#Nachhaltigkeitsgipfel: Professorin Monika Schnitzer spricht über die Herausforderungen der Energiewende #SchubkraftTV

Klimawandel, Energiewende und Nachhaltigkeit – Wie kann Deutschland die Herausforderungen meistern? In einer Diskussion auf dem Nachhaltigkeitsgipfel äußert sich Professorin Monika Schnitzer vom Sachverständigenrat zur aktuellen Lage und den notwendigen Schritten. Erfahrt, welche Lösungsansätze diskutiert werden und wie Deutschland den Weg in eine nachhaltige Zukunft einschlagen kann.

Wir waren live dabei beim Nachhaltigkeitsgipfel der Süddeutschen Zeitung und sprachen mit Monika Schnitzer über die Energiewende. Sie ist Vorsitzende des Sachverständigenrats.

„Die Reduzierung von CO2 mit herkömmlichen Methoden ist kompliziert. Wir brauchen einen klaren Plan. Zum Beispiel, wenn wir erneuerbare Energie wie Windkraft ausbauen wollen, müssen wir Flächen dafür ausweisen. Das erfordert staatliche Beteiligung und beschleunigte Genehmigungsverfahren.“

Die Wirtschaftsweise betont, dass wir auch über die Flexibilisierung der Energie Nachfrage nachdenken müssen. „In Zukunft werden wir erneuerbare Energie nutzen, aber die Sonne scheint nur tagsüber und der Wind weht nicht immer. Wir müssen Möglichkeiten schaffen, dass die Menschen dann Strom verbrauchen, wenn er im Überfluss vorhanden ist.“

Die VWL-Professorin spricht auch über die Herausforderungen des Marktes. „Der Markt alleine wird es nicht lösen. Es gibt viel Unsicherheit. Wenn wir nur auf CO2-Preise setzen, überfordert das viele, vor allem bei langfristigen Investitionen.“

Schnitzer unterstreicht, dass klare Richtlinien bei der Entscheidungsfindung helfen. „Aber je konkreter die Politik wird, desto größer werden die Widerstände. Wir müssen Durchhaltevermögen zeigen, um die Klimaziele zu erreichen.“

Schnitzer spricht auch über die Kosten des Klimawandels. „Das Vermeiden des Klimawandels kostet Geld, aber wenn wir ihn nicht vermeiden, kostet das auch sehr viel Geld. Wir müssen jetzt handeln und die Frage ist, wie wir das gerecht verteilen.“

Sie erwähnt den Inflation Reduction Act als mögliches Vorbild und betont, dass gezielte Subventionen von Technologien notwendig sind, um die Produktion und Investitionen zu beschleunigen.

„Infrastruktur-Investitionen sind sehr wichtig für den Wohlstand und die Nachhaltigkeitspolitik. Der Staat muss hier eine führende Rolle spielen.“

Zum Schluss spricht sie über die Rolle des Sachverständigenrats. „Wir sind in intensivem Austausch mit der Politik. Das bedeutet nicht, dass alles so übernommen wird, wie wir es vorschlagen. Aber wir machen ökonomische Vorschläge und die Politik muss andere Themen berücksichtigen, wie zum Beispiel, wie man die Menschen mitnimmt und andere Interessen austariert.“

bed of flowers

Söder: Kooperation statt Konfrontation bei der Unterstützung der Wirtschaft für Nachhaltigkeit #SchubkraftTV #SZGipfel

Söders Statement zur Unterstützung der Wirtschaft bei Nachhaltigkeit

Wie kann der Staat die Wirtschaft bei der Nachhaltigkeit stärker unterstützen? Ministerpräsident Markus Söder: „Wir arbeiten eng mit der Wirtschaft zusammen. Bayern fördert eine Vielzahl von Maßnahmen, darunter moderne Technologien wie E-Mobilität und Wasserstoff im Verkehr. Wir unterstützen auch moderne und nachhaltige Effizienzkonzepte. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Bürgern und der Wirtschaft voranzukommen, anstatt gegen sie zu arbeiten. Bei uns steht die Kooperation im Vordergrund, nicht die Konfrontation. Ich glaube nicht, dass wir es allein schaffen werden, die ganze Welt innerhalb von ein bis zwei Jahren zu retten. Deshalb müssen wir mit Vernunft und Konsequenz gemeinsam vorgehen.“

person holding black scissors

Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor: Familiengeführte Unternehmen haben die Nase vorn -#GreenMonday am 20. November

Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil: Eine aktuelle Studie zeigt, wie mittelständische Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsbemühungen nicht nur verbalisieren, sondern auch nachweisen müssen. Erfahrt, wie sich dieser Wandel auf den Kreditmarkt, Kundenerwartungen und die Mitarbeiterrekrutierung auswirkt und welche Rolle ESG Management Software dabei spielt. Zudem beleuchtet die Studie die besondere Affinität familiengeführter Unternehmen zum Thema Nachhaltigkeit. Lest mehr über die Chancen und Herausforderungen, mit denen Unternehmen konfrontiert sind, um nachhaltiger zu werden.

