Wenn politisch fragwürdige Silicon-Valley-Vulgärkapitalisten mit staatlichen Sicherheitsbehörden paktieren und sich an Überwachungssoftware beteiligen

Ich habe ja schon einiges über Vulgärkapitalisten wie Thiel geschrieben. Etwa über das Ansinnen dieser Pappenheimer, den Staat möglichst auszuhebeln, Gewinne zu maximieren und auf die gesellschaftliche Wohlfahrt zu scheißen. Aber die Veröffentlichung von Business Insider ist nun mehr als katastrophal: Tech billionaire Peter Thiel was an FBI informant.

Noch zweifelhafter sind die Beteiligungen von Thiel:

So hält er einen Anteil von 10 Prozent an Palantir, einem Datenunternehmen, das Software und damit verbundene Dienstleistungen im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar an die US-Bundesregierung verkauft hat, darunter das Pentagon, die CIA, die National Security Agency und das FBI. Ein 250-Millionen-Dollar-Vertrag mit der US-Armee im September ist ein weiterer Beweis dafür, dass Palantir im Wesentlichen „ein Regierungsdienstleister“ ist, so ein Finanzanalyst.

Thiel unterstützte auch Boldend, ein Spionageprogramm-Unternehmen, das sich als amerikanischer Konkurrent der israelischen NSO Group vermarktet, wie Forbes im vergangenen Jahr berichtete. Die Produkte von NSO wurden vom FBI gekauft und getestet.

Alles Entwicklungen, die für den demokratischen Rechtsstaat sehr ungesund sind. Da bin ich gut beraten, weiterhin auf paradoxe Interventionen gegen staatliche und private Überwacher zu setzen im Geiste von Michel Serres:

„Die Macht suchte und sucht das Zentrum einzunehmen. Wenn sie von diesem Zentrum aus wirken, ihre Wirksamkeit bis an die Grenzen des Raumes entfalten, wenn sie bis an die Peripherie reichen soll, so ist es notwendig, dass es kein Hindernis gibt, dass der Raum um ihre Aktion homogen ist. Kurz, der Raum muss frei von Rauschen, von Parasiten sein. Um Gehorsam zu finden, muss man gehört, muss man verstanden werden, muss die Ordnungsbotschaft Stille vorfinden“, schreibt der Philosoph Michel Serres in seiner Abhandlung „Der Parasit“.

Deshalb ist es wichtig, als parasitärer Störenfried auf Facebook, Twitter-X und Co, zu bleiben. Der Parasit kann seinen Wirt veredeln, aber auch aus dem Gleichgewicht bringen. Diese Option sollte man nutzen.

Wie viele Vollpfosten, Dummschwätzer, unterbelichtete Politologen, wichtigtuerische Spione und paranoide Aktenknechte sitzen wohl in den Sicherheitsdiensten von BKA, FBI, NSA & Co., die sich selbst verwalten, krampfhaft nach äußeren Feinden fahnden und innere Feinde im Kollegenkreis, in der Familie und bei Freunden vermuten? Jeder verdächtigt jeden. Ein ewiger Kreislauf, der sich aus einem grundlosen Misstrauen speist und auf öffentliche Finanzmittel wie ein Schwarzes Loch wirkt. Wenn es allerdings um strategischen Sachverstand, Intuition, Kombinatorik, politischen Spürsinn und Recherchefähigkeit ankommt, versagt das Schlapphut-Idiotensystem kläglich. Helfen da Verschlüsselungen als Gegenstrategie wirklich weiter? Oder gibt es andere Methoden, die Totalüberwacher in den Wahnsinn zu treiben? Darüber diskutierte ich vor einigen Jahren mit Winfried Felser:

Welche paradox-dadaistischen Interventionen bieten sich denn an? Man könnte den privaten und staatlichen Sicherheits-Gichtlingen sinnentleerte Botschaften schicken, die NSA-Hotline in eine Warteschleifen-Krise stürzen, Liegenschaften einer Dauerbeschallung mit dem Technolied von Blümchen aussetzen, Briefkästen der Sicherheitsunternehmen mit PET-Flaschen-Leergut vollstopfen und an die Sicherheitszentralen billige Spionage-Kugelschreiber mit Fotos von Dieter Bohlen schicken. Habt Ihr noch Ideen?

Suhrkamp Theorie: Die faszinierende Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte – FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube im Gespräch mit Morten Paul #fbm23 @JKaube @mortenpaul @SpectorBooks @kwi_essen

Das Jahr 2023 steht im Zeichen mehrerer Jubiläen, darunter das 50-jährige Bestehen der Buchreihe „suhrkamp taschenbuch wissenschaft“ (stw). Die Aufnahme in diese renommierte Reihe bedeutet eine breite Wahrnehmung eines Titels. Weniger bekannt ist, dass es zuvor und parallel bis 1986 die Buchreihe „suhrkamp Theorie“ gab und viele Titel später in die stw übernommen wurden.

Morten Paul hat in seinem Buch „Suhrkamp Theorie. Eine Buchreihe im philosophischen Nachkrieg“ die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Reihe detailliert untersucht. Suhrkamp Theorie war bis 1986 eines der anspruchsvollsten geisteswissenschaftlichen Programme in der Bundesrepublik. Die enge Zusammenarbeit mit den Herausgebern Jürgen Habermas, Dieter Henrich, Jacob Taubes, Hans Blumenberg und später Niklas Luhmann spielte dabei eine entscheidende Rolle.

Auf der Frankfurter Buchmesse führte FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube ein Gespräch mit dem Autor Morten Paul über dieses spannende Kapitel der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte. Das Interview beleuchtete die einzigartige Position der Theorie-Reihe, die über die reine Philosophie hinausgeht.

Im historischen Kontext betonte Paul die Rolle der Herausgeber, die in den Jahren 1923 bis 1929 geboren wurden und ihre Erfahrungen mit dem Faschismus gemacht haben. Die Buchreihe spiegelt den Wissenshunger und den Wunsch wider, sich von der Allmachtsfantasie der Philosophie abzusetzen. Sie repräsentiert auch das Bestreben, Wissenslücken in Deutschland nach 1945 zu schließen und sich von ausländischen Forschungsprogrammen inspirieren zu lassen.

Paul wies darauf hin, wie das Suhrkamp-Projekt eine skeptische Vorstellung von Aufklärung und Wissenschaft vermittelt. Besonderes Augenmerk lag dabei auf den vier Hauptfiguren der Buchreihe und ihrer Rolle bei der Entstehung und Entwicklung des Programms.

Trotz der Unterschiede zwischen den Hauptfiguren des Suhrkamp-Projekts führte ihr gemeinsames Engagement zu einem vielseitigen Programm.

Besonders bemerkenswert sind die Bedenken von Hans Blumenberg bezüglich des Druckformats der Theorie-Bände. Er hinterfragte, ob Taschenbücher als Werkzeuge des Markenbrandings und als Manifestationen des geistigen Kapitalismus wirklich sinnvoll für die Gesellschaft sind. Diese Perspektive ist heute von besonderem Interesse, da Taschenbücher als selbstverständlich angesehen werden.

