#Neuerfinden – Operation gelungen? #vdav #SocialTV

SocialTV

So. Endspurt beim vdav-Branchentreff in Berlin. Gestern begeisterten mich einige Sessions, die sich gegen den Bürokratismus und die alte Management-Denke in deutschen Unternehmen ins Zeug legten.

Besonders die Thesen von Frank Roebers, der die Fallstricke der Hierarchien thematisierte.

Aber auch Professor Lars Vollmer war gut in Form mit seinen Ausführungen zum Audit-Unsinn in Organisationen.

Über diese Neo-Bürokraten hatte ich mich ja auch schon mal ausgelassen 😉

Hier kommt das SocialTV Programm für den Finaltag:

10 Uhr: Tatort Kunde

11:15 Uhr: Vom diskreten Charme der Verzeichnisse

Und das Abschlussgespräch um 15:15 Uhr: #Neuerfinden – Operation gelungen?

Hoffe, ich konnte Euch einige interessante Infos über die Branche vermitteln.

Nächste Woche bin ich dann bei Fraunhofer in Stuttgart zu einem Livestreaming-Workshop.

Man hört, sieht und streamt sich aber schon heute 🙂

Vom diskreten Charme der Verzeichnisse – Auf nach Berlin #vdav #SocialTV

Man hört, sieht und streamt sich aus Berlin beim #vdav Branchentreff
Man hört, sieht und streamt sich aus Berlin beim #vdav Branchentreff

Wer kennt den Verband Deutscher Auskunfts- und Verzeichnismedien – kurz vdav? Bitte die Hand heben. Das werden nicht viele sein. Jeder kennt aber Telefonbücher und Gelben Seiten. Und genau hier liegt der Schwerpunkt des Wirtschaftsverbandes, der vom 31. Mai bis 2. Juni den jährlichen Branchentreff im Hotel Maritim in Berlin veranstaltet.

Es sind in erster Linie die Telefonbuch-Verleger. In Deutschland sind es nicht die Telcos, wie in anderen europäischen Ländern, die die Verzeichnis herausgeben, sondern rund 120 Verlage, die mit der Telekom-Tochter DETEMedien verbunden sind. Dazu zählen große Häuser wie Müller Medien oder Heise und auch ganz kleine Unternehmen. Sie produzieren das Telefonbuch, Das Örtliche und Gelbe Seiten.

Bonner Bürger-Buch

Aber auch Produkte wie das Bonner Bürger-Buch mit Stadtplan und Hinweisen über Service-Einrichtungen, Shoppen, Gesundheit, Kindergärten, Kultur, Bildung, Wissenschaft, Familie und Freizeit. Nützliches Opus zum Durchblättern.

Ähnlich wie bei meinen Initiativen für die Zeitschrift Boardreport, arbeitet der vdav an einer Verzahnung von Printprodukten und digitalen Formaten. Das kann man an den Themen der Keynotes, Panel-Diskussionen und Fachvorträgen des Branchentreffs ablesen.

Man kann es auch erkennen an den SocialTV-Sendungen, die ich während der drei Tage in Berlin ausstrahlen werde. Live und ungeschminkt aus dem Hotel Maritim stelle ich die Verbandsmitglieder vor und die Themen der Tagung.

Dabei geht es den vdav-Machern nicht um Nabelschau. Man sucht nach Impulsen, die von außen kommen, um Neues zu wagen. Keine Heizdecken-Vertriebssprüche, sondern Themen zum Durchbrechen des Alltagstrotts im Tagesgeschäft. Das brachten der vdav-Geschäftsführer Rhett-Christian Grammatik und der Branchentreff-Moderator Christian Bredlow im ichsagmal.com-Gespräch zum Ausdruck.

Ab Dienstag wird es eine geballte Ladung an SocialTV-Sendungen geben. Ihr könnt Euch an den Gesprächen beteiligen mit den Hashtags #vdav #SocialTV. Oder auf die jeweilige Google Plus-Eventseite klicken und den Fragebutton am Webplayer oben rechts nutzen.

Man hört, sieht und streamt sich ab Dienstag 🙂

Siehe auch:

Impulse zum #Neuerfinden – VDAV-Branchentreff 2016 in Berlin.

#SocialTV von der IBM BusinessConnect #IBMBCDE – Live, ungeschminkt und ohne Teleprompter

SocialTV ohne Ü-Wagen
SocialTV ohne Ü-Wagen

Mit kleinem Equipment mache ich wieder ein SocialTV-Marathon. Laptop, Smartphone, ConferenceCam von Logitech, Mikrofon und fertig ist das mobile Studio, das am 20. Oktober bei der IBM BusinessConnect in Köln zum Einsatz kommt.

Opening um 10 Uhr mit Stefan Pfeiffer von IBM: Über wunderliche Talente, neue Wege im Arbeitsleben und digitale Revolutionen.

Um 11:30 Uhr sinniere ich mit brandeins-Kolumnist Wolf Lotter über die Ablenkungsgesellschaft.

Dann gibt es ab 12:45 Uhr ein SocialTV-Magazin mit Miriam Specht (Yellow Frog) Cornelia Heinke (Bosch), Harald Schirmer (Continental) und zwei Außenreportagen mit Überraschungsfaktor. 

Um 15:45 Uhr folgt New Work und die Neuerfindung des Personalmanagements – Diskurs mit Ole Wintermann von der Bertelsmann-Stiftung.

Allianzen, lebendige Unternehmen und Universalmaschinen diskutiere ich ab 17:45 Uhr mit Sascha Pallenberg (Tech-Blogger) und Axel Oppermann (Analyst).

Der Vorhang zu, nicht mit Brecht, sondern Stefan Pfeiffer um 19:15 Uhr.

Es erwarten Euch also kurze, knackige Interviews im Magazinstil, sicher kein Ersatz für die ausführlichen Vorträge und das Dabeisein auf dem Event. Aber Atmo werden wir reichlich einfangen in Kölle.

Prost
Prost

Und danach ein Bier zischen oder zwei oder drei.

Siehe auch: Rund um Arbeiten 4.0 und #NewWayToWork: Social TV auf der IBM BusinessConnect am 20. Oktober in Köln.

Was Merkel von Bochum 4.0 lernen kann – Digitaler Strukturwandel ohne Kohle und Stahl @ruhrnalist #SocialTV #itg14

Kai Rüsberg im Gespräch mit Uni-Rektor Elmar Weiler
Kai Rüsberg im Gespräch mit Uni-Rektor Elmar Weiler

Kann man über hyperlokale Formate via Hangout on Air das Geschehen in seiner Stadt, seines Bezirks oder seiner Nachbarschaft ohne Schnörkel, ohne Zeitverlust, ohne Abstimmungsschleifen direkt vermitteln und den Dialog in der Bürgerschaft fördern? Man kann. Der Fernsehjournalist Kai Rüsberg stellt das in seiner Heimatstadt Bochum unter Beweis mit SocialTV-Gesprächsformaten, die man ohne Ü-Wagen und schwerer Technik realisieren kann. Es reichen Laptop, Webcam und ein halbwegs vernünftiges Mikrofon.

Bei der Generalversammlung der GLS-Bank in Bochum, wo ich als Moderator beteiligt war, ist das eindrucksvoll demonstriert worden.

Jetzt hat Kai zum Auftakt der Vortragsreihe „Hörsaal City live“ im „Blue Square“ in der Fußgängerzone von Bochum mit einer SocialTV-Sendung begleitet. Nicht nur der Standort ist dabei spannend, sondern vor allem das Vorhaben der Universität bei der Föderung des Diskurses zwischen Wissenschaft und Bürgerschaft. Ich bin ja kein Freund des Geredes von 1.0, 2.0 oder 4.0. Bei Bochum 4.0 macht das Sinn, wie es Elmar Weiler, Rektor der Ruhr-Universität Bochum, im Gespräch mit Kai Rüsberg formuliert.

Mit der Vortragsreihe wolle man die Vorteile von Bochum stärker in den Vordergrund rücken. Und die liegen ganz klar bei rund 50.000 Studierenden und den über 7.000 Absolventen, die jedes Jahr erfolgreich ihr Studium beenden. Aus dem Blickwinkel eines Unternehmen, das sich in der Stadt ansiedeln möchte und dabei hochqualifizierte Mitarbeiter sucht, sei das ein klarer Standortvorteil. Und hier kommt auch das Stichwort 4.0 ins Spiel.

„Bochum 1.0 dokumentiert die Zeit, als man Kohle aus der Erde holte, bis keine mehr da war. Allen sei klar gewesen, dass sich die Lagerstätten erschöpfen würden. Dann hat man angefangen, einen Hightech-Werkstoff zu entwickeln – nämlich Stahl. Da brauchte man nicht nur Eisenerz, sondern auch sehr viel Wissenschaft, um etwa rostfreien Stahl herzustellen. Das war Bochum 2.0. Von der Kohle über den Stahl geht die Erfolgsgeschichte weiter zu Fabriken, in denen Hochleistungsmaschinen gefertigt wurden wie Autos und Handys. Diese Zeit geht jetzt auch zu Ende. Also Bochum 3.0“, sagt Weiler.

Jetzt folgt die Phase 4.0.

„Es bricht eine neue Zeit an, die weniger geprägt sein wird von großen Industriewerken“, meint Weiler – auch wenn das viele Industrielobbyisten immer noch nicht ganz wahrhaben wollen.

Der Uni-Rektor ist fest davon überzeugt, dass das in der Region der Vergangenheit angehört.

SocialTV-Außenreportage bei der Vorstellung der Hörsaal City-Vortragsreihe
SocialTV-Außenreportage bei der Vorstellung der Hörsaal City-Vortragsreihe

Relevanter werden Mittelstand und innovative Unternehmen, die sich besser vernetzen müssen bei der Erzeugung von lokalen Wertschöpfungsketten. Es gehe dabei um die Vernetzung von allem. Also Kultur, Sport, Wissenschaft, Wirtschaft und bürgerschaftliches Engagement. Genau dieser Ansatz des notwendigen Strukturwandels steckt hinter der Bezeichnung „Bochum 4.0“.

Was Professor Weiler in wenigen Worten skizziert hat, sollte sich die Große Koalition in Berlin hinter die Ohren schreiben.

Wo bleiben die Impulse in Wirtschaft und Politik, um uns von der Anachronismen der untergegangenen Industriewirtschaft zu befreien, wie es der Wirtschaftshistoriker Werner Abelshauser in seinem Standardwerk “Deutsche Wirtschaftsgeschichte seit 1945″ ausdrückt? Wo sind klare Konzepte für einen institutionellen Rahmen zu erkennen, um uns auf die Bedürfnisse der nachindustriellen Ära auszurichten?

Weder die wirtschaftlichen Eliten noch die öffentliche Meinung waren und sind sich der Realität bewusst, “dass schon Anfang der sechziger Jahre selbst bei stark rohstofforientierten Produzenten, wie der deutschen Großchemie, bis zu zwei Drittel der Wertschöpfung auf der Fähigkeit zur Anwendung von wissenschaftlich basierter Stoffumwandlungsprozesse beruhte”, schreibt Abelshauser in der erweiterten Auflage seines Opus.

Seit den neunziger Jahren sind mehr als 75 Prozent der Erwerbstätigen und ein ebenso hoher Prozentsatz der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung durch immaterielle und nachindustrielle Produktion entstanden. Die innere Uhr der politischen Entscheider ist immer noch auf die industrielle Produktion gepolt. Man merkt es an der wenig ambitionierten Digitalen Agenda der Bundesregierung, man erkennt es an den lausigen Akzenten, die in der Bildungspolitik gesetzt werden und man hört es bei den Sonntagsreden der Politiker, wenn es um Firmenansiedlungen geht. Es gibt keine Konzeption für eine vernetzte Ökonomie jenseits der industriellen Massenfertigung aus den Zeiten des Fordismus – in Bochum und vielen anderen Städten schon, aber nicht in der Bundespolitik.

Was die Ruhr-Univerität in ihrer Vortragsreihe thematisiert, greifen wir in Bonn auch beim Netzökonomie-Campus auf, der am Sonntag bei Kaffee und Käsekuchen in meiner Bibliothek startet und natürlich via Hangout on Air ab 16 Uhr live übertragen wird.

Siehe auch:

IT-Gipfel: Warum Merkel eine wertelose Digitalpolitik macht.

IT-Gipfel – ein Klassentreffen mit Kanzlerin.

SocialTV-Workshops für Wirtschaft, Vereine, Blogger, Kunst und Kultur.

#Streamcamp14 meets Besser Online-Kongress – Live-Doku-Experiment von @ruhrnalist #SocialTV #djvbo

SocialTV mit Kai Rüsberg
SocialTV mit Kai Rüsberg

Gemeinsam mit dem Hörfunk- und Fernsehjournalisten Kai Rüsberg unternehmen die Besser Online-Kongressteilnehmer in Berlin am Samstag, den 18. Oktober in einem Workshop den Versuch, mithilfe eines Google Hangout on air und alternativer Kameratechnik live im Internet von der Konferenz zu berichten.

Produziert wird eine Live-Doku der Veranstaltung unter Einbindung der Teilnehmer. Sie kann vom DJV geteilt und eingebunden werden und steht nach Sendungsende als Aufzeichnung dauerhaft unter dem gleichen Link auf YouTube online. Die so produzierten Sendungen sind zugleich ein Beispiel für SocialTV, weil sie interaktiv sind und etwa dem Zuschauer die Möglichkeit bieten, über eine eingebaute Frage-Antwort-Funktion, aber auch per Social Media während der Sendung Fragen zu stellen. Zusätzlich können externe Orte, Fachleute, Konferenzen und sogar Zuschauer in die Sendung aufgeschaltet werden.

„Das Seminar und die Sendung werden vorab in Google+ als Veranstaltung veröffentlicht und lassen eine Anmeldung zu, die dann eine Terminerinnerung auslöst. In dem vorweglaufenden Seminarteil von 9:30 bsi 10:30 Uhr werden bis zu 8 Teilnehmer in die Technologie eingewiesen und an der Sendungsgestaltung beteiligt. Der Fokus liegt nicht auf optimaler Sendequalität, sondern auf dem interaktiven Erlernen der Technik und eigenständigem Entdecken der Möglichkeiten eines Live-Streams“, heißt es in der Ankündigung des DJV.

Das Streamcamp in München ist Teil dieser Doku, denn um 13:30 Uhr organisieren wir eine Liveschalte in das Foyer des Besser Online-Kongresses und werden uns mit den Workshop-Teilnehmern von Kai Rüsberg unterhalten. Am Nachmittag gibt es dann in Berlin noch ein Forum, wo die Ergebnisse des Medienexperiments erörtert werden. Das können wir dann beim Streamcamp nicht mehr verfolgen. Aber Kai könnte ja danach in unserer Mittwochssendung bei Bloggercamp.tv darüber berichten.

Wer das Ganze live erleben will, sollte zum Streamcamp nach München kommen 🙂 Wir werden zwei Tage mit Hangout on Air experimentieren!

Siehe auch:

MIT #ONESHOT-VIDEOS DEN BEWEGTBILDMARKT REVOLUTIONIEREN.

Wacht auf: Die Webvideo-Revolution ist längst da.

Google experimentiert mit alternativen Newsquellen!