Bernhard Steimel, Experte für Nachhaltigkeitsmanagement, teilt seine Erkenntnisse aus einer aktuellen Studie zum Thema Environmental, Social & Corporate Governance (ESG) im Mittelstand. Das Opus beleuchtet, wie mittelständische Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern ihre Nachhaltigkeitsbemühungen nicht nur verbalisieren, sondern auch nachweisen müssen. Dieser Wandel beeinflusst den Kreditmarkt, Kundenerwartungen und die Mitarbeiterrekrutierung.

Die Untersuchung basiert auf einer Online-Umfrage, die im vergangenen Sommer durchgeführt wurde. Sie zeigt, dass viele Unternehmen bereits Maßnahmen für ESG und Nachhaltigkeitsmanagement ergriffen haben. Sie nutzen verstärkt wissenschaftliche Methoden, um ihre Leistung zu messen und zu verbessern. Allerdings gibt es noch Herausforderungen bei der Umsetzung, insbesondere bei der Messung der eigenen Leistung und der Umsetzung von Erkenntnissen in konkrete Handlungen.

Die Befragung belegt, dass Unternehmen verstärkt auf ESG Management Software setzen, um den Transformationsprozess zu steuern. Diese Software unterstützt bei der Datensammlung, -aufbereitung und -veröffentlichung. Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen haben Zuständigkeiten für Nachhaltigkeitsmanagement auf Geschäftsführungsebene geschaffen. Dies ist ein deutlicher Unterschied zu früheren Jahren, in denen Nachhaltigkeitsberichte oft von der PR- oder Marketingabteilung erstellt wurden.

Der Analyst Bernhard Steimel führt aus, dass Nachhaltigkeit für Unternehmen immer mehr zum Wettbewerbsvorteil wird. Kunden und Bewerberinnen und Bewerber legen großen Wert auf die Glaubwürdigkeit von Organisationen in Fragen der Nachhaltigkeit. Unternehmen, die in diesem Bereich gut aufgestellt sind, haben bessere Chancen, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen. Gleichzeitig müssen wirtschaftliche Akteure jedoch aufpassen, dass sie nicht nur oberflächliches „Greenwashing“ betreiben, sondern tatsächlich nachhaltige Maßnahmen umsetzen.

Steimel fällt auf, dass familiengeführte Unternehmen oft eine besondere Affinität zum Thema Nachhaltigkeit haben. Sie denken langfristig und haben ökonomische Nachhaltigkeit schon immer als Teil ihrer Unternehmensstrategie betrachtet. Diese Unternehmen haben das Thema bereits vor vielen Jahren in ihre DNA integriert.

Es gibt viele Initiativen, die sich mit diesem Thema befassen. Ein Beispiel ist die Catena-X Automotive Network in der Automobilbranche, bei der es darum geht, gemeinsame Datenräume zu schaffen und diese mit ESG-spezifischen Daten zu ergänzen. Es geht viel um Standardisierung, aber es gibt auch Unternehmen, die sagen, dass sie einem Datensatz nur vertrauen können, wenn er validiert ist. Sie denken über Blockchain-Verfahren nach, um sicherzustellen, dass nicht manipuliert wird. Es gibt bereits Instanzen, die Dinge überprüfen, wie zum Beispiel den VW-Abgasskandal. Es gibt jedoch noch keine flächendeckende Kontrollinstanz für ESG-Kriterien. Es ist wichtig, dass es Möglichkeiten zur Überprüfung gibt, um sicherzustellen, dass Behauptungen auch der Realität entsprechen. Staatliche Instanzen wie das Umweltbundesamt könnten hier eine Rolle spielen. Es ist jedoch wichtig, dass dies nicht zu einer übermäßigen Bürokratisierung führt.

Es gibt viele Chancen, die Unternehmen nutzen könnten, um nachhaltiger zu werden. Es geht darum, die besten Köpfe für Innovationsthemen zu gewinnen. Eine klare CO2-Emissionsbepreisung könnte hier ein Anreiz sein. Es gibt Firmen, die bereits auf dem Weg sind, energieautark zu werden und ihre eigene Produktion CO2-neutral zu gestalten. Im Maschinenbau gibt es bereits Beispiele für Kreislaufwirtschaft. Unternehmen bauen neue Geschäftsmodelle auf und sehen dies als Chance. Es gibt jedoch auch Herausforderungen, wie die Frage der Überprüfbarkeit von ESG-Kriterien. Es ist wichtig, dass die Politik klare Rahmenbedingungen schafft, damit Unternehmen wissen, was von ihnen erwartet wird.

Eine wichtige Erkenntnis der aktuellen Twin Transformation Studie, die im Smarter Service Institut entsteht, ist der Bedarf nach Vernetzung der treibenden Akteure in Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Dies haben wir aufgegriffen und gestalten den ersten Green Monday mit einigen Vorreitern aus dem Deutschen Mittelstand. 

