Die Autonomen kommen – Über Logistik, Zalando und Schwarm-Mobilität

Zusammen mit meinen Redaktionsassistenten Yoda und Steve Jobs führte ich eine interessantes Live-Interview mit Holger Rieth von Stute Logistics über autonomes Fahren, KI, Robotik und Automatisierung.

Das Ganze läuft unter dem Format-Titel #CIOKuratorLive

Habt Ihr Anregungen? Geht das in die richtige Richtung?

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IT und Marketing: Machtkampf oder Allianz? #CIOKuratorLiveTalk am Mittwoch

Der rasante, meist vom Marketing getriebene Einstieg in die sozialen Netzwerke ist nach Ansicht von Johannes Wiele ein Paradebeispiel dafür, wie entkoppelt die CIOs und ihre IT-Abteilungen inzwischen von der realen Nutzung der IT-gestützten Kommunikationsmittel sind.

„Rein technisch ausgebildete IT-Fachleute können den Anforderungen nur genügen, wenn sie sich soziokulturell, medienwissenschaftlich und psychologisch weitergebildet haben. Quereinsteiger aus anderen Disziplinen als der Informatik verdienen Vertrauen, wenn sie sich ihrerseits technisches Wissen erarbeitet haben und mit Technikern zusammenarbeiten können.“

Selbst der Einkauf von Informationstechnologie geht teilweise an IT-Führungskräften vorbei:

„Die Beschaffung von IT-Lösungen und Digitalem an der IT-Abteilung vorbei wird weiter zunehmen. Das ist so, da müssen wir nicht lange lamentieren. Einzelne Studien zeigen, dass weltweit gesehen bis 2020 über 40 Prozent der Investitionen in IT bzw. digitale Lösungen nicht aus dem originären IT-Budget getätigt bzw. nicht von den IT-Verantwortlichen beeinflusst werden. Das ist so; daran lässt sich wenig ändern“, schreibt mein Kollege Axel Oppermann vom CIO-Kuratorium.

In solchen Situationen werde dann oft von der „Schatten-IT“ gesprochen. Folge: Die unterschiedlichen Entscheider kaufen den technologischen Wildwuchs zu teuer ein und blockieren sich mit bescheuerten Insellösungen. Für den CIO ist das nicht lustig.

Welche Rolle spielen dabei die Marketing-Verantwortlichen – neudeutsch CMOs? Die Analysten von Gartner gehen davon aus, dass der CMO 2017 mehr Geld für Technologie ausgibt als der CIO. „Marketiers investieren massiv in Technologie: Laut Gartner-Umfrage allokieren CMO’s 27 Prozent ihres Budgets in Technologie. Dies entspricht 3.24 Prozent des Gesamtumsatzes. Zum Vergleich: Der CIO gibt demzufolge durchschnittlich 3.4 Prozent des Umsatzes aus“, so Stefan Pfeiffer.

Sollte man angesichts der immer größeren technologischen Orientierung des CMO die Rolle von CMO und CIO nicht einfach zusammen legen? Das wäre wohl eine fatale Entwicklung, wo doch die Marketingabteilungen selbst unter Druck stehen und gar die Abschaffung dieser Funktion diskutiert wird. Stichwort: Marktorientierte Unternehmensführung statt Marketing-Einweg-Blabla.

Am Mittwoch, den 6. September, um 16 Uhr werden wir im Vorfeld der Marketingmesse dmexco im #CIOKuratorLiveTalk via YouTube über folgendes Thema sprechen: „Marketing versus IT: CMO und CIO – Feinde oder Verbündete?“. Eingeladen dazu ist Martin Meyer-Gossner von The Strategy Web. Martin ist Berater und Trainer für international agierende Unternehmen. Sein Schwerpunkt liegt in der Beratung und Entwicklung innovativer Web-, Sales- und Marketingstrategien sowie Mobile Business-Konzepten und Social Media.

These: Der rasante, meist vom Marketing getriebene Einstieg in die sozialen Netzwerke ist ein Paradebeispiel dafür, wie entkoppelt die CIOs und ihre IT-Abteilungen inzwischen von der realen Nutzung der IT-gestützten Kommunikationsmittel sind. Und natürlich werde ich auch in der Diskussion auf diesen Beitrag Bezug nehmen.

Mitdiskutieren über die Chatfunktion meines YouTube-Kanals – rechts neben dem Webplayer.

Frohes Neues :-) Man hört, sieht und streamt sich 2017

gunnarsohn

Mein Credo auch für 2017: Echtzeitkommunikation mit Möglichkeiten zur Interaktion. Live, ungeschminkt, ohne Teleprompter und aufwändige Postproduktionen. Viele Verantwortliche in der Unternehmenskommunikation neigen nach wie vor zu Schönwetter-Filmchen, wo die Akteure ihr weltweit führendes und gut aufgestelltes Plastikdeutsch ins Mikrofon stottern – aseptische Imagevideos zum Wegklicken. Wer gebaute Beiträge mag, kann das ja machen und sich stundenlang mit der Videobearbeitung herumschlagen. In der Regel ist das überflüssig.

Wer Konferenzschaltungen mit Livestreaming-Diensten übertragen möchte, also beispielsweise Roundtable-Gespräche mit Experten an unterschiedlichen Standorten, ist mit dem Google-Dienst Hangout on Air nach wie vor gut versorgt.

Seit dem 12. September ist diese Technologie allerdings nicht mehr an die Plattform Google+ gekoppelt. Jetzt muss man das über den eigenen YouTube-Channel organisieren. Auf die Funktion Video-Manager gehen, auf der linken Seite den Reiter „Livestreaming“ auswählen, dann auf „Events“ drücken und auf der rechten Seite den Button „Neuer Livestream“ aktivieren. Es erscheint, wie früher, der YouTube-Webplayer mit Titelzeile, Kalender zur Vorplanung, Beschreibungsmöglichkeit des Events und Keywords/Tags zur Suchmaschinen-Optimierung. Allerdings darf man nicht vergessen, unter Typ die Rubrik „Schnell per Google Hangouts On Air“ auszuwählen. Vorteil gegenüber Youtube Live: Man braucht keine externe Codierungssoftware. Einige dieser Programme kosten bis zu 500 Euro. Das Produkt OBS – Open Broadcast Software – ist zwar kostenlos, benötigt aber ein wenig Übung, um gute Live-Übertragungen hinzubekommen. So muss man ein wenig an den Einstellungen feilen, um bei der Signalbearbeitung die Lippensynchronisation hinzubekommen.

Generell sind die Livestreaming-Apps auf Smartphones und Tablets für spontane Stimmungsberichte, schnelle Sendekritik wie bei heute+ oder Making-of-Einblicke exzellent einsetzbar. Hangouts on Air und Youtube Live punkten bei der nachhaltigen Wirkung von Ereignissen – linear gesendet mit einem Live-on-Tape-Effekt, da beim Start des Livestreams sofort der virtuelle Rekorder auf YouTube anspringt und die Konserve schon während der Ausstrahlung angelegt wird. Ausführlich nachzulesen im Upload-Magazin.

Auch bei Audio tut sich einiges:

Siehe auch:

Radio: Sichtbar. Teilbar. Endlich.

Facebook Live Audio makes talk radio social, starting with the BBC

Introducing Live Audio

THE NEXT REVOLUTION IS VOICE

Bei Video und Audio kommt das seltener vor: Nur die Überschrift gelesen, trotzdem weitergereicht: Warum Social-Media-Buzz ein schwaches Signal für Qualität ist.

Nur Sterne zählen :-)
Nur Sterne zählen 🙂

Wunsch zum Schluss. Brauche noch Likes, um den Juptr-Autorenwettbewerb zu gewinnen. Abstimmung geht leider nicht unter dem Artikel – da muss man in die Gesamtansicht.

