Man hört, sieht und streamt sich im Netz: Was Google-Hangout von #Meerkat und #Periscope lernen kann

Livesteaming für jedermann
Livesteaming für jedermann

Was habe ich mir in den vergangenen Jahren die Finger wund geschrieben über die Möglichkeiten im Netz, auch die letzte massenmediale Bastion zu stürmen: Live-TV. Mein Favorit war dabei der Google-Dienst Hangout on Air, der nach wie vor die meisten Möglichkeiten für die Graswurzelrevolution der TV-Autonomen bietet. Nicht nur Einzelübertragungen, sondern Liveschalte mit mehreren Teilnehmern, Einspieler, Außenreportagen, Livestreaming via Drohnen, Greenscreening, Youtube als virtueller Rekorder für die Anschlusskommunikation im Netz, verschiedene sinnvolle Apps wie die Hangout-Toolbox und vieles mehr.

Den Hintern hat Google mit Hangout on Air nie so richtig hoch bekommen. Das liegt wohl an der engen Bindung mit Google Plus – eher ein träges Social Web-Grab. Die Frage-Button über die Google Plus-Eventseite ist beschaulich, Interaktionen laufen eher über Hashtags, die man über Twitter einfängt. Größtes Manko: Die Hangout-App für mobile Geräte, mit der man Livestreams mobil nicht starten kann. Google sollte hier schnellstens nachbessern und den gesamten Hangout-Kosmos von Google Plus abtrennen und als eigenständige Anwendung etablieren. Sonst werden Apps wie Meerkat und Periscope das Rennen machen, wie Richard Gutjahr in einem Blogbeitrag eindrücklich skizziert hat: Realtime-Journalismus – Livestream ist der neue Mainstream.

Livestreaming-Apps für die TV-Autonomen
Livestreaming-Apps für die TV-Autonomen

Sein Credo: Livestreaming-Apps werden die Art und Weise verändern, wie wir die Welt sehen.

„Nachdem Periscope nun live und damit in den Händen von Zigtausend Early Adoptern rund um den Globus ist, muss ich mich korrigieren: Der Wandel ist noch um einiges radikaler, als ich mir das hätte vorstellen können.“

Richard dokumentiert das am Beispiel der Gasexplosion im New Yorker East Village. Schnelle Smartphone-Reportagen sind der aufwändigen Berichterstattung deutlich überlegen. Die beste Berichterstattung am Tag des Gas-Unglücks sei nicht von einem traditionellen Fernsehsender gekommen.

„Auch nicht von einem erfahrenen TV-Reporter. Er stammt von einer engagierten Mitarbeiterin von Mashable, einer Tech-lastigen Nachrichten-Website, die heuer ihr 10jähriges Bestehen feiert. Die Reporterin begnügt sich an diesem Tag nicht etwa mit einem einzigen Livestream. Weil Periscope noch neu ist und viele Mashable-Leser sich gerade erst mit Meerkat angefreundet haben, bringt sie es tatsächlich fertig, mit zwei (!) iPhone 6 Plus (!!) in den Händen durch die Straßen von Manhattan zu laufen um dabei live zu kommentieren, was sie sieht.“

Während der TV-Reporter an seinen Ü-Wagen gefesselt sei und sich nur wenige Meter von seiner Standup-Position entfernen darf, konnte die Mashable-Reporterin frei herumlaufen.

„Durch diese subjektive Kameraperspektive habe ich zeitweise sogar das Gefühl, als liefe ich selbst mit ihr durch die Straßen von Manhattan, ein bisschen so, wie in einem Computerspiel.“

Was Journalisten aus diesem Fallbeispiel lernen können, hat Richard ausführlich dargelegt. Das muss ich hier nicht wiederholen. Wenn Ihr auf ichsagmal.com in der Suchfunktion Livestreaming, Ü-Wagen, Jedermann-TV oder TV-Autonome eingebt, werdet Ihr mit weiteren Blogpostings überschüttet.

Meerkat

Heute Nachmittag um 16 Uhr werde ich Hangout on Air und Meerkat bei der Live-Übertragung wieder im Doppelpack einsetzen.

Der Erdmännchen-Dienst gefällt mir übrigens besser als Periscope. Mehr Zuschauer, bessere Chatfunktion und mehr Interaktion. Aber Periscope ist ja erst seit wenigen Tagen auf dem Markt. Da wird sich noch einiges ändern. Auch bei der Frage Hochformat versus Querformat.

Aus aktuellem Anlass habe ich mal das komplette neunte Kapitel des gemeinsam mit Hannes Schleeh verfasstung Livestreaming-Opus (erschienen im Hanser-Verlag) auf Medium.com veröffentlicht.

Man hört, sieht und streamt sich im Netz 🙂

Doppelter Livestream mit #Meerkat und #HangoutonAir – Autorengespräch zum #Innovationsstau in Deutschland mit @staeudtner

Wie setzen sich Innovationen durch?
Wie setzen sich Innovationen durch?

