Man hört, sieht und streamt sich auf der Next Economy Open #NEO23 im Dezember

Deutschlands Wachstumsschwäche überwinden und in die Zukunft investieren: Aber wie? Zur Vorlage des Jahresgutachtens der Wirtschaftsweisen @GrimmVeronika @umalmend @MonikaSchnitzer @AchimTruger @MartinWerding

Die aktuelle Konjunkturentwicklung in Deutschland wird nach wie vor durch die Energiekrise und die gesunkenen Realeinkommen belastet. Mittelfristig wird das Wachstum vor allem durch die demografische Alterung, das geringe Produktivitätswachstum, den veralteten Kapitalstock der Industrie und die geringe Anzahl junger innovativer Unternehmen gebremst. Das Jahresgutachten mit dem Titel „Wachstumsschwäche überwinden, in die Zukunft investieren“ analysiert, wie dies gelingen kann.

Die konjunkturelle Erholung in Deutschland verzögert sich aufgrund der Energiekrise und der inflationsbedingt gesunkenen Realeinkommen. Die Zentralbanken weltweit haben ihre Geldpolitik gestrafft, um der Inflation entgegenzuwirken. Diese Straffung und die schleppende Entwicklung in China haben das außenwirtschaftliche Umfeld in Deutschland beeinträchtigt. Das höhere Zinsniveau dämpft zudem die Investitionen und die Bautätigkeit im Inland. Der Sachverständigenrat erwartet daher, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,4 Prozent schrumpft. Im kommenden Jahr rechnen die Wirtschaftsweisen mit steigenden Realeinkommen, was zu einer verhaltenen konjunkturellen Erholung führen dürfte. Der Sachverständigenrat erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt im kommenden Jahr um 0,7 Prozent wachsen wird.

Die Inflationsrate hat sich seit Jahresbeginn halbiert. Dennoch erwarten die Wirtschaftsweisen einen Anstieg der Verbraucherpreise um 6,1 Prozent im Jahresdurchschnitt. Die Preissteigerungen bei Energie und Nahrungsmitteln nehmen deutlich ab. Die Kerninflation, also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie und Nahrungsmittel, dürfte auch im kommenden Jahr erhöht bleiben, da die Lohnstückkosten stark gestiegen sind. 2024 wird die Inflationsrate bei 2,6 Prozent liegen

Die Analysen des Sachverständigenrates zeigen, dass die mittelfristigen Wachstumsaussichten Deutschlands auf einem historischen Tiefstand sind. Das Produktionspotenzial wird voraussichtlich bis zum Jahr 2028 jährlich um 0,4 Prozent wachsen, was etwa einem Drittel der Wachstumsraten der 2010er Jahre entspricht. Die knappe Arbeitskräftesituation aufgrund des demografischen Wandels wird das Wachstum in den kommenden Jahrzehnten dämpfen. Um die Wachstumsaussichten zu verbessern, sind wirtschaftspolitische Entscheidungen notwendig. Es gilt, Anreize zur Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Menschen zu erhöhen und die Zuwanderung in den Arbeitsmarkt zu stärken.

Investitionen spielen eine entscheidende Rolle, um die deutsche Volkswirtschaft nachhaltig auf Wachstumskurs zu bringen. Es ist wichtig, die Investitionsquoten zu erhöhen und die Digital- und Energieinfrastruktur auszubauen. Zudem müssen Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Durch Investitionen in Automatisierung, Digitalisierung und künstliche Intelligenz kann die Produktivität gesteigert werden.

Die deutsche Forschungsdateninfrastruktur ist im internationalen Vergleich rückständig. Wichtige Daten fehlen, Datensätze lassen sich kaum verknüpfen und werden in Krisensituationen nicht schnell genug bereitgestellt. Wir schlagen vor, die statistische Gesetzgebung zu überarbeiten, um die amtliche Statistik flexibler zu gestalten. Zudem sollte das Statistische Bundesamt einen Forschungsauftrag erhalten und unabhängige Forschungsdaten-Zentren betreiben.

Die Wirtschaftsweisen sehen einen Nachholbedarf bei der Wachstumsfinanzierung von jungen Unternehmen. Institutionelle Investoren, die in Europa aktiv sind und über viel Kapital verfügen, investieren zu selten über Aktienmärkte oder über Wagniskapital direkt in Unternehmen.

Eine staatliche Kofinanzierung sollte so ausgestaltet werden, dass private Investitionen mobilisiert werden, um diesem Marktsegment nachhaltig das nötige Volumen zu verschaffen. Gleichzeitig müssen die Exit-Optionen für Wagniskapitalgeber verbessert werden. Die besten Renditeaussichten bei der Veräußerung der Beteiligungen ergeben sich für Wagniskapitalinvestoren häufig bei einem Börsengang. Allerdings stellt der in Deutschland vergleichsweise kleine IPO-Markt (Initial Public Offering) ein Hindernis dar. „In Deutschland investieren die großen institutionellen Investoren wenig in Wagniskapital. Dadurch fehlt es einerseits an großen Investoren, die große Finanzierungsrunden in der Wachstumsphase mitgehen können. Gleichzeitig mangelt es an den Kapitalmärkten an Tiefe, damit ein Börsengang attraktive Erlöse erzielt“, erläutert Ulrike Malmendier, Mitglied des Sachverständigenrates Wirtschaft.

