Frohes Neues :-) Man hört, sieht und streamt sich 2017

gunnarsohn

Mein Credo auch für 2017: Echtzeitkommunikation mit Möglichkeiten zur Interaktion. Live, ungeschminkt, ohne Teleprompter und aufwändige Postproduktionen. Viele Verantwortliche in der Unternehmenskommunikation neigen nach wie vor zu Schönwetter-Filmchen, wo die Akteure ihr weltweit führendes und gut aufgestelltes Plastikdeutsch ins Mikrofon stottern – aseptische Imagevideos zum Wegklicken. Wer gebaute Beiträge mag, kann das ja machen und sich stundenlang mit der Videobearbeitung herumschlagen. In der Regel ist das überflüssig.

Wer Konferenzschaltungen mit Livestreaming-Diensten übertragen möchte, also beispielsweise Roundtable-Gespräche mit Experten an unterschiedlichen Standorten, ist mit dem Google-Dienst Hangout on Air nach wie vor gut versorgt.

Seit dem 12. September ist diese Technologie allerdings nicht mehr an die Plattform Google+ gekoppelt. Jetzt muss man das über den eigenen YouTube-Channel organisieren. Auf die Funktion Video-Manager gehen, auf der linken Seite den Reiter „Livestreaming“ auswählen, dann auf „Events“ drücken und auf der rechten Seite den Button „Neuer Livestream“ aktivieren. Es erscheint, wie früher, der YouTube-Webplayer mit Titelzeile, Kalender zur Vorplanung, Beschreibungsmöglichkeit des Events und Keywords/Tags zur Suchmaschinen-Optimierung. Allerdings darf man nicht vergessen, unter Typ die Rubrik „Schnell per Google Hangouts On Air“ auszuwählen. Vorteil gegenüber Youtube Live: Man braucht keine externe Codierungssoftware. Einige dieser Programme kosten bis zu 500 Euro. Das Produkt OBS – Open Broadcast Software – ist zwar kostenlos, benötigt aber ein wenig Übung, um gute Live-Übertragungen hinzubekommen. So muss man ein wenig an den Einstellungen feilen, um bei der Signalbearbeitung die Lippensynchronisation hinzubekommen.

Generell sind die Livestreaming-Apps auf Smartphones und Tablets für spontane Stimmungsberichte, schnelle Sendekritik wie bei heute+ oder Making-of-Einblicke exzellent einsetzbar. Hangouts on Air und Youtube Live punkten bei der nachhaltigen Wirkung von Ereignissen – linear gesendet mit einem Live-on-Tape-Effekt, da beim Start des Livestreams sofort der virtuelle Rekorder auf YouTube anspringt und die Konserve schon während der Ausstrahlung angelegt wird. Ausführlich nachzulesen im Upload-Magazin.

Auch bei Audio tut sich einiges:

Siehe auch:

Radio: Sichtbar. Teilbar. Endlich.

Facebook Live Audio makes talk radio social, starting with the BBC

Introducing Live Audio

THE NEXT REVOLUTION IS VOICE

Bei Video und Audio kommt das seltener vor: Nur die Überschrift gelesen, trotzdem weitergereicht: Warum Social-Media-Buzz ein schwaches Signal für Qualität ist.

Nur Sterne zählen :-)
Nur Sterne zählen 🙂

Wunsch zum Schluss. Brauche noch Likes, um den Juptr-Autorenwettbewerb zu gewinnen. Abstimmung geht leider nicht unter dem Artikel – da muss man in die Gesamtansicht.

Auf ein Neues in 2017 🙂 Freue mich auf spannende Projekte, die ich mit Euch realisieren kann.

Piraten-Tonprobe: Das Meteor Mic USB-Studiokondensator-Mikrofon

Seit vergangener Woche besitze ich das Meteor Mic USB-Studiokondensator-Mikrofon, um O-Töne direkt über den Laptop aufnehmen zu können. Wenn man Audio-Beiträge baut, ist das schon eine Erleichterung. Aufnahmen unterwegs mache ich ja mit dem Zoom H2n und wenn ich jetzt noch meinen Senf in einen gebauten Beitrag reinlabern möchte, dann soll das Meteor zum Einsatz kommen. Hier mal ein erster Test mit einer kleinen Lesung aus dem Rainald Goetz-Buch „loslabern“.

Passt ganz zu meiner Kolumne über die Piratenjagd der so genannten Politprofis: Plädoyer für Laienhaftigkeit

Was passiert, wenn Journalisten gegen die Piraten loslabern, kann man heute in der FAZ nachlesen: Detektive im Netz – Jasmine oder Jasmin?

Solche Recherchen wie in der Zeitschrift Cicero werden dafür sorgen, dass die Piraten weiter voran stürmen, die der Stern-RTL-Wahltrend belegt.

Personalisierte Kopfhörer

Ich bin ja ein Fan von personalisierten Diensten, die diesen Namen wirklich verdienen. Es gibt mittlerweile auch einige Hersteller, wo ich über Netzangebote Produkte per Mausklick nach meinen Wünschen erstellen kann. Beispielsweise bei der Heilbronner Firma Beyerdynamic. Das habe ich im vergangenen Jahr für mich und meinen Sohn mal ausprobiert und beide sind wir hochzufrieden mit den Highend-Kopfhörern. Jetzt geht der Audiospezialist noch einen Schritt weiter und bietet die Möglichkeit, über die CUSTOM-Serie Styling und Sound auch nach dem Kauf noch zu verändern.

„CUSTOM heißt aber auch: Individualität des Klangs. Ein ausgeklügeltes akustisches System ermöglicht das Sound-Tuning – vom analytischen Sound zum Beat-Monster und zurück. Der Kunde muss sich nicht mehr für eine Klangcharakteristik entscheiden, er kann sie alle haben“, teilt das Unternehmen mit.

