Goodbye Arbeitsmoral! Wofür arbeiten wir eigentlich? #Dorfcamp @Amalfitana75 #Augenhöhe

Hier tagt das Dorfcamp

Session-Vorschlag für das Dorfcamp am Samstag, den 24. Juni von Nadine Nobile aka @Amalfitana75

Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Und dennoch stecken viele Menschen fest. Brennen aus. Suchen Orientierung. Die Arbeitsmoral fest im Nacken, folgen wir den Glaubenssätzen der industriellen Revolution. Doch die digitalisierte Welt tickt anders. Kooperativer! Vernetzter! Kreativer! Und so taucht sie auf am Horizont, eine neue Kultur der Arbeit. Eine Kultur die inspiriert und neue Dimensionen der Zusammenarbeit eröffnet. Doch wie gelangen wir dorthin? Dieser Frage möchte ich gemeinsam mit Euch nachgehen!

Graswurzelbewegungen fangen klein an. Dafür ist das Dorfcamp genau das richtige Format. Ein Barcamp im Miniformat – mit Grill.

Start um 10 Uhr – Vorstellungsrunde und Session-Planung.
11 bis 11:45 Uhr – Erste Session
12 bis 12:45 Uhr – Zweite Session
13 bis 13: 45 Uhr – Dritte Session
13:45 bis 14:30 Uhr – Kleiner Mittagsimbiss (abends ist ja dann GrillCamp)
14:30 bis 15:15 Uhr – Vierte Session
15:30 bis 16:30 Uhr – Käsekuchen-Diskurs: Marx und die Netzökonomie
16:45 bis 17:30 Uhr – Fünfte Session
17:30 bis Open End Grillen (Fleisch oder Vegetarisches bitte mitbringen, die Getränke gehen aufs Haus).

Bitte die Session-Ideen schon vor dem DorfCamp formulieren. Alle Sessions werden via Facebook Live (Ecamm-Software) übertragen. Hier können wir auch Folien zeigen (jpg-Dateien!) oder auch Einspieler bringen.

#Recap zum elitären #NewWork Scheiß und Überlegungen zum Silicon Valley #Dorfcamp

Auf dem Dorfcamp am 24. Juni in Bonn-DuisDORF würde ich gerne die Thesen von Steven Hill debattieren.

“Viele Deutsche, die betonen, wie notwendig mehr Innovation ist, tendieren dazu, sich zu stark am Silicon Valley zu orientieren. Wie ich noch ausführen werde, kann Deutschland weder ein zweites Silicon Valley schaffen, noch sollte es das überhaupt anstreben. Stattdessen muss sich Deutschland nach einer neuen Art von Innovation umsehen, sich Anregungen holen bei den erfolgreichsten Lösungen weltweit, und diese dann integrieren in die Stärke, für die es bekannt ist: Dinge zu entwickeln, anzuwenden und umzusetzen.”

Die falsche Strategie würde Deutschland und Europa immer tiefer hineinführen in die prekäre Freelance-Gesellschaft.

