Bist Du der Hauptnutzer und andere blödsinnige Fragen, die #VWConnect aufwirft – Oder: Scheitern am Gerät, am User Interface, der Bedienungsanleitung und am Irrsinn der IT

Das Opus „complicate your life“ von Winfried W. Weber zählte vor Ewigkeiten wohl zu den wenigen Versuchen, der Flut von Vereinfachungsratgebern etwas entgegenzusetzen. Ein hoffnungsloses Unterfangen. Warum soll man denn kostbare Lebenszeit für sinnlose Tätigkeiten aufwenden, wenn sie nicht ins Zentrum der eigenen Interessen passen. Beim Kaffeetrinken ist mir das Innenleben des Vollautomaten völlig egal. Kommt es zu einer Leistungsverweigerung des Apparates, reicht meine handwerkliche Grobmotorik sowieso nicht aus, um der Maschine wieder Leben einzuhauchen. Hier ist Reparaturservice gefragt und nicht die Notwendigkeit, im zweiten Bildungsweg noch Kompetenzen als Mechatroniker zu erwerben. Gleiches gilt von einer Anwendung wie im PKW. Hauptnutzer, Gast, PIN-Eingabe oder einfach nur die Frage an die überforderten Programmierer von VW: Warum baut Ihr nicht zu 100 Prozent auf Anwendungen wie Apple Carplay? Kümmert Euch um Achsen, Frontend, rückenschonende Sitze und funktionierende Außenspiegel. Lasst die Finger weg von der Software. Ihr könnt es nicht.

Der Benutzer ist bei alldem schlechten Anwendungsservice einem Generalverdacht der Hersteller ausgesetzt. Er ist ein potentieller Störenfried. Diese Botschaft vermittelt schon die Bedienungsanleitung und spätere Hotline-Disputationen.

Der Benutzer verendet in einer „Zirkulation von Schuldzuweisungen und Unterstellungen“, wie es Jasmin Meerhof in ihrem Buch „Read me! Eine Kultur- und Mediengeschichte der Bedienungsanleitung“ ausdrückt.

Schuldig ist nicht das Gerät, sondern der dümmliche und idiotische Kunde. Die Über- und Unterordnung zwischen Gerät und Benutzer werden über zahlreiche Ge- und Verbote, Vorsichtsmaßnahmen und Hinweise zur Garantie zementiert. Das Ganze ist eine Demonstration der Macht und das Scheitern am Gerät soll uns in die Rolle der Demut pressen. Glücksmomente, oder Flow, wie es der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi bezeichnet, entstehen in dieser Konstellation nicht. Alle Bewegungsabläufe werden im Flowzustand in harmonischer Einheit durch Körper und Geist mühelos erledigt.

Ob Kommunikationsdienste, Endgeräte, Software oder Serviceprovider: Die Auswahl ist unüberschaubar, die Bedienung unübersichtlich, kompliziert und verlangt nach dem seitenlangen Studium einer kryptischen Anleitung in technokratischer Prosa. Ruft man dann die Hotline an, startet eine Spartakiade des Wartens: „Der nächste Mitarbeiter ist für Sie reserviert“. Klingt nach Ansicht des Spiegel-Kolumnisten Tom König nach einem Sternerestaurant. In Wahrheit ist es nur eine verfeinerte Stufe des Hinhaltens. Oder wie wäre es mit „Zurzeit dauert es etwas länger, weil sehr viele Kunden anrufen.“ Auch dieser Spruch aus dem Lexikon der Ausreden sollte nachdenklich machen: „Normalerweise belügen wir dich von vorne bis hinten und behaupten, du hättest eine reelle Chance, hier irgendwann mit irgendwem zu sprechen. Wenn wir – wir! – schon zugeben, dass es heute schwierig wird, dann solltest du lieber auflegen“, so die Interpretation von König in seinem lesenswerten Buch „Ich bin ein Kunde, holt mich hier raus“. 

An jedem Kontaktpunkt mit Kunden sollten die Anbieter etwas mehr das Hirn einschalten, um sich auf die Kenntnisse und das Verhalten der Verbraucher einzustellen. 

Wenn ich als Kunde gezwungen bin, bei einer Hotline anzurufen, ist das tägliche Anrufvolumen mit Sicherheit kein Indikator für smarten Service, sondern der Beweis für mangelhafte Tuchfühlung mit den sehr unterschiedlichen Nutzungsszenarien des Anwenders. 

„Der Philosoph Ludwig Wittgenstein sagte: ‚Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.‘ Darin kommt all das zum Ausdruck, worum es eigentlich geht. Ingenieure leben in einer anderen Welt als Verkäufer und Konsumenten. Und jeder spricht seine eigene Sprache. Hier könnte ein neues Berufsbild entstehen für Fachleute, die diese verschiedenen Welten vereinen“, so die Ingenieurin Anett Dylla.

