🗞 #DailyBriefBonn #015 – Dienstag, 21. Oktober 2025: Zwischen Forschung, Fairplay und frostiger Fürsorge

🏥 Gesundheit | Universitätsmedizin NRW schließt Allianz für die Zukunft
Essenz: Alle Universitätskliniken in NRW – darunter das UKB – bündeln ihre Forschung und Versorgung in einer neuen Kooperationsstruktur.
Warum es zählt: Ein entscheidender Schritt für medizinische Spitzenforschung und Versorgungssicherheit im Rheinland.
🔗 https://www.ukbnewsroom.de/kooperation-zwischen-allen-universitaetsmedizinen-in-nrw/

🎮 Wirtschaft | Minecraft Movie 2 offiziell bestätigt – neue LEGO-Sets in Planung
Essenz: Warner Bros. kündigt den zweiten Minecraft-Film an, LEGO folgt mit neuen Sets.
Warum es zählt: Die Bonner LEGO-Community darf sich auf einen kreativen Hype freuen.
🔗 https://www.promobricks.de/minecraft-movie-2-bestaetigt-lego-sets

🗣 Wirtschaft | Sprachmüllverbrennung Bonn-Luke 7
Essenz: Gunnar Sohn über sprachliche Überhitzung und die neue Ökologie der Worte.
Warum es zählt: Bonn denkt über Kommunikation als Ressource nach – statt als Abfallprodukt.
🔗 https://www.ichsagmal.com/sprachmuellverbrennung-bonn-luke-7

🏙 Bonn | Bei Kälte besonders auf Obdachlose achten!
Essenz: Die Stadt ruft zur Achtsamkeit und Hilfe für Obdachlose in der kalten Jahreszeit auf.
Warum es zählt: Ein Appell an Bonns soziale Verantwortung.
🔗 https://www.bonnnet.de/auch-in-bonn-bei-kaelte-verstaerkt-auf-obdachlose-achten/

🚧 Rhein-Sieg | Straße „Am Honnefer Graben“ bleibt länger gesperrt
Essenz: Sanierungsarbeiten verzögern sich – die Sperrung sorgt für Umwege und Staus.
Warum es zählt: Lokale Infrastrukturthemen prägen Alltag und Mobilität in der Region.
🔗 https://honnef-heute.de/am-honnefer-graben-bleibt-laenger-gesperrt/

💻 Digital | Steering Committees und Advisory Boards – Macht oder Methode?
Essenz: Felix Stein erklärt, wie Entscheidungsstrukturen in Unternehmen agil, aber wirksam bleiben.
Warum es zählt: Ein Thema mit Relevanz für Bonner Start-ups und Institutionen.
🔗 https://www.lean-agility.de/2025/10/steering-committees-und-advisory-boards.html

🌿 Umwelt | BioBitte-Dialogforum: Wege für mehr Bio in öffentlichen Küchen
Essenz: Neue Ansätze sollen den Anteil von Bio-Lebensmitteln in Kantinen und Kitas erhöhen.
Warum es zählt: Bonn als Fairtrade- und Nachhaltigkeitsstadt kann hier Vorbild sein.
🔗 https://www.oekolandbau.de/aktuelles/newsletter-abonnieren/rss-feed/detailansicht/biobitte-dialogforum-wege-fuer-mehr-bio-in-oeffentlichen-kuechen/

🎸 Musik | Galahad – „Alive at Loreley“
Essenz: Progressive Rock in Bestform – Galahad liefern ein atmosphärisches Live-Album mit Kultfaktor.
Warum es zählt: Bonn bleibt eine Stadt für anspruchsvolle Musikliebhaber.
🔗 https://www.betreutesproggen.de/2025/10/galahad-alive-at-loreley/

🌸 Bonn | Grüne Glücksorte: Geh raus & blüh auf!
Essenz: BonnNet.de zeigt die schönsten Orte der Stadt für Herbstspaziergänge.
Warum es zählt: Zwischen Hofgarten und Rhein zeigt sich Bonn von seiner poetischen Seite.
🔗 https://www.bonnnet.de/gluecksorte-in-bonn/

Zitat des Tages:
„Manchmal ist Fortschritt nichts anderes als Zusammenarbeit – im Kleinen wie im Großen.“

Auf ichsgamal.com haben wir jetzt die Probephase abgeschlossen. Wir werten das aus und überlegen, wie das ab Anfang Januar weitergehen könnte. Die Auswertung werden wir hier natürlich veröffentlichen.

