Crowdfunding oder: Scheitern leichtgemacht

Startnext-Projekt des Bloggercamps

In der finalen Phase unseres Startnext-Projektes zur Streaming Revolution „Hangout on Air“ kommen wir wohl nicht mehr so richtig in die Gänge. Deshalb haben Hannes und ich uns entschlossen, unseren Unterstützer-Kreis über den Status quo der Finanzierung zu informieren. Nur noch 11 Tage und bisher knapp 20 Prozent der Finanzierung erreicht:

Mit dem Startnext-Projekt zur Streaming Revolution sind wir gut gestartet, bekamen eine Menge Zuspruch, haben für Aufmerksamkeit gesorgt und konnten erste Erfahrungen mit einer Crowdfunding-Plattform sammeln. Zum Ende des Projektes wird aber deutlich, dass wir uns das Finanzierungsziel wohl etwas zu sportlich gesetzt haben. Und als Crowdfunding-Neulinge haben wir auch einige Fehler gemacht.

Nicht weiter wild – nur so lernt man. Das Ganze auf die Umwälzung der Buchbranche auszurichten mit unserem fließenden Projekt war wohl falsch und hat einige Interessenten verwirrt. Das erste Projekt-Video war zu lang und unsere Ideen zu komplex angelegt.

Versuch-und-Irrtum-Schleifen gehören zum Wesen von Innovationen und Ideen. Nicht in den Rückspiegel schauen, sondern aus den Erfahrungen die richtigen Konsequenzen ziehen und weitermachen. Das ist das Schöne an Crowdfunding. Scheitern leichtgemacht – ohne Blessuren.

Sollten wir also bis Anfang Mai nicht die Schallmauer von 5.000 Euro erreichen, bekommen unsere Unterstützer das Geld zurück (so sind die Regeln beim Crowdfunding) und wir starten ein neues Projekt. Dabei stehen dann ausschließlich neue Formate für Video-Kommunikation und Video-Blogging im Vordergrund. Klar und deutlich formuliert, mit einem machbaren Finanzierungsziel. Wir setzen dann wieder auf Euch!

Im Laufe der Startnext-Kampagne sind einige gute Ideen entwickelt worden. So etwa ein Workshop, der demnächst über die Bühne geht und der vielleicht generell auf Interesse stößt bei Unternehmen, Initiativen und Netzwerken. Hier das Programm – kann natürlich verändert, erweitert und verkürzt werden.

Video-Blogging und Echtzeitkommunikation über Streaming-Dienste

Eintägiger Workshop von 10,00 bis 18,00 Uhr

Workshop-Team: Gunnar Sohn (Wirtschaftspublizist und ichsagmal.com-Blogger), Hannes Schleeh (Social Media-Berater und Hangout on Air-Operator).

10,00 bis 12 Uhr: Kommunikation mit Abwesenden oder: „Was macht Ihr Messestand eigentlich nachts?“ (Spruch stammt von Sascha Stoltenow). Wie verlängere ich das Verfallsdatum von Informationen mit den Mitteln der Aufmerksamkeitslogik des Netzes.

Lerninhalte: Grundlagen des Video-Bloggings; Longtail-Effekte über Youtube und Co.; die Kunst des Teilens (Einbettung und Nutzung von Streaming-Diensten und Video-Portalen); vom Suchen und Finden im Netz (Aufmerksamkeit im Social Web: Hash-Tags, Suchmaschinen-Optimierung, virale Effekte); Technische Ausstattung für den schnellen und mobilen Einsatz; Stellschrauben für Beleuchtung, Ton und Bild; Video-Studio für kleines Budget (Scheinwerfer, Kamera, Greenscreen, Mikrofon); Software und Open Source-Programme; medienrechtliche Fußnoten (nach der neuen Linie der Landesmedienanstalten, Hangouts nicht mehr als Rundfunk zu betrachten, sind es noch nicht mal Fußnoten).

12,00 bis 12,30 Uhr: Mittagspause

12,30 bis 13,15 Uhr: Aus dem Nichts etwas erzeugen.

Lerninhalte: Expertise entfalten und Community-Effekte erzeugen; Formate und Anlässe schaffen; Entwicklung von Format-Ideen.