Auch die Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft wurde hinterfragt. In einer Zeit, in der Fortschritt und Technologie rasch voranschritten, war die Art und Weise, wie Wissen vermittelt und verbreitet wurde, von großer Bedeutung. Dies führte zu Überlegungen über die Legitimität und den Wert wissenschaftlicher Publikationen. Welche Rolle spielen Bücher dabei? Wie können Ideen am besten vermittelt werden?

In dieser Ära gab es auch wachsende Bedenken hinsichtlich der technologischen Kontrolle über die Natur, insbesondere in Bezug auf Atomenergie und Atomwaffen. Die Expansion der Universitäten und die Sorge vor einer wissenschaftlichen Überlegenheit der Sowjetunion aufgrund des Sputnik-Schocks waren ebenfalls wichtige Themen dieser Zeit.

Trotz der tiefgründigen Reflexionen und hohen Ideale rückten die Praktikabilität des Büchermachens und ein gewisser Pragmatismus in den Vordergrund. Die Debatte über das Verhältnis von Theorie und Praxis, insbesondere im politischen Kontext, war ein zentrales Thema.

Im Gespräch erörterten Kaube und Paul die Herausforderungen einer Buchreihe, die ursprünglich als innovative und avantgardistische Veröffentlichung konzipiert war, sich aber im Laufe der Zeit nicht so erfolgreich durchsetzte, wie der Verleger Siegfried Unseld gehofft hatte. Trotz der eher geringen Verkaufszahlen spielte die Reihe eine wichtige Rolle bei der Etablierung des Verlags in wissenschaftlichen und theoretischen Kreisen.

Das Erscheinen von „suhrkamp taschenbuch wissenschaft“ (stw) markierte schließlich einen Wendepunkt, der zur Einstellung der Theorie-Veröffentlichungen im Jahr 1986 führte. Viele Theorie-Bände fanden dort eine Wiederveröffentlichung mit besseren Verkaufszahlen.

Eine Rezension des Buches von Morten Paul wird folgen.

Lust am Diskurs

So ein wenig erinnert das Theorie-Projekt von Suhrkamp an die Gründung des Merve-Verlages:

Dazu meine Netzpiloten-Kolumne: Kontrollvakuum – Der Leser als Partisan 

1970 wurde in Berlin der Merve-Verlag gegründet und galt nach anfänglichen marxistischen Ausflügen als publizistische Zentrale von Postmoderne und Dekonstruktion. So bilanzierte der entkollektivierte Merve-Gründer Peter Gente Ende der 1970er Jahre, dass man an der Dialektik irre wird. Das Verlags-Kollektiv zerbröselte irgendwann. Unter dem Deckmantel „proletarischen Erfahrungsinteresses“ flüchteten die Genossen ins partikulare Private: Bluesmusik, Nietzschelektüre, Malen, Biokost und Esoterikliteratur. Peter Gente entdeckte das Nachtleben. 

Die Verlockungen der Kneipe

Seine Unlust am Diskutieren soll in dem Maß gewachsen sein, wie er den Lockungen der West-Berliner Kneipenlandschaft erlag, erläutert Philipp Felsch, der dazu ein wunderbares Buch geschrieben hat: „Der lange Sommer der Theorie: Geschichte einer Revolte 1960 bis 1990“.

Der hausmeisterliche universitäre Diskurs stand jedenfalls nicht mehr auf der Agenda des Verlages und bescherte uns doch wahnsinnig interessante Bücher. Aus der Internationalen Marxistischen Diskussion wurde ein Internationaler Merve Diskurs. Man entdeckte die Kunstszene und die Neuen Wilden, die sich im Schöneberger „Dschungel” tummelten: Markus Oehlen, Rainer Fetting, Martin Kippenberger. Entstanden sind eine Reihe von Künstlerbüchern: Godard, Heiner Müller, Minus Delta t, Blixa Bargeld und Werke über ästhetische Theorie: Roland Barthes’ Cy Twombly, Böhringers Begriffsfelder oder  Hosokawas Walkman-Effekt. Dann natürlich die Merve-Champions Foucault, Virilio, Baudrillard oder Deleuze.

Entdeckung der Systemtheorie 

Später widmete sich der Berliner Verlag die Systemtheorie. Lesenswert der Luhmann-Band „Archimides und wir”. Nachgeholfen hatte der Luhmann-Schüler Dirk Baecker mit einem Brief an Gente: „Heute würde ich Ihnen gerne zwei Buchprojekte vorstellen, die sehr gut in Ihre Tradition innovativen Traditionsverzichts passen würden. Im ersten Projekt handelt es sich um einen kleinen Band mit den gesammelten Interviews von Niklas Luhmann. Sie haben sicherlich mitverfolgt, zum Beispiel in der FR und in der taz, dass Luhmann einen sehr kühlen und ironischen, manchmal bissigen und in der Selbstkommentierung an ‚Monsieur Teste’ erinnernden Interviewstil entwickelt hat, der diesem Genre wieder etwas literarischen Schwung verleiht. Allesamt immer etwas launige, auf Tagesgeschehen und –eindrücke bezogene Kommentare, können sie doch auch als Einführungen in den spezifisch luhmannschen Theoriestil dienen“, so der Auszug des Becker-Schreiben, abgedruckt im äußerst lesenswerten Felsch-Band „Der lange Sommer der Theorie – Geschichte einer Revolte 1960 – 1990“, erschienen im C.H.Beck-Verlag. Baecker und Georg Stanitzek liefern in der Einleitung des Luhmann-Buches noch eine kleine Epistemologie des Interviews. So könne man von dem Systemtheoretiker lernen, dass Kommunikation immer auch eine Operation der Beobachtung füreinander unerreichbarer Köpfe ist. In kaum einer Gesprächsform werde dies anschaulicher als im Interview. Es wird nicht der Versuch unternommen, Köpfe kurzzuschließen. Die Gesprächsform lebt von der Zufälligkeit der Fragen, was allerdings durch Autorisierungen oder vorgefertigte Skripte häufig genug in eine aseptische und damit ungenießbare Metamorphose kippt. 

Diskurse ohne Volkerziehung 

Zur Merve-Kultur zählte immer die Lust am Diskurs und nicht die Volkserziehung. Das brachte Michel de Certeau, ein weiterer sehr wichtiger Autor des Berliner Verlags, trefflich zum Ausdruck: Wer die Masse zu repräsentieren vorgebe, kämpfe in Wirklichkeit darum, sie zu erziehen, zu disziplinieren und zu gruppieren. 

Peter Gente und Heidi Paris kultivierten ihre gute Laune: „Wir wollen ein kleiner Verlag, unscheinbar und daneben sein, und das macht irre Spaß.“ 

Sie nutzten das Kontrollvakuum und erfreuten sich an der Partisanenexistenz ihrer Leser. Das lebt auch nach dem Tod von Gente und Paris weiter. Zeitlose Bände mit hoher Diskurs-Dynamik auf billigem Papier. Paperbacks, bei denen man Sätze gegen den Strich lesen kann. Schlüsse aus den Texten ziehen, von denen die Texte nichts wissen und einer Kunst des Lesens aus dem Geist der Respektlosigkeit frönen. Als Netzpartisan ist Merve meine Leitstelle. 

