Wir werden in der Meistermacher Morningshow am Freitag (10 Uhr) über die Halbfinal-Begegnungen sprechen, über Vorbereitungen für die Endspiel-Party im einzigen Bonn-Duisdorfer EM-Studio (Johannes Mirus hat ja kein richtiges EM-Studio – ätsch) und über eine „Spielerfrauen-Studie“, über die unsere EM-Spielerfrauen-Beobachterin Katja Raasch nur müde lächeln kann.
Ich hätte auch nicht einfach @timobruecken ungefragt damit "belästigt" 😉
— Parklife Training (@ParklifeRaasch) July 6, 2016
Demnach ist Cathy Hummels unter den „aktuellen“ Spielerfrauen die bekannteste und hübscheste. Lisa Müller gilt als die sympathischste und liegt beim Aussehen hinter Ann-Kathrin Brömmel auf dem dritten Platz.
Lena Gercke erreicht bei den Ex-Spielerfrauen an der Tabellenspitze, wenn es um Bekanntheit, Aussehen und Sympathie geht, gefolgt von Mandy Capristo und Sila Sahin.
Thomas und Lisa Müller werden die größten Chancen auf eine lange, gemeinsame Zukunft zugetraut.
Nur die Wenigsten glauben, dass Spielerfrauen gute Geschäftsfrauen sind.
Wenn sich da die Probanden nicht täuschen.
Statt 2.715 Menschen in einer Umfrage mit Fragen zu strapazieren, hätten die Spielerfrauen-Analysten lieber den Ausführungen unserer EM-Spielerfrauen-Beoabachterin in der Meistermacher Morningshow folgen sollen.
Wir kennen sogar die Transfergerüchte bei den EM-Spielerfrauen. Am Freitag, um 10 Uhr über Hangout on Air und Facebook Live.
Nun ist es soweit. Nach dem souveränen Sieg der deutschen Mannschaft im Spiel gegen die Slowakei, ist die Jogi Löw-Elf von Krake Paul 2.0 an die Spitze gesetzt worden als Top-Favorit für den Gewinn der Fußball-Europameisterschaft.
Es folgen Frankreich, Belgien, Spanien und Portugal. Vergangene Woche war noch Spanien als heißester Kandidat für den Titelgewinn gehandelt worden. Jetzt sind sie sogar hinter Belgien auf den vierten Platz zurückgefallen. Das kann sich aber heute schon nach dem Spiel gegen Italien schnell ändern.
Deutschland das erste Mal alleiniger Spitzenreiter
„Für seine Prognosen durchforstet Paul 2.0 laufend das Internet nach der EM-Berichterstattung zur Fußball EM“, sagt Rüdiger Möller vom Startup-Unternehmen Juptr.
Er hat das Analyse-Tool gemeinsam mit seinem Team entwickelt und kennt sich als Experte für Börsensysteme mit Big Data-Anwendungen und Sentimentanalysen aus.
„Verändern sich die Meldungen, verändert sich auch die Prognose – und nach jedem Tor werden die Siegchancen angepasst“, so Möller.
In der Meistermacher Morningshow werden wir das vertiefen und natürlich auf das Achtelfinale eingehen.
Man hört, sieht und streamt sich in der Meistermacher Morningshow
Welcher Plan von Jogi Löw im EM-Spiel gegen Polen geschmiedet wird, bleibt sicherlich bis zum Abpfiff das Geheimnis des Weltmeister-Trainers. Meistens wird der magische Glaube muss an Plänen durch Beschwörungen, Zeremonien, Mythen und Legenden des Erfolgs gefestigt werden, schreibt der Organisationstheoretiker Professor Günther Ortmann in seinem Opus „Kunst des Entscheidens“ (Verlag Velbrück Wissenschaft).
Man klopft erzählt sich nette Geschichten über die Vernunft vergangener Entscheidungen – in Wahrheit sind es billige Ex-post-Prognosen nach dem Motto: „Das musste ja so kommen.“ Egal, in welcher Verpackung solche Mythen daherkommen. Zur EM ist es sicherlich die „Packing-Analyse“, die im Nachgang eines Spiel dokumentiert, wie viele gegnerische Spieler überspielt wurden. Wichtig dabei vor allem die überspielten Verteidiger.
Der Wissenschaftler Karl Weick hat für diese Schein-Rationalitäten eine hübsche Allegorie auf Lager: So erzählt er vom Militärmanöver einer ungarischen Aufklärungseinheit in den Schweizer Alpen. Zwei Tage galten die Soldaten als verschollen, aber am dritten Tag kehrten sie unversehrt zurück. Wie war das möglich?
„Wir waren eingeschneit und hatten uns schon aufgegeben, aber dann fand einer von uns eine Karte in seiner Tasche, und wir beruhigten uns. Wir schlugen ein Lager auf, überstanden den Schneesturm und fanden mit Hilfe der Karte den Rückweg.“
Der Vorgesetzte ließ sich das bemerkenswerte Dokument zeigen und war überrascht: Auf der Karte waren nicht die Alpen verzeichnet, sondern die Pyrenäen. Entscheidend war also nicht der Plan, sondern das situative Handeln. Viele Führungskräfte verlassen sich nach Auffassung von Ortmann auf das Falsche, den Plan, verbringen, gestützt auf diesen Irrtum, noch mehr Zeit mit Planung und weniger mit Handeln, und sind am Ende sehr erstaunt, wenn mehr Planung nichts besser macht.
Besonders erfindungsreich sind die Controlling-Geister bei der Schönfärberei mit Kennzahlen:
„Erst untertreibt man, was erreicht werden kann/soll, dann übertreibt man, was erreicht worden ist“, so Ortmann.
Der Harvard-Ökonom Michael Jensen nennt diese Art der Erbsenzählerei auch „Paying people to lie“. Führungskräfte mit falschen Karten, vieldeutigen Plänen, Kalenderweisheiten und leeren Strategiekonzepten erinnern Ortmann an den vielzitierten nackten Kaiser und seine neuen Kleider. Es geht um das Management von Symbolen mit Placebo-Wirkung.
Statt die Zeit mit Strategien und Plänen zu verschwenden, sollten sich Organisationen als Beobachter des Zufalls bewähren. Gelegenheiten erkennen, statt einer Schimäre der rationalen Entscheidung hinterherzulaufen. Wir sollten die Pläne von Jogi Löw und Packing-Systeme nicht überwerten, sondern in der geübten lockeren Art und Weise der Meistermacher Morningshow unter die Lupe nehmen.
Um 9:45 Uhr im EM-Studio in Bonn-Duisdorf mit dem Studiogast Guido Bosbach, der nach seinen Ausflügen in die Planungswelt des Bundestrainers an der Torwand seine Fußball-Kompetenz unter Beweis stellen muss.
Gestern lag ich richtig mit meinem Meistermachertipp, den ich in der gestrigen Morningshow verkündet habe. Frankreich gegen Rumänien 2:1 – auch wenn es etwas glücklich war. Drei Punkte aufs Konto beim Tippspiel für Freunde in der Gruppe Juptr Meistermacher.
„Wie soeben bekannt wurde, ist Bundestrainer Jogi Löw bei seiner Morgentoilette unglücklich mit dem Fuß umgeknickt. Die vernichtende Diagnose: Bänderriss im rechten Sprunggelenk. Der 56-Jährige wird frühestens in neun Wochen wieder am Spielfeldrand stehen können. Während Löws EM-Träume damit geplatzt sind, beginnen nun die Spekulationen, wen der DFB nachnominieren wird.“
Die Verletzung Löws, der schon während der Vorbereitung immer wieder mit Spliss zu kämpfen hatte, sei offenbar ohne gegnerische Einwirkung zustande gekommen. Wie tragisch.
Der Meistermacher Morningshow ist es durch exklusive Kontakte zur DFB-Zentrale in Frankfurt am Main gelungen, den Ersatzmann für den Weltmeister-Trainer exklusiv im EM-Studio in Bonn-Duisdorf der Weltöffentlichkeit zu präsentieren. Danach fliegt der Studiogast direkt mit dem Hubschrauber der Bundeswehr ins Quartier der Nationalmannschaft in Évian-les-Bains, um mit dem Team-Manager Oliver Bierhoff den Neustart des Teams zu „diskutieren“.
Was von der Jogi Löw-Taktikschule übrig bleibt, welche Spieler nach Hause geschickt und welche Spieler nachnominiert werden, wird uns der Interimstrainer morgen um 10 Uhr verraten.
Spätestens dann wird klar sein, wie falsch der Postillon mit seinen personellen Spekulationen liegt. Weder Lothar Matthäus, Felix Magath noch Markus Babbel sind für die Verantwortlichen des DFB kompetent genug, um in die großen Fußstapfen von Löw zu treten.
Welche Auswirkungen die Trainer-Transformation auf das Big Data-Orakel Krake Paul 2.0 haben wird, kann man in Echtzeit während der Live-Sendung verfolgen.