13,15 bis 13,30 Uhr: Kaffeepause

13,30 bis 16,00 Uhr: Aus der Praxis für die Praxis

Lerninhalte: Technik-Einweisung, Übungen mit eigenen Bordmitteln (Kamera, Ton und Licht), Umsetzung der Format-Ideen, Interview- und Statement-Training.

16,00 bis 16,30 Uhr: Kaffeepause

16,30 bis 17,45 Uhr: Final Cut

Lerninhalte: Aufbereitung des Aufnahmematerials für die direkte Nutzung im Blog

17,45 bis 18,00 Uhr: Der Vorhang zu und noch Fragen offen?

Soweit unsere Workshop-Idee.

Wir hören und sehen uns spätestens auf der republica in Berlin 🙂

Über die Ökonomie der Selbermacher #Makers

Wiwo Lunchtalk zu Crowdfunding

Der Anteil der Industrie an der Wertschöpfung des Bruttoinlandsproduktes liegt zwar stabil bei 20,7 Prozent. Das repräsentiert gerade einmal ein Fünftel der Wirtschaftsleistung, aber 100 Prozent des Theaters in der Öffentlichkeit, weil Politiker und Verbandsfunktionäre ihre Macht nicht aufgeben wollen und in dieser alten Welt ihre Erfüllung sehen.

Die Vorzeichen einer tiefgreifenden Veränderung der Ökonomie sind schon zu spüren. Die klassische Industrie produziert mit großen Stückzahlen, erfordert Fachwissen, Ausrüstung sowie Kapital und blieb daher die Domäne von großen Unternehmen und ausgebildeten Spezialisten. Das ändert sich jetzt. Warum?

„Weil heutzutage immer mehr digital produziert wird: Physische Objekte entstehen zunächst als Entwürfe auf Bildschirmen, und diese Entwürfe können als Dateien online verbreitet werden. In Fabriken und den Büros der Industriedesigner waren die Auswirkungen in den vergangenen Jahrzehnten bereits zu spüren, aber jetzt kommt die Entwicklung auch auf den heimischen Computern der Verbraucher und in den Kellerräumen an“, schreibt Chris Anderson in seinem neuen Buch „Makers“.

Vernetzung für neue Produktionsideen

Sobald etwas auf einem normalen Computer ausführbar sei, könne es jeder. Und genau das geschieht derzeit in der Fertigung: Jede Erfindung und jeder gute Entwurf könne heute als Datei bei einem Dienstleister hochgeladen werden, der das Produkt in jeder gewünschten Stückzahl herstellt. Ein Erfinder kann das Ganze mit digital gesteuerten Desktop-Werkzeugen wie 3D-Druckern in Eigenregie anfertigen ohne auf das Wohlwollen von Konzernen und ihrer Skalierungsideologie abhängig zu sein. Die Makers vernetzen sich autonom, finanzieren ihre Ideen über Crowdfunding-Plattformen und zeigen der maroden Bankenwelt eine lange Nase. Weltweit gibt bereits rund 1000 so genannte „Makerspaces“ – also gemeinsam genutzte Produktionsstätten. Und das Wachstum dieser Selbermacher-Netzwerke nimmt immer mehr zu. So gibt es Köln die Dingfabrik, einem sogenannten Fablab, wo gesägt, gefaltet, gelötet und gecoded wird.

„Aus der Dingfabrik kommen sowohl Möbel als auch Origami-Kunstwerke. Geräte, die kaputt hereingetragen werden, verlassen sie oft wieder heil“, so Spiegel Online.

Aus Hobbybastlern werden Unternehmer

Hier überträgt die digitale Sphäre ihre Ideen auf die reale Wirtschaftswelt und leitet einen Wandel der Volkswirtschaften ein.

„Durch die Maker-Bewegung verändert sich langsam das Gesicht der Industrie; der Unternehmerinstinkt erwacht und Hobbys werden zu kleinen Unternehmen. Tausende Maker-Projekte Crowdfunding-Websites wie Kickstarter finanziert, wo allein im Jahr 2011 fast 12.000 erfolgreiche Projekte, von Design und Technik bis Kunst, knapp 100 Millionen Dollar erzielten“, erläutert der ehemalige Wired-Chefredakteur Anderson, der mittlerweile Vorstandschef von 3DRobotics ist sowie Gründer von DIY Drones.