📅 Wann? 20. November 2023, ab 17:30 Uhr

📍 Wo? Im K67TechHub,  Kasernenstr. 67, 40213 Düsseldorf

Die leitende Frage an diesem Abend: „Wie nutzen Unternehmen bereits heute die Chancen für grünes und digitales Wachstum im Mittelstand?“

Mit Impulsen oder auf dem Panel sind mit dabei 

  • Ella Gemünd, Geschäftsleitung K67 Tech Hub
  • Andrè Beyer, Sustainability GK,Deutsche Telekom AG
  • Constantin Goldkuhle, CSO, Fahrzeugewerke
  • Karl Trautmann, CEO, Electronic Partner
  • Markus Bade, Chief Development Officer, Siegenia Gruppe
  • Stefan Hackländer, Innovation Manager, WKW AG

Zum Status Quo von ESG im Mittelstand zeigt Bernhard Steimel Studienergebnisse aus 100 Mittelständlern und 25 CxO-Perspektiven.

Eine (kleine) interaktive Lernreise zum ersten CSRD konformen ESG Bericht gestalten Stephan Grabmeier (Synergie Zukunft) und Thomas Bernhardt (dhpg).

Sohn@Sohn werden die Veranstaltung für Schubkraft TV und mit einigen Live-Interviews begleiten. 

Siehe auch:

Ist es eine gute Idee, dem Klima zuliebe weniger Kinder zu bekommen?

Tesla plant günstiges Elektroauto für Deutschland

Schumpeter, Innovationen und Management-Revolutionen: Wer ist der wahre Innovator?

Schumpeter-Forscher Lars Immerthal stellt auf der Next Economy Open die Frage, ob die Metapher der schöpferischen Zerstörung noch aktuell ist und welche Rolle andere Managementtheorien spielen. Er betont die Bedeutung einer kultivierten und umfassenden Betrachtung von Begriffen wie Innovation und strategischer Planung, um ein tieferes Verständnis zu erlangen. Er kritisiert den inflationären Gebrauch von Phrasen und Metaphern, die oft keine wirkliche Programmatik erkennen lassen.

Immerthal verweist auf die Notwendigkeit struktureller Freiräume, in denen neue Ideen und Gedanken entwickelt werden können. Er betont, dass es schwierig ist, über den eigenen Tellerrand zu blicken und neue Perspektiven einzunehmen, solange solche Freiräume fehlen. Er vergleicht dies mit dem Thema Diversität, das oft gefordert, aber nicht konsequent umgesetzt wird.

Immerthal erwähnt auch das Prinzip des Zufalls und des Umherwanderns, das in der Geschäftswelt oft unterschätzt wird. Er verweist auf Studien, die zeigen, dass Erfolg nicht nur auf strategischer Planung beruht, sondern auch vom Zufall abhängt. Er betont die Bedeutung von Kombinatorik und dem geschickten Zusammenführen verschiedener Elemente, um etwas Neues zu schaffen.

Immerthal arbeitet als Unternehmensberater und hat Erfahrung mit Technologieunternehmen. Er betont, dass Erfolg nicht automatisch durch intelligente Strategien erreicht wird, sondern oft auch mit Glück und dem richtigen Timing zusammenhängt. Er lobt Unternehmen wie Amazon, die erfolgreich verschiedene Produkte und Services kombinieren und neue Märkte erschließen.

Immerthal spricht auch über das Konzept der Klugheit, das er als Renaissance des Denkens betrachtet. Er betont, dass Klugheit eine verstandesmäßige Tugend ist, die es Managern ermöglicht, mit Unsicherheit und neuen Möglichkeiten umzugehen. Klugheit eröffnet neue Optionen und erweitert den Handlungsspielraum. Er sieht in der Klugheit eine beratende Tauglichkeit, die es Managern ermöglicht, in komplexen Situationen kluge Entscheidungen zu treffen.

In der Next-Economy-Open-Session werfen wir die Frage auf, wie man das Konzept der Klugheit in Unternehmen institutionalisieren kann. Beispiele reichen bis in die Renaissance zurück. Immerthal betont die Bedeutung von Beratung und Tauglichkeit und sieht in der Klugheit eine Möglichkeit, neue Perspektiven zu eröffnen und den Handlungsspielraum zu erweitern.

Wichtig seien auch Kommunikationsformate, in der Menschen lernen, sich mit anderen auszutauschen und auch im Dissens konstruktiv zu streiten. Dabei geht es darum, nicht nur auf der eigenen Sichtweise zu beharren, sondern sich auch mit anderen Stakeholdern und internen Widersachern auseinanderzusetzen. Dieser Verständigungsprozess ermöglicht es, kleine Signale aus dem Markt oder gesellschaftliche Wertungen wahrzunehmen und Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, einschließlich der damit verbundenen Risiken und Chancen.

