Europa am Kipppunkt der KI-Ära – Sam Altman und Mathias Döpfner eröffnen die politische Debatte über Souveränität, Freiheit und die Zukunft des Menschen

Mit der Premiere seines neuen Gesprächsformats „MD MEETS“ legt Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner die Latte hoch: Kein Politiker, kein Showgast – sondern Sam Altman, der mächtigste KI-Architekt der Gegenwart, CEO von OpenAI. In 45 Minuten sprechen die beiden über nichts Geringeres als das Schicksal Europas, den Sinn des Fortschritts und die Frage, ob der Mensch in der Ära künstlicher Intelligenz überlebt – moralisch, ökonomisch und kulturell.

Dieser Podcast ist mehr als Medienunterhaltung. Es ist eine politische Zäsur. Döpfner, einer der wichtigsten publizistischen Köpfe Europas, trifft den Entwickler jener Technologie, die unsere Demokratien, Arbeitsmärkte und Wahrheitsbegriffe zugleich beflügelt und bedroht. Der Springer-Chef fragt, Altman antwortet – und im Subtext steht die neue Weltordnung der Intelligenzsysteme.

Europas letzte Chance

„Europa darf nicht Weltmeister der Regulierung werden“, warnt Altman. Der Satz klingt technokratisch, ist aber Sprengstoff. In Wahrheit sagt er: Wenn Europa weiter bremst, wird es von der Landkarte der Innovation verschwinden. Altman kündigt den Aufbau einer „OpenAI-Souverän-Cloud für Deutschland“ an – gemeinsam mit SAP und Microsoft. Eine strategische Kampfansage an die digitale Abhängigkeit vom Silicon Valley und zugleich ein Testfall für Europas Selbstbehauptung im Zeitalter der KI.

Döpfner legt den Finger auf die Wunde: Europas Regierungen verteidigen Datenschutz, aber verlieren den Anschluss. Altman kontert höflich, aber bestimmt – KI sei längst weiter, als die meisten wüssten. „Wir haben Systeme, die unsere klügsten Menschen in den schwersten intellektuellen Disziplinen schlagen“, sagt er. Der Satz ist so beiläufig wie beunruhigend. Er beschreibt das Ende des kognitiven Monopols des Menschen – und den Beginn eines Wettlaufs zwischen technologischer Geschwindigkeit und politischer Trägheit.

Arbeit, Würde, Kontrolle

Döpfner fragt nach den Jobs der Zukunft. Altman antwortet, als sähe er in Zeitlupe zu, wie sich eine Zivilisation neu ordnet: „Kurzfristig wird KI viele Jobs zerstören. Langfristig werden völlig neue entstehen.“ Es ist die klassische Fortschrittsformel – und doch schwingt Skepsis mit. Die Frage, was bleibt, wenn Maschinen denken, berühren, komponieren, ist keine ökonomische mehr, sondern eine anthropologische. Altman glaubt an das „unerschöpfliche Bedürfnis des Menschen, gebraucht zu werden“. Eine tröstliche These, die aber zur Nagelprobe wird, wenn ganze Branchen automatisiert werden – von der Anwaltschaft bis zur Redaktion.

Gerade letzteres führt zum Kern des Gesprächs: der Zukunft des Journalismus. Altman erkennt die Paradoxie seiner eigenen Schöpfung: ChatGPT ist zugleich Werkzeug und Risiko für die Öffentlichkeit. „Ich wäre traurig, wenn KI den Journalismus zerstört“, sagt er. Aber er weiß auch, dass sie ihn verwandeln wird. Döpfner bringt das Prinzip auf den Punkt: „Ohne Vergütung für Inhalte trocknet das System aus – dann gibt es nichts mehr, was sich ‚scrapen‘ lässt.“ Eine präzise Beschreibung des neuen Urheberkriegs zwischen Maschine und Medium.

Der neue Prometheus

Philosophisch wird es, als Döpfner Harari und Oscar Wilde zitiert: Wird der Mensch zum Gott? Will Sam Altman ewig leben? Seine Antwort ist überraschend nüchtern: Nein. Ewigkeit sei kein Ziel, sagt er, sondern ein Irrtum. Fortschritt brauche Erneuerung, Sterblichkeit, Übergang. Altman träumt vom Leben als Landwirt, wenn die KI seine Arbeit übernimmt – der Schöpfer, der sich selbst abschafft. Das ist mehr als Anekdote. Es ist ein modernes Gleichnis: Der neue Prometheus will nach der Erleuchtung zurück in den Ackerboden.

Doch zwischen Technikglaube und Natursehnsucht bleibt die offene Frage: Wer kontrolliert die Schöpfung? Altman denkt in geopolitischen Kategorien. KI, sagt er, werde Kriegsführung, Propaganda und Machtbalance grundlegend verändern. Wenn „ein böser Akteur“ Zugang zu Superintelligenz habe, könne er ganze Systeme destabilisieren. Die Konsequenz: globale Governance, ähnlich der nuklearen Rüstungskontrolle. Der Vergleich ist nicht zufällig. KI ist längst eine strategische Waffe – unsichtbar, allgegenwärtig, unkontrolliert.