„Der Kopfhörer ist in unzähligen Varianten lieferbar: Die Puristin schwört auf die nachtschwarze RAW BLACK-Edition, der BritPop Fan zeigt sein Faible mit dem UNION JACK, der Taxifahrer kann seine Solidarität mit den New Yorker Kollegen durch die gelbe NY CAB-Version unterstreichen. Doch Geschmäcker ändern sich – und mit ihnen die CUSTOM-Modelle. Design-Kits zum Nachrüsten (ab 20 Euro) lassen die Kopfhörer immer wieder neu aussehen. Ein anderes Kopfband zum Beispiel, Carbon-Einlagen und Chrom-Blenden an den Seiten, fertig ist die radikale Typ-Veränderung. Austauschbare Kabel setzen nicht nur farbliche Akzente, sie bieten auch Extras wie iPhone Remote Control oder Headset-Funktionen zum Skypen oder Gameb“, so Beyerdynamic.

„Vierfach schaltbare Bassreflexöffnungen an den Ohrmuscheln verändern auf Wunsch die Klangcharakteristik. Sind sie geschlossen, schirmt der Kopfhörer seinen Träger von Umgebungsgeräuschen ab. Gleichzeitig dringt wenig Schall nach draußen, der etwa Mitreisende stören könnte. Öffnet der Träger zwei kleine Schieber an den Ohrmuscheln, gewinnt der Bass an Druck und Volumen, bis er so fett und mächtig klingt, wie es sich für Hip-Hop, Rap oder Drum & Bass gehört. Mit einem Handgriff lassen sich die Sound-Profile vergleichen und das jeweils Beste für die aktuelle Stimmung oder den laufenden Song auswählen“, soweit die Firmenmitteilung.

Die neue Kopfhörer-Serie wird auf der Fachmesse Prolight + Sound in Frankfurt (21. bis 24. März, Halle 5.1, Stand B 69) vorgestellt. Sie startet mit zwei ohrumschließenden Modellen: Das Einstiegsmodell gibt es nach Angaben des Herstellers für unter 150 Euro. Die Pro-Variante liegt im Grundpreis bei unter 200 Euro. Bezugsquelle: Ab Ende Juni über http://www.beyerdynamic.de/. Meine Kopfhörer waren übrigens etwas teurer.

Mein Bericht vom Mobile Gipfel in Bonn #mob11

Ich Idiot hatte mich heute als Journalist akkreditiert für den Bonner Mobile Gipfel des Management Forums der Verlagsgruppe Handelsblatt. Da saß ich – wie immer – in der ersten Reihe mit meinen Aufzeichnungsgeräten für Audio und Video, wollte Berichte schreiben und Vorträge in Ton und Bewegtbild bringen – wie immer. In der Kaffeepause kam dann eine etwas gestresste Dame des Managementforums an meinen Tisch und fragte mich mit strenger Miene, was ich denn mit diesen Geräten machen wolle? Gute Frage. Ich wollte mir von den Powerpoint-Orgien eine DVD brennen und mit meiner Familie einen netten Kinoabend gestalten. Die Dame ging raus, um sich zu erkundigen, ob eine Berichterstattung für Journalisten in Bewegtbild und Ton überhaupt gestattet sei. Nach einer Minute flitzte sie wieder an meinen Tisch und verkündete ein Berichterstattungsverbot. Erlaubt seien nur Printberichte. Gute Dame, in welchen Offline-Welten leben Sie?

Ich packte meine Sachen und machte mich auf den Weg zurück ins Büro. Als Dank für die freundliche Unterweisung sendete ich noch ein paar Tweets. Denn beim Mobile Gipfel ist man ja ach so fortschrittlich und erfreut die Kongressteilnehmer mit einer Twitter-Wall. Warum gehe ich auch zu solchen Old-School-Veranstaltungen überhaupt noch hin? Das Ganze passt zu meinem gestrigen Blogpost: „Machen Sie mal irgendwas auf Facebook“ – Das große Social Media-Geschwafel der Firmen. Erste Reaktionen liefen bereits über Facebook und Twitter.

Das gesprochene Wort via iPad: Applikation „WavePad“ im Praxistest @DrMichaelSpehr

Mit großem Interesse habe ich heute den FAZ-Beitrag von Michael Spehr gelesen: „Es gilt das gesprochene Wort“. Hier werden einige Geräte vorgestellt, die sich für unterschiedliche Audio-Einsatzzwecke eignen zu höchst unterschiedlichen Preisen. In ähnlicher Form stand das auch schon im Blog von Spehr. Auf die Geräte gehe ich in dem obigen Video nicht ein, dass sollte man in der FAZ oder im Blogpost nachlesen! Interessant ist die von Michael Spehr empfohlene Applikation „WavePad“. Es macht das iPad zur komfortablen Aufzeichungsmaschine und zählt zur Lieblingsapp des FAZ-Redakteurs.

„Das ultimative Extra dieser Gratis-Software ist jedoch der eingebaute Editor, der sogar das Bearbeiten und Schneiden der Aufnahmen am Tablet PC erlaubt.“ Das geht spielend einfach – siehe mein Praxistest im Video. Die Aufnahme habe ich vor einer roten Tapete gemacht, daher kommt die farbliche Komponente. Ausleuchten wollte ich nicht, da es ja diesmal um Audioaufzeichnungen geht.

Fazit: Audacity ist nicht mehr vonnöten. Das Programm nervt mich schon seit geraumer Zeit. Mit WavePad geht das sehr viel besser – so jedenfalls mein erster Eindruck.