Um solche Verständigungsprozesse zu fördern, können verschiedene Formate genutzt werden, angefangen von kleinen Workshops bis hin zu umfassenden Strategieentwicklungen. Es geht darum, sich regelmäßig auszutauschen und nicht nur einmal im Jahr alle abzuholen, sondern kontinuierlich im Dialog zu bleiben. Dabei ist es wichtig, sich auf strukturellen Freiraum einzulassen und sich auch mit Themen wie Disruption und schöpferischer Zerstörung auseinanderzusetzen, um das eigene Verständnis zu erweitern und neue Möglichkeiten zu entdecken.

Ein solcher Verständigungsprozess erfordert auch eine gewisse Klugheit und Offenheit. Man sollte sich nicht nur auf Zahlen und Kennzahlen verlassen, sondern auch ästhetische und metaphorische Aspekte zu berücksichtigen. Ein Unternehmen sollte nicht nur auf Effizienz und Rendite fokussiert sein, sondern auch Raum für Kreativität und Innovation schaffen.

Solche Verständigungsprozesse sind nicht nur für große Unternehmen relevant, sondern können auch für mittelständische Firmen von Bedeutung sein.

Die aktualisierte deutsche Ausgabe von Schumpeters Werk – ein Meilenstein (nicht nur) für Wirtschaftstheoretiker #NextEconomyOpen

Taucht ein in Schumpeters bahnbrechende Analyse des Kapitalismus und Sozialismus, die auch heute noch von großer Relevanz ist.

Professor Heinz D. Kurz sprach auf der Next Economy Open über die 10. Auflage von Joseph Schumpeters Hauptwerk „Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie“. Es handelt sich um die erste vollständige deutsche Ausgabe des Werkes. Professor Kurz hat in verschiedenen Städten Volkswirtschaftslehre gelehrt, unter anderem an der New School for Social Research in New York, in Bremen, Kiel und München. Er interessiert sich sowohl für ökonomische Theorien als auch für die Geschichte der Ökonomik. Er betont, dass die Ökonomik wie die Philosophie eine Geschichte hat und dass das, was heute gesagt wird, morgen bereits Geschichte ist.

In der Vergangenheit hat Professor Kurz wichtige Artikel über Max Weber, Marx und die Theorie der ökonomischen Produktion, Verteilung und des Wachstums veröffentlicht. Er hat ein wichtiges Vorwort zur zehnten Auflage von Schumpeters Werk geschrieben. Diese neue Auflage unterscheidet sich deutlich von den vorherigen, sowohl inhaltlich als auch sprachlich.

Der fünfte Teil des Werkes, der bisher nicht in der deutschen Ausgabe enthalten war, wurde nun ins Deutsche übersetzt. Dieser Teil umfasst etwa 100 Seiten und enthält auch eine Einführung von Professor Kurz, in der er die Gründe für die vorherige Nicht-Aufnahme des fünften Teils diskutiert und die Wirkungsgeschichte des Werkes beleuchtet.

Die neue Ausgabe des Werkes wurde insgesamt überarbeitet, um die Deutungen und Spekulationen klarer zu machen und Schumpeters Sprachstil stärker hervorzuheben. Es wurden nur wenige Änderungen vorgenommen, um mögliche Übersetzungsfehler zu korrigieren. Besonders im fünften Teil war es eine Herausforderung, den barocken Stil von Schumpeter beizubehalten und gleichzeitig die Sätze verständlicher zu gestalten.

Professor Kurz kritisiert die merkwürdigen Begründungen des Herausgebers Edgar Salin, warum der fünfte Teil nicht in die deutsche Ausgabe aufgenommen wurde. Salin behauptete unter anderem, dass Schumpeter vor dem deutschen Publikum geschützt werden müsse, da er angeblich sozialistische und kommunistische Inhalte in das Werk einfließen ließ. Professor Kurz findet diese Begründungen seltsam und unverständlich, insbesondere da Salin selbst ein angesehener Wirtschaftswissenschaftler war.

Professor Kurz kritisiert auch die harten Urteile, die Salin über Schumpeter gefällt hat. Er findet diese Vorwürfe unverständlich und merkwürdig, insbesondere da Salin die vorherigen Teile des Werkes, die auf derselben Theorie basieren, nicht kritisiert hat.

Das Hauptthema von Schumpeters Werk „Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie“ ist die Diskussion über die Schicksalsfrage des Kapitalismus und Sozialismus. Schumpeter analysiert die Theorien von Marx und argumentiert, dass der Kapitalismus nicht aufgrund seines Scheiterns, sondern aufgrund seines Erfolgs zusammenbrechen wird. Er betrachtet den Kapitalismus als eine sich selbst zerstörende Ordnung, die zur Konzentration des Kapitals und zur Bürokratisierung führt. Schumpeter diskutiert auch die Frage, ob der Sozialismus überleben kann und ob er Gefahr läuft, in eine Tyrannei abzudriften.

Professor Kurz betont, dass Schumpeter ein dynamisches Verständnis der Wirtschaftsentwicklung hat und den Innovator in den Vordergrund stellt. Er kritisiert jedoch auch Schumpeters Lob des Monopols und der Großunternehmen, da dies im Widerspruch zu seinen früheren kritischen Betrachtungen steht. Er weist darauf hin, dass Schumpeter ein Meister der Ironie und des Witzes ist und oft auf verschiedenen Ebenen argumentiert.