Freiheit im Zeitalter der Antwortmaschinen

Döpfner und Altman verhandeln schließlich, was auf dem Spiel steht: die Freiheit des Wortes. Für Altman ist sie „einer der schwierigsten, aber zentralsten Werte der westlichen Zivilisation“. Für Döpfner ist sie Geschäftsgrundlage und Überzeugung zugleich. Beide wissen: Wenn Wahrheit von Algorithmen berechnet wird, wird Journalismus zur Gegenmacht – oder verschwindet.

Altman plädiert für neue ökonomische Modelle: Mikropayments für Inhalte, faire Vergütung für journalistische Recherche, eine Rückkopplung von digitalem Nutzen und menschlicher Arbeit. Eine Idee, die Döpfner offen aufnimmt. Der Verleger und der Entwickler eint die Einsicht, dass Information eine Ressource ist, die sich nur dann erneuert, wenn sie einen Wert behält.

Der wahre Inhalt

Die Premiere von „MD MEETS“ ist deshalb mehr als ein Medienereignis. Sie markiert den Moment, in dem KI, Medien und Politik ihre gemeinsamen Bruchstellen öffentlich verhandeln. Altman und Döpfner sprechen über Technologie – und meinen Zivilisation.

Für Europa ist das Gespräch eine Einladung, die eigene Zukunft nicht länger als Beobachter, sondern als Akteur zu gestalten. Wenn Döpfner Altman fragt, was er Europa rät, antwortet der nüchtern: „Reguliert die großen Risiken, aber lasst die kleinen zu.“ In diesem Satz steckt eine Doktrin für die neue Epoche – und vielleicht das letzte Zeitfenster, um nicht endgültig Zuschauer im Theater der Superintelligenz zu werden. Für Sohn@Sohn wäre es wichtig, auf eine granulare Regulierung zu verzichten. Die trifft in der Regel die Kleinen und nicht die Großen, gell Herr Voss…..

#ChatGPT, Schumpeter und der telautophonische Alltagsberater @Kroker

Schon vor über 100 Jahren war klar, dass die Menschen der drahtlosen Zeit überall mit ihrem Empfänger herumgehen werden, der irgendwo, im Hut oder anderswo angebracht und auf eine der Myriaden von Vibrationen eingestellt sein wird, mit der er gerade Verbindung sucht, so die Prognose des Wissenschaftsautors Robert Stoss, die er 1910 zu Papier brachte: „Einerlei, wo er auch sein wird, er wird bloß den Stimm-Zeiger auf die betreffende Nummer einzustellen brauchen, die er zu sprechen wünscht, und der Gerufene wird sofort seinen Hörer vibrieren oder das Signal geben können, wobei es in seinem Belieben stehen wird, ob er hören oder die Verbindung abbrechen will.“ 

Wenn aber dieser Apparat erst so vervollkommnet sein werde, dass auch der gewöhnliche Sterbliche sich seiner wird bedienen können, dann werden dessen Lebensgewohnheiten dadurch noch weit mehr beeinflusst werden, als sie dies schon jetzt durch die Einführung des gewöhnlichen Telephones geworden sind. Stoss sprach von der Aufhebung von Raum und Zeit, von den Möglichkeiten der drahtlosen Verbrechensbekämpfung, einer fabelhaften Umgestaltung von Urlaubsreisen und der telautophonischen Modeberatung. 

Staufrei durch SIRI und Co. 

Mit dem Spracherkenner SIRI war bereits ein Hype ausgelöst worden, so die Smart Service-Bloggerin Manja Baudis : „Der persönliche Assistent auf dem Smartphone – bedienbar auch per gesprochener Sprache – ist wohl einer der mobilen Trends der letzten Monate.“ Mittlerweile gibt es zahlreiche sprachgesteuerte Dienste, die immer leistungsfähiger werden.

Es ist die Vision eines virtuellen Concierge, möglichst in Verbindung mit einer personalisierten Computerwolke, der uns auf Schritt und Tritt begleitet, rund um die Uhr unterstützt, unsere Bedürfnisse kennt, uns informiert, an Termine erinnert, rechtzeitig aus den Betten scheucht und gekonnt an einem Stau vorbei manövriert. Es muss ein vertrauenswürdiges und lernfähiges Assistenzsystem sein, sollte sich auf das Wesentliche konzentrieren und mich von Alltagsaufgaben entlasten. Erst dann kann man von einem Concierge in der Westentasche sprechen.

Entscheidend ist die Verfügbarkeit und Güte der virtuellen Concierge-Dienste. Bei einem Gesundheits-Assistenten darf es keine Abstürze geben, die heute noch an der Tagesordnung sind. Was Chatbots leisten, wird sich in den nächsten Jahren erweisen. Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine genießt nach einem Bericht von Michael Kroker besondere Aufmerksamkeit: „Das hat sich auch in der vergangenen Woche gezeigt, als das amerikanische Start-up OpenAI seinen neuartigen Chatbot ChatGPT auf seiner Webseite frei zugänglich schaltete – und einen weltweiten Hype auslöste.“

Die Verbindung von leistungsfähigem Sprachmodell mit gigantischen Datenmengen sorge dafür, dass ChatGPT so gut in der Breite funktioniert.

Individuelle oder personalisierte Anwendungen wären dann der nächste Schritt. So ein System muss dann mein persönlicher Concierge werden, der mich auf gute Himbeermarmelade, Neuerscheinungen zu Roland Barthes, Innovationstheorien, Konzerte und dergleichen hinweist sowie das Management komplett übernimmt – von der Buchung von Konzertkarten bis zu blöden Behördengängen oder das Versendungen von Dokumenten.

Bei meinen ersten Gehversuchen mit ChatGPT sind die Ergebnisse bei der Kontexterfassung schon erstaunlich gut: Folgender Dialog zu Schumpeter hat sich entwickelt. Bei der letzten Frage sieht man dann Grenzen der Anwendbarkeit.

Was beinhaltet die Innovationstheorie von Schumpeter?

Die Innovationstheorie von Schumpeter ist ein wichtiger Teil der Wirtschaftstheorie, der sich mit der Rolle von Innovationen in der wirtschaftlichen Entwicklung befasst. Schumpeter betrachtet Innovationen als die treibende Kraft hinter wirtschaftlichem Wandel und Wachstum. Er argumentiert, dass Unternehmer und Unternehmen, die in der Lage sind, neue Produkte, Verfahren und Märkte zu schaffen, einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten. Durch ihre Innovationsbemühungen können sie Wettbewerbsvorteile erzielen und die Wirtschaft voranbringen. Schumpeters Theorie geht davon aus, dass Innovationen immer von Unternehmern getrieben werden und nicht durch staatliche Planung oder Regulierung erfolgen.

Welche Rolle spielt dabei der Staat?

Schumpeters Innovationstheorie geht davon aus, dass Innovationen immer von Unternehmern getrieben werden und nicht durch staatliche Planung oder Regulierung erfolgen. Der Staat spielt demnach keine aktive Rolle bei der Förderung von Innovationen. Stattdessen sieht Schumpeter die Hauptaufgabe des Staates darin, einen Rahmen zu schaffen, in dem Unternehmen ungehindert neue Ideen entwickeln und umsetzen können. Dazu gehört beispielsweise die Schaffung von günstigen Rechts- und Marktbedingungen, die es Unternehmern ermöglichen, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Insgesamt betrachtet Schumpeter den Staat also eher als passiven Teilnehmer im Innovationsprozess.

Wie relevant ist die Theorie von Schumpeter heute?

Obwohl die Innovationstheorie von Schumpeter vor über 70 Jahren entwickelt wurde, ist sie auch heute noch von großer Relevanz. Schumpeters Betrachtung der Rolle von Unternehmern und Innovationen in der wirtschaftlichen Entwicklung gilt als eine der grundlegenden Theorien der Wirtschaftswissenschaften und wird in vielen Bereichen der Wirtschaftsforschung und -praxis herangezogen. Auch heute noch spielen Innovationen eine entscheidende Rolle beim wirtschaftlichen Wachstum und Wandel, und Schumpeters Theorie bietet einen wichtigen Rahmen, um die dahinterstehenden Prozesse zu verstehen und zu analysieren.

Welche Forscher beschäftigen sich zur Zeit mit Schumpeter?

Ich bin kein Einzelner, sondern eine künstliche Intelligenz, die nicht in der Lage ist, Informationen über aktuelle Forschungstätigkeiten zu liefern, da ich keinen Zugang zu aktuellen Forschungsarbeiten und -ergebnissen habe. Mein Wissen basiert auf Informationen, die bis zum Jahr 2021 reichen, und ich kann daher keine aktuellen Entwicklungen oder Trends in der Forschung zu Schumpeters Theorie beschreiben.

Siehe auch:

Zählt zu den Lieblingsstorys: Ohne Hofrat von Kempelen kein #Alexa – Über Wundermaschinen im Wien des 18. Jahrhunderts

Wenn der Chat wirklich schummelt, sind es wohl die Maschinisten.

Was kann das Sprachmodell?

Livetalk am Mittwoch: Null Produktivitätsfortschritt nach zehn Jahren Industrie 4.0? Wir debattieren! Man hört, sieht und streamt sich :-)

„Null Produktivitätsfortschritt nach zehn Jahren Industrie 4.0“ berichtete provokativ die FAZ vor ein paar Tagen. Michael Finkler, Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbands Software und Digitalisierung, formulierte dafür pointierte Thesen. Es gebe „null Produktivitätsfortschritt nach zehn Jahren Industrie 4.0“; das heutige Produktivitätsniveau der Industrie sei auf dem Stand von 2011; die Produktivität im Maschinenbau sei trotz hoher Auslastung sogar gesunken; die breite Masse der Unternehmen sei kaum vorangekommen; statt zu organisieren und zu standardisieren sei „die Verschwendung digitalisiert“ worden. Es wurde zwar oft davon gesprochen, neue, digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, Mehrwert durch Digitalisierung zu schaffen, womöglich Plattformen auf die Beine zu stellen. Aber vielerorts ist davon nichts zu sehen. Finkler erkennt „zehn verlorene Jahre“. Deutschland habe „den Anschluss verloren in der industriellen Plattformökonomie“, während Konzerne wie Google, Microsoft oder Amazon den Aufbau von Industrie-Plattformen forcierten.

In der Fachszene ist das Meinungsbild vielschichtig:

„Wir reden von Industrie 4.0 und vielerorts haben wir noch nicht mal eine moderne IT Infrastruktur und Breitbandausbau. Ich kann nur allen Unternehmen raten, auch aus Sicherheitsgründen autark zu werden und eigene Campus-Netzwerke mit 5G und WiFi6 aufzubauen. Damit wird eine wesentliche Grundlage für Industrie 4.0 gelegt“, kommentiert Stephan Hierl, CTO Kyndryl Germany.

Professor Wolfgang Wahlster, ehemaliger Chef des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), sieht einen Vorsprung bei den Hidden Champions:

Der Begriff „Industrie 4.0“ habe sich viral ausgebreitet und werde heute auf der ganzen Welt wie „Kindergarten“ und „Autobahn“ mit Deutschland assoziiert. „Industrie 4.0 ist ein Exportschlager, der in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik rund um den Globus Aufmerksamkeit und Anerkennung erfahren hat. Damit haben wir in der Hightech-Welt erstmals wieder ein innovatives Konzept aus Deutschland international etablieren können, nachdem diese über viele Jahre meist aus Amerika oder Asien kamen“, so Henning Kagermann und Wolfgang Wahlster in einem Gastbeitrag für die FAZ.

Industrie 4.0 sei die Basis für datenbasierte Wertschöpfung, innovative Geschäftsmodelle und Organisationsformen, aber auch für neue Lösungen in Bereichen wie Energie, Gesundheit und Mobilität.

„Ökonomisch ging es initial um einen Wechsel von der traditionellen Automatisierung mit vorherbestimmtem Ergebnis hin zu lernenden und sich selbst anpassenden Maschinen und Umgebungen, die in Echtzeit auf Änderungen der Kundennachfrage sowie auf unerwartete Störungen reagieren. Damit einher geht der Schritt von der Massenproduktion zur Maßanfertigung, zur preislich konkurrenzfähigen Herstellung von individuellen, maßgeschneiderten Produkten“, betonen Kagermann und Wahlster.

Wichtig war das Versprechen von einer besseren und sinnvolleren Mensch-Maschine-Kooperation ohne Angst vor Kontrollverlust, die Schaffung von Arbeitsplätzen durch „Nearshoring“ und die Inklusion von älteren und behinderten Menschen, unterstützt durch physische und kognitive Werkerassistenzsysteme.

„Ökologisch war von Anfang an die Ressourcen- und Energieeffizienz ein zentrales Ziel: Industrie 4.0 hat das Potential, eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren, die Wirtschaftswachstum von Ressourcenverbrauch entkoppelt. Industrie 4.0 stellt den Menschen in den Mittelpunkt, und dazu gehören die gesellschaftliche und natürliche Umwelt“, so die Gastautoren der FAZ.

Der digitale Produktpass ist dafür ein gutes Beispiel:

Heute gebe es etliche „Smart Factories“, die Grundprinzipien von Industrie 4.0 umsetzen: „Plug & Produce“ und die virtuelle Inbetriebnahme neuer Anlagenteile durch den Einsatz digitaler Zwillinge, taktunabhängige Matrix-Produktionsarchitekturen mit konfigurierbaren Produktionszellen und kurzen Umrüstzeiten auch für kleinste Losgrößen mit großem Produktindividualisierungsgrad, variable Intralogistik kombiniert mit Echtzeitproduktionsplanung sowie lokationsbasierte Dienste für alle Werker, Betriebsmittel und die entstehenden Produkte. Die Positionsbestimmung in Fabrikhallen sei für mobile Systeme wie autonome Gabelstapler mit Hilfe KI-basierter visueller SLAM-Verfahren stark verbessert worden, SLAM steht dabei für „Simultaneous Localization and Mapping“. Durch GPU-Computing, die hochparallele Ausführung neuronaler Verfahren auf sehr leistungsfähigen Grafikkarten, wurde die notwendige Erkennung von Landmarken signifikant verbessert, um eine freie Navigation mobiler Roboter zu ermöglichen.

Wichtig sind wohl auch Plattformen und Open-Source-Projekt:

Wir wollen das live diskutieren in einem Sohn@Sohn Studiogespräch mit Marius Grathwohl vom Maschinenbau-Unternehmen Multivac am Mittwoch, 2. November 15:40 Uhr. Macht mit bei der Debatte.

Übertragung läuft im Multistream auf YouTube, Facebook, Twitter (@gsohn), LinkedIn (https://www.linkedin.com/in/gunnarsohn) und Twitch. Nutzt die Kommentar- und Chatfunktionen.

Man hört, sieht und streamt sich am Mittwochnachmittag:

Live um 11 Uhr: Digitaler Stillstand in der Industrie? #DigitalXStudio zum Leitartikel von @smatthes und zum KI-Buch von @Robert_Weber_

Raus aus dem Stillstand, fordert Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes in einem Kommentar seiner Zeitung.

Zu lange habe sich Deutschland auf die Vergangenheit konzentriert. Nun brauche es eine Strategie für die Zukunft.

„Die aktuelle Krise trifft auf eine strukturelle, die für die Wirtschaft ohnehin schon den größten Umbau seit dem Zweiten Weltkrieg bedeutet: Die Direkteinspritzer-Profis von VW sollen plötzlich Elektropioniere sein; Autozulieferer werden zu Softwareherstellern; und der industrielle Mittelstand, für den Innovationen noch ziemlich oft eine Schweißnaht haben, hat es nun mit Big Data zu tun“, so Matthes.

Das sei eine neue Situation für viele deutsche Unternehmen, die sich allzu oft damit zufriedengeben, bestehende Produkte und Prozesse zu optimieren. „Sie leben sehr gut von der Vergangenheit. Aber wie lange noch? Revolutionen werden derweil anderswo angezettelt. Tesla etwa ist an der Börse mehr als doppelt so viel wert wie VW, Daimler und BMW zusammen.“

„Die künftige Bundesregierung muss eine Strategie für die Industrie der Zukunft entwickeln, die etwas durchdachter ist als das, was Wirtschaftsminister Peter Altmaier schnell daheim zusammengeschrieben hat. Die Basis dafür ist ein Bildungssystem, das viel konsequenter auf die Disruptionen in den entscheidenden Zukunftstechnologien ausgerichtet ist. Gleichzeitig muss die Wissenschaft enger mit Investoren und Konzernen vernetzt werden, denn auf dieser Schnittstelle entstehen die Ideen für die milliardenschweren Geschäftsmodelle von morgen“, fordert Matthes.

Eine schöne Steilvorlage für den Industrieexperten Robert Weber aus unserem DigitalX-Redaktionsteam.

Wir diskutieren über sein neues Opus „KI in der Industrie“ und werden auf die Punkte von Sebastian Matthes eingehen.

Mitdiskutieren im Multistream über die Chat- und Kommentarfunktionen von YouTube, Facebook und Co.

Ökointelligenz in der #Kreislaufwirtschaft – Die neuen Labore und Technologien des @Fraunhofer_IWKS

In Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Forschung arbeitet und forscht das Fraunhofer IWKS an den Standorten Alzenau (Bayern) und Hanau (Hessen). IWKS steht für Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie, Zwei Gebäude wurden und werden jetzt eingeweiht, um die Forschungsarbeit in neuen Laboren und mit neuen Technologien voranzutreiben.

Da die Region über naturwissenschaftlich, materialwissenschaftlich und ingenieurtechnisch ausgerichtete Universitäten und Hochschulen verfügt, wurde mit dem Fraunhofer IWKS ein Zentrum eines Kompetenznetzwerkes für Ressourcenstrategie, Wertstoffkreisläufe und Substitution entwickelt, womit auch eine strukturelle Stärkung der Forschungslandschaft erreicht werden soll.

Zur Thematik Kreislaufwirtschaft findet Ihr ja auf ichsagmal.com einiges – sozusagen berufsbedingt.

Einen Ansatz beim IWKS finde ich besonders interessant: Die materialwissenschaftliche Komponente, die schon bei der Produktion ansetzt. Wiederverwertung und Wiederverwendung ist ja nur ein kleiner Teil der Kreislaufwirtschaft. Den anderen Teil hatte ich mal als Ökointelligenz der Produkte bezeichnet. Und da könnte auch die Digitalisierung helfen: Was passiert, wenn Produkte mit digitaler Öko-Intelligenz aufgeladen werden?

In der netzökonomischen Debatte sollten wir es nicht versäumen, uns auch mit dem Kern der Ökologie zu beschäftigen: Oikos war in der Antike die Haus- und Wirtschaftsgemeinschaft, die Orientierung an der Nachbarschaft – verbunden mit dem Verzicht auf Supersysteme, die das Himmelreich auf Erden versprechen, sich aber kaum steuern lassen. Konzentriere Dich auf das, was Du selbst gestalten kannst. Übernehme Verantwortung für Dein eigenes Handeln und delegiere es nicht auf kommende Generationen.

So ist auch das politische Ziel zu verstehen, vollständig aus der Beseitigungswirtschaft auszusteigen und alle Deponien zu schließen. Damit verabschieden wir uns endgültig vom menschlichen Archetypus, Dinge nach dem Verlust individueller Wertschätzung einfach zu vergraben, zu verbrennen oder vor Altkleider-Container auszuschütten nach dem Motto: Aus dem Auge, aus dem Sinn. Das ökologische Anforderungsprofil für das 21. Jahrhundert hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) trefflich formuliert:

„Funktional, langlebig und damit kostengünstig, ressourcenleicht und emissionsarm, reparaturfreundlich, wiederverwertbar, risikoarm, fehlerfreundlich und rückholbar.“

Dabei geht es nicht nur um neue Produkte, sondern auch um Dienstleistungen und soziale Innovationen wie Carsharing oder Repair Cafés. Wenn es gelingt, dass alle Gegenstände des Alltags im „Internet der Dinge“ digital vernetzt werden, könnte man sie auch mit ökologischer Intelligenz aufladen. Dann würden sie über ihre Herkunft und Ökobilanz informieren sowie Empfehlungen über eine sinnvolle Weiterverwendung zum Ende ihres Lebenszyklus geben.

So fänden die Produkte allein ihren Weg von der Produktion bis zur Kundschaft und wieder zurück zum Recycling oder zur Wiederverwendung. Dann würden 99 Prozent der mobilen Endgeräte nicht mehr in der klassischen Müllentsorgung verschwinden, sondern spezialisierten Logistikern signalisieren, wo man sie findet und wie man ihre verborgenen Schätze aus Gold, Platin, Kupfer, Aluminium und seltenen Metalle heben kann.

Man darf gespannt sein, wie der Gesetzgeber die hoheitlichen Aufgaben der Müllentsorgung gestalten wird, wenn gar kein Müll zur archaischen Beseitigung mehr anfällt. Das ist nur ein kleiner Aspekt, der in den Debatten über Digitalisierung stärker beachtet werden sollte.

Hier nun die von Sohn@Sohn produzierte Eröffnubngsfeier des IWKS in Alzenau:

Siehe auch:

@BitkomResearch Unternehmen tun sich schwer mit Künstlicher Intelligenz – Ist das so? Wir diskutieren das um 15 Uhr #NextTalk @BoehmanFranz @MrNewBusiness @WinfriedFelser

Bei hat Stefan Pfeiffer gerade die Bitkom-Studie zum Einsatz der Künstlichen Intelligenz erwähnt.

Demnach sprechen die Unternehmen der Künstlichen Intelligenz eine herausragende Bedeutung zu, tun sich aber schwer damit, die Technologie praktisch einzusetzen. So sind etwa drei Viertel (73 Prozent) der Unternehmen mit 20 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland der Meinung, KI sei die wichtigste Zukunftstechnologie. Aber gerade einmal 6 Prozent setzen KI selbst ein, lediglich jedes Fünfte (22 Prozent) plant die KI-Nutzung oder diskutiert darüber. Vor einem Jahr fiel der Anteil mit 2 Prozent KI-Nutzern und 9 Prozent, die planen oder diskutieren, aber noch deutlich niedriger aus. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 603 Unternehmen aller Branchen mit 20 oder mehr Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Mehr als jeder vierte Befragte (28 Prozent) sieht KI als Gefahr für das eigene Unternehmen. Und 8 von 10 Unternehmen (81 Prozent) geben zu Protokoll, dass ausländische Digitalunternehmen durch ihre führende Stellung bei KI zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz deutscher Kernindustrien wie etwa der Automobilbranche werden.

Bei den Unternehmen, die heute bereits KI einsetzen, sind fortgeschrittene Anwendungen angeblich die Ausnahme. So geben rund zwei Drittel (69 Prozent) an, KI im Marketing für so genanntes Targeting und personalisierte Werbung zu nutzen. Bei jeweils 4 von 10 (40 Prozent) unterstützt KI bei der automatisierten Buchung von Zahlungen und bei der automatisierten Beantwortung von Anfragen oder Reklamationen. Jedes Dritte (32 Prozent) gibt an, KI für die Preisoptimierung zu nutzen, jedes Vierte (25 Prozent) für die vorausschauende Wartung. 19 Prozent nutzen KI zur Planung von Transportrouten, 17 Prozent zur Erstellung automatisierter Prognosen. Fast überhaupt nicht eingesetzt wird KI zur Vorauswahl von Bewerbern (2 Prozent) und bei der Produktentwicklung, etwa durch Simulationen (1 Prozent). 