🗞️ #DailyBriefBonn #008 – Dienstag, 14. Oktober 2025

🧱 Wirtschaft

LEGO Icons 10366 Tropisches Aquarium erscheint im November – Alle Bilder und Infos zum Set! (PROMOBRICKS)
Essenz: LEGO bringt im November ein neues Display-Set auf den Markt, das tropische Unterwasserwelten nach Hause holt.
Warum es zählt: Bonn ist LEGO-Fan-Hochburg – kreative Freizeitkultur trifft auf Wirtschaftskraft im Detailhandel.
🔗 http://www.promobricks.de/lego-icons-10366-tropisches-aquarium-alle-bilder-und-infos

Von der Forschung zum Geschäftswert: Epi-Proteomik für Versicherer (Zurich Blog)
Essenz: Neue Epi-Proteomik-Verfahren helfen Versicherern, Gesundheitsrisiken präziser zu bewerten.
Warum es zählt: Wissenschaftliche Innovationen werden marktreif – auch Bonner Unternehmen könnten profitieren.
🔗 http://www.zurich-blog.de/epi-proteomik-fuer-versicherer

LEGO 30711 Braille Bricks Polybag jetzt erhältlich (PROMOBRICKS)
Essenz: LEGO startet eine inklusive Initiative: Braille-Steine fördern Lernprozesse von Kindern mit Sehbehinderung.
Warum es zählt: Ein globaler Konzern zeigt, dass Inklusion Innovation befeuert – Beispiel auch für Bonner Bildungseinrichtungen.
🔗 http://www.promobricks.de/lego-30711-braille-bricks-polybag-jetzt-erhaeltlich


🧬 Wissenschaft

Not just trees growing here: How the Integrate Network cultivates cooperation (Resilience Blog)
Essenz: Das europäische Integrate-Netzwerk zeigt, wie Biodiversität durch Kooperation zwischen Forst und Forschung gedeiht.
Warum es zählt: Bonn ist Schaltstelle internationaler Nachhaltigkeitsnetzwerke – auch das Integrate Secretariat sitzt hier.
🔗 http://www.resilience-blog.com/how-the-integrate-network-cultivates-cooperation

Ihr braucht doch alle Hilfe, ey! (Open History e.V.)
Essenz: Historiker Nico Nolden beschreibt, wie kollaborative Geschichtsarbeit digitale Communities belebt.
Warum es zählt: Erinnerungskultur wird partizipativ – Impulse auch für Bonns offene Geschichtsprojekte.
🔗 http://www.open-history.de/ihr-braucht-doch-alle-hilfe-ey

Der Weg ist das Ziel (Rheinische Geschichte)
Essenz: Eine Reflexion über Bewegung, Wandel und Selbstverständnis der Region.
Warum es zählt: Bonns Identität entsteht im Gehen – zwischen Geschichte und Zukunft.
🔗 http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/weg-ist-das-ziel


🪴 Umwelt

Neue Fördermaßnahme des BMELH: „Land.Heimat.Innovativ“ stärkt die ländlichen Regionen (Ökolandbau.de)
Essenz: Das Bundesministerium startet ein Programm, um Innovation und Daseinsvorsorge im ländlichen Raum zu fördern.
Warum es zählt: Der Rhein-Sieg-Kreis profitiert direkt – Digitalisierung und Nachhaltigkeit auf dem Land werden messbar.
🔗 http://www.oekolandbau.de/land-heimat-innovativ


🧠 Digital & Gesellschaft

Von Windows 10 auf Linux (Beueler Extradienst)
Essenz: Constanze Kurz spricht mit netzpolitik.org über digitale Selbstbestimmung und Open-Source-Kultur.
Warum es zählt: Bonn braucht digitale Souveränität – der Schritt zu Linux wird zum Symbol einer offenen Stadt.
🔗 http://www.beueler-extradienst.de/von-windows-10-auf-linux

Flooding the Zone (II) (On Lean and Agility)
Essenz: Felix Stein analysiert, wie Organisationen mit zu viel „Change“ den Überblick verlieren.
Warum es zählt: Auch Bonner Mittelständler stehen im Dauerwandel – Agilität braucht jetzt Struktur statt Hype.
🔗 http://www.onleanandagility.com/flooding-the-zone-ii

Kampf um den Kanon (Beueler Extradienst)
Essenz: Ein Gastbeitrag über Streitkultur, Bildung und den neuen deutschen Kulturkampf.
Warum es zählt: Die Debatte um kulturelle Deutungshoheit erreicht auch Bonns Bildungslandschaft.
🔗 http://www.beueler-extradienst.de/kampf-um-den-kanon