Aus für Outsourcing in Billiglohnländer

Er rechnet übrigens mit einer Umkehr der Outsourcing-Bewegung. Bei der Produktentwicklung sorgt die Maker-Bewegung für einen Wettbewerbsvorteil der Kulturen mit dem besten Innovationsmodell, nicht den niedrigsten Lohnkosten. Es gewinnen Länder, in denen die Co-Kreation also die gemeinschaftliche Entwicklung floriert. Beste Startbedingungen also für kleine Tüftler, die sich auf wissensbasierte und personalisierte Industrielösungen konzentrieren.

Es sind Abweichler und Spinner, die sich den schnellen Wandel und die Auflösung alter Kontexte zunutze machen.

Personalisierte Dartscheibe

Wie etwa der Hersteller von personalisierten Dartscheiben, der den angelsächsischen Markt aufmischen will. Unternehmensgründer Charles Rechberger hat solange mit dem Material der Scheiben experimentiert bis es ihm gelang, die Scheiben digital bedrucken zu können.

Er plant übrigens die Erweiterung seines Unternehmens über Crowdfunding. In einer der nächsten Bloggercamp-Sendungen werden wir das noch einmal aufgreifen: Unternehmen und Crowdsourcing: Dankeschön-Ökonomie statt Banken.

Siehe auch meinen Gastauftritt beim Wiwo-Lunchtalk:

Ausführlich nachzulesen in meiner The European-Kolumne: Wirtschaft zum Selbermachen.

Dennis Schenkel hat mal die wichtigsten 20 Plattformen für Crowdfunding-Projekte kompakt vorgestellt.

Was man bei einer Unternehmensgründung so alles falsch machen kann, behandelt die Gründerszene.

Banken, Boni und Protzereien: Crowdfunding als Finanzierungsalternative #lunchtalk #wiwo

Wiwo Lunchtalk in der Vorbereitunsphase

Das Image von Banken und Börsen ist im Eimer. Und das wird sich wohl in den nächsten Jahren nicht ändern. Da können die Finanzinstitute noch so viele „Kunden“ in Jogginganzügen über den TV-Bildschirm laufen lassen und Verkaufssprüche loslassen wie „Vertrauen Sie dem Testsieger“ oder „fairste Bank“. Wenn um die Finanzierung von Produkten, Diensten, Ideen und Firmen geht, setzt sich Crowdfunding immer mehr durch.

Warum? Weil man nicht mehr abhängig ist von irgendwelchen Finanzmanagern im feinen Zwirn und Kolbenfüllhaltern von Montblanc, um in der Tagesmappe über Wohl und Wehe von Businessplänen zu entscheiden. Die Crowd im Netz für eigene Projekte begeistern, auf Augenhöhe mit den Unterstützern kommunizieren und im Dialog das angestrebte Finanzziel erreichen – so könnte eine Ökonomie der Selbermacher aussehen. Das war Thema des heutigen Lunchtalks der Wirtschaftswoche, in dem ich als Gesprächsgast Rede und Antwort stand.

Das ist aber auch Thema meiner heutigen Kolumne für das Debattenmagazin „The European“: Es geht um die Makers-Bewegung, die eng verbunden ist mit der Crowdfunding-Philosophie.

„Durch die Maker-Bewegung verändert sich langsam das Gesicht der Industrie; der Unternehmerinstinkt erwacht und Hobbys werden zu kleinen Unternehmen. Tausende Maker-Projekte Crowdfunding-Websites wie Kickstarter finanziert, wo allein im Jahr 2011 fast 12.000 erfolgreiche Projekte, von Design und Technik bis Kunst, knapp 100 Millionen Dollar erzielten“, erläutert der ehemalige Wired-Chefredakteur Anderson, der mittlerweile Vorstandschef von 3DRobotics ist sowie Gründer von DIY Drones.

