Kunden. Die negativen Netzwerk-Effekte von kritischen Verlautbarungen werden wohl immer noch dramatisch unterschätzt:

„If you make customers unhappy in the physical world, they might each tell 6 friends. If you make customers unhappy on the Internet, they can each tell 6.000 friends“, sagt Amazon-Chef Jeff Bezos.

Siehe dazu auch mein Beitrag „SHITSTORMS ZWISCHEN KOLLABORATIVER WIEDERGUTMACHUNG UND IGNORANZ – NEGATIVE KOMMUNIKATION KANN DAS MARKENIMAGE DAUERHAFT SCHÄDIGEN“.

Welche Netzwerk-Stärke ein einzelner Kunde hat, wird von den Anbietern nur selten ins Kalkül gezogen. Sonst hätten sich etwa die Sparda-Bank, der Kaffeevollautomaten-Hersteller Jura, der Bezirksschornsteinfeger und der Telekommunikationskonzern E-Plus nicht so dilettantisch mit unseren Kundenanliegen beschäftigt. Die Folgewirkung, die man nun dauerhaft im Netz nachlesen kann, waren den Firmen mit Sicherheit nicht klar. Am Anfang versuchte wir es jeweils freundlich in Gesprächen zu klären. Dann folgten E-Mails oder Briefe. Es endete dann bei öffentlichen Postings in sozialen Netzwerken, im ichsagmal-Blog, Kolumnen, Audio- und Videobeiträgen:

Hier nur ein kleiner Auszug:

Das roboterhafte Gefasel der Marketingindustrie.

E-Plus (Base) und die Koberer der Reeperbahn: Wie man Herrengedecke vertickt und Vertragsänderungen blockiert.

Verdienter Shitstorm: Über die Befreiung aus der Anonymität der Kunden-Hotline-Höhle.

Kundendienst als Foltermethode.

Social-Web-Guerilla-Taktik: Über den Nutzen netzöffentlicher Service-Beschwerden #ccw14

Von der Kunst, sich bei Kunden unbeliebt zu machen #juravollautomat

Schornsteinfeger spielen wohl immer noch Monopoly (siehe vor allem die Kommentare der Leser – dazu werden wir demnächst noch eine Bloggercamp.tv-Sendung machen).

ZDF-WISO: Bankberatung auch in Krisenzeiten desaströs – Sparda-Bank in Köln empfiehlt kurz laufende Rentenversicherungen – Verbraucherzentrale kritisiert Orientierung an hohen Provisionen – Kundengewinnung nach dem LEO-Prinzip: Leicht erreichbare Opfer.

Bislang hat sich nur ein einziger Anbieter auf die netzöffentliche Kritik richtig verhalten: Baldur-Garten. Service-Leiterin und Geschäftsführer reagierten auf Facebook, danach per Telefon und mit einem kleinen Entschuldigungspaket.

Wie man das insgesamt besser machen kann, ist Thema eine Webinars, das ich morgen moderiere. Es geht um „Web Engagement“. Start um 11 Uhr. Ihr könnt via Chat mitdiskutieren. Experte ist Hansjörg Christinger, Sr. Solutions Engineer der Software-Firma Genesys. Kostenlose Registrierung ist hier möglich.

Würde mich freuen, wenn Ihr Euch mit Diskussionsbeiträgen beteiligt.

Unabhängig von der Relevanz des Online-Handels, findet die Kommunikation über Dienste und Produkte verstärkt im Social Web statt.

Auch da wird Big Data versagen: NRW will Vorhersagesoftware erst zu Wohnungseinbruch nutzen, dann “auf weitere Deliktsfelder” ausdehnen.

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Ohne Nachfrage kein Angebot??? Warum angeblich Kundenservice im Social Web nicht funktioniert

am 29. November 201229. November 2012 von gsohnin "Apple", "Dienstleistungsökonomie", "iPhone", "Künstliche Intelligenz", "Sprachcomputer", "Technik", "Web 2.0", Dienstleistungen, Informationstechnik, Internet, Management, Medien, Social Web, Steve Jobs, Telekommunikation, Wirtschaft7 Kommentare

Nur wenige Kunden würden Facebook, Twitter & Co. für Service-Anfragen nutzen, so die These von Walter Benedikt von 3C Dialog.