Ingenieure müssten lernen, dass Design heute etwas anderes ist als bloße Verpackung und dass User­Interface­-Design weit über Verpackungskünste oder Ornamentik oder Aufhübschung hinausgeht. Das muss eine gemeinsame Operation sein, nämlich den Punkt oder die Fläche zu gestalten, wo Menschen auf Technik treffen, die prinzipiell nicht mehr durchschaubar ist. Bei Design hat man früher an die Gestaltung von Flaschen oder Kaffeekannen oder Aral­ Tankstellenzapfsäulen gedacht, aber heute ist Design – wenn man so will – die zentrale Frage der Technik selber.

Wer das begriffen hat, produziert nicht nur selbsterklärende und einfach zu bedienende Produkte, sondern ist auch klar im Kopf.

Siehe auch:

Deep Tech statt Second Life: Die Zukunft der virtualisierten Arbeitswelt

Kaum KI-Weiterbildung in Deutschland – Wir diskutieren das auf der Zukunft Personal #ZPEurope

„HR-Abteilungen müssen jetzt mehr denn je in die Offensive gehen: Weiterbildung, neue Rekrutierungsansätze und Mitarbeiterbindung sind das Gebot der Stunde, um die raren KI-Fachleute entweder zu finden oder zu halten. Tatsächlich verfügt Deutschland über eine gute Hochschul-Ausbildung, kann diese Fachkräfte aber oft nicht halten. Gut zu erkennen ist das Problem im Silicon Valley, wo in vielen KI-Unternehmen deutsche Experten an wichtigen Stellen sitzen. Wie der Dresdener Richard Socher, der You.com gegründet hat, oder Jan Leike, der seit 2021 das Alignment-Team bei OpenAI leitet, oder der Bonner Christian Szegedy, der nach 13 Jahren bei Google nun für Elon Musks xAI arbeitet. Mehr Risikokapital, unbegrenzte Ressourcen und Rechenpower und nicht zuletzt deutlich höhere Gehälter locken viele KI-Forscher ins Valley“, schreibt Holger Schmidt in seinem Newsletter.

Nur 8 Prozent der Beschäftigten in Deutschland bekam KI-Weiterbildung. Das ist zu wenig. Wir thematisieren das auf der Zukunft Personal in Köln:

Gespräch mit Miriam Meckel:

Super wichtig: Keine Transformation ohne Zukunftskompetenzen. Session mit Philipp V. Ramin:

Der #DigitaleStaat bleibt ein Hirngespinst – Die Digitalpolitik der Ampel-Regierung hat allenfalls Lutschpastillen Wirkung: Ein Rant im Januar 2022 bleibt aktuell

16 ausgewählte Serviceleistungen der Verwaltung, auf die viele Bürger besonders angewiesen sind, sollen in den nächsten 12 Monaten online zur Verfügung gestellt werden, kündigte der „Chief Information Officer“ der Bundesregierung, Markus Richter, gegenüber der FAZ an. Dies betrifft beispielsweise die Ummeldung im Meldeamt, das Ausstellen des Personalausweises und das Stellen eines Bauantrags.

„Damit diese Services bundesweit und einheitlich angeboten werden, wird ein bundeseinheitliches Benutzerkonto BundID eingerichtet. Die Kommunen müssen danach die technischen Voraussetzungen für ihre Bürger schaffen, damit diese sich registrieren und die Dienstleistungen online beauftragen können. Der kommunale Flickenteppich von unterschiedlichen Angeboten wird dann der Vergangenheit angehören“, schreibt Weka und empfiehlt den Entscheidungsträgern des Staates sich schon auf dieses Vorhaben vorzubereiten.

Ob das nicht etwas verfrüht ist. Wie lange wird die E-Akte VERPROBT, sagt man doch im Design-Thinking-Jargon? Und mit dem Zeitkorridor beim Onlinezugangsgesetz hat man sich ja auch ein wenig überhoben.

Im Januar 2022 schrieb ich in meiner Netzgedanken-Kolumne für das PR-Magazin: Trotz gegenteiliger Beteuerung, gibt es auch in der neuen Regierung unter Kanzler Olaf Scholz kein Digitalministerium. Es bleibt ein Sub-Thema im Verkehrsministerium. Die Rechtfertigungslyrik für diese Hinterzimmer-Kungelei ist immer gleich: Jedes Ministerium müsse ja Digitalkompetenz vorweisen, das sei ein Querschnittsthema, man müsse das jetzt besser koordinieren und gemeinsam anpacken. Laber-Laber Sülz. Der Digitale Staat bleibt ein Hirngespinst in der politischen Sphäre. Es fehlt an Kompetenz. So wird auch nichts aus dem Einer-für-Alle-Projekt (EfA), das im Herbst 2020 im IT-Planungsrat für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) beschlossen wurde, um der lahmenden Digitalisierung auf die Sprünge zu helfen. Dilettantismus pur. Versucht mal in Berlin, eine Kopie der Führerschein Karteikarte zu bekommen. Das grenzt an Arbeitsverweigerung.