Wahlster: Deutschland ist auf dem richtigen Weg in eine glänzende KI-Zukunft

In einer Episode von Sohn@Sohn diskutierten wir mit Professor Wolfgang Wahlster, dem ehemaligen Chef des Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), über den rapiden Fortschritt in der KI-Welt. Wahlster sieht in der steigenden Aufmerksamkeit für künstliche Intelligenz sowohl überraschende als auch erwartete Trends.

Er betont, dass die Möglichkeit, Systeme wie Chat GPT zu testen – dank Open Access – zu einer erhöhten Interaktion bei den Nutzern geführt hat. Journalisten haben das System mit extremen Fragen herausgefordert, was teils erstaunliche, teils bedenkliche Ergebnisse lieferte.

Wahlster weist darauf hin, dass trotz des aktuellen Hypes die Technologie, die dem Ganzen zugrunde liegt, solide ist und sich über 40 Jahre entwickelt hat. Es handelt sich nicht um Magie, sondern um harte Arbeit, unterstützt durch enorme Rechenkapazitäten. Das heutige System basiert auf Daten, Mustererkennung und Kombinatorik.

Zu den entscheidenden Entwicklungen im Bereich KI zählt laut Wahlster die Einführung von riesigen Modellen mit Milliarden von Parametern, der Einsatz sogenannter „Embedings“ und „Attention-Mechanismen“, und das sogenannte „Finetuning“.

Wahlster erinnert sich an eine Pressekonferenz im Jahr 2006, bei der er die Vision einer Antwortmaschine im Gegensatz zur Linküberflutung, wie sie bei Google vorherrscht, vorstellte. Wahlster argumentiert, dass die Nutzer konkrete Antworten auf ihre Fragen suchen und nicht durch unzählige Links navigieren möchten, um diese Antworten zu finden. Es ist nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch der Effizienz und Relevanz.

„Wir brauchen keine Suchmaschinen, sondern Findemaschinen“, sagt Wahlster. Statt einer Liste von Links möchte er eine klare Antwort.

In Anbetracht der monumentalen Investitionen, die Giganten wie Microsoft in den USA tätigen, scheint Europa in einem Wettrennen um technologische Dominanz zu liegen. Doch während einige behaupten, Europa könne nicht mithalten, betont Wolfgang Wahlster, dass nicht allein die Finanzkraft den Unterschied ausmacht.

„Wir in Europa müssen uns auf Ressourceneffizienz und innovative Algorithmen konzentrieren.“ Er hebt hervor, dass Europa zwar nicht die finanziellen Mittel hat, um in allen Sprachen zu konkurrieren, aber die Region kann sich durch qualitativ hochwertige und ethisch verantwortungsbewusste KI-Systeme auszeichnen. Er vergleicht dies mit dem Sicherheitssektor, wo viele Länder Technologien aus den USA oder China vermeiden und sich stattdessen auf europäische Produkte verlassen, weil sie den hohen Standards vertrauen.

In einem früheren Gespräch reagiert Wahlster auf die Kritik von Thomas Sattelberger, dem früheren Personalchef der Deutschen Telekom und Ex-Politiker, an der angeblich verfehlten KI-Forschung in Deutschland. Allein das DFKI könne sich vor Aufträgen aus dem staatlichen und industriellen Sektor kaum noch retten, führte Wahlster aus. Die Kritik von Sattelberger sei nicht nachvollziehbar.

“Er ist ja nicht der absolute Spezialist für KI und war doch eher für Personalpolitik zuständig. Ich kenne ihn nicht als KI-Experten. Das soll er mal gründlicher anschauen. Wir haben 80 Spin-Off-Firmen generiert. Wir haben Firmenwerte von über einer Milliarde Euro generiert. Wir haben gerade in den vergangenen zwei Jahren Firmen für über 100 Millionen Euro verkauft. Das ist nun wirklich ein Witz, was Thomas Sattelberger behauptet. Da müsste er etwas genauer recherchieren”, so die Replik von Wahlster.

Das #DFKI habe allerdings auch Forschungsaufgaben. “Wir bilden die nächste Generation von Hochschullehrern aus und bringen KI-Talente hervor. 96 Professoren für KI, die in Deutschland tätig sind, wurden bei uns ausgebildet”, betont der frühere DFKI-Chef. Man sollte bei der Beurteilung der Forschungsarbeit nicht nur auf Spin-Off-Firmen schauen. Auch die etablierten Unternehmen in Deutschland würden die Relevanz der KI erkennen und sich erfolgreich innovieren. Etwa Bosch und Siemens, denen das in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gelungen sei. “In den USA sind viele große Unternehmen den Abgrund runter gestürzt. Man hat dort zwar erfolgreiche Spin-Offs, es werden in der Öffentlichkeit allerdings immer die gleichen Beispiele genannt. Siemens, Bosch und andere Unternehmen in unserem Land waren und sind über Generationen hinweg Flaggschiffe. Das muss man erst einmal können. Diese Unternehmen haben KI-Abteilungen errichtet und setzen lernende Systeme bis in die Produktentwicklung ein”, erläutert Wahlster. Sattelberger sollte eine Deutschlandtour machen und sich diese Anwendungen anschauen. Wahlster würde ihn dabei begleiten. Ist leider nicht zustande gekommen.

Sattelberger hat nachgelegt: Die verlorenen KI-Jahre: Tragik deutscher Forschungspolitik. „Die Bundesregierung verharrte lange auf einer fast ausschließlichen Förderung von symbolischer KI. Sie engagierte sich erst sehr spät im Zuge der Ausschreibung der Kompetenzzentren für Maschinelles Lernen (ML-Kompetenzzentren) im Jahr 2017 für die seit 2012 stärker sichtbar gewordenen Ansätze der neuronalen KI.“  Über symbolische KI würde ich gerne mal mit Sattelberger sprechen…..

Experten oder Laien: Wer hat die besseren Antworten?

Experten warnen und schlaumeiern ständig herum, doch sind sie wirklich die wahren Kenner? Eine provokante These stellt die Kompetenz der sogenannten Profis in Frage. Sind Laien und Dilettanten vielleicht sogar erfolgreicher? Ein Blick auf die Irrtümer der Experten und die Macht des Zufalls.

Die Grenzen zwischen Experten und Laien verschwimmen im Zeitalter des Internets. Doch sind Experten wirklich immer die besseren Ratgeber? Oder können Laien mit ihrem frischen Blick und ihrer Unvoreingenommenheit manchmal sogar bessere Lösungen finden? In diesem Essay werden wir uns mit dieser Frage auseinandersetzen und die Vor- und Nachteile von Expertenwissen und Laienmeinungen beleuchten.

