Apple Music coming to Amazon Echo speakers in time for the holidays — 9to5Mac

There are plenty of wireless speakers out there, but if you want to use a voice command to play Apple Music, there’s just one option open to you at present: HomePod. That’s about to change, with the ability to play Apple Music on Echo speakers … more… The post Apple Music coming to Amazon Echo…

über Apple Music coming to Amazon Echo speakers in time for the holidays — 9to5Mac

#Cebit am Ende und was kommt jetzt? Live-Gespräch mit Andreas Gebhard, Geschäftsführer der re:publica

Mehr Digitalökonomie wagen – Die CIO-Kuratoren Stefan Pfeiffer und Gunnar Sohn im Gespräch mit Andreas Gebhard, Geschäftsführer der re:publica, über das Ende der Cebit:

Am Freitag, um 11 Uhr einschalten und mitdiskutieren.

Wer zweimal in die gleiche Grube fällt, ist …. – Überlegungen zur Versteigerung der UMTS äh 5G-Lizenzen

Im Juli 2002 schrieb ich folgenden Artikel:

Seit der Versteigerung der UMTS-Lizenzen in Deutschland ist die Stimmung in der Telefonbranche von Euphorie in Katzenjammer gekippt. Auch den Firmen, die jeweils zwischen 16 und 17 Milliarden DM für ihre Lizenzen bezahlt haben, ist unwohl geworden angesichts der enormen Kostenbelastung, die nicht nur aus dem Lizenzerwerb, sondern auch aus dem Aufbau der Netzinfrastruktur resultiert. So sind seit einiger Zeit ‚Netz-Ehen’ im Gespräch. Aktuell haben E-Plus und Group 3G eine Vereinbarung zur gemeinsamen Nutzung von Antennenstandorten und Netzelementen vereinbart. Eine Absichtserklärung ähnlicher Art existiert zwischen der Deutschen Telekom und Viag Interkom (O2).

Doch mobiles Internet ist auch ohne eine UMTS-Netzinfrastruktur möglich. Das Konzept des Virtual Mobile Network Operator (VMNO) baut meist auf eigener Vermittlungstechnik auf, sowie eigenen Plattformen für Value Added Services. Der Anschluss selbst wird bei den UMTS-Netzbetreibern eingekauft. Seinen Kunden gegenüber tritt der VMNO wie ein eigener Netzbetreiber auf. Der Enhanced Service Provider wiederum geht über den heutigen Service Provider hinaus, in dem er stärker eigene Mehrwertdienste anbietet. Gegenüber der noch existierenden, sehr stark auf Sprachübertragungsminuten fokussierten Mobilfunkwelt bieten derartige Konzepte für mobile Daten- und Internetanwendungen eine vielversprechende Grundlage.

Gelingt es den VMNO’s und ESP’s sich als profiträchtige Mehrwertdienste zu positionieren, können die darüber erzielbaren Umsätze schnell interessanter sein als die Umsätze über die Netztransportdienste der eigentlichen Netzbetreiber. Aktuell heiß diskutierte Anwendungen wie Instant Messaging Systeme oder Location Based Services sind auch ohne eigenen UMTS-Netzbetrieb realisierbar.

„Es sind der Service und die Dienste, die für den Kunden zählen und für die er auch zahlt“, so IT-Experte Marek Wojcicki. „Den Kunden interessieren keine hochkomplexen technischen Infrastrukturen, die er auch gar nicht verstehen kann. Er möchte einen greifbaren, anwenderfreundlichen Service zu fairen Preisen. Dies wird auch im mobilen Internet das Geheimnis des Erfolgs sein“, führt Wojcicki weiter aus.

Noch interessanter werden Alternativ-Szenarien, wenn man hinter die Kulissen von UMTS schaut. Die UMTS-Netze sind auf der IP-Netzseite im Grunde GPRS (Global Packet Radio Service) Netze, die UMTS im wesentlichen als Radio Access einsetzen. GPRS ist längst in der Umsetzung in den heutigen GSM-Netzen. Höhere Bandbreiten für Internet-/Datenanwendungen sowie eine volumenorientierte Abrechnung sind schon durch GPRS möglich. Brechen wir die hohen, theoretisch möglichen Übertragungsbandbreiten von UMTS, im urbanen Stationärbetrieb bis 2 Mbit/s, auf realistische Werte bis 256 kBit/s oder maximal 384 kBit/s herunter, so ist der Unterschied zu GPRS im Access Bereich, wo durchaus gute 100 kBit/s möglich sind, nicht mehr sehr groß. Unter suboptimalen Alltagsbedingungen werden mit UMTS kaum höhere Bandbreiten als durch GPRS erreicht werden können. Hier stellt sich also die Frage, ob der enorme Ersteigerungspreis der UMTS-Lizenzen sich für die UMTS-Lizenznehmer rechnet, ob sie einen entsprechenden Return-on-Invest haben werden. Für Peter Záboji von der TK Firma Tenovis ist die Antwort klar:

„Für das Geld des UMTS-Lizenzpaketes wäre ein Invest in Mehrwertdienst-Plattformen und die Entwicklung von Anwendungen wesentlich sinnvoller und profitabler gewesen. Am Ende haben die Lizenznehmer gerade noch die Lizenzen und die Netzinfrastrukturen finanzieren können und stehen ohne wirklich interessante Anwendungen dar.“

Neben dem Alternativen aus den Mobilfunknetzen selbst treten aber weitere Lösungen in Wettbewerb. Schon existieren Konzepte, Campuslösungen mit mobilen V-LAN Techniken auf Basis 2,4 GHz zu installieren. In Frage kommen hierfür Flughäfen, Bahnhöfe, Messegelände, Business Parks etc. Zwar nicht als Alternative zum eigentlichen Mobilfunk, aber zur mobilen Datenübertragung von Notebooks. Hier stehen dann tatsächlich hohe mobile Bandbreiten zur Verfügung. Die Technik hierfür existiert längst und ist ausgereift und günstig, und sie ist frei von Lizenzauflagen. Zu lösen sind nur Techniken und Standards für Autorisierung, Accounting und Billing. Werden diese Standards überall eingehalten, ist also mit einem Account der Zugang für alle V-LAN Installationen Deutschland- und auch Europaweit möglich, muss nur eine entsprechende kritische Masse erreicht werden.

Die durchaus als Desaster zu bezeichnende Situation von WAP im Mobilfunk hat gezeigt, dass es nicht auf die bloßen technischen Möglichkeiten ankommt. Unzulänglich umgesetzt, ohne greifbaren Mehrwert für den Benutzer, und ohne die notwendige Penetration im Markt, also ohne die kritische Masse zu erreichen, kann auch UMTS für die Netzbetreiber ein Desaster werden. Oder mit den Worten Zábojis:

„Die zentrale Frage hat bislang noch niemand beantwortet: Wer braucht UMTS eigentlich noch?“

Zweifellos werden sich mobile Anwendungen ihren Markt erobern, aber ob davon die UMTS-Netzbetreiber profitieren, ist noch nicht sicher. Über das mobile Internet und die Flexibilität der IP-Adressen wird die Bindung an den Netzbetreiber wesentlich schwächer gegenüber der heutigen Situation, wo noch nicht einmal die Rufnummernportabilität des Festnetzes oder die Call-by-Call Netzauswahl bisher in den Mobilfunknetzen umgesetzt wurde.

Offenkundig ist, dass Erlöse ausschließlich für die Übertragung, also für Minuten oder Übertragungsvolumen, nicht mehr ausreichen. Das Festnetz-Geschäft ist zu einem low margin Geschäft geworden, und der Mobilfunkmarkt wird folgen. Auch die Netzbetreiber stehen daher vor der Aufgabe, andere Erlösquellen neben dem Geschäft mit Bandbreite zu suchen. Diese müssen über Inhalte und Anwendungen gefunden werden, somit im mobilen Datenverkehr/Internet. Mobile Commerce in allen Varianten ist also auch für die Netzbetreiber der Schlüssel zum Erfolg. Ende der Meldung. Bekanntlich hat das bei den Netzbetreibern mit Neugeschäft „fantastisch“ geklappt….

Wir waren die Tatortreiniger auf der letzten #Cebit-Totenmesse – also @digitalnaiv und icke

Cebit auf IT-Vertriebsniveau, so beschrieb ich die ehemals weltgrößte Computermesse vor zwei Jahren. Auf der Cebit waren eine Menge IT-Heizdecken-Verkäufer unterwegs, die ihre Hardware und Software mit hohlen Sprüchen unters Volk brachten. Das trieb mich schon vor zehn oder fünfzehn Jahren auf die Palme: Da wurden Prozesse optimiert, CRM-Kanäle strukturiert, Effizienzpotenziale aufpoliert und die IT-Sicherheit fokussiert. Immer stand der Kunde im Mittelpunkt als König, Kaiser oder Papst.