Auf ein Neues in 2017 🙂 Freue mich auf spannende Projekte, die ich mit Euch realisieren kann.

Hangout on Air – Ein Nekrolog #SMCBN

Hangout on Air

Den Nachruf zum Livestreaming-Dienst Hangout on Air, den Google am 12. September abschaltet, gibt es heute live um 19 Uhr beim Social Media Chat Bonn.

Wie die Alternative Youtube Live eingesetzt werden kann, hab ich heute früh bereits via Facebook Live gezeigt.

Hier ist das Ergebnis – Hanogut über Youtube Live:

Man hört, sieht und streamt heute um 19 Uhr beim #SMCBN 🙂

Hangout on Air-Livestream via Google+ wird abgeschaltet

Unser Livestreaming-Opus hat noch ein paar Aspekte, die weiterhin aktuell bleiben :-)
Unser Livestreaming-Opus hat noch ein paar Aspekte, die weiterhin aktuell bleiben 🙂

Google+ als integrale Plattform für alle Dienste des Suchmaschinenkonzerns gehört schon lange der Vergangenheit an. Nun erwischt es auch die Livestreaming-Technologie Hangout on Air.

„Hangouts On Air ist ab dem 12. September nicht mehr über Google+, sondern über YouTube Live verfügbar. Für neue Hangouts On Air musst du daher YouTube Live verwenden. Nach dem 12. September können keine Livestreams mehr auf Google+ geplant werden. Bereits vorhandene Livestreams, die nach dem 12. September übertragen werden sollen, müssen zu YouTube Live verschoben werden“, teilt Google mit.

Überraschend ist diese Entscheidung nicht, denn seit rund gut drei Jahren gab es keine nennenswerten Veränderungen bei Hangout on Air. Die Entwickler wurden von diesem Projekt abgezogen. Die Hangout-App ist grottenschlecht, weitere Applikationen wie die Hangout Toolbox wurden nicht installiert, Interaktionen während der Liveübertragungen finden auf Google+ kaum noch statt im Gegensatz zu Facebook Live oder Periscope. Im Juni hatte ich bereits darüber geschrieben: Faktor 10 für Dialoge – Facebook Live als Katalysator für Interaktionen.

Bei Facebook spielt sich das Livestreaming-Geschehen in der eigenen Timeline ab. Das Video ist dort nach der Sendung sofort als Konserve verfügbar. Nutzt man noch ein zweites Gerät, kann man neben der Videoübertragung auch noch schriftlich auf Kommentare reagieren, Hinweise posten und auf andere Seiten verlinken. All das ist mit anderen Diensten nicht oder nur umständlich möglich. Bei Live-Hangouts bleibt noch die Möglichkeit der Konferenzschaltungen als Trumpfkarte übrig. Für Interaktionen kann man den Dienst vergessen. Das ist aber das Salz in der Suppe, so mein Kommentar vor zwei Monaten

Entscheidend ist dabei die mobile Variante für Livestreams. Hier hatten Hannes Schleeh und ich schon häufiger moniert, dass es Google verpennt hat, die Hangout-App aufzubohren und Liveübertragungen auch im mobilen Modus mit Konferenzschaltungen zu ermöglichen.

Das ist nun über Youtube Live möglich:

So richtest du Hangouts On Air mit YouTube Live ein:

Gehe in YouTube Studio zu Livestreams.
Klicke auf Neuer Livestream.
Wähle Schnell aus, wenn du Google Hangouts On Air verwendest.
Gib deinem Livestream einen Titel.
Klicke entweder auf Livestreaming jetzt starten oder plane deinen Livestream für einen späteren Zeitpunkt und gib die entsprechenden Details ein.
Verwende Hangouts für die Liveübertragung.

Mit ein paar Anlaufschwierigkeiten hatte ich das am 13. Juni mit David Brych ausprobiert. Es funktioniert.

Wer also Gäste dazuschalten möchte, muss jetzt diesen Weg gehen.

Das war es dann mit Hangout on Air als Google+-Dienst.