Experten werden oft als unfehlbare Quellen des Wissens angesehen. Doch sind sie wirklich immer die besseren Entscheidungsträger? Der Philosoph Paul K. Feyerabend argumentiert, dass Experten oft von Vorurteilen und Dogmatik geprägt sind. Ihre Fachkenntnisse können sie manchmal dazu verleiten, störrische Esel anstelle von Pferden zu besteigen und auf wirre Wege zu geraten. Feyerabend weist darauf hin, dass auch Dilettanten wie Schliemann, der das bronzezeitliche Troja entdeckte, oft erstaunliche Ergebnisse erzielen können. Einstein, Bohr und Born waren ebenfalls Dilettanten, die bei zahlreichen Gelegenheiten bahnbrechende Entdeckungen gemacht haben.

Die Wissenschaft kennenzulernen sei keine einfache Aufgabe, betont Feyerabend. Das Lesen wissenschaftlicher Abhandlungen vermittelt oft ein falsches Bild. Noch problematischer wird es, wenn man sich auf bestimmte Wissenschaftstheorien verlässt. Natürlich sollte man diese nicht komplett ausschließen. Schließlich können Menschen auf vielfältige Weise Ideen entwickeln – sei es beim Kaffeetrinken oder in der Natur. Der menschliche Geist ist faszinierend.

Aber kann man sich wirklich auf Wissenschaftstheorien und Wissenschaftler verlassen? Die Antwort lautet nach Auffassung von Feyerabend: Nein. Weder Wissenschaftstheorien noch Wissenschaftler sind zuverlässig. Letztere sind sogar weniger verlässlich als erstere. Wenn man wirklich etwas erreichen möchte, muss man selbst forschen. Jeder Philosoph oder Arzt hat einen anderen Kollegen, der das Gegenteil behauptet.

Wenn man dann neugierig in die Bibliothek geht, stellt man fest, dass es auch andere Meinungen gibt. Die Bibliothek ist voll von Menschen, die unterschiedliche Alternativen vertreten. Man muss sich selbst durch diese Vielfalt arbeiten und seine eigene Meinung bilden. Für die eigene Bildung und Erziehung muss man selbst Verantwortung übernehmen. „Niemand wird das für einen tun“, so der Rat von Feyerabend.

Experten sind selbst abhängig von weit verbreiteten Gerüchten, Vorurteilen und den gerade dominierenden Schlagzeilen in klassischen Medien und im Social, die außerhalb ihres Fachgebiets liegen. Und selbst im eigenen Fachgebiet predigen sie das, was gerade alle hören wollen. In der Finanz- und Wirtschaftswelt sind Makroökonomen, Statistiker und Berater oft nicht in der Lage, das Unvorhergesehene zu prognostizieren. Sie verlassen sich zu sehr auf statistische Methoden und schauen zu oft in den Rückspiegel, um Erkenntnisse für die Zukunft zu gewinnen. Doch Friktionen, Zufälle und politische Katastrophen lassen sich nicht mit mathematischen Modellen berechnen.

Der Wissenschaftstheoretiker Klaus Mainzer argumentiert, dass das Management der Zukunft unter den Bedingungen von Komplexität und Zufall stattfindet. In unsicheren Informationsräumen können Menschen nur auf Grundlage beschränkter Rationalität entscheiden. Der Zufall spielt eine große Rolle bei Einfällen und Innovationen, die oft als plötzliche Ereignisse auftreten. Mainzer betont, dass es keinen Laplaceschen Geist omnipotenter Berechenbarkeit gibt. Politiker, Entdecker und Unternehmer sollten weniger auf Top-down-Planung setzen und stattdessen maximales Herumprobieren und das Erkennen von Chancen in den Vordergrund stellen.

Nassim Taleb, Autor des Buches „Die Griechen nannten ihn idiotes, die Römer idiota: Er lebt für sich, vertraut seiner Erfahrung, pfeift auf die Finessen der Theoretiker. Als Idioten‘ traten die Apostel an gegen verblendete Welt- und verstockte Schriftgelehrte. Franziskus von Assisi nannte sich einen einfältigen idiota. Luther fand, die unverbildete Albernheit des Laien‘ sei für göttliche Botschaften empfänglicher als die eingebildete Gescheitheit der Wissenden. Das Lob der Torheit‘ war längst angestimmt, als Erasmus von Rotterdam es besang: Der Humanist verspottete den Bildungsdünkel, spielte Leben gegen Schule aus, Common Sense gegen Dogma, Lachen gegen Tintenernst, erklärte die Torheit zur alleinigen Quelle des sozialen und privaten Lebensglücks“, empfiehlt eine Strategie des Ausprobierens und Ergreifens von Chancen. Experten, die glauben, dass sie mehr wissen als die Gesamtbevölkerung, sind oft nicht besser informiert als diese. Sie können lediglich ihre Erkenntnisse besser präsentieren oder mit komplizierten mathematischen Modellen beeindrucken. Taleb betont, dass es in Umgebungen, in denen es zu unvorhersehbaren Ereignissen kommen kann, keine Vorhersagen geben kann. Daher sollten wir uns von der Vorstellung verabschieden, dass Experten immer die besten Antworten haben.

Als Verteidigungsstrategie gegen den elitären Diskurs könnte das Credo des dadaistischen Cabaret Voltaire dienen. Der Dadaist spielt mit den Fragen des Lebens und erfindet zwingende Gründe für unvernünftige Theorien. Er vereint Vernunft und Unvernunft, Sinn und Unsinn, Plan und Zufall. Denn letztlich ist alles ein Produkt unserer schöpferischen Einbildungskraft und nicht das Ergebnis eines Universums von Tatsachen.

In einer Welt, in der die Grenzen zwischen Experten und Laien verschwimmen, sollten wir offen sein für neue Perspektiven und Ideen. Expertenwissen ist wichtig, aber Laien können mit ihrem frischen Blick und ihrer Unvoreingenommenheit manchmal bessere Lösungen finden. Es ist an der Zeit, den elitären Diskurs zu hinterfragen und Raum für neue Stimmen zu schaffen. Denn letztendlich sind es die Vielfalt und die Kreativität der Menschen, die zu echtem Fortschritt führen.

Siehe auch:

deutschlandfunk.de – Dada und die Folgen – Subversive Kunst

literaturwissenschaft-online.uni-kiel.de – Dadaismus I: Cabaret Voltaire (Zürich)

faz.net – Cabaret Voltaire: Zürich feiert 100 Jahre Dada

geschichtedergegenwart.ch – Back to the Future. 100 Jahre Dada und die Zukunft des …

deutschlandfunkkultur.de – 100 Jahre Dadaismus – Cabaret Voltaire in Zürich eröffnet

Junge Leute gucken nur noch TikTok-Videos und sind zu faul zum Lesen, lautet das gängige Vorurteil. Nur stimmt das offenbar nicht. Die Buchbranche boomt bei den Jungen.

Zusammenfassung:

Experten vs. Laien: Wer hat recht?

Wir alle haben es erlebt. Ein Experte tritt auf die Bühne, wirft mit Fachbegriffen um sich und verkündet seine Prognosen. Doch wie oft liegen diese Experten tatsächlich richtig?