Oder schauen wir uns doch den Erfolg der Spielekonsole Ouya an, die über die Plattform „Kickstarter“ finanziert wurde. Das Finanzierungsziel lag bei 950.000 Dollar und in die Kasse kamen schließlich rund 9 Millionen Dollar von 63.000 Unterstützern – die jetzt als Promotoren den Konsolenmarkt aufmischen werden. 46.000 davon haben das Dankeschön-Paket mit 99 Dollar gezeichnet – also den Verkaufspreis für das Indie-Gerät. Welcher Risikokapitalgeber hätte das denn unterstützt bei Konkurrenten wie Sony, Microsoft und Nintendo. Und wer erschließt aus dem Stand heraus 46.000 Abnehmer – und das sogar vor dem offiziellen Marktstart im Juni?

Auch wenn die Makers- und Crowdfunding-Bewegung noch vergleichsweise bescheidene Anteile an der volkswirtschaftlichen Gesamtleistung aufweist, bin ich davon überzeugt, dass sich hier Verschiebungen der Ökonomie im Ganzen vollziehen.

In unserer Bloggercamp-Sendung um 18,30 Uhr werden wir über dieses Thema weiter diskutieren. Wer Lust hat, in der Gesprächsrunde mitzuwirken, kann sich bei mir oder Hannes Schleeh gerne melden.

Startnext-Projekt des Bloggercamps

Wir werden über das neue Hangout on Air-Format der Wiwo sprechen, über den Fortgang unseres Startnext-Projektes zur Streaming Revolution für Jedermann TV, über die erfolgreiche Startnext-Kampagne des Kabarettisten Dieter Hildebrandt für Störsender.tv und über Second Screen statt TV-Einschaltquote.

Man hört und sieht sich 🙂

Siehe auch:

Aus einem digitalen Projekt kann sogar eine Ladengründung entstehen, wie MyMuesli unter Beweis stellt.

Leider ist die isländische Crowdsourcing-Verfassung am Parlament vorerst gescheitert. Die haben die Lehren aus der Finanzkrise auch nicht gezogen, die Parlamentarier meine ich.

#Lunchtalk der Wiwo heute um 12 Uhr zur Crowdfunding-Bewegung – Gast: Icke #hoa

Eine prima Idee der Wirtschaftswoche, täglich um 12 Uhr mit einem Gast einen Lunchtalk zu machen. 15 Minuten, kurz vor der Mittagspause. Und noch besser: Die Wiwo-Moderatoren Franziska Bluhm und Sebastian Matthes übertragen das Ganze live ins Netz mit dem Google-Dienst Hangout on Air. Heute bin ich zu Gast und spreche über Crowdfunding.

Stichpunkte: Inwiefern verändert Crowdfunding/Corwdinvesting die Wirtschaft? Wo liegen die Unterschiede? Welches sind die besten Plattformen? Welches sind die faszinierendsten auf diese Weise finanzierten Ideen? Wie entsteht damit eine neue Art der Ökonomie?

Meine Position hatte ich ja vor einiger Zeit in meiner Kolumne für das Debattenmagazin „The European“ dargelegt:

Es ist die perfekte Form einer Ökonomie der Beteiligung, die sich im Crowdfunding manifestiert. Es könnte das etablierte Finanzsystem in den Schatten stellen, Unternehmensgründungen beflügeln, als Katalysator für Innovationen fungieren und für eine Demokratisierung der Beziehungen zwischen Unternehmen und Konsumenten beitragen.

Man erlebt dabei immer mehr Menschen, die ohne Zwang, ohne Abo-Modelle, ohne Zahlungsschranken und ohne Schutzgesetze bereit sind, freiwillig für Start-ups, Kunst, Kultur oder Journalismus zu bezahlen. Sie widerlegen damit die Dauerschwätzer des Establishments, die nach staatlichen Hilfen schreien, um nicht durch die vermeintliche Kostenlos-Mentalität der Netzbewohner in den Abgrund gestürzt zu werden.

In der Lunchtalk-Premierensendung war gestern übrigens Finanzblogger Dirk Elsner.