Fragt man jene Unternehmen, die bislang noch keine KI einsetzen, ergibt sich folgendes Bild. Ihnen schweben vor allem Szenarien vor, wo eine KI Anfragen und Reklamationen automatisch beantwortet (95 Prozent), Transportrouten plant (88 Prozent), vorausschauend Wartung empfiehlt (86 Prozent), automatisch Zahlungen bucht (84 Prozent) und Werbung personalisiert (83 Prozent). Ebenfalls häufig genannt wird der KI-Einsatz für automatisierte Forecasts (78 Prozent) und Preisoptimierung (70 Prozent). Aber auch den Einsatz von KI für die Produktentwicklung (56 Prozent) und die Vorauswahl von Bewerbern (54 Prozent) können sich die Unternehmen vorstellen.

Den Status quo der KI in Deutschland werden wir heute im besprechen:

Inwieweit sind Visionen von künstlicher Intelligenz heute schon Wirklichkeit in deutschen Unternehmen, inwieweit sprechen wir eher (noch) von Fiktionen und Wunschvorstellungen? Was muss in Deutschland geschehen, um eine neue Qualität der KI-Kompetenz Wirklichkeit werden zu lassen und werden wir vor allem die Rolle des Anwenders einnehmen oder auch bei den Grundlagen mitspielen …? Aus dem Alltag der KI-Projekte berichten Boris Thienert und Franz Böhmann von Opitz Consulting.

Um 15 Uhr einschalten und mitdiskutieren via YouTube, Twitter/Periscope, Facebook und LinkedIn (jeweils meine Accounts im Auge behalten):

Der zweifach moderierte Livestream im Livestream zur täglichen #Politikstunde @drbieber @krafts_werk

Mit Hannes Schleeh hatte ich das ja bereits bei Bloggercamp-tv durchgespielt. Da holten wir Obama und Merkel live in unsere Sendung – also ein doppelter Livestream. Diesmal war ich sogar in zwei Livestreams anfänglich als Interviewgast dabei, um dann sofort wieder in die Rolle des Moderators zu wechseln. Die Politikstunde wurde parallel moderiert und kuratiert – klingt verwirrend und ist technisch gar nicht so leicht umzusetzen. Klar, es gibt Plattformen, die ermöglichen die Ausspielung eines Livestreams auf unterschiedliche Dienste. Etwa restream.io mit Twitch, YT, Facebook und Periscope – bald auch LinkedIn. Das ist keine große Kunst. Was wir heute gemacht haben und in den nächsten Tagen machen werden, ist etwas anspruchsvoller.

Schaut Euch einfach mal beide Übertragungen nacheinander an. Hier meine Version auf Periscope:

Hier die Variante von Daniel Kraft:

Und die gleiche Variante auf Facebook (hier erzielen wir immer am meisten Zuschauer.

Was haltet Ihr von der Vorgehensweise?

Sohn@Sohn: Fünf Ringe, Skype und die technische Ausstattung für virtuelle Formate

Was wir uns wünschen für die technische Mindestausstattung bei der Realisierung virtueller Formate.

Der transformative Kampf für das Bessere

In der ganzen Diskussion über Automatisierung, Robotik und KI hat Thomas Riedel einen interessanten Einwurf auf Facebook gemacht: „Das Narrativ ‚Roboter stehlen eure Jobs‘ dient nur dazu zu verschleiern, dass dahinter Menschen stehen, die sich ganz bewusst gegen euch und für Roboter entscheiden. Kein Roboter stiehlt euch irgendwas. Die wissen gar nicht, was stehlen bedeutet. Es sind Menschen, die die Arbeitswelt der Menschen verändern….“

Wer sich bei solchen „Innovationen“ auf Joseph Schumpeter beruft, sollte dabei nicht die Arbeiten des österreichischen Wirtschaftswissenschaftler über die Erosion des Unternehmertums außer Acht lassen. Erste Akzente setzte er bereits in seiner Zeit an der Bonner Universität im Jahr 1929. Etwa im Aufsatz „Unternehmer in der Volkswirtschaft von heute“: So kritisierte Schumpeter die Mechanisierung und Bürokratisierung in großen Organisationen. Später schrieb er in Anlehnung an Karl Marx über die Folgen der Konzentration und Zentralisation des Kapitals.

Bei solchen Themen geht es um normative Entscheidungen. Man könnte es auch den transformativen Kampf für das Bessere bezeichnen. Professor Reinhard Pfriem bringt Neugründungen ins Spiel, die die Welt wirklich besser machen. Nicht nur marktschreierisch, wie es Google & Co. im Gebetsmühlen-Jargon betonen. Pfriem setzt auf Social und Sustainable Entrepreneurship. Transformative Unternehmen sollten nicht-nachhaltiges Wirtschaften aus der Welt schaffen. Automobilindustrie, Energiewirtschaft und auch die Ernährungs- und Landwirtschaft verweigern sich, hier die nötigen schöpferischen Zerstörungen durchzuführen. „Das Zerstörerische muss zerstört werden, bessere additive Technologien reichen nicht aus“, kritisiert Pfriem.