Das Expertendilemma

Historische Fehltritte Schauen wir uns einmal die Geschichte an. Experten haben oft genug danebengelegen. Ob es nun um den Untergang der Titanic ging oder die Behauptung, das Internet sei nur eine Modeerscheinung.

Die Blase der Experten Experten sind oft in einer Echo-Kammer gefangen, in der ihre Ansichten ständig verstärkt werden. Dies kann zu einem Tunnelblick führen, der andere Perspektiven ausschließt.

Der Triumph des Laien

Erfolgsgeschichten Es gibt unzählige Geschichten von Dilettanten, die da, wo Experten scheiterten, triumphierten. Denken Sie an Steve Jobs, der kein Ingenieur war, aber die Tech-Welt revolutionierte.

Warum unterschätzen wir Dilettanten? Vielleicht, weil wir annehmen, dass Wissen gleichbedeutend mit Weisheit ist. Doch oft sind es die frischen Perspektiven und das unkonventionelle Denken, die zum Erfolg führen.

Die Macht des Zufalls

Zufall vs. Expertise Manchmal ist es reiner Zufall, der den Unterschied ausmacht. Ein glücklicher Zufall kann eine Idee zum Erfolg führen, auch wenn alle Experten dagegen waren.

Kann der Zufall planbar sein? Natürlich nicht! Aber wir können lernen, uns für unerwartete Möglichkeiten zu öffnen, anstatt uns stur auf das Urteil der Experten zu verlassen.

Wann sollte man auf Experten hören?

Expertise ist nicht gleich Erfahrung Expertise basiert oft auf Studien und Büchern. Aber wahre Weisheit kommt aus Erfahrung. Und manchmal haben Laien diese in Hülle und Fülle.

Die Kraft der Intuition Oft haben wir ein Bauchgefühl, das sich als richtig erweist. Sollten wir dieser Intuition mehr vertrauen als den Ratschlägen der Experten?

Ein Fazit: Expertise neu bewerten

Fehler sind menschlich Und ja, auch Experten sind nur Menschen. Sie können und werden Fehler machen.

Die Mischung macht’s Vielleicht sollten wir lernen, sowohl die Meinungen von Experten als auch von Laien zu schätzen. Eine ausgewogene Mischung aus beidem könnte der Schlüssel sein.

Zum Schluss, wer sagt eigentlich, was richtig oder falsch ist? Vielleicht ist die Antwort nicht schwarz-weiß. Vielleicht ist die wahre Erkenntnis, dass jeder von uns, Experte oder Laie, einen wertvollen Beitrag leisten kann. Wer weiß, vielleicht sind Sie der nächste „Laie“, der die Welt verändert!

KfW-Mittelstandspanel: Finanzierungssituation für Unternehmen wird zur Herausforderung – Banken agieren restriktiv bei Kreditvergabe

Steigerung der Unternehmensinvestitionen im ersten Halbjahr 2023: Trotz schwierigem Umfeld und hoher Belastungen haben die Unternehmensinvestitionen im ersten Halbjahr 2023 deutlich zugenommen. Doch wie geht es weiter? Die Erwartungen der Unternehmen sind gespalten. Gleichzeitig steigt die Kreditfinanzierung im Mittelstand, aber es zeichnet sich eine Trendwende bei den Kreditverhandlungen ab. Zudem gibt es einen Umsatzzuwachs im letzten Jahr, aber belastete Gewinnmargen. Die Finanzierungssituation für Unternehmen wird zur Herausforderung. Doch trotz allem zeigen sich solide Eigenkapitalquoten und ein Rückgang von Zombie-Unternehmen. Lest mehr über die aktuellen Entwicklungen im Mittelstand.

Auch in Krisenzeiten zeigt sich der deutsche Mittelstand in seiner Gesamtheit robust. Das belegt das KfW-Mittelstandspanel 2023. Sowohl Umsätze als auch Investitionen der 3,8 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen legten der repräsentativen Befragung von KfW Research zufolge im zurückliegenden Jahr 2022 zu, in moderatem Umfang auch die Beschäftigung. Die durchschnittliche Eigenkapitalausstattung der Unternehmen bleibt stabil und ihre Schuldentragfähigkeit ist weiter gegeben. Die Umsatzrendite fiel zuletzt allerdings auf den niedrigsten Stand seit 2015. Vor allem die kleinen Unternehmen blieben offenbar häufig auf den gestiegenen Kosten sitzen. „Seit dem Jahr 2020 wird die Resilienz des deutschen Mittelstands durch sich überlappende Krisen auf eine harte Probe gestellt. Doch auch 2022 sind allen Belastungsfaktoren wie Krieg in der Ukraine, Energiekrise und steigenden Preisen zum Trotz die Blessuren bei den kleinen und mittleren Unternehmen überschaubar geblieben“, so Köhler-Geib.

Die Unternehmensinvestitionen im ersten Halbjahr 2023 seien deutlich gestiegen. Großunternehmen verzeichneten eine nominale Steigerung um 7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Investitionen nominal um 9,6 Prozent und real um 3,1 Prozent. Trotz der hohen Belastungen und des schwierigen Umfelds für Unternehmen war der Start ins Jahr also stark. „Es bleibt jedoch fraglich, ob dieser positive Trend anhalten wird. Laut einer Umfrage erwarten nur 50 Prozent der Unternehmen, dass ihre geplanten Investitionsvorhaben wie geplant umgesetzt werden. 37 Prozent erwarten eine Verminderung oder Verschiebung und 13 Prozent gehen sogar von einer vollständigen Aufgabe aus“, erläutert die KfW-Chefvolkswirtin.

Banken verhandeln restriktiv

Die Finanzierungssituation stellt eine weitere Herausforderung dar. Im letzten Jahr stieg die Anzahl der Kreditnehmer im Mittelstand für Investitionszwecke deutlich auf 763.000. Das Volumen der Kreditfinanzierung von Investitionen erhöhte sich im Jahr 2022 auf 76 Milliarden Euro, was etwa 32 Prozent der Investitionen entspricht. Für dieses Jahr zeichnet sich jedoch eine Trendwende ab. Im dritten Quartal gaben 32 Prozent der mittelständischen Unternehmen zu Protokoll, auf restriktive Banken bei Kreditverhandlungen gestoßen zu sein. „Obwohl dies nicht bedeutet, dass sie keinen Kredit erhalten haben, zeigt es doch, dass die Verhandlungen schwieriger waren. Im letzten Jahr gab es einen Rekord an erfolgreich abgeschlossenen Kreditverhandlungen, ob sich dies in diesem Jahr wiederholen wird, ist jedoch fraglich“, betont Köhler-Geib.

Rückgang von Zombie-Unternehmen zeigt solide Finanzlage

Trotz der schwierigen Lage seien die mittelständischen Unternehmen finanziell gut aufgestellt. Fast 60 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Liquiditätslage als sehr gut oder gut, weitere 30 Prozent als ausreichend. Die Eigenkapitalquoten im Mittelstand sind nach wie vor hoch, mit einem leichten Rückgang von 31,4 auf 31,2 Prozent im vergangenen Jahr. „Besonders erfreulich ist, dass ein höherer Anteil von Unternehmen eine Eigenkapitalquote von über 30 Prozent aufweist. Nur noch ein Viertel der Unternehmen hat eine niedrige Eigenkapitalquote von weniger als 10 Prozent. Die Finanzlage der mittelständischen Unternehmen ist also solide“, sagt Köhler-Geib auf der Pressekonferenz der KfW.