Abschließend stellt Professor Kurz fest, dass Schumpeters Werk „Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie“ eines der bedeutendsten Werke in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ist. Es bietet eine umfassende Analyse der aktuellen und zukünftigen Entwicklungen des Kapitalismus und Sozialismus und wirft wichtige Fragen auf, die auch heute noch relevant sind.

In diesem Jahr ist die Next Economy Open übrigens am 7. und 8. Dezember.

Gaming und Unternehmertum: Ein Gespräch mit Lars Immerthal

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Gaming als Schlüssel zum Erfolg in der Arbeitswelt? Ein Experte für Strategie und Organisationsberatung teilt seine faszinierenden Erkenntnisse über die Verbindungen zwischen Gaming und Unternehmertum. Erfahrt, wie Technologien die Strategie und Organisation von Unternehmen revolutionieren können und warum die Einbindung der Community entscheidend ist. Taucht ein in eine Welt, in der spielerisches Lernen und ungerichtetes Wandern die Zukunft der Organisationen prägen könnten.

Lars Immerthal, ein Stratege mit einem Faible für Gaming, sieht in Videospielen mehr als nur Unterhaltung. Mit einer Ausbildung in Philosophie und Wirtschaftswissenschaften, blickt er auf die Welt der Technologie und wie sie die Unternehmensstruktur verändert. Er sieht Gaming als eine spannende Linse, durch die wir Arbeit und Organisation anders betrachten können.

Gaming als Schlüssel zum Erfolg in der Arbeitswelt? Ein Experte für Strategie und Organisationsberatung teilt seine faszinierenden Erkenntnisse über die Verbindungen zwischen Gaming und Unternehmertum. Erfahrt, wie Technologien die Strategie und Organisation von Unternehmen revolutionieren können und warum die Einbindung der Community entscheidend ist. Taucht ein in eine Welt, in der spielerisches Lernen und ungerichtetes Wandern die Zukunft der Organisationen prägen könnten.

Gaming dreht sich nicht nur um die Erstellung von Spielen. Es geht um das Spielerlebnis, die kreative Interaktion mit der Community. Immerthal untersucht, wie Technologie die Unternehmensstrategie und -organisation beeinflusst. In einer Zeit, in der Wissen in Organisationen rasant wächst, sieht er Gaming als einen Weg, dieses Wissen auf spielerische Weise zu erschließen.

Die Digitalisierung hat eine Flut von Daten hervorgebracht, die schwer zu überblicken ist. Die traditionelle Planung reicht nicht mehr aus, um sich in einer unsicheren Welt zurechtzufinden. Hier kommt Unternehmertum ins Spiel. Unternehmer müssen lernen, mit Unsicherheiten umzugehen und sich in einer sich ständig verändernden Welt zurechtzufinden.

Immerthal betont die Bedeutung der Community-Einbindung in die Spielentwicklung. Ein Paradebeispiel ist Epic Games, das die Spieler aktiv in die Produktion von Fortnite einbezogen hat. Die Meinungen und Ideen der Community sind entscheidend für den Erfolg eines Spiels. Immerthal sieht dies als einen radikalen Ansatz, der alte industrielle Strukturen aufbricht und eine neue Definition von Community-Management ermöglicht.

Game Engines, die nicht nur für die Produktion von Spielen, sondern auch in anderen Branchen eingesetzt werden, sind ein weiterer wichtiger Aspekt. Unternehmen wie BMW nutzen Game Engines für das kollaborative Design von Autos, während andere sie für die Entwicklung von Prototypen oder Mensch-Maschine-Schnittstellen einsetzen. Dies führt zu einer Verschmelzung verschiedener Branchen und einer Konvergenz.

Allerdings warnt Immerthal, dass nicht alle Unternehmen die Community angemessen einbinden. Einige vernachlässigen die Bedürfnisse der Spieler und verlieren dadurch nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Ideen und Feedback. Einige Spiele setzen auf das „Play-to-Win“-Prinzip, bei dem Spieler durch Käufe im Spiel Vorteile erlangen können. Dies kann zu Frustration und einem Verlust des eigentlichen Spielvergnügens führen. Immerthal betont die Bedeutung eines ausgewogenen Ansatzes, der die Community respektiert und nicht nur auf monetären Gewinn abzielt.

Die Gaming-Industrie bietet eine spielerische Art, die Welt der Organisation zu erschließen. Dabei geht es nicht nur um bunte Fantasiewelten, sondern auch um interessante Aspekte des ungerichteten Wanderns. Amazon hat beispielsweise das ungerichtete Wandern als Thema für ihr Geschäftsgebiet im Jahr 2018 gewählt. Sie ermutigen ihre Händler, durch das Wandern neue Entdeckungen zu machen. Dieses Konzept wurde auch von dem Philosophen Michel Serres aufgegriffen, der von einem ungerichteten Umherschweifen spricht. Dabei geht es darum, komplexe Informationen auf spielerische Weise zu erfassen.