Heute Abend um 18,30 Uhr sind wir dann wieder mit unserem Bloggercamp auf Sendung 🙂

GEMA-Aprilscherz, Streaming Revolution und die Ökonomie der Selbermacher

hangout_snapshot_0 ichsagmal-Blogger

Am Ostermontag ist mir ja ein ziemlich derber GEMA-Aprilscherz gelungen, der eine Solidaritätswelle im Netz auslöste, die sogar bis zu Telefonanrufen reichte. Das ist ein gutes Gefühl, sollte wirklich mal der Ernstfall eintreten. Gleichzeitig ist die Reaktion auf meinen heutigen Beitrag auch ein Beispiel, was man heutzutage alles für möglich hält in der bescheuerten Urheberrechtsdebatte. Ein Indikator, wie sehr auch die Mashup- und Remix-Bewegung durch diese ganze Panikmache zum geistigen Eigentum in Mitleidenschaft gezogen wird und man sich bei jeder Collage, bei jedem Mitschnitt von Audio- oder Videobeiträgen mittlerweile Gedanken macht, ob nicht irgendein Abmahn-Gichtling auf den Plan gerufen wird.

Für meine The European-Kolumne am Mittwoch plane ich übrigens einen Artikel über die Ökonomie der Selbermacher – hat ja auch sehr viel mit der Mashup- und Remixbewegung zu tun. Das gilt eben auch für die Streaming Revolution „Hangout on Air“, die es jedem ermöglicht, TV-Produzent in eigener Sache zu werden. Und das gilt natürlich auch für die immer größer werdende Crowdfunding-Bewegung.

Auf das neue Buch von Chris Anderson „Makers“ gehe ich am Mittwoch natürlich auch ein. Alles weitere im Video.

Meinungen zur Ökonomie der Selbermacher natürlich wieder gefragt. Kontaktiert mich bis morgen so gegen 14 Uhr.

Zu Aprilscherzen siehe auch: Google Nose und David Hasselhoff in Nordkorea

Richard Gutjahr geht heute auf das Selbermacher-Projekt von Dieter Hildebrandt ein: Stör langsam – Dieter Hildebrandt goes Web-TV.

Subversives Fernsehen über Startnext finanziert: Störsender.tv startet!

stoersender.tv „Operation Mattscheibe“ Teaser from stoersender.tv on Vimeo.

Crowdfunding über die Plattform Startnext macht es möglich: Subversives Fernsehen im Internet. Maßgeschneidert für den Kabarettisten Dieter Hildebrandt, der eigentlich nur eine normale Website wollte. Entstanden ist ein Portal gegen die Aushöhlung der Demokratie: „Eine Mischung aus Journalismus, Kabarett und politischem Aktivismus“, schreibt der Tagesspiegel. „Eine Art Störsender also?“, fragte Hildebrandt. „Der Name der Seite war geboren.“ Störsender.TV!

120.000 Euro konnten über Startnext binnen weniger Wochen eingesammelt werden, um die erste Staffel zu finanzieren. Entsprechend eindrucksvoll liest sich die Liste der Unterstützer. Am Ostersonntag geht es los.

„Sehen kann die Sendungen übrigens jeder – auf dem Youtubekanal des Störsenders. Offizielle Unterstützer des Projekts können die Folgen schon ein paar Tage vorher und in HD-Qualität anschauen“, schreibt der Tagesspiegel. Bin gespannt, ob sich das Abo-Modell durchsetzt.

Bin gespannt, ob sich so etwas auch über den Google-Dienst „Hangout on Air“ realisieren lässt – etwa über Werbefinanzierung. Aber eben mit Live-Übertragung ins Netz, um noch spontaner zu agieren und die Zuschauer direkt einzubinden. Wir würden so ein Projekt mit Rat und Tat gerne unterstützen über unsere Startnext-Initiative zur Streaming Revolution 🙂

Startnext-Projekt für Jedermann-TV im Netz

Startnext Foto

Übereinstimmung in der Bloggercamp-Runde mit dem Crowdfunding-Experten Dennis Schenkel bestand in der Feststellung, dass wir bei unserem eigenen Startnext-Projekt präziser und kürzer werden müssen – das gilt für die Texte und für das Präsentationsvideo.

Hab mal was getextet. Ist das klar genug?