Die geringere Investitionsneigung hat gravierende Folgen für die Unternehmenssubstanz. Bei acht von zehn Mittelständlern mit älteren Inhabern übersteigt der Wertverlust des Kapitalstocks das Volumen der Neuinvestitionen. Eine zentrale Ursache für die abflauende Investitionsbereitschaft älterer Unternehmer ist deren kurzer Planungshorizont – die Risikobereitschaft sinkt. Rückt ein Inhaber näher an das Rentenalter heran, besitzen viele Vorhaben eine aus seiner Sicht zu lange Amortisationsdauer. Das gilt umso mehr für alle längerfristig finanzmittelbindenden – dafür aber auch wettbewerbsstärkenden – Zukunftsinvestitionen.

Wo sollen die Impulse herkommen. 90 Prozent der Investitionen kommen von der Privatwirtschaft. Und da bewegt sich nicht viel: „Die reichsten Deutschen haben ihr Vermögen geerbt oder konnten sich ins gemachte Nest setzen. Deutsches Geld ist also relativ altes Geld. Das hat massive Auswirkungen auf das Denken der Eigentümer der Firmen, der Investoren. Während gerade in Großbritannien und Amerika die Reichsten laufend Schlagzeilen mit gewagten Investitionen machen, herrscht bei uns Funkstille“, so Jürgen Stäudtner in einer netzökonomischen Diskussionsrunde, die wir vor einigen Jahren organisierten. Geändert hat sich nicht viel.

Partizipationskompetenz, Strategie und Praktiken – Wie können wir die Welt verbessern? Wir vertiefen das Thema auf der Next Economy Open am Freitag, den 8. Dezember, um 11 Uhr #NEO23

Wie kann Bildung im Kontext der täglichen Anwendungen in der digitalen Ökonomie auf eine Zukunft vorbereiten, die wir nicht kennen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Projekts „König von Deutschland“, bei dem wir uns intensiv mit möglichen Zukunftsszenarien und der Vermittlung einer explorativen Haltung beschäftigt haben. Dabei haben wir ein didaktisches Konzept entwickelt, das auf dem Prinzip des „Lernens durch Lehren“ basiert.

Unser Ziel war und ist es an der Hochschule Fresenius, den Studierenden eine aktive Rolle zu geben und sie dazu zu ermutigen, gesellschafts- und wirtschaftspolitisch relevante Themen eigenständig zu erforschen und in Live-Formaten zu präsentieren. Dabei haben sie sich mit Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Ethik auseinandergesetzt, Expertenmeinungen eingeholt und Umfragen durchgeführt.

Die Ergebnisse sind beeindruckend. Die Studierenden arbeiten sich in wirtschaftsethische Fragen ein und entwickeln innovative Lösungsansätze für die Praxis in Unternehmen – von der Pharmabranche bis zu Medienverlagen . Im Vergleich zu traditionellen Prüfungen und Wissensabfragen hat sich gezeigt, dass das Prinzip des „Lernens durch Lehren“ zu einer intensiveren Recherche führt.

Das Besondere an unserem Ansatz ist, dass wir Theorie und Praxis miteinander verbinden. Wir vermitteln nicht nur Wissen, sondern auch die Fähigkeit, dieses Wissen in realen Situationen anzuwenden. Unsere Studierenden lernen, sich flexibel an verschiedene Situationen anzupassen und komplexe Probleme zu lösen. Dabei spielt die Vernetzung von verschiedenen Wissensbereichen eine wichtige Rolle.

Wir wissen nie genau, was am Ende herauskommt. Aber in den meisten Fällen haben die Studierenden beeindruckende Ergebnisse erzielt. Sie haben gelernt, selbstständig zu denken und Lösungen zu finden.

Das Prinzip des „Lernens durch Lehren“ basiert auf der Erkenntnis, dass intensives Denken und Problemlösungsfähigkeiten die Grundlage für Glück und Erfolg sind. Indem wir die Studierenden dazu ermutigen, aktiv zu denken und Probleme zu lösen, bereiten wir sie auf eine Welt vor, die sich ständig verändert und in der sie mit Unsicherheit und Komplexität umgehen müssen.

Unser Ziel ist es, die Welt zu verbessern, indem wir Menschen dazu befähigen, ihre Bedürfnisse besser zu befriedigen und gemeinsam an Lösungen für globale Probleme zu arbeiten. Dafür müssen wir die Strukturen schaffen, die es uns ermöglichen, unsere Bedürfnisse zu erfüllen und die Welt nachhaltig zu gestalten.

Das Projekt „König von Deutschland“ ist ein Beispiel dafür, wie Bildung junge Menschen auf diese Herausforderungen vorbereiten kann. Es zeigt, dass das Prinzip des „Lernens durch Lehren“ eine effektive Methode ist, um die Weltverbesserungskompetenz zu entwickeln und junge Menschen dazu zu befähigen, aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft mitzuwirken.

Insgesamt ist das Projekt ein Erfolg und hat gezeigt, dass Bildung mehr sein kann als das bloße Vermitteln von Wissen.