“Die Technologieunternehmen haben den Weg Amerikas zu einer Freelance-Gesellschaft beschleunigt, in der immer mehr Menschen schlecht bezahlte Kurzzeitjobs haben und mehrere Jobs gleichzeitig ausüben mit unzureichender Sozialabsicherung und nur wenig Beschäftigungssicherheit. Die partnerschaftliche Beziehung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist dabei, sich aufzulösen. Zu viele politische Entscheidungsträger in den USA sind unkritische Anhänger der Technologie wie auch der Wirtschaftsideologie des Laisser-faire. Sie haben keine Einwände dagegen, die machtvollen digitalen Technologien sich in den Händen der ultra-neoliberalen Geschäftsführer des Silicon Valley entfalten zu lassen. Wenn wir jedoch diese Technologien in Bahnen lenken wollen, die ihre positiven Seiten befördern, sind die richtigen Werte und eine entsprechende Philosophie notwendig.
Daran aber mangelt es den USA heute grundlegend. Andererseits folgen die Führungsetagen vieler dieser US-Unternehmen der Philosophie eines extremen ‘Wirtschaftslibertarismus’, indem sie sich jeglicher Regulierung entziehen und Arbeitskräfte bevorzugen, deren Einsatz sie an-und ausschalten können wie Glühbirnen. Sie beschäftigen eine gewaltige Menge an Subunternehmern, Freiberuflern, Zeitarbeitern oder sogenannten Solo-Selbstständigen (Selbstständige ohne Mitarbeiter), die sie nach Gutdünken anheuern und entlassen können. Viele der Digitalunternehmen zahlen geringe Löhne, bieten keinerlei soziale Absicherung oder Krankenversicherung und fühlen sich zu keiner partnerschaftlichen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung verpflichtet. Sie können Arbeitskräfte einfach abstoßen, indem sie sie ohne Vorwarnung oder Kündigungsfrist von der digitalen Plattform ausschließen: fired by algorithm. Außerdem entziehen sie sich ihrer Steuerpflicht und nutzen ihre finanziellen Mittel stattdessen, um ein Heer von Anwälten nach Gesetzeslücken suchen zu lassen.”

Die Zeitschrift The Economist schätzte vor einiger Zeit, dass weltweit rund 20 Billionen US-Dollar an Unternehmensgewinnen in Offshore-Steueroasen versteckt werden.

“Ähnlich Airbnb: Das Unternehmen hat eine beliebte Alternative zu Hotels geschaffen, die einerseits für Reisende günstiger und bequem ist und es andererseits Menschen ermöglicht, sich etwas dazuzuverdienen, indem sie leer stehende Zimmer vermieten; inzwischen ist Airbnb jedoch unterwandert von professionellen Immobilienfirmen, die wissen, dass sie ihre Einkünfte verdoppeln können, indem sie Mieter hinausdrängen und ganze Häuser für Touristen freihalten. Der Bestand an bezahlbarem Wohnraum für Mieter wird weniger, die Profite der Immobilienfirmen steigen, ebenso die Einkünfte der Gründer von Airbnb, die schon in jungen Jahren Milliardäre sind”, so Hill.

Leider keine Fehleinschätzung sei die Besorgnis angesichts der radikalen und alarmierenden Entwicklungen, die die Überwachung moderner Arbeitsplätze und die digitale Kontrolle der Arbeitnehmer mit sich bringen. Ich bezeichne das ja als Digitale Käfighaltung mit New Work-Anstrich.

“Einige Beschäftigte haben keine freie Minute mehr, weil sie von ihren Auftraggebern genötigt werden, Apps zu installieren, mit deren Hilfe ihr Aufenthaltsort jederzeit erfasst werden kann. Viele Unternehmen überwachen die Tastendrücke und Mausbewegungen ihrer Kontraktarbeiter am Computer; regelmäßige heimliche Screenshots der Bildschirme erlauben so etwas wie einen »Blick über die Schulter« der Mitarbeiter. Angesichts dieser Realität stellt sich die Frage: Bleiben Computer ein hilfreiches Werkzeug für uns Menschen, oder werden wir zu Werkzeugen des Computers, der unsere Arbeitsleistung aufzeichnet und kontrolliert? Die Start-up-Mentalität, die das Silicon Valley antreibt, kann äußerst innovativ sein, aber sie neigt zu Blindheit gegenüber ihren zerstörerischen Aspekten”, warnt Hill.

Soweit ein paar Statements von Hill. Da könnten wir dann noch einen New Work Recap einbauen und anknüpfen an die Session beim ersten Dorfcamp.

Graswurzelbewegungen fangen klein an. Dafür ist das Dorfcamp genau das richtige Format. Ein Barcamp im Miniformat – mit Grill.