Die Schumpetersche Innovationstheorie sollte nicht nur auf Technologie reduziert werden. Darauf verweist Lars Immerthal. Die Arbeiten von Schumpeter seien tief in der europäischen Kultur verwurzelt. „Wer bei Schumpeter danach fragt, wird beispielsweise Nietzsche, Hölderlin oder Hegel finden, wenn er/sie sich mit der schöpferischen Zerstörung oder Kondratjew Zyklen auseinandersetzt. AlsonPhilosophie und Literatur als Referenz. Der Begriff Disruption, so wie ihn Christensen nutzt, führt diese Fähigkeit nicht mit sich und fällt hinter Schumpeters Begriff der Innovation sogar zurück. Wenn wir also Träume, Poesie und Kunst als Basis unserer Imagination begreifen, dann kann etwas Wunderbares daraus entstehen. Sowohl theoretisch als auch ganz praktisch.“ Wir haben diese Form des Denkens, Handelns und Kommunizierens schon lange in unserer Kultur. „Und noch nie war die Gelegenheit und auch die Notwendigkeit größer, Mathe und Poesie, KI und Philosophie oder Open Source und soziale Verantwortung zusammen zu denken“, resümiert der Schumpeter-Forscher Immerthal.

Wer zählt künftig zu den Pionieren der digitalen Kommunikation? Antworten von @vbanholzer #10JahreTJ

Die Einnahmen über klassische Anzeigenformate sinken, neue, teils branchenfremde Wettbewerber haben über digitale Kanäle nur geringe Markteintrittsbarrieren zu überwinden und Unternehmen richten eigene Newsrooms ein und werden über Social- Media-Kanäle mit Content-Strategien verstärkt selbst zu Sendern und damit zu Konkurrenten des Journalismus um die Aufmerksamkeit der Rezipientengruppen.

„Diese Beschreibung trifft im verstärkten Maße für Technikkommunikation in Redaktionen und Unternehmen zu. Die deutsche Ausgabe des Technikmagazins „Wired“ verschwand zunächst als Printerzeugnis und wurde schließlich auch nach Verlagswechsel als Onlineausgabe eingestellt. Der im Bereich des Fachjournalismus etablierte Vogel Verlag aus Würzburg firmiert jetzt als Vogel Communication Group und macht damit die stärkere Ausrichtung auf das Agenturgeschäft deutlich. In eine ähnliche Richtung geht der Landsberger Verlag moderne industrie, der sich nach eigener Darstellung unter der Bezeichnung mi connect als Branchennetzwerk und ‚Multi-Plattform-Unternehmen‘ aufstellt„, erläutert Professor Volker Banholzer zum zehnjährigen Jubiläum des Lehrstuhls für Technikjournalismus und Technik-PR. Ob die Metamorphose vom Fachverlag in eine Agentur eine gute Entscheidung ist, bezweifelt Banholzer. Das sei vielleicht momentan rentabler, aber für den Fachjournalismus eher ein Rückschritt.

Die Kommunikationschefin der Siemens AG, Clarissa Haller, sieht durch die Nutzung von Algorithmen und Machine Learning Potenziale für eine effizientere und zielgerichtete Kommunikation von Unternehmen mit ihren Stakeholdern, unabhängig vom früheren Gatekeeper Journalismus. Auch das steigert wohl den Druck auf die Medienhäuser.

Der richtige Weg der Digitalisierung werde sich wie immer erst im Nachhinein identifizieren lassen, so Banholzer. „Es lohnt sich aber, genauer auf die Rahmenbedingungen zu sehen. Dann werden zukunfts- versprechende Pfade sichtbarer. Die Kommunikationswissenschaftler Andreas Hepp (Universität Bremen) und Wiebke Loosen (Hans Bredow Institut) haben jüngst den Begriff ‚Pioneer Journalism‘ geprägt. Darunter verstehen sie die Gruppe von Journalistinnen und Journalisten, die unter Einsatz von neuen Technologien oder Methoden neue journalistische Leistungsangebote jenseits der klassischen Ansätze der Nachrichtenproduktion erstellen. Die Pioniere zeichne aus, dass sie neben der journalistischen zudem eine weitere Qualifikation in Data Analytics oder Informatik besitzen. Das trifft auch auf die Unternehmens- kommunikation zu, die ebenso neue Technologien nutzt, um Zielgruppen besser analysieren und verstehen zu können und für diese passgenaue Inhalte zur Verfügung stellen will.“

Personalisierung der Leistungsangebote, nutzenbasierte Preise und ein kooperatives Ökosystem sieht Banholzer als wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Marktpositionierung in der Innovationskommunikation.

Aber schaut Euch doch das komplette Interview mit Banholzer während des Festaktes in Nürnberg an.

Ich werde das in der Januar-Ausgabe des prmagazins vertiefen.