Man braucht sich nur die 26 EfA-Mindestanforderungen für das Funktionieren von Onlinediensten durchlesen, um zu erkennen, wie das mit den verteilten Zuständigkeiten so läuft in Deutschland. Das geht nun seit über 20 Jahren so.

Was sich Unionsparteien, SPD, Grüne und FDP in unterschiedlichen Regierungskoalitionen in der Netz- und Digitalpolitik leisten, beurteilte eine ehemalige Pressesprecherin aus dem Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums wie folgt: „Fehlgeburten mit Lutschpastillen-Wirkung, die mangels zentraler Zuständigkeit und politischem Nachdruck in den verschiedensten Ressorts mit minimaler Sauerstoffzufuhr am Leben erhalten wurden. Ab und zu erfuhr der Netz-Patient eine Reanimation, bevor er seine letzten Bits und Bytes aushauchte.“

Mir fällt jetzt spontan kein Bund-Online-Projekt ein, das nicht in der Mülltonne landete. Deshalb hat Bitkom-Präsident Achim Berg recht: Die Digitalisierung dürfe kein Anhängsel mehr sein. „Sie gehört ins Zentrum.“

Ein echtes Digitalministerium müsse dafür sorgen, dass die Digitalpolitik in Deutschland kein Stückwerk mehr ist. „Es muss die Kompetenzen für die Kernbereiche der Digitalisierung erhalten, also Verwaltungsdigitalisierung, E-Government, Telekommunikation, Breitbandausbau und die Förderung von Schlüsseltechnologien. Für die Federführung von Projekten in diesen Bereichen bedarf es dazu eines eigenen Budgets“, so Berg.

Durch ein Veränderungsbudget sollten andere Häuser bei der Digitalisierung unterstützt werden: Ein Digitalministerium müsste dafür sorgen, dass die digitalen Bemühungen der Bundesregierung auf ein gemeinsames Leitbild einzahlen. „Das heißt, dass Prioritäten definiert und eingehalten werden. Dazu bedarf es eigener Spiegelreferate, die die Verbindung in die anderen Ressorts sicherstellen. Hierbei kann, wie man es teilweise in den Ländern findet, auch ein Veränderungs- oder Beschleunigungsbudget helfen, mit dessen Hilfe Projekte in den anderen Häusern zusätzlich unterstützt werden“, betont der Bitkom-Präsident.

In der Praxis müsste das Digitalministerium auch das Recht haben, mit einem Veto Maßnahmen zu stoppen, die im Sinne einer Digitalpolitik aus einem Guss überarbeitet werden müssen. Daraus wird nun wieder nichts: Die Digitalisierung in Deutschland krankt an einem Wirrwarr von Einzelmaßnahmen.

Es versickert jedwede Initiative in irgendwelchen Gremien und Digital-IT-oder-Sonstwas-Gipfel-Schaulaufereien: Über allen Gipfeln ist Ruh, In allen Wipfeln Spürest du Kaum einen Hauch; Die Vögelein schweigen im Walde. Warte nur, balde Ruhest du auch.

Was für ein Dauerbrenner……

Livetalk am Mittwoch: Null Produktivitätsfortschritt nach zehn Jahren Industrie 4.0? Wir debattieren! Man hört, sieht und streamt sich :-)

„Null Produktivitätsfortschritt nach zehn Jahren Industrie 4.0“ berichtete provokativ die FAZ vor ein paar Tagen. Michael Finkler, Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbands Software und Digitalisierung, formulierte dafür pointierte Thesen. Es gebe „null Produktivitätsfortschritt nach zehn Jahren Industrie 4.0“; das heutige Produktivitätsniveau der Industrie sei auf dem Stand von 2011; die Produktivität im Maschinenbau sei trotz hoher Auslastung sogar gesunken; die breite Masse der Unternehmen sei kaum vorangekommen; statt zu organisieren und zu standardisieren sei „die Verschwendung digitalisiert“ worden. Es wurde zwar oft davon gesprochen, neue, digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, Mehrwert durch Digitalisierung zu schaffen, womöglich Plattformen auf die Beine zu stellen. Aber vielerorts ist davon nichts zu sehen. Finkler erkennt „zehn verlorene Jahre“. Deutschland habe „den Anschluss verloren in der industriellen Plattformökonomie“, während Konzerne wie Google, Microsoft oder Amazon den Aufbau von Industrie-Plattformen forcierten.

In der Fachszene ist das Meinungsbild vielschichtig:

„Wir reden von Industrie 4.0 und vielerorts haben wir noch nicht mal eine moderne IT Infrastruktur und Breitbandausbau. Ich kann nur allen Unternehmen raten, auch aus Sicherheitsgründen autark zu werden und eigene Campus-Netzwerke mit 5G und WiFi6 aufzubauen. Damit wird eine wesentliche Grundlage für Industrie 4.0 gelegt“, kommentiert Stephan Hierl, CTO Kyndryl Germany.

