Die Zeitschriftenverleger lernen dazu: Mediennutzung verändert sich dramatisch

Heute habe ich eine Einladung der VDZ-Akademie bekommen. Da ist von Auflagen- und Anzeigenverlusten die Rede, da sollten sich Redakteure an neue Arbeitsformen des Internets gewöhnen und da soll der Chefredakteur eine Metamorphose zum Communitymanager zurücklegen. Späte Erkenntnis: „Das Berufsbild des Redakteurs wandelt sich mit der Veränderung der Mediennutzung dramatisch. RedakteurInnen schreiben und redigieren heute meist nicht mehr lediglich für eine Zeitung oder Magazin, sondern bedienen crossmedial alle Kanäle des Mediums: Print, Online, Mobile. Auflagen- und Anzeigenverluste in häufig dicht besetzten und saturierten Märkten führen in Medienhäusern zudem zur Optimierung der Kosten und erfordern neue redaktionelle Arbeitsstrukturen und effiziente Workflows. Für ChefredakteurInnen und Redaktionsleiter wachsen damit die Anforderungen an ihr unternehmerisches Profil, das Thema dieses Seminars und Trainings ist. Sie sollten grundlegende Analysetechniken und Strategiemethoden beherrschen, um die Marktpositionierung und Zielgruppenspezifikation ihrer Titel beständig zu verbessern, die redaktionellen Arbeitsabläufe hinsichtlich ihrer Budgets und Ressourcen möglichst effizient organisieren, ihren Beitrag bei der Planung und Markteinführung neuer Geschäftsmodelle und zusätzlicher Erlösquellen im Markenkranz eines Titels leisten, die von ihnen geführten Mitarbeiter nicht nur ‚verwalten‘, sondern entwickeln – und bei allem die Qualität redaktioneller Leistung auf hohem Niveau nachhaltig sichern. Daher bietet die VDZ Akademie das Seminar ‚Der unternehmerische Chefredakteur – Der Chefredakteur als Unternehmer‘ am 14. – 16. Juni 2011 in Hamburg an und stellt die dazu erforderlichen Methoden und Techniken vor, die aus dem früheren ‚Redaktionsleiter‘ den Marken-, Qualitäts- und Communitymanager machen.“

Klassentreffen der Printveteranen und der Kampf um die Aufmerksamkeit im Netz

Monkeypenny hat sich ausführlich mit den Zeitschriftentagen des VDZ in Berlin auseinandergesetzt und man gewinnt langsam den Eindruck, dass diesem Klassentreffen der Printveteranen eine historische Dimension zukommt. So empörte sich der Verleger Hubert Burda über den Angriff auf sein altes werbefinanziertes Geschäftsmodell der Holzmedien und machte seiner Wut gegen Google mit dem Satz Luft: „Ich lasse mich von einer Suchmaschine nicht in die Ecke drängen.“

„Der trotzige Widerspruch erinnert mich an Loriots ‚Ich lasse mir von einem Fernseher nicht vorschreiben, wie ich meinen Abend zu verbringen habe.‘-Sketch: Die Behauptung des Gegenteils der Realität um diese Verschwinden zu machen. Realität ist: Das Netz hat gewonnen. Google wird nicht weggehen oder aufhören, in Aggregation und smarten Dienstleistungen das zu bieten, was Nutzer brauchen um sich im Netz zu bewegen, das als technische Umgebung eine gänzlich neue Weltordnung darstellt für Verlage als Angebotsakteure und ihr Geschäftsmodell, Aufmerksamkeit zu erringen und in Werbeerlöse oder Direktverkäufe zu wandeln: Eine Umgebung, in der sie als ein Anbieter und Medienkonsum als eine Anwendungsform neben interpersonaler Kommunikation, p2p-Netzwerken, E-Commerce, Gaming und dem Hochladen von Katzenfotos mit orthographisch fragwürdigen, aber witzigen Bildunterschriften stehen. Was die Print-Menschen (oder zumindest diejenigen, die ich in den zwei Veranstaltungstagen öffentlich sprechen höre) scheinbar nicht realisiert haben, ist die Tiefe der Revolution, in der sie sich befinden, dokumentiert in Daten der Mediennutzung wie sie diejenigen Studien erfassen, die nicht von der Printbranche selbst beauftragt worden. So lag laut ARD-Langzeitstudie Massenkommunikation 2010 die Tagesreichweite des Internets bei den 14-29jährigen 2009 bei 73,5 Prozent, die der Tageszeitung bei 26,1 Prozent und die der Zeitschriften bei 6,8 Prozent. Das entspricht einer Steigerung um 50 Prozent für das Internet, einem Verlust von 10 Prozent bzw. 5 Prozent für Tageszeitungen bzw. Zeitschriften“, schreibt Monkeypenny.

Noch deutlicher zeichne sich das Bild des Mediennutzungswandels bei Betrachtung der Zahlen zur täglichen Mediennutzungsdauer ab, die, I’m afraid Hubert, den „Print is back“- Satz noch mehr ins Reich der Märchen bannen: „So nahm die tägliche Nutzungsdauer von Zeitschriften (und seien wir großzügig, beziehen wir uns nicht nur auf Menschen bis 29 sondern nehmen wir alle Deutschen ab 14 Jahre als Datenbasis, also auch die Haptiker einer Generation Hubert, für die ein Leben ohne Druckerschwärze zum Frühstücksei dem Gang in die Apokalypse gleich kommt) von 2000 bis 2010 von 10 Minuten auf 6 Minuten ab, die des Internet hingegen von 13 Minuten auf 83 Minuten zu. Ich bin keine Volkswirtin, meine Haare sind nicht so glänzend und meine Slogans nicht so schmissig wie die der Menschen von Booz & Company, die dem VDZ, wahrscheinlich gegen sehr viel Geld eigene Studiendaten vorstellen durften, trotzdem glaube ich diese (dank des Geburtsfehlers des Netzes frei verfügbaren und trotzdem knorke-wissenschaftlich-validen Daten) prozentual korrekt übersetzen zu können mit: In dem Zeitraum, in dem das Internet seine tägliche Nutzungszeit um mehr als 500 Prozent steigerte, verlor die Zeitschrift 40 Prozent“, führt Monkeypenny weiter aus und geht dann auf ein Phänomen ein, dass von den Printveteranen in Berlin wohl total ausgeblendet wurde: Die veränderte Aufmerksamkeitsverteilung in der neuen Medienwelt, um die sich in den nächsten Jahren Google und Facebook massiv streiten werden, wie ich es in einem Interview mit der Sendung „Trackback“ (ab der Sendeminute 10:50) von Radio Fritz ausgeführt habe.

Beim Kampf Google gegen Facebook geht es nicht um einen neuen Maildienst – die Endung facebook.com mag ja einen gewissen Coolness-Faktor haben – es geht um eine neue Währung im Netz: um Aufmerksamkeit, um Empfehlungen, Interessen, Meinungen und Einfluss. So sehen es auch die Wiwo-Redakteure Michael Kroker, Matthias Hohensee und Sebastian Matthes in ihrer heutigen Story „Kampf der Titanen“: Der Suchkonzern Google wisse zwar, was Menschen im Netz suchen. „Facebook aber kennt zudem unsere Freunde und deren Interessen. Dieses Wissen wendet Zuckerberg nun auf die elektronische Kommunikation an. Im Gegensatz zu Google, dessen Suchintelligenz auf ausgefeilten Algorithmen basiert, setzt Facebook bei der Bestimmung für uns relevanter Informationen auf soziale Interaktion“, so die Autoren der Wirtschaftswoche. Wenn Google zur Zeit sogar millionenschwere TV-Werbung schaltet mit dem Slogan „Das Leben ist eine Suche“, zeigt das sehr deutlich, wie nervös die Mountain Viewer mittlerweile sind. Facebook könnte eine Kampagne starten mit dem Spruch „Das Leben ist das Leben“. Es ist ein Netzwerk gemeinsamer Interessen. Was ich nicht weiß, kann ich auch nicht suchen. Wenn ich aber über das Facebook-Netzwerk auf interessante Dinge hingewiesen werde, die ich vorher gar nicht im Kopf hatte, ist das sehr viel wirkungsvoller.

Deshalb lag auch die Zeitschrift Wirtschaftswoche mit ihrer Titelstory in der vergangenen Woche richtig. Facebook entwickelt sich zu einer Verkaufsmaschine. Und ihrer heutigen Geschichte schreiben die Autoren: Google und Facebook gehe es um personalisierte Werbung. Es gehe um das Herausfiltern relevanter Zielgruppen für Netzkampagnen. Und hier kann Facebook Boden gut machen. Allein durch den simplen Like-Button, mit denen Facebook-Mitglieder ihren Freunden Seiten, Texte, Dienstleistungen und Produkte empfehlen können, erhalte Facebook massenhaft Informationen über Internet-Nutzer. Dieses Wissen könne Facebook mit dem neuen Nachrichtendienst ausbauen. Google arbeitet mit Algorithmen und Facebook mit den Menschen – das ist der Unterschied. Eine leise Vorahnung des Machtkampfes um die Aufmerksamkeit kann man beim Streit um den Abgleich der Facebook-Nutzerdaten mit den Google-Mailadressen bekommen. Google hat diesen Zugriff gestoppt: „In der Internet-Szene wird das als Kriegserklärung gewertet.“

Insofern kommt das Google-Bashing von Hurbert Burda vielleicht etwas verspätet. Blöd ist es ja, dass die Verlage nicht auch im Internet ihre hohen Anzeigenpreise an den Mann bringen: „Das fing ganz langsam an mit dem Thema Cost per Click. Ich weiß noch, wie mich Christoph Schuh (Vorstand der Tomorrow Focus AG, Anm. der Red.) anrief und sagte: Bei Focus Online haben wir einen Anzeigenpreis von 12.000 Euro für die Festplatzierung und bei Abrechnung nach marktüblichen Suchmaschinen-CPC´s sind es gerade einmal 380 Euro. Die CPC-Abrechnung und das Überinventar durch Communities haben die Preise kaputt gemacht und die Brandingleistung nicht vergütet. Am Ende blieben eben die Pennies hängen – bis auf wenige große Redaktionsmarken: für Google vielleicht Milliarden Mal. Für uns: vielleicht eine Million. Und eine Million mal 30 Cent sind eben nur 300.000. Die Redaktionskosten blieben die gleichen, Google nahm die Inhalte dankend ab und sagte uns, schauen Sie mal, wie wir Ihnen Traffic bringen“, so Burda im Interview mit Meedia.
Er glaube nicht, dass Search bei Google fair ist. Denn Google lege ja die Kriterien der Suche nicht offen. „Und es gibt auch keinen Fair Share an den Vermarktungserlösen, denn jeder muss damit zufrieden sein, was Google gibt. Wir haben das CPC-Modell für Google-Anzeigen akzeptiert, weil wir uns auf ihre Währung eingelassen haben. Und dann kamen noch die Werbekunden, die sagten: Endlich haben wir ein Modell, wo wir die Response auf eine Kampagne genau messen können“, erläutert Burda.

Um so erstaunlicher der VDZ-Tagungsbericht von Monkeypenny. Bei dem Veteranentreffen habe niemand das Zuckerbergsche Imperium der sozialen Vernetzung erwähnt. Es wäre allein deswegen wichtig, weil Facebook in diesem Jahr mit bescheidenen 540 Millionen Unique Usern im Google Ad Ranking die am meisten frequentierte Website weltweit ist. Das seien 540 Millionen Unique User, die ihre Werbebotschaft nicht mehr bei Hubert abholen. „Oder bei Bernd Buchholz, wobei mir dieser, auf Konkurrenz durch Facebook angesprochen, erklärt, es sei ja so, dass dieses Portal einzig der Imagepflege, der Prüfung von Profilen potentieller Partner und dem Austausch von Nachrichten zu diesem Zwecke dienen. Das mag ja stimmen: Allein, wenn junge Menschen eben nur noch jenes tun wollen im Netz, dann sollte jeder kluge Verleger sich dorthin begeben, wo dies stattfindet, anstatt darauf zu bauen, mit Rohrkrepierern wie der bym-WG eigene Versuche des Abfangens veränderter Mediennutzung zu betreiben. Soziale Filter, Agieren auf Augenhöhe und eine auf Agilität und Präsenz dort, wo Nutzer sind, ausgerichtete Strategie: Nichts anderes meinte ich, als ich, nach zwei Tagen Kopfschütteln und Dampfkochtopftweets dem trotzigen ‚Die Bravo hat aber über 400.000 Abo‘- Tweet des Anzeigenleiters eines deutschen Wirtschaftsmagazins kraftlos ein ‚Facebook rult‘ entgegen setzte.“

Und genau dieses Thema werde ich für die nächste Service Insiders-Story behandeln. Wenn sich die Internetwelt immer mehr in Richtung des universalen Aufmerksamkeitsverteilers Facebook dreht, dann würde selbst ein neues Sharing-Modell mit Google sehr schnell obsolet sein. Denn die Aufmerksamkeit entsteht nicht durch Algorithmen, wie bei Google, sondern durch uns, die Facebook-Nutzer. Die Werbewirtschaft braucht also eine neue Währung! Nicht mehr Klickzahlen, sondern Interessen, Empfehlungen, Reichweite und Einfluss in sozialen Netzwerken. Eine Social Media-Index, der Aufmerksamkeit monetarisiert. Wie könnte das ausschauen? Eure Statements könnt Ihr hier posten oder mir direkt zuschicken an gunnareriksohn@googlemail.com.

Siehe auch:
WiWo feiert Facebook-Fanpages.

Hubert Burda und das Omen namens BBDO Proximity.

Die Prognosen des iPad-Gurus Ringier und das Leistungsschutzrecht gegen die Gratiskultur der Kioske

Die Don Dahlmann-Glosse über die Berliner Tagung des Verbandes der Zeitschriftenverleger (VDZ) treibt den ganzen Mumpitz über das Leistungsschutzrecht höchst amüsant auf die Spitze. Auszug: „Zu dem beklagt der VDZ die ‚Gratis-Kultur‘ im Kiosk- und Zeitschriftenhandel. ‚Dort werden Zeitungen offen auslegt, so dass jeder Mensch, der zufällig vorbei kommt, einfach darin lesen kann, ohne zu bezahlen. Teilweise werden diese illegalen Angebote von den Kioskbesitzern nicht mal kontrolliert sondern sogar hingenommen.‘ Der Verband der Deutschen Kioskbesitzer reagierte auf die Vorwürfe mit Unverständnis. ‚Es steht jedem Verlag frei, seine Zeitungen und Magazine aus dem Sortiment zu nehmen. Wir liefern unseren Kunden auch nur die Schlagzeilen und die Titelblätter. Ein Missbrauch der offen angelieferten Druckexemplare durch einzelne Kunden liegt weder in unserer Verantwortung, noch wollen wir jeden Kunden ohne Verdacht überwachen.‘ Der Sprecher des Verbandes führte weiter aus, dass die kurzzeitige Betrachtung einzelner Zeitungen und Magazine auch ein Kaufanreiz darstellen kann. ‚Letztlich muss aber der VDZ wissen, wie er seine Kunden behandelt‘, sagte der Sprecher.

In die Sparte Realsatire fällt die Rede des Alternden-Verlegers Michael Ringier. Meedia hat das sehr schön zusammengefasst.

„Es gibt keine Schwarmintelligenz, dafür haben wir den digitalen Mob.“

„Wir brauchen die Gold-, Silber- und Bronze-Journalisten, die jeden Tag, jede Woche und jeden Monat hungrig danach sind, Medaillen zu gewinnen. Wir brauchen Edelmetall. Den Schrott finden Sie im Internet.“

„Mich erinnert das iPad weniger an einen Rettungsanker für Verlage als an meine Märklin-Eisenbahn, mit der ich vor 50 Jahren gespielt habe.“

An diese Sätze wird sich der digitale Mob erinnern, Herr Ringier. Wir werden diese Sätze einrahmen und Ihnen in ein paar Jahren an die Wand nageln neben den klugen Weissagungen von Kaiser Wilhelm II bis zum IBM-Chef Thomas Watson. Schon tausendfach zitiert worden, hier aber noch einmal komprimiert dargestellt: „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung“ (Kaiser Wilhelm II).

Mit einer ebenso falschen Vorhersage lag der bekannte britische Wissenschaftler Lord Kelvin daneben: „Das Radio hat keine Zukunft.“ F. Zanuck, Chef von 20th Century-Fox: „Das Fernsehen wird nach den ersten sechs Monaten am Markt scheitern. Die Menschen werden es bald satthaben, abends in eine Sperrholzkiste zu starren.“

Thomas Watson, Chef von IBM, der 1943 vorhersagte: „Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.“ Sie müssen sich also nicht schämen, Herr Ringier, sie stehen bald in einer prominenten Ahnengalerie.

Zum Wehklagen von Hubert Burda empfehle ich: Verlage wollen Aufmerksamkeit und satte Renditen: Nur die Google-Apple-Facebook-Konkurrenz stört ein wenig.

Leistungsschutzrecht: Die Pläne der Verleger führen zu einem Abmahn-Tsunami

Aus einer anonymen Quelle sind netzpolitik.org aktuelle Papiere aus dem Verlegerumfeld zugeschickt worden. Es geht um eine gemeinsame Strategie bei der Diskussion um ein Leistungsschutzrecht: „Besonders der erste Punkt ist mehr als heikel, mit der Forderung möchte man Sprache monopolisieren, die gesellschaftlichen Auswirkungen sind immens“, schreibt Markus Beckedahl. Und seine Bedenken kann ich voll unterstreichen.

Auszug aus dem Eckpunktepapier von VDZ und BDZV zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger:

„Um einen effektiven Rechtsschutz zu gewährleisten, sollten nicht nur Teile des Presseerzeugnisses wie einzelne Beiträge, Vorspänne, Bilder und Grafiken geschützt werden. Schutzwürdig sind beispielsweise auch Überschriften, Sätze, Satzteile etc., soweit sie einer systematischen Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentlichen Wiedergabe in Verbindung mit dem Titel des Presseerzeugnisses dienen…..

Um einen möglichst einheitlichen Ansprechpartner für Nutzer sicherzustellen, sollte die Auswertung des Leistungsschutzrechtes nur durch eine Verwertungsgesellschaft möglich sein.

Das Recht sollte nicht zu einer Situation führen, in der die Rechteinhaber dazu gezwungen wären, zu Beweiszwecken umfassende Daten über das Verhalten konkreter gewerblicher Nutzer auf den Onlineseiten der Presseverlage zu sammeln. Es sollte daher auf gesetzlicher Ebene eine Beweisregelung geschaffen werden, die eine sachgerechte Rechtsdurchsetzung ermöglicht“, Zitat Ende.

Überschriften, Sätze oder Satzteile fallen in das Leistungsschutzrecht? Wie soll dann noch aus anderen Quellen zitiert werden? Und Überschriften. Hier werden die Geschütze nicht nur gegen Google positioniert. Das kann auch jeden Blogger treffen. Verräterisch ist ja auch die Forderung nach der Einrichtung einer „Verwertungsgesellschaft“, die mit möglichst geringen Beweisregeln die Interessen der Verlage durchsetzen soll. Da werden sich die Justiziare schon jetzt die Hände reiben und ihre Serienabmahnungen vorbereiten.