Uber und die scheinheiligen Verteidiger des Taxi-Monopols @haucap

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Ein Taxikunde weniger

Ein Taxikunde weniger


In Deutschland ist es leider eine Unsitte, mit Verweis auf das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb, nervige Konkurrenzangebote auszuschalten. Gebietsmonopolisten, Berufsorganisationen, Kammern und sonstige scheinheilige Interessenvertreter instrumentalisieren das Wettbewerbsrecht gegen den Wettbewerb. Mit den Interessen der Verbraucher hat das überhaupt nichts zu tun. Es geht um Bestandsschutz für die Platzhirsche. So auch im Fall des Taxi-Konkurrenten Uber. Da findet sich dann schnell irgendein Schutzgesetz, um unkonventionelle Angebote vom Markt zu fegen.

Bei der einstweiligen Verfügung des Frankfurter Landgerichts ist es das Personenbeförderungsgesetz. Was rechtfertigt denn in Zeiten von Google Maps und sonstigen Navigationssystemen die Ansprüche des Berufsstandes der Taxifahrer noch, auf irgendwelche Sonderrechte zu pochen? Überhaupt nichts. Oder muss ich als Verbraucher wieder vor mir selbst beschützt werden, wenn ich einen privaten Fahrdienst beauftragen will, der vielleicht etwas freundlicher daherkommt und weniger genervt reagiert, wenn mein Auftrag nicht 20 Euro oder mehr in die Kasse spült?

Die Grenzwächter der Share Economy schwächen die Entfaltungsmöglichkeiten einer Volkswirtschaft. Wer nicht teilt, steht am Ende mit leeren Händen da.

Eigentlich ein Fall für die Monopolkommission.

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Mehr Experimente im Kundendialog wagen #Streamcamp14

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Livestreaming-Buch

Hannes Schleeh und ich haben schon unsere Autorenexpemplare des Livestreaming-Opus erhalten. Ab dem 4. September können auch die Buchhandlungen und Amazon gestürmt werden, um es zu bestellen. Warum es auch Service-Fachleute kaufen sollten und auch eine Exkursion zum Streamcamp in München am 18. und 19. Oktober erwägen sollten, schildere ich in einer kleinen Hangout-Lesung.

Man sieht und hört sich nächsten Mittwoch bei Bloggercamp.tv, um 20:15 Uhr nach der Tagesschau.

Übrigens:Zwei Drittel der Deutschen laden keine neuen Apps mehr herunter. Schlecht für Service-Apps. Dann doch mehr auf Live-Dialoge setzen.

Siehe auch:

Kundenservice 2.0 – Was ist das überhaupt?

Über den Untergang der Industriewirtschaft: Wo sind Konzepte für die vernetzte Ökonomie?

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Politikrezepte der Wirtschaftswunder-Zeit greifen nicht mehr

Politikrezepte der Wirtschaftswunder-Zeit greifen nicht mehr

In Deutschland arbeiten im verarbeitenden Gewerbe immer weniger Menschen unmittelbar in der Fertigung, während die Beschäftigung insbesondere bei den für die Wettbewerbsfähigkeit entscheidenden produktionsnahen Dienstleistungen wie Forschung, Entwicklung, Organisation, Management und Beratung zunimmt. In den exportstarken Branchen wie dem Fahrzeugbau oder dem Maschinenbau war die Entwicklung besonders dynamisch. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

„Auch innerhalb der Branchen findet ein Strukturwandel statt“, sagt DIW-Experte Alexander Eickelpasch.

In den Jahren 2007 bis 2011 ist die Zahl der Industriebeschäftigten, die unmittelbar in der Produktion tätig sind, um 2,5 Prozent gesunken. Dies geht teilweise auf eine steigende Arbeitsproduktivität, teilweise auf den verstärkten Bezug von Vorleistungen, die bisher selbst erstellt wurden, und teilweise auf den verstärkten Einsatz von Leiharbeit zurück. Die Zahl der Personen, die in Industrieunternehmen Dienste erbringen, ist dagegen in diesem Zeitraum um 2,5 Prozent gestiegen. Bei den produktionsorientierten höherwertigen Dienstleistungen ist die Beschäftigung sogar um 4,5 Prozent gestiegen, und hierunter in Forschung und Entwicklung um 5,8 Prozent sowie bei Leitung und organisatorischen Tätigkeiten um 16,0 Prozent.

Dieser Strukturwandel ist Erkenntnissen des DIW in allen Industriebranchen zu beobachten, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität. In den international ausgerichteten Branchen mit einer überdurchschnittlichen Exportquote von mehr als 50 Prozent – wie der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und der chemischen Industrie – wächst die Bedeutung dieser Dienste dynamischer als in eher binnenmarktorientierten Branchen wie der Nahrungs- und Genussmittelindustrie.

Durch die zunehmende Digitalisierung werden Routinetätigkeiten an Bedeutung verlieren und anspruchsvolle Tätigkeiten an Bedeutung gewinnen – auch in der Fertigung.