Professor Wolfgang Wahlster, ehemaliger Chef des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), sieht einen Vorsprung bei den Hidden Champions:

Der Begriff „Industrie 4.0“ habe sich viral ausgebreitet und werde heute auf der ganzen Welt wie „Kindergarten“ und „Autobahn“ mit Deutschland assoziiert. „Industrie 4.0 ist ein Exportschlager, der in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik rund um den Globus Aufmerksamkeit und Anerkennung erfahren hat. Damit haben wir in der Hightech-Welt erstmals wieder ein innovatives Konzept aus Deutschland international etablieren können, nachdem diese über viele Jahre meist aus Amerika oder Asien kamen“, so Henning Kagermann und Wolfgang Wahlster in einem Gastbeitrag für die FAZ.

Industrie 4.0 sei die Basis für datenbasierte Wertschöpfung, innovative Geschäftsmodelle und Organisationsformen, aber auch für neue Lösungen in Bereichen wie Energie, Gesundheit und Mobilität.

„Ökonomisch ging es initial um einen Wechsel von der traditionellen Automatisierung mit vorherbestimmtem Ergebnis hin zu lernenden und sich selbst anpassenden Maschinen und Umgebungen, die in Echtzeit auf Änderungen der Kundennachfrage sowie auf unerwartete Störungen reagieren. Damit einher geht der Schritt von der Massenproduktion zur Maßanfertigung, zur preislich konkurrenzfähigen Herstellung von individuellen, maßgeschneiderten Produkten“, betonen Kagermann und Wahlster.

Wichtig war das Versprechen von einer besseren und sinnvolleren Mensch-Maschine-Kooperation ohne Angst vor Kontrollverlust, die Schaffung von Arbeitsplätzen durch „Nearshoring“ und die Inklusion von älteren und behinderten Menschen, unterstützt durch physische und kognitive Werkerassistenzsysteme.

„Ökologisch war von Anfang an die Ressourcen- und Energieeffizienz ein zentrales Ziel: Industrie 4.0 hat das Potential, eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren, die Wirtschaftswachstum von Ressourcenverbrauch entkoppelt. Industrie 4.0 stellt den Menschen in den Mittelpunkt, und dazu gehören die gesellschaftliche und natürliche Umwelt“, so die Gastautoren der FAZ.

Der digitale Produktpass ist dafür ein gutes Beispiel:

Heute gebe es etliche „Smart Factories“, die Grundprinzipien von Industrie 4.0 umsetzen: „Plug & Produce“ und die virtuelle Inbetriebnahme neuer Anlagenteile durch den Einsatz digitaler Zwillinge, taktunabhängige Matrix-Produktionsarchitekturen mit konfigurierbaren Produktionszellen und kurzen Umrüstzeiten auch für kleinste Losgrößen mit großem Produktindividualisierungsgrad, variable Intralogistik kombiniert mit Echtzeitproduktionsplanung sowie lokationsbasierte Dienste für alle Werker, Betriebsmittel und die entstehenden Produkte. Die Positionsbestimmung in Fabrikhallen sei für mobile Systeme wie autonome Gabelstapler mit Hilfe KI-basierter visueller SLAM-Verfahren stark verbessert worden, SLAM steht dabei für „Simultaneous Localization and Mapping“. Durch GPU-Computing, die hochparallele Ausführung neuronaler Verfahren auf sehr leistungsfähigen Grafikkarten, wurde die notwendige Erkennung von Landmarken signifikant verbessert, um eine freie Navigation mobiler Roboter zu ermöglichen.

Wichtig sind wohl auch Plattformen und Open-Source-Projekt:

Wir wollen das live diskutieren in einem Sohn@Sohn Studiogespräch mit Marius Grathwohl vom Maschinenbau-Unternehmen Multivac am Mittwoch, 2. November 15:40 Uhr. Macht mit bei der Debatte.

Übertragung läuft im Multistream auf YouTube, Facebook, Twitter (@gsohn), LinkedIn (https://www.linkedin.com/in/gunnarsohn) und Twitch. Nutzt die Kommentar- und Chatfunktionen.

Man hört, sieht und streamt sich am Mittwochnachmittag:

Künstliche Intelligenz und ein Orakel-Debakel

In Delphi befand sich die berühmteste griechische Orakelstätte. Dort erteilte die Priesterin Pythia in ekstatischem Rausch auf einem Dreifuß sitzend ihre scheinbar widersinnigen Orakel, zu denen sie Apollon inspirierte. Die Antworten von Pythia wurden in Versen verkündet und zumeist zweideutig formuliert. Ähnlich kryptisch klingen die Verheißungen der KI-Hohepriester, etwa wenn die KI die Zukunft der KI vorhersagen soll.

In Welterklärungsmaschinen sollen gar Empfehlungen zur Bewältigung des Klimawandels und Frühwarnungen ausgespuckt werden – selbst Befunde zur Bewältigung von Finanzkrisen stellen die KI-Konstrukteure in Aussicht. Vielleicht erleben wir auch nur die letzte Schlacht des Controllings, um in den Zeiten des Kontrollverlustes die alte Logik des Industriezeitalters in die vernetzte Welt zu retten. Die Schaffung von neuer Übersichtlichkeit im chaotischen Universum des Cyberspace. Der Wunsch nach Rückgewinnung der Deutungshoheit und die Sehnsucht nach maschinengesteuerten Entscheidungen auf dem Fundament der Ratio.

Das Ganze wird begleitet von utopischen und dystopischen Szenarien Rhetorik. Beide Fraktionen sitzen im selben Schützengraben und glauben an die vermeintlichen Zahlen-Zauberstücke, die ihnen Analysten und so genannte Experten mit bedeutungsschweren Gesten vorführen. Häufig handelt es sich um Physiker oder Mathematiker, die zur Sozialwissenschaft konvertiert sind. Und das wiederum ist kein Zufall. Schaut man in ihre Zauberkästen hinein, findet man recht simple Formeln. So hat Professor Michael Feindt den NeuroBayes-Algorithmus erfunden. Sein Ziel war es, ein Werkzeug für exakte Prognosen zu schaffen – sowohl für die wissenschaftliche Forschung als auch für unterschiedliche Wirtschaftszweige und Entscheidungsproblemen in Unternehmen.Das Feindt-Szenario klingt so: Man habe beispielsweise irgendeine App mit einer Entscheidungskompetenz, wie häufig ein bestimmter Artikel der Bekleidungsindustrie verkauft wird. Etwa ein Anzug oder eine Krawatte. Das sei eine wichtige Information für Disponenten von Mode.

„Ich selbst würde sagen: Ich habe keine Ahnung. Unsere Software schon. Sie macht eine Prognose und die Prognose hat einen Erwartungswert, einen Mittelwert, aber das ist eine ganze Wahrscheinlichkeitsverteilung. Vieles ist eben nicht durch einfache Zahlen darstellbar, vieles ist auch sehr unsicher. Es kann nur durch eine Wahrscheinlichkeitsverteilung beschrieben werden. Diese Unsicherheit mag sehr groß sein. Es gibt Artikel, die eine höhere Wahrscheinlichkeit richtig zum Mode Renner zu werden als andere. Und das kann man eben vorhersagen”, glaubt der Teilchenphysiker Feindt.

Mit der bekannten Unsicherheit könnte man die optimale Entscheidung treffen. Entscheidungsmaschinen seien besser als menschliche Experten. Denn der Mensch, das wisse man aus der Biologie, neige zu Verhaltensweisen, die nicht zu rationalen Entscheidungen beitragen. Eine Maschine könne bessere Entscheidungen treffen. Sie sei in der Lage, für eine Versicherung den günstigsten Tarif zu berechnen, der zu einer niedrigen Schadensquote beiträgt. Es werden also zwei Ziele gleichzeitig erreicht, die sich eigentlich ausschließen. Manager würden vielleicht den Tarif zu teuer oder zu billig anbieten. „Aufgrund von historischen Daten mit individualisierten Algorithmen erreicht man beide Ziele gleichzeitig”, meint Feindt.

Er würde sogar am liebsten auf Menschen bei diesen Anwendungen verzichten. Besser wäre es, wenn eine Dispositionsmaschine automatisch die Bestellungen auslöst. Also für den Einkauf von Modeartikeln, für Mettwurst und Schinken oder eben für die Berechnung des optimalen Tarifs bei einer Versicherung. Im Groben kann das sinnvoll sein, um die Menge an Hackfleisch besser zu kalkulieren, die täglich über die Verkaufstheke geht. So wären Einzelhändler in der Lage, weniger Fleisch wegzuwerfen. Verbessert sich dadurch aber der Verkauf von Fleisch- und Wurstware? Was steckt hinter den Durchschnittswerten, die man ermittelt?

Was Algorithmen leisten, sind Optionen, Wahrscheinlichkeiten, Vorschläge, Hinweise und Anregungen – gesteuert von Menschen, die mit Annahmen und Gewichtungen für ihre Prognose-Rechnungen operieren. Und die können Unternehmen, Volkswirtschaften, Konsumenten, Wähler und Politiker auch völlig in die Irre führen. Selbst bei Textilwaren: „Hier kann eine Maschine nicht vorhersagen, ob ich eine bestimmte Art von Bikini in der nächsten Sommersaison kaufen werde. In der Vorsaison galten vielleicht andere Regeln oder ein anderes Modebewusstsein. Die Maschinen müssen also immer wieder Neues in ihre Analysen einbeziehen, um das Interesse der Konsumenten zu testen. Genauso ist es mit politischen Ereignissen. Wenn etwa Themen wie die Sarrazin-Debatte oder der Fukushima-Atomunfall in den Nachrichten auftauchen, ist es für Maschinen nicht möglich zu sagen, was der Nutzer tun soll. Diese Ereignisse sind einzigartig“, erklärt der Jurist und Informatiker Christoph Kappes.

Es gebe immer wieder Modewellen, die die Analysierbarkeit komplexer Systeme versprechen, betont der Organisationswissenschaftler Gerhard Wohland. Es sei der monokausale Glaube, dass das was in der Gegenwart geschieht, seinen Grund in der Vergangenheit hat. „Wenn ich die Vergangenheit umfangreich und schnell genug auswerte, weiß ich, was die Zukunft bringt. Und genau das ist die Illusion. Das ist zwar möglich. Aber ich muss dann für sehr triviale Strukturen sorgen. In der Physik nennt man das Labor. Die Welt, wie sie ist, wird ausgeblendet. Mit den wenigen Wirkungszusammenhängen, die übrig bleiben, entwickelt man Gesetzmäßigkeiten. Für soziale Systeme ist das aber albern“, so Wohland. Ein Modell müsse einfacher sein als das, was es modelliert. Wenn das nicht so wäre, könnte man ja direkt den Untersuchungsgegenstand heranziehen. Modelle müssen also immer simplifizieren. Aspekte der Wirklichkeit werden ausgeblendet. Das gelingt aber nur, wenn zwischen wichtig und unwichtig unterschieden wird. Komplexe Systeme, also auch die menschliche Gesellschaft, kennen aber diese Unterscheidung überhaupt nicht. „Welches Ereignis nun eine Wirkung in der Zukunft erzeugt, kann man in der Gegenwart nicht wissen“, sagt Wohland. Die kleinsten Ursachen, die von Daten-Maschinen in Echtzeit-Analysen noch gar nicht als wichtig erachtet werden, könnten enorme Wirkungen erzeugen und die Simulationen ad absurdum führen. Am Ende bleibe Frust und Enttäuschung übrig. Insofern sei es fragwürdig, Maschinen, Software und Algorithmen in ihrer Wirkung und Bedeutung in ungeahnte Fallhöhen zu schrauben:

„Wenn neue Technik in die Welt kommt, gibt es immer zwei Tendenzen: Die Technik und das Potenzial der neuen Technik zu übertreiben oder zu verteufeln. Organisationen haben beides im Bauch. Sie übertreiben den Einsatz von Technik, wenn es um Steuerung und Prozesse geht. Man tut so, als sei alles durchschaubar. Gefragt ist nur die richtige Software und schon funktioniert das alles. Bei hoher Dynamik braucht man allerdings auch Menschen und ihre Kompetenzen, um Wertschöpfung zu erzielen. Dieser Punkt wird häufig übersehen. Auf der anderen Seite macht man Dinge, die längst von einer Maschine bewältigt werden können. Etwa bei der Unterscheidung einer Beschwerde und einer Adressänderung“, erläutert Wohland.

Vielleicht sollten die KI-Marktschreier einfach ein wenig bescheidener auftreten: Ansonsten könnten sie ein ähnliches Debakel wie Krösus erleben, der gegen Persien in den Krieg ziehen wollte und das Orakel von Delphi um Rat fragte. Die Pythia antwortete ihm, wenn er nach Persien zöge, würde ein großes Reich zerstört werden. Krösus war begeistert von der Antwort und zog gleich mit seinem Heer los. Leider war das große Reich, das dabei zerstört wurde, sein eigenes.

Siehe auch:

Eine Bitte: Hört doch auf, ständig die gleichen Beispiele bei regelbasierten Spielen zu kommunizieren. Das langweilt so langsam.

Antistaatliche Affekte bei Anbietern von Kryptowährungen – Gespräch mit @tante #pift2022

Sind Kryptowährungen eine schlaue Altersvorsorge? Ist das Familienvermögen bei den Kindern in guten Händen, die es mit Trading Apps verwalten? Braucht der Finanzmarkt noch eine Lobby, wenn er so eng mit den Infrastrukturen der Öffentlichkeit verzahnt ist? Und welche Rolle spielt Nachhaltigkeit bei den Anleger:innen? Die Frankfurter Finanznacht ist zwar kein teures Seminar, das Ihnen Reichtum verspricht. Aber ein moderierter Abend mit Top-Experten zu solchen Fragen. Im Gespräch mit dem Internet-Theoretiker Jürgen Geuter geht es um die Mythen, die von Anbietern der Kryptowährungen lanciert werden. Dezentralisierung und Demokratisierungen sind dabei nur leere Worthülsen. Sie haben mit der Realität auf dem Finanzmarkt nichts zu tun:

Jürgen Reuter heißt natürlich Jürgen Geuter @tante

Zum Start des #pift2022 in Frankfurt am Main: Festival Politik im Freien Theater @PolitikimFreien

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Nicht alles läuft rund auf den Finanzmärkten: Porsches holpriger Börsengang

Über den Teufelskreis des Staates im Digitalen @lisapaus

Wohin geht die Reise beim digitalen Staat?