Zur neuen Livestreaming-App Meerkat, die eng gekoppelt ist mit Twitter, gab es höchst unterschiedliche Reaktionen: Alter Hut, schlecht gemacht, neuer Stern am Social Web-Himmel, warum keine Archivierung, bislang nur sinnlose Spontan-Livestreams, bescheuerte Hochkant-Videos oder smarte Interaktions-Plattform für Bewegtbilder – so ungefähr kann man die Kommentare in den vergangenen Tage zusammen fassen.

Beim heute startenden Digital-Festival South by Southwest im texanischen Austin planen die Meerkat-Macher den großen Wurf:

„Wir bauen eine spezielle Seite, die aus drei Komponenten besteht: Es wird ein Line-up geben, wo jeder sehen kann, wer zur Konferenz geht und Meerkat nutzt. Dann werden wir die Top 10 der geplanten Meerkat-Sessions auflisten. Und dann kann man sich noch anzeigen lassen, welche Meerkat-Livestreams die meisten Interaktionen haben. Also die meisten Zuschauer, die meisten Kommentare“, erläutert Ben Rubin im kress.de-Interview.

Meerkat ist ein sehr flüchtiges Medium für die Twitter-Echtzeitkommunikation. Roman Rackwitz brachte mich bei seinem Livestreaming-Test mit dem Erdmännchen-Dienst auf die Idee, die synchrone Ausrichtung mit einem asynchronen Dienst zu koppeln. Ich werde also heute um 11 Uhr das Autorengespräch mit Jürgen Stäudtner über sein neues Buch „Innovationsstau“ mit Hangout on Air UND Meerkat live streamen.

Beim Live-Hangout habe ich ja den virtuellen Rekorder namens Youtube im Rücken, was den eigentlichen Vorteil der Anwendung ausmacht, bei Meerkat habe ich die enge Anbindung an mein Twitter-Netzwerk.

Kommentieren kann man also entweder über den Frage-Button der Google Plus-Eventseite oder über den Chat von Meerkat. Mal schauen, bei welchem Dienst die Interaktionen und die Aufmerksamkeitsspirale besser laufen. Man hört und sieht sich gleich im doppelten Livestream 🙂

Warum der Haniel-Clan und andere Vermögende in Deutschland schlechte Innovatoren sind: Live-Hangout mit Buchautor @Staeudtner

Innovatoren gesucht
Innovatoren gesucht

Wenn Unternehmen nicht in die schwierige Entwicklung von wirklich Neuem investieren, dann werden sie nach Auffassung von Paypal-Gründer Peter Thiel bedeutungslos, egal welche Gewinne sie heute erzielen. Was passiert, wenn wir unsere ererbten Unternehmen so lange weiter optimieren, bis wir sie restlos ausgeschöpft haben, fragt sich Thiel.

„So unglaublich es klingen mag, die Folge wäre eine schlimmere Krise als die des Jahres 2008. Die Best Practices von heute führen morgen in die Sackgasse.“

Aber genau unter diesem Syndrom leide die Deutschland AG, bemerkt Stäudtner. Ausführlich nachzulesen in seinem neuen Buch “Deutschland im Innovationsstau – Wie wir einen neuen Gründergeist erschaffen”.

„Die reichsten Deutschen haben ihr Vermögen geerbt oder konnten sich ins gemachte Nest begeben. Deutsches Geld ist also relativ altes Geld. Das hat massive Auswirkungen auf das Denken der Eigentümer der Firmen, der Investoren. Während gerade in Großbritannien und Amerika die Reichsten laufend Schlagzeilen mit gewagten Investitionen machen, herrscht bei uns Funkstille“, schreibt Stäudtner in seinem Opus.

Und in dieser Passage steckt richtig Zündstoff drin:

“Wenige vermögende Deutsche investieren mutig. Dazu zählen die Tengelmann-Familie Haub sowie die Verleger-Familien Springer, Holtzbrinck und Burda. Ansonsten sind eher die Haniels typisch. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden sie durch die Schwerindustrie des Ruhrgebiets vermögend. Heute hat das Familienunternehmen Franz Haniel & Cie. GmbH über 500 Gesellschafter und hält Beteiligungen an mehreren Hundert Unternehmen – die bekannteste Beteiligung ist der 30prozentige Anteil an der Metro AG. Wenn man was hört von der Familie, dann ist es Streit über Auszahlungen an die Gesellschafter oder Forderungen an die Beteiligungen. Die Familie ist rein finanziell orientiert. Visionen oder Leidenschaft sucht man hier vergebens. Im Prinzip agiert der Clan wie ein Hedge-Fonds. Die Eigentümer deutscher Unternehmen sind oft reiche Deutsche und der Staat. Viele deutsche Firmen sind oder waren deshalb im Würgegriff der Erben—Generation, die kurzfristig Erträge sehen will. Der Rest der Investoren kommt aus dem Ausland, aus Arabien und via Fondsgesellschaften aus Amerika.”

Die Deutschen seien stolz auf ihre technisch überlegenen Produkte – made in Germany. Wenig Platz bleibe für Ideen, Innovation und Leidenschaft.

“Erfolgreiche Innovatoren trauen sich Dinge zu tun, die sonst keiner tut. Sie brechen Regeln, stören Gewohnheiten”, weiß Stäudtner.

Genügend Stoff für ein spannendes Autorengespräch mit Jürgen Stäudtner zu seinem neuen Buch via Hangout on Air. Ihr könnt über den Frage-Button auf der Google-Plus-Eventseite kräftig mitdiskutieren (der Frage-Button findet sich rechts oben am Video – Eure Einwürfe erscheinen dann bei mir direkt in der Operator-Ansicht).

Google Plus-Eventseite - Hinweis auf Frage-Button!
Google Plus-Eventseite – Hinweis auf Frage-Button!

Man hört und sieht sich am Freitag, den Dreizehnten März!!!! Die Liveübertragung beginnt um 11 Uhr.

Siehe auch:

So wird das nichts mit den Innovationen für ein schnelles Internet.

Mit dem Industrielobbyismus können wir auch keinen Blumentopf gewinnen: Freihandelsabkommen – Industrieverband räumt falsche Angaben über TTIP ein.

Was macht die #Cebit15 eigentlich nachts? Über die Live-Hangouts in der #Mittelstandslounge in Halle 5

Live-TV leicht gemacht
Live-TV leicht gemacht

Was macht Ihr Messestand eigentlich nachts? Diese Frage haben wir (Hannes Schleeh und icke) auf der Cebit 2013 zum ersten Mal von Sascha Stoltenow gehört und waren fasziniert von den möglichen Antworten, die wir darauf mit dem Livestreaming-Dienst Hangout on Air bei gleichzeitiger Youtube-Aufzeichnung geben könnten. Hannes war 15 Jahre lang für die Messeauftritte der Maschinenring-Organisation zuständig und kennt die Probleme eines Messeverantwortlichen sehr gut.

So ein Event ist immer eine riesige Aktion für Firmen, Verbände und Brancheninitiativen. Für Standkonzepte, Miete, Personal, Programme, Info-Material, Getränke und Snacks müssen einige Euros investiert werden. Häufig verpufft das Gebotene direkt nach dem Schlusstag. Vorträge werden nicht dokumentiert, Videos erscheinen erst weit nach dem Ende der Messe und Interessenten, die aus zeitlichen Gründen den Stand nicht besuchen konnten, bekommen überhaupt nichts mit. Mit Live-Hangouts, die das gesamte Messegeschehen ins Netz senden, kann man das mit einem mobilen Studio ändern. Über die Google Plus-Eventseite ist es möglich, bereits im Vorfeld auf das Messe-Programm aufmerksam zu machen und personalisierte Einladungen auszusenden. Die Videos lassen sich mit dem Einbettungscode in Websites und Blogs spielend leicht einbetten und liegen nach der Livesendung direkt als Konserve vor.

UND ACTION!
UND ACTION!

Welche Wirkung das haben kann, demonstrierte Hannes auf der Agritechnica: Ziel der Hangouts war es, den noch unentschlossenen Landwirten mit Livebildern an den ersten noch exklusiven Tagen eine Entscheidungshilfe für den Messebesuch zu geben. Mit kleinstem und ultramobilem Equipment war das Streaming-Team für den Kanal AGRITECHNICA.TV auf dem Messegelände in Hannover unterwegs:

„Die Sendungen fanden im Stundentakt statt und wurden direkt auf der Startseite der Messe http://www.agritechnica.com eingestellt. Schon nach 3 Tagen hatten die Youtube-Clips zusammen über 20.000 Klicks erreicht“, schreibt Hannes Schleeh.

Messemarketing mit bewegten Live-Bildern werde immer wichtiger, aber auch einfacher:

„Wo früher riesige Übertragungswagen mit mannshohen Satellitenschüsseln und enorm teures Equipment im Einsatz waren, genügt heute ein schneller Internetzugang über LAN, WLAN oder LTE, um die Livebilder ins Internet zu streamen.“

Das kann man übrigens alles in unserem Livestreaming-Opus nachlesen, erschienen im Hanser Verlag.

Auf der diesjährigen Cebit sind meine Planungen ähnlich ambitioniert. Mehr dazu in meiner Meldung: INNOVATION, INFORMATION, INSPIRATION UND TRANSPIRATION FÜR DIE D!CONOMY: VOLLES PROGRAMM IN DER #CEBIT15 #MITTELSTANDSLOUNGE HALLE 5.

Zwischen den schon festgelegten Sessions können wir übrigens gerne noch spontane Interviews machen. Rechtzeitig melden – am besten mobil: 0177 620 44 74.

Man hört und sieht sich in Halle 5 auf der Cebit. Ihr kommt doch vorbei, oder? Aber bitte tagsüber. Nachts wäre mir das doch ein wenig zu anstrengend mit den Live-Übertragungen.

Paralyse oder Bereitschaft zum digitalen Wandel: Wie viel Internet-Startup-Geist braucht der Mittelstand? #cebit15 #Mittelstandslounge

Über die digitalen Superkräfte deutscher Unternehmen
Über die digitalen Superkräfte deutscher Unternehmen

Viele Unternehmen haben nach einer Mind Business-Studie noch nicht den Einstieg in den digitalen Wandel gefunden. Es fehlt die notwendige Expertise, um die Chancen digitaler Technologien für das eigene Geschäft zu erkennen, zu bewerten und zu erschließen. Fehlender Leidensdruck in den Chefetagen verhindert oder verschleppt den Wandel, der von der Organisation bereits gesehen und gewünscht werde. Es mangelt dabei nicht an der Wahrnehmung der Umbrüche. Die Führungskräfte der deutschen Wirtschaft scheinen jedoch von schwerfälligen und komplexen Business Systemen und Prozessen „paralysiert“ zu sein.

Es liegt vielleicht an den klassischen hierarchischen Führungsmodellen, die in einer vernetzten Ökonomie nicht mehr so richtig greifen:

„Je stärker wir in das digitale Zeitalter kommen, umso stärker werden Unternehmen die Notwendigkeit spüren, Kommunikationsverantwortung und damit Macht zu dezentralisieren. Die Abneigung dem Neuen gegenüber, vor allem im Mittelbau deutscher Unternehmen, ist insofern verständlich, weil es gerade für sie ein mehr an Arbeit bedeutet. Die meisten Firmen werden den Transformationsprozess nur dann schaffen können, wenn sie Personal an wichtigen Stellen austauschen oder den Generationswechsel gestalten“, so die Empfehlung der Studienautoren.

Den Querdenkern müsse mehr Anerkennung entgegen gebracht werden – sie brauchen Freiräume in der Organisation.

„Wer das Nutzenversprechen für die nächste Ära seines Geschäfts entwickeln will, der darf nicht linear denken, sondern muss wie Internet-Startups denken lernen. Viele Unternehmen machten, als sie die Notwendigkeit zur Digitalisierung der Geschäftsmodelle erkannten, den Fehler, ‚analogen Wein in digitalen Schläuchen‘ zu verkaufen“, kritisieren die Mind Business-Analysten.

Die Gefahren einer unsicheren digitalen Zukunft könne man verringern, indem digitale Strategien von Internet-Startups Teil des Szenario-Prozesses werden:

„Das Internet im Allgemeinen und die Digitalisierung im Besonderen führen dazu, dass ganze Branchen durch Software neu gestaltet werden. Erfahrungswerte und das Wissen über das Bewährte dürfen daher nicht als Wegweiser für die digitale Transformation herangezogen werden. Denn immer dann, wenn Produkte und Dienstleistungen zu Software werden, verlieren sie ihre physikalischen Eigenschaften und Beschränkungen.“

Die Geschäftserfolge der Vergangenheit würden dabei wie Denkfallen wirken. Wer ausschließlich wie eine Hardware-Company denkt, verpasse neue Chancen, weil man ähnlich wie Best Buy versucht, die Neuentwicklung zu bremsen, indem man Störsender in den Verkaufsflächen installiert, anstatt wie in den Apple Stores neue Zahlverfahren per Handy einzuführen, um den vernetzten Kunden besser zu bedienen.

„Eine Erkenntnis bleibt in jedem Fall: Man kann technologische Entwicklung nicht stoppen, man kann sie nur zu seinen Gunsten nutzen“, resümieren die Analysten von Mind Business.

Der von der Mittelstandsinitiative „digitalize your business“ für die CeBIT 2015 entwickelte digiBusiness-Check liefert weitere Erkenntnisse, wo mittelständische Unternehmen in ihren digitalen Strategien stehen. Erste Ergebnisse belegen, dass rund 90 Prozent, die sich bislang an der Schnelltest beteiligt haben, die Relevanz der digitalen Verzahnung aller operativen und strategischen Aufgaben erkannt haben. Auch die Bedeutung der Entscheidungsträger als „Treiber“ der Digitalisierung wird von der überwiegenden Mehrheit (63 Prozent) bejaht. Der Einfluss der Kunden auf die digitale Transformation von Unternehmen wird ebenfalls sehr hoch bewertet.

Was das für das tägliche Geschäft der mittelständischen Unternehmen bedeutet, diskutieren wir am Donnerstag in einem Live-Hangout ab 16:30 Uhr. Thema: Quo vadis – Digitaler Reifegrad des Mittelstands. Gäste: Hannes Häfele von Oracle Deutschland, Hartwig von Saß vom Cebit-Presseteam, Rechtsanwalt Markus Nessler und Andreas Fischer vom G+F-Verlag.

Ihr könnt Euch an der Diskussion während der Live-Übertragung beteiligen: Entweder über die Frage-Anwort-Funktion der Googe Plus-Eventseite oder über Twitter mit dem Hashtag . Man hört und sieht sich am Donnerstagnachmittag 🙂

d!conomy: Live-Hangout über die vernetzte Wirtschaft – Heute 11:30 Uhr #Cebit15 #Mittelstandslounge

Allumfassende Vernetzung
Allumfassende Vernetzung

Die Informationstechnologie und das Internet schleichen sich in jeden Winkel unseres Lebens.

„IT steckt heute überall, im Smartphone, in der Waschmaschine, im Auto. Und alles wird mit allem vernetzt, die Hausgeräte im ‚Smart Home‘, die Maschinen in der Fabrik dank ‚Industrie 4.0‘. Das Internet der Dinge trägt den Online-Modus aus der virtuellen Welt der Nullen und Einsen hinein in die greifbare Wirklichkeit“, berichtet die FAZ.

Mit ihrem Leitthema d!conomy will die Cebit die wachsenden Verbindungen der digitalen Sphäre mit der realen Wirtschaft abbilden.

Ihr besonderes Augenmerk legen die Messemanager auf Fragen der digital vernetzten Produktion und der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation.

„In der Automobilindustrie werden Fertigungsprozesse immer komplexer und die Verflechtungen mit Zulieferbetrieben immer vielfältiger. Dienstleistungsunternehmen entwickeln aus Big Data, Cloud, mobilen Anwendungen und sozialen Netzwerken neue individualisierte Angebote. Die Logistikbranche nutzt IT-Anwendungen, um ihre Transportkapazitäten effizienter auszulasten. Der Handel setzt neue Hardware-Bausteine wie die Beacon-Minisender ein, um das stationäre Einkaufserlebnis um die digitale Ebene zu erweitern. Und der Medizin erlaubt die sekundenschnelle Verarbeitung gigantischer Datenmengen völlig neue Diagnosemöglichkeiten und Therapieansätze. Themen gibt es also genug“, schreibt die FAZ.

Und genau das wollen wir heute im ersten Live-Hangout der Cebit-Mittelstandslounge mit Experten diskutieren. Um 11:30 Uhr.

Mit dabei: Claus Fesel von Datev, Reinhold Umminger von Deutsche Messe AG und Andreas Fischer vom G + F-Verlag.

Ihr könnt Euch an der Diskussion beteiligen über die Frage-Antwort-Funktion der Eventseite von Google Plus.

Technik-Checkliste fürs Livestreaming via Hangout on Air #Cebit15 #Mittelstandslounge

Hangout on Air-Equipment
Hangout on Air-Equipment

Die Frage über die technischen, räumlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen fürs Livestreaming via Hangout on Air werden mir immer wieder gestellt. Da sich der Google-Dienst in der breiten Masse seit der Einführung im August 2012 immer noch nicht durchgesetzt hat, gibt es viele Nutzer ohne Hangout-Erfahrungen. Liegt wohl an den Aversionen gegen Google Plus….

Hannes Schleeh hat in unserem Hanser-Buch „Livestreaming mit Hangout on Air“ die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst. Um an Hangout on Air-Übertragung teilzunehmen, reicht ein Google Plus-Konto aus. Will man selbst als Operator live übertragen, ist zusätzlich ein verifizierter Youtube-Kanal vonnöten, der mit dem eigenen Google Plus-Konto verbunden werden muss.

Wer noch nie in einem Hangout war, muss noch das sogenannte Google Talk-Plug-in installieren. Die Applikation ist allerdings mit 8,5 MB keine Herausforderung beim Herunterladen. Dauert nur wenige Sekunden. Beim Google Browser Chrome müsse es auch ohne Installation funktionieren.

Die Empfehlung von Hannes Schleeh:

„Der Computer sollte wenn möglich nicht älter als zwei Jahre sein. Bei älteren Modellen muss man mit Abstrichen in der Qualität leben, da für einen Livestream in High Definition (HD) sowohl die Grafikkarte als auch der Prozessor die entsprechende Leistungsfähigkeit haben müssen.“

Google empfiehlt auf seiner Supportseite mindestens einen Dual-Core-Prozessor von 2 GHz.

Ganz wichtig für eine gute Übertragung: Genügend Bandbreite!!!!!!

Empfehlenswert ist eine synchrone Bandbreite von 5 MBit pro Sekunde im Up- und Downstream. 5 Mbit im Upstream sind keine Kleinigkeit, die meisten User in Deutschland haben weniger (mit freundlichen Grüßen an Infrastruktur-Minister Dobrindt). Wenn möglich, sollte man seinen Computer mit einem LAN-Kabel verbinden. Bei einer Funkverbindung via WLAN teilt man die zur Verfügung stehende Bandbreite mit den eingebuchten Nutzern auf – das dürfte beruflich und privat eher die Regel sein. Ist die Netzverbindung schwach, drosselt Google automatisch die Übertragungsqualität, damit der Livestream nicht abreißt. Das gibt Einbußen beim Ton und noch extremer beim Bewegtbild.

Mikrofon und Kamera:

Die meisten Laptops sind mit Webcam und eingebautem Mikrofon ausgestattet. Noch besser sind allerdings externe Geräte mit USB-Anschluss. Also eine Webcam mit einer HD-Auflösung von mindestens 720p (beispielsweise die Logitech C920) und ein externes Mikrofon wie das Samson Meteor (gibt es mittlerweile für schlappe 69 Euro). Headsets sehen bei den Live-Hangouts immer etwas blöd aus. Beim Podcasting sinnvoll, bei Video-Formaten eher nicht.

Licht

Nicht unterschätzen sollte man die Lichtverhältnisse. Häufiger Fehler: Fenster im Rücken, so dass die Webcam Gegenlicht bekommt und der Teilnehmer zum Dunkelmann mutiert. Die Webcam darf generell kein Gegenlicht bekommen – das ist wie beim Fotografieren gegen das Sonnenlicht.

Hangout On Air-Fernsehstudio

Zwei Schreibtischlampen, die man hinter der Webcam platzieren sollte, reichen für gute Lichtverhältnisse aus. Auf das Tageslicht sollte man sich nicht verlassen, da es je nach Uhr- und Jahreszeit wechselt. Von den täglichen Wetterkapriolen mal ganz abgesehen.

Was der Google-Dienst sonst noch so hergibt – von Bauchbinde bis zur internen Chat-Funktion für die Moderation – erläutere ich dann direkt vor den Liveübertragungen. Es ist ratsam, die Teilnehmer fünfzehn Minuten vor dem Start der Liveübertragung in den Hangout zu holen, um noch mal alles zu testen.

Die drei Preview-Sendungen zur Cebit-Mittelstandslounge, die ich in diesem Jahr als Moderator und Operator begleite, dürften also ohne Probleme über die Bühne gehen. Man hört und sieht sich im Netz 🙂

Wie Software den Journalismus verändert

Technologie

Schon kleine technische Variationen, Erweiterungen und minimale Änderungen der Rahmenbedingungen können etwas völlig Neues auslösen, konstatieren die Podcast-Pioniere Tim Pritlove und Philip Banse in der von Pritlove produzierten Sendung „Lautsprecher“.

Bei Verlagen, TV und Hörfunk erlebt man allerdings häufig eine ausgeprägte Feindlichkeit gegenüber Technologien und Innovationen. Ohne Buchdruck gäbe es doch den ganzen Journalismus nicht, proklamiert Pritlove. Die gesamte Medienbranche sollte zur Kenntnis nehmen, dass die Software ein redaktionelles Mittel ist. Heute ist es entscheidend, wie komfortabel man kommentieren und publizieren kann, ob die URL für jeden Beitrag einzeln zur Verfügung steht, um sichtbar zu werden. Wie sich ein System verhält, ist nicht mehr in einer Maschine integriert, die im Keller steht und vor sich hin dampft. Die Technologie ist ein entscheidender Faktor des Journalismus und die Programmierer sollten ein wichtiger Bestandteil von redaktionellen Teams sein. Die Software muss Schritt halten, um moderne Berichterstattung zu garantieren und um Sendungen interaktiv zu präsentieren.

An dieser Stelle scheitern TV, Hörfunk und Verlage, die sich aus dem Joch ihrer IT-Abteilungen nicht befreien und den Herrschaftsansprüchen der CIOs wenig entgegensetzen. Bei Bloggercamp.tv konnten wir das schon häufig erleben. Redakteure prallen an der Firewall ihrer IT ab und müssen die Live-Hangouts nach Feierabend in die eigenen vier Wände verlegen.

Es sind in Deutschland eben doch nur kleine Stellschrauben, die Medienrevolutionen behindern. Ausführlich morgen in meiner The European-Kolumne nachzulesen.

Die digitale Bräsigkeit ist nicht nur auf Politik und Wirtschaft beschränkt.

Kein überraschender Befund: Deutschland fehlt die Vision einer digitalen Gesellschaft. Aber Google Glass als Foto für diese Story zu nehmen, ist schon etwas merkwürdig. Von dieser Vision hat sich ja nun der Mountain View-Konzern sang- und klanglos verabschiedet.

Wenn sich Medien öffnen, wird wohl diese Frage sofort auf den Tisch kommen: Wie hart soll man gegen Trolle vorgehen?

Erzählstränge für die autonomen TV-Macher – Besprechung unseres Live Streaming-Opus in „Praxis der Wirtschaftsinformatik“

Tolstoi. Live Streaming-Literatur und die Leidenschaft der ausgiebigen Lektüre
Tolstoi, Live Streaming-Literatur und die Leidenschaft der ausgiebigen Lektüre

Es ist wohltuend, dass es Rezensenten gibt, die sich nicht an der gigantisch kurzen Halbwertzeit bei der Besprechung von Büchern orientieren. Das Zeitfenster für die Erwähnung neuer Werke wird immer kleiner. Man behandelt Sachbücher und literarische Werke wie heiße Kartoffeln, die sofort serviert werden müssen.

“Die Beschleunigung ist derart wahnsinnig, dass ein Buch nicht nach einem Jahr, sondern schon nach drei Monaten veraltet. Spätestens nach sechs Monaten ist es sinnlos, noch auf Rezensionen zu hoffen, um Bände zu verkaufen”, moniert der Bonner Verleger Stefan Weidle – festgehalten im Wortspielradio-Podcast, den ich zusammen mit dem ehemaligen WDR-Hörspielchef Wolfgang Schiffer in unregelmäßigen Abständen produziere.

Die meisten Buchhandlungen würden ihren Bestand nach spätestens sechs Monaten remittieren, moniert Weidle. Kaum einer bestellt mehr nach, wie es noch zu Zeiten des Buchlaufzettels war. Um so wichtiger seien Literaturbuchhandlungen wie Wetzstein in Freiburg, Bittner in Köln oder Felix Jud in Hamburg, die sich von diesem Trend abkoppeln. Klaus Bittner führe eine vorbildliche Buchhandlung in Köln.

Als Weidle zum ersten Mal seinen Verlag bei Bittner vorstellte, führte er nicht nur ein sehr langes Gespräch mit dem Buchhändler, sondern wunderte sich über das breite Sortiment an Titeln, die in anderen Läden schon längst remittiert wurden. Ohne prall gefüllte Tüten geht man selten aus dem Geschäft von Klaus Bittner raus – was ich bei meinen samstäglichen Exkursionen nach Köln freudig bestätigen kann – zu Lasten meines Geldbeutels.

Einen Beitrag zur Entschleunigung könnten auch die Literaturblogs leisten, die sich ebenfalls eher an den Neuerscheinungen orientieren, meint Wortspiele-Blogger Wolfgang Schiffer.

“Wir sollten es uns selbst zur Pflicht machen, eine Erinnerungskultur zu pflegen und stärker auf das schauen, was gestern war. Das leisten die Feuilletons und Kultursendungen der klassischen Medien nicht. Wir sollten in diesen Aktualitätswettbewerb nicht einsteigen.”

Stefan Weidle ergänzt das Schiffer-Credo mit einem Zitat aus dem opulenten Werk “Zettel’s Traum” von Arno Schmidt:

“Wenn ein neues Buch erscheint, lies Du ein altes.”

Wie schön, dass auch noch sechs Monate nach dem Erscheinen des Buches „Live Streaming mit Hangout on Air – Techniken, Inhalte und Perspektiven für kreatives WebTV“ ein höchst erbaulicher Beitrag über unser Opus erscheint. Verfasst von Josephine Hofmann, Leitung Competence Center Business Performance Management des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, für die Februar-Ausgabe der Zeitschrift „HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik“ mit dem Schwerpunkt eLearning. Ich durfte bereits einen kleinen Blick in die Rezension werfen und kann Euch verraten, dass die Rezensentin das 275-seitige Live Streaming-Werk von vorne bis hinten gelesen hat. Kleiner Auszug:

„Live Streaming dürfte jedem Leser ein Begriff sein, während nicht jeder wissen dürfte, dass ‚Hangout on air‘ der Live Streaming-Dienst von Google ist, mit dem Live-Sendungen für das Internet-TV aufgezeichnet werden können. Diesen Dienst nicht nur bekannter zu machen, sondern auch einem breiteren Nutzerkreis zuzuführen, hat sich das Autorenteam Hannes Schleh und Gunnar Sohn vorgenommen, wobei sich in ihrem Buch zwei Erzählstränge wiederfinden: Während Hannes Schleeh in Software und Technik einführt, stellt Gunnar Sohn das Einsatzspektrum in einem sehr weit gefassten Bogen vor, der die gesellschaftspolitische Dimension mit unzähligen Teilaspekten einschließt. Aufgrund dieser Zweiteilung des Buchs liegt es auch nahe, beide Teile getrennt zu betrachten, da jeder Autor dem jeweiligen Strang zugeordnete Kapitel verantwortet. Diese folgen zwar abwechselnd aufeinander, sind aufgrund ihres Aufbau und sprachlichem Duktus jedoch eindeutig zuzuordnen.“

Und dann wird fast jedes Kapitel akribisch dargestellt. Ein sehr guter Navigator für potenzielle Käufer. Ich freue mich schon auf das Belegexemplar.

Mit Angsthasen ist digital kein Staat zu machen #Streamcamp14

Vertrauenskultur statt Angstregime
Vertrauenskultur statt Angstregime

In ihrem Misstrauen gegenüber dem digitalen Wandel bilden Politiker, Manager und Gewerkschafter derzeitig eine Große Koalition im XXL-Format. Wer überall nur Gefahren verortet, erstickt in einem Angstregime von Kontrolle und Bewegungslosigkeit.

Zu bewundern bei der Ankündigung von Microsoft, sich in Deutschland vom Anwesenheitswahn in Bürosilos zu verabschieden. Sofort warnten Bedenkenträger vor der Gefahr einer Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit, statt auch nur ansatzweise über die Chancen flexibler Arbeitsorganisation nachzudenken. Das liegt wohl nicht nur an einer etwas naiven Idealisierung der klassischen Büroarbeit, die von Überstunden, Stress im Berufsverkehr, Flurfunk-Tratsch, Mobbing und dem Fluch der ständigen E-Mail-Erreichbarkeit geprägt ist.

Planungsgedöns endet im Irrtum

Die Bürosilo-Apologeten laufen einer inhumanen Planungsillusion hinterher, betont Thomas Dehler vom Berliner Dienstleister Value5 einem Expertenpanel beim Streamcamp in München:

„Planung ersetzt Zufall durch Irrtum.“

In einer vernetzten Ökonomie gehe das Planungsgedöns der Manager ins Leere.

Es gehe nicht darum, dezentrales Arbeiten zu verordnen, sondern den Wunsch des Mitarbeiters stärker in den Mittelpunkt des Personalmanagements zu stellen. Die Souveränität über die Arbeitszeit werde beim Abschied von Anwesenheitspflichten nicht geschwächt, sondern fundamental gestärkt. Entscheidend sei nicht mehr das tägliche Absitzen von Bürostunden, sondern das erzielte Arbeitsergebnis.

Die Langsamkeit der Planungsbürokraten

„Wir sind mit unserem Modell ohne Einsatzplanung und Präsenzpflichten in der Lage, 90 Prozent der aller Kundenanfragen zu bearbeiten“, sagt Dehler.

Planungsbürokraten sind zu dieser schnellen Reaktionsfähigkeit nicht in der Lage. Und wenn sich Gewerkschafter zum Thema Ausbeutung äußern, sollten sie den Arbeitsweg nicht ausklammern, denn der wird vom Arbeitnehmer bezahlt und wirkt wie eine Subvention zugunsten des Arbeitgebers.

Soziales und kollaboratives Arbeiten sei mit digitalen Technologien wie Videostreaming-Dienste im Social Hub sehr gut und sogar besser zu realisieren als in irgendwelchen aseptischen Glaspalästen in den einschlägig bekannten Gewerbegebieten.

Excel-Manager schauen in den Rückspiegel

Statt auf die Potenziale ihrer Mitarbeiter zu setzen, verstecken sich die liebwertesten Gichtlinge des Top-Managements hinter Berichtsorgien und Kennzahlen-Management. „Sie beschäftigen sich mehr mit der Administration und dem Befüllen von Excel-Tabellen und vernachlässigen dabei die neuen Themen ihres Marktes“, bemerkt Dehler in der Streamcamp-Paneldiskussion. Echtzeit-Management sieht anders aus. Die Excel-Tabelle von heute bildet das Geschehen von gestern ab. Auf der Strecke bleibt die Gegenwart.

In einer Excel-Ökonomie aus Ängsten, Planungsillusionen und sinnlosen Kontrollschleifen gedeiht weder Vertrauen noch wirtschaftliche Prosperität.

Multikopter sind nicht bedrohlich
Multikopter sind nicht bedrohlich

Ähnlich angstbesessen verläuft die Diskussion über den Einsatz von Drohnen, die in der Regel aber nur harmlose Multikopter sind, wie Bloggercamp.tv-Kollege Frank Michna auf dem Streamcamp demonstrierte. In der Presse werde ja inflationär vor der Gefahr des Absturzes von Drohnen gewarnt.

„Da fällt nichts vom Himmel. Verliert das Fluggerät die GPS-Verbindung oder geht die Akkuleistung runter, kehrt der Multikopter automatisch zum Startpunkt zurück und landet. Die Systeme kalibrieren sich ständig.“

Genauso unsinnig seien die Hiobsbotschaften der Polizeigewerkschaft, die in den Mini-Drohnen eine neue Terrorgefahr sieht. Und welche Gefahren entstehen eigentlich, wenn man Veranstaltungen via Multikopter live ins Netz überträgt? Das Streamcamp hat das natürlich vorgeführt und damit neue Perspektiven nicht nur für Outdoor-Sportarten eröffnet.

Warum man auch bei Webinaren auf geschlossene Formate im Kontrollmodus verzichten sollte, war Thema einer weiteren Streamcamp-Session mit dem IT-Experten Joachim Hummel.

Was sonst noch ablief beim Streamcamp in München, habe ich auf Storify kompakt zusammen gefasst:

Im nächsten Jahr sehen wir uns am 21. und 22. November 2015 beim Streamcamp15 in Paderborn wieder, was wir morgen bei Bloggercamp.tv näher erläutern. Wie immer um 20:15 Uhr direkt nach der Tagesschau:

Siehe auch:

Warum sollte man auch vor 9 Uhr im Büro hocken: Wer lange schläft, ist nicht faul.

IT-Gipfel: Die Angst der Deutschen vor dem Internet.

Netzpolitik der Bundesregierung – Mehr Verantwortung, weniger Gipfel (und Taten, werte SZ).