So weit, so gut. Wo bleiben aber die ordnungspolitischen Impulse, um uns von der Anachronismen der untergegangenen Industriewirtschaft zu befreien, wie es der Wirtschaftshistoriker Werner Abelshauser in seinem Standardwerk “Deutsche Wirtschaftsgeschichte seit 1945″ ausdrückt. Wo sind klare Konzepte für einen institutionellen Rahmen zu erkennen, um uns auf die Bedürfnisse der nachindustriellen Ära auszurichten? Weder die wirtschaftlichen Eliten noch die öffentliche Meinung waren und sind sich der Realität bewusst, “dass schon Anfang der sechziger Jahre selbst bei stark rohstofforientierten Produzenten, wie der deutschen Großchemie, bis zu zwei Drittel der Wertschöpfung auf der Fähigkeit zur Anwendung von wissenschaftlich basierter Stoffumwandlungsprozesse beruhte”, schreibt Abelshauser in der erweiterten Auflage seines Opus. Seit den neunziger Jahren sind mehr als 75 Prozent der Erwerbstätigen und ein ebenso hoher Prozentsatz der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung durch immaterielle und nachindustrielle Produktion entstanden. Die innere Uhr der politischen Entscheider ist immer noch auf die industrielle Produktion gepolt. Man merkt es an der wenig ambitionierten Digitalen Agenda der Bundesregierung, man erkennt es an den lausigen Akzenten, die in der Bildungspolitik gesetzt werden und man hört es bei den Sonntagsreden der Politiker, wenn es um Firmenansiedlungen geht. Es gibt keine Konzeption für eine vernetzte Ökonomie jenseits der industriellen Massenfertigung aus den Zeiten des Fordismus.

Darüber würde ich gerne einige Fachgespräche via Hangout on Air führen. Wer Lust und Interesse verspürt, soll sich einfach bei mir melden. Hier in den Kommentaren oder per Mail an: gunnareriksohn@gmail.com

Man hört und sieht sich spätestens bei Bloggercamp.tv am Mittwoch, um 20: 15 nach er Tagesschau. Da geht es um Stadtgestaltung und die Zukunft des stationären Einzelhandels.

Siehe auch:

Cyber, Cyber! Die Hymne zur Digitalen Agenda.

DEUTSCHLAND VERLIERT DIE IT-EXPERTISE.

Das Literaturhaus Köln in neuem Domizil

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gsohn:

Sieht gut aus.

Ursprünglich veröffentlicht auf Wortspiele: Ein literarischer Blog:

An diesem Wochenende ist es so weit: Das Literaturhaus Köln bezieht neue Räume und veranstaltet sein Programm nun im Herzen der Stadt Köln. Zurück aus einer längeren blog-freien Zeit, die mich durch den Bayrischen Wald nach Wien und Prag – und von dort zurück nach Köln – führte, sprach ich für die Online-Version des Fachmagazins BuchMarkt aus diesem Anlass mit Bettina Fischer, der Leiterin des Hauses… Im Einvernehmen mit dem Magazin BuchMarkt kann ich dieses Gespräch allen Interessierten auch hier in den „Wortspielen“ vorstellen.

Das Provisorium hat ein Ende - Bettina Fischer, die Leiterin des Literaturhauses Köln, muss selber keinen Entwurf der Hinweistafel mehr halten...

Das Provisorium hat ein Ende – Bettina Fischer, die Leiterin des Literaturhauses Köln, muss selber keinen Entwurf der Hinweistafel mehr halten…

Wolfgang Schiffer: Bettina Fischer, nach vielen Jahren der Ko-Existenz mit dem „Forum für Fotografie“ in der Kölner Südstadt bezieht das Literaturhaus Köln mit seinem Umzug in das älteste Bürgerhaus der Stadt am Großen Griechenmarkt 39 endlich ein eigenes Domizil – und das im Zentrum der…

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Tiefenschärfe vom Feinsten! Die Logitech ConferenceCam CC 3000e im Live-Test – Ihr könnt sie beim #StreamCamp14 probieren

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So sieht sie aus, die Bildqualität der Logitech ConferenceCam CC 3000e

So sieht sie aus, die Bildqualität der Logitech ConferenceCam CC 3000e

Bloggercamp.tv-Kollege Hannes Schleeh hat die neue Logitech ConferenceCam CC 3000e für Testzwecke erhalten. Im Hangout on Air haben wir das Gerät schon mal fürs Livestreaming ausprobiert. Erster Eindruck: Eine beachtliche Bildqualität mit einer Tiefenschärfe, die man mit normalen Webcams bislang nicht erzielen konnte.

In meinem Heimstudio und bei Außenveranstaltungen setze ich ja in der Regel die BCC950 von Logitech ein, die mit einem Kugelkopf ausgerüstet ist und 180 Grad-Drehungen mit einer Fernsteuerung ermöglicht. Zoomen geht natürlich auch.

Kompaktes Live-Programm mit wenig Technik

Kompaktes Live-Programm mit wenig Technik

All das kann auch die CC 3000e in wesentlich besser Bildqualität. Auch die Audio-Einheit der Webcam überzeugt durch eine gute Tonqualität. Mit meinem Rode-Mic bin ich im heutigen Hangout nicht besser rübergekommen – schnief.

Für die externe und interne Videokommunikation ist die neue ConferenceCam eine sinnvolle Investition. Beim StreamCamp am 18. und 19. Oktober könnt Ihr die unterschiedlichen Webcams testen. Natürlich auch alle möglichen Varianten von USB-Mics, XLR-Mics (mit Mischpult) und Software. Ihr könnt übrigens auch mit der Technik, die wir zur Verfügung stellen, Formate durchspielen. Fan-TV, Experten-Gespräche, Stammtische, Außenreportagen, Firmen-Events, Podiumsdiskussionen. Bei unserem Barcamp geht es nicht nur um Technik und Software, sondern viel stärker um Inhalte und Anwendungsmöglichkeiten für Blogger, Unternehmen, Verbände, Vereine und Events. Technik betrachten wir nicht als Selbstzweck.

Wir hören und sehen uns dann beim StreamCamp in München.

Wie findet Ihr die neue Logitech?