„Ob im Freundes- und Bekanntenkreis, im Büro oder bei Kundenterminen – ich mache immer wieder die Erfahrung, dass zum einen viele Menschen eher selten bis kaum Kontakt mit dem Social Web haben und zum anderen noch seltener darüber Service-Anfragen stellen. Es steht außer Frage, dass Social Media mehr und mehr Platz in unserer Gesellschaft einnimmt. Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass es außerhalb unseres ‚Dunstkreises‘ auch noch ‚die Anderen‘ gibt. Gehört man selbst zu den Early Adoptern, dann schaut man nicht schlecht, wenn sich auf die Frage, wer den Foursquare kennt, bei einer Branchenveranstaltung nur zwei von 100 Teilnehmern melden. Das führt mich zu meinem vorherigen Punkt zurück: Letztlich gestaltet die Nachfrage das Angebot, und diese ist eben noch nicht besonders stark ausgeprägt. Geben wir dem Ganzen ein wenig Zeit“, so die Erkenntnis von Benedikt.

Also ohne Nachfrage kein Angebot? Lieber Walter, wie soll ich denn als Kunde auf den Facebook-Seiten von irgendwelchen Anbietern meine Service-Anfrage stellen, wenn dort nur Marketing-Gesülze ausgebreitet wird? Was machen 9 von 10 Kundenanliegen im Social Web, die einfach nicht beantwortet werden? Was fange ich mit Social Media-Teams an, die gar keine Kompetenzen besitzen, mein Problem zu lösen? Oder mit den Lila-Laune-Bärchen, die mich auf Facebook förmlich zwingen, bei einer Hotline anzurufen, wie bei meinem Disput mit E-Plus? Ich habe mich übrigens geweigert, selbst zum Telefonhörer zu greifen oder gar angerufen zu werden und verlangte die Lösung im Angesicht der Social Media-Öffentlichkeit. In Wahrheit hassen die Anbieter die öffentliche Netzkommunikation und bevorzugen die „vertraulichen“ Eins-zu-Eins-Loslabereien, weil ihre Inkompetenz dann zumindest nur eingeschränkt wahrgenommen wird.

Also wo soll sich denn die Nachfrage der Kunden manifestieren? Sollen sie Postkarten an die Firmen schicken, einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann richten oder einen Tweet verfassen „Bitte bedient mich auch im Social Web“?

Diese Logik vertritt ja auch der VATM – also der Verband der Telekom-Konkurrenten – beim nur zögerlichen Breitbandausbau in Deutschland. Siehe auch: VATM-Studie: Zur Lage der TK-Dinosaurier – Warum Apple und Google besser sind.

Auf der VATM-Veranstaltung in Köln wurde ebenfalls behauptet, dass der Ausbau nach schnelleren Angeboten wegen der schwachen Nachfrage nicht richtig in Gang kommt.

Knapp 70 Prozent der DSL-Anschlüsse haben eine maximale Empfangsgeschwindigkeit von bis zu 6 Mbit pro Sekunde. Vom Ziel der Bundesregierung, bis 2014 in der Fläche auf Anschlüsse mit über 50 Mbit pro Sekunde zu kommen, sind wir meilenweit entfernt. Bislang liegt man bei 0,8 Prozent. Beim Internet-Zugang über Glasfaser, um den überfälligen Eintritt in die Gigabit-Gesellschaft zu schaffen (was Bundeskanzlerin Merkel auf IT-Gipfeln so vollmundig in Aussicht stellt) sind wir ähnlich weit entfernt. Siehe: Altherren-IT-Gipfel, Krankenakte digitale Wirtschaft und leere Versprechen eines Ministers.

Professor Gerpott, der die VATM-Studie vorstellte, relativierte diese Sache dann etwas und bestätigte, dass sicherlich das Angebot eine entsprechende Nachfrage generieren würde. Richtig. Ohne Ausbau der Breitband-Infrastruktur werden sich keine neuen Geschäftsmodelle entfalten. Das hat Roman Friedrich von Booz & Co. sehr viel besser auf den Punkt gebracht:

„Es gibt eine ganz starke Korrelation zwischen der Infrastruktur-Ausstattung eines Landes und dem Sozialprodukt. Hier fallen wir zurück. Im weltweiten Maßstab sinken unsere Investitionen für Festnetz, Mobilfunk und Breitbandkommunikation. Wir verschenken damit Wachstum. Das ist leider ein Ergebnis der Regulierung.”