Der Anteil von Unternehmen sei zurückgegangen, bei denen der operative Gewinn kleiner als die Zinsverpflichtung ist. Also die so genannten Zombie-Unternehmen. Insgesamt sei die Lage besser als die Stimmung, betont Köhler-Geib. Und das entspricht auch meiner Wahrnehmung, die ich in meiner Kolumne für Haufe New Management dargelegt habe.

@ReneCuperus: Europa muss geopolitisch und in der Verteidigung mehr leisten #EuropaKonferenz #Berlin


Wenn Hendrik Küpper über Europa nachdenkt, muss er immer an die Worte von Antonio Gramsci denken: Er schwankt zwischen Pessimismus des Verstandes und Optimismus des Willens. Diese Vorstellung verband der Moderator Küpper bei einer Paneldiskussion in Berlin mit dem Zustand Europas. René Cuperus antwortete pragmatisch positiv: „Europa ist immer noch die Supermacht der Lebensqualität, die Supermacht der Lebensqualität, mit dem höchsten Wohlstand und der größten Freiheit für die meisten Menschen.

Diese europäische Erfahrung stehe aber unter enormem Druck, sagte der niederländische Politikberater in der Europa-Akademie im Grunewald. Bedroht durch Autokratie. von außen und von innen. Der Schock der Zeitenwende. „Ich wünsche mir ein kämpferischeres, widerstandsfähigeres, wachsameres Europa, aber ich sehe immer noch zu wenig Dringlichkeit und Angst bei vielen für eine nach innen gerichtete europäische Diskussion, über Spitzenkandidaten, Erweiterung und die Anzahl der Kommissare und so weiter. Die europäische Wertegemeinschaft mit ihrer sozialen Marktwirtschaft und Rechtsstaatlichkeit ist es wert, mit Vehemenz verteidigt zu werden“, erläuterte Cuperus.

Die größten Probleme Europas, ja der westlichen Demokratie, seien innenpolitischer Natur: Zersplitterung, Polarisierung, die Rückkehr der politischen Feindschaft im Sinne des Staatsrechtlers Carl Schmitt, die Krise der politischen Mitte und die Dominanz der Opposition von grünem Kosmopolitismus und braunem Rechtspopulismus. „Das untergräbt die Schlagkraft unserer Demokratie und damit die Handlungsfähigkeit Europas“, kritisierte Cuperus. Europa sei nicht bereit für eine geopolitische Rolle und Bundeskanzler Scholz profiliere sich nicht als Führungsfigur. Wenn Donald Trump die US-Präsidentenwahl noch einmal gewinnen sollte, seien wir auf uns allein gestellt. „Ich befürchte nach innen gerichtete Debatten über Erweiterung, Spitzenkandidaten, Anzahl der Kommissare, ohne geostrategische Dringlichkeit.“

Die EU sei eher ein Multi-Level-Governance-Elite-Projekt und erreiche viele Menschen nicht. „Europas demokratische Stärke sind die nationalen Demokratien, die regionalen Demokratien“, meint Cuperus. Er sei gegen eine gleichzeitige Ausweitung und Vertiefung.

„Europa muss vor allem in geopolitischer Hinsicht und im Bereich der Verteidigung etwas leisten. Ein starker europäischer Verteidigungszweig innerhalb der NATO, auch um Amerika zu entlasten, und schon jetzt eine Rückkehr von Trumps ‚America First‘ zu erwarten“, resümiert der niederländische Politik-Analyst. Mäßigung bei Migration und Klima als Antwort auf das gefährliche rechtspopulistische Unbehagen sei bei nationalen und europäischen Wahlen von entscheidender Bedeutung.

retro tv on river shore near forest

Landarzt-Serien im Fernsehen und immer noch dümmliche Abgrenzungen bei der TV-Einschaltquote #UnStatistik

small used tv set on concrete railing
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Die neue Sat.1-Vorabendserie „Die Landarztpraxis“ mit Caroline Frier habe dem Sender noch keinen Aufschwung beschert: „Marktanteile von 3,4 Prozent im Gesamtpublikum und 4,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen sind zu wenig. Immerhin: In der Prime Time lief es für ‚Hochzeit auf den ersten Blick‘ besser. Top-TV-Programm des Montags: ZDF-Krimi ‚Das Mädchen von früher‘.“

Mit diesen Einschaltquoten-Meldungen wird man täglich von Meedia und Co. berieselt. Schon bei der statistischen Abgrenzung der Alterskohorte müssten Journalisten nachdenklich werden. Wat hat ein 14-Jähriger mit einem 49-Jährigen am Hut? Dahinter steckt ein Vermarktungstrick des ehemalitgen RTL-Chefs Helmut Thoma.

Thoma habe es mit seiner Eloquenz geschafft, diese so genannte werberelevante Zielgruppe im Markt zu verankern, berichtete vor Jahren das NDR-Magazin Zapp. „Die Kukidents überlasse ich gern dem ZDF“, so der legendäre Ausspruch des Österreichers.

In den vergangenen Jahrzehnten sind Milliarden Euro für Fernsehwerbung ausgegeben worden auf völlig willkürlichen Grenzziehungen eines Fernsehchefs. Hochbezahlte Mediaplaner, Kommunikationschefs und Werbeexperten fielen darauf rein. Selbst ARD und ZDF rannten und rennen dieser Schimäre hinterher. „Dabei hatte unsere Argumentation von Anfang an enorme Lücken“, gab Thoma in einem Interview mit dem Spiegel zu. Er habe der Werbewirtschaft suggeriert: Ihr müsst an die Jungen ran, die „Erstverwender”; deshalb braucht ihr auch keine alten Zuschauer, denn die seien markentreu. Aber ab 29 brauche man wirklich nicht mehr von „Erstverwendern” zu sprechen. Außerdem: Wer ist denn zählungskräftig? Die über 50-Jährigen. Geändert hat sich nichts. Bis heute hält man an dieser dümmlichen Einschaltquote fest.

Die Herausforderungen der westlichen China-Politik: Ein Blick auf die Menschenrechte und die geopolitische Lage @politchecker #EuropaKonferenz #Berlin

Die Menschenrechtslage in China ist seit langem in weiten Teilen eine Katastrophe, und dies ist eine Tatsache, die nicht ignoriert werden könne, so Felix Lee in der Panel-Diskussion der Berliner Europa-Konferenz zum Thema „Zukunftssicherung durch Rückbesinnung – Die Reaktivierung der gemeinsamen Werte“. Unter der Führung von Xi Jinping habe sich die Lage sogar noch dramatisch verschlechtert. Dennoch gibt es nach Ansicht von Lee eine komplexe Geschichte hinter der westlichen Politik gegenüber China, die sowohl Hoffnungen als auch Doppelmoral aufzeigt.