Unternehmen empfiehlt Jean-Pol Martin, der Kopf hinter dem Konzept „Lernen durch Lehren“, sich intensiv mit dem Menschenbild und den Bedürfnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beschäftigen. Die Gehirnforschung könne dabei helfen, ein klares Bild davon zu entwickeln, wie man mit Menschen umgehen und sie motivieren sollte.

Ausführlich nachzulesen in meinem Beitrag für die SAP-Blogparade.

Wir vertiefen das Thema auf der Next Economy Open am Freitag, den 8. Dezember, um 11 Uhr.

Jean-Pol Martin & Simon KolbeLernen durch Lehren. Autorengespräch zum neuen LdL Handbuch

Weltveränderungskompetenz und eine SAP-Blogparade #DigitalAdoption – Hab jetzt einfach mal eine Theorie entwickelt unter der Abkürzung #MPADA

Trotz des rasanten technologischen Fortschritts haben viele Unternehmen nicht erkannt, wie wichtig die tägliche Erfahrung der Nutzerinnen und Nutzer ist – intern und extern. Was erlebt man in der eigenen Organisation und was erlebt man als Kunde?

Eine klare und verständliche Kommunikation ist entscheidend. Wenn Fachleute ihre Kenntnisse nicht verständlich vermitteln können, entsteht eine Kluft zwischen Technologie und Anwender. Für Softwareentwickler mag es unnötig erscheinen, intuitive Symbole oder Drag-and-Drop-Funktionen zu verwenden, da sie mit Code effizienter arbeiten können. Aber in fast allen anderen Lebensbereichen sind die meisten von uns Laien. Deshalb sollten Technologieunternehmen stets darauf abzielen, ihre Produkte und Dienstleistungen sowohl für Experten als auch für den durchschnittlichen Benutzer zugänglich zu gestalten.

Es wäre lächerlich, jemandem, der programmieren kann, irgendwelche Bildchen anzubieten. Der macht das mit seinen kurzen Programmbefehlen eleganter, schneller, effektiver und wahrscheinlich auch lustvoller. Während wir aber gleichzeitig in fast allen anderen Lebenssituationen Laien sind, also jeder Mensch ist fast immer Laie, nur in seinem eigenen Berufsfeld eben nicht. Man muss deshalb den gleichen Gegenstand mit einer unterschiedlichen logischen Tiefe behandeln. Entsprechend unterschiedlich sind die Anforderungen an das Interface-Design.

Der Multi-Perspektiven-Ansatz zur Digitalen Adoption (MPADA) kombiniert verschiedene Modelle, um eine umfassende Sichtweise zu erhalten. Er betrachtet die digitale Adoption nicht nur als technologische Herausforderung, sondern auch als sozialen, kulturellen und individuellen Prozess.

In der technologischen Dimension geht es um die Alltagstauglichkeit. Tools müssen schnell anwendbar sein.

In Fragen der Organisation steht eine Kultur des Experimentierens, Lernens und Anpassens im Vordergrund. en, wie Veränderungen auf organisatorischer Ebene gefördert und unterstützt werden können.

Die individuelle Dimension konzentriert sich auf die Akzeptanz und den emotionalen Prozess bei der Einführung neuer Technologien.

Um die digitale Adoption erfolgreich umzusetzen, sollten Unternehmen Implementierungsstrategien auf Basis der verschiedenen Dimensionen entwickeln:

1. Technologie-Einführung: Es ist wichtig, die klaren Vorteile und Alleinstellungsmerkmale der Technologie zu kommunizieren und kontinuierliche Schulungen anzubieten.

2. Kultureller Wandel: Eine offene und innovationsfreudige Kultur sollte gefördert werden, in der Mitarbeiter ermutigt werden, neue Tools auszuprobieren und Feedback zu geben.

3. Individuelle Unterstützung: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten durch gezielte Schulungen und Mentoring permanent begleitet werden.

Ausführlich hier nachzulesen.

OpenAI Entwicklerkonferenz: Sam Altman verkündet neue Anwendungen und Partnerschaften #ChatGPT

ChatGPT kann jetzt sehen, hören und sprechen. Mit der nahtlosen Integration des Bildmodells DALL-E 3 und dem neuen GPT-4 Turbo bietet OpenAI noch mehr Kontrolle und Funktionalität.

Sam Altman begrüßt uns auf der Entwicklerkonferenz von OpenAI in San Francisco mit einem Lächeln.

Er spricht über die Bedeutung der Stadt für das Unternehmen und die Branche. Er teilt die Aufregung über das Wachstum, das noch bevorsteht.

Vor einem Jahr, am 30. November, startete OpenAI ChatGPT als „unauffällige Forschungsvorschau“. Das Ergebnis? Ein voller Erfolg. Im März folgte GPT-4, das leistungsstärkste Modell der Welt. In den letzten Monaten kamen weitere Funktionen hinzu, sodass ChatGPT nun sehen, hören und sprechen kann.

Die neueste Errungenschaft? Das Bildmodell DALL-E 3 lässt sich nahtlos in ChatGPT integrieren. Für Unternehmenskunden gibt es ChatGPT Enterprise, das Unternehmenssicherheit und Datenschutz, schnelleren GPT-4-Zugang, längere Kontextfenster und vieles mehr bietet.