Wie groß, lieber Walter, war denn die Nachfrage nach dem ersten iPhone, also vor der Markteinführung im Januar 2007? Wie groß war die Nachfrage nach Apps und dem mobilen Internet? Wie groß war die Nachfrage nach Tablet-PCs vor der Einführung des iPads? Steve Jobs hat diese Produkte und Dienste wie iTunes oder den App-Store ohne Marktbefragung eingeführt. Sein Antrieb war die Frage, was für ihn und seine Mitarbeiter selbst nützlich sei: So sagte Jobs zum Zune-Desaster von Mircosoft.

„Der Zune war beschissen, weil die Leute von Microsoft nicht besonders viel für Musik oder Kunst übrig haben, anders als wir. Wir haben uns durchgesetzt, weil wir Musik lieben. Wir haben den iPod für uns gemacht, und wenn man etwas für sich macht oder für den besten Freund oder die Familie, dann produziert man keinen Schrott. Wenn man nicht wirklich mit dem Herzen dabei ist, gibt man sich schneller zufrieden, hängt nicht noch ein Wochenende für die Arbeit dran und akzeptiert das Erreichte einfach.“

Und wenn Dich die NICE-Studie als Geschäftsführer eine Dialogcenters positiv stimmt, lieber Walter, dann ist das vielleicht ein wenig zu viel Selbstzufriedenheit, die Steve Jobs so auf die Palme brachte. So sei nach dem Zahlenwerk von Nice der telefonische Service ein wichtiger Kanal der „zweiten Ebene“. Mehr als jeder Zweite wende sich an ein Call Center, wenn man Probleme über andere „Kanäle“ nicht selbstständig lösen könne.

Die Schlussfolgerung von Walter Benedikt:

„Auch wenn das Social Web mehr und mehr Einzug in den Kundenservice halten wird, werden wir als Dienstleister weiterhin telefonische Kundenbetreuung anbieten und durchführen. Damit ist für mich die Diskussion um den baldigen Untergang der Callcenter nun endgültig ad acta gelegt. Das ist ein Ergebnis aus 2012!“

Man kann diese Zahlen aber anders lesen, lieber Walter. Die Angebote für Kundenservice abseits der Call Center sind so beschissen, dass ich förmlich genötigt werde, einen Hotline-Agenten anzurufen – allerdings ohne Garantie für kompetente Beratung.

Ich will hier nicht zum wiederholten Male den Call Center-Blues anstimmen, was mir von Branchenvertretern so gerne an den Kopf geballert wird. Es geht um vernetzte Services und nicht allein um das Social Web. Das wäre eine doch sehr verkürzte Wiedergabe für die Aufgaben, die im Kundenservice zu lösen sind. Telekom-Manager Andreas Bock hat das überaus pointiert dargestellt:

„Kunden möchten dort, wo sie beim Unternehmen mit einem Anliegen ‚landen’, sofort die Wegweiser finden, wo es langgeht. Sie möchten wissen, ob sie auf dem richtigen Weg sind. Sie möchten schnell zum Ziel kommen und mühelos das Anliegen erledigen, um danach mit einem guten Gefühl ‚weiterzureisen’“, so Bock in seinem Opus „Kundenservice im Social Web“ (erschienen im O’Reilly-Verlag).

Egal ob Selfservice-Software oder persönlicher Dialog, ob im direkten Gespräch oder über Medien vermittelt, die “Bedienung” durch Mensch oder Maschine müsse sich für Kunden „gut anfühlen“, leicht zugänglich, offen und freundlich sein, empathisch und verständlich. Für jedes Nutzungsszenario sollte ein entsprechendes Service-Angebot vorhanden sein, um personalisierte Services zu garantieren – ohne Restriktionen und Ausreden: Zu Hause, am Arbeitsplatz, im Geschäft, unterwegs im Auto, in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf dem Fahrrad oder zu Fuß. Per stationärem PC, Notebook, Telefon, Handy, Smartphone oder Tablet PC. Auf Facebook, Twitter, Google+, Blogs, Foren, Frage-Antwort-Portalen, im Chat, per E-Mail, SMS, FAQ, Apps oder über das Kontaktformular.

Oder über ein intelligentes und semantisches Netz, wie es Bernd Stahl von Nash Technologies gestern in der ersten Session des Blogger Camps ausführte.

Oder über neue Formate via Hangout On Air. Etwa in Diskussionsrunden mit so genannten Power-Usern – also besonders kenntnisreichen Kunden – die ihre Erfahrungen an andere Kunden weitergeben und über Netzwerkeffekte Fragen beantworten, bevor sie überhaupt gestellt werden. Das kam in der zweiten Session des Blogger Camps zur Sprache, in dem über neue Formate in der Netzkommunikation nachgedacht wurde.

Das alles kann man nicht entwickeln, wenn man sich an der Nachfrage der Kunden orientiert. Also etwas mehr Geistkapital investieren, wenn es um Konzepte für vernetzte Services geht. Wie das ausschauen sollte, möchte ich in der nächsten Woche in einem Beitrag näher ausführen. Bitte um Anregungen. Mache gerne auch Interviews. Also auf der Suche nach dem iService – die unendliche Geschichte.

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Über die unsichtbare Hand im Kundenservice – Vernetzte, schlaue und personalisierte Dienste im Social Web #bc

am 15. Oktober 201216. Oktober 2012 von gsohnin "Dienstleistungsökonomie", "Künstliche Intelligenz", "Technik", "Web 2.0", Dienstleistungen, Informationstechnik, Internet, Management, Medien, Social Web, WirtschaftHinterlasse einen Kommentar

Die Kontaktpunkte im Netz zwischen Unternehmen und Kunden sollten vor allem einfach gestaltet sein, so das Credo von Andreas Bock, verantwortlich für Social Media Sales & Service Internet bei der Telekom Deutschland:

„Führen Sie sich immer wieder vor Augen, dass das Internet eine große Maschine ist, mit der unzählige Organisationen und Menschen sich informieren, kommunizieren und sich unterhalten. Diese Maschine hat viele Schnittstellen in Form von Schreibtisch-Rechnern, Tablet-Computern, Smartphones, Internet-Fernsehern und Spielkonsolen.“

Im Internet der Dinge wird das alles vernetzt – vom Auto über den Kühlschrank bis zur Steckdose. Das Ganze sollte verständlich und leicht bedienbar sein wie ein Kaugummi-Automat, spielerisch-unterhaltsam informierend wie KIKA-Fernsehen, optimiert für den Nutzungskontext wie eine Blitzerwarner-App, vernetzbar mit allem und jedem durch Teilen und Abonnieren, werten und kommentieren mit Lese- und Schreibrechten für alle, mit eingebauten Feedback-Mechanismen als Service-Sensorium und verschlagwortet für das eigene und gemeinschaftliche Sortieren. So werde Kundenservice zum „Design-Objekt” und zur „Handwerkskunst” für die Gestaltung von Maschinen-Service sowie Social Web-Kommunikation.

„Kunden möchten dort, wo sie beim Unternehmen mit einem Anliegen ‚landen’, sofort die Wegweiser finden, wo es langgeht. Sie möchten wissen, ob sie auf dem richtigen Weg sind. Sie möchten schnell zum Ziel kommen und mühelos das Anliegen erledigen, um danach mit einem guten Gefühl ‚weiterzureisen’“, schreibt Bock in seinem Opus „Kundenservice im Social Web“ (erschienen im O’Reilly-Verlag).

Egal ob Selfservice-Software oder persönlicher Dialog, ob im direkten Gespräch oder über Medien vermittelt, die “Bedienung” durch Mensch oder Maschine müsse sich für Kunden „gut anfühlen“, leicht zugänglich, offen und freundlich sein, empathisch und verständlich. Für jedes Nutzungsszenario sollte ein entsprechendes Service-Angebot vorhanden sein, um personalisierte Services zu garantieren – ohne Restriktionen und Ausreden: Zu Hause, am Arbeitsplatz, im Geschäft, unterwegs im Auto, in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf dem Fahrrad oder zu Fuß. Per stationärem PC, Notebook, Telefon, Handy, Smartphone oder Tablet PC. Auf Facebook, Twitter, Google+, Blogs, Foren, Frage-Antwort-Portalen, im Chat, per E-Mail, SMS, FAQ oder über das Kontaktformular.

„Was sich unterhalb der Motorhaube über die Kombination verschiedenster Dienste abspielt, darf für den Kunden gar nicht sichtbar sein. Entsprechend intelligent muss die Vernetzungslogik aufgebaut sein“, so Systemingenieur Bernd Stahl vom Netzwerkspezialisten Nash Technologies mit Sitz in Nürnberg und Stuttgart.

Alles werde gesteuert durch ein hochintelligentes Netz auf Basis semantischer Technologien und völlig neuen Geschäftsmodellen.

„Der Nutzer muss sich überhaupt keine Gedanken mehr machen über spezielle Endgeräte, die Auswahl von Diensten, das Netzwerk oder Serviceprovider. Er muss kein Ziel mehr eingeben über Telefonnummern, IP-Adressen oder Links. Alles das wird vom intelligenten semantischen Netz übernommen. Die Bedeutung der Anfrage wird automatisch in Einzelteile zerlegt, an unterschiedliche Ziele geschickt und zurück kommt der gewünschte Service oder das fertige Produkt“, prognostiziert Stahl.

Kunden sollten an allen Berührungspunkten mit einem Unternehmen die gleichen Information bekommen, ob gedruckt, gesendet, geschrieben, gefunkt, gepostet oder im direkten Gespräch, ob es um Preise, Konditionen, Modelle, Leistungsumfang, Anleitungen oder anderes geht, betont Telekom-Manager Bock.

Warteschlangen und Warteschleifen-Musik seien kein ästhetisches Erlebnis und treiben Kunden in die Flucht.

„Jahrelang wurden Kundenkontakte in telefonische oder virtuelle Warteschleifen verteilt. Moderne ‚lernfähige‘ Software in Service und Support kann das Verhalten von Kunden und Mitarbeitern bei der Informationsbewertung adaptieren und Inhalte verstehen. Unternehmen schaffen sich einen unschätzbaren Wettbewerbsvorteil, wenn sie automatisch das ‚Alltägliche‘ erkennen und lösen können und dadurch Raum für die individuelle Beratung schaffen“, betont der Kölner Ityx-Vorstandschef Süleyman Arayan.

Und die individuelle Beratung könne über Chat, Videotelefonie oder Apps erfolgen.
Seine Prognose: Die klassische Eins-zu-Eins-Kommunikation wird es in fünf Jahren kaum noch geben. Es wird Geschäftsprozess-Plattformen geben, die alle Kommunikationsformen und Geräte unterstützen.

„Die Infrastruktur für die Service-Kommunikation wandert dabei in die Computerwolke“, sagt Heinrich Welter vom Softwareunternehmen Genesys.

Denn kaum noch ein Service-Anbieter könne mit der eigenen trägen Hardware auf die Veränderungen der Kundenkommunikation zeitnah reagieren. Über Cloud-Dienste steigt die Anpassungsfähigkeit und Schnelligkeit, um sich den Anforderungen der Echtzeitkommunikation im Social Web zu stellen.

Für den Ansatz des Service-Designs und des Design-Thinking ist ein interdisziplinäres Denken erforderlich.

„Für Kundenservice im Social Web sind Kompetenzen für Grafik-, Interaktions- und Service-Design, Konzeption und die technische Realisierung erforderlich. Darüber hinaus benötigen Sie Kompetenzen aus Kundenservice, Vertrieb, Marketing und Kommunikation, also allen Unternehmensbereichen, die Erfahrungen mit direkten Kundenkontakten und Öffentlichkeitsarbeit haben“, erläutert Bock.

Zudem sollte man die Ressourcen außerhalb des Unternehmens mehr nutzen. Beispielsweise über Kunden, die genau wissen, was gut für sie ist.

Das virtuelle Blogger Camp wird sich am Mittwoch, den 28. November mit dem Aspekt der „Einfachheit“ beschäftigen.

Welche Twitter-Tools für die Kommunikation überhaupt noch einsetzbar sind, beleuchtet die Karrierebibel. 

Siehe auch:

Kundenkontaktpunkte systematisch gestalten.

Digitaler Dialog bei kleinen und mittelständischen Unternehmen.  

SoMoLo: Neue Parameter der Kundenkommunikation.

Leitfaden Digitaler Dialog. 

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