Start um 10 Uhr – Vorstellungsrunde und Session-Planung.
11 bis 11:45 Uhr – Erste Session
12 bis 12:45 Uhr – Zweite Session
13 bis 13: 45 Uhr – Dritte Session
13:45 bis 14:30 Uhr – Kleiner Mittagsimbiss (abends ist ja dann GrillCamp)
14:30 bis 15:15 Uhr – Vierte Session
15:30 bis 16:30 Uhr – Käsekuchen-Diskurs: Marx und die Netzökonomie
16:45 bis 17:30 Uhr – Fünfte Session
17:30 bis Open End Grillen (Fleisch oder Vegetarisches bitte mitbringen, die Getränke gehen aufs Haus).

Bitte die Session-Ideen schon vor dem DorfCamp formulieren mit einem kleinem Exposé. Das stellen wir dann im Vorfeld zur Abstimmung ins Netz. Alle Sessions werden via Facebook Live (Ecamm-Software) übertragen. Hier können wir auch Folien zeigen (jpg-Dateien!) oder auch Einspieler bringen.

Man hört, sieht und streamt sich auf dem Dorfcamp am Samstag.

Alles so #lean #agil #NewWork – Wenn Begriffsnebel in die Irre führt @Das_B #vdav17

„Korrekte“ Maschinen als Hausmeister für politische Hygiene – Zur #KünstlichenIntelligenz

Kann Künstliche Intelligenz irgendetwas besser machen, was Software bislang noch nicht konnte, fragt sich Stefan Holtel, Lead Cogniteer von brightONE Consulting. Das ist natürlich Unsinn.

„Nicht die Algorithmen werden in der KI zu vielen Problemen führen, sondern die Vorurteile, die in den Daten stecken.“

Also Vorurteile, die wir alle in die Daten stecken.

Wenn auf dieser Basis die KI-Systeme ihre unermüdliche Arbeit aufnehmen und Entscheidungen vorbereiten oder sogar selbst treffen, kommt ziemlicher Mist dabei heraus. Kunden, die keinen Kredit mehr bekommen, Versicherte, die Prämienerhöhungen hinnehmen müssen oder gar Netzaktivisten, die als potenzielle Störenfriede der Gesellschaft aussortiert werden. Fast alle Daten, die von Black Box-Maschinen verarbeitet werden, sind von Menschen annotiert worden.

„Wir reichern vermeintlich objektive Daten mit unseren Weltmodellen an. Das wird von keinem Algorithmus hinterfragt“, so Holtel

Konsequenz: Es fällt uns immer schwerer, die Richtigkeit von Datenberechnungen zu erkennen. Das Ganze ist sogar ein paradiesisches Feld für Trickser, Agitatoren, Autokraten und Machtgierige, sich hinter den Ergebnissen der KI-Maschine zu verstecken und die schmutzigen Entscheidungen auf die Algorithmen zu schieben. Etwa beim Scoring aller Bürgerinnen und Bürger in China. Die Führung der Kommunistischen Partei in Peking installiert „korrekte“ Maschinen als Hausmeister für politische Hygiene. Sozusagen eine Beseelung von toten Apparaten: KI-Maschinen sind wie wir, nur perfekter und unfehlbarer. Der manipulierende Maschinist bleibt dabei unerkannt. Die Drecksarbeit übernehmen Algorithmen – vergleichbar mit der unsauberen Arbeit von Consulting-Firmen, die als Alibi für den Rausschmiss von Mitarbeitern in Unternehmen engagiert werden.

„Wir müssen unser Konzept von Vertrauen in Maschinen überdenken und neu bewerten. Das ist keine technische Frage, sondern eine techniksoziologische und gesellschaftliche, die keine objektive Antwort haben wird, sondern in einem normativen Diskurs entwickelt werden muss“, sagt Holtel.

Sonst entsteht so eine Art Maschinen-Paternalismus. Vergleichbar mit der Einführung der Tabellen-Kalkulation.