Leads generieren und Lieder singen – würg

Am Ende des Messetages wurden dann noch die Lead-Champions in Corporate-wir-sind-die-Größten-Songs abgefeiert, um danach dem Fachpublikum wieder dümmliche IT-Weisheiten aus den 1990er Jahren an den Kopf zu feuern. Alles natürlich in disruptiv-digital-transformatischer Verpackung, schließlich sah man sich als Avantgarde der kommenden Gigabit-Gesellschaft, die durch den schleppenden Breitbandausbau allerdings erst in einigen hundert Jahren zum Vorschein kommen wird.

Es reicht nicht aus, von Wandel, Disruption, Uber, Airbnb oder digitaler Transformation zu faseln, ohne in seinem eigenen Arbeitsleben einen Hauch von digitaler Expertise zu bieten. In Wahrheit verweigern sich die meisten IT-Mänäscher, sich auf Neues einzulassen.

Noobs an den Messeständen

„Es ist ein Widerstreben, etwas zu erreichen, was mit den herkömmlichen Methoden nicht erreichbar ist (wenn es überhaupt anerkannt wird, dass dies so sein muss). Es ist die Angst, dort anzupacken, wo man als Noob anfangen muss, ohne mit hundert Jahren Erfahrung protzen zu können. Wer glaubt, das Digitalisieren mal eben so als Projekt abfackeln zu können, ist ein Noob (schnell googeln: a person who is inexperienced in a particular sphere or activity, especially computing or the use of the internet)“, so der frühere IBMer Günter Dueck.

IT-Technokraten mit Abschreckungspotenzial

Die IT-Branche operiert nach Ansicht des Marketingexperten Wolf Hirschmann immer noch nach dem Motto „Fachidiot schlägt Kunde tot“:

„Man geht mit technokratischen Botschaften nach draußen, ohne einen Wissenstransfer zu leisten.“

Man verharrt mit einem digitalen Anstrich auf dem Level von Blech, Steckern, Servern, Bits und Bytes.

„Die IT-Industrie denkt nicht weit genug“, kritisiert Hirschmann in einem Fachgespräch beim Campus Mittelstand.

Sie denkt schon gar nicht in neuen digitalen Ökosystemen oder Geschäftsmodellen. Die Referenzqualität des IT-Vertriebs ist eher bescheiden.

Für Professor Lutz Becker, Studiendekan der Hochschule Fresenius, war der Cebit-Besuch entsprechend ernüchternd. Nicht verbundene Inseln (Besipiel: Chinesen bleiben unter Chinesen), wenig echte Innovationen und Nutzeroberflächen, die auf 4K-Bildschirmen im Stil der 1980er Jahr daherkommen:

„Die Cebit erzählt als Ganzes keine Geschichten und für Kunden fehlt der rote Faden.“

Digitale Spielplätze schaffen

Wie man Unternehmern Zugänge zur Digitalisierung verschafft, demonstrierte auf der Cebit Christoph Krause vom Kompetenzzentrum digitales Handwerk, in dem Spielplätze zum Experimentieren entstehen, bei denen etwa Zahnärzte mit den Daten aus den Mündern ihrer Patienten direkt auf eigenen 3D-Druckern die notwendigen Implantate produzieren:

„Man muss in den Unternehmen die Welt bunter machen und die Rebellen in der eigenen Organisation unterstützen“, so das Credo von Krause.

Ähnliches gilt für die Cebit. Bunter, offener, kontroverser und digitaler muss es zugehen – ohne IT-Prozess-Schwafelei. In diesem Jahr beim Cebit Business-Festival sah man einen radikalen Wechsel in die richtige Richtung. Jetzt den Stecker zu ziehen, ist peinlich und falsch. Oder in den Worten von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier:

„Wo wir überall reden über die größte Herausforderung unserer Generation wäre es eine Dummheit sondergleichen, wenn wir die Cebit nicht bewahren.“

Die Digitalthemen in Fachmessen aufgehen zu lassen, ist Rechtfertigungsgesäusel. Nicht sehr glaubwürdig. Die re:publica sollte das übernehmen.

Siehe auch:

Warum die Cebit eingestellt wurde

Aus für die Cebit: Die IT-Messe wird eingestellt

Tatortreiniger Cebit: Wir haben es gewusst und unsere Spuren beseitigt …

Einschalten am Dienstag: