Streitbare Unternehmerin und Streetworkerin – Sina Trinkwalder ist CEO des Quartals von #Boardreport

Die Frühjahrsausgabe
Die Frühjahrsausgabe

Starte einen CEO-Wettbewerb oder ein CEO-Ranking und Du weißt, wer oben steht. Etwa in den einschlägig bekannten Wirtschaftstiteln. Es sind in der Regel Vorstände von DAX-Konzernen und sehr großen mittelständischen Unternehmen. Klassische Medien bilden generell in ihren Berichten vielleicht fünf Prozent der Unternehmenslandschaft ab. Dabei bietet Deutschland eine viel buntere Landschaft an klassischen Unternehmen, Gründern, Startups, Hidden Champions und Solopreneuren.

Fragt man das Netz nach Crowdsourcing-Prinzipien, wer denn „CEO des Quartals“ werden soll, kommt eine ganz andere Realität zum Vorschein. Über die Facebook-Eventseite von Boardreport konnten Vorschläge mit einer kurzen Begründung gemacht werden. Auf dieser Basis nominierte eine siebenköpfige Jury Kandidaten in den Kategorien Konzerne, Mittelstand, Gründer und Startups. Wer die meisten Jury-Stimmen bekam und mehr als einmal nominiert wurde, qualifizierte sich für das Finale.

In einer Online-Umfrage wurde dann auf einer 10er Skala abgestimmt: 1 bedeutet: Stimme überhaupt nicht zu; 10 bedeutet: Stimme voll und ganz zu. Es wurden fünf Kriterien ausgewählt, die man über die mediale Präsenz der Nominierten beurteilen konnte: Kompetenz, Zukunftsorientierung, Vertrauenswürdigkeit, Sichtbarkeit im Social Web und soziale Verantwortung.

Die fünf Kriterien für das Jury-Voting gingen etwas tiefer: Reputation, erfolgreiche Unternehmensführung, Erfahrung, Vorbildfunktion und Offenheit für neue Ideen. Maximal 50 Punkte wurden pro Nominierten über das Online-Voting vergeben und maximal 50 Punkte über das Jury-Voting.

Überraschte Siegerin sieht sich als „Mädchen für alles“

Mit 83 Punkten konnte Sina Trinkwalder, Geschäftsführerin der manomama GmbH, im ersten Durchgang des Boardreport-Wettbewerbs einen Überraschungssieg landen. Auf dem zweiten Platz kam mit 79 Punkten Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der öko-sozialen GLS Gemeinschaftsbank. Den dritten Platz belegte mit 66 Punkten Antje von Dewitz, Geschäftsführung der VAUDE Sport GmbH & Co. KG.

Sina Trinkwalder überzeugte mit 45 Punkten die 203 Teilnehmer des Online-Votings und mit 38 Punkten die Jury-Mitglieder. Joberg brachte es im Online-Voting auf 34 Punkte und erreichte beim Jury-Voting den Bestwert mit 45 Punkten.

Der Titelgewinn ist für Trinkwalder eine Mega-Überraschung. Sie sieht sich nicht als klassische CEO:

„Nach außen definiere ich meine Funktion eher als Streetworkerin der Wirtschaft. Innerhalb meines Unternehmens bin ich das Mädchen für alles.“

Sie trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift „Ich bin die Abteilung“ und zwar für Forschung und Entwicklung, Design, Vertrieb und Finanzen.

„Im Managerdeutsch würde man sagen, wir sind ‚lean’ aufgestellt“, so Trinkwalder im Telefoninterview mit Boardreport.

2010 stieg sie aus der gemeinsam mit ihrem Mann geführten Werbeagentur aus und eröffnete mit zwei Millionen Euro Eigenkapital das erste Social Business in der Textilindustrie: Bei ihrem Modelabel „manomama“ beschäftigt sie in Augsburg auf dem Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen: Überwiegend Frauen über 50 Jahre, Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende und Migranten bekommen eine Chance und alle mittlerweile 140 Mitarbeiter dasselbe Gehalt wie Sina Trinkwalder – der Stundenlohn liegt bei 10 Euro. Zudem zeigt sie, dass es sich lohnt in Deutschland zu produzieren – fair, sozial und ökologisch.

CEO an der Nähmaschine

„Wenn man Vertrauen schenkt, bekommt man verantwortungsvolles Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurück“, so das Credo von Trinkwalder.

Gearbeitet werde in anarchischen und hierarchiefreien Strukturen. Sie sitzt häufig an der Nähmaschine – also mittendrin im Produktionsbetrieb. Deshalb musste sie auch über die Auszeichnung als CEO des Quartals etwas schmunzeln. Sie empfindet sich als Gleiche unter Gleichen.

„Juristisch muss ich am Ende des Tages für die Geschäfte geradestehen“, erläutert Trinkwalder.

So schreibt sie ihrer Belegschaft nicht vor, wann gearbeitet werden muss.

„Das weiß jeder Einzelne viel besser. Wir haben von 6 bis 22 Uhr auf. Wann die ausgesuchte Stundenzahl abgeleistet werden muss, entscheidet jeder selbst. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter organisieren das eigenverantwortlich. Das gilt auch für die Maschinenpläne. Warum sollte das mit Druck, Controlling und Angst funktionieren – das sind ganz schlechte Motivatoren“, so Trinkwalder.

Sie sieht sich dabei nicht als Schönwetter-Unternehmerin. Wer die Freiheit ausnutzt und die Allgemeinheit schädigt, müsse das Unternehmen verlassen.

„Manchmal muss man harte Entscheidungen treffen, um eine gut funktionierende Organisation stabil zu halten. Wir setzen auf Fairness“, bemerkt die Geschäftsführerin.

Weltrettung muss Spaß machen

Kritisch wertet sie das Umfeld ihres Unternehmens:

„Ich habe keine Lust, mich in einem menschenunwürdigen und ausbeuterischen Markt zu bewegen. Mich interessiert die Textilbranche überhaupt nicht. Wir machen hier etwas anderes. Wir wertschöpfen regional, gehen mit unserer Belegschaft respektvoll um und produzieren ökologisch.“

Gute Ideen würden sich durchsetzen. Man brauche einen langen Atem und verdammt viel Fleiß. Dabei verzichtet sie allerdings auf Zeigefinger-Moralismus:

„Wer unsere Produkte kauft, sollte es aus Überzeugung tun. Weltretten muss Spaß machen“, proklamiert Trinkwalder.

Zudem lohnt ein Blick hinter die Kulissen von Herstellern, die mit Öko-Siegeln werben. Dazu hat sie ein Buch geschrieben, das im Frühjahr unter dem Titel „Fairarscht“ im Droemer Knaur-Verlag erscheint. Eine streitlustige Gewinnerin, die schwarze Zahlen erwirtschaftet und ein Unternehmen leitet, das zu 100 Prozent Eigenkapital finanziert ist.

Die weiteren Platzierungen:
Daniela Hinrichs, CEO und Gründerin von DEAR Photography Art Room (61 Punkte)
Uwe Lübbermann, Gründer und zentraler Moderator von Premium Cola (59 Punkte)
Bill McDermott, Vorstandssprecher der SAP SE (57 Punkte)
Karl-Thomas Neumann, Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG (56 Punkte)
Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der KUKA Aktiengesellschaft (53 Punkte)
Dr. Hubert Lienhard, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung Voith GmbH (50 Punkte)

Jury-Mitglieder:
Sabine Hockling: Seit 2008 als freie Journalistin und Sachbuchautorin tätig u.a. für Zeit Online, Die Ratgeber und Die Chefin.
Christian Thunig: Chefredakteur der absatzwirtschaft.
Patrick Breitenbach: Autor, Speaker, Dozent, Berater, Blogger, Podcaster, Mediendesigner und Content Entwickler.
Dr. Willms Buhse: Autor und Speaker für Digital Transformation und Leadership.
Klaus Mehler: Verlagsleiter Der Handel.
Markus Garn: F.A.Z.-Fachverlag, Mitglied der Geschäftsleitung.
Gunnar Sohn, Chefredakteur von Boardreport.

Wer die Frühjahrsausgabe von Boardreport besprechen möchte, möge sich bei mir per E-Mail melden, dann schicke ich die neue Nummer als pdf zurück 🙂 gunnareriksohn@gmail.com

 

 

Über die Nachhaltigkeit des Schafes #Bloggercamp.tv

Schwarze Schafe

In unserer Sendereihe Bloggercamp Update diskutieren wir gleich um 16 Uhr mit Christian Thunig von der absatzwirtschaft das Titelthema seines Magazins: Wo Marketing im gesellschaftlichen Auftrag wirkt.

Im Magazin geht es auch um ein soziales Textilunternehmen, das die Grundsätze der Nachhaltigkeit von A bis Z beherzigen möchte. Ein wichtiges Anliegen in einer schlecht beleumundeten Branche. Gut in Erinnerung ist mir noch der Auftritt von einem gewissen Herrn Dr. Schäfer, Leiter Recht und Steuern vom Gesamtverband textil+mode, bei einer Fachveranstaltung des Beschaffungsamtes. Schäfer hat ein sehr metaphorisches Verhältnis zum Schaf. Denn in seinem Powerpoint-Vortrag stellte er sich mit dem Foto eines Schafes vor. Wenn man Schäfer heißt, ist das naheliegend. Früher weidete das Schaf in Deutschland und die Wolle wurde im eigenen Land verarbeitet. Von der Spinnerei, über die Weberei und Färbung bis zum Nähen. Dann wurden die Endprodukte verkauft. Heute sei ja alles so komplex, kompliziert und internationalisiert. Es seien so viele Akteure mit im Spiel, dass es sehr schwierig sein wird, einen nachhaltigen Einkauf sicherzustellen.

Und wenn dann noch NGOs mit ihren Wünsch-Dir-was-Vorstellungen kommen, dann gewinnt man den Eindruck, hier gehe es gar nicht mehr um Wirtschaftlichkeit. Mit dem bunten Strauß an Vorschlägen, den die NGOs für die Nachhaltigkeit machen, bleibe der Gewinn auf der Strecke. Zudem sei das mit dem Vergaberecht auch so eine problematische Sache. Wenn der Staat das Anspruchsniveau anhebt, fallen die deutschen Anbieter weg. Die Bedenkenträger der Industrie verweisen auch gerne auf die Vergaberechtskammern des Bundeskartellamtes und die höchstrichterliche Rechtsprechung. Hier wurde in der Vergangenheit immer wieder propagiert, dass das Vergaberecht ausschließlich der Wirtschaftlichkeit und dem Wettbewerb zu dienen habe. Wenn jetzt ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte gleichrangig – also auch durchaus konkurrierend – Geltung haben sollen, passt dies nicht in das bisherige Denk- und Handlungsschema.

In den Eignungskriterien, bei denen es bekanntlich auch um Zuverlässigkeit und Gesetzestreue geht, braucht es mehr Flexibilität in der Entscheidungsfindung. Bisher darf die Eignung nur als starres Ja/Nein-Kriterium verwendet werden. Die Lösung wäre, die Eignungskriterien im Wettbewerb skalierbar und bewertbar zu machen – und damit auch nachhaltige Gesichtspunkte verlässlich dargestellt, bewertet und verglichen werden können. Wenn es die Bundesregierung ernst meint mit dem nachhaltigen Einkauf, könnte sie auch das Vergaberecht ändern, so der Naturwissenschaftler und ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Ulrich von Weizsäcker:

„Dann müsste man bei den Lieferketten natürlich etwas größere Anstrengungen unternehmen, sowohl auf der Seite des Beschaffungsamtes als auch auf Seiten der zuliefernden Industrie.“

Es gebe zudem noch keine internationale Durchsetzung der Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation.

„Wenn aber der Druck aus Deutschland und anderen Ländern zunimmt, nimmt natürlich auch der Druck auf die Zulieferer der Zulieferer zu“, erläutert Weizsäcker im Interview.

Aber da gibt es ja noch das Schaf von Herrn Schäfer, das unter Kontrollverlust leidet. Nun nehmen wir einfach mal an, das Schaf von Herrn Schäfer wird geschlachtet. Dann läuft eine ebenso komplexe und nicht weniger anspruchsvolle Kette irgendwann zum Supermarkt meines Vertrauens (Kühlkette, Lebensmittelhygiene zu beachten – muss man in der Textilindustrie nicht).

Die Verkäuferin kann mir über eine vernetzte und intelligente Display-Waage mitteilen, wo das Schaf weidete, was es gefressen hat, wie es gefüttert wurde, wann und wo es geschlachtet wurde, wie und wo es verarbeitet wurde und welcher Teil des Schafes als Lammbraten auf meinem Teller landet. Wenn ich möchte, bekomme ich diese Informationen auf meinem Einkaufsbon ausgedruckt, zusammen mit einer Rotwein-Empfehlung und einem Rezept von Alfons Schuhbeck. Entweder ist das Schaf von Herrn Schäfer schizophren oder die Textilketten leiden unter Alzheimer. Selbst Hersteller von Hundefutter sind schon weiter.

Schnäppchenjäger als Weltretter

Und stellen wir uns einmal vor, man stellt eine ordentliche Kostenrechnung für das Schaf in der Textilkette auf – etwa bei der Herstellung eines T-Shirts. Was wäre, wenn sich die bislang nicht berücksichtigten ökologischen und sozialen Kosten genau quantifizieren und zuordnen ließen? Das günstigste T-Shirt wäre dann jenes, dessen Produktion Umwelt und Gesellschaft am wenigsten schadet. Schnäppchen-Jäger würden dann, ohne es zu wollen, einen positiven Beitrag für die Nachhaltigkeit leisten. Es gibt mittlerweile internationale Indizes, die es möglich machen, diese Standards durchzusetzen. Beispielsweise den Value Chain Index (VCI). Damit kann man Produkte während ihrer gesamten Entwicklungsphase detailliert miteinander vergleichen – „vom Rohstoff bis zum verbrauchten, entsorgten Erzeugnis“, schreiben Yvon Chouinard, Jib Ellison und Rick Ridgeway in einem Beitrag für die Dezemberausgabe vom „Harvard Business Manager“. Ellison ist Strategieberater für nachhaltiges Wirtschaften. Chouinard und Ridgeway sind vom Outdoorbekleidungs-Unternehmen Patagonia. Sie verweisen auf Organisationen wie Witness, die es dem Otto-Normal-Verbraucher ermöglicht, unsaubere unternehmerische Aktivitäten auf der ganzen Welt aufzudecken. Ein Mausklick reiche heute aus, um soziale und ökologische Fehltritte öffentlich zu machen. Witness tituliert das als „Video Advocacy“ und legt den Aktivisten die Maxime nahe:

„See It, Film It, Change It“. All das werde die Nachhaltigkeit vorantreiben, so die drei Autoren: „Das führt geradezu zwangsläufig dazu, dass ein erfolgreiches Unternehmen künftig im Einklang mit den Interessen unseres Planeten wirtschaften wird und muss – wie es von vielen bereits seit Langem angestrebt wird.“

Die liebwertesten Gichtlinge der Industrie und Politik sind unter Zugzwang: Laut einer Studie im Auftrag der Otto Group verliert die Wirtschaft ebenso wie die Politik rasant an Vertrauen in der Bevölkerung. Profiteure sind die NGOs: 91 Prozent der Deutschen vertrauen ihnen, nur jeder Dritte den Unternehmen.

Textilketten und der Kontrollverlust bei Schafen: Warum man angeblich nicht nachhaltig einkaufen kann

Der Herr Dr. Schäfer, Leiter Recht und Steuern vom Gesamtverbandes textil+mode, hat ein sehr metaphorisches Verhältnis zum Schaf. Denn in seinem Powerpoint-Vortrag beim Nachhaltigkeitskongress im Bonner Beschaffungsamt stellte er sich mit dem Foto eines Schafes vor. Wenn man Schäfer heißt, liegt das ja auf der Hand. Früher weidete das Schaf in Deutschland und die Wolle wurde im eigenen Land verarbeitet. Von der Spinnerei, über die Weberei, Färbung bis zum Nähen. Dann wurden die Endprodukte verkauft. Heute sei ja alles so komplex, kompliziert und internationalisiert. Es seien so viele Akteure mit im Spiel, dass es sehr schwierig sein wird, einen nachhaltigen Einkauf sicherzustellen. Und wenn dann noch NGOs mit ihren Wünsch-Dir-was-Vorstellungen kommen, dann gewinnt man den Eindruck, hier gehe es gar nicht mehr um die Wirtschaftlichkeit. Mit dem bunten Strauß an Vorschlägen, den die NGOs für die Nachhaltigkeit machen, bleibe der Gewinn auf der Strecke. Alles im Youtube-Video anzuhören und anzuschauen – ein elfminütiger Zusammenschnitt der Rede von Herrn Dr. Schäfer. Er war gar nicht einverstanden mit meinem ersten Beitrag über die Tagung des Vergabeblogs im Beschaffungsamt:

Hallo! (merkwürdige Anrede, Herr Dr. Schäfer, gs)
Ich bin schon ein wenig enttäuscht über die Bewertung unserer Position. Diese ist nicht korrekt wiedergegeben. Das ist sicherlich kein Weg, der zu einem Dialog zwischen Beschaffern, NGOs und Herstellern führt – im Gegenteil.
MfG
C. Schäfer

Das Schaf leidet also unter Kontrollverlust: Nun nehmen wir einfach mal an, das Schaf von Herrn Schäfer wird geschlachtet. Dann läuft eine ebenso komplexe und nicht weniger anspruchsvolle Kette irgendwann zum Supermarkt meines Vertrauens (Kühlkette, Lebensmittelhygiene zu beachten – muss man in der Textilindustrie nicht).

Die Verkäuferin kann mir über eine vernetzte und intelligente Display-Waage mitteilen, wo das Schaf weidete, was es gefressen hat, wie es gefüttert wurde, wann und wo es geschlachtet wurde, wie und wo es verarbeitet wurde und welcher Teil des Schafes als Lammbraten auf meinem Teller landet. Wenn ich möchte, bekomme ich diese Informationen auf meinem Einkaufsbon ausgedruckt zusammen mit einer Rotwein-Empfehlung und einem Rezept von Alfons Schuhbeck. Entweder ist das Schaf von Herrn Schäfer schizophren oder die Textilketten leiden unter Alzheimer.

Oder stellen wir uns mal vor, man quantifiziert das Schaf in der Textilkette bei der Herstellung eines T-Shirts. Was wäre, wenn sich die bislang nicht berücksichtigten ökologischen und sozialen Kosten genau quantifizieren und zuordnen ließen? Das günstigste T-Shirt wäre dann jenes, dessen Produktion Umwelt und Gesellschaft am wenigsten schadet. Schnäppchen-Jäger würden dann ohne es zu wollen, einen positiven Beitrag für die Nachhaltigkeit beitragen. Und funktioniert schon heute. Wie das genau gehen könnte, erläuterte ich in meiner Montagskolumne, die ich schon heute fertigstellen werde, da ich am Wochenende meine Liebste heirate 🙂