Wir können mit Medien immer nur das tun, was ihre technische Ausstattung uns erlaubt. Das gilt besonders fürs Fernsehen – vor allem bei Sendungen, die live ausgestrahlt werden. Übertragungen liefen in der Vergangenheit nur mit hohem technischen Aufwand und entsprechend hohen Kosten – von aufwändiger Kameratechnik bis zum Ü-Wagen. Im Internet wird auch diese letzte Bastion der Massenmedien angegriffen, wo der Zuschauer nur passiver Konsument ist.

Mit dem Google-Dienst „Hangout on Air“ kann jeder sein eigener TV-Produzent werden. Die Technologie ermöglicht Liveübertragungen von fast jedem Ort der Welt. Man braucht nur einen Internet-Zugang, ein Google Plus-Konto und ein Youtube-Konto, eine halbwegs vernünftige Web-Kamera, ein solides Mikrofon mit USB-Anschluss und eine gute Beleuchtung. Fertig ist das Fernsehstudio. Vereine, Verbände, Firmen, Hobbybastler, Bauern, Sportler, Briefmarkensammler, Schachfreunde, Künstler, Schriftsteller oder Maler können sich im Netz über Live-Videos präsentieren und mit der Netzöffentlichkeit in Kontakt treten. Direkt nach der Live-Sendung liegt das Video auf dem eigenen Youtube-Kanal als Aufzeichnung vor und kann im Netz dauerhaft abgerufen und geteilt werden. Auf Websites, Blogs, Facebook, Google Plus, Twitter und Co. Kein Live-Ereignis geht verloren.

Mit unserem Startnext-Projekt „Die Streaming Revolution – Ein fließendes Buch über und mit Hangout on Air“ wollen wir den Google-Dienst bekannter machen und viele, neue Projekte für Jedermann-TV anstoßen. Unterstützt uns mit kleinen oder größeren Beträgen über die Dankeschön-Pakete, die wir auf unserer Startnext-Seite anbieten. Wir helfen Euch bei neuen Hangout on Air-Projekten und Ihr helft uns bei der Finanzierung des Buches.

Wir hören und sehen uns!

Ende der Durchsage.

Crowdfunding für Anfänger: Was wir bei unserem Startnext-Projekt noch verbessern müssen #bloggercamp

Im Bloggercamp-Gespräch mit Dennis Schenkel von der Plattform rally.org haben wir diskutiert, was man beim Start eines Crowdfunding-Projektes so alles beachten muss.

Das Ganze ist arbeitsintensiver als man denkt. Das spüren wir auch bei unserem Un-Buch-Projekt zur Popularisierung des Streaming-Dienstes „Hangout on Air“ von Google.

Da müssen wir noch einige Stellschrauben verändern, um über den jetzigen Unterstützerkreis hinaus noch weitere Menschen zu begeistern, mit kleinen oder großen Beträgen unser Vorhaben zu finanzieren.

Aber das macht ja auch den Charme unserer der Kraut-Ökonomie aus. Man muss als Anbieter von Ideen, Dienstleitungen und Produkten seine potentiellen Kunden erst einmal überzeugen, bevor eine Finanzierung unter Dach und Fach ist. Planungen im stillen Kämmerlein reichen da nicht aus. Wir erkennen sehr genau, wie wenig bekannt der Dienst von Google Plus ist. Bei fast allen Gästen, die wir bislang in unsere Gesprächsrunden eingeladen haben, ist es eine Premiere. Und alle sind danach von den Möglichkeiten für die Liveübertragung von Videokommunikation – in Kombination mit der Aufzeichnung auf Youtube – begeistert und planen eigene Formate.

So auch unser heutiger Gast Dennis Schenkel, der überlegt, eine Live-Talkshow zum Thema Crowdfunding auf die Beine zu stellen. Und natürlich werden wir sein Vorhaben unterstützen und in unser Un-Buch mit aufnehmen. Schließlich wollen wir ja Anregungen für Hangout on Air-Experimente geben und darüber auch berichten. Gute Gründe, um unser Startnext-Projekt kräftig zu unterstützen 🙂

Siehe auch:

Krautökonomie mit Beethoven.