Ein Beispiel dafür ist das Spiel FIFA, bei dem es 17.000 Spieler und 7.100 Mannschaften gibt. Es ist unmöglich, all diese Informationen auswendig zu lernen. Stattdessen nutzen die Spieler den spielerischen Modus, um ihr Wissen über die Spieler und Mannschaften zu erweitern. Ähnlich wie beim Handeln an der Börse bewerten sie die Spieler und handeln mit ihnen. Dadurch lernen sie die Spielwelt intensiver kennen, als wenn sie einfach nur Daten auswendig lernen würden.

Früher gab es Handbücher für Videospiele, die immer dicker wurden, je komplexer das Spiel war. Heutzutage kann man viele Spiele ohne Handbuch spielen und die Spielwelt spielerisch erkunden. Man läuft herum und entdeckt Hinweise und Anhaltspunkte, die einem den Weg weisen. Manchmal gibt es sogar Spiele, bei denen man komplett frei ist und keine Hinweise bekommt. Stellen Sie sich vor, wie es wäre, wenn neue Mitarbeiter in Unternehmen spielerisch ihre Arbeit kennenlernen würden, anstatt ein Handbuch zu lesen. Das wäre eine völlig neue Art des Lernens und würde die Organisationen verändern.

Diese spielerische Herangehensweise kann nicht nur in Unternehmen, sondern auch in der Ausbildung und an Hochschulen angewendet werden. Es gibt bereits Studiengänge, die sich mit Gaming beschäftigen, wie zum Beispiel an der Hochschule Fresenius. Es gibt Unternehmen, die erkannt haben, dass Gaming ein wichtiger Teil der Gesellschaft ist und dass dort Fähigkeiten entwickelt werden, die in Zukunft relevant sein können. Doch leider gibt es noch nicht genug Offenheit in der Branche des Personalmanagements, um Führungskräfte aus dem Gaming-Bereich zu rekrutieren.

Es gibt jedoch Unternehmen, die bereits erkannt haben, dass Gaming eine wichtige Rolle spielt. Zum Beispiel gibt es Versicherungen, die den DFB-Pokal in FIFA austragen, oder einen Fensterhersteller in Österreich, der ein eigenes eSports-Team hat. Diese Unternehmen wissen, dass diejenigen, die heute spielen, in einigen Jahren ihre Kunden sein werden.

Es gibt also bereits positive Ansätze, aber es muss noch mehr passieren. Es ist wichtig, dass Unternehmen und Personalchefs verstehen, welche Fähigkeiten durch Gaming entwickelt werden können und wie diese in der Arbeitswelt genutzt werden können. Es wäre interessant, dieses Thema weiter zu erforschen und mit Personalchefs von größeren Unternehmen darüber zu diskutieren. Auf der Zukunft Personal sollten wir das aufgreifen.

Von der Diskussion zur Umsetzung: Deutschland und Europa im globalen Technologiewettbewerb #ZukunftPersonal

Wir meldeten uns live aus der Stadt der Kölner Haie, genauer gesagt, auf der Zukunft Personal im Gespräch mit Marc Wagner, Senior Vice President und Servicefeld-Lead Employee Experience bei Atruvia. Unser Thema: Künstliche Intelligenz (KI) und die Organisation der Zukunft.

Obwohl KI in aller Munde ist, zeigt eine aktuelle Studie, dass nur 8 Prozent der Beschäftigten in Deutschland bisher in diesem Bereich weitergebildet wurde. Ein enormer Nachholbedarf, den auch Marc Wagner sieht. Er betont, wie wichtig es ist, das Thema KI in der Bildung aufzunehmen und die damit verbundenen Möglichkeiten zu nutzen, um uns als Menschen auf ein neues Level zu heben.

Wagner sieht Parallelen zur Situation in Unternehmen. Er glaubt, dass es jetzt an der Zeit ist, sich dem Thema KI offen und konstruktiv-kritisch zu nähern und die Chancen zu erkennen, die darin liegen. Er zitiert einen Experten aus dem Aeronautikbereich, der prophezeit hat, dass es am Ende des Jahrzehnts nur noch zwei Arten von Unternehmen geben wird: solche, die KI in ihrem Geschäftsmodell und ihrer Organisation verankert haben, und solche, die es nicht mehr gibt.

Wagner spricht auch die Möglichkeit an, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln oder bestehende auf eine neue Qualitätsstufe zu heben, indem man KI nutzt. Er nennt Beispiele wie die Personalisierung im Kundendienst oder Anwendungen im Netz. Er betont, dass auch kleinere Organisationseinheiten einen großen Vorteil haben, weil sie keine eigenen Entwicklungsabteilungen benötigen. KI ist ein großer Demokratisierer, der auch den Kleinen eine Chance gibt.