🗣️ #TagesgesprächinBonn

🕵️ Ermittlungen nach Leichenfund in Bonn-Lannesdorf
Essenz: Nach dem Fund eines Toten in Lannesdorf laufen Ermittlungen auf Hochtouren.
Warum es zählt: Lokale Sicherheitslage bleibt sensibel – Vertrauen in Aufklärung entscheidet über das Stadtklima.
🔗 www.radiobonn.de/artikel/ermittlungen-nach-leichenfund-in-bonn-lannesdorf-2466721.html


💬 Zitat des Tages

„Modernität ist keine Epoche – sie ist der Moment, in dem wir merken, dass wir keine mehr haben.“
frei nach Jacob Taubes


Jeden Tag neu. Keine Wiederholungen. Nur Relevanz.

#TagesgesprächinBonn

Leibniz wäre heute ein Nerd und Gamer: Eine Anregung für analoge Volkspädagogen

Wegweisende Nerds der Zukunft und Vergangenheit
Wegweisende Nerds der Zukunft und Vergangenheit

Unsere bildungsbürgerliche Elite kann vielleicht Schillers Glocke auswendig runterbeten, versagt aber bei der Unterscheidung von Bits und Bytes. Zeit für einen Besuch bei der Gamescom in Kölle – Onkel Christoph zeigt Euch Gamer in freier Wildbahn.

So leite ich meine The European-Kolumne zum Thema „Farmville statt Fontane“, obwohl ich Farmville gar nicht spiele. Aber die Alliteration klingt halt besser.

Wenn im Besserwisser-Biotiop der teutonischen Volkspädagogen die Digitalisierung wie eine ansteckende Krankheit und Informatik in der Schule als unnötiges Exotenfach stigmatisiert wird, könnten es die kulturkritischen „Leerer“ wenigstens mit einem Ausflug in das Barock-Zeitalter versuchen. Wie wäre es mit einem Exkurs in die Maschinenwelt und das Netzwerk eines gewissen Gottfried Wilhelm Leibniz? Theoria cum Praxi.

Was immer auch die Computertechnologie und Computertheorie an Umwälzungen hervorgebracht haben, alle ihre Themen und Motive sind bei Leibniz schon versammelt, so die Autoren Werner Kürzel und Peter Bexte in ihrem Opus: „Allwissen und Absturz – Der Ursprung des Computers“ (Insel Verlag).

Der Kombinatoriker Lullus

Leibniz knüpft mit seinen Überlegungen an die Kombinationskunst von Raimundus Lullus an, der im ausgehenden 13. Jahrhundert die erste Denkmaschine Europas konzipierte. Mallorca-Urlaubern sei ein Ausflug ins Kloster auf dem Berg Randa empfohlen.

Leibniz war von einem banalen Mechanismus fasziniert, der das ganze Geheimnis aller Wunderdinge beinhaltet, die die vielfältig einsetzbaren digitalen Geräte in unserem Alltag vollbringen. Die Gedankenspiele von Leibniz kreisten um eine Maschine, die zu einer fortdauernden Simulation unser ureigensten Fähigkeiten fähig ist.

Aufpassen, liebwerteste Gichtlinge des Bildungsbürgertum, jetzt geht es um die Einleitung meiner Kolumne. Leibniz entwickelt den Bauplan einer b i n ä r e n Rechenmaschine in seiner Niederschrift über das duale Zahlensystem – er war also 1679 schon sehr viel weiter als unsere analogen Volkspädagogen heute:

„…Eine Büchse soll so mit Löchern versehen sein, dass diese geöffnet und geschlossen werden können (heute Strom – Nicht-Strom). Sie sei offen an den Stellen, die jeweils 1 entsprechen, und bleibe geschlossen an denen, die 0 entsprechen. Durch die offenen Stellen lasse sie kleine Würfel oder Kugeln in Rinnen fallen, durch die anderen nichts. Sie werde so bewegt und von Spalte zu Spalte verschoben, wie die Multiplikation es erfordert. Die Rinnen sollen die Spalten darstellen, und kein Kügelchen soll aus einer Rinne in eine andere gelangen können, es sei denn, nach die Maschine in Bewegung gesetzt ist.“

Alle Zahlen und Stellen werden lediglich durch die Ziffern 0 und 1 repräsentiert. Ein differenziertes Transportsystem muss dafür sorgen, dass die Maschine richtige Resultate errechnen kann. Man könnte auch von einem Datenbus-Transportsystem sprechen und befindet sich im Zentrum der Informatik.