Heute nutzen etwa 2 Millionen Entwickler die API von OpenAI für eine Vielzahl von Anwendungsfällen. Mehr als 92 Prozent der Fortune-500-Unternehmen setzen auf ihre Produkte. Und ChatGPT hat etwa hundert Millionen wöchentlich aktive Nutzer.

Das Beeindruckende daran? All das wurde ausschließlich durch Mundpropaganda erreicht. Die Menschen finden die Produkte nützlich und erzählen es weiter.

Altman zeigt ein Video, in dem Menschen erzählen, wie sie ChatGPT in ihrem Alltag nutzen – von Hausaufgaben bis zur Ernährungsberatung. . Altman spricht über eine Reihe von Verbesserungen, die auf dem Feedback der Entwickler basieren. Er stellt GPT-4 Turbo vor, ein neues Modell, das viele der gewünschten Funktionen erfüllt.

GPT-4 Turbo unterstützt bis zu 128.000 Kontext-Tokens, das sind 300 Seiten eines Standardbuchs, 16 Mal länger als der 8k-Kontext von GPT-4. Es bietet mehr Kontrolle über die Antworten und Ausgaben des Modells. Es kann auf Wissen aus externen Dokumenten oder Datenbanken zugreifen und hat Wissen über die Welt bis zum April 2023.

Neue Modalitäten werden in die API aufgenommen, darunter DALL-E 3, GPT-4 Turbo mit Vision und ein neues Text-to-Speech-Modell. Mit diesem Modell können Entwickler aus Text unglaublich natürlich klingende Audiosignale erzeugen.

Altman spricht auch über Anpassungen. Die Feinabstimmung hat bei GPT-3.5 sehr gut funktioniert und wird nun auf die 16K-Version des Modells ausgeweitet. OpenAI stellt auch ein neues Programm namens Custom Models vor, bei dem die Forscher eng mit einem Unternehmen zusammenarbeiten, um ein benutzerdefiniertes Modell zu erstellen.

„Copyright Shield“ ist ein Versprechen von OpenAI, seine Kunden bei Auseinandersetzungen zu unterstützen, sollte es zu Urheberrechtsverletzungen kommen – eine Zusage, die das Vertrauen in die Produkte ChatGPT Enterprise und die API signifikant stärken dürfte. In einer Welt, in der rechtliche Komplexitäten oft Innovationen lähmen können, stellt dies eine Art Rettungsschirm dar, unter dem kreative Geister unbeschwert experimentieren und erschaffen können.

Die Verbindung von OpenAI und Microsoft, verdeutlicht durch den Auftritt von Microsoft-CEO Satya Nadella, wirft ein Schlaglicht auf die Zukunft der KI-Entwicklung. Nadella betonte die Bedeutung einer Infrastruktur, die mit der Schnelllebigkeit der KI-Innovationen Schritt hält, und beteuerte Microsofts Engagement, als Plattform für Entwickler zu fungieren, um die KI-Vorteile breit zu streuen.

Veronika Grimm ist seit April 2020 Mitglied des Sachverständigenrates. Sie ist Professorin für Volkswirtschaftslehre und Inhaberin des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftstheorie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie ist Vorsitzende der Wissenschaftlichen Leitung des Energie Campus Nürnberg (EnCN) und Direktorin des Laboratory for Experimental Research Nuremberg (LERN). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Energiemärkte und Energiemarktmodellierung, Verhaltensökonomie, soziale Netzwerke sowie Auktionen und Marktdesign. Am Energie Campus Nürnberg leitet sie den Forschungsbereich „Energiemarktdesign“. Veronika Grimm ist in zahlreichen Gremien und Beiräten aktiv, unter anderem im Nationalen Wasserstoffrat der Bundesregierung, im Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), in der Expertenkommission zum Monitoringprozess „Energie der Zukunft“ am BMWK, im Zukunftskreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), im Sachverständigenrat für Verbraucherfragen (BMJV) sowie im Energy Steering Panel des European Academies' Science Advisory Council (EASAC). Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre und der Soziologie an den Universitäten Hamburg und Kiel promovierte sie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Anschließend war Veronika Grimm an der Universidad de Alicante und der Universität zu Köln tätig und verbrachte längere Forschungsaufenthalte an der Université libre de Bruxelles und der Université Catholique de Louvain in Louvain la Neuve.

Wettbewerbsfähigkeit in Zeiten geopolitischer Veränderungen: Was wohl heute im Jahresgutachten des Sachverständigenrates im Vordergrund steht? @GrimmVeronika @umalmend @MonikaSchnitzer @AchimTruger @MartinWerding

Energiekrise, Gasknappheit, Inflation und die Folgen der Corona-Pandemie prägten das Jahresgutachten der Wirtschaftsweisen im vergangenen Jahr. Also beispielsweise die verstärkte Aufmerksamkeit für Themen wie Logistik und Lieferkettenmanagement, die in den vergangenen Jahren aufgrund von Ereignissen wie Produktionsengpässen oder Blockaden von Containerhäfen in China und im Suezkanal in den Vordergrund gerückt sind.