Die Öffnungs- und Reformpolitik, die China Ende der 1970er Jahre eingeführt hat, wurde von vielen im Westen als eine Chance gesehen. Man hoffte, dass die wirtschaftliche Öffnung auch zu gesellschaftspolitischer und politischer Liberalisierung führen würde, was sich positiv auf die Menschenrechtslage auswirken könnte. In den 1980er Jahren gab es tatsächlich Anzeichen für eine politische Liberalisierung in China. Doch dann folgten Rückschläge wie das Tiananmen-Massaker.

Auch in den Nullerjahren und zu Beginn der Zehnerjahre gab es Phasen, in denen China sich zu öffnen schien, und die Idee des „Wandels durch Handel“ gewann an Bedeutung. Unter Xi Jinping hat sich jedoch eine Verschärfung abgezeichnet. Die Frage lautet nun, wie der Westen mit China umgehen soll, insbesondere wirtschaftlich.

Hierbei wird die Doppelmoral deutlich. Trotz der gravierenden Menschenrechtsverletzungen in China haben viele westliche Länder, darunter Deutschland, von Chinas wirtschaftlichem Aufstieg profitiert. Dies hat dazu geführt, dass es schwerfällt, konkrete Maßnahmen gegenüber China zu ergreifen, insbesondere wenn es um wirtschaftliche Interessen geht.

In der Vergangenheit gab es Phasen, in denen westliche Regierungsvertreter, wie beispielsweise Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich hinter verschlossenen Türen für Menschenrechte in China eingesetzt haben. Dies geschah oft abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit, um diplomatische Beziehungen nicht zu gefährden. Diese Herangehensweise hat in Einzelfällen geholfen.

In jüngster Zeit scheint sich jedoch die Situation zu verändern. Die wirtschaftliche Stärke und technologische Führungsposition Chinas, die durch westlich-chinesische Wirtschaftszusammenarbeit gefördert wurde, haben China selbstbewusster gemacht. Die chinesische Führung lässt sich nicht mehr so leicht belehren oder kritisieren.

Die Frage, wie der Westen seine Politik gegenüber China gestalten sollte, ist nicht so einfach zu beantworten. Die traditionelle Methode, China mit erhobenem Zeigefinger anzugehen, scheint nicht mehr zu funktionieren.

In der Vergangenheit habe der Westen durch seine Doppelmoral in Asien und andere Probleme an Ansehen verloren, kritisiert Lee in seinem Statement.

Die geopolitische Lage verschärft die Situation weiter. Andere Länder, darunter auch Schwellenländer, suchen verstärkt nach Alternativen zur westlichen Weltordnung. China bietet sich als solche Alternative an.

Die westliche China-Politik steht vor erheblichen Herausforderungen. Die multipolare Weltordnung, die sich abzeichnet, erfordert ein Umdenken und eine neue Herangehensweise. Es werde entscheidend sein, wie der Westen seine Werte und Interessen in dieser komplexen geopolitischen Landschaft verteidigen kann, resümierte Lee im Abschluss-Panel der Europa-Konferenz im Berliner Grunewald.

Auf Twitter-X lief das Panel super-gut: Fast 1.500 Zuschauer und rund 7.000 Views.

a river with buildings in the background at sunset

Digital-First-Strategie des Spiegels: Acht Blattmacherinnen und Blattmacher berufen, darunter erstmals auch eine Expertin für Video und Audio @derspiegel @katschca

der spiegel building in hamburg
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Dirk Kurbjuweit ist seit Mai 2023 Chefredakteur des SPIEGEL. Er hat Melanie Amann und Thorsten Dörting zu seinen Stellvertretern ernannt. Clemens Höges, der bisher ebenfalls Mitglied der Chefredaktion war, hat beschlossen, den SPIEGEL zu verlassen.

Kurbjuweit äußerte sich zur Ernennung seiner Stellvertreter: „Mit der Ernennung meiner Stellvertreterin und meines Stellvertreters ist die neue SPIEGEL-Chefredaktion nun komplett, ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit Melanie Amann und Thorsten Dörting. Gemeinsam werden wir den SPIEGEL auf Digital First umstellen und unser publizistisches Angebot erweitern und vertiefen“

Die Chefredaktion hat ein neues Editorial Desk eingeführt, das als zentrale Steuerungs- und Planungsinstanz für alle Inhalte des SPIEGEL fungiert. Es wurden acht Blattmacherinnen und Blattmacher berufen, darunter erstmals auch eine Expertin für Video und Audio. Im Editorial Desk werden die Themenvorschläge aus den Ressorts zusammengeführt und die Ressourcen für Recherche und Produktion entsprechend verteilt. Sowohl Texte als auch Videos und Audioprodukte werden hier in Zukunft abgenommen.

Kurbjuweit betonte: „Wir erwarten uns vom Editorial Desk eine gleichbleibend gute Versorgung unserer digitalen Angebote und unseres Hefts mit ausgezeichnetem Journalismus.“

Das Editorial Desk besteht aus sechs Blattmachern für Text: Barbara Hardinghaus, Judith Horchert, Cordula Meyer, Alexander Neubacher, Oliver Trenkamp und Stefan Weigel. Carolin Katschak ist Blattmacherin für Audio und Video mit dem speziellen Fokus auf junge Nutzer. Ferdinand Kuchlmayr ist der optische Blattmacher, zuständig für visuelles Storytelling, datengetriebenen Journalismus sowie das Aussehen von Homepage und Heft. Judith Horchert leitet das Team für ein Jahr, danach wird es eine rotierende Teamleitung geben.

Dr. Melanie Amann, geboren 1978, studierte Jura in Trier, Aix-en-Provence und Berlin und promovierte an der LMU München. Sie absolvierte ein Jahr an der Deutschen Journalistenschule in München. Nach Stationen bei der „Financial Times Deutschland“, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ wechselte sie 2013 zum SPIEGEL nach Berlin. Aufgrund ihrer Recherchen und Enthüllungen über die AfD veröffentlichte sie 2017 das Buch „Angst für Deutschland Die Wahrheit über die AfD“. Seit Februar 2019 leitete sie gemeinsam mit Sebastian Fischer, Martin Knobbe und Philipp Wittrock das Hauptstadtbüro des SPIEGEL. 2021 wurde sie Mitglied der SPIEGEL-Chefredaktion.

Thorsten Dörting, geboren 1974, studierte Geschichte, Philosophie und Psychologie in Hamburg und Bristol. Er forschte unter anderem an einem Graduiertenkolleg in Göttingen und war Stipendiat am Deutschen Historischen Institut in London. Nach seinem Besuch der Evangelischen Journalistenschule in Berlin wechselte er in den Journalismus. Ab 2005 arbeitete er beim Nachrichtenmagazin „Facts“ in Zürich, zuletzt als Co-Ressortleiter Kultur & Gesellschaft. Dörting kam 2007 zu SPIEGEL ONLINE, wo er das Kulturressort und später zusätzlich das Stilressort verantwortete. Danach war er Leiter strategische Projekte. Im März 2017 wurde er geschäftsführender Redakteur und begleitete in dieser Funktion die Einführung des Digitalabo-Angebots SPIEGEL+. Seit Januar 2019 ist er Blattmacher des SPIEGEL und ebenfalls Mitglied der SPIEGEL-Chefredaktion.