Wagner betont die Bedeutung von HR und People und wie wichtig es ist, sich damit zu beschäftigen. Er glaubt, dass Technologie und Assets keinen Unterschied mehr machen, da Technologie frei zugänglich ist. Der Unterschied wird durch den Menschen gemacht, durch seine Fähigkeit, diese Technologie einzusetzen.

Wagner spricht auch die Notwendigkeit an, eine positive Einstellung gegenüber Technologie zu entwickeln, da es keinen Weg daran vorbei gibt. Er betont, dass wir nicht unreflektiert jedem Trend nachrennen sollten, sondern seriöse Anwendungen und ethische Fragestellungen in Betracht ziehen sollten. Er glaubt, dass wir eine Diskussion darüber führen sollten, in welchem ethisch-regulatorischen Rahmen eine sinnvolle Anwendung von KI möglich ist.

Deutschland sei in der Technologieforschung weiterhin sehr gut aufgestellt. Wagner warnt jedoch davor, uns darauf auszuruhen und betont die Notwendigkeit, uns besser zu verkaufen und eine positivere Einstellung gegenüber Technologie zu entwickeln.

Zum Abschluss weist Wagner darauf hin, dass wir uns nicht auf einer Eisscholle und für uns allein befinden, sondern dass wir im Wettbewerb bestehen müssen. Er glaubt, dass wir das können und dass wir uns auf unsere Stärken konzentrieren sollten. Er betont, dass wir in Deutschland ein unglaublich stabiles Umfeld geschaffen haben, in dem wir uns wohlfühlen und keine Angst haben müssen. Er glaubt, dass dies auch beim Technologieeinsatz eine Stärke unseres Systems ist.

Neue Berufe in der digitalen Ära: Der Human Machine Integration Manager – Interview mit Miriam Meckel @mmeckel #ZukunftPersonal

Miriam Meckel, Mitbegründerin und CEO von ada Learning GmbH, einem Start-up für Weiterbildung in Technologie- und Zukunftskompetenzen, spricht über die Auswirkungen der generativen KI auf die Arbeitswelt. Live aus Köln Deutz, auf der Zukunft Personal, teilte sie ihre Einsichten.

Die Zukunft der Arbeit ist ungewiss. Studien prognostizieren, dass weltweit 300 Millionen Arbeitsplätze durch Automatisierung ersetzt werden könnten. Doch Meckel glaubt, dass nicht alles automatisiert, sondern angereichert wird. Sie sieht die Notwendigkeit, die Verbindung von menschlicher und künstlicher Intelligenz zu lernen und zu nutzen. Sie betont, dass jede Branche, mit Ausnahme einiger Handwerksberufe, von dieser Entwicklung betroffen sein wird.

Die Angst vor Arbeitsplatzverlusten ist real, aber Meckel weist darauf hin, dass neue Technologien auch neue Arbeitsplätze schaffen. Sie sieht die Chance, dass wir mehr Jobs haben werden, trotz der Arbeitsplätze, die wegfallen. Sie spricht von neuen Berufen wie „Human Machine Integration Manager“, die sich um die optimale Zusammenarbeit von menschlicher und künstlicher Intelligenz kümmern. Meckel diskutiert auch die Rolle der KI bei der Textbearbeitung und betont die Bedeutung der Individualität im Schreibstil. Sie sieht die KI als hilfreiches Werkzeug, das uns von unerwünschten Aufgaben befreien kann.

Die Entwicklung hin zu einer „Antwortmaschine“ sieht Meckel als positiv, aber sie hat Bedenken hinsichtlich der Kuration von Informationen. Sie betont die Bedeutung der menschlichen Fähigkeit, Informationen zu kuratieren und zu vergleichen. Meckel spricht auch über die Rolle der Originalität in der Datenproduktion und die Bedeutung von unerwarteten Inhalten und Wendungen für die Funktionalität des Systems. In Bezug auf die Technologietrends und das Verhältnis zwischen den USA und Europa sieht Meckel Europa im Rückstand. Sie kritisiert die mangelnde Initiative und Zusammenarbeit in Europa und Deutschland und fordert eine ehrlichere Herangehensweise. Meckel betont die Notwendigkeit einer konzentrierten Förderung und kritisiert die kleinteilige Herangehensweise in Deutschland. Sie fordert eine Bundesinitiative, die auf wenige, aber vielversprechende Projekte setzt.

Die Kraft der Corporate Influencer: Wie Unternehmen durch Expertise und Sichtbarkeit punkten #ZukunftPersonal – @Ruhrnalist@mastodon.social befragt @KlausEck

Willkommen in der Welt der Corporate Influencer! Klaus Eck, ein erfahrener Kommunikationsberater, teilte mit uns seine Einblicke auf der Zukunft Personal Europe in Köln. Mit über 150 Unternehmen hat er zusammengearbeitet, um Corporate Influencer-Programme aufzusetzen. In der Domstadt brachte er eine Community von Influencern zusammen, um einen Überblick über die Verbindung von Innovationskommunikation und Employer Branding zu geben.