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm erklärte im Sohn@Sohn-Adhoc-Interview im November 2022, dass sich die Lieferkettenproblematik inzwischen entspannt habe, aber dass es dennoch wichtig sei, die Abhängigkeiten von bestimmten Ländern, insbesondere China, zu reduzieren. Sie betonte die Notwendigkeit einer Diversifizierung der Lieferbeziehungen und einer stärkeren Produktion in der Europäischen Union.

Grimm sprach auch über die Bedeutung von Handelsbeziehungen und Kooperationen mit verschiedenen Ländern, einschließlich Entwicklungsländern. Sie bekräftigte, dass es wichtig sei, wirtschaftliche, außenpolitische und entwicklungspolitische Aspekte zu berücksichtigen und Partnerschaften zum beidseitigen Vorteil einzugehen. Grimm unterstreicht die Bedeutung von Investitionssicherheit und Investitionsgarantien sowie die Notwendigkeit besserer Daten und Überwachungssysteme, um Ungleichgewichte im Weltmarkt frühzeitig zu erkennen.

Es sei wichtig, die Wirtschafts-, Außen- und Entwicklungspolitik zu integrieren und neue Handelsbeziehungen aufzubauen, um Stabilität und Wohlstand zu gewährleisten.

In der aktuellen Situation sei es essentiell, verstärkt auf die Überwachung der Lieferketten, Diversifizierung und Ausbau der Lagerhaltung zu setzen. Grimm sieht die Umsetzung dieser Maßnahmen als realistisch an, während andere Vorschläge wie die Diversifizierung der Lieferbeziehungen mehr Zeit und Partnerschaften im Ausland erfordern würden. Ein weiteres Thema ist die Produktion von Photovoltaik-Panels, die zu 95% in China stattfindet. Grimm weist darauf hin, dass es schwierig ist, diese Abhängigkeit zu ändern, da es nur wenige Unternehmen gibt, die diese Technologie beherrschen. Grimm weist auf die Entwicklung in den USA hin, wo ein massives Förderprogramm für klimafreundliche Technologien gestartet wurde.

Dies könnte dazu führen, dass Produktionskapazitäten und Rohstoffe in die USA verlagert werden, was Auswirkungen auf deutsche Unternehmen haben könnte. Grimm betont die Notwendigkeit, die Transformation in Deutschland zu beschleunigen, um Investitionen und Kapazitäten im Land zu halten. Grimm fordert eine beschleunigte Transformation und klare politische Rahmenbedingungen, um Investitionen zu fördern. Privates Kapital sei vorhanden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Grimm spricht auch über die Bedeutung des Recyclings und der Kreislaufwirtschaft. Sie sieht die Innovationskraft und das Potenzial des deutschen Mittelstands in diesem Bereich. Grimm erwähnt laufende Projekte zur Nutzung von Reststoffen und Recycling in verschiedenen Branchen. Sie betont die Recycling und Kreislaufwirtschaft können dazu beitragen, Emissionen zu reduzieren und Ressourcen effizienter zu nutzen. Abschließend nennt Grimm zwei wichtige Aufgaben für die Bundesregierung: die Reduzierung von Abhängigkeiten, insbesondere von China, und die Stärkung von Bildung und Zuwanderung, um Deutschland attraktiv zu machen und die Innovationskraft des Landes zu fördern.

Mal schauen, was im neuen Jahresgutachten steht. Es wird heute dem Bundeskanzler überreicht und um 14:30 Uhr der Presse vorgestellt.

14:30 Uhr    Vorstellung des Jahresgutachtens 2023/24 – Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schnitzer, Prof. Dr. Veronika Grimm, Prof. Dr. mult. Dr. h.c. Ulrike Malmendier, Prof. Dr. Achim Truger, Prof. Dr. Martin Werding
white concrete building

Kampf gegen Camouflage: Das wahre Gesicht von Unternehmen – Livetalk mit Christoph Salzig auf der #ZukunftPersonal in #Köln

Direkt aus dem pulsierenden Herzen von Köln, der Heimat des 1. FC Köln, berichteten wir live von der Fachmesse Zukunft Personal. Im Gegensatz zu meinem Heimatverein Hertha BSC, spielt der Kölle noch in der 1. Bundesliga. An Stand F 42 stand Christoph Salzig, ein Mann, der keine Angst vor klaren Kanten hat.

„Was machst du zur Zeit, Christoph?“ frage ich. „Ich bin hier auf der Messe, um einen Kunden zu betreuen, der eine Studie vorgestellt hat. Ansonsten mache ich das, was ich immer mache: Ich beschäftige mich mit Kommunikation und versuche, Menschen, Unternehmen und Organisationen authentisch darzustellen. Wenn das nicht passt, gibt es für uns viel zu tun. Und das macht mir immer noch viel Freude.“

Christoph ist kritisch gegenüber der Social-Media-Kommunikation. „Es ist austauschbar geworden. Wenn wir heute auf LinkedIn schauen, sehen wir immer wieder die gleichen Selfies und Erfolgsmeldungen. Aber wenn man genauer hinschaut, sieht man oft, dass ein Ölwechsel dringend nötig wäre.“

Er findet es bedauerlich, dass die Realität in Unternehmen oft von der Darstellung in den sozialen Medien abweicht. „Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Entfernung von dem, was tatsächlich im Unternehmen passiert, zu groß ist. Und das finde ich sehr bedauerlich.“

Christoph sieht alte Strukturen und Machtverhältnisse, die sich schon vor Jahrzehnten etabliert haben, immer noch in Unternehmen. „Es ändert sich natürlich schon etwas, aber wenn man genauer hinschaut, sieht man wieder alte Muster.“

Er spricht auch über die junge Generation, die in die Arbeitswelt eintritt. „Sie wollen wissen, warum sie das tun und in welches Umfeld sie kommen. Sie wollen wissen, welche Aufgabe das Unternehmen in der Gesellschaft sieht.“

Christoph spricht über das Thema Vertrauenskommunikation und Glaubwürdigkeit. „Es spielt eine Rolle, wenn man erkennt, dass es einen Gegensatz zwischen dem, wie sich ein Unternehmen nach außen darstellt, und dem, was im Inneren passiert.“

Er kritisiert, dass Unternehmen oft mit Begriffswolken und Feigenblättern hantieren, um von der Realität abzulenken. „Ich glaube, dass es wichtig ist, eine klare Haltung zu haben und auch Schwäche zu zeigen. Das gehört dazu, wenn wir über Authentizität reden.“

Christoph sieht die Notwendigkeit für Unternehmen, Möglichkeiten zu schaffen, damit der direkte Kontakt zwischen den Mitarbeitenden auf allen Ebenen und über alle Abteilungen hinweg möglich bleibt. „Ich glaube, dass das Commitment der Mitarbeitenden höher ist, wenn sie die Haltung des Unternehmens klar erkennen können.“

Er spricht auch über die Vorteile von dezentraler Arbeit und die Notwendigkeit, soziale Kontakte zu pflegen. „Ich glaube, dass wir aufgefordert sind, flexiblere Arbeitsumgebungen zu schaffen und die Wege zu verkürzen.“

Einfach implementiert: Der IoT-Energiemonitor #ImpactFestival

Direkt vom Impact Festival in Offenbach berichtete ich über ein innovatives Unternehmen, das wichtig werden wird für die Energiewende. An meiner Seite stand Andreas Feiler, Geschäftsführer von PSsystec. Sein Unternehmen hat einen IoT-Energiemonitor entwickelt, ein System, das Energiedaten erfasst. Doch wie funktioniert das genau?

Die Besonderheit der Lösung liegt in ihrer nicht-invasiven Sensorik. Sie wird direkt an den Verbraucher angeklemmt, ohne in die bestehende Elektrik einzugreifen. Die erfassten Energiedaten werden dann an die Cloud-Plattform der Telekom, die Cloud of Things, übermittelt. Das spart im Vergleich zu vielen anderen Lösungen Verkabelungsaufwand und beschleunigt die Montage und Installation des Systems.

Unternehmen fragen oft, ob die Implementierung einer solchen Technik den Betrieb stört. Die Antwort ist ein klares Nein. In der Vergangenheit haben viele Unternehmen vor hohen Investitionen und Ausfallzeiten zurückgeschreckt. Doch diese Zeiten sind vorbei.

Heutzutage geht es vor allem darum, viele Messpunkte aufzunehmen. Unternehmen wollen den Verbrauch ihrer Beleuchtung, Maschinen und Lüftungsanlagen kennen – und das nicht nur einmal im Jahr, sondern dauerhaft. Nur so können sie notwendige Optimierungen durchführen. PSsystec nutzt moderne Funktechnologien, um Energiedaten schnell zu implementieren und zu skalieren. Denn nur wer misst, kann sich verbessern.

Die Energieüberwachung in Unternehmen ist ein komplexes Thema. Es geht nicht nur um die Überwachung von Heizung und Außentemperatur, wie im Privathaushalt. Unternehmen müssen Schichtbetrieb, Stoßzeiten, Gebäudemanagement und Ladestationen berücksichtigen. Die Themenvielfalt ist immens.

Das Bewusstsein für Energieverbrauch und -management ist in den vergangenen Jahren gestiegen, nicht zuletzt durch die Energiekrise und die Diskussionen um Gasimporte.

Die gute Nachricht ist, dass die Intelligenz in der Cloud hinterlegt ist. Die Cloud-Lösung unterstützt Unternehmen bei der Analyse der Daten und ermöglicht Optimierungen. Die Daten werden live in die Cloud übertragen und sind dort jederzeit verfügbar.

Die größte Nachfrage kommt aus dem Einzelhandel, der Industrie und dem Gewerbe. Besonders Unternehmen mit vielen Liegenschaften profitieren von der Funklösung. Aber auch der öffentliche Dienst zeigt Interesse.

Die Implementierung ist einfach und schnell. Pro Messpunkt dauert es nur etwa drei Minuten. Die nicht-invasive Sensorik wird einfach über die stromführenden Leiter im Verteilerkasten geklemmt und schon ist man fertig.