Clemens Höges, geboren 1961, studierte Politikwissenschaften und Publizistik und besuchte die Henri-Nannen-Schule. Er kam 1990 zum SPIEGEL und war zunächst Korrespondent in Leipzig und Redakteur im Deutschlandressort, dessen stellvertretender Leiter er 1994 wurde. 1997 ging er als Korrespondent nach Washington und wurde Ende 1998 Leiter des Deutschlandressorts. 2008 wechselte er als Reporter ins Auslandsressort und übernahm dessen Leitung im September 2012. Von 2014 bis 2015 war er stellvertretender Chefredakteur des SPIEGEL. Anschließend arbeitete er als Autor im Auslandsressort. Während seiner gesamten Zeit beim SPIEGEL schrieb er diverse Titelgeschichten und war als Kriegsreporter unter anderem in Somalia, Libyen und Syrien tätig. Anfang 2019 war er Teil einer dreiköpfigen Kommission zur Aufklärung des Falls Relotius. Im April 2019 wurde er Blattmacher und Mitglied der SPIEGEL-Chefredaktion.

Die Blattmacherinnen und Blattmacher im Editorial Desk sind:
– Barbara Hardinghaus, geboren 1975, studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Hamburg und Bremen. Sie absolvierte die Axel-Springer-Journalistenschule und arbeitete zunächst als Lokalreporterin für das „Hamburger Abendblatt“. Seit September 2005 war sie Redakteurin im Reporter-Ressort des SPIEGEL.
– Judith Horchert, geboren 1981, studierte Nordamerikawissenschaften, Politik und Germanistik in Bonn. Sie absolvierte die Henri-Nannen-Schule und war danach Redakteurin bei „geo.de“. Ab Mai 2012 war sie Redakteurin bei SPIEGEL ONLINE im Ressort Netzwelt. Ab Juni 2014 war sie stellvertretende Ressortleiterin und seit März 2017 ist sie Ressortleiterin. Seit 2022 ist sie Blattmacherin.
– Carolin Katschak, geboren 1988, studierte Skandinavistik in Berlin und Reykjavik. Sie absolvierte die Deutsche Journalistenschule. Seit Januar 2018 ist sie Redakteurin im Ressort Video des SPIEGEL. Ab März 2021 ist sie leitende Redakteurin und seit März 2022 Teamleiterin für Talkformate.
– Ferdinand Kuchlmayr, geboren 1991, studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaften in Wien. Er arbeitete anschließend als Videoredakteur und Motion Designer bei der „Neuen Zürcher Zeitung“. Seit Dezember 2017 ist er im Ressort Grafik und Multimedia des SPIEGEL tätig. Ab Juni 2019 leitet er die SPIEGEL-Grafik und seit Januar 2021 ist er Ressortleiter Grafik und Interactive.
– Cordula Meyer, geboren 1971, studierte Politik und Kommunikation in Hamburg und Tucson, Arizona. Seit Dezember 1999 ist sie beim SPIEGEL tätig. Sie arbeitete zunächst als Redakteurin im Deutschlandressort und später als Korrespondentin in Washington. 2009 wechselte sie als Redakteurin ins Ressort Wissenschaft und Technik. Ab Januar 2012 war sie stellvertretende Leiterin des Deutschlandressorts. Seit Juli 2015 war sie Leiterin des Deutschlandressorts.
– Alexander Neubacher, geboren 1968, studierte Volkswirtschaftslehre an der
Universität Köln und absolvierte die Kölner Journalistenschule. 1999 kam er als Korrespondent im Hauptstadtbüro zum SPIEGEL. Ab Mai 2017 war er leitender Redakteur bei SPIEGEL+. Im Juni 2022 wurde er Leiter Meinung & Debatte.
– Oliver Trenkamp, geboren 1979, studierte Politikwissenschaft in Berlin und
absolvierte die Henri-Nannen-Schule. Seit 2008 ist er bei SPIEGEL ONLINE tätig, zunächst im Bildungsressort, dann im Hauptstadtbüro in Berlin und später als Chef vom Dienst in Hamburg. Ab 2018 war er Textchef bei SPIEGEL ONLINE und ab Herbst 2018 geschäftsführender Redakteur. Seit Januar 2019 ist er Blattmacher.
– Stefan Weigel, geboren 1965, studierte Jura in Göttingen und absolvierte nach dem 1. Staatsexamen die Henri-Nannen-Schule. Er hatte Redakteursstellen bei „Capital“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Woche“. Ab 1999 war er im Gründungsteam der „Financial Times Deutschland“ tätig, wo er später stellvertretender Chefredakteur wurde. Ab Mai 2014 war er stellvertretender Chefredakteur der „Rheinischen Post“. Im Januar 2019 wurde er Nachrichtenchef beim SPIEGEL.

Bin vor allem gespannt auf die Audio-Video-Strategie des Spiegels.

Resonanz auf die #EuropaKonferenz in #Berlin – Einige Sessions gingen durch die Decke #WilliEichlerAkademie @ConstantinSohn @politchecker @marc_saxer @misik @mevsch54 @StaderWK70SPD

Das Livestreaming-Team: 14 OCT 2023, BERLIN/GERMANY: Europa Konferenz der Willi-Eichler-Akademie und der European Academie Berlin „Wende in Europa: Ausblick auf eine neue Zeit“, Europäische Akademie Berlin, IMAGE: 20231014-01 NUTZUNGSRECHTE: Zeitlich und räumlich unbegrenzte Nutzungsrechte in Print- und Onlinemedien der Willi-Eichler-Akademie e.V., sowie das Recht zur unbegrenzten Weitergabe dieser Nutzungsrechte an Dritte. Foto von Marco Urban https://www.marco-urban.de/

Resonanz auf Twitter-X: 

Multipolare Welt 670 Zuschauer, lange Zeit Tabellenführer, bis zur Abschluss-Session: https://twitter.com/gsohn/status/1713094889800716487

Letzte Session am Sonntag hatte 1.391 Zuschauer – Rekord!!!!! https://twitter.com/gsohn/status/1713464848330440887

Moralische Überlegenheit 220 Zuschauer https://twitter.com/gsohn/status/1713200660987191396

Koloniale Denkmuster 149 Zuschauer https://twitter.com/gsohn/status/1713170294108831966

Krisen des neuen Europas 69 Zuschauer https://twitter.com/gsohn/status/1713125061794885856

Panel-Diskussion mit Abgeordneten 297 Zuschauer: https://twitter.com/gsohn/status/1712865118726611344

Eröffnung 140 Zuschauer: https://twitter.com/gsohn/status/1712846133331161131

Alle Livestreams – also Multistreams – pro Session auf ichsagmal.com mit 23.000 Abonnenten.

Auf LinkedIn liegen wir insgesamt bei 4.317 Impressions für das Wochenende. 

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