„Kein Geld für Digi Investitionen führt zu schlechter Planung von Digitalen passgenauen Lösungen für Verwaltung“, moniert die Bundestagsabgeordnete Lisa Pause. Sie hat recht.

Das ist in der Tat ein Teufelskreis. Ständig wird auf Digital-Gipfeln und sonstigen Anlässen betont, wie wichtig die Führungsrolle der öffentlichen Hand beim Einsatz von Informationstechnologien und digitalen Diensten sei.

Schon vor rund 20 Jahren wollte man in der Bundesregierung unter Gerhard Schröder den aktivierenden Staat an die Stelle des schlanken Staates setzen und die Verwaltungsmodernisierung vorantreiben. Ein wesentlicher Punkt war, alle onlinefähigen Dienstleistungen des Bundes im Internet anzubieten – den Bürgerinnern und Bürgern, der Wirtschaft und anderen Verwaltungen. Das Ärzteteam am Kabinettstisch verabreichte der maroden und teuren Bundesverwaltung eine Therapie: Internet-Technologie als Allheilmittel gegen Lähmungserscheinungen und unterentwickelten Kommunikationsfähigkeiten. BundOnline 2005 hieß der Heilplan. Rund 18 Modellprojekte erhielten Finanzspritzen in insgesamt dreistelliger Millionenhöhe, um den Patienten Leben einzuhauchen. Dazu kamen noch hochbezahlte Strategieberater, die sich im Bundesinnenministerium die Klinke in die Hand gaben.

Einige Projekte wie das Förderportal oder der Liegenschaftsnachweis fristeten schon beim Start ein Mumiendasein. Andere dümpelten Jahre vor sich hin. Kaum ein Projekt erreichte die erhoffte Nutzerfrequenz. Von einer digitalen Führungsrolle des Bundes konnte und kann keine Rede sein.

Die unterschiedlichen Kabinett-Ärzteteams haben bei den Online-Initiativen etwas Wesentliches vergessen: Wo krankt der Patient und welche Therapie macht Sinn? Wer braucht die Internetdienstleistungen des Bundes, was muss getan werden, damit sie auch genutzt werden und wie können Doppelentwicklungen vermieden werden? Ohne Anamnese gibt es keine erfolgreiche Medikation.. Die verstorbenen Patienten des BundOnline-Projektes wurden in aller Stille zu Grabe getragen und die Todesursache lautet in allen Fällen „ärztliches Versagen“. Das beruht nicht auf der Unfähigkeit der einzelnen Ministerien, die Projekte sinnvoll zu planen und umzusetzen, sondern an der bürokratischen Verwaltung. Die notwendige Kooperation der Ministerien scheitert an dem Gezerre um Zuständigkeiten, Kompetenzgerangel oder schlichtweg an lethargischen Oberamtsräten:

Da braucht man sich nur das Verteidigungsministerium anschauen. Die schreiben seit Jahren lieber wöchentlich lange Berichte, warum sie etwas nicht können, statt es einfach zu tun. Die Hausleitungen der Ministerien sind dabei erstaunlich leidenschaftslos. Die Ressorts lassen sich nicht gerne etwas von einem anderen Haus sagen. Das nennt man dann Ressortbefindlichkeit. Und die Hausleitungen kümmern sich um das Tagesgeschäft, wenig um die digitalen Themen.

Um die Ressorts zu sinnvollen Kooperationen zu bewegen, sind in der Vergangenheit Kabinettsbeschlüsse erlassen worden, die in den wenigsten Fällen tatsächlich umgesetzt wurden. Am grünen Kabinettstisch haben die Damen und Herren so lange an den Vorlagen herumgefingert, bis jeder Beschluss so viele Schlupflöcher geboten hat, dass sich letztlich keiner daran halten musste. Beispiel für die Schlupflochformulierungen: „Das Projekt ist einzuführen, es sei denn wirtschaftliche, technische oder organisatorische Gründe sprechen dagegen“. Um eine ordentliche Digital-Strategie des Bundes zu etablieren, muss man die Projektverantwortlichen der einzelnen Häuser stärken. Dazu gehören ressortübergreifende Kompetenzen. Und diese können nur durch einen entsprechenden Kabinettsbeschluss auf den Weg gebracht werden, der ohne Schlupflöcher verpflichtend ist. So und nicht anders funktioniert Verwaltung.

Die Analysen stammen übrigens von einer Expertin, die im Bundesinnenministerium tätig war.

Bist Du Harlekin, Brighella tolpatschiger Knecht, Colombina, Dottore oder Pantalone? #SohntrifftBecker

Harlekin, Brighella und tolpatschiger Knecht, Colombina, Dottore und Pantalone – die Schauspieler der Commedia dell’Arte im alten Italien kamen mit immer dem gleichen Personal auf die Stegreif-Bühne. Langweilig? „Offenbar nicht. Die Commedia dell’Arte hielt sich in Italien vom 16. bis ins 18. Jahrhundert und übt bis heute Einfluss auf Film und Theater aus. Ihren Witz bezogen die häufig spontan erfundenen Stücke ganz einfach daraus, dass sich die Typen des Spiels in immer neuen Situationen bewähren mussten. Und von denen gab es genug – die Straßenkomödie hatte direkten Bezug zum Leben der Zuschauer“, schreiben Bettina Weßelmann und Johannes Wiele.

Die beiden Autoren sehen Parallelen zur IT-Sicherheit, denn auch auf diesem Feld trifft man immer auf die gleichen Typen, die bestimmten Rollenzwängen unterliegen. Etwa der IT-Chef oder der Datenschützer, die beide sofort die Rote Karte zeigen, wenn man auf Dienste wie Zoom setzt, die nicht alle Anforderungen der eigenen Sicherheitsphilosophie erfüllen. Fragt man nach Alternativen, folgt häufig ein Achselzucken. Viele ITler wissen häufig nur, was nicht geht. Und schwups landen wir in den Klischees, die in täglichen Erlebnissen gar nicht so klischeehaft sind.

Im Sicherheitstheater treten Figuren wie CIOs, Admins, Datenschützer, Finanzvorstände und Vorstandschefs auf – letztere häufig nicht so mit Kompetenzen in IT-Fragen ausgestattet – wieder ein Klischee. Es ist wohl wahr, wenn Weßelmann und Wiele schreiben, dass ein großer Teil ihres Verhalten von Rollen bestimmt sind. Es käme so manchem schwierigen Projekt sehr zugute, wenn sich die Akteure der jeweiligen Aufführung diese Tatsache bewusstmachen und entsprechend handeln würden. (Nicht nur) „ein kontroverses Meeting kann pures Theater sein – und zuweilen sollte man es tatsächlich so angehen, statt Widerstände persönlich zu nehmen und den Zorn darüber auf die ‚gegnerischen‘ Individuen zu richten.“

In Corona-Debatten erleben wir gerade auch so ein Theater…..

Diese Methode sei gar nicht so seltsam: Gerichtsverhandlungen funktionieren nach dem gleichen Prinzip. „Eine echte Leis-
tung der Kultur! Zeichen des Rollenspiels sind bis heute die Roben, hie und da Perücken und die stereotypen Pflichthandlungen, die den Akteuren zugewiesen sind. Welche Bedingungen statuiert die jeweilige Rolle im Spiel ‚an sich‘ – und welche zusätzlichen Einflüsse üben der Aufführungsort (die Organisation) und das jeweilige Stück (das Projekt) auf den Verhaltensspielraum des einzelnen Akteurs aus? Wohl kaum einer Erwähnung bedarf die Tatsache, dass es auch beim Sicherheitstheater Handlungskonstanten gibt, die in jeder Aufführung wiederkehren – so, wie in der Commedia dell’Arte die Intrigen irgendeines alten, eitlen Tunichtguts gegen das allfällige Liebespaar.“

Wie verhält man sich in diesem Rollenspiel? Das werden wir heute bei #SohntrifftBecker um 15 Uhr mit Johannes Wiele erörtern. Ick streame live auf Facebook, Youtube und Twitter. Einfach mal reinschauen und mitdiskutieren über die Chat- oder Kommentarfunktionen.

Man hört, sieht und streamt sich zur Kaffeestunde.

Innovationen in der Chip-Technologie #ThinkAtIBM #Livestudio #BikiniBerlin @larsbas

In diesem Gespräch geht es um Innovationen bei der Chiptechnologie: Was sind aktuelle, spannende Entwicklungen speziell im Bereich der künstlichen Intelligenz? Wie unterscheiden sie sich von gängigen Technologien? Welche neuen Materialien und Architekturen kommen hierbei zum Einsatz? Was sind die Vorteile dieser Innovationen?

Wolfgang Maier wird uns im Livestudio diese und weitere Fragen beantworten. Er leitet seit mehreren Jahren den Bereich Hardware-Entwicklung im IBM Labor Böblingen bei Stuttgart. Als Physiker ist eine seiner primären Aufgaben Megatrends im Bereich der Halbleitertechnologie mitzuverfolgen, ihre Relevanz zu beurteilen und sie entsprechend in das IBM Systems Portfolio zu integrieren. Derzeit beschäftigt er sich in diesem Zusammenhang in erster Linie mit den Themenblöcken Künstliche Intelligenz und Quantum Computing.

Warum Digitalisierer in Unternehmen nur schwer vorankommen – Interview mit @Das_B und Katina Sostmann

Mittelstandstalk mit Christian Bredlow, Geschäftsführer von Digital Mindset und Katina Sostmann, Executive Director bei Aperto/IBMiX.