Crowdfunding-Experte Dennis Schenkel heute Abend um 18,30 Uhr beim #Bloggercamp

Kürzlich war er noch beim Webmontag in Bonn, heute Abend ist er bei Bloggercamp TV und wird sich über unsere Crowdfunding-Kampagne für das Un-Buch zur Streaming Revolution „Hangout on Air“ äußern und uns einige Tipps geben, wie wir das Ganze noch besser gestalten können: Dennis Schenkel von der Crowdfundig-Plattform rally.org.

Hashtag für Twitter-Zwischenrufe wieder .

Vielleicht habt Ihr ja auch Fragen zu eigenen Plänen, die über Crowdfunding realisiert werden sollen. Dennis wird das bestimmt gerne beantworten.

Hier wird Bloggercamp TV übertragen.

Über weitere Unterstützer unseres Un-Buch-Projektes würden wir uns natürlich auch freuen 🙂

„Networking ist alles“: Wie man Crowdfunding-Kampagnen zum Erfolg führt #wmbn #bloggercamp

Webmontag im Bonner Waschsalon

Dennis Schenkel von der Plattform Rally.org will die Crowdfunding-Bewegung professionalisieren. Etwa über Fundraising-Roundtable, die auch in Köln gestartet werden sollen.

„Hier kann man Projekte und Plattformen vorstellen, über Erfolgsfaktoren und Probleme diskutieren“, so Schenkel beim Webmontag-Treffen im Bonner Waschsalon in der Kaiserstraße.

Begleitet werde das Ganze mit einem Blog, der in Kürze startet und sich nicht auf das Ausspeien von Nachrichten im Stile eine Aggregators reduzieren soll.

„Crowdfunding ist eine Methode, um Projekte zu finanzieren. Aber nicht durch einen einzigen Geldgeber, wie es Startups in der Regel machen über Risikokapitalgeber, sondern durch viele Investoren. Man sucht sich eine breite Masse, die bereit ist, eine Idee zu unterstützen. Das müssen nicht 1000 Euro pro Person sein. Es sind vielleicht nur fünf Euro. Entsprechend geringer ist die Hemmschwelle bei den Geldgebern. Entscheidend sind die Internet-Plattformen, die das organisieren“, erläutert Schenkel.

Es könne ein soziales Anliegen sein, etwa der Bau eines Kindergartens, oder technische Produkte, Musik, Literatur sowie Kunst.

„Man bekommt also eine Gegenleistung. Das können auch Anteile an einer Firma sein. Bei Spendenaktionen ist es eher ein gutes Gefühl. Bei Wahlkämpfen kann es die Unterstützung eines Kandidaten oder einer Partei sein.“

So wurde Rally vom Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney genutzt, um Spenden online einzusammeln – rund 300 Millionen Dollar.

Das alles klingt einfach, sollte aber in der Umsetzung nicht unterschätzt werden. Etwa bei der Auswahl der richtigen Plattform, bei der Kommunikation der Idee, bei der richtigen und verständlichen Präsentation über Videos und Projektblogs, bei der Ansprache von Communities sowie bei viralen Kampagnen im Netz.

„Das ist ein zeitaufwändiges Unterfangen. Es geht um die nötige Aufmerksamkeit, die ich meinen Unterstützern entgegenbringen muss – egal, ob sie mir fünf oder fünftausend Euro geben. Man muss zuvorkommen und ehrlich sein. Aufkommende Fragen müssen direkt beantwortet werden. Wer etwas verschweigt, muss mit dem Scheitern seiner Kampagne rechnen. Also sollte man offen mit Problemen umgehen“, rät Schenkel.

Auch nach der Finanzierung müsse man mitteilen, was mit dem Geld gemacht wurde. Das könnte sich sonst auf Folgeprojekte negativ auswirken.

„Networking ist alles. Man geht zu Events, man redet mit den Leuten, man redet über die eigene Kampagne und animiert andere, die Crowdfunding-Idee weiterzutragen. Wenn meine Kampagne nicht bekannt wird und auf einer Plattform herumdümpelt, kommt auch kein Geld rein“, sagt Schenkel.

Entsprechend werden wir uns anstrengen, weitere Unterstützer für unser Un-Buch über die Streaming Revolution zu gewinnen. Etwa beim morgigen Bloggercamp-Werkstattgespräch, um 18,30 und am Freitag in Expertendiskussionen 🙂