Nachhaltigkeit und Förderung: Smarte Lösungen für energieeffizientes Heizmanagement #SchubkraftTV

„Herzlich willkommen aus dem pulsierenden Herzen Kölns, wo das digitale Festival in vollem Gange ist. Wir befinden uns im Schubkraft TV Studio, eingebettet im belgischen Viertel an der Venloer Straße 24. An meiner Seite steht Benjamin Köhler von Betterspace, einem Unternehmen, das sich auf intelligentes Energiemanagement spezialisiert hat. Ihr Ziel? Heizkosten sparen, so einfach wie möglich“, so meldete ich mich auf der Digital X in Kölle.

Die Energiekrise des vergangenen Jahres hat uns alle aufgerüttelt. Selbst Bundesbehörden mussten sich mit der Frage auseinandersetzen, wie sie Heizkosten einsparen und den Energieverbrauch senken können. Betterspace bietet hier Lösungen an. Sie ersetzen bestehende Thermostate durch intelligente Heizkörperthermostate, die in ihre Software eingebunden sind.

Besonders im Gebäudemanagement ist das Potenzial enorm. Doch bei vielen Liegenschaften kann man leicht den Überblick verlieren. Hier kommt das Monitoring ins Spiel. Betterspace hat Kunden mit über 1000 Thermostaten, alle im Blick. Sie sehen Temperaturverläufe, erkennen, welches Gerät online ist und wo es möglicherweise Fehler gibt. So bieten sie eine professionelle Energiemanagementlösung für Heizkörper, insbesondere für Nicht-Wohngebäude im B2B-Bereich.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Datenmanagement. Betterspace gibt Empfehlungen, wie man es besser machen kann. Sie kümmern sich um das gesamte Datenmanagement im Gebäude und bieten ihren Kunden eine Plug-and-Play-Lösung.

Die Nachfrage nach solchen Lösungen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, nicht zuletzt durch die Debatte um das GEG. Aber auch die steigenden Energiepreise, Themen wie Nachhaltigkeit und CO2-Einsparung spielen eine Rolle.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Förderung. Es gibt verschiedene Förderprogramme von Bund, Ländern und Kommunen und sogar der Europäischen Union. Betterspace unterstützt seine Kunden bei der Beantragung dieser Fördermittel und arbeitet dabei eng mit Partnern wie der Telekom und Schubkraft zusammen.

Fragwürdige TV-Einschaltquoten, SAP-Experte als wichtigster Influencer der Welt und Putin als Feind der EU: Die drei erfolgreichsten ichsagmal.com-Storys im Oktober

Der ichsagmal.com-Blog erfreut sich großer Beliebtheit. Vielleicht liegt es an den Frustrationen, die viele User zur Zeit mit den von gelangweilten amerikanischen Milliardären geschaffenen Plattformen erleben. Also eher mit den Eskapaden von Vulgärkapitalisten, die den Staat scheiße finden, am liebsten eigene Inseln als fiskalisches Imperium erstreben und sich Blut junger Menschen spritzen lassen, um das ewige Leben mit ganz viel Geld zu erkaufen. Beispielhaft der Hilferuf von Martin Fehrensen:

„Irgendwie passt bislang keine Plattform zu dem, wie ich mich gern im Netz bewege. Instagram ist mir zu visuell, LinkedIn zu Business-lastig, TikTok keine Option, Mastodon zu nischig, Bluesky mini und schon jetzt voll mit Vibes, die ich bereits bei Twitter nervig fand. Was also tun? Trotzdem einfach überall etwas hinwerfen und schauen, was kleben bleibt? Schließlich bin ich ja darauf angewiesen, dass ich als Indie-Journalist wahrgenommen werde.“

Er zitiert einen Ratschlag von Lenny Rachitsky:

„Wachstum entsteht durch die Veröffentlichung von etwas Wertvollem, das die Leute mit ihren Freunden und Kollegen teilen wollen, immer und immer wieder.“ So einfach und doch so schwierig. Es gibt dafür keine Geheimformel. Ich sehe das an den Storys mit den höchsten Zugriffszahlen. Google informiert mich monatlich darüber und ich werde das jetzt regelmäßig mit Euch teilen. Hier die drei Top-Storys, die im Oktober am besten gelaufen sind. Darunter ist auch ein Blogpost aus dem Frühsommer. Er entwickelt sich zu einem Dauerbrenner. Die Geschichte über den SAP-Experten Torben Mauch. In der ewigen Tabelle führt immer noch folgende Geschichte: Radikalenfänger machen gesund: Trinke ab sofort jeden Tag einen Ingwer-Cocktail.

Gefolgt von:

Tabellen-Erster im Oktober ist aber eine andere Geschichte. Auch ein Dauerbrenner. Es geht um die Messung der TV-Einschaltquten.

Die Einschaltquoten-Meldungen der TV-Sender sind allgegenwärtig. Doch wer steckt eigentlich hinter der willkürlichen Abgrenzung der werberelevanten Zielgruppe? Ein Blick auf den ehemaligen RTL-Chef Helmut Thoma und seine vermeintliche Vermarktungsstrategie. Erfahrt, wie Milliarden Euro für Fernsehwerbung auf fragwürdigen Quoten basieren. Ein Bericht über die Schimäre der Einschaltquoten.

Platz 2: SAP-Experte Torben Mauch ist einer der Top 5 Local Guides weltweit und hat Millionen von Aufrufen für seine Bilder erhalten. Obwohl er in der Welt der Influencer kaum bekannt ist, betrachtet er seine Tätigkeit als reines Hobby und lässt sich von der Berichterstattung über andere Influencer auf Instagram und Co. nicht beeindrucken. Für ihn geht es darum, mit Google zusammenzuarbeiten und eine Plattform zu schaffen, auf der er seine Leidenschaft für das Entdecken und Fotografieren von Städten und Geschäften ausleben kann. Dabei ist er sich bewusst, wie Gamification und Anreizsysteme funktionieren und wie wichtig es ist, dass Mitarbeiter Spaß an Veränderungsprozessen und Projekten haben.

Mauch nutzt Google Maps, um systematisch Städte zu erkunden und Bilder hochzuladen. Er hat bereits in über 40 Ländern Fotos gemacht und kennt sich bestens mit den verschiedenen Funktionen der Applikation aus. Dabei geht es ihm nicht nur um den Einzelhandel, sondern auch um Kultur, Museen und Sehenswürdigkeiten. Er erstellt Listen und teilt seine Erfahrungen mit anderen Nutzern. Sein Ziel ist es, Menschen dazu zu inspirieren, ihre Stadt oder Region aus einer neuen Perspektive zu entdecken.

Mauch genießt es, neue Orte zu erkunden und seine Erfahrungen mit anderen zu teilen. Dabei ist er sich bewusst, dass seine Bilder und Bewertungen Einfluss auf das Konsumverhalten anderer Menschen haben können. Er achtet darauf, qualitativ hochwertige Bilder zu machen und respektiert die Privatsphäre von Geschäftsinhabern. Mauch sieht Parallelen zwischen seiner Tätigkeit als Local Guide und seiner Arbeit als SAP-Berater. Beide Bereiche erfordern ein tiefes Verständnis für Veränderungsprozesse und die Fähigkeit, mit unterschiedlichen Menschen und Kulturen umzugehen. Er schätzt die Vielfalt der SAP-Community und die Möglichkeit, von anderen zu lernen. Mauch ist ein Verfechter des lebenslangen Lernens und glaubt, dass Spaß und Leidenschaft entscheidend für den Erfolg von Lernprozessen sind.

Abschließend gibt Mauch Tipps für diejenigen, die selbst Local Guides werden möchten. Er betont, dass es wichtig ist, Spaß am Fotografieren und Entdecken neuer Orte zu haben. Es geht nicht darum, berühmt zu werden, sondern darum, seine Stadt oder Region aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Mauch ermutigt die Menschen, ihre eigenen Listen zu erstellen und ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen. Er betont, dass es in erster Linie um den Spaß und die Leidenschaft für das Entdecken geht.

Mauch ist stolz darauf, Teil der Google Maps-Community zu sein und einen Beitrag zur Verbesserung der Applikation zu leisten. Er sieht sich nicht als Influencer im herkömmlichen Sinne, sondern als jemanden, der seine Leidenschaft für das Entdecken und Fotografieren von Städten und Geschäften teilt. Sein Ziel ist es, Menschen dazu zu inspirieren, ihre Umgebung aus einer neuen Perspektive zu betrachten und neue Orte zu entdecken. Mauch ist ein echter Influencer, der durch seine Leidenschaft und sein Engagement andere Menschen beeinflusst.

Platz 3: „Wir waren Traumtänzer!“ Klartext von Herfried #Münkler im großen Interview @wiwo über den Terror der #Hamas in #Israel, Russlands Krieg gegen die #Ukraine – und ob Europa bald nur noch ein Zaungast der Weltgeschichte sein wird.

In meinem Beitrag geht es auch um die Europakonferenz der Willi-Eichler-Akademie in Berlin, die sich mit den geopolitischen Herausforderungen auseinandersetzte:

Der Publizist Robert Misik diskutierte in einer Session über die Krisen des neuen Europa – ein breites und komplexes Thema. Die Krisen, die Misik anspricht, sind vielfältig. Sie reichen von der Gereiztheit und dem Populismus in unseren pluralistischen Demokratien bis hin zum rechten Extremismus. Misik spricht auch die geopolitische Krise an, die durch Russlands Überfall auf die Ukraine entstanden ist.

Misik stellt die Frage, ob wir genug auf das geachtet haben, was in Russland passiert. Er spricht von einer Radikalisierung und einer Tendenz zum Autoritarismus und Revanchismus, die bis hin zu faschistoiden und faschistischen Ideologien reicht. Misik fragt, ob wir Warnungen aus osteuropäischen Gesellschaften, die näher an Russland dran sind, ignoriert haben.

Er fragt, ob wir genug Interesse an den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in Ländern wie Polen, Tschechien, der Slowakei und der Ukraine gezeigt haben.

Misik betont die Notwendigkeit von außenpolitischen Visionen und Utopien. Er sagt, dass die Kompetenz in der Außenpolitik in den letzten 30 bis 40 Jahren abgenommen hat und dass es an Visionen und Utopien fehlt.