„Wenn die Zahlen auf ihre einfachsten Prinzipien mit 0 und 1 reduziert werden, dann herrscht überall eine wunderbare Ordnung.“

In der Reduktion der Zahlenwelt, schreiben Kürzel und Bexte, entsteht die universelle Matrix des Systems.

Leibniz konnte im 17. Jahrhundert digital denken – unsere Meinungsführer in Politik, Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft können es nicht.

Sie sollten sich Anregungen beim Netznavigator, Nerd und Gamer des barocken Zeitalters holen.

Breitbandkommunikation in norwegischen Fjorden: Überall-Internet mit analogen Mobilfunknetzen

Norwegen ist unglaublich schön – besonders in jenen Ecken, die etwas abgeschiedener liegen. Jetzt könnte es nach einem Bericht von Technology Review noch schöner werden. Zumindest für Leute, die immer und überall online sein wollen: „Ein Provider namens Ice.net schickt sich seit einiger Zeit an, naturverbundene Menschen auch in der eigenen Hütte am Fjord, draußen auf einer der vielen Inseln sowie selbst im Boot vor der Küste mit dem kommunikationstechnischen Must-Have der heutigen Zeit zu versorgen: Breitband-Internet“, so Technologie Review.

Das Unternehmen setze dabei auf eine kluge Kombination aus alter und neuer Technik: Der Provider verwende die Lizenz des alten nordischen Analog-Mobilfunks NMT und betreibe darüber ein so genanntes CDMA-Netz – in den USA unter dem Schlagwort EVDO bekannt. Diese Verfahren ermöglichen die gleichzeitige Übertragung verschiedener Datenströme auf einem gemeinsamen Frequenzbereich. „Der Vorteil gegenüber UMTS: Da NMT auf einer geringeren Frequenz als UMTS sendet und empfängt, sind weniger Basisstationen notwendig und die Wellen reichen weiter. Das reicht für 2,5 bis 3 Megabit selbst in dünner besiedelteren Regionen, etwas weiter draußen bekommt man immerhin noch knapp ein Megabit“, schreibt Technology Review.

Die Technik könnte sei einfach. Man erhalte entweder ein USB-Modem oder noch simpler einen kompakten WLAN-Router, der gleichzeitig im drahtlosen Breitband-Internet eingebucht ist. Man brauche weder Passwort noch SIM-Karte, das Gerät ist sofort eingebucht. Der Router generiere eine eigene private WLAN-Zone, in die man alle im Haus befindlichen Rechner einklinken kann. Bezahlt werden rund 250 Euro für die Hardware, wenn man keinen längeren Vertrag abschließen will – ansonsten werde es billiger. Für die Flatrate kommen nochmals knapp 50 Euro im Monat hinzu. „Für norwegische Verhältnisse ist das ein Schnäppchen“, verkündet Technology Review. Für Deutschland wäre so etwas nur nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur möglich. „Da müsste ein politischen und wirtschaftliches Interesse mit Nachdruck öffentlich geäußert werden“, so die Einschätzung von Andreas Latzel, Deutschlandchef des ITK-Anbieteres Aastra.

Angesichts von vier UMTS-Lizenzen, die ja alle sehr teuer erworben wurden, sei das aber sehr fraglich. Neue 3G-Übertragungsverfahren könnten zur Zeit nicht durchgesetzt werden. „Technisch abwegig ist die Idee nicht. So sind die Frequenzbänder des ehemaligen analogen C-Mobilfunknetzes ja auch für Railnet verfügbar, das Netz zur Versorgung der ICE-Züge der Deutschen Bahn. Dort kommt Flash-OFDM als Modulationstechnik im Bereich von 450 MHz zum Einsatz, bei Übertragungsraten im Downlink von 1,5 bis 5,1 Mbit pro Sekunde.
Von der Technik her würden sich damit auch ländliche Regionen ohne DSL erschließen lassen“, weiß Latzel.

Allerdings zeige die Situation um WiMAX (802.16), wie schwierig sich Geschäftsmodelle für Breitbanddienste im Zeitalter der Flat Rates und des Wettbewerbs DSL gegen Kabelnetze gestalten. „Obwohl in Deutschland WiMAX-Lizenzen im Dezember 2006 vergeben wurden, ist jetzt 24 Monate später immer noch kein Angebot auf Basis des für ländliche Gebiete gut geeigneten WiMAX in Sicht“, resümiert Latzel.