„Wie haben uns den Ergebnissen ausgeliefert, die von Excel und Co. ausgespuckt werden. Dabei gibt es eine Vielzahl von Studien, die die Fehlerhaftigkeit von Excel-Tabellen belegen. Wenn wir die einfache Konstruktion einer Tabelle schon nicht verstehen oder kritiklos darauf reagieren, werden wir erst recht nicht verstehen, was in der Interaktion mit Algorithmen abgeht“, mahnt Holtel.

Das berühmteste Beispiel ist das Excel-Chaos der Harvard-Ökonomen Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff, die ein Optimum für die Höhe von Staatsschulden als finanzpolitischen Leitfaden den Staatsregierungen ins Ohr gemauschelt haben. Es sei ein großer Fehler, den Maschinen Fähigkeiten wie Rationalität und Unfehlbarkeit zuzuschreiben, bemerkt Holtel:

„Das speist sich aus unseren täglichen Erfahrungen. Niemand rechnet Excel-Tabellen nach. 2007 gab es im Intel-Prozessor einen Hardware-Fehler, der dazu führte, dass Excel falsch rechnete. Es gibt diese systemischen Fehler sehr häufig, aber Menschen sind kaum in der Lage, diese Risiken einzuschätzen.“

Der Diskurs über Künstliche Intelligenz müsse differenzierter geführt werden. „Wir sollten durch Aufklärung oder Machteliten-Hacking Verantwortung übernehmen, um diesen Diskurs adäquat zu begleiten“, resümiert Holtel.

Siehe auch:

CIO-Kurator: Es geht nicht darum, die neuen künstlichen Intelligenzen zu verteufeln. Sie bieten privat und auch für Unternehmen auch riesige Chancen, nicht zuletzt im Bereich Usability (aber nicht nur dort). Doch müssen wir unbedingt über die Risiken aufklären, sie kommunizieren und diskutieren. Alles andere ist unverantwortlich. Privat und im Geschäft.

Künstliche Intelligenz – Eine partielle Polemik

Wie Überraschend: „Es wird in Zukunft darum gehen, den Konsumenten bei allem technischen Fortschritt nicht aus den Augen zu verlieren und modernste Technologien als Schnittstelle zwischen menschlichen Bedürfnissen und Unternehmen zu nutzen.“ Könnte auch im Wandkalender stehen. Solche Weisheiten passen immer.

Occupy ist toll, Google ist toll und Lizenzverkäufe an WalMart sind toll #Netzpartisanen

Occupy war wohl ein überschätztes Ereignis, vermutet der Publizist Thomas Frank. Ihrem Namen zum Trotz besetzte die Bewegung keine Banken, sondern Parkbänke, die mit Camping-Zelten umbaut wurden. Dafür kreierten die Akteure den gelungenen Slogan ‚We are the 99%‘ und ein nettes Plakat mit der Ballerina auf dem Wall-Street-Bullen. Das war so gut, dass WallMart die Lizenz kaufte. Protest-Ikonen, wie die selbst ernannte Anarchistin Justine Tunney, sehen ‚Occupy Wall Street‘ wohl mehr unter Markenrechtsgesichtspunkten.

Noch interessanter ist die Tatsache, dass Tunney nach Auflösung der Zuccotti-Park-Besetzung von Google als Software-Ingenieurin eingestellt wurde. Ihre Rechtfertigung würde Karl Marx wohl noch nicht mal mit Verachtung bestrafen:

„Zwar operiert Google innerhalb des kapitalistischen Systems, aber sie tun viel Gutes für die ganze Welt. Ich respektiere Google und würde niemals versuchen, die Firma zu sabotieren.“

Auweia.

„Dass eine Aktivistin Parolen wie ‚Stomp out capitalism’ in die Welt streut und zugleich das Loblied ihres Arbeitgebers mitsingt, mag seltsam anmuten. Dabei ist sie nur konsequent; bereits während der Besetzung hatte sie ihr superkritisches Kapitalismusverständnis unter Beweis gestellt: ‚Diese Bewegung hat nichts gegen Konzerne, sie ist nur gegen Wall Street’“, schreibt Guillaume Paoli in seinem Beitrag ‚Marktkonforme Antikapitalisten‘, erschienen im Matthes & Seitz-Band ‚Zonen der Selbstoptimierung‘.