Drei Tage lang führte Eck Gespräche mit vielen Influencern. Was hat er dabei entdeckt? Medienhäuser sind weiter fortgeschritten, als man denkt. Sie haben nicht nur Journalisten, die als Corporate Influencer aktiv sind, sondern auch viele andere Mitarbeitende.

Ein Corporate Influencer ist jemand, der vom Unternehmen unterstützt wird, wenn er oder sie über die eigene Expertise schreibt oder publiziert, vor allem auf LinkedIn. Dies schafft Sichtbarkeit für das Unternehmen und macht es sympathischer und zugänglicher. Menschen wollen nicht mit abstrakten Marken sprechen, sondern mit konkreten Personen, mit denen sie etwas verbinden können.

Die Corporate Influencer sind in der Regel Angestellte des Unternehmens. Sie kommen aus verschiedenen Fachbereichen und arbeiten in allen Bereichen des Unternehmens. Ein Beispiel ist Jürgen Schmidt von der Deutschen Bank, der 25 Jahre als Broker gearbeitet hat und jetzt als Content Creator sowohl intern als auch extern für das Unternehmen tätig ist.

Ist Corporate Influencing ein Trend? Auf der Messe war das Interesse groß. In den vergangenen fünf Jahren hat Eck beobachtet, dass immer mehr Unternehmen sich mit dem Thema auseinandersetzen müssen, vor allem im Bereich Recruiting. Corporate Influencing ist ein Ansatz, um Employer Branding zu betreiben und das Recruiting zu unterstützen.

Es gibt jedoch auch Risiken. Früher war die Kommunikation Sache der Öffentlichkeitsabteilung. Heute sprechen die MitarbeiterInnen selbst über ihren Arbeitsplatz. Ein Corporate Influencer-Programm hilft dabei, bestimmte Regeln besser einzuhalten und die Kommunikation zu professionalisieren.

Welche Kanäle sind angesagt? LinkedIn und Instagram sind die wichtigsten. Andere Kanäle wie Mastodon oder Twitter sind weniger relevant. Es ist wichtig, die Kanäle zu wählen, die zur eigenen Marke passen.

Die BesucherInnen der Messe waren hochinteressiert. Viele KommunikatorInnen beschäftigen sich mit dem Thema, weil HR immer mehr Kommunikation einkauft und die interne Kommunikation immer wichtiger wird.

1000 Stimmen gegen die Mittelkürzung in der Politischen Bildung @NancyFaeser @bpb_de

Wilfried Klein, Vorsitzender des Bundesausschusses Politische Bildung, hat eine klare Botschaft auf dem 15. Bundeskongress Politische Bildung in Weimar: Politische Bildung ist mehr als nur ein Werkzeug zur Prävention von Extremismus. Sie ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Kontroverse. Sie ist ein Mittel, um Konflikte und Krisen zu bewältigen und Menschen zu befähigen, autonom und souverän zu handeln.

Klein, der sich über das große Interesse an politischer Bildung freut, betont die Bedeutung der politischen Jugendbildung. Als Dachverband der Dachverbände vertritt er sowohl politische Erwachsenenbildner als auch politische Jugendbildner. Sie bieten politische Bildung an und organisieren sie.

Doch Klein äußert auch seine Sorge um die finanzielle Zukunft der politischen Bildung. Trotz der Beteuerungen der Ministerin sieht er die Finanzierung in Gefahr. Er weist darauf hin, dass bereits Maßnahmen eingestellt werden mussten und dass weitere Kürzungen drohen.

Klein fordert mehr Mittel für die politische Bildung und lädt alle ein, sich an der Diskussion zu beteiligen. Er weist darauf hin, dass auf dem Kongress an verschiedenen Ständen Informationen zur Verfügung stehen und ruft dazu auf, sich gegen die Kürzungen zu wehren.

Er schließt mit einem Appell an die 1.000 Anwesenden, ihre Stimmen gegen die Kürzungen zu erheben und hofft auf ein anderes Ergebnis im Haushaltsausschuss in zwei Wochen.

Klein’s Botschaft ist klar: Politische Bildung ist wichtig und muss gefördert werden. Es ist an der Zeit, zu handeln.

Der Bundeskongress steht unter dem Titel „Gegenwartsdeutungen – Zukunftserzählungen: Politische Bildung in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche“. Dabei wird eine Vielzahl aktueller Themen diskutiert, wie die Entwicklung der Demokratie, die Zukunft Europas, Rassismus und Antisemitismus, Nachhaltige Entwicklung, Frieden und Konflikt oder Digitalisierung.

Aufgrund des hohen Interesses am 15. Bundeskongress Politische Bildung werden einzelne Programmpunkte vom 2. bis 4. November 2023 gestreamt.

Alle Streams findet Ihr unter www.bpb.de/541927 oder auf der YouTube-Seite der bpb: https://www.youtube.com/@bpb_de. Die Übertragung findet inklusive der vor Ort angebotenen Gebärdendolmetschung statt.