Stecker-Dummdeutsch oder die prosaische Kraft einer Bedienungsanleitung

Eigentlich wollte ich ja nur ein neues Telefon anschließen und danach telefonieren. Unsere alte Möhre hat den Geist aufgegeben. Klar ist, man muss erst die Basis anschließen – also sowas wie die Parteimitglieder der Grünen bei Vollversammlungen.

Dann kommt der Text der Bedienungsanleitung:

„Zuerst das Steckernetzgerät anschließen. Danach den Telefonstecker anschließen und die Kabel in die Kabelkanäle legen. Bitte beachten Sie: Das Steckernetzgerät muss immer eingesteckt sein, weil das Telefon ohne Netzanschluss nicht funktioniert. Verwenden Sie nur das mitgelieferte Steckernetzgerät und Telefonkabel. Die Steckerbelegung von Telefonkabeln kann unterschiedlich sein. Flachstecker des Steckernetztteiles (warum zwei?? gs) anschließen. Steckernetzteil in die Steckdose stecken. Falls Sie den Stecker von der Ladeschale wieder abziehen müssen, Entriegelungsknopf drücken und Stecker abziehen.“

Uff, da kann man sehr schnell in den semantischen Ergüssen steckenbleiben. Blöd nur, dass das Gerät aus der Steckdose keinen Strom bekommt, liebe Steckerexperten von Siemens. Der Teufel steckt halt im Detail oder in der schlampigen Produktion.

smartphone placed on opened dictionary in case bag

Verkündet den Magnetismus in roten POSen – Das Ende des vodafonistischen Worthülsen-Spektakels

white and black typewriter on white table
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Nun ist es an der Zeit, das vodafonistische Worthülsen-Spektakel für beendet zu erklären. Mit 19 Prozent ist das Votum deutlich ausgefallen: Die Dopingweisheit aus dem Radsport hat das Rennen gemacht. „Wir geben Dir die Power dazu, wir geben Dir empowerment“.

Diese rotgetünchte Weisheit aus den Zeiten des Existenzialismus hatte die nötige Enkomplexität, um das systemische Paradigma von Niklas Luhmann in Dekomplexität zu transformieren. Denn die Manifestation der Kundenbevorzugung mit Klingeltönen ist eine wichtige Synergie auf dem Wachstumspfad nach der Client first-Strategie „Much more for more“. In Fußgängerzonen steht der Kunde im Mittelpunkt auch wenn er Nichtkunde ist, um ihm Markenversprechen und Kundenversprechen über Markenwesen der Generation upload zu kommunizieren und mit weltweit führenden Mehrwertgeschenken zu begeistern und Markenbotschafter in knallrote POSe zu schicken, die ihren Glauben an den Magnetismus kundtun und die Kopernikanische Wende über Consumer-Vorteilsprogramme sowie Daten-Tarife einleiten.

Die nötigen Schlussworte hat sowieso Don Alphonso vor einigen Wochen gesprochen. Gewinner der systemischen Stilkunde für Vodafonisten ist Anke. Das Opus schicke ich Dir per Post, wenn Du mir Deine Adresse mitteilst.