Hacktivisten-Unterwanderung für Klickverkäufe

Pharisäer sind auch im deutschen Ableger des Hacktivisten-Kollektivs Anonymous aktiv. Sie haben sich zumindest eingeschlichen. Etwa Mario Rönsch, der hinter der berühmten Guy-Fawkes-Maske nicht nur abstruse Verschwörungstheorien absondert, von Lügenpresse schwafelt und bösartige Pläne einer weltumspannenden Illuminati-Bewegung an die Wand malt, sondern sein Geld mit der Firma ‚Fandealer‘ macht. Er verkauft Klicks von Facebook-Fans und Twitter-Followern an Marken und Konzerne, die ihren Einfluss in der digitalen Welt künstlich aufbauschen wollen.

„Ob es um das Politische oder um das Geschäft geht, der gelernte Bankkaufmann hat gut verstanden, wie Simulationsökonomie funktioniert“, führt Paoli aus.

Heute lesen solche Netzrevoluzzer wohl nicht mehr Marx oder Engels, sondern eher Robert Heinlein, der langweilige Science Fiction über futuristischen Gruppensex zu Papier bringt. Roboter, die dauergeil durch die Gegend torkeln und Marsianer wie Michael Valentine, die gerne vögeln und Erdlingen beibringen, wie Marsianer zu vögeln.

Solche Wirrköpfe werden dazu beitragen, dass die Vulgärkapitalisten auch in Zukunft in Ruhe ihren Geschäften nachgehen können. Wahrscheinlich arbeitet die Konzernfreundin Justine Tunney im Verbund mit Ray Kurzweil an einer technologischen und singulären Befreiungstheologie und will uns den Roman-und-Essay-Mist von Vernor Vinge (The Technological Singularity) als Religionsersatz überstülpen.

Vorher muss natürlich noch ein Slogan und ein Logo entwickelt werden – sonst können Handelskonzerne wie WalMart keine Lizenzen kaufen. So erobert man die Welt. Bei den bastelt sich jetzt jeder selbst ein Logo 🙂

Ausführlich nachzulesen bei den Netzpiloten.

P.S. Kurzweil hält übrigens Eingriffe in den menschlichen Geist für wünschenswert, weil dadurch Charakterfehler behoben und Leistungssteigerungen ermöglicht werden könnten. Klingt irgendwie nach der Psychotherapie im Zukunftsroman „Clockwork Orange“ von Anthony Burgess. Es ist an der Zeit, solche Steuerungsheinis in der Öffentlichkeit mit einer kritischen Debatte zu konfrontieren. Helfen könnten paradoxe Interventionen: Steuerungssysteme entlarven, so dass ihre Modelle ins Leere laufen. Systeme mit Daten zuscheißen, so dass am Ende falsche Muster rausspringen – also das Rauschen erhöhen. Mein eigenes Verhalten kann dafür sorgen, dass das System durch die Aufdeckung der dahinter stehenden Logik nicht mehr funktioniert. Mein Netzpartisanen Motto.

Übrigens: Ein bissiger Song gegen Theresa May ist in Großbritannien in die Charts vorgedrungen, BBC will ihn nicht spielen – Warmduscher.

Wie man sich an der Next Economy Open beteiligen kann #NEO17x


Machtmissbrauch in der Wirtschaft eindämmen ohne #NewWork Camouflage

In den vergangenen Jahren habe ich ja nun einiges recherchiert und berichtet über die Wirtschaftswelt unter dem Motto: Cliquen, Klüngel, Karrieren, Seilschaften und machtvolle Netzwerke mit Hinterzimmer-Mauscheleien. Also Fakten und keine Coaching-Weisheiten über die Realitäten in Unternehmen.

Es geht um Menschen, nicht um Maschinen. Es geht um das konkrete Handeln und nicht um esoterische sowie ganzheitliche Wohlfühl-Schwurbeleien. Es geht um Checks-and-Balance-Maßnahmen, die den Machtmissbrauch von pathologisch gepolten Führungskräften eindämmen. Alleinherrscher erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Fehlentscheidungen.

In Anlehnung an den Philosophen Karl Popper könnte man auch sagen: Es kommt darauf an, Institutionen so zu organisieren, dass es schlechten oder inkompetenten Herrschern unmöglich ist, allzu großen Schaden anzurichten. Das gilt für Demokratien, für Unternehmen und für sonstige Organisationen.

Hier eine kleine Auflistung der Maßnahmen jenseits von mechanistischen Weisheiten, die als New Work, Change Management und sonstigen Management by XYZ-Gedudel verkauft werden.

  • Förderung der Raiffeisen-Idee, die im 19. Jahrhundert begründet wurde: Genossenschaften sind Netzwerke, die helfen, wenn eine Branche im Wandel und im Wachsen ist, erläutert die Volkswirtin Theresia Theurl von der Uni Münster: „Bist du nicht groß oder besonders stark, musst du besonders schlau sein. Man kann sich Größe auch organisieren, ohne sich abhängig zu machen.“ Um das Problem der schlechten Bonität zu lösen, setzte der Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen auf das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. Das gilt auch für die Digitalisierung der Wirtschaft, etwa bei Investitionen in 3D-Drucker, beim Einkauf, bei der Vermarktung über Plattformen und beim Wissenstransfer.

Da kommen sicherlich noch mehr Vorschläge zusammen, wenn ich meine Texte etwas ausführlicher durchgehe. Aber für den Anfang reicht das ja. Was haltet Ihr von dieser Auflistung? Habt Ihr weitere Ideen, wie man das Regelwerk des Wirtschaftsgeschehens verbessern kann?

Live-Debatte: Neues Arbeiten in digitaler Käfighaltung? #Digitreff

Was die Vernetzung deutscher Firmen- und Konzernlenker in digitalen Medien angeht, sieht die Lage desolat aus, schreibt die PR-Beraterin Kerstin Hoffmann:

„Oft ist buchstäblich kaum jemand bereit, den Kopf hinzuhalten.“

Da bedient man die Öffentlichkeit lieber mit einem Stakkato aus positiven Floskeln. Das wirkt nicht nur extern lächerlich, sondern auch intern:

„Das kann so mit der Realität einer Organisation nicht übereinstimmen. Keine Organisation der Welt ist nur positiv. Deshalb entsteht ein riesiger grauer oder gar schwarzer Bereich an nicht formulierten Negativeindrücken. Und die braucht ein Ventil und das ist der Zynismus“, so der Soziologe Dirk Baecker im ichsagmal.com-Interview.

Zynismus sei eine Form der extrem intelligenten Beobachtung. Der zynische Kommentar ist in der Regel der letzte Kommentar zu einem Sachverhalt. Vorher schaltet man in den Modus „Dienst nach Vorschrift“ oder reagiert mit innerer Kündigung, was nach Analysen von Gallup bei 85 Prozent der Beschäftigten der Fall ist.

Darüber wollen wir am Donnerstag ab 18 Uhr beim Bonner Digitreff debattieren.

Lob geht runter wie Öl :-) #rp17 #hrfestival #rp18

https://twitter.com/Digitalnaiv/status/861853734816632832

https://twitter.com/andikopp2/status/861553476484169729

https://twitter.com/Amalfitana75/status/861544399964172290

https://twitter.com/Johannes/status/861526048005128196

Alle Livestreams im HRFestival-Blog.

Projektarbeit war klasse. Hoffe, es hat Euch gefallen.

Freu mich schon auf die 🙂

Man hört, sieht und streamt sich 🙂

Wenn Vorurteile in Daten stecken – KI-Session auf der #rp17 #IBM

Wird eine spannende Session am Mittwoch, den 10. Mai in der Networking Area auf der re:publica